Katzen sind von Natur aus eingebildet faul neugierig. So auch die süße kleine Muschi Katze meiner Nachbarin. Und ihre Zwillingsschwester (also die von der Katze). Seit neustem haben die beiden herausgefunden, wie man von Terrasse zu Terrasse klettern und meinen Balkon erreichen kann. Dort saß die eine heute morgen und miaute um Einlass, während die Schwester Schmiere stand. Süüüß. Ich ließ sie natürlich herein und sie begann sofort jeden Winkel meiner Wohnung zu inspizieren und Wollmäuse unter dem Sofa zu fressen. Braaav. Am liebsten hätte ich sie hier behalten. Aber dann zeigen mich die Nachbarn vielleicht noch wegen ‚Catnapping‘ an.
Schlagwort: geschichten
Curiosity killed the cat
Samstag, der Vierzehnte
Heute ist der berühmt-berüchtigte Samstag der 14. Und um es noch schlimmer zu machen, die Quersumme des heutigen Datums (14.10.2006) ist ebenfalls 14. Herrje. Ich hoffe, ihr habt diesen Tag gut hinter euch gebracht, ohne Unfälle oder Katastrophen. Und übrigens, gestern, am Freitag den 13. war die Quersumme eine 13. Aber wer interessiert sich schon dafür?
Der optimale Freundeskreis
Ehrlich gesagt, ich habe einen etwas eigenartigen Freundeskreis. Zwei meiner besten Freunde stehen unter dem Pantoffel ihrer Lebensabschnittspartnerinnen und sind dadurch für mich oft unerreichbar (der eine mehr, der andere weniger). Der nächste zog vor langem in den Schwarzwald, wo er alleine friert und immer wieder feststellt, wie weit Freiburg doch weg ist. Ein weiterer verließ das Land schon vor langer Zeit gen München und wir hören uns mittlerweile nur noch an Geburtstagen und Weihnachten. Die nächsten beiden sind vor einem halben Jahr Eltern geworden und es ist verständlich wie sehr so ein Baby die Unternehmungsmöglichkeiten und die Spontaneität einschränkt. Die restlichen sind beruflich so angespannt, so sehr mit ihrem eigenen Leben beschäftigt oder ebenfalls im Begriff, sich eine neue Existenz aufzubauen, dass auch diese Kontakte eher im Ruhezustand sind. Trotz allem liebe ich aber alle so sehr wie man Freunde eben lieben kann ohne sexuell oder romantisch zu werden.
Es wäre dennoch an der Zeit, neue Freunde zu finden. Das ist leichter gesagt als getan. In meinem Alter haben ja schon alle ihren festen Freundeskreis und/oder eine eigene Familie. Da ist es schwer, hinein zu kommen. Außerdem möchte man ja nicht nur geduldet werden.
Mir fiel vor kurzem wieder ein, wie ich mir früher den optimalen Freundeskreis vorstellte. Ich meine abgesehen von vorhandenem Vertrauen, ähnlichen Interessen und Humor und grenzenlosem Verständnis und nun ja, eben Freundschaft. Ich dachte mir, optimal sei es, wenn man immer einen Freund zur Hand hätte, der einem bei irgendetwas helfen könnte.
So ist es immer praktisch, eine Friseuse im Freundeskreis zu haben (man kommt an einen günstigen Haarschnitt). Ein Automechaniker erleichtert einem so manches, ebenso wie ein Elektriker, ein Schlosser und ein Maler. Einen Anwalt kann man immer um Rat fragen. Ein Arzt beschafft einem günstig Medikamente und man kann ihm jeden verdächtigen Fleck auf der Haut zeigen (Krankenschwestern gehen auch, aber die sind nicht ganz so hilfreich wie ich schon feststellen musste). Jemand, der sich perfekt mit Technik und Computern auskennt ist sehr praktisch (mittlerweile könnte ich diese Rolle selbst übernehmen). Einen Bar-Besitzer sollte man um sich haben. Wahlweise auch Café oder gleich ein Restaurant. Jemand, der in einer Videothek arbeitet. Und in einer Pizzeria. Jemand, der eine Go-Kart Bahn und/oder ein Billardzentrum besitzt. Einen, der im Thermalbad an der Kasse arbeitet und einen, der im Kino die Eintrittskarten ausgibt. Einen Freund bei McDonalds, damit man nachts nach dem Kneipenbesuch noch bei ihm vorbei schauen kann.
Nun, mir könnten da noch viel mehr Möglichkeiten einfallen. Und all die Vorschläge gelten für Männer wie Frauen gleichermaßen. Wer möchte zu diesem Freundeskreis gehören? Wer hat einen von den oben genannten Vorzügen aufzuweisen und ist dazu noch nett, witzig und vertrauenswürdig?
Ich selbst bin einigermaßen vorzeigbar, man kann stundenlang mit mir philosophische Gespräche führen, ich bin lustig, gebildet, aber nicht eingebildet. Ich bin hin und wieder etwas faul, aber stets für meine Freunde da. Ich liebe Kinobesuche, DVD-Abende und Pizza-Essen-Gehen. Also alles in allem bin ich ganz schön dufte.
