Monat: März 2008

  • Von Hunden und Dinosauriern

    Letztens entdeckte ich beim Sebbi Blog ein Video mit dem Big Dog, einem sehr großen Roboterhund. Faszinierend an diesem „Gerät“ ist seine Fähigkeit, Hindernisse zu überwinden und auch bei einem Tritt das Gleichgewicht zu halten. Es erinnerte mich etwas an die AT-ATs aus Star Wars Episode 5 und so wie mich diese Riesenmaschinen damals im Kindesalter gruselten, so gruselte es mich heute, eine solche Maschine zu sehen, die wirklich funktioniert, sich bewegt, ebenfalls riesig ist und, oh mein Gott, uns alle vernichten und die Weltherrschaft übernehmen wird…

    https://youtube.com/watch?v=W1czBcnX1Ww%3Fcbrd%3D1%26ucbcb%3D1

    Ähem, Verzeihung. Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, der gruslige Riesenroboterhund. Nun ist das ganze Projekt ja nur Forschung und doch findet sich auch hier jemand, der sich darüber lustig macht. Und ehrlich, obwohl ich herzlich darüber lachte, fand ich diesen etwas dümmeren Riesenhund genau so gruslig.

    Was allerdings gar nicht gruslig ist (oder doch?) und wunderbar zum Thema passt, ist Pleo. Pleo ist der legitime Nachfolger von Tamagotchi und Furby, seines Zeichens ein Dinosaurierbaby und das wohl intelligenteste Spielzeug der Welt. (Oder sollte man besser sagen, das Spielzeug, das Intelligenz perfekt simulieren kann) Mit einer Vielzahl von Sensoren, Motoren, Gelenken und einer lernenden Software kann das Ding sich anschmiegen, sich freuen, Angst haben, sich strecken und gähnen, sich streicheln lassen, nach Futter und Mama rufen und 400 Euro kosten. Gruslig. Aber irgendwie auch süß.

    https://youtube.com/watch?v=E0C55PEcj5E%3Fcbrd%3D1%26ucbcb%3D1
  • Richtig fluchen!

    Heute wäre mir auf der Autobahn auf dem Weg nach Oberhausen Sterkrade beinahe einer reingefahren. Er fuhr schon eine Zeitlang in völlig unangemessen knappem Abstand hinter mir her und als ich in der Ausfahrt plötzlich bremsen musste, weil sich ein Stau in der Kurve vor mir gebildet hatte, wäre es fast passiert. Ich sah im Rückspiegel wie er den drohenden Aufprall nur noch durch ein Ausweichen auf den Standstreifen verhindern konnte. Und ich fluchte wie ein Rohrspatz. Wüste F-, A-, D- und W-Wörter kamen in lautem Stakkato aus meinem Mund. Es war eine Kakophonie der reinen, unverfälschten Wut.

    Die damalige Freundin, die auf dem Beifahrersitz saß, hört so etwas gar nicht gern. Aber so bin ich nun mal. Die Wut muss raus, wie angestaute Lava in einem Vulkan, sonst fürchte ich zu platzen. Das ist mein Temperament. Und kurz nach der Eruption ist ja auch schon fast wieder alles friedlich. Was die damalige Freundin allerdings nur wenig tröstet. Sie sieht dabei nämlich schon in die Zukunft und auf die Rückbank, wo sie den Filius in einem Kindersitz wähnt, der entweder entsetzt oder völlig begeistert ist, wie Papa am Steuer gerade abgeht. Die Devise lautet daher, dass ich mir das Fluchen abgewöhnen muss. Und nach dem heutigen Ausbruch sagte sie: „Ich versteh’s ja, Aber musst denn auch immer so viele schlimme Wörter benutzen?“ „Ja!“ knurrte ich zurück. „Du könntest doch auch ein Ersatzwort benutzen“, schlug sie vor. „Zum Beispiel?“ „Hmm, sag doch… Angelika.“ Angelika! Ich bitte euch.

    „Angelika? Ne, das geht gar nicht. Wenn man richtig flucht und in Rage ist, dann müssen die Wörter aus lauter KR-, SCH- und FFF-Lauten bestehen. Sonst funktioniert das doch nicht. Angelika. Nee.“ Also überlegten wir uns bis zur Ankunft in Sterkrade, welches Ersatzwort ich in Zukunft für meine Flüche nehmen soll. Und was läge näher als… Sterkrade. „STERKRADE!“ Das kracht und zischt und ist mittlerweile zum Running Gag geworden. Und ich hoffe, diesem Arschloch von der Autobahn ist der Motor verreckt. Sterkrade nochmal.

