Schlagwort: technik

  • Kleiner Hai und großes Marketing

    Ich bilde mir ja gerne ein, mitverantwortlich für den Erfolg des kleinen Hais zu sein. Schließlich zeigte ich das Originalvideo hier bereits, als der Song noch nicht in den Charts war. Bei uns im Büro hörte man lange "Dumm dumm"-Gesänge auf den Fluren. Und erst als eine Kollegin auf mich zukam und mir ihren neuen Hai-Klingelton vorspielte, wusste ich, dass hier ein neuer Hype entstand. Der bei allesroger.net seinen Anfang genommen hatte.

    Nun ja. Leider nicht ganz. Und vermutlich überhaupt nicht. Aber der Hype ist da, der Song in den Charts, der Klingelton höchst beliebt. Und plötzlich stellt sich die Musik-produzierende- und die sie beobachtende Berichterstattungswelt die Frage, wie es so weit kommen konnte. War das alles geplant? Ist es eine virale Kampagne gewesen? Stecken dahinter böse mächtige Agenturen? Oder ist die "Sängerin" Alemuel selbst Drahtzieherin des Ganzen? Immer mehr Details kommen ans Licht. Und gleichzeitig bleiben Fragen.

    Fragen, die spätestens dann vergessen sind, wenn der Song vergessen ist. Also im Herbst. Dann wird sich ein neues grusliges, verrücktes, bescheuertes Video bei Youtube auf Stefan Raabs Spuren begeben und einen neuen Hype losbrechen. Ich werde der erste sein, der darüber berichtet und die Welt wird sich wieder fragen, ob das nicht von vornherein von mir so geplant worden war. Man kann echt keinem mehr trauen in diesem Internet.

    Ein paar Links für Interessierte: Ein Interview mit Alemuel. Gedanken der Netzzeitung. Oljo Blog deckt auf. Christiane Schulkzi-Haddouti analysiert sehr gekonnt. Und EKM Consult rechtfertigt sich.

  • Ich hasse den Internet Explorer

    Und er hasst mich. Ich habe es schonmal erwähnt, dass ich ihn hasse, oder? Ich hoffe es. Denn ich tu es. Ich hasse ihn. Derzeit, so musste ich heute feststellen, lässt sich mein Blog mit der Version 6 des IE nicht mehr betrachten. Fehlermeldung unbekannter Ursache. Die eingebundenen Songza Songs waren wohl nicht Schuld, denn die sind gelöscht. Auch die Youtube Videos scheinen unwahrscheinlich… Hat irgendjemand einen Tipp für mich? Oder surft ihr alle schon mit hochwertigen IE-Alternativen?

    Update: Okay, es sollte wieder laufen. Der Fehler lag wohl an einem falschen HTML-Tag am Ende eines Artikels. Was mich wieder zur Erkenntnis bringt, dass ich den IE hasse, weil nur der bei so etwas sofort komplett abbricht. Ätzend ist das.

    Update 2: Mit großartiger Hilfe (mal wieder) des Serendipity Forums und besonders von Chefentwickler Garvin konnte ich zumindet mal all die Fehler beseitigen, die mein Blog so mit sich führte. Von insgesamt 127 XHTM-Fehlern runter auf 0. Ich bin sowas von valide. Einstellungen wurden behoben, Plugins neu eingerichtet, Template Dateien erneuert. Das Ergebnis ist ernüchternd. Offenbar liegt es tatsächlich nur an eingebetteten Flash-Anwendungen, die in meinem Blog nicht im IE angezeigt werden wollen. Und auch hier nur bei manchen. Also ein Fehler von IE oder Flash. Es bleibt mysteriös. Und ich möchte daher nochmals dazu aufrufen:

    Bitte steigt um auf alternative Browser. Die Vorteile überwiegen. Es gibt keinerlei Gründe, es nicht zu tun.

  • Langeweile am Mac

    Gestern mittag – Sonntag mittag – hatte ich doch tatsächlich eine äußerst
    schwache Stunde und… mir war langweilig. Ich hockte am Schreibtisch,
    starrte auf mein aufgeklapptes Macbook und wusste nichts mit mir
    anzufangen. Alles schien bereits erledigt zu sein. Die Musik sortiert,
    die Bilder bearbeitet, die Favoriten entrümpelt, die Blogeinträge
    getippt. Und dazu kam, dass mein Mac einfach läuft. Im Ernst. An dem
    Teil gibt es einfach nichts zu basteln, nichts zu warten. Er läuft und
    läuft und läuft und macht keine Probleme. Das ist gruslig. Und
    langweilig.

    Ha. Könnt ihr, meine treuen Leser, euch erinnern, wie ich mir genau das gewünscht hatte? Endlich nicht mehr basteln zu müssen, endlich ein System zu haben, das tadellos funktioniert? Tja, man ist halt nie zufrieden, gell? Ich stöberte ein wenig herum und stellte zu meiner Beruhigung fest, dass ich nicht alleine mit dem Problem war. Bei MacUser.de wurde das Problem im Forum besprochen und auch Apfelquak widmete dem Thema einen Artikel. Sehr schöne Tipps, was man gegen die Langeweile tun könnte, fand ich.

    Okay, ich gebe es zu, dieser Beitrag ist nicht ganz ernst gemeint. Die Langeweile verschwand schnell wieder. (Ich habe noch Videos zu schneiden, neue Icons zu suchen und mal endlich GTA IV weiter zu spielen). Vielleicht könnte ich ja mal, jetzt da ich einen Rechner habe, der meine Unterstützung nicht braucht, anfangen, mir ein Leben zu suchen. Oh ja. Das ist gute Idee. Hallo Leben, lange nicht gesehen, was gibt’s Neues? Ich? Oh, ich habe mich zu lange mit meinem PC beschäftigt, aber jetzt bin ich wieder ganz für dich da. Versprochen.

  • Mein getaggtes Leben

    Folgendes sollte ich vielleicht gar nicht erzählen. Zum einen, weil mir dann vielleicht jemand die Idee klaut. Zum anderen, weil mir dann jemand sagt, dass es die Idee bereits gibt, und mir die Hoffnung nimmt. Die Idee ist folgende: Spätestens seit dem Web2.0 ist Tagging en vogue, also das stichwortartige Beschreiben. Auch mein Blog basiert weitestgehend auf der Navigation mittels Tags. Besonders beliebt und auch weit verbreitet sind sogenannte Tag-Wolken. Das ist eine Ansammlung von Tags, die entsprechend ihrer Häufigkeit in ihrer Größe variieren. Je öfter, sprich je wichtiger das Tag, umso größer ist es.  Wäre das keine tolle Idee für T-Shirts? Tag-Wolken, die den Träger des T-Shirts beschreiben. Mit allen Adjektiven, die einem einfallen, gewichtet und entsprechend vergrößert. Wenn man hauptsächlich witzig und sexy aber auch nachdenklich und naschsüchtig ist. Wenn man sportlich ist, dafür aber auch Mario-Kart-Fan. Die Möglichkeiten wären mannigfaltig. Für Singles, die auf Partnersuche (mit ähnlicher Tag-Wolke sind) ein cooles Accessoire.

