Gedanken, Ideen, Links, Inspirationen, Videos, Fotos, Kram…
Du willst nichts verpassen? Dann gerne hier entlang.
Notiz 51: Social Media made in Europe
Es ist kein Geheimnis mehr, dass ich Twitter/X schon vor langer Zeit den Rücken gekehrt habe. Und seit Anfang des Jahres bin ich auch nicht mehr bei Instagram unterwegs, habe Threads gelöscht und über Facebook wird ohnehin nicht mehr gesprochen. Es ist auch kein Geheimnis, wie ich über Social Media im Allgemeinen denke, gebe aber gleichzeitig gerne zu, dass ich noch warme Gefühle für Mastodon und Bluesky hege (Stand Mai 26 habe ich bei beiden Diensten noch aktive Accounts).
Nun ist Europa ja aus vielen Gründen „gezwungen“ endlich den Arsch hoch zu kriegen und an allen Ecken selbst Services aufzubauen und sich nicht länger von US-Unternehmen abhängig zu machen. Stoff für einen weitaus ausführlicheren Beitrag. Und nachdem die Linke, die Grünen und die SPD äußerst medienwirksam Twitter/X verlassen haben, trifft es sich sehr gut, dass W Social vorgestellt wurde. Ein europäisches Social Media, das mit dem Versprechen antritt, alles besser zu machen, freie Meinungsäußerung zu ermöglichen, sich gleichzeitig aber vor Bots zu schützen, datenschutzkonform zu sein und den offene Diskurs zu fördern.
Ich feiere das sehr, ganz gleich ob die Plattform Erfolg haben wird. Es ist wichtig, dass sich etwas bewegt, dass wir, dass Europa es wenigstens probiert. Und macht. Die Waitinglist ist geöffnet, genauso wie später Schnittstellen zu Mastodon und Bluesky geöffnet sein sollen. Für die hege ich warme Gefühle. Und vielleicht auch für W Social.
Apropos, liebe … Bank, wann wollt ihr endlich mal Wero einführen, damit ich mich auch von dem unsäglichen PayPal lösen kann? (Noch ein Thema für einen weitaus größeren Beitrag.)
Notiz 50: Bundeswehr
Freitags und Sonntags sehe ich Dutzende Bundeswehrkamerad*innen an den Bahnsteigen auf ihre Züge warten. Und sie sprechen nie miteinander. Als seien sie sich fremd. So wie mir alle anderen am Bahnsteig auch fremd sind. Aber ich trage auch keine Uniform. Würde ich mit jemandem automatisch sprechen, weil er die gleiche Kleidung trägt wie ich? Oder würde ich nur zustimmend nicken und signalisieren: Krasser Style, Bro?
Notiz 49: Öl und Gas
Der sehr großartige Christian Stöcker auf Mastodon:
Liebe Kolleginnen und Kollegen:
Der Irankrieg hat nicht „die Energiepreise“ erhöht, sondern die für Öl und Gas.
Es werden nicht „die Autofahrer entlastet“, es werden Kosten für den Teil der Bevölkerung reduziert, der einen Verbrenner fährt. Auf Kosten aller anderen.
Wenn es nur eine andere Energiequelle gäbe, die wir supergünstig selbst produzieren könnten, ohne von anderen Ländern abhängig zu sein….
Notiz 48
An jedem neuen Tag der hoffnungsvolle Blick in die Tagesschau App, ob es nicht die Eilmeldung gäbe, dass Katharina Reiche endlich ihres Amtes enthoben wurde. Und an jedem neuen Tag die Enttäuschung.
Notiz 47
Sehr interessante, lange und äußerst nerdige Erklärung, warum all eure 4K Filme (und Streamingabos) gar nicht 4K sind und warum ihr das in den meisten Fällen auch gar nicht benötigt.
Notiz 46
Firstly, the move-fast-and-break-things world prioritizes not just the concept of shipping things in imperfect states, but accepting less-than-ideal solutions knowing you can patch them over later. And while that can be true, as Steve Jobs so famously said about hardware buttons on a phone, you can’t add a physical button later; the devices already shipped. There are situations where you can reasonably go back and revise, but there are others where you cannot.
„Have we forgotten how to design?“ Nein, mit Sicherheit nicht. Aber wir haben verlernt die richtigen Fragen zu stellen. Sie zu stellen, bevor man eine Lösung baut. Die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen und nicht einfach irgendetwas zu designen, sondern das Richtige. Und DAS sehe ich leider weiterhin überall. Wir bauen irgendwas, oder „lösen ein Problem“, ohne das Problem verstanden zu haben. Und vor allem, ohne das große Bild betrachtet zu haben. Spaghetti-Methode: An die Wand werfen und schauen, ob etwas kleben bleibt.
