Autor: Roger Graf

  • Notes Art – Oder wie Restriktionen die Kreativität fördern

    Notes Art – Oder wie Restriktionen die Kreativität fördern

    DamalsTM, als ich noch jung war, erlaubte Twitter nur 140 Zeichen für einen Tweet. Weniger als eine handelsübliche SMS. 140 Zeichen reichten aus, um witzige, informative und kluge Tweets zu kreieren. Mehr noch, 140 Zeichen zwangen dazu, nicht nur witzig, informativ und klug zu sein, sondern vor allem kreativ. Wie schafft man es, mit so wenig Platz maximale Aussage zu tätigen? Wie bringt man Kommunikation auf den Punkt? Wie begeistert man mit einer derartigen Restriktion?

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  • Powerwashing ist pure Entspannung

    Powerwashing ist pure Entspannung

    Einmal bei Youtube falsch abgebogen landet man mit etwas Pech bei Videos, die Menschen dabei zeigen, wie sie putzen. Beziehungsweise, wie sie powerwashen. Sie putzen Swimming Pools, Auffahrten, Autos und sogar Teppiche. Dabei benutzen sie die tollsten Bürsten, Lappen, Maschinen und Mittel. Aber vor allem benutzen sie Hochdruckreinigungsgeräte. Und es ist leider unfassbar befriedigend und entspannend, dabei zuzuschauen. Ja, vielleicht sogar meditativ.

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  • Der beste Weg, um im Internet Antworten zu bekommen

    Der beste Weg, um im Internet Antworten zu bekommen

    Murphys Gesetz besagt: Der beste Weg im Internet die richtige Antwort zu bekommen, ist nicht eine Frage zu stellen, sondern die falsche Antwort zu verbreiten. Denn das Internet und insbesondere die Besserwisser darin sind weniger hilfreich als glücklich darüber, andere zu korrigieren und Recht zu haben. Vergesst also Seiten wie „Guter Rat“ oder „Frag Mutti“, beziehungsweise fragt nicht, sondern behauptet. Und sehr schnell werdet ihr korrigiert und erhaltet die richtige Antwort.

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  • Mein Interview mit WDR5 in der Sendung „Neugier genügt“

    Mein Interview mit WDR5 in der Sendung „Neugier genügt“

    „Coulrophobie – Die Angst vor Clowns“ ist einer der meistgelesenen und meistkommentierten Artikel auf Alles Roger. Bereits im Jahr 2007 habe ich zu diesem Phänomen recherchiert und fand im Netz nur wenige Informationen, dafür aber eine lange Liste aller möglichen Phobien, die mich faszinierte und auch ein wenig amüsierte. Die Coulrophobie selbst schien damals noch eine Art Mythos zu sein, etwas, mit dem Buchautoren und Filmemacher spielen. Doch weit gefehlt. Die Angst vor Clowns ist eine sehr weit verbreitete Phobie, wie zahlreiche Kommentare zum Artikel in der Folgezeit bewiesen.

    Im Januar 2023 erhielt ich eine Anfrage des Radiosenders WDR5, ob ich für ein Interview zu diesem Thema zur Verfügung stünde. Geplant sei, am Karnevalsdienstag eine Sendung rund um das Thema Clowns, von Zirkusclowns über Clowns im Krankenhaus bis hin zu Horrorclowns in Literatur und Zeitgeschehen, auszustrahlen. Bei der Recherche stießen sie auf mein Blog und den Artikel mit über 80 Kommentaren von Menschen, die unter der Phobie leiden.

    Das Interview wurde mit dem Titel „Clowns – Spaßmacher oder Schreckgestalt?“ im Rahmen der Sendung „Neugier genügt“ aufgezeichnet und ist unter anderem auf der Seite des WDR, in der ARD Audiothek oder in jedem Podcatcher mit abonniertem RSS-Feed zu hören. Ich bedanke mich an dieser Stelle bei der Hörfunkjournalistin Yesim Ali Oglou für das nette Gespräch.

  • „Alles Roger“ – Bedeutung und Herkunft

    „Alles Roger“ – Bedeutung und Herkunft

    Mein Blog „Alles Roger“ gibt es nun schon seit 2005 und doch habe ich die wichtigste Frage noch nie beantwortet. Nämlich, was der Begriff „Alles Roger“ eigentlich bedeutet und wie er entstanden ist. Dabei scheint die Bedeutung und der Ursprung leicht zu erklären zu sein.

