Schlagwort: unterhaltung

  • Ich lebe in einer Welt ohne Kakteen

    Am Wochenende war ich mit der damalige Freundinn auf der Bildungsmesse Didacta in Stuttgart. Und ich hatte drei mehr oder weniger schwerwiegende Erkenntnisse:

    1) Die bestehende und angehende Lehrerschaft besteht offenbar zu 95% aus weiblichem Personal, das vermutlich mehr durch Kompetenz, als durch Attraktivität glänzt. Gut, so etwas ist vollkommen egal, fällt aber irgendwann mal auf, wenn man völlig fertig nach vier Stunden Gedränge irgendwo Platz nimmt und die Menschenmassen an einem vorüber ziehen lässt.

    2) Die Tafel wird multimedial. Ich testete fasziniert die neue Generation der allseits unbeliebten Wandtafel. Sie ist groß, sie ist per Stift bedienbar, sie kann multimediale Inhalte anzeigen, sie kann ins Internet, sie kann gleichzeitig durch Google Earth sausen, Bilder malen und Texte schreiben, während sie links oben noch ein Lehrvideo zeigt. Sie lässt sich per Knopfdruck löschen, womit der Tafelwischdienst in Zukunft der Vergangenheit angehört. (Mein Freund Chris sagte am Abend zu dem Thema übrigens, dass er den Tafelwischdienst eigentlich auch als erzieherische Maßnahme sähe. Woraufhin ich ihn beruhigte, dass die Schüler in Zukunft eben anders gemaßregelt werden müssen. Anstatt Tafel wischen vielleicht Festplatte defragmentieren oder so.)

    3) Ich lebe ab sofort in einer Welt ohne Kakteen. Der Duden war nämlich auch mit einem großen Stand vertreten und ich ließ es mir nicht nehmen, dem Herrn Duden mal eine Frage zu stellen. Okay, letzten Endes war es nur ein Mitarbeiter, dem ich die Frage stellte, doch zumindest fand er eine Ausrede. Ich fragte ihn nämlich, wie es kommen konnte, dass laut Duden plötzlich das Wort "Atlasse" erlaubt sei. Ich wuchs noch mit Atlanten auf und konnte es nicht fassen, als ich neulich in einer Quizshow nämlich genau bei dieser Frage versagte. Atlasse, ich bitte euch. Dudens Mitarbeiter erklärte mir, die Atlasse würden vermutlich so stark im deutschen Sprachgebrauch Anwendung finden, dass sich das Duden Kollegium genötigt sah, es in das Wörterbuch aufzunehmen und damit sozusagen offiziell zu machen. Natürlich bleiben auch weiterhin die Atlanten erlaubt. Bis sie der Vergessenheit anheim fallen. "Es gibt ja keinen nachvollziehbaren Grund, weshalb der Plural dieses Worts so lautet. Man könnte es den Kindern, die heute Deutsch lernen, auch einfacher machen", so sein Kommentar.

    Etwas gallig bemerkte ich, man dürfe dann wohl auch bald Kaktusse und Globusse sagen… nun, ein Blick in das aktuelle Werk verriet, dass es bereits so weit war. Ich lebe ab sofort in einer Welt voller Kaktusse, Atlasse und Globusse. Und wem sich bei diesem Satz der Magen krümmt (und die Rechtschreibkorrektur rot sieht), der möge "Hier!" schreien.

  • Die einzig wichtige Frage zum Thema Liechtenstein

    Heute morgen, als ich die Wohnung verließ und die Stufen hinab stieg, fiel mein Blick auf eine Ausgabe dieser kostenlosen Zeitungen, die hier verteilt werden und lieblos auf der Treppe herum liegen, bis jemand sie mit nach Hause nimmt und/oder weg wirft. Die Schlagzeile lautete "Deutschland attackiert Liechtenstein". Im ersten Moment dachte ich: Mein Gott, wir sind wieder im Krieg. Bis mir zum Glück aber einfiel, dass es sich hierbei bestimmt nur um die derzeitigen Steueraffären handeln kann. Diese übrigens gehen mir komplett am A.. vorbei. Ich habe meine Konten in Liechtenstein schon lange aufgelöst und mein Geld mit fingierten UNICEF-Spenden gewaschen und auf die Cayman Islands überweisen lassen. Aber pssst, verratet mich bloß nicht. Nun bleibt eigentlich zum Thema Liechtenstein für mich nur noch eine Frage übrig. Die wichtigste Frage überhaupt. Die mich schon seit Jahrzehnten beschäftigt. Nämlich: Warum wird Liechtenstein so ausgesprochen, als würde man es Lichtenstein schreiben?

