Jahr: 2008

  • Young@Heart

    Disclaimer: Dies ist ein dot-friends.com Review.

    Nein, die Band, die den Song geschrieben hat, heißt nicht Crash. Und die CD muss so in den Player gelegt werden, dass die spiegelnde Seite nach unten zeigt. So manches ist den Senioren fremd, die sich mehrmals die Woche treffen, um ihren nächsten großen Auftritt zu proben. Sie alle gehören zum Ensemble des Young@Heart-Chors. Kaum einer der Mitglieder ist unter 80 Jahren alt. Doch das ist nicht das erstaunliche an dem Chor. Sondern die Auswahl der Songs, die sie vortragen. Eigentlich nicht ihrer Altersklasse entsprechend, studieren sie Rock- und Pop-Songs ein, Punk und Soul ist ihnen ebenfalls nicht fremd. Obwohl – eigentlich ist ihnen das alles so fremd, dass die Auftritte erfrischend anders, schräg aber doch wundervoll authentisch klingen.

    Stephen Walker begleitete und filmte den äußerst erfolgreichen Chor mehrere Wochen bei den Proben. In dieser Zeit probten die Senioren für den nächsten Auftritt in ihrer Heimatstadt und die Kamera ist von Anfang an dabei, wenn Bob, der Chorleiter die neuen Songs vorstellt, die es zu lernen gilt. Im Laufe des Films lernt man einige der Sänger näher kennen. Estelle, die ehemalige Stripperin oder Joe, der jeden Text innerhalb eines Nachmittags auswendig kann. Jeder von ihnen ist ein herrliches Original. Ihnen allen gemein ist die Liebe und die Begeisterung für das Singen. Kaum einer von ihnen kann es wirklich gut, aber dafür mit umso mehr Inbrunst.

    Walker begleitet den Chor, lässt seine Hauptpersonen im Interview zu Wort kommen und entlockt ihnen so manches Bonmot und wunderbare Anekdoten. Sie erzählen, wie wichtig es ihnen ist, Mitglied des Chors zu sein, welche Kraft ihnen das gibt. Sie zeigen sich teils fast jugendlich verspielt und übermütig. Sehr schnell gewinnt man als Zuschauer jeden Einzelnen lieb. Was auch gewisse Gefahren birgt.

    Denn nicht nur die Leidenschaft für den Chor ist den Senioren gemein, sondern auch die unumgängliche Nähe zum Tod. So trifft es einen bis ins Mark, wenn Bob Silvani nach langem, schwerem Kampf letztlich doch verstirbt. Und man kann sich der Tränen spätestens dann nicht mehr erwehren, wenn der Chor eine Stunde nach Erhalt der Nachricht über den Tod ihres Freundes in einem Gefängnis den Häftlingen „Forever Young“ von Bob Dylan vorsingt. Und die Knackis wie versteinert dreinblicken.

    Die Dokumentation bietet überraschend viele solcher Momente, in denen sich die Stimmung schlagartig ändert. Teils weiß man gar nicht mehr, ob man aus Trauer weint, oder weil man so entzückt ist ,oder weil wieder etwas so unfassbar lustiges passiert ist. Ich habe es schon so oft geschrieben, dieses Zitat „der hat kein Herz“ aber ich nutze es gerne wieder. Wer spätestens bei Coldplays „Fix You“, das eigentlich ein Duett hätte sein sollen, nicht weint, der hat kein Herz.

    Irgendwann sagt Joe, es sei der Gesang, der ihn so lange am Leben gehalten hätte. Dieses Ziel, wieder auf der Bühne zu stehen und dort das Publikum zu verzücken. Die Kamera entfernt sich dabei von ihm, während er seine sechste Bluttransfusion erhält und man bereits weiß, dass der Krebs wieder da ist. Für einen Moment bleibt alles still.

    Young@Heart ist ein wunderbarer Film, nicht nur über einen Chor von Senioren. Er ist eine Ode an die Leidenschaft, ein Lobgesang auf das Älterwerden mit Freude und Lust. Ein Denkmal gegen das Aufgeben und für die Begeisterung für das Leben an sich. Am Ende sagt eine der Zuschauerin: „Ich werde mich nie wieder darüber beklagen, älter zu werden oder mich müde zu fühlen.“ Dem kann ich nur zustimmen. Alt werden ist nach diesem Film nur noch halb so schlimm.

    https://youtube.com/watch?v=CjnfoFg7i7g%3Fcbrd%3D1%26ucbcb%3D1

    Genau so sollen Kinofilme sein. Sie sollen interessante Geschichten erzählen, mit interessanten Darstellern und sie sollen einen zum lachen und zum weinen bringen. Manchmal glaube ich doch daran, dass Kino nicht verloren ist. Übrigens fand ich es sehr begrüßenswert, dass lediglich die Stimme des Erzählers synchronisiert und die Dialoge, Interviews und Gesänge im englischen (untertitelten) Original belassen wurden.

