Autor: Roger Graf

  • Der Mann der tausend Worte

    Eddie Murphy, Idol meiner Jugend und zuletzt nur noch in peinlichen Fortsetzungen und/oder Kinderfilmen zu sehen, die hauptsächlich aus Pipikaka-Humor bestehen, hat offenbar ein neues Filmprojekt. Nun, nichts weltbewegendes eigentlich. Die Story: Ein Mann stellt fest, dass er nur noch 1000 Worte sprechen kann, bevor er stirbt. So schräg die Idee, so sehr mag ich sie bereits jetzt. Natürlich kann der Film dennoch völlig in die Hose gehen und es erinnert stark an "Schräger als Fiktion", einer meiner absoluten Lieblingsfilme (Will Ferrel hört plötzlich die Stimme einer Erzählerin, die seine Taten wie in einem Buch schildert und den Satz fallen lässt, er würde bald sterben).

    Weshalb ich jetzt etwas über diesen Eddie Murphy Film schreibe? Weil mein erster Gedanke war: Ich weiß, welches die letzten Worte sein werden. Jede Wette, er sagt "I love you". (Und allein aus diesem Ende ließe sich die komplette Story interpolieren). Was denkt ihr? Was werden Murphys letzte Worte sein? "3, 2, 1."? "So ein Mist."? "to be continued."?

  • Möge die Ma… die Weihnacht mit mir sein

    Hatte ich vor kurzem noch erwähnt, einer meiner größten Wünsche sei der Kranwagen von Lego Technic? Dieses riesige, bewegliche, gelbe, absolut coole Teil? Nun, vergesst es. Alles Pipifax. Denn für den wahren Lego Bauer ebenso wie für den wahren Star Wars Fan gibt es nur ein Modell, das zu bauen gilt. Han Solos Millennium Falcon höchstselbst. Mit schlappen 5195 Teilen und einem Verkaufspreis von schlappen 550 Euro (ein halbes MacBook). Das Modell ist limitiert und seit wenigen Tagen erhältlich. Fast einen Meter lang ist das Teil – keine Ahnung, wohin ich es stellen würde, wenn ich es hätte. Aber dass ich es haben muss, steht außer Frage. Zum Glück bin ich 16+. Eigentlich bin ich sogar 2×16+. Bekomme ich dann zwei? Oder ein anderes cooles Star Wars Modell? Den At-At vielleicht? Oh, möge die Macht der Weihnacht mit mir sein.

  • O’zapft war’s

    Unverzeihlich eigentlich, mit meinem neuen Design so viele Leser und auch Kommentatoren (Danke danke danke) wie nie zuvor anzulocken und gleich am nächsten Tag gen München aufzubrechen. Und mein Blog danach für Tage brach liegen zu lassen. Aber was soll man machen? Wenn man so eine tolle Chance bekommt, mal wieder die Wiesn zu besuchen, darf man einfach nicht Nein sagen. Mein ältester Freund Chris organisierte uns ein tolles Angebot, Übernachtung im 4-Sterne Hotel, mit Frühstück, Gutscheinen und Eintritt in das berühmte Hippodrom Zelt. Das letzte Mal war ich vor etwa vier Jahren auf dem Oktoberfest und hatte es in sehr guter Erinnerung. Ich hoffte auch diesmal auf einen witzigen Abend und ich sollte nicht enttäuscht werden.

    – Das Hotel war klasse, das Frühstück auch. Und als witziger Zufall befand es sich genau eine Straße neben der Wohnung meines zweitältesten Freundes Mario, der uns nach einem Besuch auch auf die Wiesn begleitete.

    – Das Wetter konnte kaum besser sein. Warm und sonnig.

    – Dummerweise wählten wir das „Italiener-Wochenende“ für unseren Trip, aber Sonntags scheinen die meisten wohl wieder auf dem Heimweg gewesen zu sein. Ich kann nicht behaupten, mehr Italiener als sonst gesichtet zu haben.

    – Überhaupt war das Fest trotz des genialen Wetters überschaubar. Man kam in fast jedes Zelt, draußen fand sich immer ein Plätzchen. Man wurde weder geschubst, noch weiter gedrückt. Ich sah keinerlei Schlägereien und die Besoffenen um uns herum waren fröhlich.

    – Wiesn-typisch lässt es sich gar nicht vermeiden, die Leute um einen herum kennen zu lernen. Sobald man am Tisch sitzt und mit allen anstößt ist man im Gespräch. Wunderbar.

