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  • Socken auf links oder auf rechts waschen? – Das ist die Antwort.

    Socken auf links oder auf rechts waschen? – Das ist die Antwort.

    Eine der drängendsten Fragen der Menschheitsgeschichte ist neben der Frage, wie der Klimawandel gestoppt werden kann und ob man das zweite Stück Kuchen essen soll oder nicht, die Frage, ob Socken auf links oder rechts gewaschen werden sollten. Wir schreiben das Jahr 2024 und künstliche Intelligenz ist in aller Munde, ja teilweise sogar in Waschmaschinen. Da muss es doch mittlerweile endlich eine Lösung geben. Ich machte mich auf die Suche.

    Zuerst befragte ich den Klassiker: dieses Internet. Wenig überraschend lieferten die Ratgeber, Blogs, Artikel und Geschichten widersprüchliche Informationen darüber, ob Socken vor dem Waschen auf links gedreht werden sollten oder nicht. Denn natürlich kommt es auf die Socken an, auf das Material, die Waschtemperatur, das Waschmittel, die Schleuderdrehzahl… blablabla. „It depends.“

    ChatGPT weiß die Antwort

    Ich wollte eine eindeutige Antwort. Und selbst keine Statistiken darüber erheben, welche Antwort im Netz am häufigsten und daher am wahrscheinlichsten ist. Die Antwort sollte ChatGPT geben. Der Shootingstar der KI-Modelle. Die ultimative Zusammenfassung aller Quellen und allen Wissens der modernen Welt. Und so stellte ich ChatGPT die Frage:

    „Socken auf links oder auf rechts waschen?“

    Die knappe Antwort lautete:

    „Es ist eigentlich egal, auf welcher Seite du deine Socken wäschst. Hauptsache, sie werden sauber!“

    Ähm, ja, okay. Das ist leider wenig hilfreich. Und NATÜRLICH ist die Hauptsache, dass sie sauber werden (und das sogar mit Ausrufezeichen).“ Das ist alles, was du zu bieten ist, ChatGPT? Die Summe aller Informationen, die du in den letzten Jahren von den Menschen gesammelt hast lautet „Es ist egal“?

    Gemini weiß noch mehr

    Glücklicherweise existieren mittlerweile gute Alternativen zu ChatGPT. Also wandte ich mich an Gemini, Googles Ansatz, im KI-Game mitzumischen. Die Frage an Gemini war ebenfalls:

    „Socken auf links oder auf rechts waschen?“

    Und die Antwort war überraschend ausführlich:

    Es ist besser, Socken auf links zu waschen. Die folgenden Vorteile sprechen dafür:

    1. Bessere Reinigung: Durch das Wenden der Socken werden Hautpartikel, Schmutz und Fusseln, die sich in der Innenseite absetzen, besser vom Wasser und Waschmittel erreicht und gelöst. Dies führt zu einer gründlicheren Reinigung und verhindert unangenehme Gerüche.

    2. Schonung der Fasern: Die Außenseite der Socken ist meist robuster als die Innenseite. Durch das Wenden werden die empfindlicheren Fasern der Innenseite geschützt und die Bildung von Pilling reduziert.

    3. Vermeidung von Verknotungen: Socken auf links neigen weniger dazu, sich während des Waschens mit anderen Kleidungsstücken zu verknoten. Dies schützt die Socken und die Waschmaschine.

    4. Erhalt der Farben: Durch das Wenden der Socken werden die Farben vor Verblassen und Auslaufen geschützt.

    5. Bessere Trocknung: Socken auf links trocknen schneller und gleichmäßiger, da die Feuchtigkeit besser entweichen kann.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Waschen von Socken auf links mehrere Vorteile bietet. Es sorgt für eine bessere Reinigung, schont die Fasern, verhindert Verknotungen, erhält die Farben und fördert die Trocknung.

    Es gibt allerdings einige Ausnahmen:

    • Empfindliche Socken: Bei sehr empfindlichen Socken aus Wolle oder Seide ist es ratsam, sie im Schonwaschgang oder per Hand zu waschen. In diesem Fall kann es besser sein, die Socken nicht auf links zu wenden, um die Fasern nicht zu beschädigen.
    • Socken mit Motiven: Socken mit Aufdrucken oder Stickereien sollten auf rechts gewaschen werden, um die Verformung oder Beschädigung der Motive zu vermeiden.

    Im Zweifelsfall sollten Sie immer die Pflegehinweise auf dem Etikett der Socken beachten.

    Wow. Nimm das, ChatGPT. So sieht eine detaillierte Antwort aus. Wobei – wenn ich mir die einzelnen Punkte genauer ansehe, fallen mir doch einige Dinge auf.

    Punkt 1: Natürlich werden Schmutz, Hautpartikel und Fusseln auf der Innenseite der Socken beim Waschen auf links besser entfernt. Aber was ist mit den Partikeln, Haaren und Schmutz auf der Außenseite der Socken, die von der Außenwelt aufgenommen werden und durch das Linksdrehen danach IN den Socken stecken?

    Punkt 2: Weiß Gemini überhaupt, was es bedeutet, Socken auf links und rechts zu drehen? Wenn die robusteren Außenfasern nach innen gewendet werden, sind sie vielleicht besser vor Pilling geschützt als die empfindlicheren Innenfasern. Aber sind diese Innenfasern dann nicht noch ungeschützter und anfälliger für Pilling?

    Punkt 3: Wie lang müssen Socken sein, damit sie sich in der Maschine verknoten? Pippi Langstrumpf hatte wahrscheinlich dieses Problem und auch bei Kniestrümpfen kann ich mir ein solches Szenario vorstellen. Aber auch das Wenden ändert nichts an der Länge der Socken.

    Punkt 4 klingt in der Tat vernünftig, während ich bei Punkt 5 nicht glaube, dass linksgedrehte Socken schneller trocknen als rechtsgedrehte. Oder anders gefragt: Wurde das jemals wissenschaftlich getestet?

