Denn seit gestern habe ich eins. Yeah!!!
Schlagwort: geschichten
Achmed, the dead Terrorist
Ich kann nicht anders. Jedesmal, wenn ich das Video mit Achmed, dem toten Terroristen anschaue, habe ich vor lauter Lachen Tränen in den Augen. Seit Mirko vom XSblog es vorstellte, habe ich den Clip bestimmt etwa zwanzig Male angeschaut. Auf seinem Blog. Und immer wieder mit tränenden Augen. Dann sah ich mir all die anderen Videos an, die man mit Jeff Dunham finden kann, dem wohl witzigsten und vielleicht sogar besten Bauchredner der Welt. Dunham hat noch weitere Figuren in seinem Programm, Walter, Peanut oder „José, the Jalapeño on a stick“. Einfach herrlich. Aber jetzt muss ich mir nochmal Achmed anschauen. Ich kann nicht anders. „Silence! I Kill you.“
Lokführer ist nicht gleich Lokführer
Als ich damals (letztes Jahrtausend oder so) meine Ausbildung zum Lokführer machte, hießen wir auch tatsächlich Lokführer. Da war die Welt noch in Ordnung. Die Lokführer saßen ganz vorne und fuhren Züge. Und hinten liefen die Schaffner durch den Zug und kontrollierten Tickets. Dann kam irgendwann jemand auf die Idee, alles neu zu benennen (die neue Bahn AG und so). Mit einem Male wurde aus Lokführern Triebfahrzeugführer (Abkürzung Tf). Vermutlich weil die langfristigen Pläne der Bahn gar keine Loks mehr vorsehen, sondern in ferner Zukunft nur noch Triebzüge wie der ICE durchs Land rollen sollen (wo es ja, wie beim ICE 3, bei dem die Antriebe im kompletten Unterbereich des Zuges verbaut sind, keine wirkliche Lokomotive mehr gibt).
Gleichzeitig wurden die Schaffner aufgeteilt in Zugchef und Zugführer (und noch immer ganz normalen Schaffnern), was Kunden und Medien komplett verwirrte. So war bisher in allen Meldungen stets vom Zugführer die Rede, wenn der Lokführer gemeint war. Und mehr als einmal riefen Fahrgäste mich Schaffner, was umso depperter ist, als die Lokführer noch nie so hießen. Aber offenbar war plötzlich jeder verwirrt. Selbst Bahnchef Mehdorn verplapperte sich in so manchem Interview und sprach fälschlicherweise von den Zugführern. Klar, die sitzen vorne und führen den Zug.
Mittlerweile hat sich der Begriff Lokführer wieder in den Köpfen der Kunden gefestigt. Leider nur deshalb, weil das Wort Lokführer seit einem Jahr fast untrennbar mit dem Wörtchen Streik verbunden ist. Der Lokführerstreik. Mit einem Mal weiß wieder jeder, wie die Leute im Führerstand (ja, diese Bezeichnung änderte sich nie) heißen. Und dabei hat gar niemand mitbekommen, dass die schon wieder neu bezeichnet wurden. Im Zuge der Gleichschaltung im europäischen Verkehr sollen Lokführer nur noch Eisenbahnfahrzeugführer genannt werden (Abkürzung EFF). Wahrscheinlich stellte man (ganz überrascht) fest, dass auf den Schienen auch noch Güterzuglokomotiven, Rangierlokomotiven, Wartungszüge, Bauzüge, Messzüge etc. unterwegs sind, also einen Haufen Eisenbahnfahrzeuge, die einen Führer benötigen.
Zumindest ein gutes hat der Streik. Auf lange Sicht werden Lokführer wieder so genannt werden wie früher. Lokführer. Denn bislang habe ich noch nichts über den Eisenbahnfahrzeugführerstreik gehört. Und das ist auch gut so.
Ist das Leben ohne Schina schöner?
Eben gesehen: eine Familie stellt ihren Haushalt auf den Kopf und überprüft alles, was sie besitzen, auf die Herkunft. Und das meiste ist aus Schina. Aufgabe: Einen Monat lang ohne schinesiches Zeug auskommen. Und das scheint gar nicht so einfach. Das Telefon ist aus Schina, die Akkus sind aus Schina, das Radio ist aus Schina, das Glätteisen ist aus Schina, der Fernseher ist aus Schina, die meisten Küchengeräte sind aus Schina. Alles aus Schina. Sogar der Taschenrechner. Aus Schina. Also geht die Familie einkaufen, sieht sich in den Geschäften um und ist wenig überrascht. Die Hosen sind aus Schina, die Blusen sind aus Schina, die Jacken sind aus Schina. Ein Hemd ist aus Bangladesh. Aber sonst ist alles aus Schina. Ein neues Telefon findet die Familie nicht. Weil alles aus Schina ist. Wenigstens die Akkus sind jetzt aus Deutschland. Und die Dübel, die man im 20% Baumarkt kauft, sind gute deutsche Plastikware. Zur Belohnung darf die Familie essen gehen. Nach Schina. Ne, das nicht, aber schinesisch auf jeden Fall. Und wieder: der Reis ist aus Schina, die Gewürze sind aus Schina, die Stäbchen sind aus Schina… Zum Abschluss die Frage: Ist das Leben ohne Schina schöner? Schon!