    – Das Hippodrom wird meines Erachtens völlig überschätzt. Zwar gilt es als eines DER Locations auf der Wiesn, mit den meisten Promis und der besten Band (so sagte man mir). Aber die Stimmung und der Service ließ mehr als zu wünschen übrig. Auf den Tischen und Bänken durfte nicht getanzt werden, die Musik bewegte sich ohnehin mehr im volksmusikalischem Bereich. Promis sah ich überhaupt keine. Und ein halbes Henderl für elf Euro, das eine Stunde braucht, um an den Tisch gebracht zu werden und während dieser Stunde wohl vertrocknet sein muss, ist selbst für ein Oktoberfest unverschämt. Ich war nicht traurig, um Punkt sechs Uhr hinaus geworfen worden zu sein, weil unsere Reservierung nur für diese zwei Stunden galten.

    – Mit den drei Pärchen, die wir im ersten Zelt kennen gelernt hatten (eines davon aus Freiburg – Gesprächsstoff ohne Ende), suchten wir nacheinander das Paulaner, das Hacker Pschorr und noch so ein Zelt auf. (Verzeiht, der Name des letzten Zeltes ist mir entfallen – zu diesem Zeitpunkt waren es bereits 3 Mass (für 7,50 Euro das Glas))

    – Wir verloren die Pärchen, fanden andere Leute, tanzten auf den Bänken und amüsierten uns, bis es nicht mehr ging (es waren noch ein paar Radler Mass hinzu gekommen).

    – Als Chris und ich um zehn Uhr beschlossen, den Heimweg anzutreten, ließen wir es uns nicht nehmen, noch eine Runde Höllenbahn und Eurostar zu fahren. Wo ich mir eine böse Prellung zuzog. Naja, selbst Schuld.

    – Um elf Uhr sanken wir erschöpft in unsere Betten und traten nach dem Frühstück und einem gemütlichen Kaffee in der Münchner Fußgängerzone mit Mario den Heimweg an.

    – Derzeit bin ich noch immer damit beschäftigt, die Nachwirkungen dieses Abends zu verarbeiten. Die Prellung lässt mich kaum noch bewegen, der Schlafmangel tut sein Übriges. Aber schön war’s. Wie immer. Wer kommt nächstes Jahr mit?

    – Jetzt fällt’s mir wieder ein: Schottenhammel war unser letztes Zelt.

  • Und nun zur Wettervorhersage

    In den nächsten Jahren wird Deutschland einen einzigen Herbst erleben. Unterbrochen von jeweils zwei Wochen Winter im April, der sofort wieder in Herbst übergeht und zwei Wochen Sommer im Juni, der ebenfalls wieder direkt in Herbst übergeht. Es ist kalt geworden, oder? Aber vielleicht kommt es mir auch nur so vor, weil ich diese Woche Nachtschichten habe und nicht so ganz auf der Höhe bin.

  • Serientäter

    Die liebe Lena schickte mir ein Stöckchen, das wohl nur für mich gemacht worden war.

     

    1.) Schaust du regelmäßig TV Serien?
    Das kommt darauf an. Es gibt Serin, die ich sehr gerne sehe, aber ich komme langsam davon weg, sie im Fernsehen zu gucken. Serien auf DVD zu schauen hat so was ganz anderes. Ohne Werbeunterbrechungen und der Möglichkeit, vielleicht noch eine Folge zu gucken und dann noch eine. Erst dann kann man eine Serie wirklich genießen.

    2.) Was macht für dich eine gute Fernsehserie aus?
    Alles, was auch ein gutes Buch oder ein guter Film haben muss. Mit dem Vorteil, dass in vielen Fällen die Personen besser beleuchtet werden können als in einem Film und man über die Jahre fast eine Beziehung zu ihnen aufbauen kann. Siehe "Six Feet Under".

    3.) Gibt es eine Serie, für die du alles stehen und liegen lässt?
    Was heißt "alles stehen und liegen lässt" ;-) Serien, bei denen ich nicht erwarten kann, die nächste Folge zu sehen: Lost, Dr.House, Emergency Room (DVD), Desperate Housewives, Nip/Tuck (DVD). Früher, als die Serien noch liefen, waren es auch Six Feet Under, Frasier, Ally McBeal (DVD) und Sex an the City (jaaa, auch Männer gucken so etwas – zumindest Männer, die Qualität, freche Geschichten und witzige Dialoge zu schätzen wissen). Was ich immer wieder gerne sehe, aber auch hin und wieder verpasse, sind Die Simpsons, King of Queens, CSI Las Vegas und Scrubs – was eigentlich unverzeihlich ist.

    4.) Und welche geht überhaupt nicht?
    Alle Serien, denen man die billige Machart sofort ansieht, die mit nur einer Kamera, Laiendarstellern und platten Geschichten daher kommen und nur als Hülle für Werbeunterbrechungen produziert worden sind ohne eine Ahnung davon zu haben, wie man die Zuschauer packt, neugierig macht und begeistert.

