Schlagwort: technik

  • Bye bye Firefox. Hello Safari

    Vermutlich fingen wir alle mit dem Netscape Navigator oder dem Internet Explorer an, im Netz zu surfen. Welche Sensation, als damals mit Firefox eine großartige, schlanke, kostenlose, erweiterbare Alternative auf den Markt kam. Ich nutze den kleinen roten Bären (ein Firefox gehört nicht wie der Name vermuten lässt zur Familie der Füchse) schätzungsweise seit der Version 1.0 und war ihm immer treu. Dabei hat er mir schon mehr als einmal Ärger gemacht. Und nicht nur mir. Das Problem mit langsamen und ruckelnden Flash-Videos ist auch in Version 7 noch immer nicht behoben, wie mein damaliger Artikel beweist, der mit Abstand am häufigsten aufgerufene und kommentierte Artikel in diesem Blog.

    Mozilla, der Hersteller des Firefox, hatte noch vor nicht allzu langer Zeit beschlossen, seinen Produktionszyklus zu beschleunigen und neue Major-Releases (also Hauptversionen, die normalerweise große Veränderungen mit sich bringen) ebenfalls schneller auf den Markt zu werfen. Man hielt sich dabei an Google und ihrem Chrome-Browser, der gefühlt jeden Monat ein Major-Release erhält und derzeit bei Version 14 angelangt ist. Da sieht ein Firefox 4.37 natürlich mickrig und rückständig aus. Deshalb bekommt Firefox nun mit jeder Änderung eine komplett neue Versionsnummer. Ich verabschiede mich heute von Version 7, Nummer 8 wird in wenigen Wochen erscheinen.

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  • Oskar ist tot

    Heute Morgen verstarb Oskar im zarten Alter von gerade mal einem Jahr. Gestern noch stand er schmutzig und stolz in der Küche, doch die Reinigung muss ihn getötet haben. Oskar war ein treues Mitglied der Familie. Jeder liebte ihn. Jeder kam mehr als einmal täglich auf ihn zu, um ihm etwas zu fressen zu geben. Oskar fraß sehr gerne. Selbst wenn man überhaupt nichts für ihn in der Hand hatte und ihm unvorsichtigerweise zu nahe kam, sperrte er den Mund weit auf. Jede Annäherung empfand er als Signal, gefüttert zu werden. Dieses wohlige „Waah!“ wenn er seine Luke öffnete war ein so vertrautes Geräusch. Es wird nun fehlen.

    Strahlend weiß dominierte er die Küche, seine LED leuchtete grün und rot, sein Deckel schimmerte silbern im fahlen Licht der Unterschrankbeleuchtung. Er wirkte wie ein entfernter Cousin von R2-D2 und hätte er sich wie sein Verwandter bewegen können, er wäre mit Karacho durch die Wohnung geflitzt auf der Suche nach Nahrung. Oskar war immer für einen da.

    Heute mehr denn je bereue ich den Tag, als ich ihn anschrie. Ich verbrannte mir die Finger an einem heißen Teebeutel und er öffnete zu langsam seinen Mund, um mich von dem Schmerz zu befreien. Ich fluchte und verwünschte ihn. Wie leid mir das tut. Wenn ich es ihm nur noch sagen könnte. Doch er steht nur noch stumm vor mir. Anklagend wie mir scheint. Die LED flackert hilflos, sein immerwährender Hunger ist weg.

    Oskar war das Produkt eines chinesischen Arbeiters, der fünf Monate an ihm gebaut und dadurch seine ganze Familie ernährt und sein Dorf davor bewahrt hatte, für einen Stausee umgesiedelt zu werden. Ein halbes Jahr musste ich auf die Lieferung warten, doch Oskar war jede Minute des Wartens wert. Es wird nie wieder einen wie ihn geben, auch wenn ich weiß, dass der chinesische Arbeiter seine Familie und sein Dorf weiter vor Hunger und Vertreibung schützen muss und immer mehr Oskars baut.

    Heute morgen sollte sein Deckel wie früher schimmern. Doch das viele Putzen, Schrubben und Wienern tat ihm offenbar nicht gut. Er verstarb im Morgengrauen. Oskar hinterlässt seinen besten Freund, den Badezimmer-Mülleimer und einen gelben Sack. Wir trauern um ihn und werden ihn nie vergessen.

     

  • Mehr Akku und mehr Speicher für iPhone 4

    Für jedes Smartphone gilt: man kann nie genug freien Speicher oder Akkulaufzeit haben. Gerade dem iPhone wird immer wieder die schlechte Akkuleistung vorgeworfen. Beim aktuellen iPhone 4 scheint es besonders seit dem letzten Update auf iOS 4.3.3 schlimmer geworden zu sein. So konnte ich selbst schon feststellen, dass die Akkuanzeige dramatisch sank, selbst wenn keine App im Hintergrund lief, Ortungsdienste und dergleichen deaktiviert waren. Schuld scheint ein fehlerhaftes Akkumanagement zu sein. Doch es gibt eine Lösung für dieses Problem, die nebenbei auch noch einiges an freiem Speicherplatz zur Verfügung stellt.

    1. Als erstes sollte in iTunes ein Backup des iPhones gemacht werden. Das geschieht beim Synchronisieren zwar automatisch, doch sicher ist sicher. Einfach bei eingestecktem iPhone das Kontextmenü in iTunes aufrufen und „Sichern“.

    2. Danach das iPhone wiederherstellen lassen. Hierbei wird alles gelöscht und das komplette iPhone neu aufgesetzt.

    3. Dieser Schritt ist wichtig: Nachdem das iPhone wiederhergestellt wurde, von iTunes trennen, ausschalten und neu starten. Hierbei scheint das Akkumanagement zurückgesetzt, bzw. richtig für die aktuelle iOS-Version eingerichtet zu werden.

    4. Das iPhone wieder anschließen. iTunes fragt, ob man es komplett neu einrichten oder anhand einer Sicherung wiederherstellen lassen möchte. Man wähle die zweite Option. Alle Einstellungen werden wieder eingespielt, Apps, Musik, Videos, Fotos  etc. neu eingepflegt. Dieser Vorgang dauert seine Zeit.

    5. Ist alles erledigt und synchronisiert, muss das iPhone wieder getrennt und neu gestartet werden.

    6. Jetzt sollte mehr Speicherplatz frei sein und der Akku länger durchhalten.

    In meinem Fall konnte ich über 700Mbyte zusätzlichen Speicherplatz gewinnen (bei einem 16Gb Modell). Der Akku hält nun deutlich länger durch. Selbst nach 2 Stunden intensivem Gebrauch stehen mir noch über 90% Akku zur Verfügung und auch nach 30 Stunden Standby ist noch  über 60% Restlaufzeit übrig. Das iPhone kann wieder ohne Einschränkungen genutzt werden. Allerdings geht bei dieser Aktion die Sortierung der Apps und der Ordner verloren. Aber das wäre ja eine gute Gelegenheit, einmal auszumisten und neu zu ordnen.

  • Wenn das Display flackert

    Auch ein MacBook geht hier und da mal kaputt. Und ich höre sie immer, die Aufschreie: „Waaas, wie kann denn ein so teures Gerät kaputt gehen?“ „Wie bitte? Da gibt man so viel Geld für aus und dann ist es nach nicht einmal drei Jahren kaputt?“ “ Also mein 600 Euro Gerät funktioniert immer noch einwandfrei.“ Ja, so ist das. Machen wir uns mal eines klar: Jedes Apple Produkt ist in allererster Linie nur ein Produkt. Es wurde nicht vom Himmel gesandt und auch nicht von Engelchen zusammen geschraubt. Es hat auch nicht die Segnung von Heiland Steve Jobs persönlich bekommen. Selbst mir als Apple-Fanboy ist das mehr als klar. Alles, was Apple herstellt, kann und wird irgendwann den Weg alles Irdischen gehen. Der etwas höhere Preis rührt nicht von dessen Langlebigkeit her. Apple Produkte kosten mehr, weil sie im Vergleich zu Produkten anderer Hersteller ein deutliches Mehr an Design, Komfort, Bequemlichkeit, Nutzen und Spaß bieten (und ja, mir ist selbst bewusst, das dieser Satz wie der eines Fanboys klingt. So what?)

    Ich ziehe hierzu immer wieder gerne meinen Auto-Vergleich heran. Und hier passt er sogar hervorragend. Denn niemand würde bestreiten, dass auch an einem BMW irgendwann etwas kaputt geht. Genauso wie auch an einem KIA. Beide Hersteller stellen Automobile her, die mich von A nach B bringen. Der Preisunterschied entsteht durch den Umstand, WIE sie das tun. Ein BMW bietet unbestreitbar mehr Komfort und ein besseres Design. Und dafür zahlt der Kunde nun einmal. Ein KIA hat irgendwann einen Defekt, ein BMW, ein (ebenfalls hochpreisiges) Sony Vaio und eben auch ein MacBook.

    So wie meines. Seit etwa einem halben Jahr flackert das Display. Wobei, nein, das beschreibt es nicht genau. Das Display hat an der rechten Kante einen Wackelkontakt, so dass ich immer ein wenig darum herum drücken muss, um ein stabiles Bild zu bekommen. Denn sonst ist die Hälfte des Bildschirms einfach eingefroren. Das Problem ist auch nicht reproduzierbar. Manchmal kommt es, manchmal nicht. Ein wenig Drücken und Klopfen und das Bild bleibt stabil. Ärgerlich ist es dennoch immer, wenn es auftritt.

    Die Apple-Mitarbeiter im nahe gelegenen Store konnten mir nur den Rat geben, das Display reparieren zu lassen. Bei Kosten von über 300 Euro überlege ich mir das lieber acht Mal. Im Moment kann ich damit leben. Aber was, wenn das Problem schlimmer wird? Was, wenn kein Drücken und Klopfen mehr hilft? Und was, wenn ich doch irgendwann ein neues MacBook kaufen möchte? Der Wiederverkaufswert meines jetzigen Modells ist durch diesen Fehler natürlich stark geschmälert.