    Auch die Ausnahme mit den Motiven klingt nicht sonderlich sinnvoll, wenn man darüber nachdenkt. Motive sind auf links gewendeten Socken mit Sicherheit haltbarer.

    Was sagt Microsofts Copilot zum Thema?

    Mit der gleichen Frage konfrontiert, antwortete der Copilot von Microsoft hiermit:

    Es empfiehlt sich, Socken auf links zu waschen. Auf diese Weise werden Hautpartikel der Füße deutlich besser ausgespült. Um möglichst schonend mit Ihren Socken umzugehen, achten Sie auf das richtige Waschprogramm, die Temperatur und das passende Waschmittel. Wenn du deine Socken in der Waschmaschine wäschst, solltest du sie auf links drehen. Dadurch werden Hautpartikel und Körperfette besser ausgewaschen, und die Socken werden wirklich sauber. Ein schonendes Universalrezept für die Sockenwäsche ist, sie bei 30 Grad im Schonwaschgang mit Fein- oder Wollwaschmittel (enzymfrei) im Wäschenetz zu waschen. So machst du auch bei empfindlichen Socken nichts falsch Keine Bleiche oder Weichspüler verwenden und die Socken hängend trocknen lassen. Wenn du keine Herstellerempfehlung mehr griffbereit hast, helfen Checklisten zur Sockenpflege nach Material für Merinosocken, Strümpfe aus Kunstfasern, Kompressionsstrümpfe und Baumwollsocken. Also, auf links drehen und schonend waschen – dann bleiben deine Socken in gutem Zustand! 🧦🌟

    Löblich, dass der im Hintergrund durch ChatGPT angetriebene Copilot direkt angibt, aus welcher Quelle die Information stammt und sogar direkt dorthin verlinkt. Andererseits handelt es sich letztlich um nichts anderes, als um eine Recherche im Netz, wie ich sie bereits ganz zu Anfang gemacht hatte. Immerhin, auch hier scheint die Tendenz in Richtung links waschen zu gehen.

    Lasst sie kämpfen

    Es ließ mir allerdings keine Ruhe, dass ChatGPT das Thema so undifferenziert behandelt hatte und auch keine konkrete Aussage treffen wollte. Also konfrontierte ich ihn/sie/es damit und schrieb:

    „Microsoft Copilot und Gemini sagen aber, dass man Socken auf links waschen solle.“

    ChatGPTs Antwort darauf:

    Ah, das ist interessant! Das Auf-links-Waschen kann helfen, die Außenseite der Socken zu schützen und das Ausbleichen zu verringern. Es ist also eine gute Idee, diesem Rat zu folgen, wenn du deine Socken länger schön halten möchtest.

    Ich daraufhin: „Warum hast du mir das nicht gleich gesagt?“

    Und ChatGPT so:

    Entschuldigung dafür! Es ist wichtig, hilfreiche Informationen weiterzugeben, besonders wenn es um den Schutz deiner Kleidung geht. Danke, dass du das erwähnt hast!

    ChatGPT rät mir also, dem Rat von Gemini und Copilot zu folgen. Und gibt indirekt sogar zu, bei seiner/ihrer ursprünglichen Antwort nicht genau gewusst zu haben, wovon er/sie/es spricht. Da hat ChatGPT nun hoffentlich etwas gelernt.

    Wobei, wenn das KI-Modell jetzt etwas gelernt hat, dann ja von anderen KI-Modellen. Oh Gott. Handelt es sich hierbei um einen Ouroboros? Die Schlange, die sich selbst frisst, bzw. die KI, die nicht mehr durch die Erfahrungen und Inhalten von Menschen lernt, sondern von anderen KI-Modellen? Also quasi von sich selbst? Nicht auszudenken, was KI-Modelle in Zukunft tun werden, wenn sie nicht mehr aus echten Daten lernen, sondern aus generierten und möglicherweise fehlerhaften, vereinfachten, falsch interpretierten Daten. (Hier bitte Platz für die Diskussion lassen, inwieweit Daten von Menschen heutzutage noch zu trauen ist…)

    Ich konfrontierte Gemini mit den Aussagen von ChatGPT und schrieb: „ChatGPT sagt, dass es egal ist, ob links oder rechts.“ Die Antwort von Gemini lautete:

    Es stimmt, dass es in einigen Fällen nicht unbedingt notwendig ist, Socken auf links zu waschen. Dies hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel dem Material der Socken, dem Verschmutzungsgrad und dem verwendeten Waschprogramm.

    In folgenden Fällen ist es tatsächlich egal, ob Socken auf links oder rechts gewaschen werden:

    • Socken aus pflegeleichten Materialien: Socken aus synthetischen Fasern wie Polyester oder Nylon können bedenkenlos auf rechts gewaschen werden. Diese Materialien sind robust und neigen nicht zum Pilling.
    • Leicht verschmutzte Socken: Socken, die nur leicht verschmutzt sind, können ebenfalls auf rechts gewaschen werden. In diesem Fall reicht ein normaler Waschgang mit einem milden Waschmittel aus.
    • Waschprogramme mit geringer Schleuderdrehzahl: Wenn Sie ein Waschprogramm mit geringer Schleuderdrehzahl wählen, ist es weniger wahrscheinlich, dass sich die Socken verknoten oder beschädigen. In diesem Fall können Sie die Socken auch auf rechts waschen.

    In den folgenden Fällen sollten Sie jedoch Ihre Socken auf links waschen:

    • Socken aus empfindlichen Materialien: Socken aus Wolle, Seide oder anderen empfindlichen Materialien sollten auf links gewaschen werden, um die Fasern zu schonen.
    • Stark verschmutzte Socken: Stark verschmutzte Socken sollten vor dem Waschen auf links gedreht werden, damit Schmutz und Fusseln besser entfernt werden können.
    • Waschprogramme mit hoher Schleuderdrehzahl: Bei Waschprogrammen mit hoher Schleuderdrehzahl besteht die Gefahr, dass sich die Socken verknoten oder beschädigen. In diesem Fall sollten Sie die Socken immer auf links wenden.