  • Macs and the City

    Die Ursachen für meinen doch relativ spontanen Kauf eines MacBook Pro könnte ich überall finden. Die Hauptschuld allerdings trägt mit Sicherheit München. Schon am ersten Abend, als ich mit der damalige Freundinn eintraf um ein paar Tage mit bummeln, shoppen und besichtigen in der Bayern-Metropole zu verbringen, wurde mir wieder klar, wie gerne ich hier leben würde. Eher zufällig stolperten wir in einen Gravis Store, in dem ich mit feuchten Augen Lustwandeln konnte. Wenig später hatten wir uns mit Mario und Michi (M&M), meinen beiden in München lebenden, geekigen Freunden in einem coolen Lokal zum Abendessen verabredet. Und auch dort konnte ich nicht anders, als nur begeistert von der Stadt und Apple Computern zu schwärmen. Der Absacker-Kaffee bei den beiden zuhause wurde schließlich zu einer reinen Mac-Convention. Mario und Michi, der eine mit Mac Pro, der andere mit MacBook Pro ausgestattet, nahmen mich mit auf eine Reise durch MacOS.

    Am nächsten Tag frühstückten die damalige Freundin und ich in einem "San Francisco Coffee Company". Ich fühlte mich wohl. Guter Kaffee, Trance-Musik, hippe junge Menschen. Wir bemerkten schnell, dass hier etwa jeder dritte Bürger oder Besucher mit weißen Ohrhörern herum lief oder gleich ein iPhone am Ohr hatte. München ist Mac-verseucht. Und ich hatte mich angesteckt. Heilung versprach ich mir wiederum im Gravis-Store. Ich inspizierte MacBooks, MacBook Pros und sogar den MacBook Air. Nach einem ausführlichen Gespräch mit einem motivierten Mitarbeiter wurde mir leider allzu schnell klar, dass ein kleines MacBook mich niemals glücklich machen würde. Nur 13 Zoll Display mit spiegelnder Oberfläche, im kleinsten Modell kein DVD Brenner, relativ wenig Speicher… Nein, ich war mir sicher, dass es ein Pro sein müsste.

    Und so hockte ich Tags drauf wieder mit der damalige Freundinn in einem schnieken Café, nippte an einem Latte Macchiato und fühlte mich plötzlich hipp genug, mir endlich diesen langen Traum zu erfüllen. Ein Anruf bei Mario später, der für mich in Erfahrung bringen musste, wo in München ein MacBook Pro am günstigsten zu bekommen sei, saßen die damalige Freundin und ich in der U-Bahn…

    Die Auspack Zeremonie zelebrierte ich und hielt sie auch weitestgehend fotografisch fest. Denn es ist tatsächlich so. Bereits das Auspacken macht Spaß. Zum ersten Mal das Gerät aufgeklappt, eingeschaltet und nach wenigen Minuten mit einer hübschen Animation begrüßt. Das MacBook war nach Eingabe meiner Daten und eines Passwortes sofort einsatzbereit. Ohne langwierige Installation, ohne stundenlanges Gefrickel – es funktioniert einfach.

    Mittlerweile ist es vier Tage her, dass ich mir das MacBook gekauft habe. Meine Daten vom PC habe ich noch nicht migriert, da meine Tour von München auch noch an den Bodensee zur Familie führte. Aber ich konnte bereits ins Internet (siehe hier), mir einige Tipps zusammen suchen, einige Sachen installieren (Firefox z.B.) und testen. Und ich bin noch immer begeistert. Zwar nicht restlos, aber ich bereue den Kauf auch nicht. Vieles, was ich derzeit noch bemängle, ist vermutlich reine Gewohnheit und wird sich mit der Zeit legen. So tu ich mich noch immer schwer mit der Tastatur (ich mochte Notebook-Tastaturen eigentlich noch nie…), manche Belegungen schaffen noch Probleme. Mehr als einmal habe ich statt eines getippten @-Zeichens das komplette Programm beendet. Und das Beenden ist auch so eine Sache: manche Programme enden, manche schließen nur ihr Fenster und laufen im Hintergrund weiter und ich konnte bislang nicht herausfinden, was und warum welches Programm macht. Auch fehlt mir ganz einfach eine rechte Maustaste. Das Trackpad ist wunderbar, aber ich nutze mittlerweile mehr die Tastatur zur Bedienung als ich es je getan hätte. Und SO stelle ich mir die schöne Apple Welt nicht vor. Eine Bluetooth Maus muss her. Und eine schicke Notebook Tasche…

    Alles andere ist einfach herrlich, macht Spaß, bezaubert. Und das sage ich, ohne ein Windows-Hasser zu sein. Muss man auch nicht. Mein XP-Rechner lief bis zum heutigen Tag ohne Abstürze absolut rund, zuverlässig und sogar aufgehübscht. Und doch ist es an dem MacBook einfach irgendwie schöner. Die Details machen es aus. Laut M&M in München werde ich im Laufe der Zeit noch viele Dinge entdecken, die bei Apple einfach besser gelöst seien.

