Autor: Roger Graf

  • Ich liebe Pixar

    Ich liebe ja so manches auf dieser Welt. Aber Pixar muss man einfach lieben. Jeden einzelnen Film, den sie heraus brachten, liebe ich. Jeden Kurzfilm liebe ich. Jede Dokumentation über Pixar liebe ich. Als ich zum ersten Mal den Trailer zum neuesten Meisterwerk Wall-E sah, musste ich glucksen vor Freude. Ich liebte diesen kleinen Roboter. Ich werde den ganzen Film lieben.

    Ihr mögt mich für verrückt halten. Doch lest selbst, was ich heute bei nom nom nom entdeckte. Lest von Courtney, die beim Wall-E Trailer zu weinen begann, weil sie sich spontan in den kleinen Kerl verliebte. Lest, wie sie das Video ihres "Heulkrampfes" bei Youtube veröffentlichte. Lest, wie Pixar Mitarbeiter und Produzenten das Video sahen, sich geehrt fühlten, Courtney zu sich einluden und… ach, lest selbst, warum man Pixar einfach lieben muss. Und weshalb ich es nun noch mehr tue.

    Ja, ich gebe zu, ich freue mich auf Wall-E ein klitzekleines bißchen mehr als auf The Dark Knight. (Achtet im Trailer mal auf Wall-Es romantische Avancen. Da hatte selbst ich einen Kloß im Hals.)

  • Feed-Stöckchen

    Reize nie eine Vizekönigin. Und erzähle ihr nie, du würdest Stöckchen nur beantworten, wenn sie dir direkt an den Kopf geworfen werden. Denn Vizeköniginnen neigen dazu, alsdann wild mit Holz um sich zu werfen. Und so landete seit langer Zeit mal wieder ein Stöckchen bei mir. Und ich werde nicht den Fehler machen, zu erwähnen, dass ich es eigentlich mag, Stöckchen persönlich zu bekommen. Pssst.

    Nun denn, beginnen wir mal der Beantwortung:

    1. Welchen Feedreader benutzt Du und seit wann?

    NetNewsWire. Seit ich meinen Mac habe. Interessanterweise wirklich erst, seit ich einen Mac habe. Zuvor wurden meine Feeds mit Netvibes gesammelt.

    2. Wieviele Feeds hast Du abonniert, wieviele davon sind Blogs (in %)?

    Mein Feedreader ist etwas geizig mit Statistiken, deshalb schätze ich meine Feeds auf knapp über 100 Stück. Die meisten davon sind Blogs (90%)

    3. Wieviele Feeds liest Du täglich (wöchentlicher Schnitt)?

    NetNewsWire läuft immer im Hintergrund und zeigt mir im Dock an, wieviele neue Feeds er bereit hält. Immer wenn ich nichts anderes zu tun habe, gehe ich sie durch und filtere zunächst mal nach Überschriften. Bei manchen Seiten lese ich auch gleich los, weil ich weiß, dass es mich interessieren wird, egal worum es geht.

    4. Dein meistgelesenster Feed/deutscher Blog-Feed?

    In letzter Zeit aus oben beschriebenem Grund allerlei Mac-Blogs und News Seiten. Ansonsten richtet sich die Häufigkeit natürlich nach der Anzahl neuer Artikel.

    5. Welche Nachrichtenseiten hast Du abonniert (nenne max. 3)?

    Spiegel Online, Google News, Golem

    6. Dein erstes und Dein letztes Blog im Reader?

    Ich habe Kategorien angelegt, die von Apple bis Web-Design und Grafik rangieren. Deshalb ist der Admartinator das erste und das Smashing Magazine das letzte Blog. Ginge es nach Alphabet, wäre weiterhin Admartinator ganz vorne und Zeniscalm am Schluss. (Sorry, Vizekönigin, du bist vorletzte, ein Z hat dich geschlagen)

    7. Lesegewohnheit: alphabetisch, chronologisch, durcheinander?

    Durcheinander, je nach Interesse, je nach interessanter Überschrift oder Thema.

    8. Hast Du Blogs/Feeds, von denen Du nicht zugeben würdest, dass Du sie liest, im Reader?

    Damit ist vermutlich so Zeug wie Promi Pranger gemeint, oder? Hmm, ich habe das Fail Blog abonniert und auch drei Schnäppchen Seiten. Das ist peinlich genug, schätze ich.

    Da ich Holz nicht gerne im Weg herum liegen lasse, werfe ich diesen Stock direkt mal weiter an: B-Tina, Cait und Sebbi, in der Hoffnung, dass die sich nicht zu sehr ducken.