    Fazit:

    Ob es wirklich egal ist, ob Socken auf links oder rechts gewaschen werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Um die Socken optimal zu pflegen und ihre Lebensdauer zu verlängern, sollten Sie jedoch grundsätzlich die Pflegehinweise auf dem Etikett beachten. In den meisten Fällen ist es empfehlenswert, Socken auf links zu waschen, da dies eine bessere Reinigung und Schonung der Fasern ermöglicht.

    Danke, Gemini, für dein Fazit. Ob mir das nun weiter hilft und die Frage somit beantwortet ist, bezweifle ich leider noch.

    So wäscht man Socken richtig

    Wie lautet denn nun die Erkenntnis aus dieser Befragung? Wäscht man Socken nun besser auf link oder auf rechts? Die Antwort ist ein ganz klares „It depends“. Oder auch: Am besten wäscht man Socken zuerst auf links und dann noch einmal auf rechts. Nur so kann man sicher sein, den Schmutz von innen und außen entfernt zu haben. Komisch, dass noch keine KI auf diese Idee gekommen ist. Wahrscheinlich, weil sie völlig unökologisch und dumm ist. So bleibt es weiterhin jedem selbst überlassen, wie er seine Socken wäscht. Hauptsache, sie sind sauber, stinken nicht und werden paarweise getragen. Verdammt. Dann hatte ChatGPT am Anfang ja doch Recht…

  • Der beste Weg, um im Internet Antworten zu bekommen

    Der beste Weg, um im Internet Antworten zu bekommen

    Murphys Gesetz besagt: Der beste Weg im Internet die richtige Antwort zu bekommen, ist nicht eine Frage zu stellen, sondern die falsche Antwort zu verbreiten. Denn das Internet und insbesondere die Besserwisser darin sind weniger hilfreich als glücklich darüber, andere zu korrigieren und Recht zu haben. Vergesst also Seiten wie „Guter Rat“ oder „Frag Mutti“, beziehungsweise fragt nicht, sondern behauptet. Und sehr schnell werdet ihr korrigiert und erhaltet die richtige Antwort.

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  • „Alles Roger“ – Bedeutung und Herkunft

    „Alles Roger“ – Bedeutung und Herkunft

    Mein Blog „Alles Roger“ gibt es nun schon seit 2005 und doch habe ich die wichtigste Frage noch nie beantwortet. Nämlich, was der Begriff „Alles Roger“ eigentlich bedeutet und wie er entstanden ist. Dabei scheint die Bedeutung und der Ursprung leicht zu erklären zu sein.

    Zunächst einmal ist der Name Roger eine Form des Namens Rüdiger, der wiederum ein germanischer Name ist und sich aus den Wörtern Ruhm/Ehre und Speer zusammensetzt und somit in etwa „ruhmreicher Speerkämpfer“ bedeutet. Roger wird im englischen, französischen und katalanischen Sprachraum verwendet und jeweils unterschiedlich ausgesprochen. Selbst im deutschen Sprachraum gibt es eine Variante, die so ausgesprochen wird, wie sie geschrieben wird.

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  • Weil ich ein Mann bin?

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    Warum muss das Essen immer etwas würziger sein, das Steak etwas blutiger, die Portionen etwas größer? Warum muss die Massage immer etwas härter sein, das Wasser etwas heißer, der Kaffee etwas kräftiger? Warum muss die Geschwindigkeit immer etwas höher sein, die Entfernung etwas weiter, das Gefühl etwas intensiver? Warum muss der Bass immer etwas stärker sein, die Lautstärke etwas höher, der Bildschirm etwas größer? Warum muss der Prozessor immer etwas schneller sein, das Gadget immer etwas dünner und immer etwas exklusiver? Warum muss die Küche immer etwas größer sein, der Equipment etwas professioneller, die Messer etwas schärfer? Warum muss der Kontostand immer etwas höher sein, das Ansehen etwas größer und der Urlaub etwas länger? Warum müssen Chips immer etwas knuspriger sein, die Action etwas krachender, die Gags zum totlachen?

    Warum muss es immer etwas mehr sein? Nur etwas…?

  • Das schlechteste Deo für Männer

    Vor über drei Jahren stellte ich in diesem Blog öffentlich die Frage, welches das beste Deodorant für Männer sei und erzählte dabei von meinen persönlichen Erfahrungen mit diversen Produkten. Derartiges würde ich heute nicht mehr machen, dennoch scheint das Thema selbst immer noch brennend zu interessieren. Schließlich gehört der Text seit je her zu den Top 5 der meistbesuchten Artikel.

    Ebenfalls interessant ist, dass es vor drei Jahren noch eine Sensation war, Deos mit 24-Stunden-Wirkung auf den Markt zu bringen. Derartiges ist heute selbstverständlich. Und darüber hinaus. Denn 24 Stunden waren den Produzenten und/oder Werbetreibenden nicht genug. Ein Deo musste irgendwann 48 Stunden lang durchhalten. Dann staunte ich nicht schlecht, als ich vor noch nicht allzu langer Zeit im Duft-Regal des Drogeriemarktes Deodorants entdeckte, die eine 72-stündige Wirkung versprachen. Aber auch das ist offenbar noch nicht genug. Seit kurzem auf dem Markt: das Deo mit 96 Stunden Duft- und Frische-Versprechen.

    96 Stunden. Im Kopf musste ich erst einmal ausrechnen, von wie vielen Tagen wir hier sprechen. Das sind vier Tage. Wenn ich mich verabrede, sage ich nie „Wir sehen uns in 96 Stunden“ sondern „Wir sehen uns in vier Tagen“. Auf die Frage „Wie lange hast du denn Urlaub?“ antworte ich mit „Leider nur vier Tage“ und nicht „Leider nur 96 Stunden.“ Man ahnt, worauf ich hinaus möchte. 96 Stunden ist keine umgängliche Zeitangabe und dient damit noch offensichtlicher nur dem Versuch, mit einer möglichst großen Zahl zu beeindrucken.