  • Ich will Wall-E

    Ich will Wall-E. Irgendwie. Im Kino habe ich schon versucht, den Leuten ein Papp-Wall-E abzuschwatzen. Klauen war leider nicht möglich. Ich suche auch schon in diversen Foren nach großen, coolen Wall-Es. Bisher ohne Erfolg. Den geilsten aller Wall-Es werde ich ohnehin nie bekommen. Er ist komplett aus Holz und leider ein Einzelstück, das vermutlich in John Lasseters Büro steht. Er hat den Film produziert und bekam das Modell vom Mutterkonzern Disney geschenkt. Neid! 

    Fast so geil ist die Version aus Lego. Würde sich auch wunderbar in meinem neuen Arbeitszimmer neben den Trucks machen. Wenn man nur an eine Bau-Anleitung käme. Oder zumindest eine Liste der benötigten Teile. Hach. Vielleicht sollte ich mir einfach mal den Kofferraum mit Tüten voller Legosteine packen und anfangen zu basteln.

    beides via Nercore

  • Happy Birthday

    Und dann fällt mir so ganz nebenbei auch noch auf, dass mein Blog heute seinen dritten Geburtstag feiert. Wahnsinn. Drei Jahre Alles Roger. Drei Jahre Bloggen. Drei Jahre mit schrägen Geschichten, viel Spaß, wenig Ärger, vielen Veränderungen.

    Der erste Eintrag in meinem Blog stammt zwar vom 9.Oktober 2005, dieser lief aber aus organisatorischen Gründen eher unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Am 16.Oktober 2005 ging es dann los. Und was soll ich sagen? Trotz mancher Hürden und einiger Flauten macht bloggen immer noch soviel Spaß wie damals. Vielleicht sogar noch mehr als damals.

    allesroger.net ist kein A-Blog, es wird nicht regelmässig zitiert, nur wenige kennen es, aber es ist mittlerweile ein Begriff in se Interwebz. Doch auch das ist fast unwichtig. Alles was zählt ist, dass ich Spaß habe beim bloggen und noch mehr, dass ihr alle Spaß am lesen habt. Und beim Kommentieren. Ehrlich, ohne euer Feedback wäre es nicht so schön.

    Deshalb freue ich mich auf die nächsten Jahre Alles Roger. Und ich hoffe, ihr auch.

  • Laaaaangsam [Update]

    Vielleicht habt ihr es schon bemerkt. Euch vielleicht sogar schon etwas geärgert. Mein Blog ist seit einigen Wochen überraschend lahmarschig geworden. Teilweise dauert es bis zu zehn Sekunden, bis die Seite aufgrufen ist. Völlig unabhängig von Browser und Internetverbindung. Mein fleissiges Helferlein ist bereits damit beschäftigt, den Fehler zu suchen. Derzeit noch erfolglos. Heute abend wird mein Blog auf einen anderen Server umziehen. Allerdings sind die Chancen klein, dass es dadurch flotter wird. Denn auch das Blog des Helferleins litt unter Geschwindigkeitsproblemen, die durch den Umzug nicht behoben werden konnten. Ich bitte, die langen Wartezeiten zu entschuldigen. Wir sind dran. (Vielleicht muss ich doch alles nochmal neu aufsetzen – ohweh)

    Update: Garvin, der Chefentwickler von Serendipity, der Chief Master, Big Brain und Programmier-Schmamane, der alles liest und alles beantwortet, der selbst kein Privatleben mehr haben kann, wegen Opfern wie mir, lässt mich nicht im Stich, obwohl ich immer wieder mal ankündige, sein Baby zu verlassen. Ich habe diesen Artikel nicht mal eine Stunde online und schon schreibt er mir die Lösung des Problems. Schuld war in der Tat ein internes Statistik-Plugin, das wohl langsam die Datenbank aufblähte und mein Blog in die Knie zwang. Es ist nun deaktiviert und ich hoffe, auch bei euch lädt alles wieder in gewohntem Tempo. Danke Garvin. Kauft sein Buch. Bloggen macht wieder Spaß.

  • Mein Moleskine

    So schnell kann es manchmal gehen. Gestern noch habe ich die besten, hübschesten, hippsten und cleversten Leser der Welt, nämlich euch, gefragt, welches Moleskine ihr mir empfehlen würdet. Zahlreiche Antworten später habe ich bereits eins. Eure Vorschläge waren sehr hilfreich. Letzten Endes entschied die damalige Freundin durch den Kauf entschied ich mich für den Wochenkalender + Notizbuch in der soften Pocket Variante. So habe ich auf der linken Seite jeweils einen wöchentlichen Kalender und rechts genug Platz für Notizen. Ein guter Kompromiss wie ich finde. Vielleicht stelle ich für (über)nächstes Jahr auch fest, dass mir eine andere Version nützlicher wäre. Bis dahin habe ich dieses Moleskine lieb. Es versteht sich übrigens prima mit meinem iPhone…

  • Welches Moleskine habt ihr?