    Zunächst einmal ist der Name Roger eine Form des Namens Rüdiger, der wiederum ein germanischer Name ist und sich aus den Wörtern Ruhm/Ehre und Speer zusammensetzt und somit in etwa „ruhmreicher Speerkämpfer“ bedeutet. Roger wird im englischen, französischen und katalanischen Sprachraum verwendet und jeweils unterschiedlich ausgesprochen. Selbst im deutschen Sprachraum gibt es eine Variante, die so ausgesprochen wird, wie sie geschrieben wird.

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  • OMG! Die GEE ist zurück!

    OMG! Die GEE ist zurück!

    Der Zeitschriftenmarkt wandelt sich. Und das nicht erst seit gestern. Noch vor wenigen Tagen kündigte Bertelsmann an, beim Verlag Gruner und Jahr nicht nur hunderte von Jobs einsparen zu wollen, sondern auch insgesamt 23 Print-Titel einzustellen. In der Generation TikTok ist es offenbar noch schwerer, Leser für gedruckte Artikel zu finden, als es bislang der Fall war. Alles verlagert sich in den Online-Bereich. Oder Publikationen werden komplett und alternativlos aus dem Markt entfernt, was teilweise wirklich bitter sein kann. So geschehen bei einer der besten (wenn nicht gar der besten) Spielemagazine auf dem deutschen Markt, der GEE.

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  • Icons und das Redesign der Apple Website

    Icons und das Redesign der Apple Website

    Interessante Änderung auf der Apple Website. Das Auswahlmenü der Produktkategorien am oberen Rand öffnete bislang eine weitere, darunter liegende Leiste, in der die einzelnen Produkte als Icon abgebildet waren. Die Icons wurde durch eine Beschriftung begleitet und erleichterten die Auswahl. So wurden unter der Kategorie „Mac“ alle jeweiligen Modelle als Grafik und mit zusätzlicher Beschreibung angeboten.

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  • Audio Branding der Deutschen Bahn

    Audio Branding der Deutschen Bahn

    Die deutsche Bahn hat im Rahmen der Weiterentwicklung ihrer Marketingstrategie das Audio Branding modernisiert und in einem, wie ich finde, sehr schönen Video erklärt. Mir gefallen solche Einblicke, in denen zwar mit viel Marketing-Blabla und Buzzwords um sich geworfen wird, die aber dennoch eine Idee davon geben, wie hart und detailliert für ein derart stimmiges, erklärbares, nachvollziehbares Konzept gearbeitet werden muss. Als UX Designer und Gatte einer Marketingfrau kann ich ein Lied davon singen, wie anstrengend das sein kann. In diesem Fall ist der zuständigen Agentur „Why do birds“ (toller Name übrigens) etwas sehr gutes gelungen.

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  • Tempolimit auf Probe

    Tempolimit auf Probe

    Wie wäre es, ein generelles Tempolimit auf Deutschlands Autobahnen auf Probe umzusetzen? Für drei Monate vielleicht. Oder sechs. Nur um mal zu gucken. Einfach mal ausprobieren, ob tatsächlich die Welt untergeht. Ob das Abendland wirklich dem Untergang geweiht ist. Ob wirklich die Freiheit jedes einzelnen Bürgers verloren geht. Ob plötzlich halb Deutschland zu spät zur Arbeit kommt, es keine Urlaube mehr gibt, Einkaufszentren und Innenstädte schließen müssen und Tankstellen bankrott gehen.

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  • Ich vergesse alles

    Ich vergesse alles

    Die Finger schweben über der Tastatur. Ich überlege, was ich schreiben wollte. Gerade war es doch noch da. Das ganze Thema, die ersten Sätze. Worüber wollte ich denn noch schreiben,verdammt? Vergessen.

    Kennt ihr das? Steht ihr auch hin und wieder in der Küche vor dem offenen Kühlschrank und fragt euch, weshalb ihr ihn überhaupt geöffnet habt? Klar, man nimmt sich eine Cola raus, ein Stück Wurst und Käse, den übrig gebliebenen Kuchen von gestern und einen Apfel wegen des schlechten Gewissens. Aber war das der Grund um von der Couch aufzustehen?