    Das Leben als Tag-Wolke. Mir würde so manches zu meiner Person und zu meinem Leben einfallen. Und während ich darüber nachdenke schweift mein Blick über die Tag-Wolke in meinem Blog. Mein Blog hält seit mittlerweile fast drei Jahren alles fest, was ich interessant, lustig oder ärgerlich finde. Alles, was ich persönlich für erwähnenswert erachte, wird in einem Artikel festgehalten und getaggt. Verstichwortet. Verstichwortbewölkt. Sprich, die Tag-Wolke meines Blogs könnte eine Tag-Wolke meines Lebens der letzten drei Jahre sein. Schauen wir mal hin.

    Welches Tag erscheint denn am größten, und somit auch am häufigsten in den Artikeln? Lustig. Mein Leben scheint also viel Spaß zu beinhalten. Außerdem sind Filme und Videos offenbar beliebte Inhalte. Aber auch Fragen werden wohl sehr oft gestellt, was auf einen nachdenklichen Menschen schließen könnte. Natürlich ist das Tag "Blog" sehr präsent. Verständlich, wenn man als Blogger auch über das Bloggen schreibt. Das Internet und Fernsehen stechen noch hervor. Die Städte, die ich bewohn(t)e und zum Glück auch Freunde. Ärger ist auch ein großes Wort, genauso wie Kritik und Welt. Interessant. Am besten gefällt mir aber, dass das Wort "Leben" mit zu den größten gehört. Ein Beweis, wie wichtig mir das Leben ist? Wie gerne ich über das Leben an sich schreibe? Das Leben, das Universum und der ganze Rest?

    Gleichzeitig würde man aber auch Tags vermissen: Bücher. Als würde ich nicht lesen (was ich allerdings zur Genüge tue). Oder Sport (okay, der kommt noch zu kurz). Aber vielleicht möchte ich ja auch nicht über alles schreiben, was mein Leben bestimmt. Vielleicht gibt es noch viel Privates, was hier nichts verloren hat. Entdeckt irgendjemand das Tag "Privat"?

    Okay, ich gebe zu, das war ein Gedankenspiel. Natürlich beschreibt die Tag-Wolke meines Blogs nicht mein Leben. Aber sie kommt schon sehr nahe. Zumindest so nahe, dass ich wirklich sagen kann: Ja, dies ist meine Tag-Wolke, zu diesen Themen stehe, diese Themen bewegen mich, über diese Themen denke ich nach und schreibe darüber.

    Erzählt mir, was in eurer Tag-Wolke stünde. Oder, wenn ihr Blogger seid, ob ihr eurer Tag-Wolke uneingeschränkt zustimmen könnt und sie etwas über euch aussagt. Und falls jemand mit mir die Idee mit den T-Shirts verwirklichen will (ein cooles Web2.0-Projekt vielleicht) so möge er sich bitte an mich wenden.

    Hmm, welche Tags gebe ich nun diesem Artikel?

  • Amiga mit Wasserschaden

    So ein Wasserschaden im Keller hat vielleicht auch etwas gutes. Derzeit stehen noch alle ehemals nassen Kartons in meiner Wohnung, während ich entscheide, was von den Inhalten ich noch weiter behalten will/kann. Einige Sachen sind kaputt, andere nicht und bei diesen gilt es nun zu überlegen, ob sie mir überhaupt noch wichtig sind, wenn sie doch nur in Kartons im Keller liegen. So auch mein Amiga nebst Zubehör. Ein ganzer Karton voller Disketten, Kabel, Mäusen, Competition Pro Joysticks, Büchern, einem Monitor und natürlich der nassen Freundin selbst gilt es nun zu sichten. Und selbst wenn bei meinem Test am Wochenende, ob das Gerät noch funktioniert und die Disketten überhaupt noch Daten enthalten (manche sind noch aus dem Jahr 1987 und den magnetisch gespeicherten Daten kann die Lagerung und die lange Zeit nicht gut getan haben), muss ich mich doch folgendes fragen: Will ich das alles behalten?

    Ich bin ein Nostalgiker, was hin und wieder meinem "Simplify your Life" Prinzip im Wege steht. Von manchen Dingen, die ich nicht mehr benötige, kann ich mich problemlos trennen. Von meinem PC beispielsweise. Von anderen wiederum nicht. Mit meinem Amiga verbinde ich eben nicht nur Computerspiele, sondern ein Gefühl, meine Jugend, alles. Sehr emotional das Ganze, ihr versteht. Rational gesehen muss ich natürlich gestehen, das Gerät und all das Zubehör ausschließlich aus Nostalgiegründen zu behalten. Anschließen und nutzen tu ich das alles nicht mehr. Und wenn, dann stelle ich fest, dass meine Erinnerungen an die damaligen Spiele, an die Demos, die Programme, die Bedienung weitaus leuchtender sind, als die Realität. Ich muß damals viel Zeit gehabt haben, denn die Ladezeiten sind quälend. Auch habe ich damals wohl viel mehr meine Phantasie eingebracht, denn aus den einfarbigen Polygonklötzen erkenne ich heutzutage nichts mehr. Kurz gesagt, die Frage ist wirklich, ob ich diesen Karton weiter behalten soll.

    Und diese Frage stelle ich mir ja nicht zum ersten Mal, wie ihr wisst. So lange ist es nicht her, dass ich mich auf den Weg machte, eine ganze Wagenladung Amiga Rechner und Spiele in einer fernen Stadt abzuholen. Bis auf meine eigenen Disketten und die meiner damaligen Demo Gruppe Addonic kann man so gut wie alles im Netz herunter laden. Was also spräche dagegen, den Nostalgiegefühlen per Emulator zu frönen? Nun, wie gesagt, die persönlichsten Erinnerungen gingen verloren. Und ein Emulator fühlt sich nunmal nicht an wie echt. Das ist wie Sex mit einer Gummipuppe (stell ich mir vor).

    Was mich gleich zu meiner Frage bringt: Kann mir jemand einen guten Amiga Emulator auf dem Mac empfehlen? Offenbar werden diese nur unter Windows gehegt gepflegt. Für OS X fand ich nur alte Emulatoren, die seit der Jahrtausendwende nicht mehr weiter entwickelt wurden. Und möchte ich wirklich einen Emulator in einer virtuellen Maschine (Parallels oder so) laufen lassen? Sprich, quasi die doppelte Simulation?

    Ist Nostalgie in unseren Köpfen schöner als in Wirklichkeit? Kämen wir heute noch auf die Idee unsere alten Musik Kassetten anzuhören? Andererseits erfreuen sich Schallplatten noch immer großer Beliebtheit. Würden wir wirklich noch Filme auf VHS kaufen? Andererseits wurden und werden alte Autos verehrt und geliebt. Ich kenne Leute, die noch immer mit alten Nintendo Entertainment Konsolen spielen.