  • Juno

    Noch immer weiß ich nicht, ob man nun Filme anschauen, angucken, ansehen, glotzen, betrachten oder verfolgen sagen soll. Aber ich weiß, wann man „Film genießen“ sagen kann. Bei einem Werk wie Juno. Versteht diesen Eintrag als unmissverständlichen und sofortigen Anschaubefehl. Jeder, der es verpasst hat, Juno im Kino zu sehen, soll sich jetzt auf die Socken machen, die DVD im nächsten Media Markt kaufen, oder in der Videothek ausleihen. Oder wenigstens amazon besuchen und den Film bestellen. Was auch immer. Juno ist einer der schönsten Filme der letzten Zeit, mit einem leisen Humor, wie ich ihn schon so lange vermisst habe. Mit so wundervollen Schauspielern, dass man sie allesamt umarmen möchte. Mit einer so bezaubernden Story, dass man nicht genug davon bekommen kann. Mit einer so herrlichen Musik, dass einem das Herz aufgeht. Mit so wundervollen Bildern und Ideen. Juno hat nur einen ganz entscheidenden Nachteil. Irgendwann erscheint der Abspann. So etwas sollte verboten werden. Anschauen. Jetzt!

  • Bully klagt gegen Bully

    Na, woran denkt ihr, wenn ihr das Wort Bully hört? An einen Hund? An einen Volkswagen? An einen Rabauken? Oder an Michael "Bully" Herbig, den wohl zu den besten Comedians Deutschlands zu zählenden Schauspieler und Regisseur? Vermutlich letzteres könnte ich wetten. Bully Herbig, normalerweise nur als witziger Mensch zu erleben, verklagt jetzt ernsthaft Take Two Interactive, die das Rockstar-Spiel "Bully" vertreiben. In "Bully" geht es um einen Jungen, der neu an einer Schule mit allerhand Sorgen und Nöten zu kämpfen hat. Und wie das in einem Rockstar Game (GTA 4) nun mal ist, geht es dabei auch um Gewalt, Witz, Zynismus, Satire. Und mit der Gewalt im Spiel hat Bully Herbig ein Problem. Und klagt. Gegen die Firma, die auch seine Spiele vertreibt. Bully kann also auch ernst. Das Leben ist keine Comedy und der Rechtsstaat erst Recht (!) nicht.

    "Die Anwälte der Firma, Konstantin Krienke und Caroline von Nussbaum, bestritten außerdem "die allgemeine Bekanntheit" des Spitznamens von Michael Herbig." Um auf meine Anfangsfrage zurück zu kommen – ich schätze, die allgemeine Bekanntheit des Spitznamens ist hierzulande nicht anzuzweifeln.

  • The Daily Show with Jon Stewart – nun auch in Deutschland

    Breaking News: Eben beim Fernsehlexikon gelesen, The Daily Show with Jon Stewart wird ab sofort auch in Deutschland ausgestrahlt. Im normalen Fernsehen, nicht im Netz. Und mit deutschen Untertiteln, nicht synchronisiert. Comedy Central hat nun ein deutsches Hauptquartier, wo beschlossen wurde, die "Global Edition" der Daily Show, also der Best-of-Zusammenschnitt der vier Folgen der Woche, untertitelt jeden Dienstag in ihrem Abendprogramm zu zeigen. Somit bietet Comedy Central neben "Little Britain" und "Drawn together" den nächsten Grund, hin und wieder den Fernseher einzuschalten. Weiter so.

  • Wie heißt Lucky LukesHund?

    "Ich könnte wetten, die Wasserstandanzeige unserer Pflanze ist nur deshalb so hoch, weil jeder seinen Restkaffee rein schüttet."

    "Ist doch egal, die ist doch eh gemietet. Wie heißen die? Rent a Blume?"

    "Rent a Flower, wenn schon."

    "Nein, Rent a Plant."

    "Rent a Plant. Hieß so nicht der Hund von Lucky Luke?"

    "Fast."

  • Scarlett Johansson singt – und wer hört zu?

    Diese (männliche) Verehrung für Scarlett Johansson kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Mir fallen spontan ein halbes Dutzend Schauspielerinnen ein, die wesentlich besser aussehen und/oder talentierter sind. Aber das ist ja zum Glück nur meine Meinung und die Geschmäcker sind verschieden. Nicht wahr?

    Und nun singt sie auch noch. Was heißt nun? Ihre erste Single „Falling Down“ ist schon ein paar Monate alt. Und ich muss gestehen, fasziniert im Autoradio zugehört zu haben. Der Song ist ein Äquivalent zum Unfall auf der Autobahn, zur Aufnahme mit dem explodierenden Flugzeug, zur Zeitlupe mit der Schlange, die die Maus verschlingt. Gruslig und erschreckend, aber man muss hinsehen. Scarletts Song ist so schlecht, dass man wie in Trance nicht anders kann, als zuhören. Es ist schlimm, es ist grausam, es tut weh. Es ist schräg. Und, hey, schräg, das bin ich auch. Vielleicht hat der Song deshalb etwas eigenartig Anziehendes für mich.