    Ich bin kreativ. Ich schreibe. Ich blogge. Ich habe einen Mac. Ich trage ihn in einer Crumpler Tasche herum. Ich bin ein wandelndes Klischee. Zumindest beinahe. Denn was mir noch fehlt ist ein Moleskine. (Und eine schwarz gerahmte Brille) Da mir mit zunehmendem Alter offenbar Speicherplatz in meinem Kopf verloren geht, wäre ein Moleskine nicht nur eine hübsche, sondern auch eine praktische Anschaffung. Und es fügt sich zudem noch so schön in meine Welt ein. Die Frage ist letztlich nur: Welches soll ich nehmen? Modelle gibt es mannigfaltig, für jeden Zweck und jede Situation. Ist das Moleskine mit Blanko-Seiten das beste um Skizzen und Notizen zu machen? Macht das Moleskin mit täglichem Kalender nicht mehr Sinn? Oder reicht das Moleskin mit Linien? Ich habe nicht viele Termine zu verwalten. Würde aber eine Art Kalender zu schätzen wissen. Ich zeichne auch eher weniger, sondern bräuchte etwas, um all die Ideen, die mich so überkommen, zu notieren. Vielleicht das Moleskin mit täglichem Kalender? Das hat aber 400 Seiten und ist wieder entsprechend dick.

    Deshalb die Frage an euch, die klügsten, hübschesten, hippsten und besten Leser der Welt: Welches würdet ihr mir empfehlen? Welches nutzt ihr selbst? Und wie zufrieden seid ihr?

  • 41 Fragen – 1 Antwort

    Die Vizekönigin hat mich nicht vergessen. Nachdem ich ihr letztes Stöckchen einfach habe links liegen lassen, (Asche auf mein Haupt) befürchtete ich schon, nie wieder beworfen zu werden. Doch prompt – Autsch – ist es passiert. Ein Stöckchen, mit 41 Fragen, die allesamt nur mit einem Wort beantwortet werden dürfen. Und ja, ich gebe es zu, irgenwie mag ich Stöckchen. Ob ich in einem früheren Leben Hund war? Also los:

    1. Wo ist Dein Handy? – Kommode
    2. Dein Partner? – vorhanden
    3. Deine Haare? – verwuschelt
    4. Deine Mama? – lieb
    5. Dein Papa? – beschissen
    6. Lieblingsgegenstand? – Ratet
    7. Dein Traum von letzter Nacht? – schlimm
    8. Dein Lieblingsgetränk? – Malzbier
    9. Dein Traumauto? – schnelllll
    10. Der Raum, in dem Du Dich befindest? – Schlafzimmer
    11. Dein(e) Ex? – weg!
    12. Deine Angst? – Spinnen
    13. Was möchtest Du in 10 Jahren sein? – 35!
    14. Mit wem verbrachtest Du den gestrigen Abend? – damalige Freundin
    15. Was bist Du nicht? – Leichtathlet
    16. Das letzte was Du getan hast? – ferngesehen
    17. Was trägst Du? – wenig
    18. Dein Lieblingsbuch? – Hunderte
    19. Das letzte, was Du gegessen hast? – Leberwurstbrot
    20. Dein Leben? – primstens
    21. Deine Stimmung? – unruhig
    22. Deine Freunde? – woanders
    23. Woran denkst Du gerade? – Antworten
    24. Was machst Du gerade? – bloggen
    25. Dein Sommer? – brrr
    26. Was läuft in Deinem TV? – House
    27. Wann hast Du das letzte Mal gelacht? – gerade
    28. Das letzte Mal geweint? – Wall-E
    29. Schule? – Gymnasium
    30. Was hörst Du gerade? – Ultraschallzahnbürste
    31. damalige Freundin Wochenendbeschäftigung? – shoppen ;-)
    32. Traumjob? – Legoland
    33. Dein Computer? – Macbook
    34. Außerhalb Deines Fensters? – Dunkelheit
    35. Bier? – Malz
    36. Mexikanisches Essen? – Nö
    37. Winter? – Brrrr
    38. Religion? – Glaube
    39. Urlaub? – Wat?
    40. Auf Deinem Bett? – Ich.
    41. Liebe? – primstens

    Na dann, Frau B-Tina, Frau Tina und Herr Waidele – würden Sie bitte…?

  • Über Geschmack lässt sich…

    Ja, was denn nun? Streiten oder nicht streiten? Nach meinen Recherchen heißt das Sprichwort im Original „Über Geschmack lässt sich nicht streiten“. Und doch hört man so oft die Version „Über Geschmack lässt sich streiten“. Was ist denn nun wahr?

    Meiner Ansicht nach beides. Die Wortwahl des Sprichwortes ist nur etwas missverständlich. Denn über Geschmack lässt sich definitiv streiten. Weil Geschmack etwas rein subjektives ist und damit auch jeder Mensch eine eigene persönliche Meinung hat. Die mit den Meinungen anderer kollidiert, was für Zünd Gesprächsstoff sorgt. Streitbares gibt es wahrlich genug. Mein Lieblingsthema: Film. Mittlerweile habe ich es aufgegeben, mit anderen über Filme zu „diskutieren“. Wenn jemandem ein Film nicht gefällt, den ich klasse finde – so what? Ich muss niemanden überzeugen. Ich darf dafür auch Filme scheiße finden, die alle anderen mögen.