Wer mich zum Freund haben und mit mir den perfekten Freundeskreis aufbauen möchte, schreibe mir einfach eine Mail.
Und zwar
Und zwar kam ein junges hübsches Ding auf mich zu und fragte: „Und zwar würde ich gerne wissen, wo ich denn ein Semsterticket bekomme.“ Ich antwortete, sie solle am Schalter fragen, wunderte mich aber doch über diese Fragestellung. Sie sagte weder „Hallo“, noch „Guten Morgen“, noch etwas wie „Entschuldigen Sie…“. Ihr Satz begann einfach mit „Und zwar“. Ich persönlich bin ja der Meinung, dass man alleinstehende Sätze und schon gar nicht Dialoge mit „Und zwar“ beginnen sollte. Oder beenden.
Vermutlich wollte sie folgendes sagen: „Guten Morgen. Es tut mir schrecklich leid, Sie zu stören, denn obwohl Sie sehr gut aussehen, habe ich den Eindruck, dass Sie noch nicht so ganz fit sind und sicherlich Ihre Ruhe möchten. Allerdings strahlen Sie eine solche Kompetenz aus, dass ich Ihnen eine Frage stellen muss, die mir den Schlaf raubt und die mir niemand sonst beantworten kann, und zwar…“
Keine Ahnung, warum sie das Gespräch nicht so begonnen hat. Was ich aber weiß, ist, was ich von Gesprächen, die nicht so beginnen halte, und zwar.
Muh
„Jedenfalls mache ich mit meinen Kindern mal Urlaub auf dem Bauernhof. Dann sehen die auch mal was anderes. Können Eier einsammeln, mit den Eseln und Enten spielen und anscheinend darf man auch zuschauen, wenn eine Kuh kalbt.“
„Ja, das stelle ich mir entzückend für kleine Kinder vor, wenn sie sehen, wie aus einer großen, schreienden Kuh hinten eine kleine schleimige Kuh raus kommt.“
„Idiot.“
„Muh.“Das Drama von nebenan
Wie ihr wisst, wurde ich vor kurzem beschuldigt, meine Freundin verprügelt zu haben. Man drohte mir mit der Polizei und es war wie immer in solchen Situationen schwer, für Aufklärung zu sorgen. Gestern Abend nun nahm die Geschichte weit größere Ausmaße an. Die damalige Freundin und ich saßen gemütlich auf der Couch, als wir draußen eine Frauenstimme schreien hörten. Wir stürmten sofort auf den Balkon und sahen auf der Terrasse unter uns die Nachbarin, kämpfend, um Hilfe rufend, weinend. Sie versuchte sich mit Leibeskräften aus dem Schwitzkasten ihres Mitbewohners/Freundes/Lebensgefährten (?) zu befreien. Eben jenem Kerl, der mir damals die Polizei auf den Hals hetzen wollte. Nun war es an mir, zu handeln.
(mehr …)Ein Tag mit gutem Verkehr
An diesem Wochenende habe ich frei und ich werde mir die Zeit nehmen, einen Tag lang einfach nur in meinem Auto herum zu fahren. Und zwar so, wie ich es tagtäglich auf Deutschlands Straßen erleben muss. Auf der Hutablage meines Wagens wird ein Hut liegen, weil er dahin gehört. Und ich werde es nicht eilig haben, werde mich nicht provozieren lassen und werde die Ruhe selbst sein.
Am wichtigsten ist es, auf allen Straßen 70 Stundenkilometer nicht zu überschreiten. Besser ich fahre noch etwas langsamer. Dass die Straße vor mir frei ist und hinter mir etwa 20 Wagen her fahren (inklusive LKW) wundert mich nicht. Ich beachte es gar nicht, sondern freue mich über meine Freiheit. An Ortsschildern werde ich zweierlei tun. Wenn mir das Dorf gefällt, bremse ich am Ortseingang scharf auf 30 km/h ab und halte diese Geschwindigkeit bis etwa einen Kilometer hinter den Ortsausgang. Oder ich bleibe einfach bei meinen 70 Stundenkilometern, wenn ich das Dorf nicht mag. Ansonsten sind 30 Stundenkilometer Innerorts das maximale, das ich mir zutraue.
An Ampeln halte ich so, dass etwa zwei Wagenlängen Platz zu meinem Vordermann bleiben. Dann ruckle ich im Standgas langsam vorwärts, so dass die hinter mir stehenden Fahrzeuge gezwungen sind, ebenfalls langsam vor zu watscheln (oder eine peinliche Lücke in der Schlange zu lassen). Wenn die Ampel auf grün springt, gebe ich Gas, rolle aber so lange im ersten Gang, bis ich fast zum Stillstand komme, bevor ich in den zweiten Gang schalte und wieder eine Zeit lang warte, bis ich weiter beschleunige. Meist habe ich die 50 km/h erreicht, wenn die Ortschaft zu Ende ist (oder die nächste bereits anfängt).