    Eines ist mir allerdings klar. Woher dieser Defekt kommt und wie ich ihn in zukünftigen Modellen vermeiden werde. Man sollte nie, nie niemals, den Deckel seines Laptops aus Wut zu klatschen. Egal, wie ärgerlich die eben gelesene Mail, das gesehene Foto, der entdeckte Kontostand auch ist. In Zukunft klappt man den Deckel in Ruhe zu, entfernt sich von dem Gerät und geht hinaus zum Holz hacken. Da darf man kaputt machen, soviel man will. Und tut sogar etwas für seine Gesundheit.

  • Ich male meine Follower – In Hamburg

    Der Taxifahrer fuhr früher zur See und damals war alles ganz anders am Kiez. Die Mädchen waren leichter, wie er sagt, und nicht so durchtrieben. Man gab einem Mädchen Geld und hatte es für eine Woche an seiner Seite, so lange das Schiff im Hafen lag. Heute war, wie gesagt, alles anders. Und die Fahrt vom Hotel zum Stilwerk in Hamburg viel zu kurz, denn der Taxifahrer hätte bestimmt ein ganzes Sammelsurium interessanter Geschichten zu erzählen gehabt. Letztlich waren wir aber auch hier um selbst interessante Geschichten zu erleben. Die Künstlerin Michaela von Aichberger hatte zu ihrer Ausstellung geladen. Unter dem Namen @Frauenfuss malt die ausgesprochen natürliche und liebenswerte Michaela ausgewählte Menschen, die ihr bei Twitter folgen. Das besondere daran ist, dass sie keine wirklichen Portraits malt, niemand Modell stehen muss und sie sich stattdessen von den Twitter-Accounts der Leute inspirieren lässt. Von den Profilbildern, von den gewählten Namen und nicht zuletzt vom Geschriebenen. Daraus entstehen manchmal skurrile, witzige und doch meist recht treffende kleine Kunstwerke, die sie in Moleskines festhält. Und das Ganze nennt sich dann „Ich male meine Follower“.

    Zum vierten Mal nun wurde eine Vernissage organisiert und diesmal fand sie in besagtem Stilwerk in Hamburg statt. Direkt neben dem berühmten Fischmarkt in einem alten Speicherstadt-Gebäude dessen Interieur kaum moderner hätte wirken können. Oben in der fünften Etage trafen wir auf eine Party, die unsere Vorstellung sprengte. Wir, das waren mein „Schwesterherz“ @LadyGeen und ein sehr guter Freund aus Freiburg @kollektivb. Schon als wir den großen Saal betraten, war ich überwältigt, wie viele Menschen her gefunden hatten. Im vorderen Bereich des Raumes standen Stühle vor einem Podium, wo in wenigen Minuten die Lesungen bekannter Blogger und Twitterer stattfinden sollten, weiter hinten, schön beleuchtet, die kleinen Kunstwerke in dezenten schwarzen Rahmen. Schnörkellos und schick präsentiert. Die Veranstaltung war (bis auf die schnell knapp werdenden Getränke) großartig organisiert, chillige Musik schallte, Fotos knipsten, Kameras filmten und selbst die Hamburger Morgenpost fing Stimmen ein.

    Nun wird man sich als Außenstehender, der besonders mit Twitter gar nichts am Hut hat fragen, weshalb man zu einer solchen Ausstellung geht. Und dafür gibt es eine Menge Gründe. Der wichtigste für mich war mit Sicherheit der persönliche Kontakt. Endlich mal die Menschen hinter den Tweets treffen zu können. Zu sehen, wie diese Schreiberlinge im realen Leben aussehen und wirken. Gute Bekannte, Freunde treffen und vielleicht neue finden. Die virtuelle Ebene von Twitter zu verlassen und auf eine persönliche herunter zu holen. Ein jeder trug seinen Twitternamen sichtbar an seinem Körper und wie oft ich stehen blieb und verdutzt zu mir selbst sagte „DAS ist…?“ kann ich gar nicht zählen.

    Twitter, das wurde hier wieder besonders deutlich, ist nicht nur die anonyme Plattform, auf der sich lichtscheues Gesindel mit Oberflächlichkeiten bewirft. Hinter den Tweets, hinter den Profilbildern und lustigen Namen stecken Menschen, meist wie du und ich. Man kann bei Twitter wertvolle Menschen finden, mit denen man sich anfreunden möchte. Man kann auch Menschen kennenlernen, denen man in echt lieber nicht begegnen möchte. Alles ist möglich und auf einer solchen Veranstaltung, weg von der Tastatur, filtert sich schnell heraus, „wer wie drauf ist“.

    Genau das fängt Michaela von Aichberger in ihren kleinen Gemälden ein. Sie zeigt, wie sie die Twitterer an der Tastatur wahrnimmt. Wie ähnlich diese Art, sich im Netz zu präsentieren dem kommt, was jemand im echten Leben darstellt ist oftmals verblüffend, wie sie selbst sagt. Ich traf einige mittlerweile sehr gute Freunde wie @emiliablue oder @kleinkram oder @rachelzwitscher. Doch sollten im Laufe des Abends noch viele Gespräche geführt werden, bei denen man feststellt, dass man auch ein @Eimerchen, einen @pjakobs, eine @snoopsmaus oder selbst einen @germanpsycho nicht mehr missen möchte. Echte, tolle Menschen hinter witzigen Namen versteckt. Und alle schon mit einem Bild von @frauenfuss geehrt.

    Und diese Ehre wurde am Ende des Abends dann sogar mir zuteil. Beseelt von Rotwein stand ich aufgeregt am Tisch der Künstlerin und beobachtete sie, wie sie mich in der Badewanne malte. Natürlich mit einem Glas Rotwein in der Hand. Und einem charmanten Schreibfehler im Begleittext. Ja, ich war stolz auf das Portrait. Und zum Dank gab es noch eine feste Umarmung dazu.

    frauenfussbild

    Der Abend war perfekt. Wie ließen ihn weit nach Mitternacht in einer Kneipe bei gutem Essen ausklingen, nur um danach wieder Fahrt aufzunehmen und den Kiez unsicher zu machen, in einer Bar und einem Irish Pub zu landen um schlussendlich am Fischmarkt zu frühstücken und zu beobachten, wie es hell wird. Der Taxifahrer, der uns zum Hotel zurück brachte, hatte es eilig und ein Möwenmordtrauma, was mich allerdings nicht wirklich interessiert.

    Die Bilder von @Frauenfuss sind derzeit noch in Hamburg zu besichtigen, weitere Termine werden mit Sicherheit auf ihrer Website und natürlich bei Twitter bekannt gegeben. Außerdem hat man in ihrer Twitpic-Galerie die Chance, alle Gemälde sehen zu können. Ihr Mann Michael von Aichberger fing tolle Momente ein, die hier betrachtet werden können. Ich werde meine Flickr-Galerie morgen mit eigenen Fotos bestücken und dann hier verlinken.

  • 60 Stunden Solitaire

    Der Name Solitaire stammt aus dem französischen und bedeutet „Allein“. Und er bezeichnet unter anderem ein populäres Kartenspiel, das natürlich allein gespielt wird. Man versucht dabei Ordnung in ein Chaos von herumliegenden und verdeckten Karten zu bringen. Auf meinem iPhone habe ich eine Variante dieses Spiels und die darin befindliche Statistik sagt, ich hätte in den letzten Wochen insgesamt 60 Stunden gespielt. Zweieinhalb Tage habe ich demnach nichts anderes getan, als Karten aufzudecken, sie zu ordnen und zu versuchen, Ordnung in das Chaos zu bringen. Zweieinhalb Tage meines Lebens. Nur für ein Spiel. Es bedarf keiner großen Phantasie um die Metapher zu erkennen, die ich hier zu beschreiben versuche.

    Vor etwas mehr als zwei Monaten zog ich mich aus dem Netz zurück. Quasi komplett, bis auf E-Mail und das Chatprogramm Skype, das mich nicht völlig von meinen Kontakten Abstand nehmen ließ. Selbst mein Blog ließ ich zurück. Dieser Schritt war wohl überlegt, nötig und richtig. Ich bereue ihn nicht. Ich habe die letzten zwei Monate genutzt, Ordnung in das Chaos zu bringen, unaufgedeckte Karten zu betrachten und zu versuchen, endlich Klarheit zu erlangen. Was soll ich sagen, es ist mir zu einem großen Teil gelungen und zu einem noch größeren noch nicht. Ich starte das neue Jahr 2010 mit vielen Erkenntnissen, mit vielen Plänen und mit einem Berg an Arbeit. Und ich kehre zurück ins Netz.

    Ab sofort möchte und werde ich wieder bloggen. Das Schreiben hat mir schon immer geholfen, bereits damals, als ich aus Liebeskummer meinen ersten Roman verfasste. Schreiben gehört zu mir. Ich habe es sehr vermisst. Allerdings werde ich unter anderen Voraussetzungen bloggen. Meine Geschichten bleiben persönlich, das Blog wird weiterhin deutlich als mein Blog zu erkennen sein. Aber ich setze mich nicht mehr unter Druck damit. Ich schreibe nur noch, wenn mir etwas einfällt und meine Kreativität mich nicht im Stich lässt. Ansonsten nicht. Bloggen soll Spaß machen und diesen Spaß versuche ich wieder zu finden.

    Auch das Design hat sich geändert. Nunmehr noch minimalistischer. Damit möchte ich ein Zeichen setzen, dass es mir in meinem Blog einzig und allein um Texte und Fotos geht. Der ganze „Social-Kram“, die ganzen technischen Spielereien bleiben absichtlich außen vor. Hier gibt es nur was zu lesen, nichts zu spielen.