    Doch auch wenn man davon ausgeht, dass ein Deo wirklich 4 Tage lang die Achselhöhlen davor bewahrt unangenehme Gerüche abzugeben – im Ernst, wer will das denn? Bedeutet das Versprechen doch für so manchen: „Oh klasse, ich muss mich 4 Tage lang nicht mehr duschen oder waschen.“ Und in einem solchen Fall möchte ich mir nicht einmal vorstellen, wie andere Körperpartien, die weder Deo noch Wasser und Seife abbekommen gären und duften.

    Oder anders gefragt: Wer ist die männliche Zielgruppe, die es vier Tage lang nicht schafft, sich zu waschen? Expeditionsteilnehmer? Raumfahrer? Irakische Geiseln?

    Ein wenig erinnert diese Jagd nach noch mehr Stunden Wirksamkeit an die Digitalkamera-Industrie, die noch immer versucht, Kunden mit noch größeren Megapixel-Zahlen in ihren Objektiven zu locken. Und das, wo mittlerweile bei jedem Handy-Knipser angekommen sein sollte, dass mehr Pixel nicht gleich bessere Fotos bedeuten (sondern genau das Gegenteil). So ist längere Deo-Wirksamkeit auch nicht mit angenehmerem Klima in der vollen U-Bahn gleichzusetzen.

    Deshalb ist die Antwort auf die Frage nach dem besten Deo für Männer nur für jeden persönlich zu finden. Die Antwort auf die Frage nach dem schlechtesten Deo ist aber für alle eindeutig. Es ist das Deo, das den Männern einzureden versucht, ihre Hygiene vergessen zu können. Pfui.

    P.S.: Ich frage mich indes auch, wie die Hygiene des Mannes in drei Jahren aussehen wird. Mir graut schon jetzt. Wie viele Stunden sind drei Jahre?

  • Google möchte nicht, dass ich meinen Namen ändere

    Mittlerweile bin ich – Paranoiker bitte weghören – bei so gut wie allen Google-Diensten angemeldet. Ich besitze einen Googlemail-Account, mache Werbung mit Adsense, lasse meine Feeds per Feedburner verwalten, kontrolliere meine Website mit Google-Analytics, nenne einen bisher nicht genutzten Youtube-Account mein Eigen, bin Mitglied in den Google-Groups und habe letztlich auch noch ein Picasa-Webalbum. Google weiß also alles, was ich im Netz und privat so treibe. Aber darum soll es hier gar nicht gehen.

    Einmal mit seinem Account-Namen auf der Google-Hauptseite angemeldet, kann man auf all diese Dienste problemlos zugreifen. Allein, ich mag den Namen nicht mehr. Als ich mich zum ersten Mal bei einem Google-Dienst anmeldete, fiel mir tatsächlich kein besserer ein. Ich wählte schlicht den Nickname, den ich in Jugendtagen bereits in diversen Chats nutzte. Außerdem machte ich mir damals keine Gedanken darüber, wo der Name am Ende überall erscheinen würde. Zum Beispiel in meiner Gmail-Adresse.

    Nun ist es leider so, dass Google nicht vorsieht, seinen Namen zu ändern. Einmal gewählt, bleibt er für immer bestehen. Die einzige Lösung scheint ein komplettes Aufgeben des Accounts und das Einrichten eines neuen zu sein. Mit neuem Namen und mit viel Mühe. Google möchte einfach nicht, dass ich anders heiße. Und ich möchte mir nicht diese Arbeit machen.

    Habe ich vielleicht etwas übersehen? Bietet Google doch irgendwo die Option, seinen Account-Namen zu ändern? Und falls nicht, liebes Google-Universum, könntest du da nicht was drehen? Eine Namensänderung ist doch wirklich so einfach und tut auch gar nicht weh. Komm schon, sonst hab ich dich bald nicht mehr ganz so lieb

  • Locker, lässig, Laptop

    Habt ihr schon einmal versucht, auf dem Bauch liegend, auf den Ellenbogen abgestützt, vernünftig und entspannt mit einem Laptop zu arbeiten? Also ich kann das nicht. Nach spätestens Dreißig Sekunden schmerzt mein Nacken. Und überhaupt schmerzt schnell alles, da ich trotz großer Hände nicht jede Taste bequem erreiche. Ich verkrampfe mich, lasse meine Arme irgendwann links und rechts schweben, um mehr Freiheit zu bekommen, was beinahe einem Workout gleich kommt. "Und jetzt heben wir Arme und Beine, machen ein Hohlkreuz und halten diese Position, 1, 2, 3, halten, 5 und wieder locker lassen."

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass man auf dem Bauch liegend wirklich entspannt arbeiten kann. Die Werbeindustrie will uns aber genau das weiß machen. Ist euch schon einmal aufgefallen, wie oft dieses Bild benutzt wird: um zu verdeutlichen, wie einfach ein Gerät ist, oder eine Webseite oder überhaupt irgendwas, das mit Technik oder Internet zu tun hat, wird immer eine junge Frau benutzt, die auf dem Bauch liegend in den vor ihr liegenden Laptop strahlt. Bei ihr ist nie etwas verspannt. Sie scheint ihr ganzes Leben mit nur einem Klick bestreiten zu können. Und sie scheint mit einem ultraflexiblen Rückgrat ausgestattet zu sein.

    Vielleicht ist das die Antwort: Nur Frauen können entspannt auf dem Bauch liegen. Und nur Frauen schaffen es ohne Schmerzen, im Web zu surfen, ohne dabei ihren Oberkörper auf den Ellenbogen abzustützen. Aber vielleicht liege ich ja falsch und die Antwort sind nicht die Frauen, sondern die jungen Frauen. Sprich, es liegt einfach am Alter. Oder aber, und das wage ich mir gar nicht auszumalen, die Werbung macht uns hier etwas vor. Nein, das kann doch nicht sein.

  • Picasa oder iPhoto?