  • Das Ende der HD-DVD

    "Das Ende ist nah", hieß es bereits seit längerem und nun ist es tatsächlich eingetreten. Toshiba, einer der Mitbegründer des HD-DVD Standards gibt sich geschlagen und auf. Damit hat, schneller als ich erwartet hatte, das BluRay Format gewonnen. Ob das bessere System gewonnen hat, kann ich nicht wirklich beurteilen. Beide haben (hatten) Vor- und Nachteile und auch das Argument des Preises war im Grunde nur eine Frage der Zeit. Mir persönlich war das HD-DVD Format sympathischer, weil es ohne Ländercodes und weniger restriktiv daher kam. Aber nun gut. Jetzt müssen wir in der hoch definierten (High Definiton, HD) Zukunft also mit BluRay leben.

    Interessant war aber zu verfolgen, wie die HD DVD so ganz langsam an Boden verlor, durch günstige Preise versuchte, noch einen Umschwung zu erreichen und doch immer mehr Firmen, Filmstudios und Märkte zum anderen Lager wechselten. Der Anfang vom Ende war sicherlich die Abkehr Warner Brothers als Unterstützer. Und spätestens seit Wal Mart in den USA sagte, man würde in Zukunft keine HD-DVDs mehr verkaufen, war die Sache so gut wie beschlossen.

    Mich erinnert das Ganze an zweierlei: Erstens: In den 70er/80er Jahren tobte schon einmal ein Formatkrieg. Video2000 gegen Betamax gegen VHS. Wer damals gewann, wissen wir alle. Das (vielfach gehört) schlechteste aller Formate, VHS. Und interesanterweise nicht das offenbar technisch überlegenere Betamax-Format von Sony. Damals gab die Unterstützung der Pornoindustrie den Ausschlag (die meisten Pornos gab es nun mal auf VHS). heute waren es die großen Filmstudios. Und diesmal ist Sony mit BluRay der Gewinner.

    Ich als Kunde habe da nichts einzuwenden. Die Preise für BluRays sowie entsprechender Player werden mit der Zeit fallen. Man muss sich nun nicht mehr darum sorgen, ob man auf das richtige Format gesetzt hat und teure Comboplayer, die beides spielen können sind ebenfalls nicht nötig. Die Verwirrung ist verschwunden. Denn, und damit zweitens, nicht mal bei der guten alten CD hatte man sich einigen oder entscheiden können. Dort gibt es noch immer das Plus und Minus Format.

    Dennoch frage ich mich, was das ganze soll. Wieso stecken Firmen Milliarden und Abermilliarden in unterschiedliche Formate, obwohl von vornherein klar ist, dass nur eines überleben kann? Wieso werden diese Gelder nicht von Anfang an gebündelt und für den Verbraucher ein gutes Paket geschnürt, ein Format, günstige Player und Medien. Ausgereifte Technik zum günstigen Preis? Ich lebe wohl noch immer in einer Traumwelt. Marketingtechnisch gesehen.

    Und nun? Heißt es weiter abwarten, bis die BluRay so günstig geworden ist, dass sie der herkömmlichen DVD Konkurrenz machen kann. Denn erst dann wird es zu einer Ablösung kommen. Für mich bietet die DVD noch genug hochwertiges Material, das ein Upgrade noch nicht so dringend ist. Zumindest nicht zu jedem (diesem) Preis.

    Und selbst Microsoft denkt ja schon öffentlich darüber nach, ihr bisher angebotenes und nun obsoletes HD-DVD-Laufwerk für die Xbox360 sterben zu lassen und vielleicht schon im Sommer ein externes BluRay Laufwerk anzubieten. Dann muss ich mir nicht mal eine PS3 holen.