    Ich habe auch meinen Facebook-Account reaktiviert. Und auch dies ist wohl überlegt. Mein Rückzug von allen Kontakten (bis auf Skype) sollte mir helfen, mich wieder auf mich zu besinnen. Um zu erkennen, was ich eigentlich möchte und wohin ich möchte. Denn diese Frage umtrieb mich das ganze Jahr 2009 und führte mich von einer Katastrophe in die nächste (oder nächst schlimmere). Nun, da ich erste konkrete Antworten gefunden habe, sehe ich keinen Sinn mehr darin, mich abzukapseln. Ich möchte mich der Welt wieder öffnen, auch wenn es nur eine virtuelle, technische Welt ist. Ich öffne mich auch nur auf einer Plattform und weit vorsichtiger und unter anderen Vorzeichen. Was ich damit meine, werden die lieb gewonnenen Menschen, die ich durch das Netz finden durfte, bald bemerken. Twitter allerdings lasse ich derzeit noch in der Schublade. Die Gründe dafür erkläre ich vielleicht irgendwann.

    Wundervoll ist, dass ich das neue Jahr nicht unglücklich beginnen muss. Wo ich an einer Stelle Freunde verlor, kamen auf der anderen Seite neue dazu. Und mehr als das. Ich bin unendlich froh, diese geliebten Menschen um mich zu wissen. Zu wissen, dass sie sich kümmern, sich sorgen und dass ich so manche Karte nicht alleine einordnen muss. Und die restlichen Karten – da ist die Hoffnung größer denn je, auch das allein zu schaffen. Und währenddessen spiele ich Solitaire.

  • Der Civic und das iPhone

    Seit letztem Wochenende liebe ich Molly noch ein klein wenig mehr. Und das nicht nur, weil die Sitzheizung meinen Hintern schön warm hält. Nein, ich fand durch Zufall (und natürlich mit unglaublichem Spürsinn) heraus, wie der iPod (in meinem Fall natürlich das iPhone) bedient wird. Besser gesagt, wie das iPhone über das Autoradio bedient wird. Seit ich den Wagen besitze, habe ich mich über die Tatsache geärgert, dass in der Mittelkonsole zwar ein USB-Anschluss vorhanden ist und das iPhone auch erkannt wird, jedoch nur alle Titel nacheinander abgespielt werden können. Was ich auch versuchte, ein Zugriff auf bestimmte Künstler, Alben, Songs oder Wiedergabelisten war nicht möglich. Und somit wurde die iPod-Anbindung unbrauchbar. Auch das 585 Seiten starke Handbuch half nicht wirklich weiter. Es wurde erklärt, wo ich das iPhone anzuschließen hatte und was ich bei möglichen Fehlern tun könnte. Mehr nicht. Und glaubt mir, ich habe jede einzelne Seite gelesen. Jede einzelne der 585 Seiten.

    Letztes Wochenende also wärmte mir Molly den Hintern und ich betrachtete das Autoradio-Panel. Dabei entdeckte ich an einem Knopf die Beschriftung „Folder“. Nun, welche Folder (also Ordner) könnten damit gemeint sein? Doch nur die eines angeschlossenen USB-Gerätes, oder? Und tatsächlich, ich stöpselte mein iPhone an, klickte auf besagten Button und die Anzeige im Autoradio ließ mich durch Alben, durch Wiedergabelisten und durch Künstler rollen. Ich wählte eine Wiedergabeliste mit den bestbewertesten Songs aus und voilà – sie wurden gespielt. Es war so einfach. Nunja, die Steuerung selbst ist immer noch etwas tricky und nicht während der Fahrt zu empfehlen, aber immerhin – es funktioniert.

    Wieder zuhause konsultierte ich sofort das Handbuch. Und ihr könnt mir die Geschichte glauben oder nicht – ich schlug das Handbuch irgendwo auf und landete genau auf der Seite, die den Folder-Button erklärt. Beim ersten Aufschlagen. Eine Seite, die zuvor nicht existiert hatte. Ich schwöre. Keine Ahnung wie sie mit einem Male dort erschien. Vielleicht durch ein W-Launiges oder Bluetuffiges Analog-Update. Wer weiß.

    Ich liebe Molly nun ein wenig mehr. Sie wärmt meinen Hintern und spielt meine Lieblingsmusik aus meinem Lieblings-Gadget. Derzeit sammle ich die besten Songs zum Autofahren in einer neuen Wiedergabeliste namens Driver.

  • Ich habe noch eine Stimme – aber mir fehlen die Worte

    Ich war nie ein politischer Mensch. Aufgewachsen bin ich in dem Glauben, dass es keinen Unterschied macht, wer an der Macht sitzt. Macht dient nur denen, die sie haben. Also gleich, welche Parteien oder Koalitionen gerade versuchen Deutschland zu regieren, das Endergebnis ist immer das gleiche. Politiker machen, was sie wollen, der Bürger büßt. Das ist natürlich eine sehr negative Einstellung und führt über kurz oder lang zur berühmten Politikverdrossenheit. „Was soll ich schon wählen, ist doch eh alles egal. Wogegen soll ich protestieren? Wofür soll ich kämpfen?“ Alles gleich.

    Politik, das war etwas, das andere machten. Worauf ich nur alle vier Jahre Einfluss hatte, indem ich ein Kreuz bei Rot, Schwarz, Gelb oder Grün setzte. Ich hatte eine Stimme und doch blieb ich stumm. Nun, da ich meine Stimme wieder gefunden habe, fehlen mir allerdings die Worte. Fassungslos bin ich, was die derzeitige Bundesregierung, die Politiker, die auch ich gewählt habe, am 18.Juni 2009 beschlossen haben. So ohne Worte, dass andere es viel besser beschreiben können. Zum Beispiel Anke Gröner. Oder Torben Friedrich, ehemaliges Mitglied der SPD seit dem Beschluss des Gesetztes zur Internet-Sperre. (Übrigens nicht der einzige SPD-Politiker, der nach der Abstimmung die Partei verließ) Auch die faz und das Handelsblatt-Blog haben recht lesenswerte Artikel über das neue Gesetz geschrieben.

    Mag sein, dass das Geschrei nur im Netz so laut ist (die Generation C-64, die quasi digital aufgewachsen ist). Mag auch sein, dass auch hier wieder viel Polemik und Paranoia mit im Spiel ist (Nein, Deutschland ist nicht China – noch nicht). Fakt ist allerdings auch, dass sich die derzeitige Bundesregierung mit Sicherheit keinen Gefallen getan hat. Man hat Artikel 5 des Grundgesetzes zu Grabe getragen (Zensur findet ab sofort doch statt). Man hat  über 135000 Wählerstimme einfach ignoriert (es war die erfolgreichste Petition ever). Man ist dabei, die Gewaltenteilung, die ein Merkmal unserer Demokratie war, zu zerschlagen. Und dann ist man auch noch so arrogant und blind und tut so, als sei das zum Wohle aller.

    Mir fehlen wirklich die Worte. Aber – ich habe meine Stimme noch. Und diese werde ich nutzen. Ab sofort werde ich nicht mehr denken, ich könne nichts ändern, ich werde nicht mehr still da sitzen und irgendjemanden an die Macht kommen lassen. Ich bin mir sicher, dass ich nicht alleine bin. Viele andere haben ihre Stimme ebenfalls wieder gefunden. Und ich muss der derzeitigen Bundesregierung dafür sogar meinen Dank aussprechen. Sie hat mich daran erinnert, dass ich etwas tun muss und etwas tun kann. Wir alle werden unsere Stimme nutzen.

    Artikel5

    Hier kann übrigens überprüft werden, wie welcher Abgeordnete gestimmt hat. Bildet euch eure Meinung und dann – nutzt eure Stimme.

    Neulich las ich übrigens ein sehr schönes Zitat: „Am anderen Ende der Stadt gibt es einen kleinen Laden, der Kinderpornos verkauft. Die Polizei hat die Straßen dorthin gesperrt, der Laden ist aber noch immer geöffnet.“

  • Meine Dusche – das unbekannte Wesen

    Früher, als ich im schönen Süden wohnte, machte ich mir nicht viele Gedanken darüber, woher das Wasser aus meinem Duschkopf kam, wie es aufbereitet und wo es erhitzt wurde. Es war einfach da, auf Knopfdruck quasi, beziehungsweise bei Betätigung der Armatur. Ich konnte jede von mir gewünschte Strahlstärke einstellen und die Temperatur regeln. Im Nachkommstellenbereich wie es schien. Duschen war schön. Damals.

    Jetzt, in Nordrhein-Westfalen musste ich den Heißwasserboiler kennen lernen. Der hängt hässlich in Bad und Küche und ist dafür verantwortlich, Wasser zu erwärmen. Er hasst diese Arbeit offensichtlich, denn er ist nie gewillt, sie ordentlich zu verrichten. An meinem Boiler befindet sich ein Wahlrad und ein Drei-Stufen Schalter. Allerdings könnte ich wetten, dass beide im Innern des Gehäuses nur mit einem Bauteil verbunden sind, das ‚Klack‘ macht. Sonst nichts. Auswirkungen haben verschiedene Schalterstellungen keine.