Kreisverkehre sind ganz besondere Gebilde, die einer besonderen Sorgfalt und Aufmerksamkeit bedürfen. Wenn ich einen Kreisverkehr erreiche, so blinke ich zunächst mal rechts, bleibe aber abrupt stehen und vergewissere mich, dass von keiner Seite auch nur irgendein Fahrzeug in den Kreisel fährt. Erst wenn ich mir dessen absolut sicher bin, schleiche ich hinein in den Kreisel, blinke sofort links, nehme den Bogen extra weit, halte weiter Ausschau, blinke wieder rechts und verpasse vor lauter Gucken und Blinkerwechseln meine Ausfahrt, so dass ich noch zwei bis drei Runden drehen muss. Fährt ein anderes Auto in den Kreisel bleibe ich vor Schreck stehen.
Wenn unterwegs Traktoren oder Fahrradfahrer oder Motorroller die Fahrbahn versperren, bleibe ich hinter ihnen. Niemals würde ich es wagen zu überholen, selbst wenn die Gegenspur (die ja nur leidlich ausreichen würde) völlig frei ist. Fährt das, ich sage mal, Hindernis auf die rechte Seite um mich endlich vorbei zu lassen, so blinke ich erst, mache zwei bis drei Schulterblicke und fahre im Schritttempo an der Gefahrenstelle vorbei. Dann „beschleunige“ ich, wie oben beschrieben.
Natürlich fahre ich Vorausschauend. Biegt weit vor mir ein Auto auf meine Fahrbahn ein, bremse ich sofort stark ab. Nicht dass der Vordermann den Eindruck gewinnt, ich würde dicht auffahren oder gar drängeln. Nichts liegt mir ferner. Meist lasse ich ohnehin einen so großen Abstand zum Vordermann, dass der mich nicht mal im Rückspiegel sehen kann.
Hin und wieder werde ich gewiss auf die Autobahn müssen. Ich muss wohl kaum erwähnen, dass 100 km/h hier für mich die Höchstgrenze ist. Und die linke Spur gehört selbstverständlich mir.
Der Beschleunigungsstreifen muss sofort verlassen werden, selbst wenn ich noch nicht mal 50 Stundenkilometer schnell bin. Ähnlich verhält es sich bei der Ausfahrt. Hier sollte schon auf der Autobahn so extrem und abrupt abgebremst werden, dass man die Spur keinesfalls verpassen kann.
Natürlich ist mir klar, dass ich mir mit diesem Verhalten den Zorn so manchen Rasers aufhalse. Aber das kümmert mich nicht. Ich habe schließlich Zeit, muss keinen Termin einhalten, muss nicht zur Arbeit, habe keine schwangere Frau auf dem Rücksitz oder einen Koffer voller guter Ausreden, weshalb rasen erlaubt sein müsste.
Schließlich tue ich etwas für die Umwelt und die Verkehrssicherheit, wenn ich die anderen Autofahrer dazu erziehe, gefälligst langsamer als erlaubt zu sein. Ich hoffe wirklich, dass mein Beispiel weiter Schule machen wird, sich mehr diesem Grundsatz anschließen und plädiere hiermit für maximale 30 Stundenkilometern auf allen Straßen.
Ich schreibe für fudder.de – Oder: Wie ich lernen muss, allein ins Kino zu gehen
Dinge, die ich noch nie getan habe. Erstens: ich war noch nie allein im Kino. Warum? Weil es kaum einen Ort gibt, an dem ich mich allein so richtig einsam fühle. Alleinsein macht mir eigentlich gar nichts aus und auch einen DVD Abend kann ich wunderbar solo auf dem Sofa verbringen. Aber im Kino unter so vielen Menschen würde ich vermutlich eine Sinnkrise bekommen. Oder schlimmeres.
(mehr …)Die Definition von Glück
Auch beim Billard spielen kann man noch Zeit und Muse für ein philosophisches Gespräch finden. So geschehen mit meinem guten alten Freund Christian. Wir fragten uns gegenseitig, ob wir denn derzeit glücklich seien und kamen sehr schnell wieder zu der wichtigen Fragen über den Sinn des Lebens und die Definition von Glück.
„Vielleicht ist das Geheimnis ja, nicht ständig nach dem Glück zu suchen, also nicht pausenlos darüber nachzudenken und zu versuchen, glücklich zu sein. Vielleicht würde das Leben schon einfacher sein, wenn man nur versuchte nicht unglücklich zu sein.“
„Das könnte gut sein. Alles, was einen unglücklich macht, aus seinem Leben zu verbannen könnte ein erster Schritt sein.“
„Die Frage ist allerdings, ob man automatisch glücklich ist, wenn man nicht mehr unglücklich ist.“
„Also ob Glück nur die Abwesenheit von Unglück ist…“
„Genau. Oder gibt es vielleicht noch ein Zwischenstadium? Etwas Neutrales zwischen Glück und Unglück?“
„Es gibt vermutlich tausende Zwischenstadien. Die Frage ist hier aber wieder, wie man Glück definiert.“
„In dem Fall würde es Sinn machen. Alles, was man als Unglück definiert sollte man sich vom Leib halten. Die Frage wäre dann nur wieder, was leichter ist: Glück zu finden, oder Unglück zu vermeiden?“
An diesem Abend gewann ich mit vier Partien zu zwei gegen ihn. Aber vermutlich hatte ich nur Glück.