    Und damit wären wir bei der zweiten Wahrheit. Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Aber nicht, weil es keine Streitpunkte gäbe. Sondern weil es eben keinen Sinn macht. Das Sprichwort sollte daher lauten „Über Geschmack braucht man nicht streiten“.

    Hab ich schon erwähnt, dass ich den neuen Bond-Song beschissen finde und dass ich Keinohrhasen beschissen fand und dass ich Wall-E liebe? Mehr dazu noch diese Woche. Und ich erwarte Eure Meinungen in den Kommentaren.

  • Meine Fußballmannschaft

    Warum ist man eigentlich Fan einer Fußballmannschaft? Und wovon ist man ein Fan? Von den Spielern? Von den Trainern? Von der repräsentierten Stadt? Oder vielleicht von der Stimmung und den anderen Fans und den Erinnerungen und so? Ich gebe zu, mit Fußball konnte ich nie wirklich etwas anfangen. Weder auf dem Platz, noch auf dem Bildschirm. Ich war auch noch nie in einem Stadion. Fußball interessiert mich nur zu Europa- und Weltmeisterschaften und in diesen Fällen bin ich natürlich für Deutschland. Weil diese Jungs, wie immer sie auch heißen, für ihr Land spielen. 

    Deshalb meine Frage. Wenn jemand vor fünf Jahren Fan des FC Bayern München war und es heute immer noch ist, so ist er doch heute Fan einer komplett anderen Mannschaft. Alle Spieler und Trainer sind neu, vielleicht sogar der Sponsor und die Trikot-Farben. Was bleibt, ist doch nur der Name und die Stadt. Umso verwirrender finde ich das, wenn ein FC Bayern München Fan gar nicht aus München stammt oder dort wohnt. Was verbindet ihn mit dem FC?

    Mir persönlich liegt der SC Freiburg am Herzen. Aber auch nur, weil ich aus dem Raum Freiburg stamme. Ich weiß aber nicht, wo sie in der Tabelle stehen und ich kann euch keinen einzigen Spielernamen nennen. Aber ehrlich, ich fürchte kaum ein Spieler des SC stammt tatsächlich aus Freiburg. Ich stehe also hinter einer Mannschaft von Jungs, die vom Freiburger Management eingekauft wurden und beim nächstbesten Gebot wieder verschwinden. Ja, ich bin wohl nur Fan von Freiburg. Und damit auch des SC Freiburg, ganz gleich, wer dort spielt und wie.

    Ich kann mich noch an goldene Zeiten erinnern, da wurden die Freiburger in den Medien Breisgau-Brasilianer genannt. Sie spielten sich frech und ungewohnt und einigermaßen erfolgreich in die Herzen der Zuschauer. Das ist heute anders. Der Sportclub heute ist nicht mehr der gleiche wie damals. Und das nicht nur weil Volker Finke gegangen wurde. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, ich bin ein Fan von Freiburg. Der Stadt, dem Flair, den Menschen dort und damit auch zwangsläufig dem Fußballverein. Wie ist das bei euch? Bei welcher Mannschaft fiebert ihr mit und weshalb? Und kann mir jemand sagen, weshalb jemand Fan einer Fußballmannschaft ist, mit der ihn gar nichts verbindet?

  • iPhone nicht mehr exklusiv bei T-Mobile

    Die Gerüchteküche brodelt nicht, aber sie köchelt leise vor sich hin. Es wird wohl nur noch eine Frage der Zeit sein, bis T-Mobile seinen Exklusivanbieter-Vertrag für das iPhone in Deutschland verliert. In anderen Ländern ist es mittlerweile Gang und Gäbe, dass sich mehrere Anbieter den Markt teilen. In der Schweiz beispielsweise Orange und die Swisscom. Auch ist es kein offenes Geheimnis, dass die Geschäfte mit dem iPhone fast nirgendwo so schlecht laufen wie in Deutschland. Gemessen am kaufbereiten Publikum. Und dies liegt mit Sicherheit auch an den teuren und unflexiblen Kondition, mit der ein deutscher Kunde bei T-Mobile leben muss. T-Mobile selbst versucht sich mit Prepaid-Tarifen zu retten, doch auch die sind weitestgehend unattraktiv. Natürlich will nicht jeder Mensch ein iPhone, aber diejenigen, die eines wollen, benötigen auch vernünftige Tarife zu vernünftigen Preisen, sonst macht das schönste Gerät keinen Spaß – entweder weil man sich zu Tode zahlt oder das meiste nicht nutzen kann.

    Nun ist mittlerweile an vielen Ecken zu lesen und zu hören, dass sich noch in den nächsten paar Wochen etwas auf dem deutschen Mobilfunkmarkt tun wird. Mobilcom, Vodafone und E-Plus lassen eher laut durchsickern, dass sie demnächst ebenfalls das iPhone in ihr Programm aufnehmen werden. Mit natürlich günstigeren Tarifen. Der Preiskampf würde endlich beginnen, ob die Qualität stimmt wird sich zeigen müssen. So oder so wird T-Mobile gezwungen sein, etwas zu unternehmen um überhaupt noch Neukunden an Land ziehen zu können. Nur mit den Hotspots und der Visual Voicemail bringt man keinen Kunden dazu, zuviel mehr zu zahlen.

