Schlagwort: geschichten

  • iPhone Fragen

    Hallo ihr glücklichen iPhone-Besitzer da draußen. Ihr, die ihr vielleicht schon seit Wochen, Monaten (oder im Falle des ersten iPhones) seit Jahren telefoniert, surft und Musik hört. Ihr, die ihr ebenfalls bei T-Mobile angemeldet seid und mit deren Tarifen und Einschränkungen leben müsst. Wie sind eure Erfahrungen? Worauf sollte man achten, wenn man vor hat, sich in den nächsten Wochen ein iPhone zu bestellen? Welcher Tarif bietet das beste Preis/Leistung-Verhältnis? Derzeit schwebt mit natürlich der Complete M Tarif vor, der offenbar Standard zu sein scheint. Reichen die zur Verfügung stehenden Minuten und Datenmengen für normales Surf- und Telefonieverhalten aus? Bei täglich mehrmaligem E-Mails checken, googlen, Blog besuchen und RSS-Feeds lesen – mit wie viel Datenverkehr ist zu rechnen? Und genügen die 300 MB der „Datenflat“ beim Complete M? Was ist eure Meinung dazu? Lohnt es sich, den nächst höheren Tarif zu wählen oder ist das rausgeschmissenes Geld? Ich danke bereits jetzt für die Antworten.

    Und P.S.: Bitte keine Kommentare von iPhone-Gegnern, die komplett gegen das Gerät und/oder T-Mobile sind. Und bitte auch keine Tipps, ein altes iPhone zu kaufen, dies zu jailbreaken und einen anderen Provider zu wählen – ich möchte das neue iPhone und da bin ich derzeit noch auf T-Mobile angewiesen.

  • Reiseübelkeit

    Reiseübelkeit kann jeden treffen. Sei es auf dem Schiff, im Flugzeug oder im Auto. Mir selbst wurde früher immer beim Bus fahren schlecht. Und auch ein Schiff sollte nur langsam und ohne Wellengang bewegt werden. Aber in einem Zug wurde mir bislang nie übel. Wäre auch kontraproduktiv gewesen für einen Lokführer. Gestern fuhr ich zum ersten Mal mit der Baureihe 612 von Basel an den Bodensee. Dieser Zug ist mit der sogenannten Neigetechnik ausgerüstet. Kurz erklärt bedeutet dies, der Zug legt sich so in die Kurven, dass er der Seitenbeschleunigung entgegen wirkt, wodurch er deutlich schneller durch die Kurve  fahren kann. Das Prinzip selbst ist natürlich clever. In der Realität sieht es allerdings so aus, dass man einen starken Magen braucht und seinem Gleichgewichtssinn einen Tipp geben sollte, was geschieht. Mein Regionalexpress von gestern legte sich so abrupt und stark in die Kurven, dass meinem Magen richtig flau wurde. Teilweise neigte er sich sogar bei Kurven zur Seite, bei denen es vermutlich gar nicht nötig gewesen wäre. Man spürt den Unterschied, ob es eine wirkliche Kurve ist, oder die Hydraulik den Zug neigt. Als sich vor mir ein junges Pärchen setzte und in Essig eingelegte Wasauchimmers auspackte, war es um mich geschehen. Mir war speiübel. Der enge Sitzplatz, bei dem meine Knie am Hartplastiksitz des Vordermanns schrubbten und die Lautstärke der Dieselmotoren, die jegliches Gespräch zu einem Geschrei werden lässt (mein iPod lief auf voller Lautstärke) trug nicht zu einer Besserung des Fahrgefühls bei. Enge Sitze, abrupte Kurvenbewegungen, hohe Lautstärke. Ich wähnte mich einer Boeing 737 auf dem Flug in den Urlaub. Gerüchte besagen übrigens, dass alle Neigetech-Züge der DB ein Fach mit Kotztüten haben. Ich habe bis jetzt nicht heraus finden können, ob es stimmt. Aber sinnvoll wäre es.