    Seit ich auf den Mac umgestiegen bin, habe ich eigentlich nur eines vermisst: Picasa. Die kostenlose Fotoverwaltungssoftware von Google hatte mich während meiner PC-Zeit stets zeufriedenstellend begleitet und es gab für mich nie eine Alternative. Die Bedienung, das Design, der Aufbau, alles war genau so, wie ich es mir wünschte. Auch die Optionen zur Bildmanipulation/–verbesserung hielt ich für unschlagbar. Zumindest, wenn man etwas schnell machen wollte. (Ich weiß, dass ein Photoshop, Lightroom oder Apterure nur milde lächeln kann ob der Fähigkeiten eines Picasa) Dummerweise gab es Picasa für den Mac nicht. Und bis vor einem halben Jahr sah es auch nicht aus, als würde sich daran etwas ändern. Doch seit wenigen Wochen läuft Picasa nun auch auf meinem Macbook Pro. Damit fing das Dilemma erst an.

    Denn mittlerweile hatte ich mich notgedrungen mit iPhoto arrangiert. Oder arrangieren müssen. Lightroom und Aperture waren mir zu groß und schwer, boten zuviel für meine Bedürfnisse. Andere Alternativen sagten mir überhaupt nicht zu. Und selbst iPhoto nutze ich vermutlich nicht bis aufs letzte aus. So verwalte ich meine Fotos noch immer nur in den „Ereignissen“. Alben beispielsweise habe ich nie angelegt. Mir ist der Sinn dafür bislang nicht klar geworden.

    Nun ist also Picasa am Start und merke, dass ich mich entscheiden muss. Denn mit beiden Programmen zu arbeiten macht keinen Sinn. Entweder ordnet man mit dem einen oder dem anderen. Um mir bei der Entscheidung zu helfen, erstellte ich eine Pro und Contra-Liste. In der Hoffnung, dass ein klarer Sieger hervor gehen würde.Was er nicht tat.

    Hier also meine Gedanken:

    Picasa Pro:
    – Bildbearbeitung besser, intuitiver und schneller zu erreichen als bei iPhoto
    – Fotos behalten ihre Verzeichnisstruktur
    – Rote Augen entfernen funktioniert besser
    – Sehr schnell

    Picasa Contra:
    – keine nahtlose Integration in das System (Stichwort Workflow)
    – derzeit nur auf Englisch (verschmerzbar) und noch Beta (noch nicht ausgereift)
    – Ordnen nach Gesichtern nicht ausgereift

    iPhoto Pro:
    – nahtlose Integration in alle Mac-Apps (Mail, iPhone, Adressbuch etc…)
    – neues Gesichter- und Orte-Feature (macht großen Spaß)

    iPhoto Contra:
    – Erstellung einer Datenbank, dadurch irgendwann aufgebläht und langsam und die Gefahr, alles zu verlieren, wenn diese zerstört wird.
    – nicht ganz so intuitiv und dadurch starr. Weniger Optionen und Möglichkeiten.
    – Bildbearbeitung weit nicht so gut und umfangreich wie bei Picasa
    – Sekundenbruchteile zu sehende, hässliche Unschärfe bei den Thumbnails oder den zu bearbeitenden Fotos

    Ich brauche wie gesagt, keine aufgeblähte, professionelle Lösung, um Ordnung in meinen Fotos zu halten. Ich benötige auch keine professionellen Bildbearbeitungen (dafür gibt es dann wahrlich bessere Programme). Ich möchte nur so einfach und so leicht wie möglich Fotos einsortieren, verbessern und wieder finden.

    Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Wo seht ihr noch weitere Pro und Contras? Wofür habt ihr euch letztlich entschieden? Schreibt mir, weshalb ihr iPhoto oder Picasa nutzt und nichts anderes mehr braucht. Oder habt ihr Tipps, wie ich aus dem einen oder anderen anderen Programm noch mehr heraus holen kann?

  • Steck ihn mir rein

    Ein riesiges Manko der neuen, großen Wohnung ist die spärliche Anzahl an Steckdosen in der Wand. Im Wohnzimmer finden sich Sage und Schreibe gerade mal vier Dosen, verteilt in alle vier Ecken. Nun, da ich mein Multimediazentrum installiert habe, sehe ich bereits jetzt 6 Stecker auf dem Boden liegen und nach Strom lechzen. Und da kommen noch Geräte dazu. Stehlampen sind auch noch nicht mit eingerechnet. Verteilerstecker müssen her, keine Frage. Nicht, dass ich keine im Haushalt hätte, aber alle meine Steckdosenleisten sind schon viele Jahre alt, lagen stets im Staub hinter Schränken und die meisten davon waren wohl billige Grabbeltisch-Produkte für Drei Euro fuchzich.

    Neulich hörte ich im Radio vom Tod einer älteren Frau, die an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung während eines Wohnungsbrandes starb. Auslöser für den Brand waren vermutlich billige Stecker oder Dosen und ein unweigerlicher Kurzschluss. Solche Nachrichten treiben mir den Schweiß auf die Stirn.

    Also ab zum nächsten Elektroladen und umgeschaut, welche empfehlenswerten Steckdosenleisten es gibt. Zunächst mal eine Menge. In einer Preisspanne von fünf bis neunzig Euro, mit Überspannungsschutz und Entstörfilter, mit einem oder fünf Schaltern, mit drei Dosen oder acht. Und allen Zwischenschritten. Wobei natürlich klar ist, dass die Leisten mit allem Drum und Dran die teuersten sind. Ich bin wieder überfordert. Einerseits sollte es schon etwas qualitativ wertvolles sein, andererseits möchte man sich ja nicht in den Ruin treiben "für ein paar doofe" Steckdosen.

    Habt ihr denn Tipps für mich? Was benutzt ihr, welche Steckdosenleisten sind empfehlenswert und einigermaßen erschwinglich? Wo bekommt man sie am günstigsten? Oder auch anders gefragt, hängt die Qualität unbedingt mit dem Preis zusammen? Was sollte man mindestens investieren, um etwas Vernünftiges zu bekommen?