Warum?
Was mir neulich beim herausfiltern der schönsten Suchanfragen (hier und hier) auffiel und durch weitere Recherchen bestätigt werden konnte, ist folgendes: Betrachtet man einmal nur die W-Fragen, die auf mein Blog führen, so beginnen die meisten Fragen mit dem Wörtchen "Wie". Und das sogar mit großer Führung. Auf Platz Zwei stehen die "Was"-Fragen, wiederum weit vor den "Wann"-Fragen. Irgendwann erscheinen dann die "Wer"-Fragen und schließlich fragen sich ein paar wenige noch "Wo". Erst dann, ganz zum Schluss, völlig abgeschlagen fragen sich zumindest noch zwei bis drei Individuen "Warum".
Warum? Für mich ist das Warum eigentlich mit die wichtigste Frage überhaupt. Sicherlich, all die anderen W-Fragen braucht man auch. Doch letztlich führt doch alles zum Warum, oder nicht? Geht es nur mir so? Denke ich da zu philosophisch? Hinterfrage ich zuviel? Ist das Warum letztlich völlig egal?
"Warum leckt sich der Hund die Eier? – Weil er es kann."
Oder liegt es vielleicht daran, dass man in meinem Blog keine "Warum"-Fragen beantwortet bekommt. Weiß ich keine Antwort auf das Warum? Und deshalb stellt auch niemand erst die Frage? Stelle ich mir selbst immer wieder die "Warum"-Frage, weil ich selbst noch auf der Suche nach der Antwort bin?
"Warum ging das Huhn über die Straße?"
Oder liegt es vielleicht an dem Medium, dem Internet? Gibt es im Netz einfach keine tiefgründigen Antworten? So wie das Fernsehen eben auch nur an der Oberfläche bleibt, uns pausenlos mit Antworten zu "Wann" und "Wer" und "Womit" und "Wieviel" bombardiert. Finden sich Antworten auf das "Warum" nur in Büchern? Der Bibel vielleicht? Warum weiß Wikipedia keine Antwort darauf?
"Warum ist die Banane krumm?"
Weil niemand in den Urwald zog und die Banane grade bog. Ich kann es doch. "Warum"-Fragen beantworten. Zumindest manche. Aber niemand stellt sie mir.
Und warum?
Neulich in der Videothek
Über dem Tresen hängt ein Plakat. Darauf steht geschrieben: "Playstation 3 Sonderkation: 1 Tag PS3 + 1 Kontroller + 1 Spiel + 1 BluRay Disc für 20€. 2 Tage PS3 + 1 Kontroller + 1 Spiel + 2 BluRay Disc für 35€." Ich lese, blicke wieder nach unten, wo mich der Kerl auf der anderen Seite des Tresens müde betrachtet.
"Dieses Playstation 3 Angebot. Habt ihr denn noch eine da?" frage ich.
"Nein."
"Oh."
"Da müssen sie vorher reservieren."
"Ja, ist klar. Na gut."
"Oh Moment, aber ein Kollege sagt mir gerade, dass wir doch eine da haben."
"Oh. Gut."
"Wie lange wollen Sie sie denn?"
"Nun, es ist Samstag. Also bis Montag. Einen Tag also."
"Das sind zwei Tage."
"Ja, ich weiß, aber ich kann sie ja wohl kaum am Sonntag zurück bringen, oder?"
"Also das Angebot für 20 Euro."
"Genau."
"Mit einem Spiel."
"Und einem Film."
"Bis Dienstag sind es zwei BluRays."
"Öhm, ja. Aber ich behalte sie nur bis Montag. Da sind es auch zwei."
"Nein, nur eine."
"Ein Spiel und ein Film."
"Ja genau."
"Eins und Eins gleich zwei?"
"Natürlich. Also bis Montag?"
"Bitte."
"Ihr Name?"
"Roger Graf."
"Bitte jetzt ihren Code eintippen."
"Ok."
"Das macht dann 20 Euro."
"Hier."
"Dankeschön. So, dann wäre da noch die Kaution."
"Kaution?"
"Natürlich."
"Und in welcher Höhe?"
"500 Euro."
"Wie bitte? 500 Euro?"
"Natürlich. Wir müssen doch Kaution dafür verlangen. Das Gerät kostet ja auch 600 Euro."
"Sie glauben wirklich, ich renne mit 500 Euro in der Tasche herum?"
"Wenn sie eine PS3 leihen möchten…"
"Es wäre vielleicht eine gute Idee, dieses Detail mit der Kaution ebenfalls auf ihr Werbeplakat zu schreiben. Wer bringt schon 500 Euro mit?"
"Jeder, der es bisher ausgeliehen hat."
"Ja schön, denen hat man das vielleicht auch beim Reservieren gesagt."
"Aber es ist doch klar, dass…"
"Ja ja, ich weiß, es ist klar. Aber nicht in dieser Höhe."