    5.) Kaufst du Serienstaffeln auf DVD oder Video?
    Auf DVD. Und ich hätte gerne noch viel mehr. Es gibt kaum was Schöneres, als einen ganzen langen Winterabend eine Folge nach der anderen zu schauen, ohne unterbrochen zu werden und sich den tollen Geschichten und den Charakteren hinzugeben.

     

    Und an wen werfe ich jetzt weiter? Eigentlich hat schon jeder, den ich bewerfen würde, das Stöckchen bekommen. Deshalb geht es erstmal an Pixeljunkie und Kellogs, nur damit dort mal wieder was steht. Weiterhin an D-Brain und Prospero.

  • Der Fluch der kleinen Pixel und des inflationären Kommentierens

    Letztens wurde ich auf einen heise-Artikel mit dem Titel „Der Fluch der kleinen Pixel“ aufmerksam. Darin ging es um den Misstand, dass die Fotoindustrie der Meinung ist, dem Kunden immer mehr Megapixel in viel zu kleinen Kameras mit viel zu kleinem Sensor zu verkaufen und dabei die Bildqualität zu verschlechtern. Genau beschrieben wird das bei 6MPixel.org, der Seite von Image Engineering, einem offenbar unabhängigen Testlabor. Teilweise gehen die Erklärungen zu sehr ins Technische und sind für den knipsenden Laien zu starker Tobak. Der Tenor allerdings ist klar und sollte jedem einleuchten. Wenn ich immer mehr Details auf meinen Fotos haben möchte, für die Abbildung aber eine immer kleiner werdende Sensor benutze, ist logisch, dass etwas falsch läuft. Die Kamera kann gar nicht alle Details darstellen und muss fehlende Bildpunkte selbst berechnen, was sich dann in starkem Rauschen äußert. Deshalb seien 6 Megapixel mit entsprechend großem Sensor auch absolut ausreichend bei Kompaktkameras.

    Zwei Dinge finde ich hierbei interessant. Zum einen die Tatsache, dass der Kunde sich noch immer blenden lässt und wie annodunnemal bei der Gigahertz-Jagd der PCs (je mehr Gigahertz, desto besser) dem falschen Hasen hinterher läuft und damit eine Spirale in Gang hält. Jeder „weiß“ schließlich, dass mehr Pixel auch bessere Bilder bedeutet, deshalb werden nur Kameras mit noch mehr Pixeln verkauft und deshalb nur Kameras mit NOCH mehr Pixeln produziert. Mittlerweile haben die Kunden bei den PCs begriffen, dass Geschwindigkeit nicht nur von Gigahertz-Zahlen des Prozessors abhängen. Bleibt zu hoffen, dass 6MPixel.org dazu beitragen kann, diesen Lerneffekt auch bei den Kameras einzuläuten und die Industrie dazu zu bewegen, ihre Anstrengungen bei Kompaktkameras lieber auf bessere Objektive zu richten.

    Was ich hierbei aber noch interessant fand, ist der sogenannte heise-Effekt. Denn kurz nach dem Veröffentlichen des heise-Artikels war 6MPixel.org einige Zeit nicht aufrufbar. Sie war geheised worden. Wenn heise einen Link setzt, werden die entsprechenden Seiten dermaßen mit Besuchern überhäuft und mit Anfragen bombardiert, dass viele Server einfach dicht machen (eine Schutzmaßnahme – die vielen plötzlichen Anfragen könnten ja auch von böser Einbruchssoftware stammen). Der Begriff geheised existiert mittlerweile auch bei Kommentaren in Blogs. Basic Thinking sinnierte kürzlich über die Frage, ob zuviele Kommentare überhaupt wünschenswert seien. Auf heise ziehen so manche Artikel Diskussionen in den Kommentaren nach sich, die sich in den vierstelligen Bereich begeben. Da ist es auch als Leser fast unmöglich, dem Thema noch zu folgen. Basic Thinking weist auf die Gretchen Frage hin, dass man als Blogger natürlich soviel Kommentare wie möglich möchte, andererseits aber auch irgendwann den Faden verliert und sich Diskussionen in den Kommentaren verselbständigen.

    Ich persönlich habe mit all dem eigentlich nichts zu schaffen. Mein Blog wird wohl in nächster Zukunft nicht bei heise erwähnt werden (was auch irgendwie schade ist). Meine Artikel haben bisher noch nie mehr als 20 Kommentare nach sich gezogen (ebenfalls irgendwie schade – das könnte ruhig noch etwas mehr werden). Und meine Nikon D50 hat genau 6 Megapixel, was für einen DIN A4 Ausdruck eines Fotos mehr als ausreichend ist (wobei natürlich bei Spiegelreflex etwas andere Regeln gelten und 6MPixel.org nur auf die Problematik bei Kompaktkameras hinweist).

