Jahr: 2007

  • Und nochmal das Thema Bloggerbezahlung

    (Hinweis – dies ist kein Technik Artikel, sondern beinhaltet nur wenige Web-Begriffe)

    Derzeit habe ich bei Trigami doch tatsächlich zwei Angebote am Start, die mich nun wirklich interessieren würden. Den Dienst eines der der Angebote teste ich gerade mit großer Freude und würde wirklich gerne etwas darüber schreiben. Da steckt meiner Ansicht nach großes Potential darin. Allerdings gibt es auch so einiges, was man meiner Meinung nach verbessern könnte. Eigentlich stünde einem differenzierten, ehrlichen Artikel nichts im Weg. Wie ich immer wieder betont habe, würde sich am Ton und der Art, wie ich den Artikel schreibe, nichts ändern, bloß, weil ich dafür einen kleinen Obolus bekomme.

    Nun lese ich drüben bei Robert, dass Google wohl in der Tat gegen Blogs vorgeht, die bezahlte Links (ergo auch bezahlte Postings) veröffentlichen. Robert nennt Trigami hier als Beispiel und erklärt auch, dass Trigami empfehle, für solche Artikel einfach ein ’nofollow‘ zu nutzen, um von Google nicht bestraft zu werden. Dies allerdings wird nun gar nicht gern gesehen. Schließlich entspricht ’nofollow‘ nicht gerade dem, was das Netz ausmacht – nämlich die nachvollziehbare Vernetzung.

    Mein Pagerank ist übrigens schon seit langem bei 3. Ich war bis vor einem halben Jahr auf 4, doch erst seit sich meine Leserzahlen verdoppelt und die damit verbundene Aufmerksamkeit für mein Blog mächtig gesteigert hat, rutschte ich einen Rang nach unten. Eigenartig das. Letztlich muss ich mich als B/C-Blogger ohnehin fragen, wie relevant der Google Pagerank für mich ist.

    So stehe ich nun also erneut vor der Frage, ob ich denn gefahrlos einen Trigami Artikel schreiben kann, ohne alles, was ich mir bisher aufgebaut habe, zu verlieren.

    Einen anderen Weg geht Raphael Nalezinski, der mich neulich direkt per Mail anschrieb und fragte, ob ich nicht einen kleinen wohlwollenden Artikel über seine Seite Vokabel-Poster.de schreiben könnte. Dort nämlich kann der geneigte Leser ein Poster bestellen, auf dem eine ganze Reihe Vokabeln und deren Übersetzung stehen. Geordnet nach Themenbereichen. Die Idee dahinter ist, dass man die Vokabeln dadurch mit der Zeit automatisch verinnerlicht, wenn man immer wieder an dem Poster vorbei läuft und einen Blick darauf wirft, oder beim Warten, bis der Tee fertig gezogen ist, etwas auf dem Poster liest.

    Die Idee gefällt mir sogar, auch wenn ich zugeben muss, insbesondere beim englischen Poster nur einen Grundwortschatz behandelt zu sehen, den ich bereits kann. So wäre das französische Poster für mich beinahe interessanter. Und mehr gibt es leider noch nicht. Dabei würde ich doch so gerne spanisch lernen (Wink mit dem Zaunpfahl).

    Nun habe ich zwar keinen speziellen Artikel darüber geschrieben, doch vielleicht, mein lieber Herr Nalezinski, sind Sie schon mit dieser Erwähnung hier zufrieden. Bleiben Sie am Ball, bringen Sie mehr Sprachen und vielleicht auch verschiedene Stufen, für Menschen, die etwas mehr als nur einen Grundwortschatz lernen wollen. (Haben Sie schon einmal daran gedacht, das Angebot auf Durschvorhänge auszuweiten?) Dann würde ich mir vielleicht so ein Poster tatsächlich kaufen. Oder mir von Ihnen schicken lassen.

    Denn ein kostenloses Exemplar war das Angebot für einen Artikel und sofort stellt sich mir wieder die Frage, inwiefern eine derartige ‚Bezahlung‘ verwerflicher ist als schnödes Geld. Das Thema bleibt schwierig. Vielleicht werde ich demnächst doch einmal testweise für Trigami schreiben müssen um endlich Klarheit zu bekommen.

  • 15+1 mal was nervt und 5 1/2 mal was nicht nervt

    Nervt:

    – wirklich dumme Kommentare. Egal wo.

    – Blogs, die keinen Inhalt mehr haben, außer ständig neuen del.icio.us Links.

