Schlagwort: technik

  • Blogosphäre 08

    Liegt es nur an mir oder habt auch ihr das Gefühl, dass die Bloggerwelt nicht mehr die gleiche wie früher ist? In meinem Feedreader stehen derzeit etwa 50 Blogs. Was heißt derzeit? Eigentlich schon seit langem. Zu diesen 50 Blogs gehören private Blogs, von Menschen, die ich kenne oder die mir unbekannt sind und die ich einfach gerne lese. Außerdem sind da noch einige Design-Blogs, Themen-Blogs (Film, Musik etc.) und Gadget-Blogs. Außerdem sind auch einige SEO Blogs abonniert und News- und Tipps-Blogs. Das übliche also.

    Nun stelle ich in den letzten Monaten aber fest, dass sich irgendwas verändert hat. Und wie gesagt, ich weiß nicht, ob es an mir liegt und ich einfach einen falschen Eindruck habe, oder ob wirklich etwas anders geworden ist. Lasst es mich aus einer anderen Perspektive erklären.

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  • Guck mal, was der googelt (1)

    QueenLatina hat mich auf die Idee gebracht. Ich musste bei ihrem Artikel über die tollsten Suchanfragen, durch die Besucher auf ihr Blog kommen, so herzhaft lachen, dass mein Interesse geweckt wurde, was meine Besucher denn so alles wissen wollten. Die schönsten Beispiele habe ich hier mal aufgelistet und, kundenfreundlich wie ich nunmal bin, nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet. Viel Spaß. Bei Gefallen gibt es dann bald mehr davon. (Die Fragen sind genau so übernommen worden wie eingetippt)

    was schreibe ich auf meine weihnachtskarte

    Fröhliche Weihnachten vielleicht?

    alles roger?

    Aber sicher.

    was schreibe ich zu weihnachten

    Eine Weihnachtskarte

    wie schwer ist der simulator bei sbb cargo

    Oha. Ist da ein zukünftiger Kollege etwas nervös?

    wie schreibe ich weihnachtsgruesse

    W..E..I..H…..

    was schreibe ich in die weihnachtskarte

    Wie gesagt: Fröhliche Weihnachten.

    ipod touch welche bist du

    Welche was bin ich?

    wann ist wieder 20% bei praktiker

    Wenn wir die blöde Werbung wieder im Radio hören.

    warum ich liebe t-mobile reklame

    Weil die Reklame gut im Deutsch geschrieben seid

    was nervt frauen

    Ich schätze mal, blöde Fragen.

    ich weis net was ich schreiben soll deshalb geh ich in google

    Gehe lieber mal in dich und denke nach.

    wie kann ich meine auto sauber machen

    Es gibt nur eine stilvolle Art: Mit knackigen Bikini-Schönheiten, einem Schlauch, einem Schwamm und viel Schaum.

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  • Mit der Super-Haftwirkung

    Derzeit geht es ja wieder rund im Internet. Das allseits beliebte Landesgericht Hamburg, welches immer mal wieder in Sachen Internet tätig wird, hat beschlossen, dass Blog- und Forenbetreiber dafür haftbar gemacht werden können, was Besucher in Kommentaren und Diskussionen schreiben. Sprich: man kann mich dafür belangen, wenn irgendein Dummdödel in meinem Blog Unwahrheiten, Diffamierungen oder Beleidigungen ablässt und der Angegriffene sich dagegen zur Wehr setzen möchte (eine recht detaillierte Aufschlüsselung zum Sachverhalt findet man hier).

    Nun, ich werde zum Thema Kommentieren demnächst noch etwas schreiben. Was ich mich jetzt im ersten Moment einfach mal frage, ist folgendes: Wenn irgendwelche Spinner mit ihrer Sprühdose durch die Stadt laufen und an der Wand meines Hauses für jeden sichtbar Nazisprüche hinterlassen, bin ich dann in Zukunft dafür auch verantwortlich? Kann man mich demnächst dafür belangen und mir vorwerfen, meine Häuserwand nicht genug geschützt zu haben und damit dem Schwachsinn eine Plattform geboten zu haben? Wo soll das noch hinführen (also im Netz – das Beispiel ist ja hoffentlich weiterhin metaphorisch)?

  • Die Google Position zu Weihnachten

    Das ist ja ein nettes kleines Weihnachtsgeschenk. Letztens stellte ich fest, dass ich bei Google mittlerweile recht weit vorne liege. Sucht man dort nach meinem Vornamen Roger, so findet man mich jetzt bereits auf Platz 2. Gleich nach Roger Cicero. Mit dieser Platzierung bin ich sehr zufrieden, schließlich konnte ich endlich Leute wie Roger Willemsen und Roger Federer hinter mir lassen. Und es erspart mir jetzt auch bei Gesprächen die Mühe, ausgiebig auf mein Blog und die Adresse hinzuweisen (da sich jeder nur .de anstatt .net merkt). Ab sofort sage ich nur noch: "Such einfach in Google nach Roger. Der coolste Typ steht auf Platz Eins und gleich danach komme ich." :-)

    Übrigens finde ich mich bei der Suche nach meinem vollem Namen erst auf Platz Fünf wieder, etwas weit abgeschlagen hinter meinem Namensvetter aus der Schweiz, der es mir auch schon bei den Verkäufen meines ersten Romans schwer machte.

  • Das iPhone exklusiv bei T-Mobile

    Die ganzen letzten Wochen wollte ich etwas über das iPhone schreiben. Mein derzeit liebstes Must-Have-Gadget. Ständig kam mir etwas dazwischen. Ständig passierte etwas auf dem Markt. Und doch blieb meine Meinung dazu immer gleich.