  • Haushaltstipps. Heute: Das Ende der Fruchtfliegen

    Wir Hausfrauen müssen zusammen halten, sage ich immer. Deshalb sollte man mit Tipps für den Haushalt nicht hinter dem Berg halten. Passend zum sommerlichen Wetter kann ich folgendes raten: Wenn ihr von Schwärmen kleiner Fruchtfliegen heimgesucht werdet, etwa weil ihr Obst in der Schale liegen habt, oder die Melonenschalen schon einen Tag zu lange im Mülleimer liegen, so empfiehlt es sich, ein Schale mit Essig und ein paar Schuss Spülmittel bereit zu stellen. Wartet einen Tag und freut euch über hundert winzige, in Essig eingelegte Kadaver. 

  • Ikea Mantra

    Nein, ich werde nichts kaufen. Nein, ich werde nichts kaufen. Nein, ich möchte mich nur umsehen. Nein, ich werde nichts kaufen. Nein, ich werde nichts kaufen. Nein, ich brauche nichts, danke. Ich schaue nur. Oh, da sind ja… nein, ich werde nichts kaufen. Nein, ich werde nichts kaufen. Lange Schlange an der Kasse. Zum Glück habe ich nichts… oh, 90 Euro kostet das bisschen? Na zum Glück habe ich ja nichts… Nein, ich werde mir keinen Hot Dog holen. Nein ich werde mir keinen…

  • Klugscheißerwissen zu den olympischen Spielen 2008 in Peking

    Was beginnt heute, am 8. August in Peking? Die Olympiade? Nein, falsch. Wenn euch in den nächsten Wochen jemand was von der Olympiade erzählen will, so könnt ihr ihn mit sanftem Lächeln unterbrechen und erklären, dass die Olympiade nur den Zeitraum zwischen zwei olympischen Spielen beschreibt. Und wenn ihr wollt, könnt ihr all die Webseiten und Zeitungen und TV-Sender auslachen, die über die Olympiade 2008 berichten wollen. Also nochmal zum mitschreiben: Heute beginnen die XXIX. olympischen Sommerspiele in Peking. Und wenn diese am 24.August beendet sind, fängt für 4 Jahre erneut eine Olympiade an. Und muss man das wissen? Nein, aber wir Klugscheißer wissen so etwas gerne und weisen auch gerne darauf hin.

  • Ohne Netz und doppelten Boden

    Am Montag ist es soweit. Ich gehe als "Austauschschüler" für zwei Monate nach Basel und werde in der Zentrale unserer Firma arbeiten. Da ich dort unten im Dreiländereck geboren und aufgewachsen bin, könnt ihr euch vorstellen, wie sehr ich mich darüber freue. Und ich freue mich auch auf die sicherlich spannende und interessante Arbeit. Und auf die Kollegen dort, die sich offenbar auch bereits freuen (was mich natürlich wiederum freut). Und überhaupt. Für zwei Monate hat Basel mich wieder. Und Weil am Rhein und Lörrach und der Bodensee und mein geliebtes Freiburg und die Familie und alle Freunde. Zwei Haken hat die Geschichte natürlich. Erstens: Die damalige Freundin ist gerade erst hierher nach Duisburg gezogen und prompt muss ich für eine Zeit dahin, woher sie gekommen ist. Das nennt man ungeschickte Planung. Zweitens: mein Blog wird in den nächsten zwei Monaten nicht all zu viele neue Artikel bekommen. Denn meine größte Sorge in Basel wird es sein, wie ich ins Netz komme. Hat vielleicht einer von euch eine Idee? Kennt jemand Orte mit freiem WLAN-Zugang? Oder eine Möglichkeit, Internet abseits eines entsprechendes Cafés zu nutzen? Wozu bin ich schließlich mobil mit meinem Mac?

  • Calvin and Jobs

    Das amerikanische Mad-Magazine (ich muss mir mal wieder ein Exemplar holen) bringt in der aktuellen Ausgabe eine nette kleine Hommage an die Calvin and Hobbes Comicstrips. Diese dürften im Grunde jedem bekannt sein: kleiner Junge und Plüschtiger stellen sich den den Tücken und Fragen des Lebens. Diesmal ist es allerdings kein Tiger, mit dem Calvin sich austauscht, sondern Jobs, Steve Jobs, seines Zeichens CEO von Apple. Sehr süß das Ganze und zur Zeit bei Flickr zu finden. (Schande, da musste jemand sein kostbares Mad-Heft zerreißen). Hier und Hier.