    – der fehlende Durchblick auf dem Flachbild-Fernsehmarkt: zu viele Anbieter, zu viele Modelle, zu viele Preise, zu wenige eindeutige Meinungen und/oder Empfehlungen.

    – die Feststellung, dass mein Versicherungsvertreter mich seinerzeit böse verarscht hat und ich seit mindestens sieben Jahren zuviel bezahle.

    – die Parkplatzsituation in meiner Straße.

    – der ständige Durchzug in meiner Wohnung.

    – die Müdigkeit.

    – die Unerreichbarkeit irgendeines Mitarbeiters bei dem blöden DVD Automaten, bei dem ich mich wieder abmelden möchte.

    – die Frechheit von Media Markt, die Kunden nun nicht mehr nur im Geschäft und bei den Preisen für dumm zu verkaufen, sondern nun auch in den aktuellen Spots.

    – nicht im Lotto gewonnen zu haben.

    – dass Shooter auf der Xbox360 einfach keinen Spaß machen und ich also weiterhin einen PC brauchen werde, wenn ich sie spielen will.

    – der Winter. Jetzt schon!

    – diese Unübersichtlichkeit in meinen Firefox-Lesezeichen mit offensichtlicher Chancenlosigkeit, diese in den Griff zu bekommen. Und ja, ich habe del.icio.us, Wong, Blink und wie sie alle heißen getestet und ich möchte nicht immer eine Seitenleiste öffnen oder die komplette Webpage öffnen müssen für einen Link.

    – mein Bauch (siehe ‚mein voller Kühlschrank‘ bei ’nervt nicht‘)

    – Leute, die man nicht mehr erreicht. Vermutlich weil sie von mir gar nicht mehr erreicht werden wollen – was noch mehr nervt.

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  • Nein, kein Geo.

    Neulich, wieder mal beim Kiosk meines Unvertrauens. Ich gehe zur Verkäuferin und sage: "Entschuldigung. Haben Sie die Gee?" Sie schaut verdutzt. "Dietschie?" fragt sie. "Nein, nicht Dietschie. Die Gee. Gee. Dschie. Geschrieben G, E, E." Die Verkäuferin fängt an, das Regal zu durchsuchen und murmelt dabei "Ditschi, Ditschi, Ditschi…" "Gee", verbessere ich, "G, E, E." Sie sucht weiter und ruft plötzlich triumphierend "Ah, da haben wir sie ja. Die Geo." Und zum Beweis buchstabiert sie mir den Titel: "G, E, O." Ich schlage innerlich die Hände über dem Kopf zusammen und sage: "Nein, nicht G, E, O, sondern G, E, E. Das ist ein Videospielemagazin." "Achso, Videos", stellt sie fest und beginnt die DVD-Hefte zu durchsuchen. Ich verabschiede mich schnellstens.

  • Games: Lesbische Spiele bei Mass Effect

    Interessant. Wenn ein Spiel sich bisher auf die Fahne schrieb, für Erwachsene zu sein, so konnte man zu 100% davon ausgehen, dass damit Gewalt gemeint ist. Je erwachsener das Game, umso brutaler und indizierter musste es sein. Als wenn Erwachsene sich nur um Brutalität kümmern würden und Wii Tennis nur für Kinder sei. Dem ist natürlich eindeutig nicht so. Und die Spielehersteller scheinen das auch langsam zu begreifen. „Erwachsene Themen“ gibt es in vielen verschiedenen Richtungen. Dazu gehört vielleicht auch der Umgang mit Homosexualität.

    Dieser Umgang wurde Star Trek zum Beispiel immer vorgeworfen. Da gibt es eine Fernsehserie, die mit ihrer Toleranz angibt, da verlieben sich Menschen und Aliens, da hätte man die Freiheit gehabt, alles zu bringen. Doch Homosexualität wurde grundsätzlich immer ausgeklammert (obwohl ich mich zu erinnern glaube, dass es irgendwo mal einige Anspielungen gab).

    Als ich dann neulich ein Video des Rollenspielactionkrachers Mass Effect für die Xbox360 sah, in dem man einem leicht pornographischen Lapdance zuschauen konnte (schön in schwulstiges Licht getaucht) beeindruckte mich das nicht sonderlich.

    Nun scheint es aber so zu sein, dass Mass Effect doch etwas mehr in die Tiefe geht (haha). Auch die Romantik kommt nicht zu kurz, Liebe und Sex. Und wieso auch nicht zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern? Und wieso nicht auch zwischen gleichgeschlechtlichen, außerirdischen Partnern (wenn das irgendwie geht)?