  • Bestellung auf Chinesisch

    "Ja? Hallo?"
    "Hallo, ich würde gerne etwas bestellen."
    "Ja?"
    "Und zwar bitte einmal die 8 Kostbarkeiten."
    "A Kossakei."
    "Ähm, ja genau, und…"
    "Numme hudaswasi."
    "Ähm, ja. 120. Genau. Und dann bitte noch die Nummer 1."
    "Eis?"
    "Nein. Eins. Die Peking Suppe."
    "Ah. Eis. Supp."
    "Ja."
    "Okay. Wohin?"
    "In die Grabenstraße bitte."
    "Habe Sie Kundenumm?"
    "Kundennummer? Nicht das ich wüsste."
    "Habe sie Fonnumm?"
    "Ja, 555 3468." (von der Redaktion geändert)
    "Füf füf füf swei vier sesach."
    "DREI vier sechs acht."
    "Ja, swei…"
    "DREI!"
    "duai."
    "Genau."
    "Un Nam?"
    "Graf."
    "K… un?"
    "Nein. G…"
    "W…"
    "Nein, G…"
    "Ja, W…"
    "G!!…"
    Ja! W…"
    "R…A…F…"
    "E…A…N…"
    "Häh? Nein G..R..A..F.."
    "Ja, W..E..A..F.."
    "Uff, ja genau…"
    "Komm in swasi bi dreissi Minut."
    "Wunderbar. Danke."
    Sollte ich morgen tot in meiner Wohnung aufgefunden werden, kam das Essen wohl doch nicht und ich bin verhungert.

  • Augenzeuge

    " ‚Ich habe nur im Augenwinkel gesehen, dass er reingekommen ist‘. Sagte eine Augenzeugin." Hmm, aber ist das dann nicht eine Augenwinkelzeugin?

  • Musik, zwo, drei, vier

    Mal wieder Lust, etwas Musik zu hören? Ich habe da drei meiner derzeitigen Favoriten für euch. Songs, die ich gerade pausenlos hören kann und die mal wieder, passend zum Blog und zu mir, auch in die etwas schrägere Schiene gehören. Oder zumindest nicht kompletter Weichspül-Pop sind. Obwohl… wenn Feist so weiter macht… sie wurde spätestens durch die iPod Nano Werbung mit ihrem „1,2,3,4“ bekannt. Der neue Song „I feel it all“ gefällt mir mindestens genauso und dürfte noch nicht ganz so berühmt sein.

    Vor kurzem habe ich diesen coolen Song im Radio gehört und ich musste nicht lange recherchieren, bis ich heraus gefunden hatte, wie er heißt. Die Gruppe nennt sich The Ting Tings und ihren Song „That’s not my name“ wird man vielleicht noch öfter hören.

    https://youtube.com/watch?v=A0e9GuYRqKA%3Fcbrd%3D1%26ucbcb%3D1

    Tja, und das letzte Video musste ich einfach mal hier zeigen, auch wenn der Song schon etwas älter ist. Den Videospiele-Frekas unter euch wird er mächtig bekannt vorkommen, denn er wird auch in etlichen „Little big Planet“ Videos benutzt („Little Big Planet“ ist übrigens einer der zweieinhalb allein stehenden Gründen, weshalb ich mir auch noch eine Playstation 3 zulegen würde). Der Song nennt sich „Get it together“ und die Gruppe ist natürlich The Go! Team.

    https://youtube.com/watch?v=K4FaGacwtd4%3Fcbrd%3D1%26ucbcb%3D1
  • Allein ins Kino: Reloaded

    So mache ich mich also auf den Weg. Zu Fuß, den iPod endlich mal wieder nutzend, die Hände tief in die Jackentaschen vergraben und einem eisigen Wind trotzend. Damals, als ich noch für das Freiburger Online Magazin fudder die Filmkolumne schrieb, hätte ich viel öfter ins Kino gehen sollen. Schließlich wäre ich umsonst rein gekommen. Allerdings war es damals ein Weg von fast einer Stunde, während ich nun in 15 Minuten zu Fuß am Hauptbahnhof und damit im großen Kino bin.

    Als ich der Kassiererin sage, dass ich gerne eine Karte für Cloverfield hätte, wiederholt sie die Frage: "Eine Karte?" Mit Betonung auf dem Wort "eine" und dem Subtext: "Sie sind so allein, dass sie niemanden finden, der mit ihnen ins Kino geht?" Ich versuche es zu ignorieren, kaufe eine Tüte Popcorn (die ich mir durch den Kalorien-verbrennenden Marsch verdient habe) und gehe in den Kinosaal.

    Ich setze meinen Gedanken fort, den ich schon vor vielen Jahren begonnen habe. Der Unterschied zwischen Einsamkeit und Allein sein. Das Allein sein kann man wählen, die Einsamkeit wird einem aufgezwungen. Allein sein kann manchmal ganz angenehm sein. Einsamkeit nicht. Allein sein kann man nur alleine. Einsam kann man auch mit vielen Menschen sein.