    Erst meckerten die Leute (also alle, die das iPhone nicht schon von Anfang an liebten), weil die Tarife bei T-Mobile so teuer sind. Dann meckerte Vodafone und zwang T-Mobile, das iPhone auch ohne SIM-Lock anzubieten. Dann meckerten die Leute (also alle, die das iPhone nicht schon von Anfang an liebten) über den nun noch höheren Preis. Zwischendurch meckerten die Leute (also alle, die das iPhone nicht schon von Anfang an liebten) darüber, das iPhone sei minderwertig und hätte gar nicht so viele Funktionen wie andere Handys. Dann wurde bekannt, dass man in Frankreich entsperrte iPhones würde kaufen können. Allerdings ohne Garantie, ob diese mit deutschen SIM-Karten überhaupt funktionieren. Dann meckerten die Leute (also alle, ach ihr wisst schon…) wieder über den französischen Preis. Dann kam plötzlich Debitel mit einem Angebot, ein T-Mobile iPhone für 999 Euro zu kaufen und dafür bei Abschluß eines Vertrages 600 Euro erstattet zu bekommen. Dann gab es Gerüchte, schon im nächsten Jahr würde die zweite iPhone Generation erscheinen, vielleicht sogar schon im Frühjahr in der Schweiz. Dann passte T-Mobile seine Tarife etwas an. Dann gewann T-Mobile in erster Instanz den Rechtsstreit mit Vodafone und kann das iPhone wie früher exklusiv anbieten.

    Und soll ich euch was sagen? Zum Glück. Denn derzeit schafft es kein Anbieter in Deutschland einen ähnlichen Tarif überhaupt anbieten zu können, um das iPhone wirklich nutzen und (ganz wichtig) genießen zu können. 399 Euro für das Gerät? Da habe ich mir schon teuere Sachen gewünscht. 50 Euro im Monat? Nun, das wäre zwar das doppelte meines momentanen Tarifs, aber dafür auch viermal soviel Spaß, wie ich im Moment mit meinem Handy habe. Das iPhone kann nicht so viel, wie andere Handys? Das mag stimmen, allerdings nutze ich die Funktionen anderer Handys zu 95% deshalb nicht, weil sie unsinnig sind oder keinen Spaß machen. Womit das iPhone für mich weit mehr kann, als alle andere: es begeistert mich.

    Werde ich mir demnächst ein iPhone holen? Leider nein. Derzeit stecke ich noch in meinem O2 Vertrag. Außerdem werde ich wirklich erstmal abwarten, was das nächste Jahr bringt in Sachen zweiter Generation und Tarifanpassung seitens T-Mobile. Aber nächstes Weihnachten… nun, wer weiß…

  • Und nochmal das Thema Bloggerbezahlung

    (Hinweis – dies ist kein Technik Artikel, sondern beinhaltet nur wenige Web-Begriffe)

    Derzeit habe ich bei Trigami doch tatsächlich zwei Angebote am Start, die mich nun wirklich interessieren würden. Den Dienst eines der der Angebote teste ich gerade mit großer Freude und würde wirklich gerne etwas darüber schreiben. Da steckt meiner Ansicht nach großes Potential darin. Allerdings gibt es auch so einiges, was man meiner Meinung nach verbessern könnte. Eigentlich stünde einem differenzierten, ehrlichen Artikel nichts im Weg. Wie ich immer wieder betont habe, würde sich am Ton und der Art, wie ich den Artikel schreibe, nichts ändern, bloß, weil ich dafür einen kleinen Obolus bekomme.

    Nun lese ich drüben bei Robert, dass Google wohl in der Tat gegen Blogs vorgeht, die bezahlte Links (ergo auch bezahlte Postings) veröffentlichen. Robert nennt Trigami hier als Beispiel und erklärt auch, dass Trigami empfehle, für solche Artikel einfach ein ’nofollow‘ zu nutzen, um von Google nicht bestraft zu werden. Dies allerdings wird nun gar nicht gern gesehen. Schließlich entspricht ’nofollow‘ nicht gerade dem, was das Netz ausmacht – nämlich die nachvollziehbare Vernetzung.

    Mein Pagerank ist übrigens schon seit langem bei 3. Ich war bis vor einem halben Jahr auf 4, doch erst seit sich meine Leserzahlen verdoppelt und die damit verbundene Aufmerksamkeit für mein Blog mächtig gesteigert hat, rutschte ich einen Rang nach unten. Eigenartig das. Letztlich muss ich mich als B/C-Blogger ohnehin fragen, wie relevant der Google Pagerank für mich ist.

    So stehe ich nun also erneut vor der Frage, ob ich denn gefahrlos einen Trigami Artikel schreiben kann, ohne alles, was ich mir bisher aufgebaut habe, zu verlieren.

    Einen anderen Weg geht Raphael Nalezinski, der mich neulich direkt per Mail anschrieb und fragte, ob ich nicht einen kleinen wohlwollenden Artikel über seine Seite Vokabel-Poster.de schreiben könnte. Dort nämlich kann der geneigte Leser ein Poster bestellen, auf dem eine ganze Reihe Vokabeln und deren Übersetzung stehen. Geordnet nach Themenbereichen. Die Idee dahinter ist, dass man die Vokabeln dadurch mit der Zeit automatisch verinnerlicht, wenn man immer wieder an dem Poster vorbei läuft und einen Blick darauf wirft, oder beim Warten, bis der Tee fertig gezogen ist, etwas auf dem Poster liest.

    Die Idee gefällt mir sogar, auch wenn ich zugeben muss, insbesondere beim englischen Poster nur einen Grundwortschatz behandelt zu sehen, den ich bereits kann. So wäre das französische Poster für mich beinahe interessanter. Und mehr gibt es leider noch nicht. Dabei würde ich doch so gerne spanisch lernen (Wink mit dem Zaunpfahl).

    Nun habe ich zwar keinen speziellen Artikel darüber geschrieben, doch vielleicht, mein lieber Herr Nalezinski, sind Sie schon mit dieser Erwähnung hier zufrieden. Bleiben Sie am Ball, bringen Sie mehr Sprachen und vielleicht auch verschiedene Stufen, für Menschen, die etwas mehr als nur einen Grundwortschatz lernen wollen. (Haben Sie schon einmal daran gedacht, das Angebot auf Durschvorhänge auszuweiten?) Dann würde ich mir vielleicht so ein Poster tatsächlich kaufen. Oder mir von Ihnen schicken lassen.

    Denn ein kostenloses Exemplar war das Angebot für einen Artikel und sofort stellt sich mir wieder die Frage, inwiefern eine derartige ‚Bezahlung‘ verwerflicher ist als schnödes Geld. Das Thema bleibt schwierig. Vielleicht werde ich demnächst doch einmal testweise für Trigami schreiben müssen um endlich Klarheit zu bekommen.