    DAS sind für mich erwachsene Themen. Denn DAS ist es, was auch Bücher und Filme interessant macht. Was uns Menschen bewegt ist nicht nur Gewalt und Horror. Es ist auch Liebe, Partnersuche, Eifersucht, Drama, Verlust, Angst, Trauer etc. Mass Effect scheint endlich den ersten Schritt in ernsthafte Unterhaltung zu wagen. Wollen wir hoffen, dass die Entwickler nicht stolpern.

    Natürlich sollte man dabei nicht vergessen, dass die lesbischen Szenen, zu denen es kommen kann, nur dadurch entstehen, wenn man sich ganz zu Beginn des Spiels dafür entscheidet, einen weiblichen Charakter zu spielen. Was gleichzeitig bedeutet, dass es männliche homosexuelle Szenen nicht geben wird. Man könnte dem Spiel hier natürlich eine Einseitigkeit vorwerfen oder auch, dass man nur mit verführerischen Schauwerten Kunden locken will. Auch muss die Frage erlaubt sein, welche Spielart der Liebe, Sex mit Außerirdischen darstellt. Doch wie gesagt, es ist ein erster Schritt.

    Würde ich dieses Spiel auch einem Jugendlichen in die Hand geben (damit meine ich Jugendliche, die zwar noch nicht volljährig, aber zumindest dem Pikachu Alter entwachsen sind)? Wieso nicht? Wie könnte ein Jugendlicher spielender lernen Toleranz zu zeigen und auch Homosexualität als etwas ganz normales zu verstehen? Doch auch hier gilt wieder: man sollte keine Jugendlichen mit Spielen alleine lassen. Egal, worum es in dem Spiel geht.

  • 4’33“

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    „Der Künstler und Blogger Roger Graf möchte mit diesem Artikel ein Zeichen setzen, zum nachdenken anregen und die Kunst des Bloggens selbst hinterfragen. Der Leser möge sich sein eigenes Bild machen, reflektieren, phantasieren und sich den Text in den Zeilen selbst denken. Denn die Frage, die sich stellt, ist noch immer: Was motiviert den Schreiber, was will der Leser? Dabei ist der Leser nichts als der Schreiber und der Schreiber auch nur ein Leser. Selten zuvor wurde die Essenz des Bloggens mit einer solchen Stärke und Deutlichkeit zum Ausdruck gebracht, wie hier. Frei nach John Cages Werk 4’33“, welches hier zur Erinnerung gespielt wird.“

  • Portal – The cake is a lie

    Können Spiele auch Kunst sein? Ja, manche schon. Wenn man sich im Netz und in entsprechenden Magazinen umschaut, dann gibt es ein nur Spiel, dass dieses Jahr nun wirklich alle begeistert hat. Und es ist kein Assassin’s Creed, kein Halo 3, kein Wasweißich. Es ist ein kleines, knackiges Knobelspiel, welches eigentlich nur als Bonus in einer orangen Box steckt und dem eigentlich darin verkauften Half Life 2 plus den zusätzlichen Episoden komplett den Rang abläuft. Und warum? Weil das Spiel Kunst ist. Die Rede ist von Portal.

    Meist sind es eh die einfachsten Ideen, die die Menschen lieben. Und auch die einfachsten Spielideen fesseln am meisten. Man denke nur an Tetris. Leicht zu verstehen, schwierig zu meistern. In eine ähnliche Kerbe schlägt Portal. Die Ausgangssituation ist einfach erklärt. Man erwacht als Spieler (bzw. Spielerin) in einem Testgelände, ausgestattet mit einer eigenartigen Waffe. Mit ihr kann man Portal in die Wände, Decken und Böden zaubern. Jeweils einen Ein- und einen Ausgang. Möchte ich also eine höher gelegene Plattform erreichen, schieße ich ein Portal auf meine Ebene und eines auf die obere, gehe hindurch und schwups bin ich angekommen. Das Prinzip wird hier sehr schön erklärt.

    Ziel des Spiels ist es vordergründig, die verschiedenen Level zu meistern, die verständlicherweise immer kniffliger werden. Doch es geht um mehr. Und nicht um Kuchen. Denn der ist eine glatte Lüge.

    Begleitet wird der Spieler von einer Computerstimme namens GlaDOS, die böser und gleichzeitig witziger kaum sein könnte. Das ist schwarzer Humor at its best. Ständig umgibt den Spieler das Gefühl, dass man raus muss, nur eine Ratte in einem Versuchskäfig ist. Man ist stets bestrebt, es diesem blöden Computer zu zeigen. Je weiter man vordringt, desto mehr Hinweise erhält man, wie man entkommen könnte. Desto mehr bemerkt man, dass man in eine Falle gelockt wird und am Ende der Tod wartet. Und kein Kuchen.