    Und in dieser Zeit werde ich vermutlich noch viele Fragen haben, aber ich weiß ja, dass begeisterte Mac-User hier mitlesen und mich unterstützen. Das nächste Mal, wenn ich München besuche, werde ich mit meinem MacBook Pro im Biergarten sitzen und mich fühlen, als sei ich hier zuhause. Ich freu mich jetzt schon.

  • Achmed, the dead Terrorist

    Ich kann nicht anders. Jedesmal, wenn ich das Video mit Achmed, dem toten Terroristen anschaue, habe ich vor lauter Lachen Tränen in den Augen. Seit Mirko vom XSblog es vorstellte, habe ich den Clip bestimmt etwa zwanzig Male angeschaut. Auf seinem Blog. Und immer wieder mit tränenden Augen. Dann sah ich mir all die anderen Videos an, die man mit Jeff Dunham finden kann, dem wohl witzigsten und vielleicht sogar besten Bauchredner der Welt. Dunham hat noch weitere Figuren in seinem Programm, Walter, Peanut oder „José, the Jalapeño on a stick“. Einfach herrlich. Aber jetzt muss ich mir nochmal Achmed anschauen. Ich kann nicht anders. „Silence! I Kill you.“

  • Lokführer ist nicht gleich Lokführer

    Als ich damals (letztes Jahrtausend oder so) meine Ausbildung zum Lokführer machte, hießen wir auch tatsächlich Lokführer. Da war die Welt noch in Ordnung. Die Lokführer saßen ganz vorne und fuhren Züge. Und hinten liefen die Schaffner durch den Zug und kontrollierten Tickets. Dann kam irgendwann jemand auf die Idee, alles neu zu benennen (die neue Bahn AG und so). Mit einem Male wurde aus Lokführern Triebfahrzeugführer (Abkürzung Tf). Vermutlich weil die langfristigen Pläne der Bahn gar keine Loks mehr vorsehen, sondern in ferner Zukunft nur noch Triebzüge wie der ICE durchs Land rollen sollen (wo es ja, wie beim ICE 3, bei dem die Antriebe im kompletten Unterbereich des Zuges verbaut sind, keine wirkliche Lokomotive mehr gibt).

    Gleichzeitig wurden die Schaffner aufgeteilt in Zugchef und Zugführer (und noch immer ganz normalen Schaffnern), was Kunden und Medien komplett verwirrte. So war bisher in allen Meldungen stets vom Zugführer die Rede, wenn der Lokführer gemeint war. Und mehr als einmal riefen Fahrgäste mich Schaffner, was umso depperter ist, als die Lokführer noch nie so hießen. Aber offenbar war plötzlich jeder verwirrt. Selbst Bahnchef Mehdorn verplapperte sich in so manchem Interview und sprach fälschlicherweise von den Zugführern. Klar, die sitzen vorne und führen den Zug.

    Mittlerweile hat sich der Begriff Lokführer wieder in den Köpfen der Kunden gefestigt. Leider nur deshalb, weil das Wort Lokführer seit einem Jahr fast untrennbar mit dem Wörtchen Streik verbunden ist. Der Lokführerstreik. Mit einem Mal weiß wieder jeder, wie die Leute im Führerstand (ja, diese Bezeichnung änderte sich nie) heißen. Und dabei hat gar niemand mitbekommen, dass die schon wieder neu bezeichnet wurden. Im Zuge der Gleichschaltung im europäischen Verkehr sollen Lokführer nur noch Eisenbahnfahrzeugführer genannt werden (Abkürzung EFF). Wahrscheinlich stellte man (ganz überrascht) fest, dass auf den Schienen auch noch Güterzuglokomotiven, Rangierlokomotiven, Wartungszüge, Bauzüge, Messzüge etc. unterwegs sind, also einen Haufen Eisenbahnfahrzeuge, die einen Führer benötigen.

    Zumindest ein gutes hat der Streik. Auf lange Sicht werden Lokführer wieder so genannt werden wie früher. Lokführer. Denn bislang habe ich noch nichts über den Eisenbahnfahrzeugführerstreik gehört. Und das ist auch gut so.