Notiz 45
An interview from 2036 with Elon Musk, Jeff Bezos and Sam Altman.
After the stock market crash of 2026 the economy faltered, 80% of people lost their job and the US tech elite had to find a new way to keep the world moving: Energym – Human-powered AI systems, fulfilling both the machine’s need for energy and the people’s need for purpose.
Notiz 44

Meine abschließende Solitär Statistik Und wieder eine Statistik, die nachdenklich macht. Zumindest mich. Denn sie ist ein winzig kleiner Teil eines viel größeren Themas, auf das ich in den kommenden Wochen und Monaten noch mehrfach eingehen werde. Jetzt hier konkret geht es um die Statistik eines Spiels auf meinem iPhone: Solitär. Darüber sprach ich hier im Blog bereits vor Jahren. Nun musste ich erkennen, dass ich wieder in die Falle getappt war. Solitär ist (war) mein Cozy-Game, das Spiel, das ich nutzte, um freie Zeit zu überbrücken, mich abzulenken, aber auch um mir ein gutes Gefühl zu geben. Es war eine kleine kuschelige Decke, unter der ich mich für wenige Minuten verkriechen konnte und wo die Welt einfachen Regeln folgte. Und bis jetzt habe ich das 699 mal gemacht.
Damit, und mit weitaus mehr Dingen, muss allerdings Schluss sein. Mehr dazu später. Derzeit sieht es so aus, als würde ich jeden Monat etwas angehen und verändern: Januar: Abschied von Instagram und Reaktivierung des persönlichen Blogs. Februar: Abschied von Zeitfressern und Ablenkungen wie Solitär. Mal sehen, ob ich das weiter so durchziehen kann und wohin die Reise am Ende gehen wird. Ja, es sind sehr kleine Schritte, aber vielleicht sollte man das Ganze auch genau so angehen.
Notiz 43
Noch vor etwa einem Jahr stand ich KI und allen zugehörigen Anwendungen komplett skeptisch gegenüber. Dann probierte ich sie aus und stellte fest, wie toll sie doch sind, wie sehr sie mein Leben erleichtern, mir mühsame Aufgaben abnahmen oder für mich recherchierten. Bald stellte ich der KI komplexere Aufgaben oder stellte Fragen auf Dinge, deren Antworten ich nie finden konnte. Und kurz darauf erwischte ich sie beim Lügen und Halluzinieren, konfrontierte sie damit und hörte entweder Ausflüchte oder verstrickte mich in Diskussionen mit ihr. Ich wies sie an, nicht zu lügen, mir zu jeder ihrer Antworten eine Begründung und Quellen zu nennen und überführte sie immer öfter beim Lügen. In den letzten Wochen stellte ich fest, dass selbst einfache Aufgaben nicht mehr zuverlässig erarbeitet werden konnten. Eine einfache Google-Suche führt zu oft zu besseren Ergebnissen. Und jetzt stehe ich KI und all ihren Anwendung wieder komplett skeptisch gegenüber.
Um es auf den Punkt zu bringen: KI ist derzeit dazu geeignet, um Texte umformulieren oder zusammenfassen zu lassen, sie kann Bilder und Videos in gewissem Rahmen erstellen und andere Spielereien anstellen. Und sie kann vermutlich Entwicklern viel Tipparbeit abnehmen. Aber alles darüber hinaus kann sie derzeit noch nicht. Sie lügt, sie halluziniert, sie verbessert sich kaum und sie wird auch in absehbarer Zeit nicht relevantes mehr lernen können, denn das Netz ist bald nur noch mit ihrem eigenen Mist gefüllt. Sie denkt nicht und sie hat keine Ahnung von Zusammenhängen. Seid skeptisch und hinterfragt alles, was euer liebster KI-Chatbot euch erzählt.
Notiz 42
Servicehinweis: Die Anmeldung zu meinem Newsletter sollte jetzt funktionieren. Er ist kostenlos, unverbindlich und die perfekte Möglichkeit, hier nichts zu verpassen. Der Newsletter wird ca. 6 mal im Jahr erscheinen und die besten und wichtigsten Notizen sammeln, gleichzeitig aber auch weitere größere Themen behandeln, die mich beschäftigen oder beschäftigt haben. Das Themenspektrum wird sich weiterhin um Design, Entertainment, Technik und ein bisschen Politik und Meinung drehen.
Abonniert den Newsletter gerne hier. Keine Sorge: Ich benötige nur eure E-Mail-Adresse, die bei mir lokal gespeichert und für keine anderen Zwecke weiterbenutzt wird. Abmelden ist jederzeit im Newsletter möglich.