    Das Spiel ist kurz. Aber intensiv. Selten zuvor habe ich so vergnügliche vier bis fünf Stunden verbracht. Wenn das Spiel vorbei ist, wünscht man sich, man hätte noch mehr Level durchhalten müssen. Noch mehr Geschwätz der Computerstimme gehört. Und dieser Wunsch wird verstärkt, wenn man dem Abschiedssong des Computers lauscht. Einfach herrlich (man beachte bitte nur mal den bittersüßenbösen Text des Songs). SPOILERWARNUNG. Bitte nur abspielen, wenn man niemals vor hat, das Spiel selbst zu spielen oder es bereits getan hat…

    Wie gesagt, in dem Spiel lauert mehr, als man im ersten Moment denkt. Es zieht einen hinein, es fordert einen heraus, es ist gruslig und witzig zugleich, es ist spannend und knifflig und gleichzeitig höchst befriedigend. Es ist ein kleines Stückchen Kunst.

    Es gibt bereits Bonuslevel, in denen man versuchen kann zu entkommen. Das tolle Gefühl wie beim Hauptspiel kommt dabei aber leider nicht auf. Dann ist es wirklich nur noch ein Knoblespiel, aber zumindest immer noch ein verdammt gutes.

    Ich bin mir sicher, dass es irgendwann eine Fortsetzung geben wird. Auch bin mir sicher, dass der Satz „The cake is a lie“ in die Annalen den Videospielgeschichte eingehen wird. Man wird ihn auf T-Shirts drucken und abwechselnd mit dem „Han Solo shot first“-Shirt tragen. Es wird Companion Cubes zum Selberbasteln geben oder als Plüschversion zum Aufhängen und/oder Kuscheln. Portal hat Spielegeschichte geschrieben. Und das ist noch immer eine Kunst. Darauf ein Stück Kuchen.

  • Mein Auto – das unbekannte Wesen

    Es gibt Dinge, über die man als Mann Bescheid wissen sollte. Wie man eine Bohrmaschine bedient. Wie man seine Haare so stylt, dass es zum eigenen Typ passt. Wie man im Baumarkt nicht übers Ohr gehauen wird. Wie man die günstigste Versicherung findet. Etc. pepe. Und, als Mann sollte man sich mit Autos auskennen. Das heißt, mehr als nur das Wissen, wie man die Rückbank umklappt oder Wischwasser nachfüllt.

    Ich weiß nichts über mein Auto. Rein gar nichts. Selbst wenn ein Scheinwerfer ausfällt, muss ich zur Werkstatt fahren (und auch die hat arge Probleme, die Glühbirne zu wechseln – alles völlig verbaut da vorne in meinem Peugeot). Auch regelmäßige Kontrollen, TÜV und AU entfallen mir immer wieder. So tigerte ich letztens um mein Auto und bemerkte, dass eine der Plaketten angab, etwas sei im April 2007 abgelaufen. Erst der Blick ins Internet verriet mir, dass es sich um meine AU Plakette handelt. Da kann man mal wieder sehen. Wenn es um PCs oder das Internet geht, bin ich die erste Wahl für Antworten. Da macht mir kaum einer was vor. Bei Autos kann mich jeder übers Ohr hauen. Wenn ein Mechaniker zu mir sagt: "Ohje Herr Graf, das müssen wir austauschen, sonst explodiert ihnen in zwei Wochen der Motor", dann glaube ich das. Muss ich das glauben. Es ist schrecklich.

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  • Jede Menge Spiele

    In den letzten Tagen wagte ich mich an einige neue und ältere Spiele. Manche davon habe ich mir gekauft, manche nur in der Videothek ausgeliehen und eines war nur eine Demo Version. Fangen wir damit am besten gleich mal an. Crysis (DVD-ROM) für den PC ist seit kurzem als Download verfügbar. Das Spiel ist unbestreitbar das neue State-of-the-Art was Graphik und Präsentation in Spielen angeht. Selbst auf meiner alten Maschine konnte ich manche Schieberegler der Einstellungen auf High setzen. Natürlich nur bei geringerer Auflösung und mit Einbußen beispielsweise bei den Schatten und selbstverständlich ohne DirectX 10 Unterstützung. Doch bereits so sieht der Shooter unverschämt gut aus. Man wähnt sich tatsächlich in einem Film. Die Story scheint ebenfalls spannend zu sein. Magische Momente gab es natürlich keine in der Demo. Man läuft von einem Checkpoint zum anderen und ballert die Feinde um. Diese agieren sehr clever, ducken sich, weichen aus und umzingeln den Helden. Es wird jedesmal ein Katz und Maus Spiel, denn die Vegetation ist so dicht, dass man die Gegner teilweise gar nicht sieht, sondern nur von irgendwo getroffen wird.