    Ich fürchte, dass ich mich pünktlich zu meinem nun nahenden 35. Geburtstag von alten Zöpfen trennen muss. Keine Kartons mehr im Keller stehend zu wissen, um die ich mich immer sorgen muß, kann etwas befreiendes haben. Hoch lebe meine Erinnerung und Phantasie. Kein Spiel kann so schön sein, wie ich es in meinem Kopf habe. Mach es gut, meine alte Freundin. Wir hatten eine wirklich tolle Zeit und du wirst immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben.

  • iPhone 3G mit UMTS, GPS und günstig

    Mann, war das spannend. Nein, nicht das Fußballmatch Frankreich gegen Rumänien. Das war ja mehr als langweilig. Ich spreche von der WWDC 08, der Apple Developer Conference in San Fransisco. Denn die Gerüchte waren diesmal allesamt wahr. Mit dem MBP auf dem Schoß, drei Livetickern gleichzeitig und einem Auge beim Fernseher, verfolgte ich die Veranstaltung. (Apropos, Mac Life berichtete per Abschreiben und Übersetzen, inklusive der Tippfehler der Live-Schreiber ;-) ) Aus .Mac wird MobileMe (sehr attraktiv aber leider zum gleichen Preis). Und aus dem iPhone wird ein iPhone 3G. Mit UMTS. Mit GPS. Mit neuer Firmware 2.0, die weitere leckere Schmankerl bieten wird. Und mit einem fast halbierten Preis. 199 Dollar soll die kleine, schwarze 8Gb Version kosten, 299 USD die (auch in weiß – seufz – erhältliche) 16Gb Version. Abzuwarten ist natürlich noch, wie die entsprechenden Tarife dazu aussehen werden und ob es überhaupt noch einen Anbieterzwang geben wird, wenn das neue iPhone am 11.Juli erscheinen wird. Hach, das könnte ein schöner Sommer werden.

  • ebay-Trottel

    Hey, ihr ebay-Trottel, die ihr für einen 200 Euro Monitor ein Gebot von einem Euro abgebt. Was glaubt ihr eigentlich? Dass ihr damit Erfolg habt? Ein Schnäppchen machen könnt? Ihr denkt wirklich, ihr werdet damit die nächsten vier Tage Höchstbietender bleiben? Bis zum Ende? Und ihr Trottel, die ihr die anderen Trottel mit 3,50 Euro überbietet seid auch keinen Deut besser. Was ist los mit euch? Hat man euch den Geiz mit nem Holzstock eingeprügelt? Oder die Schwachsinnigkeit? Geht bitte zum Recyclinghof und fischt euch dort was aus der Tonne, anstatt richtige Käufer, die wissen, was ein Gerät wert ist, daran zu hindern, etwas per Sofortkauf erstehen zu können. Gebt gefälligst vernünftige Preise für vernünftige Ware. Am Ende seid ihr ja trotz allem noch günstiger weggekommen, als wenn ihr zum Media Markt fahrt.

  • Drei Geschichten der Begegnung: Vier

    Was sagen mir diese drei Geschichten (Eins, Zwei, Drei)? Was bleibt übrig von diesem Wochenende? Nichts Neues im Grunde. Das Internet bringt uns näher zusammen, lässt uns Dinge sehen, die zuvor verborgen blieben. Es gibt uns das Gefühl des globalen Dorfs, wo Freunde, Bekannte und Geschäftspartner im Grunde neben einem auf dem Sofa sitzen. Mailen, Chatten, Twittern, all das verbindet uns. Und doch, sobald der Computer ausgeschaltet, die Verbindung zum Netz gekappt ist, wird mit jedem neuen Kommunikationskanal noch deutlicher als zuvor, wie flüchtig dieses globale Dorf ist, wie weit entfernt man tatsächlich ist. Die Kommunikationsmittel schrumpfen mit einem Schlag auf das althergebrachte: Briefe schreiben, telefonieren und persönliches Treffen. Man ist plötzlich nicht mehr immer und überall verfügbar, aber auch die Bekannten sind nicht mehr ohne weiteres zu greifen. Man ist befreiter und gleichzeitig wieder allein. Um so wichtiger ist gerade jetzt, in Zeiten dieser Kommunikationsmittel, dieser ständigen Verfügbarkeit, dieses wohligen Gefühls, hunderte von Freunden gleich um die Ecke zu haben, das echte Leben nicht zu vergessen. Nur darauf kommt es an. Das echte Leben. Das echte Gespräch.

    Das Netz schenkt uns mannigfaltige Möglichkeiten, uns auszudrücken, uns zu finden. Die Kunst allerdings ist letztlich die, all das in unser reales Leben einfließen zu lassen. Wer das schafft, hat es gut und ich kenne unzählige positive Beispiel. Auch mein Freundes- und Bekanntenkreis besteht zu einem großen Teil aus Online-Bekanntschaften. Wirklich wertvoll wurden diese aber erst durch die Gewissheit, sie auch nach dem Ausschalten des Rechners zu haben.

    Also nutzt das Netz, chattet, twittert, mailt. Telefoniert und schreibt Briefe. Nutzt, was euch bereit gestellt wird, um euer Leben zu bereichern. Und vergesst dabei nicht, dass nur das reale Leben zählt, reale Freundschaften. Echte Begegnungen sind so viel besser als virtuelle, eine Berührung so viel wertvoller als ein neuer Kontakt im Netzwerk, echte Gespräche so viel interessanter als reduziertes Tippen. Das Netz gibt uns Wege dorthin. Wir können sie gehen und müssen dabei nur aufpassen, uns nicht zu verlieren.

  • Drei Geschichten der Begegnung: Zwei

    Auf dem BarCamp in Offenburg hätte man unzählige Kontakte knüpfen können. Wäre genug Zeit dazu gewesen. Ich schätze mal, die Mehrzahl der Anwesenden kannte sich bereits vorher. Daher kam es wieder zur üblichen Grüppchenbildung, in die nur schwer einzubrechen war. So lernte ich persönlich nicht allzu viele Menschen kennen. Mit Oliver Gassner tauschte ich mich nur in einer Session mit wenigen Worten aus, ich traf Christoph von fudder und konnte einem der Veranstalter, Sebastian Grünwaldt, schnell Hallo sagen. Und einen Menschen traf ich dort, der mir bereits durch die Kommentare in meinem und die Texte in seinem Blog bekannt war. Flominator nennt sich der junge Mann, heißt eigentlich Florian Straub und kommt aus dem lauschigen Hinterzarten.