  • Das Leben genießen

    In Konstanz steht das Lago, ein Einkaufszentrum direkt am Bodensee. Also wirklich direkt am See. Sitzt man dort im Deli, einem herrlichen Restaurant im Obergeschoss des Lago, schaut man über die Gleise des Konstanzer Bahnhofs hinweg auf das Wasser und die Alpen im Hintergrund. Urlaubsfeeling macht sich breit. So achtet man auch nicht wirklich auf die Preise, bestellt das leckerste Thunfisch-Sandwich wo gibt und ein Focaccia-Sandwich mit Parmaschinken und Mozzarella, trinkt dazu Rivella und genießt. Genießt das Leben. Das sollte man viel öfter.

    Und während ich sitze und kaue und genieße und mir denke, das Leben wäre nur halb so lebenswert, wenn ich auf all das Köstliche und Herrliche verzichten würde, nur um ein paar Kilogramm abzunehmen, nimmt am Nebentisch eine kleine Familie Platz. Zur Familie gehört auch eine alte Frau, geschätzte 100 Jahre alt, im Rollstuhl sitzend, den linken Arm offenbar nicht mehr funktionsfähig. Sie blickt aus trüben Augen und scheint verwirrt. All das hindert sie jedoch nicht daran, eine Zigarette in den wohl zahnlosen Mund zu stecken und selbst anzuzünden. Es hindert sie auch nicht daran, sich ein Glas Rotwein bestellen zu lassen und dieses genüsslich zu einer zweiten Zigarette zu leeren (zugegeben, die Hälfte des Glases verschüttete sie auf diverse Tüchlein während des Trinkens).

    Und ich dachte mir, diese Frau genießt ihr Leben. Natürlich sollte sie aufhören zu rauchen, vielleicht ist Rotwein nicht mehr wirklich gesund für sie. Wer weiß. Vielleicht ist es aber auch scheißegal. Sie könnte auch in einem Zimmer hocken, sich von Äpfeln, Brot und Mineralwasser ernähen und auf den Tod warten. Sie aber lebte, rauchte, trank. Und als sie später von ihrer Familie hinaus gefahren wurde, winkte sie uns zum Abschied zu und lächelte. Als wollte sie uns etwas sagen.

  • Umgebungsgeräusche

    Wenn man wie ich relativ ländlich aufgewachsen ist, in die große Stadt zieht und dann im Urlaub wieder in die Heimat fährt, so fällt einem ein gewaltiger Unterschied auf, den man zuvor gar nicht beachtet hatte. Die Umgebungsgeräusche ändern sich. Zwangsläufig. Und so fragte ich mich vor zwei Tagen, als ich erneut unter Schlafmangel leidend viel zu früh erwachte und nur das Zwitschern, Singen und Tirilieren der Vögel vernahm, wieso diese Geräuschkulisse nicht nervend ist. Weshalb sind natürliche Umgebungsgeräusche im allgemeinen nicht nervend? Wellenrauschen, Vogelgezwitscher, Wind in den Bäumen, Grillengezirp. Liegt es in unseren Genen? Oder ist reine Gewohnheit, weil man im allgemeinen mit diesen Geräuschen aufwächst? Ist für jemanden, der Zeit seines Lebens nur die Großstadt kennt, fahrende und hupende Autos, Sirenen, Stimmengemurmel und Geschrei die natürliche Geräuschkulisse? Ist so jemand schon nach kurzer Zeit gestresst, wenn er ein paar Vögeln beim Zwitschern zuhören muss? Ich hoffe nicht. Ich lauschte weiter den gefiederten Wesen vor dem Fenster und schlummerte über meine Gedanken ein.

  • Feed-Stöckchen

    Reize nie eine Vizekönigin. Und erzähle ihr nie, du würdest Stöckchen nur beantworten, wenn sie dir direkt an den Kopf geworfen werden. Denn Vizeköniginnen neigen dazu, alsdann wild mit Holz um sich zu werfen. Und so landete seit langer Zeit mal wieder ein Stöckchen bei mir. Und ich werde nicht den Fehler machen, zu erwähnen, dass ich es eigentlich mag, Stöckchen persönlich zu bekommen. Pssst.

    Nun denn, beginnen wir mal der Beantwortung:

    1. Welchen Feedreader benutzt Du und seit wann?

    NetNewsWire. Seit ich meinen Mac habe. Interessanterweise wirklich erst, seit ich einen Mac habe. Zuvor wurden meine Feeds mit Netvibes gesammelt.