  • Mein Auto – das unbekannte Wesen

    Es gibt Dinge, über die man als Mann Bescheid wissen sollte. Wie man eine Bohrmaschine bedient. Wie man seine Haare so stylt, dass es zum eigenen Typ passt. Wie man im Baumarkt nicht übers Ohr gehauen wird. Wie man die günstigste Versicherung findet. Etc. pepe. Und, als Mann sollte man sich mit Autos auskennen. Das heißt, mehr als nur das Wissen, wie man die Rückbank umklappt oder Wischwasser nachfüllt.

    Ich weiß nichts über mein Auto. Rein gar nichts. Selbst wenn ein Scheinwerfer ausfällt, muss ich zur Werkstatt fahren (und auch die hat arge Probleme, die Glühbirne zu wechseln – alles völlig verbaut da vorne in meinem Peugeot). Auch regelmäßige Kontrollen, TÜV und AU entfallen mir immer wieder. So tigerte ich letztens um mein Auto und bemerkte, dass eine der Plaketten angab, etwas sei im April 2007 abgelaufen. Erst der Blick ins Internet verriet mir, dass es sich um meine AU Plakette handelt. Da kann man mal wieder sehen. Wenn es um PCs oder das Internet geht, bin ich die erste Wahl für Antworten. Da macht mir kaum einer was vor. Bei Autos kann mich jeder übers Ohr hauen. Wenn ein Mechaniker zu mir sagt: "Ohje Herr Graf, das müssen wir austauschen, sonst explodiert ihnen in zwei Wochen der Motor", dann glaube ich das. Muss ich das glauben. Es ist schrecklich.

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  • Keine Ahnung!!!111einself

    Wer Fragen stellt, ist nur fünf Minuten dumm. Wer niemals fragt, bleibt sein Leben lang dumm. Deshalb stelle ich folgende Frage: Kann mir jemand erklären, was es mit diesem "111einself"- Quatsch auf sich hat, den man mittlerweile in fast jedem Blog oder Forum hinter zu vielen Ausrufezeichen lesen kann? Ist das ein Running Gag? Ein Insider Joke? Hab ich irgendwas verpasst? Bitte lasst mich nicht dumm sterben!!!!111einself

    Update: Nach längerem googeln fand ich zumindest eine Erklärung, die meine Vermutung bestätigen würde: es ist mal wieder etwas, was die Nerds und Geeks von den restlichen Internet Nutzern abgrenzen soll. Womit ich mich allein durch die Frage schon mal als kaum nerdig und wenig geekig geoutet habe. Die Einsen entstehen natürlich, wenn man die Shift-Taste beim !!!!!-Tippen zu früh los läßt. Als zusätzlichen Spaß schreibt man nun die ganzen Einsen aus und macht vielleicht sogar noch ’ne Elf daraus.

    Gibt es mittlerweile eine Einseinself-Subkultur, von der ich noch nichts weiß?

  • Trigami: Darf man mit Bloggen Geld verdienen?

    Die Diskussion hält in dem Artikel „Und nun zur Werbung“ noch immer an. Darf man als Blogger, der etwas auf sich hält und seine Glaubwürdigkeit nicht verlieren will, für Geld Artikel schreiben? Als ich einem Bloggerkollegen vor kurzem erzählte, dass ich mich bei Trigami angemeldet habe, war sein erster Kommentar: „Was? Du verkaufst dich?“ Da zeigt sich schnell, wie kontrovers das Thema in der Blogosphäre ist und wie ernst es genommen wird.

    Stellt sich also die Frage, warum man sich dann bei Trigami anmeldet, so wie ich. Einen Beitrag dazu wollte ich vor kurzem bereits schreiben, stoppte aber in der Mitte, weil mir Zweifel kamen. Ich wollte zumindest abwarten, bis ich erste Aufträge bekomme, sehe, wie das System ablaufen sollte, was genau ich verdienen würde und ob es tatsächlich etwas für mich ist. Mittlerweile bin ich seit zwei Wochen angemeldet und ich habe derzeit sechs Rezensionen angeboten bekommen. Würde ich alle annehmen, könnte ich damit insgesamt schon jetzt über 250 Euro dazu verdienen. Nicht schlecht, oder?

    Die Frage ist letztlich nur, ob ich das auch will.

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  • In welchen Katalog kann ich mich eintragen?

    Wenn man eine Homepage oder ein Blog startet, ist es irgendwann vonnöten, sich anzumelden. Bei Suchmaschinen, Verzeichnissen und Katalogen. Schließlich möchte man ja auch von Besuchern gefunden und wahrgenommen werden. Und gerade als Blogger bieten sich einem mannigfaltige Möglichkeiten, ein Blog sichtbar zu machen. Aber was genau bringt es eigentlich?

    Ich kam zu der Überlegung, als ich mich vorgestern bei blogcatalog anmeldete. Man wolle meine Angaben und mein Blog prüfen und mich dann schnellstmöglich frei schalten, hieß es in meiner Bestätigungsmail. Tags darauf die Ernüchterung. Man hatte mich abgelehnt. Meine Seite sei entweder reiner Spam, rein kommerziell oder überhaupt gar kein Blog. Ich solle etwas ändern und meine Seite erneut prüfen lassen, schrieb man mir. Empört antwortete ich, allesroger.net sei auf jeden Fall ein Blog, und zwar schon seit zwei Jahren, es ist weder kommerziell, noch mit irgendwelchem Spam versehen und ich veröffentliche regelmäßig neue Artikel.

    Kurz nachdem ich die Antwort losgeschickt hatte, durchfuhr mich aber der Gedanke, dass ich eine ganz andere Antwort hätte schicken sollen: „Ach l… mich doch.“ Denn was genau bringt es mir für einen Vorteil, dort gelistet zu sein?