    Während des BarCamps liefen wir uns mehr als einmal über den Weg und konnten uns austauschen. Leider verpasste ich seine Session, was ich beim nächsten Mal sicherlich nachholen werde. Den ganzen Tag über hatten wir beide nicht den geringsten Verdacht, dass wir uns vielleicht schon seit längerem kennen könnten. Erst am Abend, zuhause wieder am Rechner sitzend (Nerds) und im ICQ chattend, fiel ihm mein Nickname auf. Webster. So fragte er, ob ich denn früher eine andere Homepage gehabt hätte. Ja, ebrake.de hieß sie, wo ich meine Gedichte, Kurzgeschichten, Fotografien und meine Romane vorgestellt hatte. Ob ich vor vielen Jahren einmal in Kirchzarten bei einem Käsefondue Essen gewesen sei, fragte er anschließend. Gut, ich merke mir nicht jedes Käsegericht meines Lebens. Außerdem mag ich Käsefondue ja absolut nicht, allerdings kannte ich vor langer Zeit jemanden in Kirchzarten. Ich nannte einen Namen. Und da fiel es ihm wie Schuppen aus den Haaren (Uralter Witz von Otto), er kramte in alten E-Mails und schickte mir eine Nachricht, die er vor fast acht Jahren von mir bekommen hatte.

    Wir hatten uns auf einer Party kennen gelernt, die von den Freunden der Freundin eines guten Freundes veranstaltet worden war. Im mondänen Haus der verreisten Eltern. Bei Käsefondue. (Die Freunde der Freundin des Freundes, ein hübsches Pärchen, wurden übrigens ein paar Tage nach dieser Party von mir für das Cover meines ersten Romans "Ist ja hinReisend" fotografiert). Schlagartig war die gesamte Erinnerung wieder da. Ich könnte noch heute die Küche in allen Einzelheiten beschreiben. Dass ich mich allerdings mit Flominator (er nannte sich schon damals so) an diesem Abend unterhalten und schließlich E-Mail Adressen ausgetauscht hatte, war mir völlig entfallen.

    Und hier prangte plötzlich eine Mail vom 19.Oktober 2000 auf meinem Schirm, die ich ihm damals geschickt hatte. Mit einem Hilferuf verzweifelter Eltern, die ihre Tochter Alexandra vermissten. (Unglaublich, dass ich so etwas weiter schickte. Ist Alexandra eigentlich gefunden worden? Oder war das reiner Spam?) Den Flominator, den ich auf dem BarCamp 2008 in Offenburg kennen gelernt hatte, kannte ich schon vor fast acht Jahren.

    Doch es kommt noch verrückter. In der Liste der Empfänger meiner Mail entdeckte ich so manchen Kontakt, zu dem ich heute überhaupt keinen, nunja, Kontakt mehr habe. Trauriger/glücklicherweise. Viele der Kontakte sind ehemalige Freunde, Menschen, die man irgendwann aus den Augen verloren hat und… Kontakte, die ich durch meine damalige Schriftstellerei gesammelt hatte. Darunter auch ein gewisser Oliver Gassner. Ich stutzte und recherchierte. Tatsächlich. Mit dem Oliver Gassner, den ich beim BarCamp in Offenburg zum ersten Mal sah, hatte ich ebenfalls vor gut acht Jahren regen Mailverkehr (wie das klingt). Damals in seiner Funktion als Chef des Litareraturportals Carpe.com (das auch heute noch existiert).

    Ist die (Online-) Welt nicht ein Dorf?

  • Drei Geschichten der Begegnung: Eins

    Der Vortrag beim BarCamp ist spannend und gut besucht. Ich sitze irgendwo am Rand und lausche dem Sprecher, mein Macbook wärmt meine Schenkel. Ich tippe eine kurze Nachricht in die Twitterwelt und konzentriere mich wieder auf den Vortrag. Jugend im Netz. Ich glaube, ich bin zu alt. Nur wenige Sekunden später blinkt es auf meinem Bildschirm. Wer nicht? Und ich merke übrigens gerade, dass ein Follower von mir direkt vor mir sitzt. Ich lese es und denke mir nichts dabei. Wen meinst du? Mich? frage ich in die Twitterwelt hinaus. Ja. Nun bin ich verblüfft und registriere erst richtig, was da steht. Langsam drehe ich mich um und entdecke auf dem Stuhl hinter mir eine junge Frau, die lächelt und leise "Hallo." sagt. Es ist die Vizekönigin, die auf meinen Bildschirm gespickt und dabei entdeckt hat, dass ich ihr Gezwitscher verfolge. Nur eine Armlänge von mir entfernt. Sie hätte mir auch einfach an die Schulter tippen können. Bedenkt man nun, dass ihre Nachricht über das Burda-WLAN, durch das Internet, zu den Twitter Servern, die vermutlich auf einem anderen Kontinent stehen, wieder zurück über Datenleitungen und Unterseekabeln in das Burda WLAN geschickt wurde, um daraufhin auf dem Rechner zu erscheinen, der sich direkt vor ihr befindet, so wirft das doch die leise Frage auf, wie und ob uns das Internet, das Chatten, das Bloggen, das Twittern, das Social Networken tatsächlich näher bringt. Die Welt ist gleichzeitig so unendlich groß und so nah geworden.

  • BarCamp Offenburg 2008

    Ihr kennt die Theorie des Marmeladenbrotes, das beim Herunterfallen von einem Tisch immer auf der Marmeladenseite landet. Ähnliches überlegte ich mir am Samstag beim BarCamp 2008 in Offenburg. Sven und ich waren schon recht früh bei phantastischem Wetter dort und bekamen am Eingang sogleich unsere Badges mit den Namen und den WLAN Zugangs-Codes überreicht. Und eben diese Badges, so stellte ich im Laufe des Tages fest, hingen meistens so an den Hälsen der Teilnehmer, das sie nur die blanke Rückseite zeigten. Als sei es ein Naturgesetz, das Marmeladenbrote mit der beschmierten Seite auf dem Boden landen und Namensschilder grundsätzlich umgedreht sind.

    Doch diese Erkenntnis sollte mit Sicherheit die unwichtigste des ganzen Tages sein. Es war mein erster Besuch bei einem Barcamp (eine Erklärung). Entsprechend gespannt schritt ich durch die modernen und hellen Hallen des Burda Verlages, einem der Hauptveranstalter. Genauer gesagt fand das Barcamp in einigen Konferenzräumen, der Kantine und auf dem Sonnendeck von Burda Media statt, die in eben diesem großartigen Gebäude residieren. Die Kantine war, wie zuhause die Küche, der allgemeine Treffpunkt. Hier wurde auch ein reichhaltiges Frühstücksbüffet bereit gestellt, sowie ein leckeres Mittagessen serviert.

    Auch die Vorstellung aller Teilnehmer fand hier statt. Das Mikrofon wurde durch die Reihen weitergegeben, ein jeder erhob sich, um sich vorzustellen und mit drei Tags zu beschreiben. Dann ging der Aufruf an die Veranstalter der Sessions. Sessions sind Vorträge oder Diskussionsrunden, die sich einem bestimmten Thema widmen. Das Angebot war mannigfaltig und der Stundenplan der Veranstaltungen füllte sich rasch. Es liegt in der Natur der Sache, dass man früher oder später gezwungen war, sich entscheiden zu müssen, welcher Session man beiwohnen wollte. So verpasste ich mindestens drei Runden mit ähnlich spannenden Themen.