"Die Konsole kostet aber 600…"
"Sie kostet keine 400 Euro mehr."
"Sie haben also keine 500 Euro dabei?"
"Nein!"
"Nun, haben sie eine EC-Karte mit?"
"Und dann? Wird mir am Samstag mittag 500 Euro abgebucht und am Montag morgen wieder zurück überwiesen? Das glauben Sie doch selbst nicht, oder?"
"Wieviel Geld haben Sie denn mit?"
"40 Euro."
"Dann eben die 40 Euro und ihren Personalausweis als Pfand."
"Ich soll Ihnen meinen Personalausweis über das Wochenende da lassen? Und was, wenn ich irgendwo hin möchte? Nein nein, wir vergessen das Ganze. Geben Sie mir meine 20 Euro zurück."
"Also alle anderen wussten bisher, dass man hier eine Kaution zahlen muss."
"Prima, dann können Sie von allen anderen das Geld bekommen. Tschö."Eddie Izzards Jeff Vader in the Star Wars Canteen
Puh, jetzt gilt es sich erstmal wieder zu beruhigen nach dem letzten, doch recht knurrigen Artikel. Zu diesem Zweck hätte ich hier das Video eines Sketches von Eddie Izzard. Eddie Izzard ist ein britischer Comedian und Schauspieler, der in einer seiner erfolgreichen Bühnenshows zeigte, dass es auch auf dem berühmten Todesstern eine Kantine geben muss. Schließlich hat selbst Jeff, äh, Darth Vader irgendwann mal Hunger. Ich könnte mich jedesmal bepinkeln vor Lachen (auch wenn dieses Video schon lange seine Runde gemacht hat (sogar als Lego-Brickfilm)). Ihr solltet ein passables Englischverständnis haben, um diesen Sketch zu verstehen (ansonsten könnt ihr euch einfach an Eddies Outfit erfreuen).
Beowulf ab 12 Jahren – WTF???
Eben habe ich mir Beowulf auf DVD angeschaut. Und ich bin sauer ohne Ende. Warum, erzähl ich euch gleich, lasst mich erst noch kurz berichten, weshalb dieser Film in meinen Augen kompletter Schrott ist: Der ganze Film wurde ähnlich wie der Polarexpress per Motion Capturing gefilmt, was bedeutet, dass die Bewegungen realer Schauspieler auf Computergrafik übertragen wurde. Das sah beim erstgenannten Film schon blöd aus und tut es jetzt immer noch. Die Charaktere bewegen sich teilweise noch immer wie Figuren aus Shrek (dort wurde zumindest der Comic-charaker beibehalten) und strahlen keinerlei Leben aus. Ich habe schon Computerspiele mit besseren Sequenzen gesehen. Die Story könnte langweiliger und spannungsärmer kaum sein, die Dialoge sind an Dämlichkeit oft nicht zu überbieten ("Er hat keinen Schwengel." – "Kein Schwengel."). Und dann sind da noch so kleine Details, bei denen man sich fragen muss, was die Macher wohl gedacht haben. Beispielsweise die viel zu häufigen sexuellen Andeutungen. Das wird spätestens dann lächerlich, wenn der Dämon Angelina Jolie aus dem Wasser steigt, Goldwasser von ihr abperlt und sie mit High-Heels-Füßen (Haha!!!) auf den Held zugeht, um ihm so lange sein Schwert (!!!) zu reiben, bis es schmilzt. Völlig unpassend fand ich. Nervtötend auch die Szene mit dem Drachen an der Kette, der
Eseljemanden auf einer Steinbrücke mit Feuerstößen am Entkommen hindert. Wem kommt diese Szene shrek-lich bekannt vor?Aber genug davon. Was mich wirklich so dermaßen ärgert, ist die Einstufung der FSK. Die gaben diesen Film ab 12 Jahren frei. Und hätte ich ein Kind von 12 Jahren, würde ich einen Teufel tun, es diesen Film sehen zu lassen. Beim ersten Angriff von Grendel, dem Monster, spritzt unglaublich viel Blut, Menschen werden auseinander gerissen, aufgespießt, später werden Köpfe abgebissen und genüsslich und lautstark zerkaut. Grendel reißt den Körper eines Menschen auf und trinkt in gemütlicher Langsamkeit sein Blut. In weiteren Szenen (die natürlich an Lächerlichkeit wieder einmal fast nicht zu überbieten sind) werden Augen von Monstern aufgestochen, werden Ohren zerquetscht, werden wieder Menschenteile durchs Bild geschleudert oder Menschen als Waffe benutzt, um andere Menschen damit zu verprügeln. Es ist ein Gemetzel, das dem einiger Horrorschocker oder einem "300" (freigegeben ab 16 Jahren) in nichts nachsteht.
Was um Himmels Willen dachtet ihr euch dabei, ihr FSK-Dummies?