    Doch ehrlich gesagt konnte mich das Spiel nicht wirklich begeistern. Für mich persönlich stimmt die Atmosphäre einfach nicht, da habe ich bei Half Life 2 mehr Stimmung gehabt, mehr Grusel, mehr Anspannung. Und einige Details nerven mich einfach. Beispiel Munition: Getroffene Gegner lassen ihre Waffen liegen. Diese liegen dann irgendwo im hohen Gras und anders als bei anderen Shootern, wo man einfach drüber läuft und die Munition automatisch aufsammelt, muss man die Waffen hier per Tastendruck aufnehmen. Wenn man sie denn gefunden hat. So wird man von links und rechts beschossen, ist aber zwecks Munitionsmangel dazu verdammt den Boden nach einer Waffe abzusuchen. Das nervt. Wie gesagt, ein Urteil nur anhand einer Demo abzugeben ist vielleicht falsch. Kaufen werde ich mir das Spiel aber definitiv erst, wenn es mal günstig zu haben ist und mein Rechner eine Aufrüstung erfahren hat.

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  • Das Duisburger Bloggertreffen

    Der Duisburger Blogger ist groß bis klein. Männlich bis weiblich. Dick bis dünn. Interessant bis langweilig. Nett bis abgeneigt. Jung bis alt. Und er raucht! Er tritt in einer großen Herde auf. Eine Herde, die größer als die im Süden ist und die sich auch schon lange kennt. Was es dem neuen Duisburger Blogger nicht leichter macht. So wurden die Sitzplätze nur wenig gemischt, die Gespräche mit dem Neuen ebbten ab und als er schließlich am äußersten Ende saß und die Hälfte der Herde geschlossen das Lokal verließ, beschloss auch er, dass der Abend nun vorbei sei.

    Mag sein, dass es an der Location und den Sitzmöglichkeiten lag. Oder daran, dass sich alle bereits kannten. Oder vielleicht doch an mir. Sollte ich nochmal auf ein Duisburger Bloggertreffen gehen, hoffe ich, mich mehr unterhalten zu können. Genug nette Gesprächspartner wären definitiv vorhanden.

  • Ne neue Nummer

    Es wird nun doch so langsam Zeit, mein Auto umzumelden. Auch wenn ich mich nicht wirklich von meinem Freiburger Kennzeichen trennen will. Jetzt überlege ich mir zweierlei dazu. Erstens: Wie läuft denn so eine Ummeldung überhaupt ab? Was bringe ich da für Scheine mit? Schraube ich die alten Nummernschilder ab und lasse mein Auto ohne Kennzeichen am Straßenrand stehen? Oder bekomme ich erst die neuen Schilder? Was mich zur zweiten Frage führt: Was für eine Nummer nehme ich mir denn? DU-CK ist zu doof. DU-MM ist noch dööfer. DU-FT ist nicht dufte. In die engere Wahl kommt bisher DU-IT (wegen des tollen Wortspiels) oder DU-FR (dann würde ich mein Freiburg doch irgendwie behalten) oder ganz einfach DU-RG (meine Initialen). Schwierig. Habt ihr noch andere Ideen? Oder Tipps, wie man so eine Ummeldung am stressfreiesten über die Bühne bekommt?

  • Bye Bye PC Games

    In der Bestätigungsmail zur Kündigung meines "PC Games DVD ab 18" Abonnements bat mich der verlegende Computec Verlag darum, meine Gründe für die Kündigung anzugeben. Dies war ein leichtes.

    Zunächst einmal ist bei mir die Schmerzgrenze für ein monatlich erscheinendes Magazin bei 5,30 Euro um 30 Cent überschritten. Das mag im ersten Moment nicht viel Geld sein, aber irgendwo muss man ja Grenzen ziehen. Von mir aus hätte man auf die zumeist lächerlichen Vollversionen auf den DVDs verzichten können, um den Preis unter fünf Euro zu halten. Was auch immer. Jedenfalls halte ich alles über fünf Euro für zu teuer.