    Manchmal hätte ich übrigens gerne wieder eine kleine Knipskamera, die man eben mal in der Brusttasche mitnehmen kann und die vielleicht doch etwas bessere Bilder als mein K800i schießt. Und was das Kommentieren angeht, wünsche ich mir, bei meinem neuen Design den Rekord zu brechen. Bald sollte es soweit sein.

  • Traumjob Radio

    Zwei Träume bestimmten mein Leben. Und tun es noch immer. Der erste Traum war es, Lokführer zu werden. Und ich wurde es. Sogar auf dem ICE. Der zweite Traum handelte davon, beim Radio zu arbeiten. Vorzugsweise natürlich bei SWR3, damals noch als SWF3 bekannt und auch heute noch mein Lieblingssender. Warum ich immer noch nicht beim Radio arbeite? Keine Ahnung, vielleicht ist ein Menschenleben zu kurz, um es mit zwei Träumen zu füllen? Vielleicht bin ich mittlerweile auch einfach zu alt und hätte mich früher um einen Einstieg bemühen müssen? Vielleicht ist es auch einfach nur Angst. Egal, das Medium Radio hat mich immer fasziniert. Sprechen, quatschen, Witze machen, erzählen und zwischendrin gute Musik spielen. Was könnte es schöneres geben? Was würde ich lieber Tag für Tag tun? (Klammern wir einfach mal aus, dass Radiomachen viel Arbeit hinter den Kulissen bedeutet, ständiges Kompromisse suchen, um den Chefs zu gefallen, ständiges herunterlesen immer gleicher Staumeldungen etc. und die Musik ebenfalls vorgeschrieben und nur selten wirklich gut ist. Dennoch…)

    Angefangen hat mein Traum schon in frühen Jahren, als ich noch vor meiner Stereoanlage saß, um bloß keine Elmi Show zu verpassen. Elmar Hörig war der Godfahther des Radios. Und ich erinnere mich, wie sehr ich meinen Englischlehrer auf dem Gymnasium verehrte, nur weil er gerne Anekdoten von seinem Kumpel Elmar zum Besten gab (beide Englisch- und Sportlehrer). Elmar Hörig war seinerzeit das Beste, was das Radio zu bieten hatte. SWF3 war das Beste, was das Radio zu bieten hatte. Und ich wollte dazu gehören.

    Leider sollte es nicht sein, selbst meine Podcast Träume (ihr erinnert euch vielleicht) sind aus Zeitmangel erstmal in den Hintergrund gerückt. Meinem SWR3 bin ich aber treu geblieben. Wenngleich ich zugeben muss, vermehrt auf SWR1 umgeschaltet zu haben. Da sind mir Pink Floyd oder Eric Clapton eben doch lieber als Xavier Naidoo oder 50 Cent. Außerdem verschwand Elmi irgendwann aus meiner Radiolandschaft. Weil seine Gags zusehends untragbarer wurden. Ich entdeckte ihn kurzzeitig wieder bei Sat.1, als er zusammen mit dem damaligen Sidekick Barbara Schöneberger eine Spielshow im Vormittagsprogramm moderierte. Peinlich war das.

    Noch peinlicher fand ich aber, als er plötzlich bei Radio Regenbogen anfing und dort seine „Elmi Radioshow“ wie dereinst bei SWR3 moderierte. Gut, Radio Regenbogen war und ist für mich ein No-Go, aber wenn Elmi plötzlich wieder zu hören ist, was soll’s. Ich schaltete gerne ein, hörte die gleiche Stimme wie früher, die gleichen Jingles, die gleichen Gags, die gleichen platten Witze. Wie früher, nur mit schlechterer Musik. Und ich konnte mich nicht entscheiden, ob es nur an mir lag – aber dieses wohlige Gefühl wie damals kam nicht auf. Es war, wie gesagt, peinlich, diesem alten Mann, diesem Veteranen, dabei zu zuhören, wie er versuchte, den jungen Leuten zu zeigen, wie man Radio machen sollte. Kaum einer seiner Gags zündete, oftmals glitt er so dermaßen in tiefstes Niveau ab, dass einem Angst und Bange wurde. Ich ließ ihn kopfschüttelnd zurück und schaltete wieder auf SWR3 um.

    Leider ging es weiter bergab mit Elmi. Keine Ahnung, was er heute macht. Aber was man so über ihn liest, verheißt nichts gutes. So hat alles seine Zeit wie auch die Träume, die sich manchmal erfüllen und manchmal eben nicht.

  • iPod Touch Porno

    Oh ja Baby, zieh dich aus. Zeig mir alles, was du hast. Komm schon. Ich will dich berühren. Ich muss dich berühren. Oh Baby, du siehst so verdammt geil aus. So schlank, so unwiderstehlich, in deinem kleinen, schwarzen Outfit. Los, zeig’s mir. Ich will dich sehen, ich will dich hören. Und ich will dich berühren. Du bist nur dafür gemacht, um von mir berührt zu werden, Baby. Oh, du fühlst dich so wahnsinnig gut an. Touch. Touch.