    Vielleicht scheue ich mich deshalb davor, irgendwo alleine hinzugehen. Weil unter vielen Menschen das Allein sein sich schnell wie Einsamkeit anfühlt oder gar zu einer wird. Nirgendwo fühlt man sich alleine verlorener als zwischen vielen (am besten glücklichen) Menschen.

    Soviel auch zu dem weisen Spruch, den man früher oder später immer zu hören bekommt: "Du musst halt auch mal raus." Raus. Was heißt das, raus? Wohin raus? Ich zog mir mal die Schuhe an und ging hinunter auf die Straße. Ich war raus. Und dann? "Nein, ich meine damit, du mußt unter Leute." Solche Weisheiten hört man interessanterweise nur, und ich betone, nur von Menschen, die es zwar gut mit einem meinen, die aber immer in einer glücklichen Beziehung stecken oder mit einem großen Freundeskreis gesegnet sind. Leute, die sich nicht alleine in ein Cafe, ein Restaurant, ein Kino setzen wollen, nur um sich dort noch mehr allein zu fühlen, sagen solche Weisheiten nie.

    Wie auch immer, ich bin draußen, sitze in einem Kino, ganz hinten in der Mitte. Einige Plätze vor mir werden durch Pärchen und Grüppchen eingenommen. Sie drehen sich zu mir um, tuscheln und zeigen mit dem Finger auf mich, während sie das tun. Vielleicht sieht das im Halbdunkel aber auch nur so aus. Irgendwann taucht ein zweiter einsamer Kerl auf. Und er setzt sich, wie könnte es anders sein in einem noch fast leeren Kino, direkt neben mich. Er stinkt wie ein toter Dachs, er grunzt Kommentare und er wedelt ständig mit den Armen. Ich rücke drei Sitze weiter. Da erscheint ein weiterer einsamer Kerl. Und, ihr werdet es nicht glauben, setzt sich neben mich. Ich rücke wieder einen Sitz in die andere Richtung. Die Werbung beginnt. Und die letzte Reihe des Kinos ist mit drei einsamen Kerlen besetzt.

    Bin ich denn wirklich einsam? Nein. Nur im Moment alleine. Was aber auch gerade keinen Spaß macht. Alleine bin ich dann doch lieber alleine. Ich beschließe, den nächsten Kinobesuch nur noch in Begleitung zu unternehmen.

    Ich beschließe außerdem, den kleinen Drecksäcken links ein paar aufs Maul zu geben, wenn sie nicht endlich aufhören, im Kino herum zu rennen und zu grölen. Ich beschließe, dem Stinker zu meiner Rechten, die Hände auf den Rücken zu binden, wenn er nicht bald aufhört zu wedeln. Ich beschließe, den beiden Idioten vorne rechts solange ans Schienbein zu treten, bis sie mit ihren Unterhaltungen aufhören. Hat denn noch keiner außer mir bemerkt, dass der Film schon seit zehn Minuten läuft? Fünfzehn Menschen, in einem ansonsten leeren Kinosaal und ich scheine der einzige zu sein, der einfach nur den Film sehen will. Gehen andere Leute ins Kino, um etwas anderes zu tun als Filme schauen? Oder denken andere Leute sie seien, haha, alleine im Kino?

    Der Film ist zu Ende, draußen stürmt und regnet es. Während ich gegen den noch eisigeren Wind ankämpfe, denke ich an den großen LCD Fernseher, der nächste Woche geliefert wird. Dann findet Kino bei mir zuhause statt. Und da ist es egal, ob ich alleine da sitze. Vielleicht kommt mich ja jemand besuchen. Und wenn man quatschen möchte, drückt man einfach auf Pause. Vielleicht gucke ich aber auch wieder alleine Filme. Doch zu hause alleine ist definitiv schöner als draußen alleine.

  • 80er Musik

    Letztens schaute ich mal wieder den Michael J. Fox Film "Das Geheimnis meines Erfolges". Eine herrlich naive Komödie. Und so dermaßen 80er. Wunderbar. Auch die Musik in dem Streifen ist absoluter 80er Rock und Electro Pop (Oh Yeah von Yello). Ich stehe ja noch immer auf 80er Jahre Musik. Und ich glaube auch noch immer, dass die erfolgreichsten 80er Pop Songs etwas melancholisches an sich haben. Einen ganz speziellen Sound, eine ganz besondere Atmosphäre (aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein).