    Wenige Stunden, nachdem meine empörte Mail losgeschickt worden war, erhielt ich die Nachricht, dass man meine Änderungen nun akzeptiert und allesroger.net in den Katalog aufgenommen habe. Na prima. Aber welche Änderungen? Eher drängte sich mir der Verdacht auf, dass man die Verantwortlichen erst darauf stoßen muss, was ein Blog ist. „Hallo, ich benutze zwar kein WordPress, aber es ist dennoch ein Blog, okay?“

    Was also bringt mir der Eintrag in ein solches Verzeichnis? Nun, zunächst einmal Schwanzvergleich. Viele Kataloge und Verzeichnisse sind gepaart mit Charts. Und überall, wo ich bis jetzt eingetragen bin, liege ich irgendwo zwischen Platz 498 und 1376. Also im Grunde Scheißegal wo und unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Im Gegenzug packe ich natürlich den Button dieses Katalogs auf mein Blog und mache damit kostenlos Werbung. Chancen auf die vorderen Plätze zu kommen habe ich indes nie. Nicht mit den besten Artikeln kann man ein Bildblog oder den Promipranger überholen – Seiten also, die schon wieder eine ganz andere Art von Blog sind und nichts mehr mit einem privaten kleinen Sammelsurium wie dem meinen zu tun haben.

    Beispiele für solche Charts sind Topblogs, Blogvisor, Blogorama

    Dann gibt es auch noch jene Kataloge, deren Sinn ich einfach nicht kapiere oder die vermutlich nur dafür gemacht sind, von möglichst vielen Blogs verlinkt zu werden um selbst ein hohes Ranking und gute Trefferquoten in den Suchmaschinen zu erhalten. Mit dem Ziel, genug Geld durch Werbung zu verdienen. Nichts gegen ein paar Google Anzeigen. Aber wenn der Sinn in dem Katalog nur darin besteht, einfach Blogs aufzulisten und einzutüten, dann kann ich auch gleich bei del.icio.us oder gar bei Google suchen, wenn ich ein bestimmtes Blog oder bestimmtes Thema finden möchte.

    Beispiele gefällig? Blog-web, Blog-sucher und kann mir mal bitte jemand erklären, was genau Blogverzeichnis eigentlich macht und was genau ich darin finden soll? Und warum?

    Dann hätten wir noch Kataloge, die so völlig daneben sind. Das fängt schon bei der Präsentation an. Wenn ich das Gefühl bekomme, hier hat jemand einen Nachmittag mit Data Beckers Homepagemacher etwas zusammen gebastelt, hab ich schon keine Lust mehr. Nicht falsch verstehen, es muss keinesfalls Web2.0 Style und hipp sein. Aber wie professionell kann der Katalog, die dahinter stehende Redaktion (wenn vorhanden) und der Nutzen sein, wenn schon das Design und die Bedienung so laienhaft wirkt? Von den erklärenden Texten ganz zu schweigen (nicht wahr, Blog-Charts?) Ach übrigens Blogcharts – die Seite scheint ja noch im Aufbau zu sein, was den äußerst schmalen Katalog erklären würde. Aber wozu den Namen Blog-Charts benutzen, wenn doch schon auf der Startseite propagiert wird, eben KEINE billige Chartseite mehr sein zu wollen? Will da jemand mit altem und bekanntem Namen noch Ressourcen abschöpfen? Und bitte: der Slogan ist grausam und ALLES in pink zu halten ist grenzwertig.

    Ebenso zweifelhaft ist Weblogkatalog und ebenso dünn ist Blogkatalog (sehr schön finde ich übrigens, jede mögliche Beschreibung gleich im Titel unterzubringen: blog-directory, blogdirectory, blog-index, blogindex, blog-katalog – DAS bringt Besucher und dient natürlich nur den eingetragenen Blogs, gelle?)

    Dies ist bestimmt nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was man im Netz finden kann, um sein Blog einzutragen, und (hoffentlich) bekannt zu machen. Auf vielen vielen Blogs findet man viele viele kleine Buttons zu vielen vielen Charts und Katalogen, die den Blogs, die so viele viele Buttons haben, so wenig wenig nützen. Denn die Blogs (und dazu zähle ich leider auch das meine), die sich so bekannt machen (wollen) müssen, werden so niemals bekannt (s.o. was nützt Platz 673 in irgendwelchen Charts und was nützt ein Eintrag in einem Katalog, den niemand öffnet?).

    Wenn Internet-User auf der Suche sind, nutzen sie Google (in den meisten Fällen). Wenn sie Blogartikel suchen, nutzen sie Googles Blogsuche (clever) oder Technorati (noch cleverer) oder … hastenichtgesehen. Ich könnte eine Menge aufzählen, was aber vermutlich den Rahmen sprengen würde. Denn die Frage ist immer noch: was bringt es mir, mich überall einzutragen und einen Haufen bunte Buttons in mein Blog zu kleben?

    Meiner Ansicht nach nichts. Weshalb ich mich von allen Katalogen verabschiede, die ich oben aufgelistet habe. Aus ebenfalls oben genannten Gründen. Denn nicht mal Google selbst sagt mir, ich sei in einem dieser Kataloge verlinkt. Die einzigen drei, die ich akzeptieren werde sind: Blogato, weil es hier nicht um die Blogs, sondern um die Artikel geht und es keinen Schwanzvergleich gibt. Blog-Alm, weil das Verzeichnis sauber und anerkannt ist (auch wenn mir hier der Nutzen noch nicht ganz einleuchten mag – aber man verlangt zum Glück auch keinen Backlink). Und Bloggerei, weil man hier ebenfalls Artikel und viele nette Gimmicks serviert bekommt (auch wenn mich der Schwanzvergleich stört und der Backlink nunja, vermutlich nötig ist um den Artikel Index zu füttern). Achja, metaroll finde ich, wie schon mal erwähnt, wegen seiner Idee interessant, dass es sich aus der Blogosphäre selbst ernährt und pflegt. Aber ein Schwanzvergleich bleibt es dennoch. Schrecklich, oder?