    Menschen, mit ähnlich schrägen Neigungen, robusten Nerven und dem Wunsch, nicht ins Koma „gesungen“ zu werden, mögen das Video starten. Für alle anderen gilt (und das meine ich ernst – sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt): „Bitte gehen Sie weiter. Es gibt hier nichts für Sie zu hören!“

  • George Lucas in Love

    Manchmal entdeckt man etwas, das einem den Tag versüßt. In meinem Fall war es ein wunderbarer Kurzfilm, an dem ich mich heute in Sebbis Blog erfreuen konnte. „George Lucas in Love“ erzählt die wahre Geschichte, wie das Star Wars Universum entstand, ist professionell gemacht, mit sympathischen Darstellern, jeder Menge Gags, Anspielungen und einer drolligen Schlusspointe. Einfach herrlich.

  • Mir fehlen die Worte

    Gibt es eigentlich kein Wort, um die Tätigkeit des Filme-guckens (-ansehens, -anschauens) zu beschreiben? Um Ins-Kino-gehen etwas einfacher auszudrücken? Wenn man Fernsehen schaut, dann tut man Fernsehen. Was macht man denn im Kino? Kinosehen? Hat sich der Herr Duden da schon was überlegt? Muss ich erst bei 1Live anrufen, die eine Umfrage starten sollen, wie letztens erst bei der Ersatzwortfindung für Public Viewing? (Die den Begriff „Rudelgucken“ als verdienten Sieger prägte) Und wie ist es, wenn man den Film auf DVD zu Hause schaut, also zwar im Fernsehgerät, aber ohne Fernsehprogramm? Filmesehen?

    Was würdet ihr vorschlagen?

  • Die Welt verstehen

    Manchmal versteht man einfach die Welt nicht. Und man versteht sie oft deshalb nicht, weil einem das Hintergrundwissen dafür fehlt. So weiß ich bei allem Ärger mit der Deutschen Bahn, was hinter den Kulissen passiert, welche Probleme sich auftürmen, wie mit Sicherheit fieberhaft an Lösungen gebastelt wird. Der gemeine Kunde draußen am Bahnhof weiß davon natürlich nichts, ärgert sich und flucht.

    Der Patient im Krankenhaus, der schon seit vier Stunden auf den Besuch eines Arztes wartet, flucht ebenfalls, sieht den Herrn Doktor in seiner Vorstellung mit den Krankenschwestern Kaffee trinken und flirten, während ihm selbst ein krankes Körperteil zu schaffen macht. Dass der Arzt überhaupt nicht an Kaffee denken kann, weil er seit 16 Stunden unter Strom steht und vor lauter Arbeit nicht nach kommt – davon kann der Patient natürlich nichts wissen.

    Unser Blickfeld ist immer eingeschränkt. Und je weniger Informationen wir bekommen, umso quälender ist es, umso schwieriger zu verstehen ist diese Welt.

    Mir ging es erst neulich wieder so, als ich in eine Baustelle auf der Autobahn fuhr. Also natürlich nicht in die Baustelle selbst, sondern in den Stau der sich bildete, weil plötzlich zwei Fahrspuren verloren gingen, um Platz zu schaffen für.. nunja, eigentlich nichts. Ich sah dort einen Bagger, hier eine Maschine, da ein Stückchen platt gewalzter Boden, dort einen Sandhaufen. Aber keinen Menschen und keine Bewegung. Nichts besonderes also. Allerdings sieht dieses Bild bereits seit gut einem Jahr so aus. Es scheint einfach kein bisschen voran zu gehen.

    Auch hier muss ich natürlich gestehen, keinen Einblick zu haben. Jeder Arbeiter in der Autobahnmeisterei wird nun vermutlich stöhnen, wenn er das liest. Aber für mich als uninformierter Autofahrer ist es einfach unverständlich weshalb ein Hochhaus schneller in den Himmel wächst, als ein Stückchen Erde mit Teer bedeckt und platt gewalzt werden kann. Kann es denn so schwer sein, eine Grube auszuheben, Sand hinein zu werfen, diesen platt zu machen, mit der Wasserwaage zu überprüfen, Teer drauf, wieder zu walzen und Striche zu malen? Das ist doch in wenigen Tagen erledigt.

    In meiner Welt. Aber meine Welt ist nicht die reale Welt. Und manchmal versteh ich die Welt einfach nicht. Aber immerhin weiß ich warum.

  • Darf ich in deine Blogroll?

    Die Blogroll, also die Linkliste, die ihr in fast jedem Blog seht, ist in den meisten Fällen eine Aufzählung der Blogs und Seiten im Netz, die der Autor guten Gewissens empfehlen kann. Weil er sie selbst liest und schätzt. Und/oder weil er die Macher der Seiten persönlich kennt. Anfragen nach Aufnahme in meine Blogroll habe ich immer geflissentlich ignoriert (es waren ja auch nicht viele) und selbst nach einer Aufnahme habe ich daher auch nicht. Obwohl ich gerne in so mancher Blogroll stehen würde. Aber wie gesagt: in eine Blogroll aufgenommen zu werden ist eine Art Privileg. Das kann man nicht erzwingen. Nicht mal mit dem Argument "Aber ich hab dich doch auch drin."