  • Ist das Leben ohne Schina schöner?

    Eben gesehen: eine Familie stellt ihren Haushalt auf den Kopf und überprüft alles, was sie besitzen, auf die Herkunft. Und das meiste ist aus Schina. Aufgabe: Einen Monat lang ohne schinesiches Zeug auskommen. Und das scheint gar nicht so einfach. Das Telefon ist aus Schina, die Akkus sind aus Schina, das Radio ist aus Schina, das Glätteisen ist aus Schina, der Fernseher ist aus Schina, die meisten Küchengeräte sind aus Schina. Alles aus Schina. Sogar der Taschenrechner. Aus Schina. Also geht die Familie einkaufen, sieht sich in den Geschäften um und ist wenig überrascht. Die Hosen sind aus Schina, die Blusen sind aus Schina, die Jacken sind aus Schina. Ein Hemd ist aus Bangladesh. Aber sonst ist alles aus Schina. Ein neues Telefon findet die Familie nicht. Weil alles aus Schina ist. Wenigstens die Akkus sind jetzt aus Deutschland. Und die Dübel, die man im 20% Baumarkt kauft, sind gute deutsche Plastikware. Zur Belohnung darf die Familie essen gehen. Nach Schina. Ne, das nicht, aber schinesisch auf jeden Fall. Und wieder: der Reis ist aus Schina, die Gewürze sind aus Schina, die Stäbchen sind aus Schina… Zum Abschluss die Frage: Ist das Leben ohne Schina schöner? Schon!

  • Warum?

    Was mir neulich beim herausfiltern der schönsten Suchanfragen (hier und hier) auffiel und durch weitere Recherchen bestätigt werden konnte, ist folgendes: Betrachtet man einmal nur die W-Fragen, die auf mein Blog führen, so beginnen die meisten Fragen mit dem Wörtchen "Wie". Und das sogar mit großer Führung. Auf Platz Zwei stehen die "Was"-Fragen, wiederum weit vor den "Wann"-Fragen. Irgendwann erscheinen dann die "Wer"-Fragen und schließlich fragen sich ein paar wenige noch "Wo". Erst dann, ganz zum Schluss, völlig abgeschlagen fragen sich zumindest noch zwei bis drei Individuen "Warum".

    Warum? Für mich ist das Warum eigentlich mit die wichtigste Frage überhaupt. Sicherlich, all die anderen W-Fragen braucht man auch. Doch letztlich führt doch alles zum Warum, oder nicht? Geht es nur mir so? Denke ich da zu philosophisch? Hinterfrage ich zuviel? Ist das Warum letztlich völlig egal?

    "Warum leckt sich der Hund die Eier? – Weil er es kann."

    Oder liegt es vielleicht daran, dass man in meinem Blog keine "Warum"-Fragen beantwortet bekommt. Weiß ich keine Antwort auf das Warum? Und deshalb stellt auch niemand erst die Frage? Stelle ich mir selbst immer wieder die "Warum"-Frage, weil ich selbst noch auf der Suche nach der Antwort bin?

    "Warum ging das Huhn über die Straße?"

    Oder liegt es vielleicht an dem Medium, dem Internet? Gibt es im Netz einfach keine tiefgründigen Antworten? So wie das Fernsehen eben auch nur an der Oberfläche bleibt, uns pausenlos mit Antworten zu "Wann" und "Wer" und "Womit" und "Wieviel" bombardiert. Finden sich Antworten auf das "Warum" nur in Büchern? Der Bibel vielleicht? Warum weiß Wikipedia keine Antwort darauf?

    "Warum ist die Banane krumm?"

    Weil niemand in den Urwald zog und die Banane grade bog. Ich kann es doch. "Warum"-Fragen beantworten. Zumindest manche. Aber niemand stellt sie mir.

    Und warum?

  • Neulich in der Videothek

    Über dem Tresen hängt ein Plakat. Darauf steht geschrieben: "Playstation 3 Sonderkation: 1 Tag PS3 + 1 Kontroller + 1 Spiel + 1 BluRay Disc für 20€. 2 Tage PS3 + 1 Kontroller + 1 Spiel + 2 BluRay Disc für 35€." Ich lese, blicke wieder nach unten, wo mich der Kerl auf der anderen Seite des Tresens müde betrachtet.

