Die deutsche Bahn hat im Rahmen der Weiterentwicklung ihrer Marketingstrategie das Audio Branding modernisiert und in einem, wie ich finde, sehr schönen Video erklärt. Mir gefallen solche Einblicke, in denen zwar mit viel Marketing-Blabla und Buzzwords um sich geworfen wird, die aber dennoch eine Idee davon geben, wie hart und detailliert für ein derart stimmiges, erklärbares, nachvollziehbares Konzept gearbeitet werden muss. Als UX Designer und Gatte einer Marketingfrau kann ich ein Lied davon singen, wie anstrengend das sein kann. In diesem Fall ist der zuständigen Agentur „Why do birds“ (toller Name übrigens) etwas sehr gutes gelungen.
Wie wäre es, ein generelles Tempolimit auf Deutschlands Autobahnen auf Probe umzusetzen? Für drei Monate vielleicht. Oder sechs. Nur um mal zu gucken. Einfach mal ausprobieren, ob tatsächlich die Welt untergeht. Ob das Abendland wirklich dem Untergang geweiht ist. Ob wirklich die Freiheit jedes einzelnen Bürgers verloren geht. Ob plötzlich halb Deutschland zu spät zur Arbeit kommt, es keine Urlaube mehr gibt, Einkaufszentren und Innenstädte schließen müssen und Tankstellen bankrott gehen.
Die Finger schweben über der Tastatur. Ich überlege, was ich schreiben wollte. Gerade war es doch noch da. Das ganze Thema, die ersten Sätze. Worüber wollte ich denn noch schreiben,verdammt? Vergessen.
Kennt ihr das? Steht ihr auch hin und wieder in der Küche vor dem offenen Kühlschrank und fragt euch, weshalb ihr ihn überhaupt geöffnet habt? Klar, man nimmt sich eine Cola raus, ein Stück Wurst und Käse, den übrig gebliebenen Kuchen von gestern und einen Apfel wegen des schlechten Gewissens. Aber war das der Grund um von der Couch aufzustehen?
Der öffentliche Nahverkehr in Aachen gehört zu den grausamsten Erfahrungen in dieser schönen kleinen Stadt. Schon vor einiger Zeit betonte ich, Aachen fehle es an guten Verbindungen, einem stabilen Netz und vor allem an Straßenbahnen. Die Busse und die dazugehörigen Verbindungen sind unbequem, unzuverlässig und nicht auf die Bedürfnisse der Einwohner zugeschnitten. Ein kleines persönliches Beispiel: Um mit dem Bus von zuhause zu meiner aktuellen Arbeitsstätte zu kommen, benötige ich mit dem Bus über eine Stunde Fahrzeit. Für den Hinweg. Zurück nochmal das Gleiche. Inklusive 20-minütigem Aufenthalt am sogenannten Bushof, einem Brennpunkt aller sozialer und menschlicher Schichten und Buslinien. Mit dem Auto kostet mich die Fahrt keine zwanzig Minuten. Ich prangere das an, denn ich würde viel lieber mit dem öffentlichen Nahverkehr fahren. Gibt es denn keine vernünftige Lösung?
Wie kann es eigentlich sein, dass ich seit mittlerweile genau vier Jahren UX Designer bin und bislang kaum über dieses Berufsfeld geschrieben habe? Vielleicht, weil ich über meine anderen Berufe davor ebenfalls nicht geschrieben habe? Was nicht ganz der Wahrheit entspricht. Dass ich leidenschaftlicher Lokomotivführer war und im Herzen auch weiterhin bin, wurde bestimmt schon das eine oder andere Mal erwähnt.
Und da ist dieses Wort. Leidenschaft. Ist es nicht schön, eine Leidenschaft zu haben? Oder besser gesagt, eine Leidenschaft gefunden zu haben, der man regelmäßig nachgehen kann, egal ob privat oder beruflich? Wie oft erzählte ich in diesem Blog, dass Filme meine Leidenschaft seien? Wie gerne nahm ich mir TV-Serien vor, Apple Produkte, Gadgets und Spiele. Alles Dinge, die ich leidenschaftlich mag. Doch dies sind nur Dinge.
Eine schöne Utopie, die Agora Energiewende und Fraunhofer IEE im folgenden Video zusammengestellt und visualisiert haben. Wie kann Deutschland es bis zum Jahr 2045 schaffen, klimaneutral zu werden. Und dabei nicht nur die Umwelt zu retten, sondern die Lebensqualität der Menschen insgesamt zu verbessern. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind dabei keine Science Fiction, sondern basieren auf dem aktuellen Stand der Technik und Forschung. Heißt: Theoretisch wäre das alles machbar. Sogar schon jetzt.