    Die Blogroll verändert sich auch stetig. Meine zum Beispiel ist letztens erst wieder angewachsen. Man entdeckt neues, man empfiehlt neues. So einfach ist das. Was aber tun, wenn man Empfehlungen entfernen möchte? Wenn man Blogs in der Liste hat, die man zum einen schon immer drin hat und die zum anderen Menschen gehören, mit denen man auch privat eng verbunden ist. Darf man die entfernen? Muss man sich dafür eine Erlaubnis holen? Oder kann man da frech sagen: "Du schreibst so gut wie keine Beiträge mehr, dein Blog liegt brach, ich kann dich nicht weiter empfehlen."? Oder: "Ganz ehrlich, ich mag deinen Stil nicht mehr. Du bist ein ganz besonderer Mensch, den ich nie verlieren möchte. Aber dein Blog möchte ich nicht weiter empfehlen."?

    Wie haltet ihr das? Was kommt bei euch in die Blogroll und was fliegt raus? Seht ihr euch die Blogroll in Blogs, die euch gefallen, überhaupt an? (Ich glaube ja, nach euren Antworten auf die Frage nach den Seitenleisteninhalten.)

  • Männer, aufgepasst. Ich weiß etwas, was ihr nicht wisst.

    Zumindest bin ich mir sicher, dass über 90% von euch da draußen es nicht wissen. Dabei könnte es so hilfreich, ja wichtig für euch sein. Und soll ich euch erzählen, weshalb ihr es nicht wisst? Weil nur Frauen darüber Bescheid wissen. Weil sie es sich heimlich weiter erzählen, beim Shoppen, beim Brautkleid aussuchen, beim gemeinsam die Toilette besuchen. Oder – und das ist der wahrscheinlichste Fall – weil Mütter es ihren Töchtern weiter tragen, während wir Männer unwissend manipuliert werden und die Frauen sich wissend zunicken und lächeln.

    Worum es geht, wollt ihr wissen. Ums Heiraten. Um das Anschneiden der Torte. Um das kleine, unmissverständliche Zeichen beim Schneiden. In den meisten Fällen wird es nämlich so ablaufen, dass der Mann, der Gentleman, sich das Messer schnappt, an der Torte ansetzt und die frischgebackene Ehefrau ihre Hand auf die seine legt. Dann schneiden die beiden das erste Stück an. Der Mann drückt, aber die Frau dirigiert. Alle jubeln. Ein harmonisches Bild. Das gemeinsame Anschneiden. Alle anwesenden Männer denken sich nichts. Und alle anwesenden Frauen nicken sich gegenseitig zu, als wollten sie sagen: "Sehr gut, sie wird die Hosen anhaben in dieser Ehe. Er führt zwar aus, aber sie regelt, wie er es tut." Die Schwiegermutter wird mit Tränen in den Augen die Hände falten und seufzen.

    Männer, sagt selbst, ihr seid entsetzt. So manipuliert zu werden, ist nicht schön. Aber euch kann geholfen werden. Ihr habt ja mich, den Frauenversteher, der das Geheimnis für euch ans Tageslicht gebracht hat. Und es ist ganz einfach, denn wir drehen den Spieß einfach um. Wir überlassen das Messer der Braut, geben ihr also im wahrsten Sinne des Wortes das Heft in die Hand. Wir hauchen ihr ins Ohr, wie glücklich wir sind, sie gefunden zu haben und legen sanft unsere Hand auf die ihre. Dann werfen wir einen kurzen Blick in die Runde der Gäste, nehmen mit Wohlwollen die entsetzten Gesichter der Frauen und besonders der Schwiegermutter wahr und dirigieren sodann das Messer durch den Kuchen.

    Und dann, zu Hause, lieben und ehren wir die Braut, so wie versprochen und lassen sie in dem Glauben, die Hosen in der Ehe anzuhaben, lächeln leise und freuen uns, rechtzeitig das entscheidende Zeichen gesetzt zu haben, dass dem nicht so ist. Das mag vielleicht nicht helfen, wenn sie von uns verlangt, den Müll runter zu tragen. Aber beim nächsten Besuch der Schwiegereltern wird die Stimmung eine ganz andere sein.

  • Wer hat Freunde bei der Telekom?

    Vor langer Zeit dachte ich darüber nach, wie der optimale Freundeskreis aussehen müsste. Man sollte einen Steuerberater als Freund haben, einen Automechaniker, einen Frisör, einen Bar-Besitzer und so weiter. Jetzt gibt es noch einen Freund, den ich nicht habe. Kennt vielleicht jemand von euch jemanden, der beim T-Konzern arbeitet? Oder kennt ihr jemanden, der jemanden kennt, der beim T-Konzern arbeitet? Oder vielleicht kennt ihr jemanden, der jemanden kennt, der jemanden kennt, der… naja, weil.

  • Kleiner Hai und großes Marketing

    Ich bilde mir ja gerne ein, mitverantwortlich für den Erfolg des kleinen Hais zu sein. Schließlich zeigte ich das Originalvideo hier bereits, als der Song noch nicht in den Charts war. Bei uns im Büro hörte man lange "Dumm dumm"-Gesänge auf den Fluren. Und erst als eine Kollegin auf mich zukam und mir ihren neuen Hai-Klingelton vorspielte, wusste ich, dass hier ein neuer Hype entstand. Der bei allesroger.net seinen Anfang genommen hatte.