    "Dieses Playstation 3 Angebot. Habt ihr denn noch eine da?" frage ich.
    "Nein."
    "Oh."
    "Da müssen sie vorher reservieren."
    "Ja, ist klar. Na gut."
    "Oh Moment, aber ein Kollege sagt mir gerade, dass wir doch eine da haben."
    "Oh. Gut."
    "Wie lange wollen Sie sie denn?"
    "Nun, es ist Samstag. Also bis Montag. Einen Tag also."
    "Das sind zwei Tage."
    "Ja, ich weiß, aber ich kann sie ja wohl kaum am Sonntag zurück bringen, oder?"
    "Also das Angebot für 20 Euro."
    "Genau."
    "Mit einem Spiel."
    "Und einem Film."
    "Bis Dienstag sind es zwei BluRays."
    "Öhm, ja. Aber ich behalte sie nur bis Montag. Da sind es auch zwei."
    "Nein, nur eine."
    "Ein Spiel und ein Film."
    "Ja genau."
    "Eins und Eins gleich zwei?"
    "Natürlich. Also bis Montag?"
    "Bitte."
    "Ihr Name?"
    "Roger Graf."
    "Bitte jetzt ihren Code eintippen."
    "Ok."
    "Das macht dann 20 Euro."
    "Hier."
    "Dankeschön. So, dann wäre da noch die Kaution."
    "Kaution?"
    "Natürlich."
    "Und in welcher Höhe?"
    "500 Euro."
    "Wie bitte? 500 Euro?"
    "Natürlich. Wir müssen doch Kaution dafür verlangen. Das Gerät kostet ja auch 600 Euro."
    "Sie glauben wirklich, ich renne mit 500 Euro in der Tasche herum?"
    "Wenn sie eine PS3 leihen möchten…"
    "Es wäre vielleicht eine gute Idee, dieses Detail mit der Kaution ebenfalls auf ihr Werbeplakat zu schreiben. Wer bringt schon 500 Euro mit?"
    "Jeder, der es bisher ausgeliehen hat."
    "Ja schön, denen hat man das vielleicht auch beim Reservieren gesagt."
    "Aber es ist doch klar, dass…"
    "Ja ja, ich weiß, es ist klar. Aber nicht in dieser Höhe."
    "Die Konsole kostet aber 600…"
    "Sie kostet keine 400 Euro mehr."
    "Sie haben also keine 500 Euro dabei?"
    "Nein!"
    "Nun, haben sie eine EC-Karte mit?"
    "Und dann? Wird mir am Samstag mittag 500 Euro abgebucht und am Montag morgen wieder zurück überwiesen? Das glauben Sie doch selbst nicht, oder?"
    "Wieviel Geld haben Sie denn mit?"
    "40 Euro."
    "Dann eben die 40 Euro und ihren Personalausweis als Pfand."
    "Ich soll Ihnen meinen Personalausweis über das Wochenende da lassen? Und was, wenn ich irgendwo hin möchte? Nein nein, wir vergessen das Ganze. Geben Sie mir meine 20 Euro zurück."
    "Also alle anderen wussten bisher, dass man hier eine Kaution zahlen muss."
    "Prima, dann können Sie von allen anderen das Geld bekommen. Tschö."

  • Eddie Izzards Jeff Vader in the Star Wars Canteen

    Puh, jetzt gilt es sich erstmal wieder zu beruhigen nach dem letzten, doch recht knurrigen Artikel. Zu diesem Zweck hätte ich hier das Video eines Sketches von Eddie Izzard. Eddie Izzard ist ein britischer Comedian und Schauspieler, der in einer seiner erfolgreichen Bühnenshows zeigte, dass es auch auf dem berühmten Todesstern eine Kantine geben muss. Schließlich hat selbst Jeff, äh, Darth Vader irgendwann mal Hunger. Ich könnte mich jedesmal bepinkeln vor Lachen (auch wenn dieses Video schon lange seine Runde gemacht hat (sogar als Lego-Brickfilm)). Ihr solltet ein passables Englischverständnis haben, um diesen Sketch zu verstehen (ansonsten könnt ihr euch einfach an Eddies Outfit erfreuen).

  • Beowulf ab 12 Jahren – WTF???

