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Notiz 46
Firstly, the move-fast-and-break-things world prioritizes not just the concept of shipping things in imperfect states, but accepting less-than-ideal solutions knowing you can patch them over later. And while that can be true, as Steve Jobs so famously said about hardware buttons on a phone, you can’t add a physical button later; the devices already shipped. There are situations where you can reasonably go back and revise, but there are others where you cannot.
„Have we forgotten how to design?“ Nein, mit Sicherheit nicht. Aber wir haben verlernt die richtigen Fragen zu stellen. Sie zu stellen, bevor man eine Lösung baut. Die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen und nicht einfach irgendetwas zu designen, sondern das Richtige. Und DAS sehe ich leider weiterhin überall. Wir bauen irgendwas, oder „lösen ein Problem“, ohne das Problem verstanden zu haben. Und vor allem, ohne das große Bild betrachtet zu haben. Spaghetti-Methode: An die Wand werfen und schauen, ob etwas kleben bleibt.
Notiz 45
An interview from 2036 with Elon Musk, Jeff Bezos and Sam Altman.
After the stock market crash of 2026 the economy faltered, 80% of people lost their job and the US tech elite had to find a new way to keep the world moving: Energym – Human-powered AI systems, fulfilling both the machine’s need for energy and the people’s need for purpose.
Notiz 44

Meine abschließende Solitär Statistik Und wieder eine Statistik, die nachdenklich macht. Zumindest mich. Denn sie ist ein winzig kleiner Teil eines viel größeren Themas, auf das ich in den kommenden Wochen und Monaten noch mehrfach eingehen werde. Jetzt hier konkret geht es um die Statistik eines Spiels auf meinem iPhone: Solitär. Darüber sprach ich hier im Blog bereits vor Jahren. Nun musste ich erkennen, dass ich wieder in die Falle getappt war. Solitär ist (war) mein Cozy-Game, das Spiel, das ich nutzte, um freie Zeit zu überbrücken, mich abzulenken, aber auch um mir ein gutes Gefühl zu geben. Es war eine kleine kuschelige Decke, unter der ich mich für wenige Minuten verkriechen konnte und wo die Welt einfachen Regeln folgte. Und bis jetzt habe ich das 699 mal gemacht.
Damit, und mit weitaus mehr Dingen, muss allerdings Schluss sein. Mehr dazu später. Derzeit sieht es so aus, als würde ich jeden Monat etwas angehen und verändern: Januar: Abschied von Instagram und Reaktivierung des persönlichen Blogs. Februar: Abschied von Zeitfressern und Ablenkungen wie Solitär. Mal sehen, ob ich das weiter so durchziehen kann und wohin die Reise am Ende gehen wird. Ja, es sind sehr kleine Schritte, aber vielleicht sollte man das Ganze auch genau so angehen.
Notiz 43
Noch vor etwa einem Jahr stand ich KI und allen zugehörigen Anwendungen komplett skeptisch gegenüber. Dann probierte ich sie aus und stellte fest, wie toll sie doch sind, wie sehr sie mein Leben erleichtern, mir mühsame Aufgaben abnahmen oder für mich recherchierten. Bald stellte ich der KI komplexere Aufgaben oder stellte Fragen auf Dinge, deren Antworten ich nie finden konnte. Und kurz darauf erwischte ich sie beim Lügen und Halluzinieren, konfrontierte sie damit und hörte entweder Ausflüchte oder verstrickte mich in Diskussionen mit ihr. Ich wies sie an, nicht zu lügen, mir zu jeder ihrer Antworten eine Begründung und Quellen zu nennen und überführte sie immer öfter beim Lügen. In den letzten Wochen stellte ich fest, dass selbst einfache Aufgaben nicht mehr zuverlässig erarbeitet werden konnten. Eine einfache Google-Suche führt zu oft zu besseren Ergebnissen. Und jetzt stehe ich KI und all ihren Anwendung wieder komplett skeptisch gegenüber.
Um es auf den Punkt zu bringen: KI ist derzeit dazu geeignet, um Texte umformulieren oder zusammenfassen zu lassen, sie kann Bilder und Videos in gewissem Rahmen erstellen und andere Spielereien anstellen. Und sie kann vermutlich Entwicklern viel Tipparbeit abnehmen. Aber alles darüber hinaus kann sie derzeit noch nicht. Sie lügt, sie halluziniert, sie verbessert sich kaum und sie wird auch in absehbarer Zeit nicht relevantes mehr lernen können, denn das Netz ist bald nur noch mit ihrem eigenen Mist gefüllt. Sie denkt nicht und sie hat keine Ahnung von Zusammenhängen. Seid skeptisch und hinterfragt alles, was euer liebster KI-Chatbot euch erzählt.