    Seien wir ehrlich. Alle, die sich das iPhone in Deutschland geholt haben, taten dies nur wegen des Geräts und TROTZ der T-Mobile Verträge. Dieses Verhalten würde sich schlagartig ändern, wenn weitere Anbieter auf die Bühne kämen.  Wer also derzeit mit dem Gedanken spielt, sich ein iPhone zuzulegen, dem möchte ich raten, noch ein paar Wochen zu warten. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Apple hier bereits in den Endphasen der Verhandlungen steckt und im Weihnachtsgeschäft nochmal richtig absahnen möchte. Geht einfach mal in einen Vodafone-Shop oder zu E-Plus, räuspert euch verschwörerisch und fragt den Verkäufer, ob er schon neue Information habe. Hat er nicht. Haben sie nie. Aber was er sagen könnte, wäre, dass sich da bald was tut. Klar.

    Vor zwei Wochen schlenderte ich mit der damalige Freundinn durch Düsseldorf. Und da ich noch immer auf der Suche nach einer guten Schutzhülle für mein iPhone bin, betraten wir einen E-Plus Shop, der Handytaschen direkt am Eingang hängen hatte. Ein Verkäufer trat auf uns zu und was nun kommt, fand sogar ich übertrieben.

    Er fragte, ob er helfen könnte und ich erklärte ihm, dass ich auf der Suche nach einer Tasche für mein iPhone sei. Er: "Ach, sie haben schon ein iPhone. Glückwunsch. Nun, wir haben leider noch keine iPhone Taschen im Programm. Aber, psst, die kommen demnächst rein." "Aha", frage ich. "Wieso das?" "Weil wir demnächst auch das iPhone anbieten werden. Ist aber alles noch nicht offiziell." "So so. Dann sind die Gerüchte also wahr? Und gibt es schon Preise und Termine?" "Nun, nein, das wird derzeit noch verhandelt. Außerdem warten wir ja auf das neue iPhone von Apple. Sobald das rauskommt…" "Welches neue iPhone? Das iPhone 3G ist doch erst vor wenigen Monaten veröffentlicht worden." "Ja, das schon, aber das ist ja ein amerikanisches iPhone. Damit kann man ja vielleicht nur 80% der Funktionen in Deutschland nutzen, denn das ist ja eine T-Mobile Software", behauptete er. Ich kramte weiter in den Täschchen. "Die iPhone Software ist eine T-Mobile Software? Und was kann ich mit meinem iPhone in Deutschland noch nicht nutzen?" wollte ich wissen. "Nehmen wir zum Beispiel Visual Voicemail. Das funktioniert nur auf dem amerikanischen Markt." "Hmm, ich kann Visual Voicemail nutzen", erklärte ich. "Aha, und seit wann?" fragte er etwas patzig. "Seit ich es habe." "Und seit wann gibt es Visual Voicemail?" "Was weiß ich? Ist mir auch egal, es funktioniert auf alles Fälle", antwortete ich nun etwas patzig. "Jedenfalls", so fuhr der Verkäufer fort, "wird Apple ein europäisches iPhone herstellen, das dann exklusiv für E-Plus gemacht wird. Dort werden dann alle Funktionen für den deutschen Markt bereit gestellt." Nun war ich erstmal baff. "Apple stellt ein neues iPhone her mit Funktionen nur für den deutschen Markt?" vergewisserte ich mich. "Ohja, dann kann man das iPhone auch endlich richtig nutzen." Kurz fragte ich mich, ob er das Apple Handy vielleicht mit dem Google Handy verwechselte. Wir verabschiedeten uns schnell.

    Diese Konversation war etwas abstrus und ich glaube dem Verkäufer nicht ein Wort. Die Quintessenz für mich ist dennoch, dass der Markt in Bewegung ist. Mehr denn je. Und früher oder später werden auch andere Anbieter das iPhone ins Programm nehmen. Ob mit speziell angepassten Funktionen oder mit der Standard-iPhone-Software. Ganz egal. Jetzt heißt es erst mal abwarten, was die nächsten Wochen bis Weihnachten so bringen.