    Eben habe ich mir Beowulf auf DVD angeschaut. Und ich bin sauer ohne Ende. Warum, erzähl ich euch gleich, lasst mich erst noch kurz berichten, weshalb dieser Film in meinen Augen kompletter Schrott ist: Der ganze Film wurde ähnlich wie der Polarexpress per Motion Capturing gefilmt, was bedeutet, dass die Bewegungen realer Schauspieler auf Computergrafik übertragen wurde. Das sah beim erstgenannten Film schon blöd aus und tut es jetzt immer noch. Die Charaktere bewegen sich teilweise noch immer wie Figuren aus Shrek (dort wurde zumindest der Comic-charaker beibehalten) und strahlen keinerlei Leben aus. Ich habe schon Computerspiele mit besseren Sequenzen gesehen. Die Story könnte langweiliger und spannungsärmer kaum sein, die Dialoge sind an Dämlichkeit oft nicht zu überbieten ("Er hat keinen Schwengel." – "Kein Schwengel."). Und dann sind da noch so kleine Details, bei denen man sich fragen muss, was die Macher wohl gedacht haben. Beispielsweise die viel zu häufigen sexuellen Andeutungen. Das wird spätestens dann lächerlich, wenn der Dämon Angelina Jolie aus dem Wasser steigt, Goldwasser von ihr abperlt und sie mit High-Heels-Füßen (Haha!!!) auf den Held zugeht, um ihm so lange sein Schwert (!!!) zu reiben, bis es schmilzt. Völlig unpassend fand ich. Nervtötend auch die Szene mit dem Drachen an der Kette, der Esel jemanden auf einer Steinbrücke mit Feuerstößen am Entkommen hindert. Wem kommt diese Szene shrek-lich bekannt vor?

    Aber genug davon. Was mich wirklich so dermaßen ärgert, ist die Einstufung der FSK. Die gaben diesen Film ab 12 Jahren frei. Und hätte ich ein Kind von 12 Jahren, würde ich einen Teufel tun, es diesen Film sehen zu lassen. Beim ersten Angriff von Grendel, dem Monster, spritzt unglaublich viel Blut, Menschen werden auseinander gerissen, aufgespießt, später werden Köpfe abgebissen und genüsslich und lautstark zerkaut. Grendel reißt den Körper eines Menschen auf und trinkt in gemütlicher Langsamkeit sein Blut. In weiteren Szenen (die natürlich an Lächerlichkeit wieder einmal fast nicht zu überbieten sind) werden Augen von Monstern aufgestochen, werden Ohren zerquetscht, werden wieder Menschenteile durchs Bild geschleudert oder Menschen als Waffe benutzt, um andere Menschen damit zu verprügeln. Es ist ein Gemetzel, das dem einiger Horrorschocker oder einem "300" (freigegeben ab 16 Jahren) in nichts nachsteht.

    Was um Himmels Willen dachtet ihr euch dabei, ihr FSK-Dummies?

    Genügt es nicht, dass man hierzulande nicht mal als Erwachsener an Spielfilme kommt, die nicht komplett durch Schnitte zerstört sind? Genügt es nicht, dass man Computerspiele komplett verbieten möchte? Dass die Politik schwachsinnige Diskussionen über gewaltverherrlichende Spiele und Filme führt und zensiert, wo es nur geht? Genügt es nicht, dass ich bereits jetzt darum bangen muss, GTA 4 jemals legal kaufen zu können? Dass ich keinen Stirb langsam Film um Mitternacht ungeschnitten im TV sehen kann? Dass ich Jahre brauchte, um endlich an eine 18er Version von Lethal Weapon 2 zu kommen, die nur ein paar Schusswechsel mehr zeigt? Dass ihr Spielefirmen vorschreibt, Blut grün zu färben oder menschliche Gegner gegen Roboter auszutauschen? Genügt es nicht, dass ihr uns erwachsene, mündige Kunden in diesen Fällen gängelt wo es nur geht? Genügt das alles nicht?

    Und dann gebt ihr so einen Film bereits ab 12 Jahren frei, lacht uns damit hämisch ins Gesicht und gebt eure ganzen Bemühungen um "Jugendschutz" der Lächerlichkeit preis?

    Kommt mir bloß nicht mit dem Argument, dass es sich bei Beowulf um eine alte Sage handle und diese nun mal grausam seien. Und wagt es nicht zu bemerken, dass es ja kein realer, sondern ein Computer-animierter Film sei und damit nichts mit der Realität zu tun habe. (Und falls doch, überlegt bitte nochmal genau, was Computerspiele sind). Und verschont mich mit dem vielleicht auf der Zunge liegenden Argument, dass die Gewaltszenen hier künstlerisch wertvoll dargeboten wurden. Oder irgendein Quatsch idieser Art.

    Verschont mich mit all euren Erklärungen. Ihr habt mächtig Sche… gebaut bei dieser Einstufung. Und falls diese Entscheidung doch gerechtfertigt sein sollte und ich die Sache einfach zu eng sehe und falsch liege, dann habt ihr mit allen anderen bisherigen Entscheidungen Sche… gebaut. In Zukunft wird sich für mich jede Alterseinstufung an Beowulf messen müssen.