Warum ich es dennoch für eine Utopie halte? Nicht, weil ich ein Pessimist bin (okay, erwischt). Sondern weil ich mir kaum vorstellen kann, auch nur die Hälfte in den nächsten 23 Jahren in diesem Land Realität werden zu sehen. Nicht, dass ich es mir nicht absolut wünschen würde. Doch wenn ich mir nur mal die letzten 16 Jahre fast totalen Stillstands betrachte, von Politikern verursacht, die nur ihre eigene Machterhaltung im Blick hatten oder schlicht zu dumm waren, etwas zu bewegen, regen sich böse Zweifel in mir.
Am 1. Juni 2021 begann ein Experiment. Ich forderte mich selbst heraus und starte eine Challenge mit dem Titel: „Der 30 Tage Lauf“. Ich wollte dabei heraus finden, ob ich es schaffe, jeden einzelnen Tag im Monat Juni einmal laufen zu gehen. Und nebenher beobachten, ob und was sich bei mir körperlich und geistig verändert. Rekorde sollten nicht aufgestellt werden. Auch keine konkreten Ziele wie minimale Kilometer oder Zeiten wurden erhoben. Es ging dabei nur um den Versuch, den inneren Schweinehund täglich aufs Neue besiegen zu können.
Manchmal kommt dir das Leben in die Quere. Manchmal der Tod. Oder alles, was dazwischen liegt. Manchmal ist alles andere wichtiger, als die Herausforderungen, die man sich selbst gestellt hat. Wie John Lennon einst sang: „Life is what happens to you while you are busy making other plans“. So kam es, dass ich in den vergangenen zwei Tagen weder Laufen war, noch etwas schrieb.
Nach einem furiosen und spannenden Spiel der Spanier gegen Kroatien beschloss auch ich, an Tag 28 meiner Challenge „Der 30 Tage Lauf“ in die Verlängerung und somit in den Wald zu gehen. Es sollte nur eine kurze Runde werden. Es wurde eine meiner Schnellsten. Und obgleich sich statt der Knie wieder mein Rücken schmerzhaft bemerkbar machte, flog und schwebte ich schier (für meine Verhältnisse natürlich). Auch Puls und Atmung blieben stets im angenehmen Bereich.
Statt eines Laufs war heute Expedition angesagt. Verwunschene und zerfallene Gebäude in tiefem Dickicht erkunden und telefonisch den horrenden Preis für die Ruine und den Urwald erfragen. Auch eine Art Sport, aber erwartungsgemäß nicht die Erwartung einer Challenge „Der 30 Tage Lauf“ an Tag 27. Es ist geplant, morgen wieder einer Waldrunde zu drehen. Mein Rücken wird es diesmal entscheiden.
Jetzt ist es doch tatsächlich passiert. Aus purer Nachlässigkeit versäumte ich es gestern, einen Beitrag zu schreiben. Obwohl von vornherein feststand, dass ich nicht laufen würde, wollte ich dennoch berichten. Gut, viel zu berichten gab es nicht. Deshalb gilt der heutige Artikel für beide Tage.
Ein guter Kollege und Viel-Läufer (Halb- und Ganz-Marathons und nebenher immer mal so 10 bis 20 Kilometer) fragte gestern in einer Teams-Konferenz, ob ich wieder laufen gehen würde. Ich antwortete ihm, meine bisherige Erfahrung würde wohl deutlich zeigen, dass tägliche Läufe nicht das Beste für mich und meine Gesundheit seien. Er nickte verständnisvoll: „Das hätte ich dir von Anfang an sagen können.“ Gut, ja, so richtig überraschend war meine Erkenntnis in der Tat nicht. Dennoch war es nicht das Schlechteste, sie wirklich gemacht und erfahren zu haben, statt nur darüber zu lesen oder von jemandem erzählt zu bekommen.
Mit Wut im Bauch (statt Schüsseln voller Spaghetti) läuft es sich eindeutig besser. So viel besser, dass die „große“ Waldrunde möglich war, die zusätzlich mehr Steigungen beinhaltet. Der Körper hielt durch, am Ende meiner 7 Kilometer musste ich nicht mal schnaufen, sondern atmete ganz normal weiter. Insgesamt ein gutes Ergebnis an Tag 24 meiner Challenge „Der 30 Tage Lauf“.