    Und wem diese neuerliche Auspack- und Demonstrationsorgie noch nicht gereicht hat, kann sich auch noch ein paar geile Fotos bei AppleInsider angucken. Herrlich. Ich werde meinen iPod touch vermutlich ebenso behandeln, wenn ich ihn erst einmal besitze. via fscklog.

  • Viele volle Füller

    Mir ist noch etwas zum Thema Glaubenskriege (oder hier) eingefallen. Und ich frage mich, ob die Kids diesen Krieg heute immer noch ausfechten. Denn als ich jung und in der Schule war (ist schon verdammt lange her) tobte die Schlacht um die Frage, welcher Füller der beste sei. Es gab damals nur drei Fraktionen. Die Basis rangelte sich um die Vorherrschaft von Geha und Pelikan. Diese beiden Füller waren das übliche Proletariatsschreibwerkzeug. Jedes Schulkind entschied sich für einen von beiden und schloss sich damit auch wissentlich der entsprechenden Gruppe an.

    Ich war ein Pelikan-Kind. Ein überzeugtes. Geha kam für mich nie in Frage (obwohl die Patronen glaub‘ ich billiger waren – aber wenn ich mich recht erinnere, waren damals nicht alle Patronen kompatibel, ähnlich wie heute mit den Druckerpatronen). Höchstens den Geha-Tintenkiller ließ ich mir gefallen. Doch ansonsten galt Pelikan als das Nonplusultra. Bis wir den Lamy entdeckten, die dritte Fraktion (inklusive der Frage, ob man ihn "Lahmie" oder "Lämmie" aussprach – die ganz Coolen wählten die internationale Aussprache). Lamy-Füller waren mit einem Male das In-Schreibzeug. Jeder mußte einen haben, wenn man dazu gehören wollte. Ich erinnere mich noch, wie ich diese Dringlichkeit damals versuchte meiner Mum klar zu machen (und Unverständnis erntete, die sich bis heute gehalten hat – ich sage nur iPod-Affinität).

    Aber ich bekam einen. Zuerst einen weißen, den ich mit Edding farb schwärzte, dann einen schwarzen, bis er kaputt ging. Schließlich einen roten. Was war ich stolz auf das Ding. Keine Ahnung wieso, schließlich hatte fast jeder einen. Aber der Lamy gab mir damals das Gefühl, dazu zu gehören. Die Kids, die damals beharrlich bei ihrem Geha blieben – nun, die waren zwar damals die Loser, haben aber mittlerweile bestimmt Doktorentitel und laufen nun mit einem Mont Blanc Schreiber in der Jackettasche herum. Ich selbst habe schon ewig nicht mehr mit Füller geschrieben. Es würde auch nichts bringen, denn egal, welche Marke ich nun nähme, man könnte das Gekrakel ohnehin nicht entziffern. Ich habe eine Logitech-Tastatur.

    Wie war das bei euch? Welchen Füller hattet ihr damals und musstet ihr auch für eure Überzeugung gerade stehen?

  • Das Designministerium

    Na prima. Ich habe mein Blog beim Designministerium überprüfen lassen und bekam gerade mal schlappe 21 von erreichbaren 100 Punkten. Das daraufhin ausgestellte Zertifikat mag ich mir nicht mal aufs Klo hängen. Hallo? Sooo hässlich ist meine Seite doch auch nicht, oder? Naja, also zunächst mal sollte man dieses Designministerium gar nicht übermäßig ernst nehmen. Die Texte und Erläuterung sind bewusst locker und witzig gehalten. Und wenn man die Designminsterium-Homepage selbst einmal überprüfen lässt, erhält diese 101 von 100 erreichbaren Punkten und den Kommentar „Das soll uns mal einer nachmachen“.

    Zertifikat

    Auch halte ich es für fraglich, inwiefern hier tatsächlich Design bewertet wird. Offenbar geht es mehr um die zugrunde liegende Technik. Klar, dass ich hierbei schlecht abschneide. Meine Fähigkeiten in CSS sind einfach zu gering. Außerdem habe ich die Befürchtung, dass es auch ein klein wenig an den Themes (Templates, Layouts, Designs) von Serendipity liegt. Ohne den Machern dieser Themes auf den Schlips treten zu wollen – aber echte Burner gibt es nicht und manche sind wirklich abgrundtief hässlich und schon farblich eine Zumutung (das muss nicht mal vom Geschmack abhängen). Sicherlich, wenn man es drauf hat, kann man auch aus diesen Themes noch etwas Hübsches basteln. Aber ich hege auch ein klein wenig die Vermutung, dass Serendipity weitaus erfolgreicher sein könnte, wenn es pfiffigere, modernere, schickere Themes schon fertig gäbe.