  • Der Fluch der kleinen Pixel und des inflationären Kommentierens

    Letztens wurde ich auf einen heise-Artikel mit dem Titel „Der Fluch der kleinen Pixel“ aufmerksam. Darin ging es um den Misstand, dass die Fotoindustrie der Meinung ist, dem Kunden immer mehr Megapixel in viel zu kleinen Kameras mit viel zu kleinem Sensor zu verkaufen und dabei die Bildqualität zu verschlechtern. Genau beschrieben wird das bei 6MPixel.org, der Seite von Image Engineering, einem offenbar unabhängigen Testlabor. Teilweise gehen die Erklärungen zu sehr ins Technische und sind für den knipsenden Laien zu starker Tobak. Der Tenor allerdings ist klar und sollte jedem einleuchten. Wenn ich immer mehr Details auf meinen Fotos haben möchte, für die Abbildung aber eine immer kleiner werdende Sensor benutze, ist logisch, dass etwas falsch läuft. Die Kamera kann gar nicht alle Details darstellen und muss fehlende Bildpunkte selbst berechnen, was sich dann in starkem Rauschen äußert. Deshalb seien 6 Megapixel mit entsprechend großem Sensor auch absolut ausreichend bei Kompaktkameras.

    Zwei Dinge finde ich hierbei interessant. Zum einen die Tatsache, dass der Kunde sich noch immer blenden lässt und wie annodunnemal bei der Gigahertz-Jagd der PCs (je mehr Gigahertz, desto besser) dem falschen Hasen hinterher läuft und damit eine Spirale in Gang hält. Jeder „weiß“ schließlich, dass mehr Pixel auch bessere Bilder bedeutet, deshalb werden nur Kameras mit noch mehr Pixeln verkauft und deshalb nur Kameras mit NOCH mehr Pixeln produziert. Mittlerweile haben die Kunden bei den PCs begriffen, dass Geschwindigkeit nicht nur von Gigahertz-Zahlen des Prozessors abhängen. Bleibt zu hoffen, dass 6MPixel.org dazu beitragen kann, diesen Lerneffekt auch bei den Kameras einzuläuten und die Industrie dazu zu bewegen, ihre Anstrengungen bei Kompaktkameras lieber auf bessere Objektive zu richten.

    Was ich hierbei aber noch interessant fand, ist der sogenannte heise-Effekt. Denn kurz nach dem Veröffentlichen des heise-Artikels war 6MPixel.org einige Zeit nicht aufrufbar. Sie war geheised worden. Wenn heise einen Link setzt, werden die entsprechenden Seiten dermaßen mit Besuchern überhäuft und mit Anfragen bombardiert, dass viele Server einfach dicht machen (eine Schutzmaßnahme – die vielen plötzlichen Anfragen könnten ja auch von böser Einbruchssoftware stammen). Der Begriff geheised existiert mittlerweile auch bei Kommentaren in Blogs. Basic Thinking sinnierte kürzlich über die Frage, ob zuviele Kommentare überhaupt wünschenswert seien. Auf heise ziehen so manche Artikel Diskussionen in den Kommentaren nach sich, die sich in den vierstelligen Bereich begeben. Da ist es auch als Leser fast unmöglich, dem Thema noch zu folgen. Basic Thinking weist auf die Gretchen Frage hin, dass man als Blogger natürlich soviel Kommentare wie möglich möchte, andererseits aber auch irgendwann den Faden verliert und sich Diskussionen in den Kommentaren verselbständigen.

    Ich persönlich habe mit all dem eigentlich nichts zu schaffen. Mein Blog wird wohl in nächster Zukunft nicht bei heise erwähnt werden (was auch irgendwie schade ist). Meine Artikel haben bisher noch nie mehr als 20 Kommentare nach sich gezogen (ebenfalls irgendwie schade – das könnte ruhig noch etwas mehr werden). Und meine Nikon D50 hat genau 6 Megapixel, was für einen DIN A4 Ausdruck eines Fotos mehr als ausreichend ist (wobei natürlich bei Spiegelreflex etwas andere Regeln gelten und 6MPixel.org nur auf die Problematik bei Kompaktkameras hinweist).

    Manchmal hätte ich übrigens gerne wieder eine kleine Knipskamera, die man eben mal in der Brusttasche mitnehmen kann und die vielleicht doch etwas bessere Bilder als mein K800i schießt. Und was das Kommentieren angeht, wünsche ich mir, bei meinem neuen Design den Rekord zu brechen. Bald sollte es soweit sein.

  • iPod Touch Porno

    Oh ja Baby, zieh dich aus. Zeig mir alles, was du hast. Komm schon. Ich will dich berühren. Ich muss dich berühren. Oh Baby, du siehst so verdammt geil aus. So schlank, so unwiderstehlich, in deinem kleinen, schwarzen Outfit. Los, zeig’s mir. Ich will dich sehen, ich will dich hören. Und ich will dich berühren. Du bist nur dafür gemacht, um von mir berührt zu werden, Baby. Oh, du fühlst dich so wahnsinnig gut an. Touch. Touch.

    Und wem diese neuerliche Auspack- und Demonstrationsorgie noch nicht gereicht hat, kann sich auch noch ein paar geile Fotos bei AppleInsider angucken. Herrlich. Ich werde meinen iPod touch vermutlich ebenso behandeln, wenn ich ihn erst einmal besitze. via fscklog.

  • Viele volle Füller

    Mir ist noch etwas zum Thema Glaubenskriege (oder hier) eingefallen. Und ich frage mich, ob die Kids diesen Krieg heute immer noch ausfechten. Denn als ich jung und in der Schule war (ist schon verdammt lange her) tobte die Schlacht um die Frage, welcher Füller der beste sei. Es gab damals nur drei Fraktionen. Die Basis rangelte sich um die Vorherrschaft von Geha und Pelikan. Diese beiden Füller waren das übliche Proletariatsschreibwerkzeug. Jedes Schulkind entschied sich für einen von beiden und schloss sich damit auch wissentlich der entsprechenden Gruppe an.