    Und vielleicht ist ja doch alles nicht wahr. Wer weiß? :-)

  • Küchengadgets

    Wenn ich mich in meiner Wohnung umsehe, fällt mir auf, dass ich mittlerweile so gut wie alles an Gadgets und Geräten gekauft habe, die ich jemals haben wollte. Ich habe alle drei wichtigen Spielekonsolen inklusive mehrerer Controller und dem WiiFit Board, den passenden HD-Monitor dazu, die obligatorische Surroundanlage. Ich besitze ein MacBook Pro und ein iPhone. Ja, selbst ein Nintendo DS liegt hier irgendwo herum. Auch im Bad gibt es kein Verstecken vor High-Tech. Die neueste Errungenschaft ist eine Ultraschallzahnbürste mit UV-Reiniger. Und ganz ehrlich, ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie man zuvor mit einer normalen Handzahnbürste die Zähne überhaupt richtig sauber bekommen hat. (Okay, ich hatte auch zuvor schon Ultraschallbürste, aber die wurde langsam alt und laut). Wie ihr seht, bin ich bestens ausgerüstet. Und nun fragt sich mein kauffreudiges, Gadgetgeiles Herz natürlich, was man als nächstes erstehen könnte. Was fehlt in meinem Haushalt noch? Ah, die Küche. Natürlich. Alles was ich in der Küche habe, ist ein Toaster, ein Wasserkocher, ein Rührstab aus dem Billigdiscounter und eine (mittlerweile zwei) Senseo Maschine(n). Die kann sicherlich den grössten Gadget-Faktor für sich verbuchen. Der Kühlschrank mit dem Bedienfeld an der Tür wird nämlich zu wenig genutzt.

    Es müssen also mehr Gadgets für die Küche her, mehr tolle Geräte, die einem das Kochen vereinfachen und die auch mich als Kochmuffel vielleicht mit Spaß an den Herd zurück bringen. Ich brauche diese wahnsinnig coolen Maschinen, die man im Nachtprogramm im Werbefernsehen angepriesen bekommt. Nur in guter Qualität. Ich brauche Küchenmaschinen, die einem fast alles aus der Hand nehmen und dabei noch supercool aussehen. Ich brauche schicke Vollkochautomaten.  Was wird wohl der gemeine Saturn-Verkäufer sagen, wenn ich gar nicht weiß, was ich brauche – Hauptsache es ist cool und superpraktisch. Warum stellt Apple eigentlich keine Küchenmaschinen her? Oder gibt es im Küchenbereich einen vergleichbaren Hersteller, der so auf Funktion und Design achtet? Ich halte euch auf dem laufenden, was meine nächste Errungenschaft sein wird.

  • Und er sprach, es werde Licht

    An meinem allerletzten Tag in Basel, nach meiner allerletzten Nachtschicht, betrat ich um halb fünf Uhr morgens das Treppenhaus meiner Wohnstätte. Also dem Gebäude, das im Fahrstuhl-losen (gefühlten) 36sten Stockwerk das Wohnklo bereit stellte, welches ich für die Nacht nutzen durfte. Das Gebäude war alt, ebenso die Holzstufen der Treppen, die kräftig knarzten und ächzten. Auch die elektrischen Leitungen schienen nicht neuester Stand der Technik zu sein und widersetzten sich so ganz dem Eindruck, den die Überwachungskamera und die hochmoderne Gegensprechanlage mit Videofunktion versprach. Denn prompt an jenem letzten Morgen versagte das Flurlicht seinen Dienst. Und ich stand im Dunkeln.

    Doch Hilfe war nah. Nicht in Form eines Feuerzeuges oder Streichholzes, da Nichtraucher. Auch nicht in Form einer im Rucksack befindlichen MagLite, da Nicht-Pfadfinder. Auch nicht in Form einer Fackel oder der Fähigkeit, im Dunkeln Sehen zu können, da Nicht-Filmheld. Der Mann von Welt hat dafür natürlich ein iPhone in der Tasche und darauf die wohl sinnloseste Applikation, von der er nie erwartet hätte, sie jemals zu brauchen. Nun war ihre Zeit gekommen. Der Name des Programms lautete Flashlight und es tat folgendes: es schaltete den Bildschirm des iPhones auf Komplett Weiß mit höchster Leuchtkraft und Kontrast.

    So schritt ich die Stufen empor, langsam, bei jeder Bewegung gruslige Knarzgeräusche verursachend und nahm die Welt auschließlich in einem kurzen, weiß-bläulichen Lichtkegel wahr. Nur ich und die Geräusche. Und die Hoffnung, dass nicht plötzlich eine Gestalt vor mir stehen möge, wenn ich um die nächste Ecke biege, oder am Ende der Treppe etwas Schreckliches auf mich wartete. Ich erreichte die (tatsächliche) sechste Etage wohlbehalten. Froh, mein iPhone mit all seinen kleinen Programmen dabei gehabt zu haben.

  • Es neigt sich dem Ende zu

    Bald ist alles vorbei. Nein, kein Weltuntergang, auch mein Leben nicht oder die Aktivitäten in meinem Blog. Wovon ich spreche ist mein Auslandsaufenthalt. Eine Woche noch, dann bin ich wieder zuhause. Und aufs äußerste motiviert, dieses Blog wieder mit neuem Leben zu erwecken. Bereits jetzt habe ich einen bunten Strauß neuer Themen und spannender Geschichten in Petto. Ich möchte meine Schreibfrequenz wieder auf altes Niveau bringen, wenn nicht gar steigern. Ich möchte meine Besucherzahlen wieder auf über 250 täglich bringen, da sie in den letzten Wochen auf unter 150 gefallen waren. Ich möchte gerne wieder mehr meiner Lieblingsthemen, Filme und Gadgets, zur Sprache bringen. Ich möchte gerne mehr Tipps geben. Ich möchte wieder mehr auf Kategorien, statt auf Tags setzen.