    Die DVD wurde für mich immer uninteresanter. Hatte die Redaktion sich früher richtig Mühe gegeben und eine echte Sendung mit Reportagen und profesionellen Sprechern geboten, so findet man jetzt nur noch einige InGame-Mitschnitte, unterlegt von unmotivierten Testerstimmen. Das macht keine Lust auf die Spiele und keinen Spaß beim Zuschauen.

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  • Gestern war Heute noch Morgen

    Gestern: Reformationsta… ähh, natürlich Halloween. Nur Halloween. Dieses gemütliche Gruselfest, das uns seit einigen Jahren so penetrant amerikanisch überrennt. Nichts gegen irische/nordamerikanische Traditionen, aber ich kann damit echt nichts anfangen. Und je älter ich werde, desto mehr nervt mich dieses "Süßes oder Saures", diese Kürbisfratzen, diese Horrorgestalten (Ha, wer jetzt denkt, ich spreche vom deutschen Bundestag, irrt), ja selbst den Film und all seine Nachfolger fand ich Scheiße.

    Heute: Allerheiligen. Feiertag. Auch hier in Duisburg, was mich ehrlich gesagt, etwas überraschend erwischt hat. Denn ich muss arbeiten. Wie seinerzeit als Lokführer, wo Feiertage im Grunde auch nur normale Tage waren, die eine kleine Zulage einbrachten. Ein Schweizer Lokführer wünschte mir auch prompt einen schönen Feiertag, fragte dann, ob ich denn überhaupt in Deutschland sei und einen Feiertag hätte. Ehrlich, ich musste erstmal kurz überlegen – Universum, Erde, Europa, Deutschland, NRW, Duisburg: Feiertag. Ja. Zulagen!

    Morgen: Bloggertreffen in Duisburg. Ich werde fast sicher dort sein. Und bin schon mächtig gespannt. Hoffentlich sind die genau so nett, wie die Freiburger Blogger, wo ich mich seinerzeit richtig wohl fühlte. Bestimmt. Böstümmt!!!11einself

  • Außerirdische bei Maischberger

    Eben gesehen: Maischberger mit dem Thema "Ufos, Außerirdische und Engel". Zu Gast Walter von Lucadou, der sich am liebsten selbst reden hört, aber niemals auf den oder zum Punkt kommt. Eine Sabrina Fox, die sich beim Autofahren Tipps von Engeln geben lässt. Ein Johannes von Buttlar, der keine Ahnung hat, wie er sein Lebenswerk (Ufo-Forschung) vor diesen Knalltüten verteidigen soll. Ein Joachim Bublath, der irgendwann die Sendung verlässt und man es ihm nicht mal verübeln kann. Und eine Nina Hagen, die außerirdischste von allen, die Scheiße aussieht, Scheiße erzählt und beim geistigen Niveau einer Siebenjährigen stehen geblieben ist. Dazu eine Sandra Maischberger, die am Ende der Sendung verzweifelt ihr Gesicht in den Händen vergräbt. Das war peinlich. Höchstpeinlich.

    Und wenn ich euch nun erzähle, dass ich das Thema Außerirdische, Ufos, Parapsychologie, Mysterien und Verschwörungen in der Theorie äußerst interessant finde und nächtelang darüber diskutieren und mich austauschen könnte, dann ist das nun noch umso peinlicher.

    Update: Mittlerweile finden sich bei Youtube Videos zu diesem neuen "Fernseh-Eklat" (Eva Herrman lässt grüssen). Und beim erneuten Betrachten stelle ich abermals fest: Wie kann es sein, dass man einer Frau wie Nina Hagen noch immer die Möglichkeit gibt, vor Publikum aufzutreten. Dass man ihr für ihren Schwachsinn und ihr unmögliches Verhalten ein Podium gibt? Wer hat eigentlich diese Gästekonstellation bei Maischberger zusammen gestellt? Und überhaupt und letztendlich: so interessant ich dieses Thema auch finde, was hat das bei Maischberger zu suchen?

  • Bombenstimmung in Duisburg

    Freunde, ehrlich, mit dieser Stadt stimmt doch irgendwas nicht. Al Kaida, Mafia, Kriminalpolizei und nun auch noch das. Ärgerte ich mich bisher lediglich darüber, dass ich wegen der gesperrten Straße am Innenhafen nicht mehr bequem zum Lidl gelange, so wird es nun noch schlimmer. Man hat dort, wo irgendwann einmal das Gebäude mit unseren neuen Büros stehen soll, eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Und diese wird am Freitag um 11 Uhr entschärft. Was bedeutet, dass alle Gebäude im Umkreis von 200 Metern geräumt werden müssen. Darunter auch unser derzeitiges Bürogebäude und im Grunde der komplette Innenhafen.