    2. Wieviele Feeds hast Du abonniert, wieviele davon sind Blogs (in %)?

    Mein Feedreader ist etwas geizig mit Statistiken, deshalb schätze ich meine Feeds auf knapp über 100 Stück. Die meisten davon sind Blogs (90%)

    3. Wieviele Feeds liest Du täglich (wöchentlicher Schnitt)?

    NetNewsWire läuft immer im Hintergrund und zeigt mir im Dock an, wieviele neue Feeds er bereit hält. Immer wenn ich nichts anderes zu tun habe, gehe ich sie durch und filtere zunächst mal nach Überschriften. Bei manchen Seiten lese ich auch gleich los, weil ich weiß, dass es mich interessieren wird, egal worum es geht.

    4. Dein meistgelesenster Feed/deutscher Blog-Feed?

    In letzter Zeit aus oben beschriebenem Grund allerlei Mac-Blogs und News Seiten. Ansonsten richtet sich die Häufigkeit natürlich nach der Anzahl neuer Artikel.

    5. Welche Nachrichtenseiten hast Du abonniert (nenne max. 3)?

    Spiegel Online, Google News, Golem

    6. Dein erstes und Dein letztes Blog im Reader?

    Ich habe Kategorien angelegt, die von Apple bis Web-Design und Grafik rangieren. Deshalb ist der Admartinator das erste und das Smashing Magazine das letzte Blog. Ginge es nach Alphabet, wäre weiterhin Admartinator ganz vorne und Zeniscalm am Schluss. (Sorry, Vizekönigin, du bist vorletzte, ein Z hat dich geschlagen)

    7. Lesegewohnheit: alphabetisch, chronologisch, durcheinander?

    Durcheinander, je nach Interesse, je nach interessanter Überschrift oder Thema.

    8. Hast Du Blogs/Feeds, von denen Du nicht zugeben würdest, dass Du sie liest, im Reader?

    Damit ist vermutlich so Zeug wie Promi Pranger gemeint, oder? Hmm, ich habe das Fail Blog abonniert und auch drei Schnäppchen Seiten. Das ist peinlich genug, schätze ich.

    Da ich Holz nicht gerne im Weg herum liegen lasse, werfe ich diesen Stock direkt mal weiter an: B-Tina, Cait und Sebbi, in der Hoffnung, dass die sich nicht zu sehr ducken.

  • Juno

    Noch immer weiß ich nicht, ob man nun Filme anschauen, angucken, ansehen, glotzen, betrachten oder verfolgen sagen soll. Aber ich weiß, wann man „Film genießen“ sagen kann. Bei einem Werk wie Juno. Versteht diesen Eintrag als unmissverständlichen und sofortigen Anschaubefehl. Jeder, der es verpasst hat, Juno im Kino zu sehen, soll sich jetzt auf die Socken machen, die DVD im nächsten Media Markt kaufen, oder in der Videothek ausleihen. Oder wenigstens amazon besuchen und den Film bestellen. Was auch immer. Juno ist einer der schönsten Filme der letzten Zeit, mit einem leisen Humor, wie ich ihn schon so lange vermisst habe. Mit so wundervollen Schauspielern, dass man sie allesamt umarmen möchte. Mit einer so bezaubernden Story, dass man nicht genug davon bekommen kann. Mit einer so herrlichen Musik, dass einem das Herz aufgeht. Mit so wundervollen Bildern und Ideen. Juno hat nur einen ganz entscheidenden Nachteil. Irgendwann erscheint der Abspann. So etwas sollte verboten werden. Anschauen. Jetzt!

  • Wie heißt Lucky LukesHund?

    "Ich könnte wetten, die Wasserstandanzeige unserer Pflanze ist nur deshalb so hoch, weil jeder seinen Restkaffee rein schüttet."

    "Ist doch egal, die ist doch eh gemietet. Wie heißen die? Rent a Blume?"

    "Rent a Flower, wenn schon."

    "Nein, Rent a Plant."

    "Rent a Plant. Hieß so nicht der Hund von Lucky Luke?"

    "Fast."