Plural
„Du sag mal, brauchen Kaktusse eigentlich viel Licht?“
„Keine Ahnung, aber ich habe da ein paar Albumse, da könnte es drin stehen. Die sind im Regal, direkt neben den Atlassen.“
Die GEZ wird abgeschafft
Um der leidigen Diskussion um eine Rundfunkgebühr für Internet-PCs und Handys ein Ende zu setzen, haben die Ministerpräsidenten aller Bundesländer in Zusammenarbeit mit ARD und ZDF beschlossen, die GEZ komplett abzuschaffen. Die Organisation, die im Namen des öffentlichen Rundfunks die Gebühren einzog und sich immer stärker werdender Kritik ausgesetzt sah, sei ohnehin ein veraltetes Konzept, das zuviel Mühe und Geld koste. Deshalb wird noch im Oktober eine Abschaffung der GEZ und die Einführung der so genannten Augensteuer beschlossen.
Die Idee dahinter ist simpel. Bisher war jeder Bürger dazu verpflichtet für Radio- und TV-Geräte eine Gebühr zu entrichten, wenn diese (die Geräte) in der Lage waren, öffentlichen Rundfunk zu empfangen. Viele Mitbürger weigerten sich allerdings zu zahlen, wodurch den Medienanstalten Abermillionen von Geldern für ihre Programme entgingen. Die GEZ wurde daraufhin geschaffen, um ansonsten braven Bürgern hinter zu spionieren, sie mit dämlichen (teuren) Werbespots zu nerven und ihnen solange ein schlechtes Gewissen einzureden, bis sie endlich zahlten.
Doch auch weiterhin wurden hochwertige Sendungen der ARD und des ZDF unbezahlt über den Äther geschickt. Immer wieder erfanden die Bürger neue Tricks um an die beliebten Sendungen zu kommen. Public Viewing scheint da nur ein weiterer Höhepunkt eines Katz- und Mausspiels gewesen zu sein.
Nun, da man mit jedem PC ins Internet kann, ist es natürlich auch möglich, damit die Angebote der Sender über das Netz zu empfangen. Mit TV-Handys klappt das überall. Die Intendanten schlugen Alarm und sahen sich einer „Free-TV-sierung“ ihres Programmes gegenüber.
Das gesamte Konzept der Gebühren wurde zu komplex, die Zuschauer kritisierten, die GEZ wurde zu teuer und zu unrentabel, das Angebot an Möglichkeiten kostenlos Programm zu schauen riesengroß.
Die Augensteuer ist ein erster Schritt aus dieser Misere. Ab Januar 2007 sollen die kompletten Gebühren für TV, Radio und Internet wegfallen. Dafür bezahlt der deutsche Bürger dann eine monatliche Steuer von 43 Euro für alles, was er sehen kann. So ist in einem Rutsch sichergestellt, dass kein Interessenpartner vergessen wird. Die Einnahmen sollen laut Bundesregierung an die öffentlichen Programme gehen (die sich dafür weitere Symphonieorchester, weitere Sendeanstalten, weitere Politik- und Nachrichtensender und weitere Volksmusikmoderatoren leisten können). Außerdem an alle Werbetreibenden, deren Produkte ja ebenfalls gesehen werden. Zudem werden eigentlich alle Resorts mit den Einnahmen abgedeckt, vom Finanzministerium (den Steuerbescheid kann man sehen) bis hin zum Verkehrsministerium (all die Schilder an der Autobahn, man möge nicht so dicht auffahren, wollen schließlich bezahlt sein). Jedes Ministerium, das irgendetwas sichtbares vorzuweisen hat, wird einen Teil des großen Einnahmetopfs bekommen.
Damit sich niemand vor der Steuer drückt, wird von jedem Baby ab sechs Monaten ein Sehtest verlangt. Eltern, die diesen Test verweigern, drohen empfindliche Strafen. Die Babys kosten ab einem Jahr 3 Euro zusätzliche Augensteuer, ab 6 Jahren 12 Euro und bis zum Erreichen der Volljährigkeit 23 Euro Augensteuer. Das Sehvermögen ist alle zwei Jahre im Rahmen eines wiederkehrenden Seh-TÜV festzustellen. Das Ergebnis wird im Personalausweis festgehalten und dieser muss stets mitgeführt werden, wenn man irgendwo etwas sehen will. Wird man in aller Öffentlichkeit beispielsweise beim Betrachten von Schaufenstern aufgegriffen und kann keine Bescheinigung vorzeigen, dass man registriert gesehen hat, drohen hohe Geldstrafen oder Gefängnis in dunkler Einzelzelle bis zu zwei Jahre.