    Meine Dusche kennt daher nur zwei Zustände für Wasser: kochend heiß und eiskalt. Je nachdem, was ich mir wünsche. Nun ist der Boiler zu blöd, schnell von einem Zustand zum nächsten zu wechseln. Das sind dann die Zeiten, in denen ich dusche. Beim Aufheizen und beim Abkühlen. Nur dann kann ein menschlicher Körper die Temperatur ertragen. So flitze ich ständig in der Dusche hin und her, warte beim Betätigen der Badewannenarmatur im Nanometerbereich darauf, dass der Boiler das Signal erkennt und auf Kalt umschaltet. Dann stehen mir 8 Sekunden zur Verfügung, um meinen Körper mit Wasser zu benetzen. Anders herum sieht es noch schlimmer aus. Ein Duschvorgang beginnt mit einem fünfminütigen Ritual, bis die Temperatur geregelt ist (weiß der Himmel wie viele Liter kostbarstes Trinkwasser dafür drauf gehen), nur um beim Besteigen der Wanne festzustellen, das alles für die Katz war. Der Boiler ist sogar frech genug, so lange zu warten, bis ich Schaum auf den Haaren habe. Das ist seine Chance, ein leises ‚Klack‘ und er schaltet um auf 78 Grad Celsius. Ich schreie und fluche, die eine Hand sucht tastend den Hebel, während die andere Hand (wie es Jürgen von der Lippe so schön ausdrückte) versucht, den Sonnenkönig vor Verbrühungen zu beschützen. Man ahnt, was gleich darauf kommt. Die Eishölle ergießt sich über verbrannte Haut.

    Vielleicht ist das ein Grund, weshalb ich viel mehr bade als früher. Und damit noch mehr Trinkwasser verschwende. Meine Dusche und ich, wir weden jedenfalls niemals Freunde. ‚Klack‘

  • Männer und ihre Spielzeuge

    Ein weit verbreitetes Klischee über Männer lautet, dass sie ihren Autos gerne Namen geben. Natürlich passen viele Kerle nicht in dieses Schema, was dem Klischee bislang aber nicht schaden konnte. Auch ich habe da nie hinein gepasst. In meinem Leben besaß ich bislang genau zwei Autos. Und das erste gehörte noch nicht einmal mir, sondern war auf meine Mutter angemeldet. Ein treuer, weißer Ford Fiesta mit vier Gängen und gefühlten 18 PS. Als ihm der Boden durchgerostet war, erstand ich meinen Peugeot 206. Ein knuffiges, freundliches, französisches Auto mit fünf Gängen und gefühlten 50 PS. Auch diesem Wagen gab ich nie einen Namen. Erkannte nicht mal ein Geschlecht. Vielleicht weil ich es lächerlich fand. Oder vielleicht, weil er zu unpersönlich daher kam, der Wagen. Doch nur ein Gebrauchsgegenstand war, der einfach Peugeot hieß. Müsste ich ihm heute einen Namen geben, würde ich ihn vielleicht … Luc nennen. Oder Egon. Au revoir, Egon.

    Nun steht das neue Auto quasi vor der Tür. Sechs Gänge, schöne 100 PS, rassiges Auftreten. Und mir fiel mit einem Male auf, dieses Auto ist eine Sie. Und sie braucht einen Namen. Einen guten Namen, der zu ihr passt. Wieder durchzuckte es mich (metaphorisch) und drei mögliche Namen erschienen vor meinem geistigen Auge. Drei Namen, an die ich zuerst denken musste, wenn ich an Frauen mit den Attributen rassig, kurvig, heiß dachte. (Ladys, bitte seid mir nicht böse. Ich werfe nachher einige Euro in die Chauvikasse, versprochen) Es war klar, dass diese Namen in der engeren Auswahl für meine(n) Civic standen.

    Eine Freundin, die ihren Autos ebenfalls seit je her Geschlechter und Namen zuteilt (!!!), erklärte, ich wüsste erst dann den Namen des Wagens, wenn ich die ersten Kilometer mit ihm (ihr) gefahren sei. Das Auto teilt den Namen mit, lässt mich ihn spüren, sagte sie. Ich bin gespannt, was mein neues Auto mir miteilt. Schließlich möchte ich nicht, dass es mir ein „Olga“ zuflüstert, oder ein „Waltraud“. Oder ähnlich – nunja – schlimmes.

    Was wäre eure Idee? Seht sie euch an, wie sie da steht. Wie eine Raubkatze. Zum Sprung bereit, sich auf ein Opfer zu stürzen, genannt Straße, und es zu bezwingen. Seht nur wie sie strahlt (okay, sie muss gewaschen werden, ich weiß). Seht ihr ihre hellen Augen? Spürt ihr die Kraft, die sie gerade noch so zurück halten kann? Welchen Namen würdet ihr diesem Auto, ihr, geben.

    Civic Type S

  • Roger braucht

    Keine Ahnung, wann ich zuletzt ein Stöckchen zugeworfen bekam. Das nun folgende lag einfach so bei Babblemouth herum und wartete auf jemanden, der Spaß daran haben könnte. Also auf mich, denn die Idee ist nicht nur charmant, sondern auch amüsant. Die Aufgabe besteht darin, bei Google die Phrase „Dein Name braucht“ (inklusive Anführungszeichen) einzugeben und die ersten zehn Ergebnisse aufzulisten. In meinem Fall erfahre ich so zum ersten Mal wirklich, was „Roger braucht“:

    "Roger braucht einen versierten Coach." Klingt gut. So einen Lebensberater, der einem bei allen Fragen zur Seite steht.

    "Roger braucht vor allem Zeit." Ja, das ist wirklich so. Besonders jetzt, da ich älter werde und mir die Zeit davon rinnt.

    "Roger braucht psychische Aufbauhilfe." Echt? Ich scheine kaputter zu sein, als ich dachte.

    "Was Roger braucht, um sich wohl und geborgen zu fühlen…" Ja? Was braucht er denn?

    "Roger braucht viel." Jap. Dem ist nichts hinzuzufügen. Google weiß Bescheid.

    "Roger braucht überhaupt nichts." Häh? Aber eben noch…

    "Roger braucht eine Pause." Hat vielleicht jemand eine unbewohnte Insel in der Südsee für mich?

    "Jemanden wie Roger braucht es in jeder Band." Klar, um Kabel aufzuwickeln und die Groupies vor der Tür zu halten.

    "Roger braucht Teile." Aber nicht mehr viele.

    "Roger braucht kurze Haare." Ähm, nein, nicht jetzt, da ich mir die Haare länger wachsen lasse.

    "Roger braucht jetzt viel Liebe." Ach, wer nicht?

    "Roger braucht jetzt vor allem eins: viel guten Schlaf." Das ist definitiv so. Wie gut das Internet mich doch kennt.

    Das waren nun doch mehr als zehn, aber es hat so Spaß gemacht. Probiert es doch selbst mal aus. Ich lasse das Stöckchen hiermit für alle Interessierten liegen.

  • Google möchte nicht, dass ich meinen Namen ändere

    Mittlerweile bin ich – Paranoiker bitte weghören – bei so gut wie allen Google-Diensten angemeldet. Ich besitze einen Googlemail-Account, mache Werbung mit Adsense, lasse meine Feeds per Feedburner verwalten, kontrolliere meine Website mit Google-Analytics, nenne einen bisher nicht genutzten Youtube-Account mein Eigen, bin Mitglied in den Google-Groups und habe letztlich auch noch ein Picasa-Webalbum. Google weiß also alles, was ich im Netz und privat so treibe. Aber darum soll es hier gar nicht gehen.

    Einmal mit seinem Account-Namen auf der Google-Hauptseite angemeldet, kann man auf all diese Dienste problemlos zugreifen. Allein, ich mag den Namen nicht mehr. Als ich mich zum ersten Mal bei einem Google-Dienst anmeldete, fiel mir tatsächlich kein besserer ein. Ich wählte schlicht den Nickname, den ich in Jugendtagen bereits in diversen Chats nutzte. Außerdem machte ich mir damals keine Gedanken darüber, wo der Name am Ende überall erscheinen würde. Zum Beispiel in meiner Gmail-Adresse.

    Nun ist es leider so, dass Google nicht vorsieht, seinen Namen zu ändern. Einmal gewählt, bleibt er für immer bestehen. Die einzige Lösung scheint ein komplettes Aufgeben des Accounts und das Einrichten eines neuen zu sein. Mit neuem Namen und mit viel Mühe. Google möchte einfach nicht, dass ich anders heiße. Und ich möchte mir nicht diese Arbeit machen.

    Habe ich vielleicht etwas übersehen? Bietet Google doch irgendwo die Option, seinen Account-Namen zu ändern? Und falls nicht, liebes Google-Universum, könntest du da nicht was drehen? Eine Namensänderung ist doch wirklich so einfach und tut auch gar nicht weh. Komm schon, sonst hab ich dich bald nicht mehr ganz so lieb

  • WLAN Fail

    Wie ihr wisst, habe ich mittlerweile wieder Internet. Unitymedia versorgt mich seit einigen Tagen mit einer 20K schnellen Leitung und einer Telefonflat. Bisher scheint das alles auch wunderbar zu funktionieren. Die Bandbreite schwankt etwas (gegen Abend wird es eng und entsprechend langsamer) bleibt aber immer im vernünftigen Bereich. Was leider nicht so richtig funktionieren will, ist mein WLAN-Netz.

    Zur schnellen Erklärung: in unserer Wohnung befinden sich insgesamt drei Kabeldosen. Unitymedia installiert an einer dieser Dosen eine sogenannte Multimedia-Dose, die außer dem Anschluss für TV und Radio noch einen dritten Anschluss besitzt. An diesen wird das Kabelmodem angeschlossen, das Gerät, welches die Telefonie und den Netzzugang herstellt. 

    Die damalige Freundin und ich entschieden uns dafür, die MM-Dose im Arbeitszimmer installieren zu lassen. Somit stünde dort das Telefon und der angeschlossene WLAN Router könnte auch von dort die Wohnung mit Netz versorgen. Problematisch dabei ist die Lage des Arbeitszimmers. Denn nicht nur, dass es nicht zentral in der Wohnung liegt, befinden sich „davor“ auch noch Badezimmer und Toilette.