Genügt es nicht, dass man hierzulande nicht mal als Erwachsener an Spielfilme kommt, die nicht komplett durch Schnitte zerstört sind? Genügt es nicht, dass man Computerspiele komplett verbieten möchte? Dass die Politik schwachsinnige Diskussionen über gewaltverherrlichende Spiele und Filme führt und zensiert, wo es nur geht? Genügt es nicht, dass ich bereits jetzt darum bangen muss, GTA 4 jemals legal kaufen zu können? Dass ich keinen Stirb langsam Film um Mitternacht ungeschnitten im TV sehen kann? Dass ich Jahre brauchte, um endlich an eine 18er Version von Lethal Weapon 2 zu kommen, die nur ein paar Schusswechsel mehr zeigt? Dass ihr Spielefirmen vorschreibt, Blut grün zu färben oder menschliche Gegner gegen Roboter auszutauschen? Genügt es nicht, dass ihr uns erwachsene, mündige Kunden in diesen Fällen gängelt wo es nur geht? Genügt das alles nicht?
Und dann gebt ihr so einen Film bereits ab 12 Jahren frei, lacht uns damit hämisch ins Gesicht und gebt eure ganzen Bemühungen um "Jugendschutz" der Lächerlichkeit preis?
Kommt mir bloß nicht mit dem Argument, dass es sich bei Beowulf um eine alte Sage handle und diese nun mal grausam seien. Und wagt es nicht zu bemerken, dass es ja kein realer, sondern ein Computer-animierter Film sei und damit nichts mit der Realität zu tun habe. (Und falls doch, überlegt bitte nochmal genau, was Computerspiele sind). Und verschont mich mit dem vielleicht auf der Zunge liegenden Argument, dass die Gewaltszenen hier künstlerisch wertvoll dargeboten wurden. Oder irgendein Quatsch idieser Art.
Verschont mich mit all euren Erklärungen. Ihr habt mächtig Sche… gebaut bei dieser Einstufung. Und falls diese Entscheidung doch gerechtfertigt sein sollte und ich die Sache einfach zu eng sehe und falsch liege, dann habt ihr mit allen anderen bisherigen Entscheidungen Sche… gebaut. In Zukunft wird sich für mich jede Alterseinstufung an Beowulf messen müssen.
Ach ja, ich weiß natürlich, dass für die Einstufungen und Indizierungen von Spielen ganz andere Gruppen zuständig sind, als beim Film. Ich möchte mit diesem Artikel alle gemeinsam angesprochen haben.
In meiner Badewanne bin ich Kapitän
Gibt es eigentlich ein Standardmaß für Badewannen? Irgendeine DIN-Größe? Und für welche Körpermaße sind diese genormten Badewannen gemacht? Ich bin ja derzeit noch immer auf Wohnungssuche. Oder um es besser auszudrücken, auf der Suche nach einer schönen Wohnung. Zu der im besten Fall eine Badewanne gehören sollte. Und im allerbesten Fall eine Wanne, in die ich auch reinpasse. Die Wanne in meiner jetzigen Wohnung scheint mir doch irgendwie kleiner zu sein, als die frühere. Natürlich konnte ich mich in beiden nicht komplett ins Wasser legen und ausstrecken, aber irgendwie fühlt sich die jetzige hm, nun, enger an. Deshalb fragte ich mich letztens, ob es dafür nicht auch eine Norm gibt, á la: "Eine Badewanne muss die Körperfülle eines 1,85 m großen und 80 Kg schweren nordeuropäischen Mannes so aufnehmen können, dass seine Knie in einem maximalen Winkel von 90 Grad gebeugt sein dürfen, um ihn komplett mit Wasser zu bedecken." Oder so.
Als ich zum letzten Mal in der Wanne lag und auf die beiden haarigen Inseln starrte, die da vor mir aus dem Wasser ragten und kalt wurden, wünschte ich mir ein großes Bad. Ein riesengroßes Bad mit einer riesigen Wanne. Für so latent eitle Menschen wie mich bedeutet ein großes Bad mehr als eine große Küche. Was brauche ich schon in einer Küche? Einen Kühlschrank für Getränke und ein Telefon für den Pizzabringdienst. Aber ein Bad, da muss ich Platz haben, da muss ich mich wohl fühlen.
Leider scheinen die Häuslebauer im Ruhrgebiet nicht meiner Meinung zu sein. Ich habe Wohnungen gesehen, bei denen die Bäder nur rudimentäre Toiletten mit Waschgelegenheit waren. Und fand ich eine Wanne vor, war diese so winzig, dass ich mit der Fähigkeit, mich dermaßen zusammen zu falten vermutlich im chinesischen Staatszirkus auftreten könnte.
Irgendwann werde ich reich sein, ein Haus bauen und in diesem Haus wird es ein Badezimmer geben, das mit Kochnische, Entertainmentsystem und Sprudelwanne für drei Personen ausgestattet sein muss. Herrlich. So, und jetzt geh ich duschen. Bis später.
Legoland Discovery Centre Duisburg
Damit es nicht heißt, ich würde beim Thema Duisburg nur über Mord und Totschlag berichten, kann ich endlich mal etwas erfreuliches zu der Stadt sagen. Sogar etwas sehr erfreuliches. Zumindest für mich als Lego Fan. (Und ich weiß, ihr da draußen seid es auch). In Duisburg eröffnet in den nächsten Wochen das zweite deutsche Legoland Discovery Centre. Und das sogar noch direkt gegenüber unserer Büros, am Innenhafen in den Räumen des ehemaligen Kindermuseums Atlantis. Hach, was freu ich mich jetzt schon. Das erste Discovery Centre findet man in Berlin und scheint so etwas wie ein (zum Beispiel in Günzburg existierender) Legopark, nur eben drinnen, zu sein.