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  • Schon wieder Duisburg

    Ja ne, sicherlich klar. Alles Duisburg. Also ehrlich, mich überrascht es langsam nicht mehr. Aber dennoch die Frage: Kommt es nur mir so vor, als stünde Duisburg fast wöchentlich in den Negativ-Schlagzeilen, seit ich hier wohne? Oder ist schon vor meinem Umzug so viel Böses und Schlimmes in und aus Duisburg gekommen? Ich weiß es nicht. Wäre Duisburg eine amerikanische Kleinstadt und ich ein blasses, schwarzhaariges Kind mit bösem Blick würde ein veritabler Gruselstreifen daraus entstehen. Überall Verbrecher: Mafia, Al Kaida, Ikea. Und es nimmt kein Ende. Hab ich schon erzählt, das ich wieder auf Wohnungssuche bin? ;-)

  • Nein, keine Creme.

    Neulich beim Kiosk meines Unvertrauens. Ich gehe auf die Verkäuferin zu und sage: "Hallo, haben sie die neue Game Pro?"  Sie schaut verdutzt. "Die neue was?" "Die neu Game Pro. Die Zeitschrift Game Pro," wiederhole ich. "Die … wie heißt die?" "Game Pro." "Creme Po?" "Nein, das R ist im hinteren Wort. Game Pro." Die Verkäuferin fängt an, das Regal zu durchsuchen und murmelt "Creme… Creme…" "Game … Pro", verbessere ich. "Was ist denn das für eine Zeitschrift?" fragt sie. "Ein Videospielemagazin", antworte ich. "Videos", stellt sie fest und blättert die DVD-Hefte durch. "Nein, keine Videos. Videospiele", verbessere ich erneut. Nun ist sie völlig verwirrt, blickt auf die Reihe mit Spielemagazinen, sagt "Haben wir nicht" und verschwindet. Und tatsächlich. Sie haben weder Creme Po noch Game Pro.

  • Kulanz bei Ikea – Hopen und Malm nicht verloren

    Dieses Wortspiel in der Überschrift konnte ich mir einfach nicht verkneifen, obwohl es in dem folgenden Artikel nicht um Ikea-Schlafzimmer sondern um Ikea-Küchen geht. Eine solche habe ich nämlich vor einiger Zeit bestellt, mit fast allen Geräten, allem Schnick-Schnack und der Basis Montage. Die Arbeitsplatte musste maßangefertigt werden, was die Lieferung um vier Wochen verlängerte. Letzten Donnerstag endlich klingelten die Transporteure und schleppten ein Paket ums andere in meine Wohnung. Zuerst verglichen wir natürlich die Lieferung mit der Bestellung, dann machte ich mich daran, die Teile auszupacken und auf Fehler zu überprüfen. Und natürlich war etwas falsch. Die maßangefertigte Arbeitsplatte war nicht so, wie ich sie bestellt hatte. Mist, dachte ich, ausgerechnet das schwerste, unhandlichste Teil ist falsch. Außerdem würde ich bei einem Umtausch ja wieder vier Wochen auf die neue Platte warten müssen. Also nichts wie hin zu Ikea um nach einer Lösung zu suchen.

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  • Backsteintapete

    Alle die jenseits der 25 sind, werden sie noch aus grauer Vorzeit kennen. Die Backsteintapete. Inbegriff der 70er und zugegeben häßlich wie sonst was. Schick sind allerdings echte Backsteinwände in der Wohnung, die einem dieses coole Loft-Gefühl vermitteln. Kombiniert mit dunklem Holz und Schwarzweißfotografien stell ich mir das wirklich toll in meiner neuen Wohnung vor. Wie allerdings bekommt man so eine Wand? Echte Backsteine stapeln? Oder gibt es irgendwelche Attrappen, denen man nicht unbedingt ansieht, dass es Attrappen sind? Gibt es irgendwelche Tricks wie man sich so eine Wand in die Wohnung holt? Muß ich bei Tine Wittmann anrufen, um Antworten zu bekommen?

  • Duisburg und ich (2)

    Duisburg in aller Munde. Eben wurde noch täglich über die Stadt und die hier stattfindende Ruderweltmeisterschaft berichtet, bei der die deutschen Kanuten sehr erfolgreich abschnitten. Und schon folgt das nächste große Thema, das wir wohl noch die nächsten Tage in den Medien hören werden. Mafiakriege, Hinrichtungen und Schießereien am Duisburger Hauptbahnhof. Kaum überraschend, wenn ich euch erzähle, dass ich knapp 500 Meter vom Tatort entfernt wohne. Da bin ich extra von Müllheim in die große Stadt gezogen, um diesem Mord und Totschlag zu entgehen, da verfolgt es mich schon wieder. Schrecklich.