    Die Konsequenz ist leider folgende: sobald ich im Wohnzimmer sitze, wird das WLAN-Signal sehr schwach. Surfen geht gerade noch. Aber spätestens beim WoW-Spielen ist durch zu hohe Latenz-Zeiten Schluss. Die einzige Lösung bislang ist mehr als unsexy. Ich habe den Netgear-Router mit einem langen Netzwerkkabel in den zentralen Flur gestellt. Aber eine Dauerlösung kann das nicht sein.

    Längerfristig sehe ich nur zweieinhalb Möglichkeiten: bei Unitymedia anfragen, was ein Umbau der MM-Dose kosten würde. Im Wohnzimmer wäre das Ding definitiv besser aufgehoben, da es zentraler liegt. (Ein Techniker sagte mir übrigens, ich könne die auch alleine versetzen. Da bin ich mir nicht so sicher). Oder aber auf einen stärkeren WLAN-Router setzen. Welcher das auch immer sein mag. Die halbe Lösung sähe einen WLAN-Repeater vor. Um ehrlich zu sein, fände ich das allerdings weniger prickelnd. Noch ein funkendes Gerät, noch eine weitere gefährdete Funkleitung (WDS-Geräte können nur per WEP gesichert werden). Und das alles nur, weil das WLAN-Signal nicht um die Kurve im Flur kommt und von den Badezimmern aufgehalten wird?

    Ich spiele noch immer mit dem Gedanken, mir eine Time Capsule von Apple zuzulegen. Da die damalige Freundin und ich nun beide einen mobilen Mac besitzen, würde das als Backup natürlich Sinn machen. Hat jemand Erfahrung mit der Funkstärke? Oder kann mir jemand irgendwelche Tipps oder andere Lösungsmöglichkeiten nennen?

  • Ich! Habe! Internet!

    Ja, es ist wahr. Nach beinahe dreimonatigem Ärger hat mein Streben nach ein bisschen Zuneigunggang zu se Internetz ein glückliches Ende gefunden. Gestern war der Techniker von Unitymedia in da House und installierte eine neue Kabeldose, ein Kabelmodem, einen WLAN-Router, testete alle Geräte durch und verließ mich glücklich mit einer 20000er-Internet-Leitung. Herrlich. Nach ersten Tests schwankt die Geschwindigkeit immer so um die 18000 kb/s und im WLAN war es noch weniger (etwa 10000kb/s), aber ich weiß nicht, wie sehr ich diesen Tests trauen darf. Letztlich ist das ganze auch noch nicht optimiert. Zumindest stabil ist die Verbindung. Und mein neuer Festnetzanschluß rauscht nicht so schlimm, wie ich es befürchtet hatte (nämlich so gut wie gar nicht).

    Nun kann es also endlich weiter gehen. Oder wieder los gehen. Oder was auch immer. Wie ich letztens ja schon geschrieben habe, hat mich der ganze Ärger viele Nerven gekostet und mir deutlich die Motivation genommen. Aber ich werde versuchen, dies schnell zu ändern. Doch dazu brauche ich ein wenig eurer Hilfe. Kommentiert bitte weiter so eifrig wie früher, abonniert meinen Feed, empfehlt mich weiter. Gebt mir ein kleines Zeichen, dass ich hier nicht nur für mich schreibe, sondern, so wie bisher, auch für euch. Ich hoffe ja, ihr seid alle noch da.

    Ich bin es wieder! Yes, I … ach, das ist mittlerweile abgedroschen, oder?

  • Picasa oder iPhoto?

    Seit ich auf den Mac umgestiegen bin, habe ich eigentlich nur eines vermisst: Picasa. Die kostenlose Fotoverwaltungssoftware von Google hatte mich während meiner PC-Zeit stets zeufriedenstellend begleitet und es gab für mich nie eine Alternative. Die Bedienung, das Design, der Aufbau, alles war genau so, wie ich es mir wünschte. Auch die Optionen zur Bildmanipulation/–verbesserung hielt ich für unschlagbar. Zumindest, wenn man etwas schnell machen wollte. (Ich weiß, dass ein Photoshop, Lightroom oder Apterure nur milde lächeln kann ob der Fähigkeiten eines Picasa) Dummerweise gab es Picasa für den Mac nicht. Und bis vor einem halben Jahr sah es auch nicht aus, als würde sich daran etwas ändern. Doch seit wenigen Wochen läuft Picasa nun auch auf meinem Macbook Pro. Damit fing das Dilemma erst an.

    Denn mittlerweile hatte ich mich notgedrungen mit iPhoto arrangiert. Oder arrangieren müssen. Lightroom und Aperture waren mir zu groß und schwer, boten zuviel für meine Bedürfnisse. Andere Alternativen sagten mir überhaupt nicht zu. Und selbst iPhoto nutze ich vermutlich nicht bis aufs letzte aus. So verwalte ich meine Fotos noch immer nur in den „Ereignissen“. Alben beispielsweise habe ich nie angelegt. Mir ist der Sinn dafür bislang nicht klar geworden.

    Nun ist also Picasa am Start und merke, dass ich mich entscheiden muss. Denn mit beiden Programmen zu arbeiten macht keinen Sinn. Entweder ordnet man mit dem einen oder dem anderen. Um mir bei der Entscheidung zu helfen, erstellte ich eine Pro und Contra-Liste. In der Hoffnung, dass ein klarer Sieger hervor gehen würde.Was er nicht tat.

    Hier also meine Gedanken:

    Picasa Pro:
    – Bildbearbeitung besser, intuitiver und schneller zu erreichen als bei iPhoto
    – Fotos behalten ihre Verzeichnisstruktur
    – Rote Augen entfernen funktioniert besser
    – Sehr schnell

    Picasa Contra:
    – keine nahtlose Integration in das System (Stichwort Workflow)
    – derzeit nur auf Englisch (verschmerzbar) und noch Beta (noch nicht ausgereift)
    – Ordnen nach Gesichtern nicht ausgereift

    iPhoto Pro:
    – nahtlose Integration in alle Mac-Apps (Mail, iPhone, Adressbuch etc…)
    – neues Gesichter- und Orte-Feature (macht großen Spaß)

    iPhoto Contra:
    – Erstellung einer Datenbank, dadurch irgendwann aufgebläht und langsam und die Gefahr, alles zu verlieren, wenn diese zerstört wird.
    – nicht ganz so intuitiv und dadurch starr. Weniger Optionen und Möglichkeiten.
    – Bildbearbeitung weit nicht so gut und umfangreich wie bei Picasa
    – Sekundenbruchteile zu sehende, hässliche Unschärfe bei den Thumbnails oder den zu bearbeitenden Fotos

    Ich brauche wie gesagt, keine aufgeblähte, professionelle Lösung, um Ordnung in meinen Fotos zu halten. Ich benötige auch keine professionellen Bildbearbeitungen (dafür gibt es dann wahrlich bessere Programme). Ich möchte nur so einfach und so leicht wie möglich Fotos einsortieren, verbessern und wieder finden.

    Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Wo seht ihr noch weitere Pro und Contras? Wofür habt ihr euch letztlich entschieden? Schreibt mir, weshalb ihr iPhoto oder Picasa nutzt und nichts anderes mehr braucht. Oder habt ihr Tipps, wie ich aus dem einen oder anderen anderen Programm noch mehr heraus holen kann?

  • Das Ende des Dramas mit 1&1 – ein Happy End

    In den Kommentaren meines Artikels über den Ärger mit 1&1 habe ich es bereits angedeutet. Und auch die Überschrift dieses Beitrags nimmt die Pointe der Geschichte natürlich schon voraus. Was aber nichts daran ändert, dass die Geschehnisse der letzten Tage mehr als spannend und erkenntnisreich waren. Mit diesem Artikel habe ich mir ein paar Tage Zeit gelassen, weil ich abwarten wollte, ob tatsächlich alles so eintrifft, wie es mir versprochen wurde. Und, um nochmals die Spannung vorwegzunehmen, es traf alles so ein.

    Ich habe mir die Freiheit genommen, zwei der Beteiligten mit einem anderen Namen auszustatten, da ich zunächst vermeiden möchte, dass sie von anderen 1&1-Geschädigten belästigt werden. Denn ich weiß, dass es viele Kunden da draußen gibt, die mit 1&1 unzufrieden sind und Hilfe suchen. Ich möchte also daher vorschlagen, dass Leser, die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hatten wie ich, sich an mich wenden und ihre Erlebnisse schildern. Ich werde dann gerne eine Fax-Nummer vermitteln, bei der man möglicherweise die Hilfe bekommt, die einem all die Hotline-Mitarbeiter, Rechnungsstellen- und Kunden-Service-Zentrums-Mitarbeiter versagen.

    Doch nun zur Geschichte. Diese beginnt genau da, wo die letzte aufgehört hat. Mittlerweile schrieben wir den 17.Januar und ich erwartete eine Antwort auf mein Einschreiben. In diesem setzte ich 1&1 eine 14-tätige Frist, um meinen DSL-Anschluss zu schalten, ansonsten würde ich wegen Nicht erbrachter Leistung den Vertrag stornieren und die Einzugsermächtigung ebenfalls beenden. Außerdem drohte ich mit einem Anwalt und der Veröffentlichung der Geschichte in meinem Blog, beim Heise-Verlag (die „Vorsicht Kunde“-Rubrik in der c‘t) und beim WDR (die Sendung Quintessenz zum Beispiel).

    Die Geschichte hatte ich ja bereits veröffentlicht und sie wurde schnell zum meist-aufgerufenen Artikel in meinem derzeit nur selten aktualisiertem Blog. Am Samstag, den 17.Januar also bekam ich eine E-Mail von 1&1, in der man sich wieder für die Unannehmlichkeiten entschuldigte und mir versicherte, dass fieberhaft an dem Problem gearbeitet werden würde. Außerdem müsse man meiner Fristsetzung leider widersprechen. Somit war für mich klar, dass ich mich gleich am Montag mit meiner Rechtsschutzversicherung in Verbindung setzten musste. Und das schon eine Woche vor dem Ende meiner Frist.