    Irgendwann im Laufe des Films jedenfalls, fragte ich mich, ob es heutzutage noch möglich wäre, solche Songs zu produzieren. Also nicht mit Samples oder kleinen Reminiszenzen, wie so manch aktueller Pop Song es versucht, sondern so richtig. Ein Song, bei dem man denkt, man müsste ihn kennen. Bei dem man beginnt zu recherchieren, wann er veröffentlicht wurde. Bei dem man einfach sofort dieses 80er Feeling bekommt. Ich bin kein Musiker, deshalb frage ich mich, ob das überhaupt ginge. Weiß man heute überhaupt noch, wie dieser spezielle 80er Sound gemacht wurde? Existieren diese Keyboards und Instrumente noch? Gibt es dazu bestimmte Harmonien zu beachten oder besondere Melodien, die heutzutage gar nicht mehr genutzt werden? Und kann das überhaupt noch jemand? Oder würde jeder Versuch unweigerlich nach 2008 Pop und Rock klingen?

  • Heath Ledger ist tot

    Normalerweise würde ich über so etwas nicht berichten. Aber ich muss zugeben, dass ich einigermaßen geschockt war, als ich diese Schlagzeile eben las. Denn zunächst hielt ich das noch für einen viralen Werbeschachzug für den Film "The Dark Knight", den zweiten Batman Film von Christopher Nolan, in dem Heath Ledger den Joker gibt. Doch gleich nach diesem Gedanken dachte ich, das kann doch nicht sein, las den Artikel und war weiterhin geschockt. Heath Ledger wurde tot in seinem Appartement aufgefunden. Dass Drogen im Spiel waren, ist anscheinend nicht ausgeschlossen. Heath Ledger war spätestens seit seiner Oscar Nominierung für seine Darstellung in dem Film "Brokeback Mountain" berühmt. Er wurde gerade mal 28 Jahre alt und hinterlässt eine zweijährige Tochter.

    Hab ich euch nicht vor kurzem noch erzählt, dass ich mich wie Bolle auf "The Dark Knight" freue? Und das, obwohl ich anfangs skeptisch war, dass Ledger die Rolle des Jokers bekam. Seit ich den Trailer gesehen habe bin ich aber absolut davon überzeugt, dass er einen noch fieseren Joker abgibt als Jack Nicholson. Und irgendwie bin ich nun noch gespannter auf seine letzte Performance… Ruhe in Frieden, Heath.

  • WDR Poetry Slam

    Schon wieder Fernsehen. Ja, so langsam wird es auffällig, wie meine Wochenenden hier in der Fremde aussehen. Ich zappe schlaftrunken durch das Programm und entdecke eine Sendung, die ich nie zuvor gesehen habe. Da wo früher Nachwuchs-Komödianten in einem Waschsalon auftraten, der aber mittlerweile zu einem anderen Sender gewechselt hat. Auf der Bühne steht eine sehr junge Frau und liest mit Inbrunst einen Text, der so witzig ist, so wunderbar, so köstlich ist, dass ich die Fernbedienung weg lege und zu lachen beginne. Was ich bei den meisten Komödianten Sendungen mittlerweile nicht mehr tue. Und schnell stelle ich fest, die Sendung heißt WDR Poetry Slam. Fünf junge Autoren stellen sich und ihre selbst verfassten Werke vor und das Publikum entscheidet am Ende, wer am besten gefiel. Mir gefielen alle. Eine wunderbare Sendung. Und eine Schande, dass ich auf so etwas durch Zufall stoßen muss. Warum wird für so etwas keine Werbung gemacht? Warum wird es im Nachtprogramm versteckt? Egal, ich habe es entdeckt. Und ich werde weiter zuschauen. Wenn es noch weitere Folgen gibt. Und wenn es wieder Karten gibt, werde ich hinfahren. Und wenn mich, und hiermit zitiere ich die junge Frau, endlich mal wieder "kreative Schübe ereilen" (herrlich), dann melde ich mich an. Und werde berühmt. Morgen. Ganz bestimmt. Wann kommt die nächste Sendung?