    Für mich bedeutet dass, morgen früh um 4 Uhr aufstehen, um nach Köln zu fahren, weil unser Dispositionsbüro rund um die Uhr besetzt und mit Rechnern und Telefonen versorgt sein muss. Und das war in der Kürze der Zeit nur in Köln zu machen. Es wird morgen ein langer Tag werden. Wo doch eh schon das völlige Chaos herrscht.

    Seit nicht mal ganz vier Monaten wohne ich hier und ihr konntet ja lesen, was ich seitdem alles erlebt habe. Ich bin jetzt schon gespannt, was noch so alles passiert. Die nächste Katastrophe? Sie wird in Duisburg stattfinden oder dort ihren Ursprung haben. Bestimmt.

  • Blizzards Support Hotline: Abo einfrieren

    Heute rief ich bei Blizzards kostenloser Abo Support Hotline an. Denn seit ich in Duisburg lebe, kam ich nicht mehr dazu, mal wieder richtig World of Warcraft zu spielen. Und derzeit fehlt es mir auch irgendwie an Motivation. Allerdings weiterhin alle drei Monate knapp über 35 Euro dafür zu bezahlen, macht ja nicht all zuviel Sinn.

    Nett ist die weibliche, englisch-sprachige Stimme, die mich begrüßt. Auch nett ist die weibliche französische Stimme, die man danach hört. Fast zu nett klingt die weibliche deutsche Stimme, die sich dann zu Wort meldet. Etwas überambitioniert die Gute, finde ich. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wo sie dieses laszive Talent bereits unter Beweis stellen konnte. Ich wähle also die 1 für den Abo Support auf Deutsch. Die World of Warcraft Titelmelodie ertönt. Sehr laut, ich muss den Hörer vom Ohr nehmen. Währenddessen flötet die Stimme, dass gleich ein Mitarbeiter für mich da sein wird und das Gespräch zu Testzwecken aufgezeichnet werden kann.

    Als die Musik verstummt, habe ich leider einen Kerl am anderen Ende der Leitung. Ich will schon fragen, wem die laszive Frauenstimme gehört, erkläre ihm aber doch nur meine Situation. Er versteht sofort und sagt, dass ich bei den Account Einstellungen einfach auf "Abo beenden" klicken solle. Meine Daten würden gespeichert bleiben und ich könnte jederzeit mein Abo wieder reaktivieren. Was denn mit dieser 6 Monate Frist sei, frage ich ihn. Er antwortet, man gebe mir die Garantie, dass meine Daten mindestens 6 Monate gespeichert blieben. Allerdings sei es in den letzten zweieinhalb Jahren noch nie vorgekommen, dass man Accounts hätte löschen müssen und es gäbe auch bis dato keinen Anlass dazu. Von daher könnte ich unbesorgt auch länger pausieren.

    Na dann. Mein Abo ist eingefroren. Atius wird nun erst mal nicht mehr auf dem Malygos Server sein Unwesen treiben. Bis auf weiteres. Bis es mich wieder packt. Oder mich jemand überzeugt, dass es doch mal wieder Spaß machen würde.

  • Nicht erschrecken, hier spricht die Kriminalpolizei.

    Zwölf Uhr Mittags. Ich erwache nach einer Woche Nachtschicht und quäle mich aus dem Bett. Die Kaffeemaschine habe ich noch nicht erreicht, da höre ich mein Handy klingeln. Es liegt im Wohnzimmer. Auf dem Display steht: „Anonymer Anrufer.“ Noch schlaftrunken drücke ich auf „Annehmen“ und krächze ein „Hallo?“. „Herr Graf?“ fragt mich eine männliche Stimme. „Öhm, ja?“ bestätige ich. „Guten Tag Herr Herr Graf“, spricht die Stimme weiter, „bitte erschrecken Sie nicht. Hier spricht die Kriminalpolizei.“

    Ich soll nicht erschrecken. Ich erschrecke dennoch. Ihr kennt das aus entsprechenden Filmen. In dem Bruchteil einer Sekunde schießen mir per kleinen Einblendungen und entsprechendem Soundeffekt (Wrousch!!!) alle Vergehen durch den Kopf, die ich in den letzten zwei Jahrzehnten begangen haben könnte. Von „noch schnell bei hellrot über die Ampel“ bis hin zu „Milch direkt aus der Tüte getrunken“. Ich bin perplex. Und erschrocken.