Notiz 42
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Notiz 41
Vor beinahe 20 Jahren schrieb ich hier einen Artikel über Coulrophobie, der Angst vor Clowns und weiteren interessante Phobien. Er avancierte bald zu einem der meistbeachteten Beiträge, mit den höchsten Besuchszahlen und beinahe 90 Kommentaren, in den Menschen ihre Ängste teilten. Vor 3 Jahren wurde der WDR5 auf den Artikel aufmerksam und fragte für ein Interview an. Mein Gespräch mit Yesim Ali Oglou wurde als Beitrag der Reihe „Neugier genügt“ pünktlich zu Karneval 2023 ausgestrahlt. Und vor wenigen Tagen informierte mich Frau Ali Oglou, dass der Beitrag im WDR5 Radioprogramm wiederholt wird: am morgigen Altweiber zwischen 10 und 12 Uhr. Der Beitrag ist ab sofort auch in der ARD Audiothek verfügbar.
Notiz 40
Der Ferrari Luce wird cool. Er hat Vergangenheit und fährt in die Zukunft, ist aber komplett im Hier und Jetzt. Und das kam so: Ferrari überlegte sich, für das neue Modell, das kein anderes ersetzt, sondern die Palette ergänzt, neue Leute zu engagieren. Keine jungen, aber ausgefuchste, mit kreativer Expertise und Erfolg. Stichwort Apple, für deren Designphilosophie vom Phone über Watch bis Shop Sir John Ive verantwortlich war. Der Endfünfziger, der Jony genannt werden möchte, pflegt, und da legen wir uns jetzt mal fest, deutsches Design. Genauer gesagt den Stil der Braun, geprägt von Dieter Rams. Vergleichen Sie einfach den Taschenrechner des iPhone mit einem Braun-Taschenrechner. Alles klar?
Jony Ive ist ein streitbarer Designer. Zumindest in Designerkreisen. Ich selbst halte ihn für einen begnadeten Produktdesigner, bin aber mit einigen seiner Softwaredesign-Entscheidungen nicht immer einverstanden gewesen. Und auch im Hardwarebereich hat er bei Apple nicht nur Erfolge zu verzeichnen gehabt. Jetzt designed er mit seiner Firma LoveFrom alles mögliche, unter anderem auch das Cockpit des neuen elektrischen Ferrari Luce. Und es ist spannend und bemerkenswert, dass ein Automobilmagazin wie die „Auto Motor und Sport“ Dieter Rams kennt und die tatsächlichen Parallelen zwischen Rams und Ive korrekt sieht. Das Design des Luce-Cockpits gefällt indes, mit sehr viel Haptik, klaren Linien, spannenden, in der realen Welt verankerten Details, die nicht dem derzeitigen Trend hinterher rennen, alles möglichst auf einem großen OLED-Bildschirm darzustellen.
Notiz 39
Hey, erinnert ihr euch noch an diesen einen mittelalten, weißen Mann, der es quasi im Alleingang schaffte, eine komplette Regierungskoalition zu zerstören, seine eigene Partei dabei in die Bedeutungslosigkeit zu schubsen, die beiden Koalitionspartner ebenfalls schwer anzuschlagen und das Land dadurch quasi den Rechten und Rechtsnahen zu überlassen? Und das nur aus Egoismus, Überheblichkeit und Arroganz? Dieser Mann verkauft heute Gebrauchtautos. (Verdient dabei aber wahrscheinlich noch mehr als zuvor.)
Notiz 38
In Germany we don’t care about Digitalisierung. We print our digital tickets trotzdem and put them into Klarsichtfolie, because sicher is sicher.
Gewinnspiel: Wer beim nächsten Flug die meisten Passagiere zählt, die genau das machen, gewinnt.
Notiz 37
Wenn man früher zu einem ganz bestimmten Thema Fragen hatte, benutzte man eine Suchmaschine, oder – und das war nur für die ganz Mutigen – man meldete sich in einem Forum an und erstellte einen Beitrag. Um dann von den dortigen Experten erniedrigt zu werden. Warum man denn nicht die Suche benutze, das Thema wäre schon so oft besprochen worden. Warum man nicht einfach danach googeln würde. Warum man nicht alle notwendigen Informationen liefere, niemand sei hier ein Hellseher. Und so weiter. Selbst wenn man die Suche und Google benutzt und alles, was einem möglich war, an Informationen lieferte, musste man schnell lernen, wer hier die Elite war und wer ein dummer Bittsteller.
In Foren versammeln sich die Art von Menschen, die sich in genau einem Thema perfekt auskennen und daher höhere Macht besitzen, als diejenigen, die auf dieses Wissen angewiesen sind. Und diese Macht spielen sie aus. Das ist der einzige Ort, wo sie das können. Auf Parties, bei Familienfeiern, überall wenden sich normale Menschen ab, wenn sie schon wieder nur von ihrem Thema sprechen. Nicht so im Forum. „Da kommen sie angekrochen, diese Unwissenden und wollen von mir die Lösung all ihrer Probleme. Aber die werde ich ihnen nicht geben. Nicht so schnell. Leidet! Muahahaha.“
Ich schreibe in der Vergangenheitsform. Aber selbstverständlich ist das auch heute noch so. Zuletzt in einem ETF-Forum, in einem Elektriker-Forum und natürlich auch im offiziellen WordPress-Forum. Also nutze ich zur Beantwortung meiner speziellen Fragen eine KI. Die lügt mich dann zwar an, weil sie zu oft auch keine Ahnung, aber sie bleibt dabei immer superfreundlich und hilfsbereit. Das ist doch auch schon was, oder?