Auf der Suche nach mehr Information entdeckte ich sogar die Stellenausschreibung als Mitarbeiter in dem neuen Legoland. Ein weiterer Traum wäre wahr geworden ("Was hast du in deinem Leben so gemacht?" "Ich war ICE Lokführer und Mitarbeiter im Legoland"). Aber nun gut, man kann nicht alles haben.
Ebenfalls interessant fand ich die Wahl der Orte für dieses Legoland Discovery Centre. Das erste steht wie gesagt in Berlin, nun kommt Duisburg und danach soll in Chicago eines eröffnet werden. Berlin, Duisburg, Chicago. Wenn das keine Kombination ist. Ich wette mit euch, die nächsten Parks werden in Buenos Aires, Tel Aviv und Wellington enstehen. In den Metropolen dieser Welt halt.
Nun, was natürlich gefährlich werden kann, ist der zum Park gehörende (obligatorische) Shop. Nicht dass ich immer aus Lust und/oder Langweile einfach mal schnell rüber renne um mir einen neuen Legobauksten zu holen.
Ich freue mich zumindest wie ein kleines Kind und werde mit Sicherheit zu den ersten Besuchern zählen. Wir sehen uns dann im Mai, ja?
Update: Mittlerweile habe ich das Legoland Discovery Centre besucht und auch meine Meinung dazu geschrieben.
Guck mal, was der googelt (2)
Eigentlich wollte ich schon viel früher eine neue Auflistung der besten Suchanfragen die zu meinem Blog führen veröffentlichen. Aber ihr wisst ja wie das ist… Vielleicht sollte ich wirklich eine regelmäßige Rubrik daraus machen. Waren es beim letzten Mal Weihnachtsgrüße, so war das hauptsächliche Thema diesmal die vierte Staffel von Lost, was ich aber komplett ausgelassen habe. Wie immer gilt: Die Fragen wurden haargenau so bei Google eingetippt. Viel Spaß.
was steht auf der bestsellerlisteIch schätze mal, die Bestseller.
hd dvd wirklich am ende?
Ja leider. Nimm BluRay.
stirbt die umd aus?
Das hoffe ich doch, bzw. gehe stark davon aus.
gibt es sex spiele für ds ?
Was bist du denn für einer? Ist Dir Mario und Tetris nicht sexy genug?
wie will kan ich meine psp verkaufen
Du willst? Du kannst!
warum sollte man minipackungen vermeiden?
Weil da zu wenig drin ist.
was heisst beim auto au und hu
Schmerz und Schreck.
was schreibe ich in einer bestellung
Am besten, was du bestellen möchtest.
wie versteht man männer
Gar nicht!
was macht man in der kriminalpolizei
Verbrecher suchen.
was mich an dir nervt
und ich bisher nicht gewagt habe, dir zu sagen…
habe ich ein doppeltes kinn?
Keine Ahnung. Hast du? Und was ist die Mehrzahl von Kinn?
wie kann ich ein radio im pc machen wo ich spreche
Ich schätze mal, du meinst Podcasts.
wie kann ich jemandem am pc erschrecken
Am besten von hinten anschleichen.
antwort auf die frage wenn gestern heute morgen war, was ist den
Ok, manchmal bin sogar ich überfragt.
wer googelt nach mir?
Also ich nicht, oder bist du die Frau aus der Razr2 Werbung?
wie kann ich mein auto teppich machen
Du willst aus deinem Auto einen Teppich machen? Mein Tipp: Dampfwalze!
wer hat den ipod apple erfunden?
Süß, oder? Wenn in der falsch gestellten Frage schon die Antwort steckt.
wer will mit mir ins kino gehen
Bist du ein Mann und/oder eine Frau und/oder stinkst du und/oder bist du irgendwie unangenehm und/oder gibst du komische Geräusche von dir und/oder ähm… weißt du was? Ich nicht.
wie groß ist das monster aus cloverfield
Mächtig groß.
verwählt was macht ihr ? telefon
Es klingelt trotzdem.
mohrenkopf wusstest du?
Ne, Dachpfanne, wusste ich noch nicht.
warum sind porsche im moment so guenstig?
Sind sie das? Dann werd‘ ich mir doch gleich mal einen holen. Soll ich dir einen mitbringen?
roger ?
Ja, bitte?
wer trägt immer zwei pullover
Menschen, die frieren. Es ist aber auch wieder kalt geworden, oder?
wer hat außerirdische in köln gesehen?
Ich!!!! An Rosenmontag! Ganz viele.
weiss itunes welche musik ich habe
Ich schätze mal ja, schließlich ist iTunes das Programm mit dem seine Musiksammlung verwalten kann.
cloverfield wer kennt das monster
Nunja, nicht persönlich…
was bedeutet cloverfield?