Auch Blinde können sich nicht drücken. Die Hundesteuer für Blindenhunde wird ab Januar 2007 einfach verdreifacht, schließlich sieht der Hund ja für zwei.
In Zukunft wird es keine Diskussionen mehr geben, wofür man eigentlich bezahlt, denn man bezahlt einfach für alles. Da alles, was man sieht, öffentlich ist, muss auch alles bezahlt werden. Private Firmen wittern schon Morgenluft. In Zoos wird es extra Sehgebühren geben, Discos werden bis zu dreimal so teuer, je knapper die Frauen darin bekleidet sind. Die Möglichkeiten den Bundesbürgern für das Sehen Geld abzuknöfpen sind schier endlos.
Und nächstes Jahr soll die Debatte um das öffentliche Hören weitergehen. Wie das ausgeht – wir werden sehen.
Mir brennt was auf den Nägeln
Zur regelmäßigen Körperpflege bei Männern gehört auch das Schneiden der Fingernägel. Bei Frauen kommt vielleicht noch das Feilen, Lackieren oder professionelle Herrichten dazu. Auch wenn der Metrosexuelle Mann vielleicht ebenfalls mehr für seine Fingernägel tun möchte, so ist es für die Mehrzahl der Y-Chromosomträger ausreichend, die Nägel kurz und den Schmutz darunter entfernt zu haben.
Wieso aber tragen einige Männer mit ansonsten gepflegten Händen, einen langen Nagel am kleinen Finger? Einen Nagel, der eindeutig länger ist als alle anderen. Und auch nur an einem der zwei verfügbaren kleinen Finger?
Das ist irgendwie eklig.
Und was ist es noch? Sind diese Männer einfach genetisch defekt und der Nagel wächst nach dem Schneiden innerhalb von zwei Minuten nach? Oder sind diese Kerle professionelle Ohren- und Nasenbohrer? Oder ist dieser Nagel gar ein geheimes Kennzeichen? Eine Eintrittskarte in einen Geheimbund?
Diese Frage brennt mir auf den komplett kurzen Nägeln. Auch wenn es es eklig ist.
Natascha Kampusch
Gestern war ich einer der Millionen Menschen, der das Interview mit Natascha Kampusch gesehen hat. Mit einer Mischung aus Grusel und Faszination saß ich vor dem Fernseher und beobachtete eine hübsche junge Frau, die versuchte, über etwas schier Unfassbares zu berichten, ohne zu viel preis zu geben. Manche ihrer Sätze klangen beinahe auswendig gelernt, während sie an anderer Stelle einfach den Faden verlor. Sie schaffte es bemerkenswert, ihre Fassung zu wahren und zeigte sich äußerst stark und überlegen. Was davon Fassade war und was nicht, sei dahin gestellt.
Natürlich interessierte sich die Welt für diese Geschichte. Ein kleines Mädchen, das entführt wird und acht Jahre lang in einem Verlies in einem normalen Wohnhaus eingesperrt ist. Ein Leben in Einsamkeit und gewaltsam abgeschottet von der Außenwelt. Nach acht Jahren schließlich, mittlerweile eine junge Frau, gelingt ihr die Flucht und sie kehrt ins Leben zurück, während ihr Entführer sich das Leben nimmt.
Das ist der Stoff, aus dem gute Thriller gemacht sind.
Und wollen wir wetten, wie viele Drehbuchautoren bereits an Exposés und Erstentwürfen sitzen, wie viele Produzenten bereits mit dem Medienberater von Kampusch versuchen in Verhandlungen zu treten? Meine Güte, selbst mir würde ein fantastisches Skript einfallen, die wichtigsten und spannendsten Szenen habe ich bereits vor Augen. Die Geschichte ist ein Knüller. Sogar der Name des Täters hat so ein Psychopaten -Touch: Wolfang Pikropil. Brrr.
Das klingt pietätslos? Mag sein, aber hatte man nach dem elften September 2001 nicht auch gesagt, so etwas darf nie in einem Kino gezeigt werden? Diese Tragödie darf niemals als Schauwert vermarktet werden? Am besten man verbietet gleich alle Action Filme?
Natascha Kampuschs Martyrium ist bestimmt keine Tragödie in dem Ausmaß eines World Trade Centers, aber es ist ihre Tragödie. Persönlich. Schrecklich. Gruslig. Faszinierend.
Viele Fragen hat Natascha beantwortet, manche mehr, manche weniger. Einigen wich sie aus und verlor sich in Details (ihre Mutter hat nun einen grünen Teppich in ihrem Zimmer und orange Tapeten). Andere beantwortete sie recht überraschend (es ärgert sie, dass alle Welt ihren Raum, das Verlies, in der Zeitung sehen konnte – sie würde auch nicht in die Wohnzimmer anderer Menschen schauen wollen). Viele Fragen wurden indes nicht beantwortet und liefern noch genügend Gesprächsstoff für die nächsten Wochen und natürlich auch für ein Buch oder einen Film.