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  • Öffentlicher App Verkehr in Aachen

    Öffentlicher App Verkehr in Aachen

    Der öffentliche Nahverkehr in Aachen gehört zu den grausamsten Erfahrungen in dieser schönen kleinen Stadt. Schon vor einiger Zeit betonte ich, Aachen fehle es an guten Verbindungen, einem stabilen Netz und vor allem an Straßenbahnen. Die Busse und die dazugehörigen Verbindungen sind unbequem, unzuverlässig und nicht auf die Bedürfnisse der Einwohner zugeschnitten. Ein kleines persönliches Beispiel: Um mit dem Bus von zuhause zu meiner aktuellen Arbeitsstätte zu kommen, benötige ich mit dem Bus über eine Stunde Fahrzeit. Für den Hinweg. Zurück nochmal das Gleiche. Inklusive 20-minütigem Aufenthalt am sogenannten Bushof, einem Brennpunkt aller sozialer und menschlicher Schichten und Buslinien. Mit dem Auto kostet mich die Fahrt keine zwanzig Minuten. Ich prangere das an, denn ich würde viel lieber mit dem öffentlichen Nahverkehr fahren. Gibt es denn keine vernünftige Lösung?

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  • UX ist meine Leidenschaft

    Wie kann es eigentlich sein, dass ich seit mittlerweile genau vier Jahren UX Designer bin und bislang kaum über dieses Berufsfeld geschrieben habe? Vielleicht, weil ich über meine anderen Berufe davor ebenfalls nicht geschrieben habe? Was nicht ganz der Wahrheit entspricht. Dass ich leidenschaftlicher Lokomotivführer war und im Herzen auch weiterhin bin, wurde bestimmt schon das eine oder andere Mal erwähnt.

    Und da ist dieses Wort. Leidenschaft. Ist es nicht schön, eine Leidenschaft zu haben? Oder besser gesagt, eine Leidenschaft gefunden zu haben, der man regelmäßig nachgehen kann, egal ob privat oder beruflich? Wie oft erzählte ich in diesem Blog, dass Filme meine Leidenschaft seien? Wie gerne nahm ich mir TV-Serien vor, Apple Produkte, Gadgets und Spiele. Alles Dinge, die ich leidenschaftlich mag. Doch dies sind nur Dinge.

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  • Klimaneutrales Deutschland 2045

    Eine schöne Utopie, die Agora Energiewende und Fraunhofer IEE im folgenden Video zusammengestellt und visualisiert haben. Wie kann Deutschland es bis zum Jahr 2045 schaffen, klimaneutral zu werden. Und dabei nicht nur die Umwelt zu retten, sondern die Lebensqualität der Menschen insgesamt zu verbessern. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind dabei keine Science Fiction, sondern basieren auf dem aktuellen Stand der Technik und Forschung. Heißt: Theoretisch wäre das alles machbar. Sogar schon jetzt.

    Warum ich es dennoch für eine Utopie halte? Nicht, weil ich ein Pessimist bin (okay, erwischt). Sondern weil ich mir kaum vorstellen kann, auch nur die Hälfte in den nächsten 23 Jahren in diesem Land Realität werden zu sehen. Nicht, dass ich es mir nicht absolut wünschen würde. Doch wenn ich mir nur mal die letzten 16 Jahre fast totalen Stillstands betrachte, von Politikern verursacht, die nur ihre eigene Machterhaltung im Blick hatten oder schlicht zu dumm waren, etwas zu bewegen, regen sich böse Zweifel in mir.

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  • Der 30 Tage Lauf – Das Fazit

    Der 30 Tage Lauf – Das Fazit

    Wie lief’s?

    Am 1. Juni 2021 begann ein Experiment. Ich forderte mich selbst heraus und starte eine Challenge mit dem Titel: „Der 30 Tage Lauf“. Ich wollte dabei heraus finden, ob ich es schaffe, jeden einzelnen Tag im Monat Juni einmal laufen zu gehen. Und nebenher beobachten, ob und was sich bei mir körperlich und geistig verändert. Rekorde sollten nicht aufgestellt werden. Auch keine konkreten Ziele wie minimale Kilometer oder Zeiten wurden erhoben. Es ging dabei nur um den Versuch, den inneren Schweinehund täglich aufs Neue besiegen zu können.