Kleefeld.
was google alles googelt
weiß nur Google allein.
wie heißen weiße negerküsse
Weißbrotküsse?
züge warten
wenn ich es will. Muahahahaha.
bueck dich du stueck
Du hast da hinten eine Ecke vergessen zu putzen.
maniküre essen männer
Meine Güte, mach mir keine Angst.
mag sein daß man erst am schluß richtig schlau ist
Das mag sein. Wir sind jetzt am Schluß. Ist hier irgendjemand schlauer als vorher?
Der weltbeste Dönerbudenname
Den weltbesten Dönerbudennamen findet man im Stuttgarter Hauptbahnof. Er lautet:
Ützel-Brützel.
Geil, oder? Wollte ich nur mal erzählt haben.
Rettet CH
Ach, und weil wir grade beim Thema „deutsche Sprache“ waren, möschte isch doch nischt versäumen, ein weiteres Anliegen anzusprechen. Denn mir liegt neuerdings viel daran, das „ch“ zu retten. Natürlisch ist damit nischt die Schweiz gemeint, der geht es gut, die muss nischt gerettet werden. Was aber so langsam intensiver Pflege bedarf, ist das kleine, knuddelige, kehlige „ch“. Besonders in dem wischtigen Wörtschen „Isch“. Wir Älteren kennen es noch und nutzen es auch intensiv. Doch es ist bedroht. Dursch das offenbar einfacher auszuspreschende „sch“. Ein Missstand, wie isch finde. Wir müssen natürlisch nischt gleich übertreiben und es halten wie die Menschen im Köln-Bonner Raum: Dort wicht man schon gerne mal den Tich bevor ein Stück Fleich darauf gelegt wird.
Ich lebe in einer Welt ohne Kakteen
Am Wochenende war ich mit der damalige Freundinn auf der Bildungsmesse Didacta in Stuttgart. Und ich hatte drei mehr oder weniger schwerwiegende Erkenntnisse:
1) Die bestehende und angehende Lehrerschaft besteht offenbar zu 95% aus weiblichem Personal, das vermutlich mehr durch Kompetenz, als durch Attraktivität glänzt. Gut, so etwas ist vollkommen egal, fällt aber irgendwann mal auf, wenn man völlig fertig nach vier Stunden Gedränge irgendwo Platz nimmt und die Menschenmassen an einem vorüber ziehen lässt.
2) Die Tafel wird multimedial. Ich testete fasziniert die neue Generation der allseits unbeliebten Wandtafel. Sie ist groß, sie ist per Stift bedienbar, sie kann multimediale Inhalte anzeigen, sie kann ins Internet, sie kann gleichzeitig durch Google Earth sausen, Bilder malen und Texte schreiben, während sie links oben noch ein Lehrvideo zeigt. Sie lässt sich per Knopfdruck löschen, womit der Tafelwischdienst in Zukunft der Vergangenheit angehört. (Mein Freund Chris sagte am Abend zu dem Thema übrigens, dass er den Tafelwischdienst eigentlich auch als erzieherische Maßnahme sähe. Woraufhin ich ihn beruhigte, dass die Schüler in Zukunft eben anders gemaßregelt werden müssen. Anstatt Tafel wischen vielleicht Festplatte defragmentieren oder so.)
3) Ich lebe ab sofort in einer Welt ohne Kakteen. Der Duden war nämlich auch mit einem großen Stand vertreten und ich ließ es mir nicht nehmen, dem Herrn Duden mal eine Frage zu stellen. Okay, letzten Endes war es nur ein Mitarbeiter, dem ich die Frage stellte, doch zumindest fand er eine Ausrede. Ich fragte ihn nämlich, wie es kommen konnte, dass laut Duden plötzlich das Wort "Atlasse" erlaubt sei. Ich wuchs noch mit Atlanten auf und konnte es nicht fassen, als ich neulich in einer Quizshow nämlich genau bei dieser Frage versagte. Atlasse, ich bitte euch. Dudens Mitarbeiter erklärte mir, die Atlasse würden vermutlich so stark im deutschen Sprachgebrauch Anwendung finden, dass sich das Duden Kollegium genötigt sah, es in das Wörterbuch aufzunehmen und damit sozusagen offiziell zu machen. Natürlich bleiben auch weiterhin die Atlanten erlaubt. Bis sie der Vergessenheit anheim fallen. "Es gibt ja keinen nachvollziehbaren Grund, weshalb der Plural dieses Worts so lautet. Man könnte es den Kindern, die heute Deutsch lernen, auch einfacher machen", so sein Kommentar.
Etwas gallig bemerkte ich, man dürfe dann wohl auch bald Kaktusse und Globusse sagen… nun, ein Blick in das aktuelle Werk verriet, dass es bereits so weit war. Ich lebe ab sofort in einer Welt voller Kaktusse, Atlasse und Globusse. Und wem sich bei diesem Satz der Magen krümmt (und die Rechtschreibkorrektur rot sieht), der möge "Hier!" schreien.