Die wichtigste Frage von allen beispielsweise wurde vermutlich noch gar nicht gestellt: Warum? Warum kidnappt ein Mann ein zehnjähriges Mädchen und behält sie acht Jahre bei sich im Keller, ohne sie zu vergewaltigen oder zu missbrauchen? Gibt ihr zu essen und geht sogar mit ihr raus? War sie ein Spielzeug? Eine Art Haustier? Warum das ganze? Gut, diese Frage wird für einen gesunden, vernünftig denkenden Menschen niemals beantwortet werden können.
Aus diesem Grund seien wir lieber froh, dass sie frei ist. Hoffen wir, dass sie Eltern von vermissten Kindern (keinen falschen) Mut machen kann. Hoffen wir, dass sie tatsächlich so stark ist, wie sie sich gezeigt hat und nach acht Jahren erzwungener Pause endlich anfangen kann zu leben.

Die Free-Refill-Frage
Zunächst solltet ihr die Überschrift fünf mal schnell hintereinander aufsagen, ohne euch zu verhaspeln. Und dann könnt ihr mir mal folgende Beobachtung erklären: In vielen Fast-Food-Restaurants gibt es mittlerweile Free-Refill-Aktionen. Was nichts anderes bedeutet, als der immer wieder den Becher am Getränkeautomaten aufzufüllen.
Als ich vor kurzem im Subway saß und an meinem Sandwich kaute, entdeckte ich auf der Karte, dass man kleine, mittlere und große Becher kaufen konnte. Der große Becher ist tatsächlich 90 Cent teurer und nimmt einen halben Liter mehr Flüssigkeit auf. Nun frage ich mich, wieso es unterschiedlich große Becher gibt, zu unterschiedlichen Preisen, wenn ich doch jeden Becher immer wieder nachfüllen darf. Schön blöd müsste ich sein, den 0,9l Becher zu erstehen, anstatt einfach den günstigeren 0,4l Becher zu wählen und einmal mehr zum Automaten zu gehen. Kann man denn wirklich so faul sein, dass man lieber den großen Becher bezahlt, statt mit dem kleinen Becher mehrfach aufzufüllen?
Oder geht Subway einfach davon aus, dass die meisten Kunden sich über so etwas gar keine Gedanken machen, den großen Becher schnappen, weil sie Durst haben und gar nicht free refillen wollen?
Vielleicht mache nur ich mir über so etwas Gedanken. Und jetzt weiter die Überschrift wiederholen.
Mich hat’s gepackt
Heutzutage kann man die meisten Produkte in Ruhe zuhause ausprobieren und dort feststellen, dass es sich um einen Fehlkauf handelte. Durch Fernhandelsgesetz und Kulanz beglückt, bringt man das erworbene Stück einfach wieder originalverpackt und mit Rechnung zurück oder verschickt es mit der Post. Was für eine wunderbare Konsumentenwelt. Wäre da nicht dieser Stress mit dem Einpacken.
Nicht zum ersten Mal frage ich mich, ob irgendwann eine Maschine entwickelt worden ist, die es schafft, jegliche Art von Produkten so in einen kleinen Karton zu packen, dass es ihm kein Mensch auf dieser Welt gleichtun kann. Hat es schon mal jemand geschafft, ein Produkt so wieder einzupacken, dass man meinen könnte, es sei nie ausgepackt gewesen? Oder zumindest so, dass man den Deckel schließen kann? Ich nicht.
Manchmal, wenn die Kompliziertheit abzusehen ist, lege ich alle ausgepackten Teile in der richtigen Reihenfolge auf den Tisch. Nur um später festzustellen, dass man sie auf keinen Fall so wieder einpacken kann. Wenn der Karton Stunden später geschlossen vor mir steht, bleibt meist das eine andere Verpackungsmaterial neben dran liegen. Wie in dem Witz mit dem Automechaniker, der bei jeder Reparatur ein weiteres Ersatzteil zurück lässt.
Was in Himmels Namen ist das für eine Maschine, welcher Algorithmus steckt dahinter, was für eine Magie wird benutzt, um ein simple Lampe so kompliziert in einen Karton zu packen, der allen physikalischen Gesetzen zum Trotz eigentlich viel zu klein ist und dennoch alles problemlos in sich aufnimmt? Aber das nur dieses eine Mal und dann nie wieder!?
Ist euch schon mal aufgefallen wie praktisch und einfach eine Banane verpackt ist?
Das Leben ist analog
Digital soll alles sein. Und digital wird auch immer mehr. Egal wo, überall wird einem suggeriert, dass digital grundsätzlich besser ist. Doch in den meisten Fällen wachen die Menschen auf und erkennen den Trugschluss. Nicht alles digitale ist grundsätzlich besser. Denn digital heißt grundsätzlich künstlich. Aber das Leben ist analog und die meisten Menschen ziehen das echte Leben zum Glück einem künstlichen vor. Noch.