    Nun ja. Leider nicht ganz. Und vermutlich überhaupt nicht. Aber der Hype ist da, der Song in den Charts, der Klingelton höchst beliebt. Und plötzlich stellt sich die Musik-produzierende- und die sie beobachtende Berichterstattungswelt die Frage, wie es so weit kommen konnte. War das alles geplant? Ist es eine virale Kampagne gewesen? Stecken dahinter böse mächtige Agenturen? Oder ist die "Sängerin" Alemuel selbst Drahtzieherin des Ganzen? Immer mehr Details kommen ans Licht. Und gleichzeitig bleiben Fragen.

    Fragen, die spätestens dann vergessen sind, wenn der Song vergessen ist. Also im Herbst. Dann wird sich ein neues grusliges, verrücktes, bescheuertes Video bei Youtube auf Stefan Raabs Spuren begeben und einen neuen Hype losbrechen. Ich werde der erste sein, der darüber berichtet und die Welt wird sich wieder fragen, ob das nicht von vornherein von mir so geplant worden war. Man kann echt keinem mehr trauen in diesem Internet.

    Ein paar Links für Interessierte: Ein Interview mit Alemuel. Gedanken der Netzzeitung. Oljo Blog deckt auf. Christiane Schulkzi-Haddouti analysiert sehr gekonnt. Und EKM Consult rechtfertigt sich.

  • Ich hasse den Internet Explorer

    Und er hasst mich. Ich habe es schonmal erwähnt, dass ich ihn hasse, oder? Ich hoffe es. Denn ich tu es. Ich hasse ihn. Derzeit, so musste ich heute feststellen, lässt sich mein Blog mit der Version 6 des IE nicht mehr betrachten. Fehlermeldung unbekannter Ursache. Die eingebundenen Songza Songs waren wohl nicht Schuld, denn die sind gelöscht. Auch die Youtube Videos scheinen unwahrscheinlich… Hat irgendjemand einen Tipp für mich? Oder surft ihr alle schon mit hochwertigen IE-Alternativen?

    Update: Okay, es sollte wieder laufen. Der Fehler lag wohl an einem falschen HTML-Tag am Ende eines Artikels. Was mich wieder zur Erkenntnis bringt, dass ich den IE hasse, weil nur der bei so etwas sofort komplett abbricht. Ätzend ist das.

    Update 2: Mit großartiger Hilfe (mal wieder) des Serendipity Forums und besonders von Chefentwickler Garvin konnte ich zumindet mal all die Fehler beseitigen, die mein Blog so mit sich führte. Von insgesamt 127 XHTM-Fehlern runter auf 0. Ich bin sowas von valide. Einstellungen wurden behoben, Plugins neu eingerichtet, Template Dateien erneuert. Das Ergebnis ist ernüchternd. Offenbar liegt es tatsächlich nur an eingebetteten Flash-Anwendungen, die in meinem Blog nicht im IE angezeigt werden wollen. Und auch hier nur bei manchen. Also ein Fehler von IE oder Flash. Es bleibt mysteriös. Und ich möchte daher nochmals dazu aufrufen:

    Bitte steigt um auf alternative Browser. Die Vorteile überwiegen. Es gibt keinerlei Gründe, es nicht zu tun.

  • Langeweile am Mac

    Gestern mittag – Sonntag mittag – hatte ich doch tatsächlich eine äußerst
    schwache Stunde und… mir war langweilig. Ich hockte am Schreibtisch,
    starrte auf mein aufgeklapptes Macbook und wusste nichts mit mir
    anzufangen. Alles schien bereits erledigt zu sein. Die Musik sortiert,
    die Bilder bearbeitet, die Favoriten entrümpelt, die Blogeinträge
    getippt. Und dazu kam, dass mein Mac einfach läuft. Im Ernst. An dem
    Teil gibt es einfach nichts zu basteln, nichts zu warten. Er läuft und
    läuft und läuft und macht keine Probleme. Das ist gruslig. Und
    langweilig.

    Ha. Könnt ihr, meine treuen Leser, euch erinnern, wie ich mir genau das gewünscht hatte? Endlich nicht mehr basteln zu müssen, endlich ein System zu haben, das tadellos funktioniert? Tja, man ist halt nie zufrieden, gell? Ich stöberte ein wenig herum und stellte zu meiner Beruhigung fest, dass ich nicht alleine mit dem Problem war. Bei MacUser.de wurde das Problem im Forum besprochen und auch Apfelquak widmete dem Thema einen Artikel. Sehr schöne Tipps, was man gegen die Langeweile tun könnte, fand ich.