Die einzig wichtige Frage zum Thema Liechtenstein
Heute morgen, als ich die Wohnung verließ und die Stufen hinab stieg, fiel mein Blick auf eine Ausgabe dieser kostenlosen Zeitungen, die hier verteilt werden und lieblos auf der Treppe herum liegen, bis jemand sie mit nach Hause nimmt und/oder weg wirft. Die Schlagzeile lautete "Deutschland attackiert Liechtenstein". Im ersten Moment dachte ich: Mein Gott, wir sind wieder im Krieg. Bis mir zum Glück aber einfiel, dass es sich hierbei bestimmt nur um die derzeitigen Steueraffären handeln kann. Diese übrigens gehen mir komplett am A.. vorbei. Ich habe meine Konten in Liechtenstein schon lange aufgelöst und mein Geld mit fingierten UNICEF-Spenden gewaschen und auf die Cayman Islands überweisen lassen. Aber pssst, verratet mich bloß nicht. Nun bleibt eigentlich zum Thema Liechtenstein für mich nur noch eine Frage übrig. Die wichtigste Frage überhaupt. Die mich schon seit Jahrzehnten beschäftigt. Nämlich: Warum wird Liechtenstein so ausgesprochen, als würde man es Lichtenstein schreiben?
Bestellung auf Chinesisch
"Ja? Hallo?"
"Hallo, ich würde gerne etwas bestellen."
"Ja?"
"Und zwar bitte einmal die 8 Kostbarkeiten."
"A Kossakei."
"Ähm, ja genau, und…"
"Numme hudaswasi."
"Ähm, ja. 120. Genau. Und dann bitte noch die Nummer 1."
"Eis?"
"Nein. Eins. Die Peking Suppe."
"Ah. Eis. Supp."
"Ja."
"Okay. Wohin?"
"In die Grabenstraße bitte."
"Habe Sie Kundenumm?"
"Kundennummer? Nicht das ich wüsste."
"Habe sie Fonnumm?"
"Ja, 555 3468." (von der Redaktion geändert)
"Füf füf füf swei vier sesach."
"DREI vier sechs acht."
"Ja, swei…"
"DREI!"
"duai."
"Genau."
"Un Nam?"
"Graf."
"K… un?"
"Nein. G…"
"W…"
"Nein, G…"
"Ja, W…"
"G!!…"
Ja! W…"
"R…A…F…"
"E…A…N…"
"Häh? Nein G..R..A..F.."
"Ja, W..E..A..F.."
"Uff, ja genau…"
"Komm in swasi bi dreissi Minut."
"Wunderbar. Danke."
Sollte ich morgen tot in meiner Wohnung aufgefunden werden, kam das Essen wohl doch nicht und ich bin verhungert.Augenzeuge
" ‚Ich habe nur im Augenwinkel gesehen, dass er reingekommen ist‘. Sagte eine Augenzeugin." Hmm, aber ist das dann nicht eine Augenwinkelzeugin?
Schießerei in Duisburg
Ach, eine Schießerei? In Duisburg? Schon wieder? Gähn. Bin ich mittlerweile schon so abgebrüht, was dieses Thema betrifft, dass ich davon erst heute erfahre? Durch Zufall? Nun, den Bahnhofsbereich gilt es ab sofort wirklich nur noch mit gepanzerten Fahrzeugen und Bodyguards zu betreten. Und ich Dummerle mache mir Sorgen, dass mir jemand den Außenspiegel abfahren könnte, wenn ich wenige Stunden nach dem Schusswechsel mein Auto am Bahnhof abstelle…
Kölle Alaaf
Aschermittwoch. Der perfekte Tag um über Karneval zu schreiben. Denn jetzt ist es endlich vorbei. Ich muss gestehen, ein ausgemachter Karnevalsmuffel zu sein. Oder Fastnachtsmuffel, wie man bei uns sagen würde (oder, was ebenfalls erlaubt ist, Fasnacht, ohne t. Oder Fasnet…) Jedenfalls war es schon etwas besonderes für mich als Faschingsmuffel, ähm, Karnevalsmuffel zusammen mit meinem besten Freund Chris auf die Idee zu kommen, am Rosenmontag nach Köln zu fahren. Er sagte, wenn ich nun schon mal so nah dran wohnen würde, sollte man das auch wirklich mal gemacht haben. Und sei es nur, um hinterher sagen zu können, man hat es mal erlebt.
Es war kalt in Köln, es regnete, heftige Winde machten einem das Leben schwer. Dafür gab es aber glücklicherweise Platz in diversen Kneipen, wo überteuerte Gläschen Kölsch ausgeschenkt wurden. Dort in diesen Kneipen konnte man sich als Karnevalsmuffel und Nicht-Kölner so richtig fremd fühlen. Denn nicht eines der Lieder, zu denen gegröhlt und getanzt wurde, war mir bekannt. Zugegeben, irgendwann hat man genügend Kölsch getrunken und lalalat einfach mit, aber ich bin sicher, jeder sah uns, zwei meiner Arbeitskollegen, Chris und mir an, dass wir völlig fremde Karnevaltouris waren.