    Ach ja, ich weiß natürlich, dass für die Einstufungen und Indizierungen von Spielen ganz andere Gruppen zuständig sind, als beim Film. Ich möchte mit diesem Artikel alle gemeinsam angesprochen haben.

  • In meiner Badewanne bin ich Kapitän

    Gibt es eigentlich ein Standardmaß für Badewannen? Irgendeine DIN-Größe? Und für welche Körpermaße sind diese genormten Badewannen gemacht? Ich bin ja derzeit noch immer auf Wohnungssuche. Oder um es besser auszudrücken, auf der Suche nach einer schönen Wohnung. Zu der im besten Fall eine Badewanne gehören sollte. Und im allerbesten Fall eine Wanne, in die ich auch reinpasse. Die Wanne in meiner jetzigen Wohnung scheint mir doch irgendwie kleiner zu sein, als die frühere. Natürlich konnte ich mich in beiden nicht komplett ins Wasser legen und ausstrecken, aber irgendwie fühlt sich die jetzige hm, nun, enger an. Deshalb fragte ich mich letztens, ob es dafür nicht auch eine Norm gibt, á la: "Eine Badewanne muss die Körperfülle eines 1,85 m großen und 80 Kg schweren nordeuropäischen Mannes so aufnehmen können, dass seine Knie in einem maximalen Winkel von 90 Grad gebeugt sein dürfen, um ihn komplett mit Wasser zu bedecken." Oder so.

    Als ich zum letzten Mal in der Wanne lag und auf die beiden haarigen Inseln starrte, die da vor mir aus dem Wasser ragten und kalt wurden, wünschte ich mir ein großes Bad. Ein riesengroßes Bad mit einer riesigen Wanne. Für so latent eitle Menschen wie mich bedeutet ein großes Bad mehr als eine große Küche. Was brauche ich schon in einer Küche? Einen Kühlschrank für Getränke und ein Telefon für den Pizzabringdienst. Aber ein Bad, da muss ich Platz haben, da muss ich mich wohl fühlen.

    Leider scheinen die Häuslebauer im Ruhrgebiet nicht meiner Meinung zu sein. Ich habe Wohnungen gesehen, bei denen die Bäder nur rudimentäre Toiletten mit Waschgelegenheit waren. Und fand ich eine Wanne vor, war diese so winzig, dass ich mit der Fähigkeit, mich dermaßen zusammen zu falten vermutlich im chinesischen Staatszirkus auftreten könnte.

    Irgendwann werde ich reich sein, ein Haus bauen und in diesem Haus wird es ein Badezimmer geben, das mit Kochnische, Entertainmentsystem und Sprudelwanne für drei Personen ausgestattet sein muss. Herrlich. So, und jetzt geh ich duschen. Bis später.

  • Legoland Discovery Centre Duisburg

    Damit es nicht heißt, ich würde beim Thema Duisburg nur über Mord und Totschlag berichten, kann ich endlich mal etwas erfreuliches zu der Stadt sagen. Sogar etwas sehr erfreuliches. Zumindest für mich als Lego Fan. (Und ich weiß, ihr da draußen seid es auch). In Duisburg eröffnet in den nächsten Wochen das zweite deutsche Legoland Discovery Centre. Und das sogar noch direkt gegenüber unserer Büros, am Innenhafen in den Räumen des ehemaligen Kindermuseums Atlantis. Hach, was freu ich mich jetzt schon. Das erste Discovery Centre findet man in Berlin und scheint so etwas wie ein (zum Beispiel in Günzburg existierender) Legopark, nur eben drinnen, zu sein.

    Auf der Suche nach mehr Information entdeckte ich sogar die Stellenausschreibung als Mitarbeiter in dem neuen Legoland. Ein weiterer Traum wäre wahr geworden ("Was hast du in deinem Leben so gemacht?" "Ich war ICE Lokführer und Mitarbeiter im Legoland"). Aber nun gut, man kann nicht alles haben.

    Ebenfalls interessant fand ich die Wahl der Orte für dieses Legoland Discovery Centre. Das erste steht wie gesagt in Berlin, nun kommt Duisburg und danach soll in Chicago eines eröffnet werden. Berlin, Duisburg, Chicago. Wenn das keine Kombination ist. Ich wette mit euch, die nächsten Parks werden in Buenos Aires, Tel Aviv und Wellington enstehen. In den Metropolen dieser Welt halt.