    Meine erste besuchte Session war die BarCamp-Newbie-Runde. Denn schon bei der Vorstellung war schnell deutlich geworden, wieviele Neu-Camper anwesend waren. Zum Glück, ich musste also nicht allein dort sitzen und erfuhr so manches über die Geschichte, die Durchführung und Zielsetzung von BarCamps. Besonders Wert gelegt wird dabei auf den Austausch, das Einbringen und das Kennenlernen, was mir sehr gut gefällt. Eine eigene Session hielt ich dennoch nicht. Dazu später noch ein Wort mehr.

    Kaum war diese Session zu Ende, ging es wieder in den nächsten Konferenzraum, stets beobachtet von Security Personal, welches aufpassen sollte, dass keiner der Teilnehmer aus Versehen verbotene Büros betrat. Ich hatte mich für die Runde "Erfolgsrezepte von Webprojekten " entschieden. Was genau macht Flickr, MySpace, Twitter, Facebook, ebay und all die anderen bekannten Seiten im Netz denn überhaupt so erfolgreich? Wo liegt das Geheimnis, worauf gilt es zu achten und weshalb haben Mitbewerber trotz perfekten Ausgangssituation mitunter Pech und scheitern?

    Beim Mittagessen traf ich Christoph von fudder, dem Freiburger Online Portal, für das ich auch vor langer Zeit ein paar Artikel verfasst hatte. Es kam zu einem interessanten und lockeren Plausch über das Web, über fudder, das Ruhrgebiet, die Schriftstellerei und den Unterschied zwischen Journalisten und Bloggern. Und, wie ich heute festgestellt habe, muss man immer aufpassen, was man sagt, wenn man mit Journalisten spricht. (Christoph, ich war nicht beim Barcamp, um Frauen kennen zu lernen ;-) )

    Wohl gesättigt saß ich kurz darauf in der Session von Sven, der ein neues Blogsystem namens Blogforge vorstellte, das seine Firma Esono entwickelt hatte. Blogforge ist im runde der kleine, kostenlose Ableger ihres Chamäleon CMS System und sieht bereits jetzt so vielversprechend aus, das ein Wechsel von Serendipity zu Blogforge sehr wahrscheinlich wird. Zumindest im geschlossenen Beta Test werde ich mir die Blog-Schmiede genauer anschauen. Angeschaut haben sich diese Session übrigens auch die beiden A-Blogger Yoda und Oliver Gassner.

    Wieder im großen Saal im oberen Stockwerk lauschte ich Zeniscalm, ihres Zeichens Headhunterin, die einen kurzen Einblick in ihren Arbeitsalltag gewährte. Und der scheint recht spannend zu sein. Eine der ersten Fragen aus dem Publikum lautete, ob sie denn nachts überhaupt noch schlafen könne. Denn in Ausübung ihres Jobs bewegt sie sich zwar immer in den Grenzen der Legalität (wenn auch manchmal scharf am Rande), aber für manche doch weit jenseits von Moral und Ethik. Ihr Statement, dass ohnehin nur die Menschen abgeworben werden könnten, die nicht 100% zufrieden in ihrer Firma seien und es in diesem Fall sogar für alle Beteiligten besser sei, wenn sie wechselten, rief erneute Fragen auf.

    Die nächste Session "Jugend im Netz" wurde sehr schnell zu "Frauen im Netz" und "Wie mache ich ein erfolgreiches Projekt im Netz", was nicht zuletzt durch Oliver Gassners Tipps sehr kurzweilig und interessant wurde. Besonders seine Bitte, dies nicht mitzubloggen und den Live Stream zu deaktivieren, machte es schon spannend.

    Was mir an diesem ganzen Tag wirklich auffiel, war die Tatsache, dass ich nicht halb so nerdig bin, wie ich immer dachte. Außerdem scheine ich das Web2.0 nicht zu leben, wie manch anderer. Auch ich twitterte hin und wieder und schoss ein paar Fotos. Aber ich betrieb kein Liveblogging, stellte die Fotos nicht sofort bei Flickr bereit, nahm nicht intensiv an den Twitterdiskussionen teil und verfolgte auch nicht den Livestream in den Pausen.

    Deshalb kam mir auch nicht in den Sinn, eine Session zu halten. Denn erstens wollte ich mir erst einmal nur ansehen, wie so etwas abläuft. Und dann wurde mir schnell bewusst, dass ich als Internet-Normal-User den anwesenden Powerwebern überhaupt nichts mitteilen könnte, was sie nicht ohnehin schon wüssten. Teilweise fühlte ich mich wie ein kompletter Neuling. Ein Kind, das mit großen Augen und Ohren staunte ob dieser großen, spannenden Netzwelt, die so viel weiter ging, als bisher geahnt.

    Ich lernte einige sehr nette Menschen kennen, erhielt neue Twitter-Verfolger und ging mit einem Packen T-Shirts, neuen und interessanten Eindrücken und dem Wunsch bald wieder ein BarCamp zu besuchen nach Hause. Mein Lob geht hiermit an die Veranstalter.

    Und sonst? Stellte ich fest, dass die hauptsächlichen Computer doch tatsächlich Macbooks waren. Und diese in den meisten Fällen, in Crumpler Taschen steckten. Dass jeder, der fotografierte, dies entweder mit dem Handy tat oder gleich eine Spiegelreflexkamera zückte. Dass die heutigen Nerds nicht mehr anhand der Kleidung oder des Aussehens als solche zu erkennen sind. Dass ich nur zwei iPhones sichtete. Dass ich doch noch C-Bloggerisch genug bin, um ehrfürchtig herüber zu schauen, wenn ein A-Blogger den Raum betritt. Dass ich mich darauf freue, beim nächsten Mal mehr Bekanntschaften zu machen.

    Weitere Berichte über das BarCamp Offenburg findet man hier. Es wäre müssig, hier nochmals alle Links zu veröffentlichen. Bei Flickr finden sich Fotos zur Veranstaltung, eine wenige werden noch von mir dazu kommen.

  • Meet me at Barcamp Offenburg

    Vom 25.4 bis zum 27.4 findet dieses Jahr in Offenburg ein Barcamp statt (siehe auch hier). Und ich werde damit zum ersten Mal an einem teilnehmen. Oder zumindest anwesend sein. Ob ich tatsächlich auch eine Session anbiete, ist mehr als fraglich. Erst einmal möchte ich mir einen Eindruck verschaffen, wie so ein Barcamp abläuft, mich inspirieren lassen, mit Leuten in Kontakt treten. Ich bin schon sehr gespannt.