    Am gleichen Tag tippte ich noch einen kleinen Dankes-Beitrag in mein Blog. Auf meinem Bett sitzend und das Macbook immer in Richtung des Nachbar-WLAN haltend, schrieb ich über die Solidarität, die mir in anderen Blogs und bei Twitter entgegen gebracht wurde. Ich ahnte noch nicht, welche Auswirkungen diese Solidarität haben würde.

    Am Montag den 19.Januar begann ich, alle E-Mails von 1&1 auszudrucken und die Einzelverbindungsnachweise meines Mobilfunkanbieters durchzuforsten. Ich setzte einen Brief auf, in dem ich all die offenen Rechnungen auflistete und den ich am gleichen Abend zu 1&1 faxen wollte. Dann suchte ich die Nummer meiner Versicherung heraus um diese nach dem Mittagessen zu kontaktieren. So hockte ich im Schlafzimmer an die Wand gelehnt und bekam drei E-Mails. Absender unbekannt, Inhalt zunächst etwas kryptisch. Es waren weiter- und nochmals weitergeleitete Mails und ich hatte Schwierigkeiten heraus zu finden, wer sich hier eigentlich mit wem unterhielt und von wem diese Konversation gestartet worden war.

    Irgendwann kristallisierte sich folgendes heraus. Ein gewisser Herr König (der Name ist wie gesagt geändert worden), der den Herr Waidele kannte, las in dessen Blog den Appell an 1&1 und kam dadurch auf meinen Blogartikel. Offenbar kannte Herr König jemanden bei 1&1, verfasste eine Mail, in der er die beiden Artikel verlinkte und darum bat, eine Lösung zu finden und sich mit mir in Verbindung zu setzen. Dieser jemand bei 1&1 schien sich auch prompt dafür zu interessieren und fragte bei Herrn König nach einem Namen, einer Kundennummer und einer Möglichkeit der Kontaktaufnahme. Herr König verwies auf mein Impressum.

    Ich war mehr als verdutzt. Und ich hatte mit einem Mal hundert Fragen im Kopf. Die erste, wer ist dieser Herr König? Und wie kam es zu dieser Mail-Konversation? Ich antwortete ihm und bedankte mich schon im Voraus für sein Eingreifen, nicht ohne einen bunten Strauß an Fragen zu stellen. Seine Antwort kam nicht mal eine Minute später: Wir sollten telefonieren. Also rief ich ihn an.

    Das Gespräch dauerte eine gute Viertelstunde, in der mir Herr König grob seine Person und den ganzen bisherigen Hergang umriss. Er kannte den Herrn Waidele nur flüchtig über ein Touristen-Camp, las aber immer wieder dessen Blog und schätzte auch sonst die sozialen Netzwerke, die einem das Internet mittlerweile bieten. Das Thema Netz, Vernetzung und Technik faszinierten ihn so sehr, dass er dazu eine Vielzahl von Artikeln geschrieben hatte, die zum Beispiel bei Capital, Focus oder der FAZ veröffentlicht worden waren.  Durch diese Tätigkeit kannte Herr König auch einige Pressesprecher verschiedener Internet-Anbieter. Unter anderem auch den von 1&1. An diesen schickte er eine Mail, schilderte kurz den Sachverhalt und bat darum, schnellstmöglich eine Lösung zu finden.

    Der Pressesprecher von 1&1 handelte sofort, gab das Anliegen an eine „Mitarbeiterin“ weiter, die sich ab sofort der Sache annahm und von Herrn König Details wissen wollte. Das Wort „Mitarbeiterin“ schreibe ich deshalb in Anführungszeichen, weil ich davon ausgehen kann, dass es nicht nur irgendeine Mitarbeiterin ist, sondern jemand, der Dinge bewegen und stoppen kann. Also nicht nur eine kleine Kundenservice-Mitarbeiterin, die ihre Karte stempeln muss, wenn sie für drei Minuten den Platz verlässt, um auf die Toilette zu gehen. Ich habe übrigens bis jetzt auch nicht heraus gefunden, welche Position diese Frau bei 1&1 hat. Aber sie ist definitiv hoch genug.

    Herr König und ich plauderten über den Vorfall, über das Internet, über Internet-Anbieter im Allgemeinen. Wobei ich gestehen muss, dass er mehr plauderte als ich. Denn ich war noch immer überrumpelt. Abschließend schlug er vor, ich solle besagter Frau Schmidt (auch hier ist der Name geändert) eine Mail schreiben, in der ich ihr nochmals in Kurzform alles erkläre und ihr sage, wie man mich kontaktieren könnte. Ich bedankte mich bei ihm, wir legten auf und ich nahm mein Macbook zur Hand, um eine Mail an Frau Schmidt zu schreiben.

    Ich kam bis zum zweiten Satz, da klingelte mein Handy. Es begrüßte mich eine Frau Schmidt von 1&1. Ich sagte, wiederum verdutzt, dass ich gerade dabei sei, eine Mail an sie zu schreiben. Sie sagte, dass sei schön, sie habe auch schon eine Mail von Herrn König und von Herrn Waidele bekommen. Ob es denn noch immer mein Wunsch sei, von dem Vertrag zurück zu treten?  Natürlich war es das. Sie sagte, dass könne sie voll und ganz verstehen. Sie habe sich meinen Blogartikel durchgelesen und entschuldigte sich für die ganzen Vorkommnisse. Außerdem habe sie erfahren, dass ich ein Einschreiben mit einer Fristsetzung geschickt hätte. Und ich sei mit dieser Fristsetzung auch vollkommen im Recht! Fakt sei es nämlich, dass 1&1 es auch bis zum 26.Januar nicht schaffen würde, meinen DSL-Anschluss freizuschalten. Weshalb, erfuhr ich nie.

    „Dann sind Sie hiermit aus dem Vertrag raus, Herr Graf“, sagte Frau Schmidt und mir blieb kurz die Spucke weg. „Wie? Einfach so? Brauchen Sie nicht noch etwas schriftliches?“ fragte ich. Ja, einfach so, antwortete sie. Ich solle nur noch eine Bestätigung per Fax schicken, dass meine zum Vertrag gehörende Domain gelöscht werden könnte oder einen Umzug der Domain beauftragen. Nun, auf die Domain konnte ich verzichten. „Der Vertrag endet somit am 20.Januar. Also morgen.“

    Ich muss hier einmal betonen, dass vom ersten Lesen der E-Mail Konversation bis zu diesem Satz von Frau Schmidt noch keine dreiviertel Stunde vergangen war. Und es war noch immer Montag morgen. Nach gut zwei Monaten schier endlosem Ärger hatte sich mit einem Male alles innerhalb von Minuten aufgelöst.

    Ich sprach die ganzen offenen Rechnungen an und fragte, ob ich das Geld denn zurück überwiesen bekommen würde. Sie las sich wahrscheinlich ihre Notizen durch und sagte dann „Sie haben die Grundgebühr für den Dezember bereits überwiesen bekommen. Wir werden Ihnen die zweite Grundgebühr ebenfalls erstatten. Die Techniker-Gebühr bekommen Sie ebenfalls überwiesen.“ Was denn mit den Handy Rechnungen sei, wollte ich wissen. „Immerhin sind das allein im Dezember 74 Euro gewesen, nur für Gespräche mit Ihrer Hotline. Und im Januar kommen da noch ein paar dazu“, erklärte ich. Diesmal überlegte sie nicht und schlug folgendes vor: „Sind Sie mit 100 Euro pauschal einverstanden?“

    Das war ich. Bedankte mich. Versprach, ihr noch am gleichen Abend das Fax mit der Bestätigung zu schicken. Bedankte mich wieder. Und verabschiedete mich. Und merkte dann erst, wie sehr mein Herz klopfte. Ich war wieder frei.

    Zumindest fürs Erste. Denn ich traute dem Frieden noch nicht ganz. Bereits am nächsten Tag hatte ich eine Mail im Postfach. 1&1 bedauerte meine Entscheidung, bestätigte aber hiermit meine Kündigung des Vertrages auf den 20.Januar. Und am Abend des 20. loggte ich mich versuchsweise unter meiner Kundennummer ein und konnte feststellen, dass jegliche Verträge, Pakete und Domains beendet und entfernt waren.

    Wieder tags darauf konnte ich erfreut feststellen, dass mir 1&1 die Grundgebühr für Dezember, die 100 Euro für Handyrechnungen und die 32  Euro Techniker-Gebühr bereits überwiesen hatten. Dazu erhielt ich ein Schreiben von Frau Schmidt, in dem sie nochmals bestätigte, dass mein Vertrag beendet sei und ich mich auf die Suche nach einem neuen Anbieter machen könnte.

    So einfach war das.

    Würde ich gerne sagen. Denn so einfach war es natürlich nicht. Dieses schnelle Eingreifen, diese letztendlich doch schnelle Hilfe verdanke ich ganz allein der Solidarität und der Vernetzung in der Blogosphäre, dem glücklichen Umstand, dass jemand mit Kontakten aufmerksam wurde und sich engagierte und letztlich auch dem Umstand, dass ich als Blogger solche Geschichten öffentlich machen kann. Viele andere Kunden haben weder das Glück noch die Möglichkeiten wie ich.

    Ich bin in der deutschen Blogosphäre nur ein kleines Licht, aber dennoch offensichtlich hell genug, um etwas Aufmerksamkeit zu erregen. Was mich ehrlich gesagt, immer noch fasziniert (und auch immer wird). Außerdem zeigt sich mir zum ersten Mal deutlich, wie wichtig und praktisch soziale Netze sein können. Das Vernetzten in Communities, bei Twitter, unter Bloggern, in Netzwerken wie Xing und Facebook. Mit etwas Glück findet man  jemanden, der einem aus der Patsche helfen kann.