  • Mir fehlen die Worte

    Gibt es eigentlich kein Wort, um die Tätigkeit des Filme-guckens (-ansehens, -anschauens) zu beschreiben? Um Ins-Kino-gehen etwas einfacher auszudrücken? Wenn man Fernsehen schaut, dann tut man Fernsehen. Was macht man denn im Kino? Kinosehen? Hat sich der Herr Duden da schon was überlegt? Muss ich erst bei 1Live anrufen, die eine Umfrage starten sollen, wie letztens erst bei der Ersatzwortfindung für Public Viewing? (Die den Begriff „Rudelgucken“ als verdienten Sieger prägte) Und wie ist es, wenn man den Film auf DVD zu Hause schaut, also zwar im Fernsehgerät, aber ohne Fernsehprogramm? Filmesehen?

    Was würdet ihr vorschlagen?

  • Die Welt verstehen

    Manchmal versteht man einfach die Welt nicht. Und man versteht sie oft deshalb nicht, weil einem das Hintergrundwissen dafür fehlt. So weiß ich bei allem Ärger mit der Deutschen Bahn, was hinter den Kulissen passiert, welche Probleme sich auftürmen, wie mit Sicherheit fieberhaft an Lösungen gebastelt wird. Der gemeine Kunde draußen am Bahnhof weiß davon natürlich nichts, ärgert sich und flucht.

    Der Patient im Krankenhaus, der schon seit vier Stunden auf den Besuch eines Arztes wartet, flucht ebenfalls, sieht den Herrn Doktor in seiner Vorstellung mit den Krankenschwestern Kaffee trinken und flirten, während ihm selbst ein krankes Körperteil zu schaffen macht. Dass der Arzt überhaupt nicht an Kaffee denken kann, weil er seit 16 Stunden unter Strom steht und vor lauter Arbeit nicht nach kommt – davon kann der Patient natürlich nichts wissen.

    Unser Blickfeld ist immer eingeschränkt. Und je weniger Informationen wir bekommen, umso quälender ist es, umso schwieriger zu verstehen ist diese Welt.

    Mir ging es erst neulich wieder so, als ich in eine Baustelle auf der Autobahn fuhr. Also natürlich nicht in die Baustelle selbst, sondern in den Stau der sich bildete, weil plötzlich zwei Fahrspuren verloren gingen, um Platz zu schaffen für.. nunja, eigentlich nichts. Ich sah dort einen Bagger, hier eine Maschine, da ein Stückchen platt gewalzter Boden, dort einen Sandhaufen. Aber keinen Menschen und keine Bewegung. Nichts besonderes also. Allerdings sieht dieses Bild bereits seit gut einem Jahr so aus. Es scheint einfach kein bisschen voran zu gehen.

    Auch hier muss ich natürlich gestehen, keinen Einblick zu haben. Jeder Arbeiter in der Autobahnmeisterei wird nun vermutlich stöhnen, wenn er das liest. Aber für mich als uninformierter Autofahrer ist es einfach unverständlich weshalb ein Hochhaus schneller in den Himmel wächst, als ein Stückchen Erde mit Teer bedeckt und platt gewalzt werden kann. Kann es denn so schwer sein, eine Grube auszuheben, Sand hinein zu werfen, diesen platt zu machen, mit der Wasserwaage zu überprüfen, Teer drauf, wieder zu walzen und Striche zu malen? Das ist doch in wenigen Tagen erledigt.

    In meiner Welt. Aber meine Welt ist nicht die reale Welt. Und manchmal versteh ich die Welt einfach nicht. Aber immerhin weiß ich warum.

  • Darf ich in deine Blogroll?

    Die Blogroll, also die Linkliste, die ihr in fast jedem Blog seht, ist in den meisten Fällen eine Aufzählung der Blogs und Seiten im Netz, die der Autor guten Gewissens empfehlen kann. Weil er sie selbst liest und schätzt. Und/oder weil er die Macher der Seiten persönlich kennt. Anfragen nach Aufnahme in meine Blogroll habe ich immer geflissentlich ignoriert (es waren ja auch nicht viele) und selbst nach einer Aufnahme habe ich daher auch nicht. Obwohl ich gerne in so mancher Blogroll stehen würde. Aber wie gesagt: in eine Blogroll aufgenommen zu werden ist eine Art Privileg. Das kann man nicht erzwingen. Nicht mal mit dem Argument "Aber ich hab dich doch auch drin."