  • Schuhe auf der Autobahn

    Ach ja, man nimmt sich so viel vor, verspricht sich und anderen eine Menge und stellt dann doch irgendwann fest, sich zuviel vorgenommen zu haben. Mein Anspruch wieder öfter zu schreiben, konnte ich bisher nur schwer einhalten. Der anstehende Umzug und die Arbeit halten mich zu sehr auf Trab. Irgendwie bleibt die Kreativität auf der Strecke. Aber ich habe ja meine treuen Leser, die besten, cleversten und hübschesten Leser der Welt, die mich mit Material versorgen. So hat Leserin M.W. eine Frage, die sie schon seit Jahren quält und die sie mit Hilfe von euch gerne beantwortet hätte. Es geht um Schuhe, die auf Deutschlands Autobahnen herum liegen. Und zwar stets einzeln. Ist euch das auch mal aufgefallen, dass man immer wieder einen einsamen Schuh auf der Straße sieht? Habt ihr eine Erklärung dafür? Oder vielleicht eine abgefahrene Idee, wie das kommt? Zufall? Außerirdische? Unfall? Oder staatlich organisierte Absicht? Was meint ihr?

  • Welches Moleskine habt ihr?

    Ich bin kreativ. Ich schreibe. Ich blogge. Ich habe einen Mac. Ich trage ihn in einer Crumpler Tasche herum. Ich bin ein wandelndes Klischee. Zumindest beinahe. Denn was mir noch fehlt ist ein Moleskine. (Und eine schwarz gerahmte Brille) Da mir mit zunehmendem Alter offenbar Speicherplatz in meinem Kopf verloren geht, wäre ein Moleskine nicht nur eine hübsche, sondern auch eine praktische Anschaffung. Und es fügt sich zudem noch so schön in meine Welt ein. Die Frage ist letztlich nur: Welches soll ich nehmen? Modelle gibt es mannigfaltig, für jeden Zweck und jede Situation. Ist das Moleskine mit Blanko-Seiten das beste um Skizzen und Notizen zu machen? Macht das Moleskin mit täglichem Kalender nicht mehr Sinn? Oder reicht das Moleskin mit Linien? Ich habe nicht viele Termine zu verwalten. Würde aber eine Art Kalender zu schätzen wissen. Ich zeichne auch eher weniger, sondern bräuchte etwas, um all die Ideen, die mich so überkommen, zu notieren. Vielleicht das Moleskin mit täglichem Kalender? Das hat aber 400 Seiten und ist wieder entsprechend dick.

    Deshalb die Frage an euch, die klügsten, hübschesten, hippsten und besten Leser der Welt: Welches würdet ihr mir empfehlen? Welches nutzt ihr selbst? Und wie zufrieden seid ihr?

  • 41 Fragen – 1 Antwort

    Die Vizekönigin hat mich nicht vergessen. Nachdem ich ihr letztes Stöckchen einfach habe links liegen lassen, (Asche auf mein Haupt) befürchtete ich schon, nie wieder beworfen zu werden. Doch prompt – Autsch – ist es passiert. Ein Stöckchen, mit 41 Fragen, die allesamt nur mit einem Wort beantwortet werden dürfen. Und ja, ich gebe es zu, irgenwie mag ich Stöckchen. Ob ich in einem früheren Leben Hund war? Also los:

    1. Wo ist Dein Handy? – Kommode
    2. Dein Partner? – vorhanden
    3. Deine Haare? – verwuschelt
    4. Deine Mama? – lieb
    5. Dein Papa? – beschissen
    6. Lieblingsgegenstand? – Ratet
    7. Dein Traum von letzter Nacht? – schlimm
    8. Dein Lieblingsgetränk? – Malzbier
    9. Dein Traumauto? – schnelllll
    10. Der Raum, in dem Du Dich befindest? – Schlafzimmer
    11. Dein(e) Ex? – weg!
    12. Deine Angst? – Spinnen
    13. Was möchtest Du in 10 Jahren sein? – 35!
    14. Mit wem verbrachtest Du den gestrigen Abend? – damalige Freundin
    15. Was bist Du nicht? – Leichtathlet
    16. Das letzte was Du getan hast? – ferngesehen
    17. Was trägst Du? – wenig
    18. Dein Lieblingsbuch? – Hunderte
    19. Das letzte, was Du gegessen hast? – Leberwurstbrot
    20. Dein Leben? – primstens
    21. Deine Stimmung? – unruhig
    22. Deine Freunde? – woanders
    23. Woran denkst Du gerade? – Antworten
    24. Was machst Du gerade? – bloggen
    25. Dein Sommer? – brrr
    26. Was läuft in Deinem TV? – House
    27. Wann hast Du das letzte Mal gelacht? – gerade
    28. Das letzte Mal geweint? – Wall-E
    29. Schule? – Gymnasium
    30. Was hörst Du gerade? – Ultraschallzahnbürste
    31. damalige Freundin Wochenendbeschäftigung? – shoppen ;-)
    32. Traumjob? – Legoland
    33. Dein Computer? – Macbook
    34. Außerhalb Deines Fensters? – Dunkelheit
    35. Bier? – Malz
    36. Mexikanisches Essen? – Nö
    37. Winter? – Brrrr
    38. Religion? – Glaube
    39. Urlaub? – Wat?
    40. Auf Deinem Bett? – Ich.
    41. Liebe? – primstens

    Na dann, Frau B-Tina, Frau Tina und Herr Waidele – würden Sie bitte…?

  • Über Geschmack lässt sich…

    Ja, was denn nun? Streiten oder nicht streiten? Nach meinen Recherchen heißt das Sprichwort im Original „Über Geschmack lässt sich nicht streiten“. Und doch hört man so oft die Version „Über Geschmack lässt sich streiten“. Was ist denn nun wahr?