    Nun, was natürlich gefährlich werden kann, ist der zum Park gehörende (obligatorische) Shop. Nicht dass ich immer aus Lust und/oder Langweile einfach mal schnell rüber renne um mir einen neuen Legobauksten zu holen.

    Ich freue mich zumindest wie ein kleines Kind und werde mit Sicherheit zu den ersten Besuchern zählen. Wir sehen uns dann im Mai, ja?

    Update: Mittlerweile habe ich das Legoland Discovery Centre besucht und auch meine Meinung dazu geschrieben.

  • Guck mal, was der googelt (2)

    Eigentlich wollte ich schon viel früher eine neue Auflistung der besten Suchanfragen die zu meinem Blog führen veröffentlichen. Aber ihr wisst ja wie das ist… Vielleicht sollte ich wirklich eine regelmäßige Rubrik daraus machen. Waren es beim letzten Mal Weihnachtsgrüße, so war das hauptsächliche Thema diesmal die vierte Staffel von Lost, was ich aber komplett ausgelassen habe. Wie immer gilt: Die Fragen wurden haargenau so bei Google eingetippt. Viel Spaß.


    was steht auf der bestsellerliste

    Ich schätze mal, die Bestseller.

    hd dvd wirklich am ende?

    Ja leider. Nimm BluRay.

    stirbt die umd aus?

    Das hoffe ich doch, bzw. gehe stark davon aus.

    gibt es sex spiele für ds ?

    Was bist du denn für einer? Ist Dir Mario und Tetris nicht sexy genug?

    wie will kan ich meine psp verkaufen

    Du willst? Du kannst!

    warum sollte man minipackungen vermeiden?

    Weil da zu wenig drin ist.

    was heisst beim auto au und hu

    Schmerz und Schreck.

    was schreibe ich in einer bestellung

    Am besten, was du bestellen möchtest.

    wie versteht man männer

    Gar nicht!

    was macht man in der kriminalpolizei

    Verbrecher suchen.

    was mich an dir nervt

    und ich bisher nicht gewagt habe, dir zu sagen…

    habe ich ein doppeltes kinn?

    Keine Ahnung. Hast du? Und was ist die Mehrzahl von Kinn?

    wie kann ich ein radio im pc machen wo ich spreche

    Ich schätze mal, du meinst Podcasts.

    wie kann ich jemandem am pc erschrecken

    Am besten von hinten anschleichen.

    antwort auf die frage wenn gestern heute morgen war, was ist den

    Ok, manchmal bin sogar ich überfragt.

    wer googelt nach mir?

    Also ich nicht, oder bist du die Frau aus der Razr2 Werbung?

    wie kann ich mein auto teppich machen

    Du willst aus deinem Auto einen Teppich machen? Mein Tipp: Dampfwalze!

    wer hat den ipod apple erfunden?

    Süß, oder? Wenn in der falsch gestellten Frage schon die Antwort steckt.

    wer will mit mir ins kino gehen

    Bist du ein Mann und/oder eine Frau und/oder stinkst du und/oder bist du irgendwie unangenehm und/oder gibst du komische Geräusche von dir und/oder ähm… weißt du was? Ich nicht.

    wie groß ist das monster aus cloverfield

    Mächtig groß.

    verwählt was macht ihr ? telefon

    Es klingelt trotzdem.

    mohrenkopf wusstest du?

    Ne, Dachpfanne, wusste ich noch nicht.

    warum sind porsche im moment so guenstig?

    Sind sie das? Dann werd‘ ich mir doch gleich mal einen holen. Soll ich dir einen mitbringen?

    roger ?

    Ja, bitte?

    wer trägt immer zwei pullover

    Menschen, die frieren. Es ist aber auch wieder kalt geworden, oder?

    wer hat außerirdische in köln gesehen?

    Ich!!!! An Rosenmontag! Ganz viele.

    weiss itunes welche musik ich habe

    Ich schätze mal ja, schließlich ist iTunes das Programm mit dem seine Musiksammlung verwalten kann.

    cloverfield wer kennt das monster

    Nunja, nicht persönlich…

    was bedeutet cloverfield?

    Kleefeld.

    was google alles googelt

    weiß nur Google allein.

    wie heißen weiße negerküsse

    Weißbrotküsse?

    züge warten

    wenn ich es will. Muahahahaha.

    bueck dich du stueck

    Du hast da hinten eine Ecke vergessen zu putzen.

    maniküre essen männer

    Meine Güte, mach mir keine Angst.

    mag sein daß man erst am schluß richtig schlau ist

    Das mag sein. Wir sind jetzt am Schluß. Ist hier irgendjemand schlauer als vorher?