    Jaja, viele Pläne, viele "Ich möchte". Aber es geht noch weiter. Ich möchte ein neues Design erstellen. Ich möchte mein Blog etwas beschleunigen. Und vielleicht, ja vielleicht möchte ich sogar auf ein anderes System umsteigen. Wieder einmal. Endlich mal. Ist vielleicht einer meiner Leser versiert in Sachen Datenbanken, MySQL, PHP etc, der mir Tipps zum Umzug geben kann?

    Im Moment sind das alles noch Luftschlösser. Doch der Wille ist da, sie konkret zu machen. Ihr seht, allesroger.net ist nicht tot, es schläft nicht mal wirklich. Es nimmt nur Anlauf. Seid gespannt auf die nächsten Wochen.

  • Schwarzes Loch

    Hallo Freunde. Nur zur Beruhigung. Ich bin in der Schweiz, mich gibt es noch, ich habe noch kein schwarzes Loch entdecken können oder bin gar von einem aufgesaugt und durch ein Wurmloch in eine andere Dimension transferiert worden. Auch fiese Aliens scheinen keine durch ein Loch gekrochen zu sein um unsere Welt zu unterjochen. Das einzige Alien hier bin ich. Offensichtlich verschiebt sich der Weltuntergang noch etwas. Also weiterhin nur Löcher im Käse aus der Schweiz. Entspannen.

  • Luft raus

    Ihr merkt es schon. Derzeit ist bei mir und meinem Blog etwas die Luft raus. Der Auslandsaufenthalt, die Arbeitszeiten, das fehlende Internet, all das zehrt doch mehr an meiner Motivation zu bloggen, als ich bislang dachte. Dabei mangelt es mir eigentlich nicht an Themen. Ich könnte über mein iPhone schreiben, über Kaffeemaschinen und Zahnbürsten, über Volkszählung und Microzensus, über Einwohnermeldeämter, über die Schweiz, über Bahn fahren und Liliputaner, über offene Münder und dumme Menschen. Aber es will gerade nicht so. Sommerloch. Im Frühherbst. Bald bin ich wieder zuhause, dann geht es hoffentlich in gewohnter Manier weiter. Bleibt mir treu.

  • Die Schweiz ist anders

    Die Schweiz ist anders. In so mancher Hinsicht. Hin und wieder muss man sich als deutscher Bürger in Erinnerung rufen, dass es doch ein anderes Land ist, auch wenn die Einwohner fast Deutsch sprechen. Für mich, der in Grenznähe zur Schweiz aufwuchs, nicht immer einfach. Beispiele? Hier in der Schweiz laufen die Menschen mit Dosen in der Hand herum und der Müll landet in einem Sack. Ein Beweis, dass es möglich ist, Recycling auch unkompliziert und ohne hohe Kosten für die Verbraucher auf den Weg zu bringen. Auch das "kostenlose" Herunterladen von Musik ist in gewissen Grenzen legal. Solange der Download nur für den Eigengebrauch bestimmt ist, muss man sich nicht davor fürchten, alsbald die Polizei vor der Tür stehen zu haben. Auch das Thema Kiffen behandeln die Schweizer weit liberaler (vielleicht sogar teilweise zu liberal) als die Deutschen. Kinofilme werden in der Schweiz fast grundsätzlich im Originalton gezeigt. Elektronikartikel sind teuer. Mobilfunk ist günstig. Es gibt dutzende von Beispielen, was an der Schweiz, hm, sagen wir mal, anders gelöst ist, als in Deutschland. Ob alles besser ist, kann man schlecht sagen und würde auch den Rahmen eines Blogeintrags sprengen.

    Zum Thema Fernsehen fällt sofort zweierlei auf. Großartige Serien zeigt das öffentliche Fernsehen. In Deutschland mittlerweile undenkbar. Noch drolliger wird der Unterschied beim privaten Fernsehen und der Werbung. Alle Privatsender wie Sat.1, RTL, Pro7 etc gibt es auch als schweizerische Schwestersender. Dort läuft hauptsächlich das gleiche Programm wie in Deutschland. Nur die Werbung wird anders gestaltet. Zwischen typisch Schweizer Werbungen für typisch Schweizer Produkte und Dienstleistungen finden sich auch europäische bzw. deutsche, die aber allesamt synchronisiert werden. Was mich immer wieder zum schmunzeln bringt. Denn Schweizerdeutsch ist nun mal anders und etwas drolliger als "Schriftdeutsch" (wie man hier sagt). Bekannte Werbungen dann mit diesem Dialekt zu hören, lässt einen eher in einer Parodie wähnen. Selbst die Spots für die Sex-Hotlines (keine Fragen – wenn man sonst kein Entertainment hat, läuft eben der Fernseher auch des Nachts, wo solche Werbungen gezeigt werden) sind mit Schwyzerdütsch und oftmals auch mit Gejodel und typischer Musik unterlegt. Da muss man schon sehr großen Druck haben, um sich von Derartigem scharf machen zu lassen. Mich amüsiert es mehr.