    Mein guter Freund Sven (der auf jeden Fall etwas spannendes vorstellen wird) und ich werden Samstag früh ankommen. Und nicht nur auf dieses Barcamp freue ich mich, sondern auch über die Tatsache, mal wieder ins Ländle zu kommen. Am Freitag Abend mache ich mit alten Freunden meine Lieblingsstadt Freiburg (knapp vor München) unsicher.

    Derzeit bin ich noch damit beschäftigt, bei Spreadshirt ein allesroger.net-Shirt zu erstellen. Doch so richtig gefallen will mir das alles nicht. Nur weiße Shirts sind beim Digitaldruck erlaubt. Entsprechend käsig sieht das ganze dann aus. (Und schließlich schwebt ja die bange Frage im Raum, ob es da nicht noch zu kalt ist, um nur mit Shirt bekleidet herum zu rennen) Außerdem muss ich noch ganz dringend eine geeignete Tasche für mein MacBook erstehen… Ja, es ist noch ein bißchen was zu tun.

    Vielleicht sehen wir uns ja in Offenburg. Würde mich freuen.

  • Poppen bis der Arzt kommt

    Könnt ihr auch nicht widerstehen, wenn ihr diese Luftpolsterverpackungen in die Finger bekommt? Lasst ihr auch mit Begeisterung die kleinen Kammern platzen und erfreut euch wie Kinder an den Poppgeräuschen? Dann seid ihr auf dieser Seite richtig. Poppen ohne Ende. Und vielleicht sogar im Wettbewerb mit Freunden oder Kollegen. Kein Gang-Bang, aber auf jeden Fall ein spaßiges Gruppen-Poppen.

  • 103bees ist nicht mehr kostenlos

    Die fleißigen Bienen wollen plötzlich Geld sehen. Gerade als ich mich daran machen wollte, bei 103bees meine Suchmaschinenauswertungen für den nächsten „Guck mal was der googelt“-Beitrag zu sammeln, musste ich feststellen, dass man mir alles verwehrte. Zumindest bis ich ins Portemonnaie greife. Eine Unverschämtheit? Nein eigentlich nicht. Natürlich kann ich es verstehen, dass die Macher für ihren Service auch entlohnt werden wollen. Allerdings muss ich für mich entscheiden, ob es mir das Geld wert ist. Denn auch Google Analytics macht meine Auswertungen. Und zwar (noch) kostenlos (oder auf Kosten meiner Privatsphäre, wie manch Datenschützer und/oder Paranoiker einwerfen mag).

    Das Schöne an 103bees war, dass es ganz auf die Auswertung „natürlicher“ Suchbegriffe ausgerichtet war. Die am häufigsten gesuchten Begriffe, die häufigsten Suchwörter, ja komplette Suchfragen und ganze Sätze. Sogar auf welcher Seite ich mit dem Suchbegriff bei den Suchmaschinen gefunden wurde (zu sage und schreibe über 80% auf Seite 1 – da frage ich mich doch, weshalb ich noch immer mit nur knapp 300 Besuchern am Tag herum dümple…) So war es ein leichtes, durch die Liste zu gehen und sich die witzigsten Anfragen heraus zu holen. Und ehrlich gesagt habe ich mit 103bees zuletzt auch nicht viel mehr gemacht.

    Dafür jetzt also zahlen? Um monatlich einen witzigen Artikel zu kreieren? Ich denke nicht. Allerdings wäre es schön, heraus zu finden, ob es nicht Alternativen zu 103bees da draußen im Netz gibt. Also Suchmaschinenanalysetools, die die Ergebnisse ähnlich aufbereiten und zur Verfügung stellen. Kennt Ihr welche? Google Analytics ist mir dahingehend zu starr und nur auf die häufigsten Suchbegriffe aus, ohne auch ganze Phrasen zu registrieren.

    Für Vorschläge bin ich sehr dankbar. Sonst wird es wieder lange gehen, bis der nächste Google-Suche-Artikel erscheint.

  • Von Hunden und Dinosauriern

    Letztens entdeckte ich beim Sebbi Blog ein Video mit dem Big Dog, einem sehr großen Roboterhund. Faszinierend an diesem „Gerät“ ist seine Fähigkeit, Hindernisse zu überwinden und auch bei einem Tritt das Gleichgewicht zu halten. Es erinnerte mich etwas an die AT-ATs aus Star Wars Episode 5 und so wie mich diese Riesenmaschinen damals im Kindesalter gruselten, so gruselte es mich heute, eine solche Maschine zu sehen, die wirklich funktioniert, sich bewegt, ebenfalls riesig ist und, oh mein Gott, uns alle vernichten und die Weltherrschaft übernehmen wird…

    https://youtube.com/watch?v=W1czBcnX1Ww%3Fcbrd%3D1%26ucbcb%3D1

    Ähem, Verzeihung. Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, der gruslige Riesenroboterhund. Nun ist das ganze Projekt ja nur Forschung und doch findet sich auch hier jemand, der sich darüber lustig macht. Und ehrlich, obwohl ich herzlich darüber lachte, fand ich diesen etwas dümmeren Riesenhund genau so gruslig.

    Was allerdings gar nicht gruslig ist (oder doch?) und wunderbar zum Thema passt, ist Pleo. Pleo ist der legitime Nachfolger von Tamagotchi und Furby, seines Zeichens ein Dinosaurierbaby und das wohl intelligenteste Spielzeug der Welt. (Oder sollte man besser sagen, das Spielzeug, das Intelligenz perfekt simulieren kann) Mit einer Vielzahl von Sensoren, Motoren, Gelenken und einer lernenden Software kann das Ding sich anschmiegen, sich freuen, Angst haben, sich strecken und gähnen, sich streicheln lassen, nach Futter und Mama rufen und 400 Euro kosten. Gruslig. Aber irgendwie auch süß.

    https://youtube.com/watch?v=E0C55PEcj5E%3Fcbrd%3D1%26ucbcb%3D1
  • Macs and the City

    Die Ursachen für meinen doch relativ spontanen Kauf eines MacBook Pro könnte ich überall finden. Die Hauptschuld allerdings trägt mit Sicherheit München. Schon am ersten Abend, als ich mit der damalige Freundinn eintraf um ein paar Tage mit bummeln, shoppen und besichtigen in der Bayern-Metropole zu verbringen, wurde mir wieder klar, wie gerne ich hier leben würde. Eher zufällig stolperten wir in einen Gravis Store, in dem ich mit feuchten Augen Lustwandeln konnte. Wenig später hatten wir uns mit Mario und Michi (M&M), meinen beiden in München lebenden, geekigen Freunden in einem coolen Lokal zum Abendessen verabredet. Und auch dort konnte ich nicht anders, als nur begeistert von der Stadt und Apple Computern zu schwärmen. Der Absacker-Kaffee bei den beiden zuhause wurde schließlich zu einer reinen Mac-Convention. Mario und Michi, der eine mit Mac Pro, der andere mit MacBook Pro ausgestattet, nahmen mich mit auf eine Reise durch MacOS.