    Jaja Düsburch. Mittlerweile fand ich auch die Zeit, mich ein wenig umzusehen. die Stadt und die Umgebung etwas kennen zu lernen. So lag ich bereits am Wolfsee, einem der Seen der sogenannten Sechs-Seen-Platte. Ein wunderschönes Naherholungszentrum, mit vielen Wäldern, vielen Wanderwegen und natürlich viel Wasser. Sogar mit Sandstrand im Seebad und einer Wassertemperatur von gefühlten 5 Grad Celsius.

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  • Streik

    Nanu, fragt sich manch einer womöglich. Da schreibt der Roger in letzter Zeit soviel über sein (ehemaliges) Leben als Lokführer. Versucht, ein wenig hinter die Kulissen des Eisenbahngeschäfts blicken zu lassen und wirbt für mehr Verständnis. Und nun, da die Lokführer in aller Munde und nicht mehr aus den Medien wegzudenken sind, kommt nichts mehr? Hat er denn keine Meinung zu dem ganzen Streik-Hickhack?

    Doch, hat er. Eine eindeutige sogar. Völliger Blödsinn, was gerade in deutschen Landen so abgeht. Zugegeben, vieles über diesen versuchten Streik weiß auch ich nur aus den Nachrichten. Wirklich betroffen bin ich ja derzeit nicht mehr, da ich nicht bei der Deutschen Bahn angestellt bin. Aber tief in meinem Herzen bin und bleibe ich Lokführer und stehe daher auch hinter den Kollegen und unterstütze ihre Bemühungen. Dennoch kann ich leider nicht mit Insiderwissen dienen. Auch habe ich bis jetzt noch mit keinem meiner ehemaligen Kollegen gesprochen. Und selbst wenn, bekäme ich von jedem ohnehin nur seine persönliche Meinung.

    Was also sind die Fakten? Ganz einfach. Die Lokführer wollen mehr Geld. 31% mehr. Das ist verdammt viel, so meint man. Vergleicht man allerdings die heutige Bezahlung deutscher Lokführer mit den ausländischen Kollegen, sind 31% schon gar nicht mehr so wild. Außerdem kam die Zahl 31 ja nur zustande, weil hier eine Lohnerhöhung auch dadurch errechnet wurde, indem man die immer häufiger wegfallenden Zulagen einbezog (die Lokführer-Bezahlung ohne Zulagen ist äußerst mager).

    Der eigene Tarifvertrag? Nun, wäre praktisch, soll aber wohl nur eine kleine Zugabe sein, die die Gewerkschaft GDL gerne hätte. Fraglich, ob wirklich alle Lokführer auch Wert auf diesen legen.

    Die Situation? Verfahren und mittlerweile lächerlich. Das vom Gesetz erlaubte Streikrecht wird hier mit Füßen getreten. Im Ernst, ich unterstütze jeden Streik, da ein Streik wohl in den wenigsten Fällen aus einem Affekt begonnen wird. Da brodelt etwas und dem Ärger wird früher oder später Luft gemacht. Natürlich ist ein Streik immer ärgerlich. Das soll er ja auch sein. Natürlich war es schlimm, als die Ärzte streikten. Oder die Telekom Mitarbeiter. Aber sie streikten aus gutem Grund. Nur den Lokführern kann man es offenbar verbieten.

    Schlimm ist einfach, dass ab jetzt irgendjemand sein Gesicht verlieren wird, egal wie die Geschichte endet. Entweder macht sich die Bahn lächerlich, oder die Gewerkschaften mit den Lokführern oder gleich der ganze Staat.

    Nachbarn wie Franzosen oder Italiener schmunzeln vermutlich oder schütteln den Kopf über die Geschehnisse dieser Tage. Denn in Frankreich und Italien gehört ein Streik einfach dazu. Dort streikt man, überspitzt gesagt, auch gerne mal nur um auf sich aufmerksam zu machen. Und mit Erfolg. Die beiden Länder wissen, was sie an ihrer Eisenbahn haben und behandeln die wichtigsten Mitglieder so gut wie möglich (oder werden dazu gezwungen).

    Um es auf den Punkt zu bringen: im Vergleich zum Ausland und im Vergleich zu privaten Bahnen im Inland, in Anbetracht der Verantwortung und des Arbeitspensums, in Anbetracht der häufiger werdenden Streichungen von Zulagen und Beschneidungen ist es in meinen Augen mehr als gerechtfertigt, dass die Lokführer hier für mehr Gerechtigkeit und Geld plädieren. Da mag Deutschland nun so lange anderer Meinung sein wie es will, da mag die deutsche Wirtschaft noch so lange lamentieren, dass ein Streik Millionen kosten würde, da mögen Gerichte noch so lange versuchen wollen, die Streiks zu verbieten. Es ändert nichts an der Tatsache, dass der Streik gerechtfertigt ist.