    Meiner Ansicht nach beides. Die Wortwahl des Sprichwortes ist nur etwas missverständlich. Denn über Geschmack lässt sich definitiv streiten. Weil Geschmack etwas rein subjektives ist und damit auch jeder Mensch eine eigene persönliche Meinung hat. Die mit den Meinungen anderer kollidiert, was für Zünd Gesprächsstoff sorgt. Streitbares gibt es wahrlich genug. Mein Lieblingsthema: Film. Mittlerweile habe ich es aufgegeben, mit anderen über Filme zu „diskutieren“. Wenn jemandem ein Film nicht gefällt, den ich klasse finde – so what? Ich muss niemanden überzeugen. Ich darf dafür auch Filme scheiße finden, die alle anderen mögen.

    Und damit wären wir bei der zweiten Wahrheit. Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Aber nicht, weil es keine Streitpunkte gäbe. Sondern weil es eben keinen Sinn macht. Das Sprichwort sollte daher lauten „Über Geschmack braucht man nicht streiten“.

    Hab ich schon erwähnt, dass ich den neuen Bond-Song beschissen finde und dass ich Keinohrhasen beschissen fand und dass ich Wall-E liebe? Mehr dazu noch diese Woche. Und ich erwarte Eure Meinungen in den Kommentaren.

  • Meine Fußballmannschaft

    Warum ist man eigentlich Fan einer Fußballmannschaft? Und wovon ist man ein Fan? Von den Spielern? Von den Trainern? Von der repräsentierten Stadt? Oder vielleicht von der Stimmung und den anderen Fans und den Erinnerungen und so? Ich gebe zu, mit Fußball konnte ich nie wirklich etwas anfangen. Weder auf dem Platz, noch auf dem Bildschirm. Ich war auch noch nie in einem Stadion. Fußball interessiert mich nur zu Europa- und Weltmeisterschaften und in diesen Fällen bin ich natürlich für Deutschland. Weil diese Jungs, wie immer sie auch heißen, für ihr Land spielen. 

    Deshalb meine Frage. Wenn jemand vor fünf Jahren Fan des FC Bayern München war und es heute immer noch ist, so ist er doch heute Fan einer komplett anderen Mannschaft. Alle Spieler und Trainer sind neu, vielleicht sogar der Sponsor und die Trikot-Farben. Was bleibt, ist doch nur der Name und die Stadt. Umso verwirrender finde ich das, wenn ein FC Bayern München Fan gar nicht aus München stammt oder dort wohnt. Was verbindet ihn mit dem FC?

    Mir persönlich liegt der SC Freiburg am Herzen. Aber auch nur, weil ich aus dem Raum Freiburg stamme. Ich weiß aber nicht, wo sie in der Tabelle stehen und ich kann euch keinen einzigen Spielernamen nennen. Aber ehrlich, ich fürchte kaum ein Spieler des SC stammt tatsächlich aus Freiburg. Ich stehe also hinter einer Mannschaft von Jungs, die vom Freiburger Management eingekauft wurden und beim nächstbesten Gebot wieder verschwinden. Ja, ich bin wohl nur Fan von Freiburg. Und damit auch des SC Freiburg, ganz gleich, wer dort spielt und wie.

    Ich kann mich noch an goldene Zeiten erinnern, da wurden die Freiburger in den Medien Breisgau-Brasilianer genannt. Sie spielten sich frech und ungewohnt und einigermaßen erfolgreich in die Herzen der Zuschauer. Das ist heute anders. Der Sportclub heute ist nicht mehr der gleiche wie damals. Und das nicht nur weil Volker Finke gegangen wurde. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, ich bin ein Fan von Freiburg. Der Stadt, dem Flair, den Menschen dort und damit auch zwangsläufig dem Fußballverein. Wie ist das bei euch? Bei welcher Mannschaft fiebert ihr mit und weshalb? Und kann mir jemand sagen, weshalb jemand Fan einer Fußballmannschaft ist, mit der ihn gar nichts verbindet?

  • Pfad finden befreit

    Manchmal neige ich dazu, zuviel zu zu erklären. Hin und wieder wäre es besser, euch meine Leser, nicht nur mit lesen und mit machen, sondern auch mit denken zu lassen. Ich muss schließlich nicht jeden einzelnen meiner Gedanken erklären. Ihr könnt euch selbst ein Bild machen. Selbst entscheiden, ob ihr mit mir übereinstimmt oder anderer Meinung seid. Oder ob ihr überhaupt versteht, was ich meine. Und zum Test möchte ich einfach mal folgendes sagen: Es beruhigt mich irgendwie ungemein, wenn ich jugendliche Pfadfinder sehe. So.

  • iPhone Fragen

    Hallo ihr glücklichen iPhone-Besitzer da draußen. Ihr, die ihr vielleicht schon seit Wochen, Monaten (oder im Falle des ersten iPhones) seit Jahren telefoniert, surft und Musik hört. Ihr, die ihr ebenfalls bei T-Mobile angemeldet seid und mit deren Tarifen und Einschränkungen leben müsst. Wie sind eure Erfahrungen? Worauf sollte man achten, wenn man vor hat, sich in den nächsten Wochen ein iPhone zu bestellen? Welcher Tarif bietet das beste Preis/Leistung-Verhältnis? Derzeit schwebt mit natürlich der Complete M Tarif vor, der offenbar Standard zu sein scheint. Reichen die zur Verfügung stehenden Minuten und Datenmengen für normales Surf- und Telefonieverhalten aus? Bei täglich mehrmaligem E-Mails checken, googlen, Blog besuchen und RSS-Feeds lesen – mit wie viel Datenverkehr ist zu rechnen? Und genügen die 300 MB der „Datenflat“ beim Complete M? Was ist eure Meinung dazu? Lohnt es sich, den nächst höheren Tarif zu wählen oder ist das rausgeschmissenes Geld? Ich danke bereits jetzt für die Antworten.

    Und P.S.: Bitte keine Kommentare von iPhone-Gegnern, die komplett gegen das Gerät und/oder T-Mobile sind. Und bitte auch keine Tipps, ein altes iPhone zu kaufen, dies zu jailbreaken und einen anderen Provider zu wählen – ich möchte das neue iPhone und da bin ich derzeit noch auf T-Mobile angewiesen.