Ich als Technik-Freak begehe natürlich einen Frevel, wenn ich jetzt anfange über alles digitale zu wettern. Eigentlich möchte ich das auch gar nicht. Wer so viele digitale Geräte zu Hause hat, darf sich nicht beschweren. Oder bekomme ich etwa einen Zivilisationskoller? Mitnichten. Eher festigt sich in mir eine gesunde kritische Haltung gegenüber der Digitalisierung. Wenn alles um einen herum beginnt künstlich zu werden und künstliche Welten als das A und O beworben werden, so sollte man langsam beginnen, diese Bewertung zu hinterfragen.
Natürlich liebe ich (in völlig geek-haftem Sinne) meinen Rechner, meinen Fernseher, das Internet, den iPod, meine Nikon D50, mein Handy, mein schnurloses Festnetzphone, meine digitale Waage (naja, eigentlich liebe ich die nicht wirklich), meinen Dolby Digital Receiver und alles, was ich sonst noch an technischem Schnick Schnack herum fahren habe.
Das digitale Fernsehen liebe ich nicht. Noch nicht. Das liegt zum einen daran, dass ich Fernsehen allgemein nicht mehr liebe (ich mag lieber Filme auf DVD, haha). Zum anderen stelle ich eben hier fest, dass die Umstellung auf digital eben keinen Vorteil bringt. Zumindest für mich.
Wie vor kurzem berichtet, habe ich mir einen Digital Receiver geleistet und habe ihn nun angeschlossen und getestet. Mein Fazit: Das Bild sieht im ersten Moment besser aus. Ab hier fangen aber die Kritikpunkte an. Das Bild ist zwar etwas schärfer, aber gespickt mit unschönen Kompressionsartefakten (das kann man selbst ausprobieren, wenn man ein Foto nimmt und die JPEG-Komprimierung auf 20 setzt). Gerade bei schnellen Bewegungen zeigen sich Artefakte. Die Umschaltung von einem Kanal zum nächsten geht ein bis zwei Sekunden (das ist nicht viel, nervt aber auf Dauer doch). Die Handhabung des Receivers (Humax PR Fox C) könnte kaum umständlicher sein. Ich habe jetzt noch eine zusätzliche Fernbedienung herum liegen. Erst schalte ich mit einer den TV ein, dann mit der nächsten den Videorecorder, mit der nächsten den Digital Receiver und vielleicht wieder mit der nächsten den DVD Player und/oder den Verstärker. Natürlich habe ich auch eine Multifunktionsfernbedienung, die zwar vieles kann – aber eben doch nicht alles, weshalb alle Fernbedienungen weiterhin griffbereit unter dem Tisch liegen.
Achja, digital aufnehmen kann ich noch nicht. Der Receiver stellt sein Bild nur dem Fernseher zur Verfügung, nicht aber dem Videorecorder. Dieser will einfach nur das analoge Programm. Naja, nun hab ich zumindest beides noch. Denn die Programmvielfalt, die einem im digitalen Netz versprochen wird, muss natürlich teuer bezahlt werden. Wozu ich nicht bereit bin. Und deshalb habe ich kein Programm mehr als zuvor (Mitte August soll endlich das österreichische und Schweizer Fernsehen ins Digitalnetz eingespeist werden – dann sieht die Welt wieder etwas besser aus). Dafür fehlt im digitalen Netz eben so manches oder muss nachbestellt werden.
Mag sein, dass meine hier geschilderten Erfahrungen in anderen Städten viel besser aussehen, dass man mit anderen Receivern mehr Spaß hat, dass ich einfach zu pingelig und kritisch geworden bin. Aber ich möchte mich ähnlich wie beim nichts sagenden Digitalzoom bei Kameras einfach nicht mehr für dumm verkaufen und mir einreden lassen, dass mir der Wechsel auf Digital eine viel schönere Welt bietet. Denn das ist in den meisten Fällen gelogen. Die echte Welt ist analog. Auch wenn ich sie mit einem iPod und einer Digitalkamera durchstreife.
Wachkomas Cousin
Wenn man alles zusammen rechnet, fehlen mir etwa achteinhalb Jahre Schlaf. Da jeder Mensch mit mehr oder weniger Schlaf auskommt, könnte man ja denken, dass achteinhalb Jahre zu verkraften sind. Aber das ist es leider nicht. Ich schlafe abends nicht ein, wache morgen aus den verschiedensten Gründen zu früh auf und bin den restlichen Tag wie gerädert. Auch Mittagsschläfchen helfen nicht, da ich einfach keine Ruhe finde um ein wenig zu schlummern. Und wenn es doch gelingt, bin ich nach dem Mittagsschlaf noch fertiger als zuvor.
So wandle ich stets im Halbschlaf umher. Oder besser gesagt im Wachkoma. Denn anders als Schlafes Bruder habe ich meine Schlaflosigkeit nicht selbst gewählt. Sie begleitet mich schon seit Jahren und lässt mich nicht in Ruhe.