    Am nächsten Tag frühstückten die damalige Freundin und ich in einem "San Francisco Coffee Company". Ich fühlte mich wohl. Guter Kaffee, Trance-Musik, hippe junge Menschen. Wir bemerkten schnell, dass hier etwa jeder dritte Bürger oder Besucher mit weißen Ohrhörern herum lief oder gleich ein iPhone am Ohr hatte. München ist Mac-verseucht. Und ich hatte mich angesteckt. Heilung versprach ich mir wiederum im Gravis-Store. Ich inspizierte MacBooks, MacBook Pros und sogar den MacBook Air. Nach einem ausführlichen Gespräch mit einem motivierten Mitarbeiter wurde mir leider allzu schnell klar, dass ein kleines MacBook mich niemals glücklich machen würde. Nur 13 Zoll Display mit spiegelnder Oberfläche, im kleinsten Modell kein DVD Brenner, relativ wenig Speicher… Nein, ich war mir sicher, dass es ein Pro sein müsste.

    Und so hockte ich Tags drauf wieder mit der damalige Freundinn in einem schnieken Café, nippte an einem Latte Macchiato und fühlte mich plötzlich hipp genug, mir endlich diesen langen Traum zu erfüllen. Ein Anruf bei Mario später, der für mich in Erfahrung bringen musste, wo in München ein MacBook Pro am günstigsten zu bekommen sei, saßen die damalige Freundin und ich in der U-Bahn…

    Die Auspack Zeremonie zelebrierte ich und hielt sie auch weitestgehend fotografisch fest. Denn es ist tatsächlich so. Bereits das Auspacken macht Spaß. Zum ersten Mal das Gerät aufgeklappt, eingeschaltet und nach wenigen Minuten mit einer hübschen Animation begrüßt. Das MacBook war nach Eingabe meiner Daten und eines Passwortes sofort einsatzbereit. Ohne langwierige Installation, ohne stundenlanges Gefrickel – es funktioniert einfach.

    Mittlerweile ist es vier Tage her, dass ich mir das MacBook gekauft habe. Meine Daten vom PC habe ich noch nicht migriert, da meine Tour von München auch noch an den Bodensee zur Familie führte. Aber ich konnte bereits ins Internet (siehe hier), mir einige Tipps zusammen suchen, einige Sachen installieren (Firefox z.B.) und testen. Und ich bin noch immer begeistert. Zwar nicht restlos, aber ich bereue den Kauf auch nicht. Vieles, was ich derzeit noch bemängle, ist vermutlich reine Gewohnheit und wird sich mit der Zeit legen. So tu ich mich noch immer schwer mit der Tastatur (ich mochte Notebook-Tastaturen eigentlich noch nie…), manche Belegungen schaffen noch Probleme. Mehr als einmal habe ich statt eines getippten @-Zeichens das komplette Programm beendet. Und das Beenden ist auch so eine Sache: manche Programme enden, manche schließen nur ihr Fenster und laufen im Hintergrund weiter und ich konnte bislang nicht herausfinden, was und warum welches Programm macht. Auch fehlt mir ganz einfach eine rechte Maustaste. Das Trackpad ist wunderbar, aber ich nutze mittlerweile mehr die Tastatur zur Bedienung als ich es je getan hätte. Und SO stelle ich mir die schöne Apple Welt nicht vor. Eine Bluetooth Maus muss her. Und eine schicke Notebook Tasche…

    Alles andere ist einfach herrlich, macht Spaß, bezaubert. Und das sage ich, ohne ein Windows-Hasser zu sein. Muss man auch nicht. Mein XP-Rechner lief bis zum heutigen Tag ohne Abstürze absolut rund, zuverlässig und sogar aufgehübscht. Und doch ist es an dem MacBook einfach irgendwie schöner. Die Details machen es aus. Laut M&M in München werde ich im Laufe der Zeit noch viele Dinge entdecken, die bei Apple einfach besser gelöst seien.

    Und in dieser Zeit werde ich vermutlich noch viele Fragen haben, aber ich weiß ja, dass begeisterte Mac-User hier mitlesen und mich unterstützen. Das nächste Mal, wenn ich München besuche, werde ich mit meinem MacBook Pro im Biergarten sitzen und mich fühlen, als sei ich hier zuhause. Ich freu mich jetzt schon.

  • Guck mal, was der googelt (2)

    Eigentlich wollte ich schon viel früher eine neue Auflistung der besten Suchanfragen die zu meinem Blog führen veröffentlichen. Aber ihr wisst ja wie das ist… Vielleicht sollte ich wirklich eine regelmäßige Rubrik daraus machen. Waren es beim letzten Mal Weihnachtsgrüße, so war das hauptsächliche Thema diesmal die vierte Staffel von Lost, was ich aber komplett ausgelassen habe. Wie immer gilt: Die Fragen wurden haargenau so bei Google eingetippt. Viel Spaß.


    was steht auf der bestsellerliste

    Ich schätze mal, die Bestseller.

    hd dvd wirklich am ende?

    Ja leider. Nimm BluRay.

    stirbt die umd aus?

    Das hoffe ich doch, bzw. gehe stark davon aus.

    gibt es sex spiele für ds ?

    Was bist du denn für einer? Ist Dir Mario und Tetris nicht sexy genug?

    wie will kan ich meine psp verkaufen

    Du willst? Du kannst!

    warum sollte man minipackungen vermeiden?

    Weil da zu wenig drin ist.

    was heisst beim auto au und hu

    Schmerz und Schreck.

    was schreibe ich in einer bestellung

    Am besten, was du bestellen möchtest.

    wie versteht man männer

    Gar nicht!

    was macht man in der kriminalpolizei

    Verbrecher suchen.

    was mich an dir nervt

    und ich bisher nicht gewagt habe, dir zu sagen…

    habe ich ein doppeltes kinn?

    Keine Ahnung. Hast du? Und was ist die Mehrzahl von Kinn?

    wie kann ich ein radio im pc machen wo ich spreche

    Ich schätze mal, du meinst Podcasts.

    wie kann ich jemandem am pc erschrecken

    Am besten von hinten anschleichen.

    antwort auf die frage wenn gestern heute morgen war, was ist den

    Ok, manchmal bin sogar ich überfragt.

    wer googelt nach mir?

    Also ich nicht, oder bist du die Frau aus der Razr2 Werbung?

    wie kann ich mein auto teppich machen

    Du willst aus deinem Auto einen Teppich machen? Mein Tipp: Dampfwalze!

    wer hat den ipod apple erfunden?

    Süß, oder? Wenn in der falsch gestellten Frage schon die Antwort steckt.

    wer will mit mir ins kino gehen

    Bist du ein Mann und/oder eine Frau und/oder stinkst du und/oder bist du irgendwie unangenehm und/oder gibst du komische Geräusche von dir und/oder ähm… weißt du was? Ich nicht.

    wie groß ist das monster aus cloverfield

    Mächtig groß.

    verwählt was macht ihr ? telefon

    Es klingelt trotzdem.

    mohrenkopf wusstest du?