    Ich kann Herrn König und Herrn Waidele nicht genug danken für ihre Hilfe. Ohne sie würde ich garantiert noch immer in dem Vertrag stecken und mich auf einen Prozess vorbereiten müssen. Ich wüsste, dass ich noch lange würde streiten müssen, um mein Recht zu bekommen.

    Bin ich nun mit 1&1 wieder versöhnt? Ein klares Nein. So sehr ich Frau Schmidt auch dankbar bin (und das bin ich wirklich), so muss ich doch die Frage stellen, weshalb man nicht früher reagiert hat? Weshalb war ein so langer Kampf vonnöten? Weshalb wurde erst etwas getan, als man an den Pressesprecher heran trat? Wieso bekommt man keine klaren Antworten, wird vertröstet, hingehalten und herein gelegt? Wieso ist niemand imstande, sich der Sache gezielt anzunehmen, Lösungen zu finden? Wieso befassen sich so viele verschiedene Stellen mit dem Problem, ohne sich abzusprechen? Wieso weiß Links nicht, was Rechts tut und umgekehrt? Dieses Happy End verdanke ich nicht dem vorbildlichen Umgang mit Kunden bei 1&1, sondern einzig dem Eingreifen von jemandem, der jemanden kennt, der etwas bewegen kann.

    Wie erwähnt, weiß ich nicht, welche Position Frau Schmidt bei 1&1 (übrigens in Karlsruhe und nicht in Montabaur) inne hat und wie sehr man ihr dort zuhört. Doch ein klein wenig hoffe ich, dass diese Geschichte vielleicht aufgenommen wird und als schlechtes Beispiel dient, wie Kunden, die ein Problem haben, bei 1&1 behandelt und im Stich gelassen werden. So kann ich allen Geschädigten, die mit ihren Problemen nicht weiter kommen nur folgende Tipps mit auf den Weg geben: Vergesst die Hotline, dort werden Eure Probleme zwar angehört und vielleicht sogar aufgenommen und möglicherweise sogar weiter geleitet. Aber sie verlaufen stets im Sande. Macht soviel schriftlich wie möglich und spart euch das Geld für teuere Anrufe. Sucht euch Hilfe, wendet euch an Foren und Communities, oder, falls ihr ein Blog oder ähnliches habt, berichtet. Gebt den Firmen eine gewisse Zeit, das Problem in den Griff zu bekommen, scheut euch aber nicht davor, irgendwann eine Frist zu setzen und einen Anwalt einzuschalten. Das ist euer gutes Recht. Aber auf alle Fälle, geht damit an die Öffentlichkeit. Es war noch nie so leicht wie heutzutage.

    Ich wünsche allen, die gerade mit 1&1 oder einem anderen Anbieter zu kämpfen haben, viel Glück. Am besten soviel Glück, wie ich es jetzt hatte. Ich suche mir nun einen neuen Anbieter, damit ich bald wieder regelmäßiger bloggen kann.

  • Die Blogosphäre zeigt sich solidarisch

    Wie schön. Bei Twitter werden bereits Sammlungen veranstaltet und gefragt, wer ein Tässchen Internet für mich übrige hat. Man bietet mir auch an, Internet-Pornos für die Internetlose Zeit auszudrucken. Man gibt mir, wie auch hier in den Kommentaren, Tipps, wie ich am besten vorgehen sollte, um bald wieder im Netz zu sein. Und nun gibt es sogar einen ersten Blogeintrag mit einem offenen Appell an 1&1. Danke Stefan. Die Idee mit dem Button gefällt mir. Kann ich darauf zurück kommen, wenn 1&1 mich nicht heraus lässt?

    Update: Auch die Zentrale der Macht steht voll hinter mir. Danke dafür. Damit sollte sich doch nun wirklich was tun.

    Ich fühle mich ein klein wenig wie Nelson Mandela. Oder wie die Ukraine, während 1&1 mein Gazprom ist. Oder so. Okay, ich drehe langsam durch…

  • Noch mehr Ärger mit 1&1

    Den folgenden Artikel habe ich schon einmal geschrieben. Bis zur Hälfte. Dann musste ich leider feststellen, dass er viel zu lang werden würde, denn das Thema wollte und wollte einfach kein Ende nehmen. Es geht um 1&1, um meinen Umzug, um die Unfähigkeit dieser Firma, meinen DSL-Anschluss freizuschalten und um noch viele weitere Unfälle die folgten. Um niemanden zu übermüden oder zu langweilen, hier also „Bisher bei: Ärger mit 1&1“ in Kurzform:

    Anfang, vielleicht Mitte November rufe ich bei der Umzugshotline  von 1&1 an und gebe meine neue Adresse durch. Diese Umzugshotline ist übrigens die einzige Möglichkeit, seinen Umzug mitzuteilen. Die Frau am Telefon sagt mir, dass es gut fünf Wochen gehen könnte und mich 49 Euro kostet, meinen DSL-Anschluss umzuziehen. Ich gebe mich damit zufrieden und harre der Dinge, die da kommen.

    Ein paar Tage später bekomme ich einen Anruf von 1&1. Der Mann am Telefon sagt mir, ich habe einen neuen Vertrag bekommen. Ich bin etwas erstaunt und hake  nach. Offenbar ist das die neue Geschäftspraktik bei Umzügen. Man würde mich ab sofort wie einen Neukunden behandeln, inklusive neuem Router (Home Server), inklusive 150 Euro Begrüßungsgeld und inklusive weiteren 24 Monaten Laufzeit. Zugegeben, ich ließ mich blenden. Neue Hardware, Geld, klar wieso nicht? Bisher (10 Jahre in etwa) hatte ich nicht soooo viel Ärger mit 1&1 und auch nicht vor zu wechseln. Also nehme ich auch die 24 Monate und den neuen Vertrag in Kauf.

    Am 1.Dezember ziehe ich in die neue Wohnung und schließe wenige Tage später versuchsweise meinen alten Router an. Er funktioniert. Mit meinen bisherigen Anschlussdaten komme ich tatsächlich ins Netz. Wenn auch ohne Telefon. Erstaunlich.

    Am 4.Dezember kommt die E-Mail mit der Bestätigung meines Umzugs und dem Termin für den Technikerbesuch. Am 17.12 würde dieser bei mir erscheinen, ich müsse dafür auf alle Fälle zuhause sein und sollte bitte Bescheid geben, wenn ich den Termin nicht wahrnehmen könnte. Der Techniker würde zwischen 8 und 14 Uhr vorbei kommen.

    Mittlerweile bin ich komplett im Umzugsstress und bekomme den neuen Router geliefert.

    Am 10.12 rufe ich bei der Hotline an, um den Termin zu ändern, da ich am 17.12 Frühschicht habe und nicht zuhause bin. Die Hotline Mitarbeiterin sagt mir, dies sei nicht möglich, ich hätte das bis zum 9.12 sagen müssen. Nun könnte man den Termin nicht mehr ändern. Die Frage, wo denn das stünde, will sie nicht beantworten. Weiteres Fragen und Betteln nützt nichts, der Termin steht.

    Tags darauf gehe ich zu meinem Chef und beantragte Urlaub für diesen Tag. Es gibt keine andere Möglichkeit. Sonst bucht mir 1&1 60 Euro Gebühr ab, wenn der Techniker mich nicht antrifft.

    In der Nacht vom 16. auf den 17.Dezember hört mein DSL-Anschluss auf zu funktionieren. Als ich um 7 Uhr aufstehe, blinkt der Router. Keine Verbindung mehr möglich. Dann stehe ich bis um 14 Uhr am Fenster und warte. Es kommt kein Techniker. Ein weiterer Anruf bei der Hotline. Ich solle Tags darauf anrufen, denn man müsse die Rückmeldung des Technikers abwarten.

    Am nächsten Tag weiß die Hotline noch immer nichts Neues. Man werde es an die entsprechende Stelle weiter leiten. Ach und übrigens erfahre ich auch, dass der Techniker gar nicht in meine Wohnung hätte kommen müssen. Ach und da fällt gerade auf, dass der Techniker für den 16.12 bestellt worden sei. Das sei ja komisch.

    Ich sollte zwischendurch erwähnen, dass all diese Gespräche nicht so kurz und nüchtern vonstatten gingen. Teilweise hing ich bis zu 7 Minuten in der Warteschleife, bis ich mit einem Menschen sprechen konnte. Meist wurde ich weiter verbunden und wieder in Warteschleifen geschickt. Ich hörte unzählige Melodien und Songs. Jedesmal sprach ich mit einem neuen Mitarbeiter, der stets von neuem ins Bild gesetzt erden musste. Keiner wusste Bescheid. Dafür bekam ich Entschuldigungen und Versprechungen. Eine Mitarbeiterin schrie mich, als mir nach 45 Minuten des Weiterverbindens der Kragen platzte.

    Noch am gleichen Tag bin ich an meinem Kontoauszugsdrucker und entdecke zwei Abbuchungen, die am nächsten Tag als Rechnung ins Haus flattern. Zum einen hat mir 1&1 die Umzugsgebühr von 49 Euro abgebucht. Zum anderen aber auch 32 Euro Netto für einen Technikerbesuch. Und zwar noch bevor der Techniker überhaupt da war. Der Anruf bei der Hotline bestätigt mir, dass dies wohl ein Fehler war. Natürlich ist die Technikergebühr schon in der Umzugsgebühr enthalten. Ich habe also doppelt für einen Techniker bezahlt, der nie gekommen ist. Man werde das an die entsprechenden Bearbeiter weiter leiten.

    Habe ich schon erwähnt, dass all diese Gespräche per Handy stattfanden, da mein Telefon ja nicht funktionierte? Und habe ich eigentlich auch erwähnt, dass ich zwischen diesen Anrufen auch Mails verschickte? Viele Mails. Meine Nachbarn ließen mich in ihr WLAN-Netz und wenn ich mich eng an die Schlafzimmerwand drücke, kann ich tatsächlich etwas Internet abbekommen. Genug, um die Mails herauszuschicken.