    Ich war ein Pelikan-Kind. Ein überzeugtes. Geha kam für mich nie in Frage (obwohl die Patronen glaub‘ ich billiger waren – aber wenn ich mich recht erinnere, waren damals nicht alle Patronen kompatibel, ähnlich wie heute mit den Druckerpatronen). Höchstens den Geha-Tintenkiller ließ ich mir gefallen. Doch ansonsten galt Pelikan als das Nonplusultra. Bis wir den Lamy entdeckten, die dritte Fraktion (inklusive der Frage, ob man ihn "Lahmie" oder "Lämmie" aussprach – die ganz Coolen wählten die internationale Aussprache). Lamy-Füller waren mit einem Male das In-Schreibzeug. Jeder mußte einen haben, wenn man dazu gehören wollte. Ich erinnere mich noch, wie ich diese Dringlichkeit damals versuchte meiner Mum klar zu machen (und Unverständnis erntete, die sich bis heute gehalten hat – ich sage nur iPod-Affinität).

    Aber ich bekam einen. Zuerst einen weißen, den ich mit Edding farb schwärzte, dann einen schwarzen, bis er kaputt ging. Schließlich einen roten. Was war ich stolz auf das Ding. Keine Ahnung wieso, schließlich hatte fast jeder einen. Aber der Lamy gab mir damals das Gefühl, dazu zu gehören. Die Kids, die damals beharrlich bei ihrem Geha blieben – nun, die waren zwar damals die Loser, haben aber mittlerweile bestimmt Doktorentitel und laufen nun mit einem Mont Blanc Schreiber in der Jackettasche herum. Ich selbst habe schon ewig nicht mehr mit Füller geschrieben. Es würde auch nichts bringen, denn egal, welche Marke ich nun nähme, man könnte das Gekrakel ohnehin nicht entziffern. Ich habe eine Logitech-Tastatur.

    Wie war das bei euch? Welchen Füller hattet ihr damals und musstet ihr auch für eure Überzeugung gerade stehen?

  • 1&1 und so

    Als ich die Mail mit der Frage bekam, ob ich mit dem Support von 1&1 zufrieden sei, ignorierte ich sie dieses Mal nicht wie sonst. Ich antwortete und beschrieb, weshalb ich nicht mit dem Support zufrieden bin. Grund ist mein anstehender Umzug. Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich Schlimmes befürchte, meinen Telefon- und Internetanschluss betreffend. Die Telekom machte bisher keine Schwierigkeiten, der Anschluss ist geschaltet. Ratadsching, die ersten 60 Euro weg. Nachdem ich auch endlich die neue Rufnummer hatte, informierte ich 1&1 bei deren Umzugshotline. Ich sprach mit dem Mitarbeiter, gab ihm alle nötigen Daten und war bereits guter Dinge, bis er einen Satz fallen ließ. „Ich muss Sie aber darauf hinweisen, dass Sie etwa drei Wochen keinen Internetanschluss haben werden.“ „Wie? Wieso drei Wochen?“ „Es tut mir leid, das liegt nicht an 1&1, sondern an der Telekom. Wir lassen diesen Puffer immer zwischen den Schaltungen.“ „Sie lassen diesen Puffer immer? Selbst wenn der neue Anschluss schon bereit ist?“ „Ja, tut mir leid.“ „Hätte es etwas genützt, wenn ich mich drei Wochen früher bei Ihnen gemeldet hätte?“ „Ja, dann hätten Sie den Anschluss pünktlich zu Ihrem Umzug in der neuen Wohnung gehabt. Allerdings hätten wir drei Wochen früher Ihren alten Anschluss in der alten Wohnung abschalten müssen.“ Da blieb mir die Luft weg.

    Ich fragte also nach, wie verbindlich diese drei Wochen sind. „Nun, es kann auch schneller gehen“, antwortete der Hotline-Mitarbeiter. „Aha, aber es kann auch länger gehen?“ hakte ich nach. „Ähm, ja, das lässt sich im Vorfeld immer nur schwer sagen.“ Ahja. „Es kann also auch passieren, dass ich noch länger ohne Internet und ohne Telefonflatrate in Duisburg sitze?“ fragte ich wieder. „Nun, ja, das kann passieren, aber wir wollen es nicht hoffen.“ „Nein, wir wollen es ganz bestimmt nicht hoffen. Immerhin verlangt ihr 50 Euro dafür, mir mehrere Wochen mein Internet weg zu nehmen.“ „Tja, da bin ich ganz mit ihnen auf einer Wellenlänge.“

    Er ist also ganz mit mir auf einer Wellenlänge. Wie sehr mich das doch freut. Ich würde gerne mal eines wissen: Wo genau liegt das Problem bei 1&1? Ich habe genug Artikel in der ct‘ über diesen Ärger gelesen und immer schob einer die Schuld auf die anderen. 1&1 sagt, die Ports seinen von der Telekom nicht freigeschaltet, die Telekom sagt, sie hätten von 1&1 noch gar keinen Auftrag bekommen. Und so weite und so weiter.

    Okay, kann ja alles sein, obwohl das schon ätzend genug ist. Und trotzdem knöpft mir 1&1 jetzt 50 Euro für diesen „Service“ ab. Ratadsching. Und – um das Ganze noch dreister zu machen – man lässt mich weiter die monatlichen Grundgebühren bezahlen, obwohl ich nichts von dem, was ich bezahlt habe, nutzen kann. Auf unbestimmte Zeit.

    Liest hier zufällig jemand von 1&1 mit? Kann mir irgendjemand erklären, was hier 50 Euro zu kosten hat? Muss ein Techniker irgendwohin geschickt werden? Oder werden nur zwei Buttons an einem Rechner gedrückt? Gibt es eine Möglichkeit, diesen Unsinn zu beschleunigen? Gibt es eine Möglichkeit wenigstens mein Geld zurück zu bekommen für die fehlenden Wochen, in denen ich überhaupt nichts nutzen konnte? Oder … hab ich irgendeine Chance aus diesem Vertrag auszusteigen?

    Ach, dafür wird es jetzt bestimmt zu spät sein. Aber so langsam wünschte ich, ich hätte das ganze Paket von der Telekom. Oder von meinem neuen Kabelanbieter (leider steht meine neue Wohnung noch nicht in dem beschalteten Gebiet).