Wichtiger Teil eines Experiments ist es, dabei zu lernen. Ich lernte schon recht früh, dass es nicht gesund ist, wirklich jeden Tag laufen zu gehen. So beschloss ich ganz bewusst, an Tag 23 meiner Challenge „Der 30 Tage Lauf“ mich um alles andere zu kümmern, nicht aber um einen Lauf. Wobei, kurz lief ich doch und spurtete meiner Frau hinterher, die wichtiges Garten-Utensilien vergessen hatte. Ansonsten beschränkte sich mein Sport auf Fußball und ehrlich, ich hatte eine ganz ähnliche Herzfrequenz beim Zuschauen.
Was für ein Hochgefühl. Nach 5 Tagen Pause ging es heute endlich weiter mit meiner Challenge „Der 30 Tage Lauf“. Trotz Regen, Dunkelheit und zwei Tellern (Schüsseln. Anm. d. Red.) Spaghetti Bolognese im Bauch lief mein Körper quasi von alleine. Ich lief einfach, genoss die klare Luft, atmete gleichmässig und wich geschickt tückischen Pfützen aus. Meine Beine wollten es, mein Geist wollte es, der Rest kam von alleine. Der (Ur-)Wald zog an mir vorbei und nach etlichen Runden war es fast Schade, wieder nach Hause zu laufen. So hatte ich es mir vorgestellt.
Es wird peinlich. Und mein Experiment kann alsbald als gescheitert betrachtet werden. Nach nur knapp 4 Stunden Schlaf war es mir auch heute nicht möglich in meiner Challenge „Der 30 Tage Lauf“ tatsächlich einen Lauf zu absolvieren. Selbst die Blogeinträge werden nicht mehr kreativer, denn mir fallen auch langsam keine Entschuldigungen oder anderweitige Themen ein. Ebenfalls ein Nebeneffekt der Schlaflosigkeit.
Okay, damit hatte ich nicht gerechnet. Nachdem es mir gestern noch überraschend gut ging, überfiel mich heute eine derart heftige Müdigkeit und Abgeschlagenheit, das ein Lauf in schwülstem Sommerwetter nicht möglich war. Ein nun doch herber Rückschlag für meine Challenge „Der 30 Tage Lauf“. Ich bin sogar zu müde und unkonzentriert, um hier etwas sinnvolles zu schreiben. Deshalb: Morgen wieder.
Ein Tag voller Sport. Kein Lauf, dafür Fußball. Im Fernsehen. Drei Spiele, dazwischen Essen, Trinken und Eis. Ein Tag voller Sport, der mich sportlich doch ein wenig zurück geworfen hat. Nun, beim Grollen eines Gewitters und kurz vorm Schlafengehen, nehme ich mir vor, es morgen wieder mit meiner Challenge „Der 30 Tage Lauf“ zu versuchen. Mal sehen, wie das Wetter morgen mitspielt.
Ich wurde heute geimpft. Was für ein Glück. Nun schmerzt der Arm, nicht die Knie. Wie erwartet riet mir die freundliche Ärztin für die nächsten drei Tage von körperlicher Anstrengung ab. So wird es mit meiner Challenge „Der 30 Tage Lauf“ wahrscheinlich erst am Montag wieder weiter gehen. Das ist zwar einigermaßen schade – auch aus Statistik-Gründen – aber ein Leben in Gesundheit ist mir wichtiger als ein Experiment und ein Leben in, ähm, Gesundheit, wenn man so will. Ich bin gespannt, ob sich über das Wochenende neben der Schmerzen im Arm noch weitere Nebenwirkungen bemerkbar machen werden. Vielleicht kann und will ich morgen gar nicht laufen und bin froh, wenn ich meinen Schüttelfrost im Bett auskurieren kann.
Ruhetag bei meiner Challenge „Der 30 Tage Lauf“. Wenn man 2 Stunden Gartenarbeit bei 35 Grad Celsius so nennen kann. Ein Lauf war jedenfalls nicht möglich. Als Ausgleich habe ich ein schönes Video mit kreativen Ideen gefunden, wie meine Laufschuhe zukünftig gebunden werden könnten.
Gestern noch voller Euphorie angekündigt, wie sehr ich mich auf den heutigen Lauf an Tag 16 meiner Challenge „Der 30 Tage Lauf“ freuen würde, fiel es wenig überraschend schwer, bei schwülen 33 Grad laufen zu gehen. Selbst um 20 Uhr Abends. Aber – Spoiler – ich habe es geschafft. Der kleine Waldweg und die Runde um den Teich. Morgen soll es noch heißer werden. Vielleicht laufe ich erst in der Nacht? Die Knie machten mit, aber an Rekorde war nicht zu denken.
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