    Okay, ich gebe es zu, dieser Beitrag ist nicht ganz ernst gemeint. Die Langeweile verschwand schnell wieder. (Ich habe noch Videos zu schneiden, neue Icons zu suchen und mal endlich GTA IV weiter zu spielen). Vielleicht könnte ich ja mal, jetzt da ich einen Rechner habe, der meine Unterstützung nicht braucht, anfangen, mir ein Leben zu suchen. Oh ja. Das ist gute Idee. Hallo Leben, lange nicht gesehen, was gibt’s Neues? Ich? Oh, ich habe mich zu lange mit meinem PC beschäftigt, aber jetzt bin ich wieder ganz für dich da. Versprochen.

  • Die Telekom, Britain´s got Talent und Paul Potts

    Die deutsche Telekom lanciert derzeit massiv einen ungewöhnlich langen und recht emotionalen Werbespot im Fernsehen. Darin zu sehen ist der Auftritt eines eher unscheinbaren Mannes, der in der englischen Sendung „Britain’s got Talent“ Nessun Dorma zum Besten gibt. Dazwischen Einblendungen verschiedener Zuschauer, die an den Fernsehapparaten, ihren Handys und Notebooks den Auftritt verfolgen und hingerissen sind. 

    Zunächst könnte man sich ja fragen, weshalb die Telekom dazu auf eine englische TV-Sendung zurückgreifen muss, die hierzulande so gut wie unbekannt ist. Und auch, was das mit dem Produkt der Telekom zu tun hat. Natürlich, es geht um Emotionen und darum, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, daran teilzuhaben.

    Als ich den Spot sah, wurde mir wieder bewusst, dass ich mit einem Kloß im Hals da saß und ich erinnerte mich daran, schon seit langem etwas über die englischen Talente schreiben zu wollen. Der Opernsänger in dem Telekomspot heißt Paul Potts und war der Gewinner der ersten Staffel „Britain’s got Talent“. Eine außergewöhnliche Stimme, ein außergewöhnlicher Auftritt. Man beachte nur die Reaktionen der Jury vor und nach seinem Auftritt.

    Man beachte bitte auch die Reaktionen des Publikums. Ich habe selten zuvor erlebt, dass ein Publikum so hingerissen und begeistert ist. Und dazu gibt es noch weitere Beispiele. Denken wir nur an den blonden kleinen Andrew, der in der Schule verprügelt wird, weil er singt. Und dann hört man ihm zu, sieht, wie die Jury und das Publikum sich ihrer Tränen nicht erwehren können und schluckt. Legendär auch der Auftritt der kleinen Connie, die mit ihrer Interpretation von „Somewhere over the Rainbow“ alle zum schmelzen bringt. Oder der großartige Auftritt von Craig, der seinen Baton Twirler Auftritt seiner Großmutter widmet. Das alles ist ganz großes Kino. Ganz große Gefühle. Wer hier einfach abwinkt, der hat kein Herz.

    Und RTL scheint kein Talent zu haben, ebenfalls solche magischen Momente zu erzeugen. Hat England vielleicht einfach die besseren Talente? Oder die besseren Zuschauer? Oder eine bessere Jury? Bessere Moderatoren? Mehr Talent, so eine Sendung richtig über den Äther zu schicken? Ja, vermutlich von allem ein bisschen. So ist es mehr als verständlich und auch mehr als clever von der Telekom, damit einen Spot zu gestalten. Ich bin hingerissen (nur von dem Spot).

  • Mein getaggtes Leben

    Folgendes sollte ich vielleicht gar nicht erzählen. Zum einen, weil mir dann vielleicht jemand die Idee klaut. Zum anderen, weil mir dann jemand sagt, dass es die Idee bereits gibt, und mir die Hoffnung nimmt. Die Idee ist folgende: Spätestens seit dem Web2.0 ist Tagging en vogue, also das stichwortartige Beschreiben. Auch mein Blog basiert weitestgehend auf der Navigation mittels Tags. Besonders beliebt und auch weit verbreitet sind sogenannte Tag-Wolken. Das ist eine Ansammlung von Tags, die entsprechend ihrer Häufigkeit in ihrer Größe variieren. Je öfter, sprich je wichtiger das Tag, umso größer ist es.  Wäre das keine tolle Idee für T-Shirts? Tag-Wolken, die den Träger des T-Shirts beschreiben. Mit allen Adjektiven, die einem einfallen, gewichtet und entsprechend vergrößert. Wenn man hauptsächlich witzig und sexy aber auch nachdenklich und naschsüchtig ist. Wenn man sportlich ist, dafür aber auch Mario-Kart-Fan. Die Möglichkeiten wären mannigfaltig. Für Singles, die auf Partnersuche (mit ähnlicher Tag-Wolke sind) ein cooles Accessoire.

    Das Leben als Tag-Wolke. Mir würde so manches zu meiner Person und zu meinem Leben einfallen. Und während ich darüber nachdenke schweift mein Blick über die Tag-Wolke in meinem Blog. Mein Blog hält seit mittlerweile fast drei Jahren alles fest, was ich interessant, lustig oder ärgerlich finde. Alles, was ich persönlich für erwähnenswert erachte, wird in einem Artikel festgehalten und getaggt. Verstichwortet. Verstichwortbewölkt. Sprich, die Tag-Wolke meines Blogs könnte eine Tag-Wolke meines Lebens der letzten drei Jahre sein. Schauen wir mal hin.