    Die Blogroll verändert sich auch stetig. Meine zum Beispiel ist letztens erst wieder angewachsen. Man entdeckt neues, man empfiehlt neues. So einfach ist das. Was aber tun, wenn man Empfehlungen entfernen möchte? Wenn man Blogs in der Liste hat, die man zum einen schon immer drin hat und die zum anderen Menschen gehören, mit denen man auch privat eng verbunden ist. Darf man die entfernen? Muss man sich dafür eine Erlaubnis holen? Oder kann man da frech sagen: "Du schreibst so gut wie keine Beiträge mehr, dein Blog liegt brach, ich kann dich nicht weiter empfehlen."? Oder: "Ganz ehrlich, ich mag deinen Stil nicht mehr. Du bist ein ganz besonderer Mensch, den ich nie verlieren möchte. Aber dein Blog möchte ich nicht weiter empfehlen."?

    Wie haltet ihr das? Was kommt bei euch in die Blogroll und was fliegt raus? Seht ihr euch die Blogroll in Blogs, die euch gefallen, überhaupt an? (Ich glaube ja, nach euren Antworten auf die Frage nach den Seitenleisteninhalten.)

  • Männer, aufgepasst. Ich weiß etwas, was ihr nicht wisst.

    Zumindest bin ich mir sicher, dass über 90% von euch da draußen es nicht wissen. Dabei könnte es so hilfreich, ja wichtig für euch sein. Und soll ich euch erzählen, weshalb ihr es nicht wisst? Weil nur Frauen darüber Bescheid wissen. Weil sie es sich heimlich weiter erzählen, beim Shoppen, beim Brautkleid aussuchen, beim gemeinsam die Toilette besuchen. Oder – und das ist der wahrscheinlichste Fall – weil Mütter es ihren Töchtern weiter tragen, während wir Männer unwissend manipuliert werden und die Frauen sich wissend zunicken und lächeln.

    Worum es geht, wollt ihr wissen. Ums Heiraten. Um das Anschneiden der Torte. Um das kleine, unmissverständliche Zeichen beim Schneiden. In den meisten Fällen wird es nämlich so ablaufen, dass der Mann, der Gentleman, sich das Messer schnappt, an der Torte ansetzt und die frischgebackene Ehefrau ihre Hand auf die seine legt. Dann schneiden die beiden das erste Stück an. Der Mann drückt, aber die Frau dirigiert. Alle jubeln. Ein harmonisches Bild. Das gemeinsame Anschneiden. Alle anwesenden Männer denken sich nichts. Und alle anwesenden Frauen nicken sich gegenseitig zu, als wollten sie sagen: "Sehr gut, sie wird die Hosen anhaben in dieser Ehe. Er führt zwar aus, aber sie regelt, wie er es tut." Die Schwiegermutter wird mit Tränen in den Augen die Hände falten und seufzen.

    Männer, sagt selbst, ihr seid entsetzt. So manipuliert zu werden, ist nicht schön. Aber euch kann geholfen werden. Ihr habt ja mich, den Frauenversteher, der das Geheimnis für euch ans Tageslicht gebracht hat. Und es ist ganz einfach, denn wir drehen den Spieß einfach um. Wir überlassen das Messer der Braut, geben ihr also im wahrsten Sinne des Wortes das Heft in die Hand. Wir hauchen ihr ins Ohr, wie glücklich wir sind, sie gefunden zu haben und legen sanft unsere Hand auf die ihre. Dann werfen wir einen kurzen Blick in die Runde der Gäste, nehmen mit Wohlwollen die entsetzten Gesichter der Frauen und besonders der Schwiegermutter wahr und dirigieren sodann das Messer durch den Kuchen.

    Und dann, zu Hause, lieben und ehren wir die Braut, so wie versprochen und lassen sie in dem Glauben, die Hosen in der Ehe anzuhaben, lächeln leise und freuen uns, rechtzeitig das entscheidende Zeichen gesetzt zu haben, dass dem nicht so ist. Das mag vielleicht nicht helfen, wenn sie von uns verlangt, den Müll runter zu tragen. Aber beim nächsten Besuch der Schwiegereltern wird die Stimmung eine ganz andere sein.

  • Wer hat Freunde bei der Telekom?