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  • Der 30 Tage Lauf – Tag 29 und 30

    Wie läuft’s?

    Manchmal kommt dir das Leben in die Quere. Manchmal der Tod. Oder alles, was dazwischen liegt. Manchmal ist alles andere wichtiger, als die Herausforderungen, die man sich selbst gestellt hat. Wie John Lennon einst sang: „Life is what happens to you while you are busy making other plans“. So kam es, dass ich in den vergangenen zwei Tagen weder Laufen war, noch etwas schrieb.

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  • Der 30 Tage Lauf – Tag 28

    Wie läuft’s?

    Nach einem furiosen und spannenden Spiel der Spanier gegen Kroatien beschloss auch ich, an Tag 28 meiner Challenge „Der 30 Tage Lauf“ in die Verlängerung und somit in den Wald zu gehen. Es sollte nur eine kurze Runde werden. Es wurde eine meiner Schnellsten. Und obgleich sich statt der Knie wieder mein Rücken schmerzhaft bemerkbar machte, flog und schwebte ich schier (für meine Verhältnisse natürlich). Auch Puls und Atmung blieben stets im angenehmen Bereich.

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  • Der 30 Tage Lauf – Tag 27

    Wie läuft’s?

    Statt eines Laufs war heute Expedition angesagt. Verwunschene und zerfallene Gebäude in tiefem Dickicht erkunden und telefonisch den horrenden Preis für die Ruine und den Urwald erfragen. Auch eine Art Sport, aber erwartungsgemäß nicht die Erwartung einer Challenge „Der 30 Tage Lauf“ an Tag 27. Es ist geplant, morgen wieder einer Waldrunde zu drehen. Mein Rücken wird es diesmal entscheiden.

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  • Der 30 Tage Lauf – Tag 25 und 26

    Wie läuft’s?

    Jetzt ist es doch tatsächlich passiert. Aus purer Nachlässigkeit versäumte ich es gestern, einen Beitrag zu schreiben. Obwohl von vornherein feststand, dass ich nicht laufen würde, wollte ich dennoch berichten. Gut, viel zu berichten gab es nicht. Deshalb gilt der heutige Artikel für beide Tage.

    Ein guter Kollege und Viel-Läufer (Halb- und Ganz-Marathons und nebenher immer mal so 10 bis 20 Kilometer) fragte gestern in einer Teams-Konferenz, ob ich wieder laufen gehen würde. Ich antwortete ihm, meine bisherige Erfahrung würde wohl deutlich zeigen, dass tägliche Läufe nicht das Beste für mich und meine Gesundheit seien. Er nickte verständnisvoll: „Das hätte ich dir von Anfang an sagen können.“ Gut, ja, so richtig überraschend war meine Erkenntnis in der Tat nicht. Dennoch war es nicht das Schlechteste, sie wirklich gemacht und erfahren zu haben, statt nur darüber zu lesen oder von jemandem erzählt zu bekommen.

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  • Der 30 Tage Lauf – Tag 24

    Der 30 Tage Lauf – Tag 24

    Wie läuft’s?

    Mit Wut im Bauch (statt Schüsseln voller Spaghetti) läuft es sich eindeutig besser. So viel besser, dass die „große“ Waldrunde möglich war, die zusätzlich mehr Steigungen beinhaltet. Der Körper hielt durch, am Ende meiner 7 Kilometer musste ich nicht mal schnaufen, sondern atmete ganz normal weiter. Insgesamt ein gutes Ergebnis an Tag 24 meiner Challenge „Der 30 Tage Lauf“.

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  • Der 30 Tage Lauf – Tag 23

    Wie läuft’s?

    Wichtiger Teil eines Experiments ist es, dabei zu lernen. Ich lernte schon recht früh, dass es nicht gesund ist, wirklich jeden Tag laufen zu gehen. So beschloss ich ganz bewusst, an Tag 23 meiner Challenge „Der 30 Tage Lauf“ mich um alles andere zu kümmern, nicht aber um einen Lauf. Wobei, kurz lief ich doch und spurtete meiner Frau hinterher, die wichtiges Garten-Utensilien vergessen hatte. Ansonsten beschränkte sich mein Sport auf Fußball und ehrlich, ich hatte eine ganz ähnliche Herzfrequenz beim Zuschauen.

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