    „Kriminalpolizei?“ stammle ich. „Genau. Nagel ist mein Name. Wir überprüfen gerade alle Handys die sich in der Nacht des 16.August rund um den Tatort eingeloggt haben.“ Ich ahne natürlich, wovon er spricht. Dennoch frage ich vorsichtshalber nach, schließlich lebe ich in der Großstadt, da gibbet ja immer irgendwo nen Tatort (Schimanski macht aber nimmer, oder?). „Tatort?“ frage ich also. „Ja, sie wissen schon. Der Mord in der Mülheimer Straße. Das ist bei Ihnen gerade um die Ecke, wenn ich das richtig sehe. Ihr Handy hat sich um 1.15 genau in dieser Funkzelle eingeloggt. Nun möchte ich Sie fragen, wo sie zum Tatzeitpunkt waren und ob Sie mir Informationen zum Tathergang geben können. Haben Sie irgendwas gesehen?“

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  • Keine Ahnung!!!111einself

    Wer Fragen stellt, ist nur fünf Minuten dumm. Wer niemals fragt, bleibt sein Leben lang dumm. Deshalb stelle ich folgende Frage: Kann mir jemand erklären, was es mit diesem "111einself"- Quatsch auf sich hat, den man mittlerweile in fast jedem Blog oder Forum hinter zu vielen Ausrufezeichen lesen kann? Ist das ein Running Gag? Ein Insider Joke? Hab ich irgendwas verpasst? Bitte lasst mich nicht dumm sterben!!!!111einself

    Update: Nach längerem googeln fand ich zumindest eine Erklärung, die meine Vermutung bestätigen würde: es ist mal wieder etwas, was die Nerds und Geeks von den restlichen Internet Nutzern abgrenzen soll. Womit ich mich allein durch die Frage schon mal als kaum nerdig und wenig geekig geoutet habe. Die Einsen entstehen natürlich, wenn man die Shift-Taste beim !!!!!-Tippen zu früh los läßt. Als zusätzlichen Spaß schreibt man nun die ganzen Einsen aus und macht vielleicht sogar noch ’ne Elf daraus.

    Gibt es mittlerweile eine Einseinself-Subkultur, von der ich noch nichts weiß?

  • Star Wars Filmchen

    Unmengen von kleinen Star Wars Filmchen schwirren durch das Netz. Die einen witzig, die anderen nicht ganz so. Aber allesamt ein Beweis dafür, wie sehr diese Filmreihe unsere Kultur geprägt hat und wie gerne das Thema Star Wars für so manchen Scherz benutzt wird. Hier zwei weitere Vertreter. Zunächst ein musikalischer Darth Vader an der Mundharmonika.

    Dann Star Wars mal op kölsch. Ich hab Tränen gelacht. „Und sons?“ „Et muss.“ ;-)

  • Trigami: Darf man mit Bloggen Geld verdienen?

    Die Diskussion hält in dem Artikel „Und nun zur Werbung“ noch immer an. Darf man als Blogger, der etwas auf sich hält und seine Glaubwürdigkeit nicht verlieren will, für Geld Artikel schreiben? Als ich einem Bloggerkollegen vor kurzem erzählte, dass ich mich bei Trigami angemeldet habe, war sein erster Kommentar: „Was? Du verkaufst dich?“ Da zeigt sich schnell, wie kontrovers das Thema in der Blogosphäre ist und wie ernst es genommen wird.

    Stellt sich also die Frage, warum man sich dann bei Trigami anmeldet, so wie ich. Einen Beitrag dazu wollte ich vor kurzem bereits schreiben, stoppte aber in der Mitte, weil mir Zweifel kamen. Ich wollte zumindest abwarten, bis ich erste Aufträge bekomme, sehe, wie das System ablaufen sollte, was genau ich verdienen würde und ob es tatsächlich etwas für mich ist. Mittlerweile bin ich seit zwei Wochen angemeldet und ich habe derzeit sechs Rezensionen angeboten bekommen. Würde ich alle annehmen, könnte ich damit insgesamt schon jetzt über 250 Euro dazu verdienen. Nicht schlecht, oder?

    Die Frage ist letztlich nur, ob ich das auch will.

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  • Zwei Möglichkeiten, wie man zum A-Blogger wird

    Ich kann mich nur nicht entscheiden, welchen der beiden ich nehmen soll. Und ob ich überhaupt A-Blogger werden will. Nun, erste Schritte auf dem rechten Weg (!!!) habe ich ja im Grunde schon gemacht…

    cartoon from www.weblogcartoons.com

    Cartoon by Dave Walker. Find more cartoons you can freely re-use on your blog at We Blog Cartoons.

    gefunden bei Bloganbieter.de.