    Wie auch immer hoffe ich sehr, dass diese Geschichte in irgendeiner Form gut für die Lokführer ausgehen wird. Sehen wir es mal so: Die Aufregung und die Verbote sind doch immerhin ein Beweis dafür, dass sich Deutschland trotz ständigem Nörgelns wohl bewusst ist, was sie an ihrer Eisenbahn hat. So wie die Franzosen und die Italiener auch.

  • Bohr’n to be alive

    Heute mal wieder festgestellt, wie sehr ich bohren hasse. Plötzlich auftretende Löcher hinter der Wand, falsche Dübel, nicht passende Schrauben, Stahlbeton, herausbrechende Gipsstücke. Ich hasse es. Wieso kann nicht alles mit Nägeln befestigt werden? Wer erfindet mir den Universal-Nagel, mit dem alles, wirklich alles festgemacht werden kann. Ich will nicht mehr bohren. Am liebsten würde ich einfach alles nageln. Hach, wäre das schön.

  • FR-R 2807

    Weiß eigentlich jemand, wie lange man Zeit hat, sein Autokennzeichen zu ändern, wenn man in eine andere Stadt gezogen ist? Zwei Monate? Drei vielleicht? Und, falls man das Kennzeichen nicht ändern kann, weil es die allerletzte Verbindung zur alten Heimat ist, die man einfach nicht los lassen will, wird man dafür bestraft? Besonders bei dieser Erklärung?

  • Starlight Express

    "Züge waren sein Leben", wird man einmal über mich sagen. Aufgewachsen in einer Bahnsiedlung, eine Lehre bei der Bahn begonnen, begeistertet Lokführer geworden, irgendwann nach Duisburg gezogen, um auch dort wieder für ein Eisenbahnunternehmen zu arbeiten. Und nun geht der Kerl auch noch in ein Musical. Nahe liegend, dass es nur Starlight Express sein kann

    Meine erstes kulturelles Erlebnis im Pott und gleich so eine Schau. Zugegeben, ich bin nicht der größte Musical Fan und entsprechend zweifelnd mit Britta auf dem Weg nach Bochum gewesen. Doch die Aufführen war einfach klasse, die Stimmung der Hammer. Es hat wahnsinnigen Spaß gemacht und ich würde tatsächlich auch ein zweites Mal eine Aufführung besuchen. Nicht nur, weil ich die Idee für die Geschichte an sich schon toll fand (ein Kind spielt mit seiner Eisenbahn und veranstaltet ein Wettrennen, in dem Rusty, die alte Dampflok, versucht gegen Diesel- und Elektrolok zu gewinnen). Auch die Songs machten Spaß. Wobei – hier auch mein einziger Kritikpunkt: ich hätte das Ganze lieber im englischen Original gesehen. Denn nicht nur, dass es schwierig ist, die Texte sinngemäß zu übersetzen und sie dabei sprachlich auch noch so zu formen, dass sie zu Reim und Melodie passen, litt die Verständlichkeit auch an den Sängern selbst. Allesamt dem englischen und holländischen Raum entstammend, verstand ich zu oft kein einziges Wort und mehr als einmal waren die Texte einfach nur dümmlich und lächerlich. Was besonders gefühlvollen Songs einen Dämpfer verpasst.

    Nichtsdestotrotz amüsierte ich mich prächtig, so wie das restliche Publikum auch. Standing Ovations, jubelnde und pfeifende Massen am Ende der Show. Man kann sich kaum vorstellen, dass dies seit fast 20 Jahren beinahe jeden Abend so passiert. Ich war und bin begeistert und auch wenn ich Rusty den Sieg am Ende natürlich gönne, hätte ich persönlich auch den ICE gerne als Sieger gesehen. Aber nur aus persönlicher Verbundenheit. Züge sind halt immer noch mein Leben.

     

  • René Marik: Schneewante und Rapante

    Man muss wohl eine ganz besondere Art von Humor besitzen um folgendes lustig zu finden. Ich persönlich habe ihn, diesen Humor. Und Surfguard wohl auch, der durch eine Kurt Krömer DVD (ebenfalls geil der Typ) auf René Marik aufmerksam wurde. Und auf dessen Schneewante und Rapante.

    Diese beiden Stücke finde ich so urkomisch, dass ich euch auch noch Kalle aufm Eisberg zeigen muss. Nicht, dass es dann wieder hinterher heißt: „Wieso hast’n det nich gezeigt?“ Ja hättste hättste hättste hättste hättste. Ne ne, hätte hätte liecht im Bette. Den Schuh zieh ick mir nich an, Freunde. Da.