    Ne, Dachpfanne, wusste ich noch nicht.

    warum sind porsche im moment so guenstig?

    Sind sie das? Dann werd‘ ich mir doch gleich mal einen holen. Soll ich dir einen mitbringen?

    roger ?

    Ja, bitte?

    wer trägt immer zwei pullover

    Menschen, die frieren. Es ist aber auch wieder kalt geworden, oder?

    wer hat außerirdische in köln gesehen?

    Ich!!!! An Rosenmontag! Ganz viele.

    weiss itunes welche musik ich habe

    Ich schätze mal ja, schließlich ist iTunes das Programm mit dem seine Musiksammlung verwalten kann.

    cloverfield wer kennt das monster

    Nunja, nicht persönlich…

    was bedeutet cloverfield?

    Kleefeld.

    was google alles googelt

    weiß nur Google allein.

    wie heißen weiße negerküsse

    Weißbrotküsse?

    züge warten

    wenn ich es will. Muahahahaha.

    bueck dich du stueck

    Du hast da hinten eine Ecke vergessen zu putzen.

    maniküre essen männer

    Meine Güte, mach mir keine Angst.

    mag sein daß man erst am schluß richtig schlau ist

    Das mag sein. Wir sind jetzt am Schluß. Ist hier irgendjemand schlauer als vorher?

  • Das Ende der HD-DVD

    "Das Ende ist nah", hieß es bereits seit längerem und nun ist es tatsächlich eingetreten. Toshiba, einer der Mitbegründer des HD-DVD Standards gibt sich geschlagen und auf. Damit hat, schneller als ich erwartet hatte, das BluRay Format gewonnen. Ob das bessere System gewonnen hat, kann ich nicht wirklich beurteilen. Beide haben (hatten) Vor- und Nachteile und auch das Argument des Preises war im Grunde nur eine Frage der Zeit. Mir persönlich war das HD-DVD Format sympathischer, weil es ohne Ländercodes und weniger restriktiv daher kam. Aber nun gut. Jetzt müssen wir in der hoch definierten (High Definiton, HD) Zukunft also mit BluRay leben.

    Interessant war aber zu verfolgen, wie die HD DVD so ganz langsam an Boden verlor, durch günstige Preise versuchte, noch einen Umschwung zu erreichen und doch immer mehr Firmen, Filmstudios und Märkte zum anderen Lager wechselten. Der Anfang vom Ende war sicherlich die Abkehr Warner Brothers als Unterstützer. Und spätestens seit Wal Mart in den USA sagte, man würde in Zukunft keine HD-DVDs mehr verkaufen, war die Sache so gut wie beschlossen.

    Mich erinnert das Ganze an zweierlei: Erstens: In den 70er/80er Jahren tobte schon einmal ein Formatkrieg. Video2000 gegen Betamax gegen VHS. Wer damals gewann, wissen wir alle. Das (vielfach gehört) schlechteste aller Formate, VHS. Und interesanterweise nicht das offenbar technisch überlegenere Betamax-Format von Sony. Damals gab die Unterstützung der Pornoindustrie den Ausschlag (die meisten Pornos gab es nun mal auf VHS). heute waren es die großen Filmstudios. Und diesmal ist Sony mit BluRay der Gewinner.

    Ich als Kunde habe da nichts einzuwenden. Die Preise für BluRays sowie entsprechender Player werden mit der Zeit fallen. Man muss sich nun nicht mehr darum sorgen, ob man auf das richtige Format gesetzt hat und teure Comboplayer, die beides spielen können sind ebenfalls nicht nötig. Die Verwirrung ist verschwunden. Denn, und damit zweitens, nicht mal bei der guten alten CD hatte man sich einigen oder entscheiden können. Dort gibt es noch immer das Plus und Minus Format.

    Dennoch frage ich mich, was das ganze soll. Wieso stecken Firmen Milliarden und Abermilliarden in unterschiedliche Formate, obwohl von vornherein klar ist, dass nur eines überleben kann? Wieso werden diese Gelder nicht von Anfang an gebündelt und für den Verbraucher ein gutes Paket geschnürt, ein Format, günstige Player und Medien. Ausgereifte Technik zum günstigen Preis? Ich lebe wohl noch immer in einer Traumwelt. Marketingtechnisch gesehen.

    Und nun? Heißt es weiter abwarten, bis die BluRay so günstig geworden ist, dass sie der herkömmlichen DVD Konkurrenz machen kann. Denn erst dann wird es zu einer Ablösung kommen. Für mich bietet die DVD noch genug hochwertiges Material, das ein Upgrade noch nicht so dringend ist. Zumindest nicht zu jedem (diesem) Preis.

    Und selbst Microsoft denkt ja schon öffentlich darüber nach, ihr bisher angebotenes und nun obsoletes HD-DVD-Laufwerk für die Xbox360 sterben zu lassen und vielleicht schon im Sommer ein externes BluRay Laufwerk anzubieten. Dann muss ich mir nicht mal eine PS3 holen.

  • Ganz schnell ist es passiert…

    und man sitzt in einem Fettnapf, aus dem man so schnell nicht mehr raus kommt. Ich kenne das. Was ist passiert? Der Andy von der Blogabfertigung schrieb einen Artikel über einen Blogeintrag von Robert Basic. Dieser hatte auf ein Video verwiesen, das Piloten und Stewardessen (die ja nicht mehr so heißen, auch nicht Flugbegleiterinnen, sondern Purser. Oder komplett: Cabincrew-Purser) bei, nunja, ihren Flugvorbereitungen im Cockpit zeigt. „Bluse: Check! BH: Check!“ Anzumerken ist vielleicht noch, dass es sich dabei um eine französische Crew handelte (Natürlich!). Jedenfalls war Andy so angetan von dem Video, dass er ebenfalls einen kleinen Artikel darüber verfasste. Noch dazu mit dem Satz: „Her mit den kleinen Französinnen.“ Offenbar nichts ahnend, dass seine Angetraute oder Verlobte wohl heimlich im Blog mit liest. Was dann passierte, lässt sich derzeit wunderbar in den Kommentaren verfolgen. „Ich geb dir gleich Französinnen.“

    Ja, ich kenne das. Auch meine damalige Freundin liest hier mit und auch ich muss mich ebenfalls hin und wieder zurück halten, bzw. bekomme Schelte, wenn ich gar zu euphorisch von irgendeinem Starlet, irgendeiner Schauspielerin oder sonst einem weiblichen Wesen erzähle.

    Tja, Andy. Da wirst du dich wohl anstrengen müssen, das wieder gut zu machen. Viel Glück.

    Mich erinnert das Video übrigens an meine Zeit als ICE Lokführer und die Zugbegleiterinnen in unserem Team und… ähm …