    Deshalb, sehr geehrtes 1&1 Konsortium: DAS ist wahrlich kein guter Service. Und wenn mein Vertrag bei Euch zu Ende geht werde ich mir sehr sehr genau überlegen, ob ich weiterhin Kunde bleibe. Ich möchte wenigstens hoffen, dass die ständigen Verbindungsabbrüche in Duisburg nicht mehr auftreten, mit denen ich hier in meiner alten Wohnung zu kämpfen habe, seitdem ich auf eurer fabelhaftes 3DSL umgestiegen bin. (Auch dort war euer Service nicht wirklich bemüht, mir zu helfen)

    Wie ich mindestens drei Wochen ohne Internet, ohne Mails, ohne mein Blog, ohne mein ICQ, ohne WoW, ohne mein Google Earth, ohne Online Banking, ohne irgendwas, an das ich mich so lange gewöhnt habe, auskommen soll, ist mir ein Rätsel. Dass ich in meiner neuen Wohnung erstmal keinen Kühlschrank habe, hätte ich verkraften können. Aber kein Internet… Und die Antwort auf meine Beschwerde-Mail werde ich auch nicht erhalten – ganz gleich, welche Antwort ich auch bekomme. Eins und Eins ist manchmal einfach Null.

  • Flickr und die Zensur

    Die Geschichte zwischen flickr und mir ist eine lange. Zuerst war ich von flickr begeistert (Rogr), dann wollte ich etwas eigenes, dann proklamierte ich, flickr nicht zu mögen, dann besann ich mich eines besseren und erwarb doch einen Pro Account. Und nun, da wir zwei, flickr und ich, so weit gekommen sind und so lange gebraucht haben, uns zu mögen, fällt mir das Ding in den Rücken. Flickr fängt an zu zensieren. Nicht überall auf der Welt, aber unter anderem auch in Deutschland. Ich gebe zu, ich habe diese Taktik, wie sie hier beschrieben ist, noch nicht ganz verstanden. Was bedeutet diese Zensur für mich? Zunächst einmal nichts, meine Bilder sind alle safe und auch entsprechend gekennzeichnet. Jeder wird sie sehen können. Nun frage ich mich, welcher Fotograf seine Bilder als moderate oder restricted kennzeichnet. Irgendwie glaube ich daran, dass alle Fotografen dieser Welt Künstler sind, die auch schockierende Bilder als Kunst sehen und daher nicht der Meinung sind, man müsse sie verstecken. Weshalb sollte ein Fotograf also ein Bild anders als safe einstufen? Und weshalb sollte mich dieser aufgezwungene Filter und die damit verbundene Zensur kümmern?

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  • Wie man einen A380 räumt

    Das neue Flaggschiff des Flugzeugherstellers Airbus ist der A380. Damit dieses zweistöckige Riesenflugzeug seine Zulassung bekommt, muss es eine lange Reihe von Tests bestehen. Dazu gehört unter anderem auch der, ob man das komplett mit 873 Menschen besetzte Flugzeug innerhalb von 90 Sekunden räumen kann. Und die lediglich durch die Hälfte der ansonsten zur Verfügung stehenden Ausgänge. Auf arte zeigte man diesen Test. Hochdramatisch das Ganze, auch wenn es etwas nach „Wetten dass“- Außenwette aussieht.

    Zumindest hat man es innerhalb von 77 Sekunden geschafft. Ob das in einem echten Notfall und mit Menschen, die in Panik und nicht vorbereitet sind, auch so gut klappt, ist natürlich eine ganz andere Frage. via

  • Heck Mac

    Computertechnisch aufgewachsen bin ich mit einem Amiga. Nicht wie viele andere Menschen mit einem C-64. Ich war quasi schon einen Schritt weiter als ich einstieg. Denn der Amiga bot bereits zu seiner Einführung echtes Multitasking, eine Fenster und Maus geführte Benutzeroberfläche, phantastische Multimediale Möglichkeiten und ein Konzept, das einfach aus einem Guss war. Ganz anders als der PC, den man damals noch als IBM Kompatibel bezeichnete und Windows noch recht weit von seinem jetzigen Erfolg entfernt war. Der einzige Computer, der dem Amiga das Wasser reichen konnte, war entweder der Atari ST (vergessen wir ihn) oder ein Macintosh.

    So wäre es eigentlich die logische Konsequenz gewesen, nach dem Ende des Amigas zu Apple zu wechseln. Alles sprach dafür. Amiga User sind und waren schon immer den Apple Nutzern ähnlich, was ihre Ansprüche an einen Computer, an ein Betriebssystem und an die Entfaltung ihrer Kreativität anging.

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  • Alles auf Null

    Es liegt nicht daran, dass ich älter werde. Auch nicht daran, dass ich fauler werde oder unmotivierter. Ich schätze der Grund ist eher in der Tatsache zu suchen, dass sich in meinem Leben im Moment alles ändert, alles auf Reset gestellt wird. Alle Zähler auf Null. Alles Neu.

    Und im Zuge dieses allgemeinen Neubeginns fällt mir mehr und mehr auf, dass ich keine Lust mehr habe auf dieses Gefrickel, dieses Probieren, dieses Basteln, bis es endlich passt. Alles was ich will, ist etwas, das funktioniert. Und zwar sofort.

    Vielleicht ist es euch aufgefallen. Meine Fotogalerie ist verschwunden. Vor wenigen Wochen fing der Ärger an. Mein Webspacezurverfügungsteller Sven teilte mir mit, dass ich mein Kontingent überschritten habe. Nach kurzer Suche war klar: Gallery2 erzeugte dermaßen viele Daten mit all seinen Zwischengrößen, seinen Chaches und seinen Thumbnails, dass aus knapp 90 Megabyte Bilddaten über 400 Megabyte wurden. Der Versuch, Zwischengrößen zu entfernen, die Thumbnails neu generieren zu lassen, endete mit der kompletten Auflösung der Galerie. Nichts funktionierte mehr, die Bilder konnten nicht wieder neu eingestellt werden. Also alles auf Null und neu installiert. Nun funktionierte es zwar, aber mir wurde klar, dass ich wieder mindestens einen Tag lang nur mit konfigurieren, hochladen und anpassen verbringen würde, nur um in wenigen Wochen wieder die Meldung zu erhalten: Ihr Webspace wurde überschritten.

    Ich hatte keine Lust mehr. Ich will einfach meine Bilder zeigen. Ich will, dass das einfach funktioniert.