    Welches Tag erscheint denn am größten, und somit auch am häufigsten in den Artikeln? Lustig. Mein Leben scheint also viel Spaß zu beinhalten. Außerdem sind Filme und Videos offenbar beliebte Inhalte. Aber auch Fragen werden wohl sehr oft gestellt, was auf einen nachdenklichen Menschen schließen könnte. Natürlich ist das Tag "Blog" sehr präsent. Verständlich, wenn man als Blogger auch über das Bloggen schreibt. Das Internet und Fernsehen stechen noch hervor. Die Städte, die ich bewohn(t)e und zum Glück auch Freunde. Ärger ist auch ein großes Wort, genauso wie Kritik und Welt. Interessant. Am besten gefällt mir aber, dass das Wort "Leben" mit zu den größten gehört. Ein Beweis, wie wichtig mir das Leben ist? Wie gerne ich über das Leben an sich schreibe? Das Leben, das Universum und der ganze Rest?

    Gleichzeitig würde man aber auch Tags vermissen: Bücher. Als würde ich nicht lesen (was ich allerdings zur Genüge tue). Oder Sport (okay, der kommt noch zu kurz). Aber vielleicht möchte ich ja auch nicht über alles schreiben, was mein Leben bestimmt. Vielleicht gibt es noch viel Privates, was hier nichts verloren hat. Entdeckt irgendjemand das Tag "Privat"?

    Okay, ich gebe zu, das war ein Gedankenspiel. Natürlich beschreibt die Tag-Wolke meines Blogs nicht mein Leben. Aber sie kommt schon sehr nahe. Zumindest so nahe, dass ich wirklich sagen kann: Ja, dies ist meine Tag-Wolke, zu diesen Themen stehe, diese Themen bewegen mich, über diese Themen denke ich nach und schreibe darüber.

    Erzählt mir, was in eurer Tag-Wolke stünde. Oder, wenn ihr Blogger seid, ob ihr eurer Tag-Wolke uneingeschränkt zustimmen könnt und sie etwas über euch aussagt. Und falls jemand mit mir die Idee mit den T-Shirts verwirklichen will (ein cooles Web2.0-Projekt vielleicht) so möge er sich bitte an mich wenden.

    Hmm, welche Tags gebe ich nun diesem Artikel?

  • Amiga mit Wasserschaden

    So ein Wasserschaden im Keller hat vielleicht auch etwas gutes. Derzeit stehen noch alle ehemals nassen Kartons in meiner Wohnung, während ich entscheide, was von den Inhalten ich noch weiter behalten will/kann. Einige Sachen sind kaputt, andere nicht und bei diesen gilt es nun zu überlegen, ob sie mir überhaupt noch wichtig sind, wenn sie doch nur in Kartons im Keller liegen. So auch mein Amiga nebst Zubehör. Ein ganzer Karton voller Disketten, Kabel, Mäusen, Competition Pro Joysticks, Büchern, einem Monitor und natürlich der nassen Freundin selbst gilt es nun zu sichten. Und selbst wenn bei meinem Test am Wochenende, ob das Gerät noch funktioniert und die Disketten überhaupt noch Daten enthalten (manche sind noch aus dem Jahr 1987 und den magnetisch gespeicherten Daten kann die Lagerung und die lange Zeit nicht gut getan haben), muss ich mich doch folgendes fragen: Will ich das alles behalten?

    Ich bin ein Nostalgiker, was hin und wieder meinem "Simplify your Life" Prinzip im Wege steht. Von manchen Dingen, die ich nicht mehr benötige, kann ich mich problemlos trennen. Von meinem PC beispielsweise. Von anderen wiederum nicht. Mit meinem Amiga verbinde ich eben nicht nur Computerspiele, sondern ein Gefühl, meine Jugend, alles. Sehr emotional das Ganze, ihr versteht. Rational gesehen muss ich natürlich gestehen, das Gerät und all das Zubehör ausschließlich aus Nostalgiegründen zu behalten. Anschließen und nutzen tu ich das alles nicht mehr. Und wenn, dann stelle ich fest, dass meine Erinnerungen an die damaligen Spiele, an die Demos, die Programme, die Bedienung weitaus leuchtender sind, als die Realität. Ich muß damals viel Zeit gehabt haben, denn die Ladezeiten sind quälend. Auch habe ich damals wohl viel mehr meine Phantasie eingebracht, denn aus den einfarbigen Polygonklötzen erkenne ich heutzutage nichts mehr. Kurz gesagt, die Frage ist wirklich, ob ich diesen Karton weiter behalten soll.

    Und diese Frage stelle ich mir ja nicht zum ersten Mal, wie ihr wisst. So lange ist es nicht her, dass ich mich auf den Weg machte, eine ganze Wagenladung Amiga Rechner und Spiele in einer fernen Stadt abzuholen. Bis auf meine eigenen Disketten und die meiner damaligen Demo Gruppe Addonic kann man so gut wie alles im Netz herunter laden. Was also spräche dagegen, den Nostalgiegefühlen per Emulator zu frönen? Nun, wie gesagt, die persönlichsten Erinnerungen gingen verloren. Und ein Emulator fühlt sich nunmal nicht an wie echt. Das ist wie Sex mit einer Gummipuppe (stell ich mir vor).