    Ich genieße meine Zeit hier in der Schweiz. Mittlerweile habe ich aufgehört zu versuchen, die Preise umzurechnen. Ich lebe mehr wie im Urlaub, wo man nicht so sehr auf die Preise achtet. Worauf ich Lust habe, hole ich mir. Und so langsam entwickle ich auch ein Gefühl dafür, was zuviel kostet und was nicht.

    Ja, die Schweiz ist anders, in so mancher Hinsicht. Ich befinde mich in einer Art Paralleluniversum. Es sieht fast aus wie Deutschland, es klingt fast wie Deutschland, es fühlt sich fast wie Deutschland an. Und ist doch etwas völlig anderes. Und allein schon deshalb so spannend.

  • Mein iPhone ist bestellt

    Heute, Sonntag, 12 Uhr. Ich rufe bei der Telekom-Hotline Nummer an und bin etwas verdutzt, wie schnell sich eine überaus nette Mitarbeiterin meldet. Sie beglückwünscht mich zur Wahl meines weißen 16GB-iPhones und nimmt meine Daten auf. Sie sagt, die Lieferzeit betrüge (oder heißt es beträge?) derzeit etwa zwei bis drei Wochen. Was in diesem Fall ein wenig mit meinem Schweiz-Aufenthalt kollidieren würde. Ich setze die Bestellung aber fort. Und versuche den strengen Blick der damalige Freundinn zu ignorieren, die so gar nicht mit meiner Bestellung einverstanden ist. Ich freue mich einfach im Stillen und hier im Blog. Bald ist es soweit.

    P.S.: Mein herzlicher Dank geht an Dirk, der mir den Code für die For-Friends-Aktion besorgt hat und ich somit etwas günstiger in den Genuss meines Phones komme. Ebenfalls vielen Dank an Kai, der den Kontakt herstellte.

  • Lassen Sie mich durch

    "Sehr geehrte Fahrgäste. Sollte sich in diesem Zug ein Arzt befinden, so möchten wir ihn bitten, sich im Bistrowagen zu melden. Vielen Dank." Nur wenige Sekunden nach dieser Durchsage hetzen eine Handvoll junge, engagierte Männer durch den Gang. In ihren Gesichtern steht der hippokratische Eid geschrieben, ihre Augen leuchten, ihr Blick ist ernst und fokussiert. Ich hoffe, einer von ihnen trägt den Nachnamen House. Und ich erinnere mich an einen lange gehegten Wunsch. Den, mich durch eine Menschenmenge zu drängeln, die bedeutungsschwangeren Worte "Lassen Sie mich durch. Ich bin Arzt" zu rufen und mit Wohlwollen festzustellen, dass ein jeder zur Seite tritt und Platz schafft. Dieser Wunsch kommt gleich nach dem, mich in einem voll besetzten Lokal an den dort stehenden Flügel zu setzen, eine Elton-John-Performance hinzulegen und damit alle anwesenden Damen heiß und die Männer neidisch zu machen. Hach ja. Dann beobachte ich weiter die Regentropfen an der Scheibe, die Spermien gleich zu einem Ei im hinteren Zugteil eilen.

  • Strom von rechts

    Die Stromzufuhr meines Macbook Pros findet auf der linken Seite statt. Dort nähert man sich mit dem Magsafe-Anschluss, der dann magnetisch einrastet und das Kabel in Richtung Steckdose führt. Und diese scheint in meiner Umwelt immer auf der rechten Seite zu sein. Im Ernst, mir fiel auf, dass egal wo ich mich befinde, das Kabel wieder auf die andere Seite muss, weil die Steckdosen stets zu meiner Rechten platziert sind. Zufall?

  • Degustieren

    Eben, in meinen üblichen 30 Minuten (60 Minuten, wenn man ganz lieb bittet und freundlich lächelt), unterbrach mich eine Starbucks-Mitarbeiterin, ihres Zeichens Coffeemaster, um mir den neuen Kaffee im Programm näher zu bringen. Sie zeigte mir, wie man Kaffee richtig degustiert, erklärte mir, was ich gerade schmeckte (nicht bitter, leicht im Abgang, lieblich, keine Nuss-Note), wieso der Kaffee Verona hieß (wegen Romeo und Julia), warum ein leicht salziges Brötchen dazu passte (das sie mir ebenfalls reichte, mit einer Art Frischkäse bestrichen). Wir schnupperten, schlürften und tranken. Ich nickte, aß das Brötchen und beschloss, das nächste Mal vielleicht doch mal einen normalen Kaffee zu bestellen und nicht immer nur den White Café Mocca. Währenddessen balancierte im Hintergrund eine junge Frau ihre Tasse Kaffee in der einen Hand, ihr Macbook in der anderen und ihr Handy zwischen Schulter und Ohr zu einem Tisch in der Nähe. Sie stürzte beinahe. Sie wollte nicht degustieren.