Natürlich gibt es die verschiedensten Strategien um diesem Problem zu begegnen. Ich habe sie alle probiert. Ich habe Tees versucht, Entspannungsübungen, lese Bücher darüber und habe auch versucht, abends nichts zu essen. Ich habe mir das perfekte Bett mit der perfekten Matratze gekauft und liege auch in diesem seit neuesten unbequem (ich wache stets mit steifem Nacken und Kopfschmerzen auf). Egal, ob mit Alkohol oder ohne, egal, bei welcher Temperatur, egal um welche Uhrzeit ich ins Bett gehe. Wirklich tief schlafen kann ich nur nach mehreren Nächten ungesunden Schlafes. Und dann ist es aus purer Erschöpfung.
All das wäre ja zu verkraften, wenn nicht mein gesamtes Leben darunter leiden würde. Meine Motivation leidet, meine Kreativität, mein Antrieb und schließlich auch meine Stimmung. Vor zwei Wochen hatte ich Urlaub und hing den ganzen Tag nur erschöpft herum. Man könnte ja genießen den ganzen Tag nur rumzuhängen, aber ich konnte es nicht. Ich ärgerte mich, weil es soviel gibt, was noch zu tun ist.
Genau das lässt mich auch mittags nicht schlafen, ständig schwirren mir Gedanken durch den Kopf, was ich noch erledigen müsste. Fehlender Sport ist eine andere Geschichte. Natürlich würde mich das vielleicht besser schlafen lassen, aber die Schlappheit verhindert, meinen Arsch hoch zu kriegen. Ein Teufelskreis.
Während ich dies schreibe, bereite ich mich auf meinen Arbeitstag vor, der heute Abend enden wird, mit einem kleinen Essen und einer Dusche ins Bett führt, nur um morgen früh um fünf wieder zu beginnen. Frühschichten sind nun mal auch nicht hilfreich bei Schlafmangel.
So lebe ich erschöpft von Tag zu Tag, ärgere mich über nicht erledigte Dinge durch diese Erschöpfung und kann vermutlich genau deshalb nicht zur Ruhe finden.Schreibt mir eure Tipps und Strategien um zu einem besseren Schlaf zu finden. Ich bin für jede Hilfe dankbar.
Das digitale Fernsehen
Es scheint ja beschlossene Sache zu sein, dass die Bundesregierung 2010 das komplette analoge Fernsehnetz in Deutschland abschalten lassen will. Ob dies auch tatsächlich so kommt, wird man sehen. Denn die Grundversorgung muss weiterhin gegeben sein, selbst wenn bis dahin erst 50% der Bundesbürger einen Digital Receiver entweder zusätzlich gekauft oder bereits in ihrem TV-Gerät haben. Ich habe mich dazu entschlossen, jetzt schon auf den digitalen Zug aufzuspringen Dabei gucke ich kaum mehr Fernsehen.
Häusliche Gewalt
Häusliche Gewalt ist etwas schreckliches. Wenn in einer Beziehung Menschen geprügelt, gedemütigt und unter Druck gesetzt werden, kann es kaum noch schlimmer kommen. Denn die Gewalt geht ja von einem Menschen aus, den man (eigentlich) liebt und dem man vertraut. Meist werden Frauen von ihren Männern verprügelt (es gibt auch einige Beispiele, in denen Männer zu Opfern werden). In jedem Fall scheint der Kreisel dieser Gewalt keinen Ausweg zu haben.
Betroffene lassen sich diese Behandlung über Jahre gefallen, suchen keine Hilfe, finden Ausreden, um ihre blauen Flecken zu erklären und nehmen die Täter gar noch in Schutz. Sie beginnen zu lügen, erklären, der Täter stünde doch so unter Druck und er könne ja nichts dafür. Manchmal geht der psychologische Druck so weit, dass die Betroffenen die Schuld bei sich selbst sehen und sich einbilden, die Schläge verdient zu haben.
(mehr …)Ich werde älter
Aus gegebenem Anlass wollte ich mich eigentlich Trost und Verständnis suchend darüber auslassen, wie alt ich doch mittlerweile bin. Leicht jammernd wollte ich davon berichten, wie viele bekannte Menschen unseres täglichen Lebens jünger sind, aber mehr erreicht haben als ich. Mir fielen allerdings nur Robbie Williams und Ralf Schumacher ein. Bei meinen (rudimentären) Recherchen stellte sich dagegen heraus, dass sogar ein Brad Pitt älter ist als ich. Ja selbst Ricky Martin hat mehr Jahre auf dem Buckel. Okay, Frank Muniz, der Typ aus „Malcolm mittendrin“ ist jünger, aber all meine Idole aus Film und Fernsehen sind älter.
Dafür sind Elisha Cuthbert (Schnuckel aus 24), Alexis Bledel (Schnuckel aus Gilmore Girls), Evengeline Lilly (Schnuckel aus Lost), Portia de Rossi (Schnuckel aus Ally McBeal) und Charlize Theron (Schnuckel aus jedem Film außer Monster) jünger als ich. Aber das geht in Ordnung, schätze ich.
Ich stehe also gar nicht so schlecht da. Und letzten Endes habe ich ja als Mann den Vorteil, nicht älter, sondern nur interessanter zu werden. Stimmt’s nicht, ihr jungen Dinger?