Der Karnevalsumzug sah ebenfalls etwas anders aus, als bei uns zuhause. Die Wagen größer und pompöser, um einiges politischer das Ganze auch und auch witziger. Dafür aber weniger Verkleidungen, nicht ganz soviel laute Musik und – und das fiel mir sofort auf – so gut wie kein Konfetti. Während in meinem geliebten Südbaden das Konfetti untrennbar dazu gehört, in Zentnern geworfen wird, in Wagen mitgeschleppt wird, um junge Mädchen aus den Zuschauerreihen zu ziehen und in dem Papierschnipselhaufen einzuseifen, so warf man in Köln nur Kamelle und Strüßje.
Und es erinnerte doch sehr an mittelalterliche Szenen, wenn die Erlauchten und Betuchten auf ihren stolzen Rössern und hohen Wagen durch die Straßen zogen, sich vom jubelnden Volke feiern ließen und zum Dank einige Almosen warfen, um die sich das Volk dankbar prügelte. Teilweise fühlte auch ich mich wie ein Straßenkind in Bangladesh, das um eine milde Gabe schrie. Und diese Gaben wurden mit vollen Händen geworfen
Und irgendwann am Abend, als der letzte Wagen an uns vorbei gefahren war, wir durchnässt und durchgefroren den Weg antraten zum Bahnhof, zusammen mit gefühlten drei Millionen weiterer Narren, begann ich ein klein wenig zu philosophieren. Mir fielen die Parallelen des Karnevals zum Leben an sich auf. Wie man als Mensch in der Kälte steht und die Wagen des Schicksals an einem vorbei ziehen und die Chancen und Möglichkeiten und die Träume mit vollen Händen hinaus werfen. Wie man versucht, soviel wie möglich davon zu fangen. Wie man sie teilweise schon fast in der Hand hat und dennoch wieder fallen lässt. Wie manche Menschen um einen herum einfach mehr fangen können, weil sie besser sind oder längere Arme haben. Wie man manche Chancen sogar noch vom schmutzigen Boden aufklaubt, wo schon jeder darauf herum getrampelt war, nur weil man noch keine fangen konnte. Wie sehr man sich irgendwann doch noch freut, dass einem etwas direkt in den Schoß gefallen war, oder man sich dem Nachbarn gegenüber durchsetzen konnte. Und schließlich, wie man ganz böse ein paar ins Gesicht bekommt, wenn man nicht aufpasst (ist mir dreimal passiert).
Und am Ende? Bleiben Schmutz, Müll und Nässe zurück. Aber vielleicht hatte ich zu diesem Zeitpunkt auch bereits ein paar Kölsch zu viel. Nächstes Jahr wollen wir Düsseldorf ausprobieren. Alaaf.
Das beste Deo für Männer
Derzeit beschäftigt mich wieder einmal ein komplexes Problem. Welches ist das beste Männerdeo? Die Werbung verspricht vieles, die Realität hält nicht einmal die Hälfte davon und auch Empfehlungen führen oftmals zu den abenteuerlichsten Produkten. Da gibt es Deosticks mit und ohne Alkohol, mit und ohne Mineralien, mit und ohne Parfümstoffen, mit und ohne Wasweißich. Alle versprechen, dass man nicht bei jedem kleinen Schweißausbruch zu müffeln beginnt. Viele versprechen, diesen Zustand sogar 24 Stunden halten zu können. Manche versprechen sogar, dass man(n) sich der Frauen nicht mehr erwehren kann, die plötzlich hinter einem her sind. Und einige versprechen, dass man gar nicht erst zu schwitzen beginnt, wenn man das Deo benutzt.
Nun, wir alle wissen, dass sie alle lügen. Also war ich in letzter Zeit öfter in der Drogerieabteilung als mir lieb war und probierte mich durch. Sprays, Roller, Sticks, verschiedene Marken, verschiedene Wirkstoffe. Letztendlich bin ich aber noch zu keinem Schluss gekommen. Auch die Stiftung Warentest, die letztens Deodorants getestet hatte, war nicht wirklich eine Hilfe. Denn wenn ein Deo wirkte, hinterließ es so schlimme Flecken unter den Armen und an den T-Shirts, dass man dachte, man würde das nie wieder entfernt bekommen (liegt übrigens an Aluminiumsalzen). Waren die Deos fleckenfrei, wirkten sie überhaupt nicht (was ich selbst nach einem stressigen Leitstellen-Arbeitstag feststellen konnte). Ja, manche schneiten sogar. Eine Art Pulver bildete sich unter den Armen, was für Trockenheit sorgen soll, aber letztlich nur den Effekt hatte, dass ich dachte, Schuppen unter den Armen zu haben.
Seit kurzem wirbt Axe wieder mit einer neuen Reihe und nennt auch diese nicht Deodorant sondern Anti-Transpirant. Ich werde das überprüfen, sobald mein derzeit genutztes Rexona-Spray aufgebraucht ist. Dieses ist übrigens in der Tat ein Männerdeo. Ein absolutes Männerdeo. Liegt es an meiner verdorbenen Phantasie, oder könnte man nicht noch deutlicher machen, dass es sich hierbei eindeutig um ein Männerdeo handelt?