    Vor langer Zeit dachte ich darüber nach, wie der optimale Freundeskreis aussehen müsste. Man sollte einen Steuerberater als Freund haben, einen Automechaniker, einen Frisör, einen Bar-Besitzer und so weiter. Jetzt gibt es noch einen Freund, den ich nicht habe. Kennt vielleicht jemand von euch jemanden, der beim T-Konzern arbeitet? Oder kennt ihr jemanden, der jemanden kennt, der beim T-Konzern arbeitet? Oder vielleicht kennt ihr jemanden, der jemanden kennt, der jemanden kennt, der… naja, weil.

  • Ich hasse den Internet Explorer

    Und er hasst mich. Ich habe es schonmal erwähnt, dass ich ihn hasse, oder? Ich hoffe es. Denn ich tu es. Ich hasse ihn. Derzeit, so musste ich heute feststellen, lässt sich mein Blog mit der Version 6 des IE nicht mehr betrachten. Fehlermeldung unbekannter Ursache. Die eingebundenen Songza Songs waren wohl nicht Schuld, denn die sind gelöscht. Auch die Youtube Videos scheinen unwahrscheinlich… Hat irgendjemand einen Tipp für mich? Oder surft ihr alle schon mit hochwertigen IE-Alternativen?

    Update: Okay, es sollte wieder laufen. Der Fehler lag wohl an einem falschen HTML-Tag am Ende eines Artikels. Was mich wieder zur Erkenntnis bringt, dass ich den IE hasse, weil nur der bei so etwas sofort komplett abbricht. Ätzend ist das.

    Update 2: Mit großartiger Hilfe (mal wieder) des Serendipity Forums und besonders von Chefentwickler Garvin konnte ich zumindet mal all die Fehler beseitigen, die mein Blog so mit sich führte. Von insgesamt 127 XHTM-Fehlern runter auf 0. Ich bin sowas von valide. Einstellungen wurden behoben, Plugins neu eingerichtet, Template Dateien erneuert. Das Ergebnis ist ernüchternd. Offenbar liegt es tatsächlich nur an eingebetteten Flash-Anwendungen, die in meinem Blog nicht im IE angezeigt werden wollen. Und auch hier nur bei manchen. Also ein Fehler von IE oder Flash. Es bleibt mysteriös. Und ich möchte daher nochmals dazu aufrufen:

    Bitte steigt um auf alternative Browser. Die Vorteile überwiegen. Es gibt keinerlei Gründe, es nicht zu tun.

  • Langeweile am Mac

    Gestern mittag – Sonntag mittag – hatte ich doch tatsächlich eine äußerst
    schwache Stunde und… mir war langweilig. Ich hockte am Schreibtisch,
    starrte auf mein aufgeklapptes Macbook und wusste nichts mit mir
    anzufangen. Alles schien bereits erledigt zu sein. Die Musik sortiert,
    die Bilder bearbeitet, die Favoriten entrümpelt, die Blogeinträge
    getippt. Und dazu kam, dass mein Mac einfach läuft. Im Ernst. An dem
    Teil gibt es einfach nichts zu basteln, nichts zu warten. Er läuft und
    läuft und läuft und macht keine Probleme. Das ist gruslig. Und
    langweilig.

    Ha. Könnt ihr, meine treuen Leser, euch erinnern, wie ich mir genau das gewünscht hatte? Endlich nicht mehr basteln zu müssen, endlich ein System zu haben, das tadellos funktioniert? Tja, man ist halt nie zufrieden, gell? Ich stöberte ein wenig herum und stellte zu meiner Beruhigung fest, dass ich nicht alleine mit dem Problem war. Bei MacUser.de wurde das Problem im Forum besprochen und auch Apfelquak widmete dem Thema einen Artikel. Sehr schöne Tipps, was man gegen die Langeweile tun könnte, fand ich.

    Okay, ich gebe es zu, dieser Beitrag ist nicht ganz ernst gemeint. Die Langeweile verschwand schnell wieder. (Ich habe noch Videos zu schneiden, neue Icons zu suchen und mal endlich GTA IV weiter zu spielen). Vielleicht könnte ich ja mal, jetzt da ich einen Rechner habe, der meine Unterstützung nicht braucht, anfangen, mir ein Leben zu suchen. Oh ja. Das ist gute Idee. Hallo Leben, lange nicht gesehen, was gibt’s Neues? Ich? Oh, ich habe mich zu lange mit meinem PC beschäftigt, aber jetzt bin ich wieder ganz für dich da. Versprochen.