    Und um auf die 1&1 Homepage zu gelangen. Dort dann der neue Schock. Ich bin plötzlich im Besitz von 4 Verträgen. 2 DSL-Flatrate-Komplett Verträge und jeweils 2 Entertainment Verträge (dieses unsägliche Maxdome). Und der Mitarbeiter an der Hotline behauptet auch noch, ich selbst hätte diesen neuen Vertrag abgeschlossen. Warum auch immer. Wieder platzt mir der Kragen. Ich will sofort mit der zuständigen Stelle verbunden werden. Die entschuldigen sich und versichern, den alten Vertrag alsbald zu stornieren.

    Kurz darauf bekomme ich eine E-Mail, in der bestätigt wird, dass der alte Vertrag zum 31.12 storniert wird. Da fällt mir wieder etwas auf und ich kontrolliere es auf der 1&1 Homepage. Ich bin noch überall mit der alten Adresse gelistet. Der Umzugsservice hat nirgendwo meine neue Adresse hinterlegt. Selbst der neue Vertrag, den man mir ohne mein Wissen und ohne Zustimmung aufgedrückt hat, läuft auf die alte Adresse. Mir geht ein Licht auf, weshalb man den Fehler nicht findet. Der Fehler wird an der falschen Adresse gesucht.

    Ich teile der Hotline meine neue Adresse mit. Schon wieder. Ich höre Entschuldigungen. Schon wieder. Und man verspricht mir alles mögliche. Schon wieder.

    Viele Tage später muss ich die Adresse dennoch selbst im 1&1-Control-Center ändern und ab sofort sind die Mitarbeiter bei jedem meiner Anrufe verwirrt und fragen mich, wo ich derzeit wohne. Ich bin mit meinen Nerven langsam am Ende.

    Am 20.Dezember telefoniere ich wieder mit der Hotline. Man sei dabei, den Fehler herauszufinden. Mit Sicherheit würde alles in den nächsten Tage behoben sein. Obwohl, da komme ja das Wochenende, ach und dann ja Weihnachten, naja, aber dann. Ich fahre am gleichen Tag zu meiner Familie, verbringe Weihnachten weit weg in der Heimat und komme am 26.Dezember zurück. Der Router blinkt noch immer.

    Ich bekomme einen Anruf von einem Techniker (natürlich auf mein Handy). Er hätte gehört, mein DSL würde nicht funktionieren. Ich solle mir keine Sorgen machen, man würde einen Techniker an die Verbindungsstelle schicken, der würde sich das anschauen und in spätestes 2 Tagen hätte ich Internet. Zum Abschied nennt er mich Herr Johannson und ich weiß, dass ich auf keine Wunder hoffen darf.

    Dann kommt die Rechnung. Die Internet-Flat-Rechnung vom Dezember. Sie beläuft sich auf über 70 Euro. Es ist der 30.Dezember. Die Mitarbeiterin in der Hotline kann sich das nicht erklären. Ich aber schon. Bestimmt hat man mir beide Verträge berechnet. Ich verlange die Rücküberweisung des zuviel gezahlten Betrages. Das kann die Mitarbeiterin aber nicht. Sie werde es weiter leiten. Ich schreibe eine Mail und bekomme die Antwort, dass man sich darum kümmern und aus Kulanz (wirklich, das stand da) die Rechnung in ausgedruckter Form zusenden würde. Dort lese ich genau das. Im Dezember 2008 bezahlte ich zwei DSL-Verträge, die nicht funktionieren.

    Habe ich eigentlich erwähnt, dass man mir mittlerweile entweder mit größtem Mitleid oder Häme begegnet, mich entweder tröstet oder aufzieht, was das Internet angeht? Für mich bedeutet 1&1 mittlerweile ein Mittelfinger und noch ein Mittelfinger als Antwort.

    Es folgen weitere Mails, die mir alle versprechen, die noch immer ausstehenden 32 Euro (zwar netto, aber ich nehme sie mittlerweile auch so) baldmöglichst zu überweisen. Und mir natürlich den doppelt bezahlten Vertrag zurück zu überweisen, bzw. mit der nächsten Rechnung zu verrechnen. (25 Euro und ein paar Zerquetschte, da ja der neue Vertrag erst am 10.Dezember startete)

    Das neue Jahr beginnt. Hallo 2009.

    Am 2.Januar ruft mich 1&1 an. Da sei wohl noch eine Störung meines DSL-Anschlusses. Ob ich am 7.Januar zuhause sei. Man würde einen Techniker zu mir nach Hause schicken, denn offenbar muss das Problem doch bei mir in der Wohnung bestehen. Der Techniker würde alles in Ordnung bringen.

    Immerhin – mittlerweile bin ich den zweiten Vertrag los und ich konnte auch die beiden Entertainment Pakte kündigen. Ich habe nun also nur noch einen Vertrag, Laufzeit bis Dezember 2010 und noch immer keinen Internetanschluss. Es ist der 5.Januar 2009.

    Es ist der 7.Januar. Und es kommt kein Techniker. Ich schreibe spät Abends im Bett noch eine Mail, die um 4:30 Uhr des 8.Januar beantwortet wird. Man kümmert sich bereits intensiv um meine Angelegenheit.

    Am 10.Januar mache ich meinen letzten Anruf bei der Hotline. Der Mitarbeiter ist einigermaßen überrascht, dass der Techniker nicht kam. Dann ist er einigermaßen überrascht, dass ich offensichtlich umgezogen bin. Der Techniker war nämlich zur alten Adresse geschickt worden. Schon wieder. Bis dahin hat das Gespräch wieder sage und schreibe 20 Minuten gedauert. Und nun drohe ich.

    Am 12.Januar schreibe ich einen Brief. Ein Einschreiben. Darin zähle ich all die Verfehlungen auf, die falschen Rechnungen und den noch immer bestehenden Status, des nicht vorhandenen DSL. Ich setze 1&1 eine Frist von 14 Tagen, das Problem in den Griff zu bekommen und mir die Leistungen zur Verfügung zu stellen, für die ich bereits bezahlt habe. Ansonsten werde ich am 26.Januar den Vertrag wegen nicht erbrachter Leistung stornieren und die Einzugsermächtigung beenden.

    Am 13.Januar bekomme ich wie zum Hohn eine Mail von 1&1, in der man mir freudig mitteilt, dass man die Störung behoben habe und mein DSL nun einwandfrei funktioniert.

    Was nicht der Fall ist.

    Es ist der 15.Januar und ich bin ohne Internet und ohne Telefon. Meine Handykosten belaufen sich im Dezember auf genau 100 Euro, 74 davon waren für die Hotline-Gespräche. Außerdem warte ich noch immer auf die 32 Euro Technikergebühr, die mittlerweile versprochenen 25 Euro für den doppelten Vertrag im Dezember und die 150 Euro Startguthaben (auf die ich gerne verzichte, wenn ich nur heraus komme, ebenso wie auf den neuen Router).

    Ich verzichte nun auch absichtlich auf ein Fazit oder weitere Deutungen und Anmerkungen. Die Geschichte steht nun erst einmal so wie sie ist. Zu gegebener Zeit werde ich noch etwas Abschließendes zu diesem Drama schreiben. Vorerst erwarte ich den 26.Januar und hoffe inständig, dass 1&1 die Vertragskündigung akzeptiert und ich endlich diese Hölle verlassen kann.

    Update: Die Geschichte hat mittlerweile ein gutes Ende genommen. Bitte hier die spannende Geschichte bis zum Happy End lesen.

  • Das Internet mag mich nicht mehr

    So kommt es mir zumindest grade vor. Nicht nur, dass ich selbst noch immer kein vernünftiges Internet zu Hause habe und es nicht absehbar ist, wann 1&1 das geregelt bekommt, nun spinnt auch noch mein Blog herum. In den letzten drei Nächten war es nicht zu erreichen, wofür ich mich hier bei allen potentiellen Lesern entschuldigen möchte. Schuld war offenbar eine falsche Konfiguration oder ein Bug bei meinem Webhoster. Mein Blog übersprang die 500MB Marke, woraufhin der Server sagte: Das ist zuviel und einfach abschaltete. Jetzt sollte es aber wieder funktionieren.

    Mittlerweile sind meine Besucherzahlen natürlich arg in den Keller gerutscht: Keine neuen Artikel, keine Möglichkeit, das Blog aufzurufen. Schmerzlich sehe ich auf meine Statistiken und erkenne, dass ganz schnell alles verloren ist, was ich in den letzten Monaten erreicht hatte.

    Doch Besserung ist in Sicht. In den nächsten Tagen werde ich zu einem neuen Anbieter wechseln. Und auch dort wird es dann in den nächsten Wochen noch ein paar Veränderungen geben, was wieder bedeutet, dass mein Blog für bestimmte Zeit nicht erreichbar sein wird. Und sobald ich wieder richtig am Netz bin, wird es auch wieder mehr Artikel geben. Versprochen.

    Mein Ziel ist es definitv, mein Blog im Jahr 2009 so gut und erfolgreich zu machen, wie nie zuvor.

  • Hallo 2009!

    Ich bin noch da. Und ich möchte euch allen ein schönes neues Jahr wünschen. Ein erfolgreiches, tolles, wunderbares Jahr 2009. Derzeit drücke ich mein Macbook noch immer gegen die Schlafzimmerwand, um immerhin etwas von Nachbars WLAN abzubekommen. Und vielleicht, ja vielleicht ist 1&1 auch gewillt mir dieses Jahr mein Internet wieder zurück zu geben. Die Chancen sind klein, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Bleibt mir treu und drückt mir die Daumen.