    Ähnliches erlebe ich gerade an meinem Rechner. Früher war ich Mister Tool, probierte begeistert jede Art von Software aus und hatte im Grunde für jeden Anlass das richtige Programm zur Hand. Vorbei die Zeiten. Mittlerweile will ich nur noch Software, die funktioniert, die von Anfang an das tut, was ich will. Ohne langes Herumprobieren und Anpassen. Stichwort iTunes, Picasa und Google Earth. Auch Basteleien am Betriebssystem sind mir mehr und mehr zuwider. Ich habe schon nicht mal mehr Lust meinen Desktop zu verschönern. Funktionieren soll das Ganze und mich nicht immer wieder vor neue, völlig sinnlose Aufgaben stellen. (Vor kurzem funktionierte PeerGuardian nicht mehr. Keine Ahnung wieso, es stürzte einfach immer ab und auch mehrere Neu-Installationen brachten nichts. Zwei Stunden später klappte es endlich. Ebenfalls keine Ahnung wieso. Aber die zwei Stunden Lebenszeit waren zum Teufel)

    Mein Blog funktioniert. Weitestgehend. Es gibt immer noch Ecken und Kanten, die mir nicht so ganz passen und obgleich die Community rund um Serendipity sehr stark und hilfsbereit ist, mündet doch jeder Versuch etwas anzupassen, in langen Bastelstunden. Die ich einfach nicht mehr will. Ich möchte auch hier ein System, das mir die Arbeit abnimmt, mir sagt, was wo zu tun ist, um es genau so hinzubekommen. Ich möchte keine Forenbeiträge mehr schreiben mit Fragen wie "Wisst ihr, warum die Sidebar sich plötzlich so komisch verhält und weshalb dieses Plugin nicht funktioniert?"

    Nein, es liegt nicht daran, dass ich alt werde. Es liegt einfach daran, dass ich genug probiert habe und endlich alles einfach nur funktionieren soll. Schluss mit dem Basteln. Alles auf Null.

    Was also sind die Alternativen? Jegliches Gallery System verbannen und nun doch einen Flickr Account kaufen? (Ihr wisst ja, was ich davon halte) Ist Flickr tatsächlich der Heilbringer, wenn man nichts weiter will, als seine Fotos zu veröffentlichen?

    Doch endlich dem PC entsagen, alles verkaufen und ein MacBook holen?

    Serendipity in die Wüste schicken und endlich auf WordPress umsteigen?

    Auf jeden Fall würde dadurch so manches auf Null gestellt und neu begonnen. Aber ist es nicht so, dass man auch bei Flickr eben nicht so flexibel ist, wie ich es mir wünsche? Ist es nicht so, dass man auch auf dem Mac Software installieren und testen muss, bis man das richtige gefunden hat und auch hier immer wieder mal etwas kaputt gehen kann? (bitte nicht wieder eine Diskussion darüber) Ist es nicht so, dass auch WordPress erst einmal eingerichtet, konfiguriert und gepflegt sein will, von den abertausenden Plugins ganz zu schweigen?

    Alles auf Null. Es wird sich zeigen, wohin mich dieser Weg führt und ob jeder Neubeginn gleichzeitig auch eine Verbesserung und eine Vereinfachung bedeutet.

    Für eure Meinung und vielleicht auch Tipps wäre ich sehr dankbar.

  • Ein Appel für ’n Ei

    Oh Gott, ich bin so aufgeregt. Mir zittern tatsächlich die Hände. Soeben komme ich aus Freiburg zurück, wo ich mein bei ebay ersteigertes MacBook abgeholt habe. Ist das geil! Endlich hab ich auch eins. Endlich, endlich, endlich. Ich muss das Ding sofort auspacken und alles ausprobieren. Meinen nächsten Blogeintrag werde ich auf der neuen Maschine schreiben und dann bekommt ihr Details, wie es ausgerechnet zu diesem Schnäppchen in meiner Gegend kam. Jetzt kann ich nicht, ich muss mich weiter um dieses weiße Wunderding kümmern. Ihr versteht hoffentlich…

    [Nachtrag]: Dies war natürlich mein diesjähriger Aprilscherz. Leider habe ich bis dato noch kein MacBook. Aber glaubt mir, wenn ich das nächste Mal so etwas schreibe, meine ich es ernst. Also echt jetzt.

  • Pirates of Silicon Valley

    Leider konnte ich bisher weder Steve Jobs‘ noch Bill Gates‘ Autobiographie lesen. Deshalb weiß ich nicht wirklich, wie die beiden zueinander stehen. Ob sie tatsächlich so erbitterte Feinde sind wie in diesem Cartoon? Vermutlich eher nicht. In dem Fernsehfilm "Pirates of Silicon Valley" wird zumindest erzählt, dass Steve und Bill in ihrer Jugend- und Studentenzeit die dicksten Freunde waren. Ich habe den Film vor Ewigkeiten als VHS Kopie gesehen. Die Hauptdarsteller sind Noah Wyle aus Emergency Room und der Typ aus "Es" und den Waltons – wie hieß der denn gleich? Anthony Michael Hall (bekannt aus "LISA – der helle Wahnsinn") 

    Wie gesagt, ob dieser Film auch nur ansatzweise eine wahre Geschichte erzählt, kann ich nicht sagen. Muss man aber auch nicht wissen. Leben Bill und Steve (ganz besonders Steve) nicht ohnehin gut von den zahllosen Legenden, die sich um sie ranken? Wie authentisch ihre Biografien sind, steht damit ohnehin außer Frage. So oder so, der Film ist interessant und veranschaulicht herrlich, wie die beiden wurden, was sie heute sind (Lieblingsszene: wenn Bill seinen Pullover für ein Shooting auszieht und sein Hemd riesige Schwitzflecken aufweist). Und er zeigt auch, wie schräg, besessen und manisch beide wohl waren, was vermutlich ein Schlüssel zu ihrem Erfolg war.

    Vermutlich werden sie aber keine alten Geschichten erzählen, wenn sie am 30.Mai gemeinsam auf der Bühne stehen und über die Zukunft der digitalen Revolution sprechen.