  • Mein getaggtes Leben

    Folgendes sollte ich vielleicht gar nicht erzählen. Zum einen, weil mir dann vielleicht jemand die Idee klaut. Zum anderen, weil mir dann jemand sagt, dass es die Idee bereits gibt, und mir die Hoffnung nimmt. Die Idee ist folgende: Spätestens seit dem Web2.0 ist Tagging en vogue, also das stichwortartige Beschreiben. Auch mein Blog basiert weitestgehend auf der Navigation mittels Tags. Besonders beliebt und auch weit verbreitet sind sogenannte Tag-Wolken. Das ist eine Ansammlung von Tags, die entsprechend ihrer Häufigkeit in ihrer Größe variieren. Je öfter, sprich je wichtiger das Tag, umso größer ist es.  Wäre das keine tolle Idee für T-Shirts? Tag-Wolken, die den Träger des T-Shirts beschreiben. Mit allen Adjektiven, die einem einfallen, gewichtet und entsprechend vergrößert. Wenn man hauptsächlich witzig und sexy aber auch nachdenklich und naschsüchtig ist. Wenn man sportlich ist, dafür aber auch Mario-Kart-Fan. Die Möglichkeiten wären mannigfaltig. Für Singles, die auf Partnersuche (mit ähnlicher Tag-Wolke sind) ein cooles Accessoire.

    Das Leben als Tag-Wolke. Mir würde so manches zu meiner Person und zu meinem Leben einfallen. Und während ich darüber nachdenke schweift mein Blick über die Tag-Wolke in meinem Blog. Mein Blog hält seit mittlerweile fast drei Jahren alles fest, was ich interessant, lustig oder ärgerlich finde. Alles, was ich persönlich für erwähnenswert erachte, wird in einem Artikel festgehalten und getaggt. Verstichwortet. Verstichwortbewölkt. Sprich, die Tag-Wolke meines Blogs könnte eine Tag-Wolke meines Lebens der letzten drei Jahre sein. Schauen wir mal hin.

    Welches Tag erscheint denn am größten, und somit auch am häufigsten in den Artikeln? Lustig. Mein Leben scheint also viel Spaß zu beinhalten. Außerdem sind Filme und Videos offenbar beliebte Inhalte. Aber auch Fragen werden wohl sehr oft gestellt, was auf einen nachdenklichen Menschen schließen könnte. Natürlich ist das Tag "Blog" sehr präsent. Verständlich, wenn man als Blogger auch über das Bloggen schreibt. Das Internet und Fernsehen stechen noch hervor. Die Städte, die ich bewohn(t)e und zum Glück auch Freunde. Ärger ist auch ein großes Wort, genauso wie Kritik und Welt. Interessant. Am besten gefällt mir aber, dass das Wort "Leben" mit zu den größten gehört. Ein Beweis, wie wichtig mir das Leben ist? Wie gerne ich über das Leben an sich schreibe? Das Leben, das Universum und der ganze Rest?

    Gleichzeitig würde man aber auch Tags vermissen: Bücher. Als würde ich nicht lesen (was ich allerdings zur Genüge tue). Oder Sport (okay, der kommt noch zu kurz). Aber vielleicht möchte ich ja auch nicht über alles schreiben, was mein Leben bestimmt. Vielleicht gibt es noch viel Privates, was hier nichts verloren hat. Entdeckt irgendjemand das Tag "Privat"?

    Okay, ich gebe zu, das war ein Gedankenspiel. Natürlich beschreibt die Tag-Wolke meines Blogs nicht mein Leben. Aber sie kommt schon sehr nahe. Zumindest so nahe, dass ich wirklich sagen kann: Ja, dies ist meine Tag-Wolke, zu diesen Themen stehe, diese Themen bewegen mich, über diese Themen denke ich nach und schreibe darüber.

    Erzählt mir, was in eurer Tag-Wolke stünde. Oder, wenn ihr Blogger seid, ob ihr eurer Tag-Wolke uneingeschränkt zustimmen könnt und sie etwas über euch aussagt. Und falls jemand mit mir die Idee mit den T-Shirts verwirklichen will (ein cooles Web2.0-Projekt vielleicht) so möge er sich bitte an mich wenden.

    Hmm, welche Tags gebe ich nun diesem Artikel?