  • Umgebungsgeräusche

    Wenn man wie ich relativ ländlich aufgewachsen ist, in die große Stadt zieht und dann im Urlaub wieder in die Heimat fährt, so fällt einem ein gewaltiger Unterschied auf, den man zuvor gar nicht beachtet hatte. Die Umgebungsgeräusche ändern sich. Zwangsläufig. Und so fragte ich mich vor zwei Tagen, als ich erneut unter Schlafmangel leidend viel zu früh erwachte und nur das Zwitschern, Singen und Tirilieren der Vögel vernahm, wieso diese Geräuschkulisse nicht nervend ist. Weshalb sind natürliche Umgebungsgeräusche im allgemeinen nicht nervend? Wellenrauschen, Vogelgezwitscher, Wind in den Bäumen, Grillengezirp. Liegt es in unseren Genen? Oder ist reine Gewohnheit, weil man im allgemeinen mit diesen Geräuschen aufwächst? Ist für jemanden, der Zeit seines Lebens nur die Großstadt kennt, fahrende und hupende Autos, Sirenen, Stimmengemurmel und Geschrei die natürliche Geräuschkulisse? Ist so jemand schon nach kurzer Zeit gestresst, wenn er ein paar Vögeln beim Zwitschern zuhören muss? Ich hoffe nicht. Ich lauschte weiter den gefiederten Wesen vor dem Fenster und schlummerte über meine Gedanken ein.

  • Feed-Stöckchen

    Reize nie eine Vizekönigin. Und erzähle ihr nie, du würdest Stöckchen nur beantworten, wenn sie dir direkt an den Kopf geworfen werden. Denn Vizeköniginnen neigen dazu, alsdann wild mit Holz um sich zu werfen. Und so landete seit langer Zeit mal wieder ein Stöckchen bei mir. Und ich werde nicht den Fehler machen, zu erwähnen, dass ich es eigentlich mag, Stöckchen persönlich zu bekommen. Pssst.

    Nun denn, beginnen wir mal der Beantwortung:

    1. Welchen Feedreader benutzt Du und seit wann?

    NetNewsWire. Seit ich meinen Mac habe. Interessanterweise wirklich erst, seit ich einen Mac habe. Zuvor wurden meine Feeds mit Netvibes gesammelt.

    2. Wieviele Feeds hast Du abonniert, wieviele davon sind Blogs (in %)?

    Mein Feedreader ist etwas geizig mit Statistiken, deshalb schätze ich meine Feeds auf knapp über 100 Stück. Die meisten davon sind Blogs (90%)

    3. Wieviele Feeds liest Du täglich (wöchentlicher Schnitt)?

    NetNewsWire läuft immer im Hintergrund und zeigt mir im Dock an, wieviele neue Feeds er bereit hält. Immer wenn ich nichts anderes zu tun habe, gehe ich sie durch und filtere zunächst mal nach Überschriften. Bei manchen Seiten lese ich auch gleich los, weil ich weiß, dass es mich interessieren wird, egal worum es geht.

    4. Dein meistgelesenster Feed/deutscher Blog-Feed?

    In letzter Zeit aus oben beschriebenem Grund allerlei Mac-Blogs und News Seiten. Ansonsten richtet sich die Häufigkeit natürlich nach der Anzahl neuer Artikel.

    5. Welche Nachrichtenseiten hast Du abonniert (nenne max. 3)?

    Spiegel Online, Google News, Golem

    6. Dein erstes und Dein letztes Blog im Reader?

    Ich habe Kategorien angelegt, die von Apple bis Web-Design und Grafik rangieren. Deshalb ist der Admartinator das erste und das Smashing Magazine das letzte Blog. Ginge es nach Alphabet, wäre weiterhin Admartinator ganz vorne und Zeniscalm am Schluss. (Sorry, Vizekönigin, du bist vorletzte, ein Z hat dich geschlagen)

    7. Lesegewohnheit: alphabetisch, chronologisch, durcheinander?

    Durcheinander, je nach Interesse, je nach interessanter Überschrift oder Thema.

    8. Hast Du Blogs/Feeds, von denen Du nicht zugeben würdest, dass Du sie liest, im Reader?

    Damit ist vermutlich so Zeug wie Promi Pranger gemeint, oder? Hmm, ich habe das Fail Blog abonniert und auch drei Schnäppchen Seiten. Das ist peinlich genug, schätze ich.

    Da ich Holz nicht gerne im Weg herum liegen lasse, werfe ich diesen Stock direkt mal weiter an: B-Tina, Cait und Sebbi, in der Hoffnung, dass die sich nicht zu sehr ducken.

  • Wie heißt Lucky LukesHund?

    "Ich könnte wetten, die Wasserstandanzeige unserer Pflanze ist nur deshalb so hoch, weil jeder seinen Restkaffee rein schüttet."

    "Ist doch egal, die ist doch eh gemietet. Wie heißen die? Rent a Blume?"

    "Rent a Flower, wenn schon."

    "Nein, Rent a Plant."

    "Rent a Plant. Hieß so nicht der Hund von Lucky Luke?"

    "Fast."

  • Mir fehlen die Worte

    Gibt es eigentlich kein Wort, um die Tätigkeit des Filme-guckens (-ansehens, -anschauens) zu beschreiben? Um Ins-Kino-gehen etwas einfacher auszudrücken? Wenn man Fernsehen schaut, dann tut man Fernsehen. Was macht man denn im Kino? Kinosehen? Hat sich der Herr Duden da schon was überlegt? Muss ich erst bei 1Live anrufen, die eine Umfrage starten sollen, wie letztens erst bei der Ersatzwortfindung für Public Viewing? (Die den Begriff „Rudelgucken“ als verdienten Sieger prägte) Und wie ist es, wenn man den Film auf DVD zu Hause schaut, also zwar im Fernsehgerät, aber ohne Fernsehprogramm? Filmesehen?

    Was würdet ihr vorschlagen?