    Was mich gleich zu meiner Frage bringt: Kann mir jemand einen guten Amiga Emulator auf dem Mac empfehlen? Offenbar werden diese nur unter Windows gehegt gepflegt. Für OS X fand ich nur alte Emulatoren, die seit der Jahrtausendwende nicht mehr weiter entwickelt wurden. Und möchte ich wirklich einen Emulator in einer virtuellen Maschine (Parallels oder so) laufen lassen? Sprich, quasi die doppelte Simulation?

    Ist Nostalgie in unseren Köpfen schöner als in Wirklichkeit? Kämen wir heute noch auf die Idee unsere alten Musik Kassetten anzuhören? Andererseits erfreuen sich Schallplatten noch immer großer Beliebtheit. Würden wir wirklich noch Filme auf VHS kaufen? Andererseits wurden und werden alte Autos verehrt und geliebt. Ich kenne Leute, die noch immer mit alten Nintendo Entertainment Konsolen spielen.

    Ich fürchte, dass ich mich pünktlich zu meinem nun nahenden 35. Geburtstag von alten Zöpfen trennen muss. Keine Kartons mehr im Keller stehend zu wissen, um die ich mich immer sorgen muß, kann etwas befreiendes haben. Hoch lebe meine Erinnerung und Phantasie. Kein Spiel kann so schön sein, wie ich es in meinem Kopf habe. Mach es gut, meine alte Freundin. Wir hatten eine wirklich tolle Zeit und du wirst immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben.

  • Komödie oder Drama – die Musik macht’s

    Wie ihr vielleicht wisst, bin ich ein bekennender Filmsoundtrack-Fan. Oder, um präzise zu sein, ein Score Fan. Der Score bezeichnet die instrumentale Untermalung eines Films, während der Soundtrack meist auch auch die im Film vorkommenden Songs beinhaltet. So sagen mir Namen wie Hans Zimmer, James Newton Howard, James Horner, John Williams oder Thomas Newman vermutlich mehr, als manch einem anderen. Oftmals erkenne ich bei einem Film schon beim Hören des Scores den Komponisten.

    Was mich bei guten Scores so fasziniert, ist, wie sie es schaffen, eine Stimmung zu erzeugen, die das Bild untermalt und unterstützt. Oder, wie man es in Psychothrillern gerne auch sieht, den Zuschauer damit verwirrt, dass die Schrecklichkeit des Bildes durch beruhigende Musik ad absurdum geführt wird. In den meisten Fällen jedoch dient der Score einzig der Geschichte. Die besten Scores bemerkt man daher auch gar nicht, sie strömen in unser Gehirn, verbinden sich mit den Bildern zu einem Erlebnis und kommen so natürlich daher, dass man sich gar nicht vorstellen könnte, so etwas ohne musikalische Begleitung zu sehen. (Ja, hin und wieder würde ich mir auch im richtigen Leben den passenden Score herbei wünschen.) Filmscores machen den Film noch spannender, noch trauriger, noch witzige, kurz, noch intensiver.

    Was ein unpassender Score (und natürlich auch die Schnitttechnik) bewirken kann, habe ich in folgen zwei Videos entdeckt. Der Horrorstreifen „Shining“ von Stanley Kubrick könnte laut diesem Trailer auch eine Komödie sein.

    Noch bemerkenswerter ist aber dieser Trailer zu einem nicht-existenten „Ferris macht blau“ Drama. Wer den Film bisher noch nicht gesehen hat, sollte nie wieder hierher kommen, da er keine Ahnung von Filmen hat, sollte sich die 80er Jahre Komödie (die vermutlich zu den besten Filmen aus diesem Jahrzehnt zählt und alleine an der Menge an Material für einen Drama Trailer schon beweist, wieviel Ernst und Hintergründigkeit sie besitzt) unbedingt nach diesem Trailer ansehen und überrascht sein.

    Das verwendete Stück in diesem Trailer stammt übrigens von Clint Mansell und ist etwas knifflig zu finden. Es existieren einige Remixe davon, manche offenbar nicht einmal im Handel erhältlich. Das Original heißt „Lux Aeterna“ und findet sich auf dem Soundtrack Album des Films „Requiem for a Dream„. Interessanterweise gibt es aber Versionen des Stücks, die ebenso wie der Film heißen und auch neu gemischte Versionen namens „Requiem for a Tower“ was auf die Benutzung in einem Herr der Ringe Trailer zurück zu führen ist. Überhaupt wird dieses Stück sehr oft für Trailer verwendet, ganz einfach, weil es die perfekte Dramatik vermittelt – wie in dem Ferris-macht-blau-Fake-Trailer wohl eindrucksvoll bewiesen wird.