  • Ganz schnell ist es passiert…

    und man sitzt in einem Fettnapf, aus dem man so schnell nicht mehr raus kommt. Ich kenne das. Was ist passiert? Der Andy von der Blogabfertigung schrieb einen Artikel über einen Blogeintrag von Robert Basic. Dieser hatte auf ein Video verwiesen, das Piloten und Stewardessen (die ja nicht mehr so heißen, auch nicht Flugbegleiterinnen, sondern Purser. Oder komplett: Cabincrew-Purser) bei, nunja, ihren Flugvorbereitungen im Cockpit zeigt. „Bluse: Check! BH: Check!“ Anzumerken ist vielleicht noch, dass es sich dabei um eine französische Crew handelte (Natürlich!). Jedenfalls war Andy so angetan von dem Video, dass er ebenfalls einen kleinen Artikel darüber verfasste. Noch dazu mit dem Satz: „Her mit den kleinen Französinnen.“ Offenbar nichts ahnend, dass seine Angetraute oder Verlobte wohl heimlich im Blog mit liest. Was dann passierte, lässt sich derzeit wunderbar in den Kommentaren verfolgen. „Ich geb dir gleich Französinnen.“

    Ja, ich kenne das. Auch meine damalige Freundin liest hier mit und auch ich muss mich ebenfalls hin und wieder zurück halten, bzw. bekomme Schelte, wenn ich gar zu euphorisch von irgendeinem Starlet, irgendeiner Schauspielerin oder sonst einem weiblichen Wesen erzähle.

    Tja, Andy. Da wirst du dich wohl anstrengen müssen, das wieder gut zu machen. Viel Glück.

    Mich erinnert das Video übrigens an meine Zeit als ICE Lokführer und die Zugbegleiterinnen in unserem Team und… ähm … 

  • Vorgenommen und abgenommen

    Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, mir nicht mehr vorzunehmen, mir etwas vorzunehmen für das neue Jahr. Nun werde ich mir aber doch etwas vornehmen, nämlich das Vorhaben mir nicht zuviel vorzunehmen und stattdessen abzunehmen. Also weniger zu mir zu nehmen. So das Vornehmen. Ähm, das Vorhaben.

  • Die Bandbreite – Dat is Duisburg

    Da wir gerade bei guter Musik waren… meine Duisburger Bloggerkollegen haben bereits alle darüber berichtet und das Video veröffentlicht. Nun möchte auch ich der Welt, die es noch nicht gesehen und gehört hat, die Duisburg Hymne präsentieren. Der offenbar auch sehr politisch engagierte Duisburger Rapper Wojna spricht hier den Eingeborenen und den Zugezogenen aus der Seele. Und dazu hat der Refrain auch noch echte Ohrwurmqualität. Und jetzt alle: „Dat is Düüüüüüsburch, hier will einfach keiner hin…“

  • Der Eva Herman Autobahn Sketch

    Ich muss ja gestehen, die Kerner Sendung mit Eva Hermans Rausschmiss nicht gesehen zu haben. Nicht mal nachträglich auf Youtube. Einfach weil mir die Diskussion um diesen Auftritt erst am A… vorbei ging und sich kurz darauf als so dermaßen lächerlich heraus stellte, dass ich das Original gar nicht erst sehen musste, um zu verstehen, wie manche Dinge eine erschreckende Eigendynamik bekommen. Drüben beim Fernsehlexikon hat man sich die Mühe gemacht, den Ablauf der Diskussion festzuhalten und als kleines Theaterstück, oder besser Sketch, aufzubereiten. Herrlich.

    Und wie gesagt, ich habe die Sendung nicht gesehen, kann und will darüber auch kein Urteil fällen. Auch nicht über Hermanns getätigte oder nicht getätigte Äußerungen. Beim Lesen des Sketches Ablaufs stellte ich mir allerdings die Frage, ob die Szene auch im Fernsehen so absurd rüber kam. Die Konstellation der Diskussionsrunde, die Äußerungen aller Beteiligten, die Dialoge und Argumente, die einfach nicht zusammen passen wollen, der verdammt pointierte Umschwung auf Mario Barths Haare nach Hermans Weggang. Das scheint mir großes, absurdes Kino gewesen zu sein. "Autobahn geht gar nicht." Wer von euch hat es gesehen?

    Komme ich jetzt eigentlich in Teufels Küche, wenn ich euch erzähle, dass ich nächste Woche auf der Autobahn zu meinen Freunden und meiner Familie fahren werde und mich während der Fahrt sogar noch möglichst rechts halte?

  • Spielen ist gut für die Partnerschaft.

    Eben lese ich in meinem neuen Lieblings-Magazin Gee (ja, ich habe endlich ein Exemplar gefunden) von Pärchen, die gemeinsam und gegeneinander spielen. Und zwar per Gamepad an Spielekonsolen. Da berichtet einen Pärchen von einer Begebenheit bei Halo. "Einmal, als er sauer auf mich war, hat er mich erschossen und danach noch immer weiter auf mich gefeuert, als ich schon tot am Boden lag", erzählt sie. Und er ergänzt: "Das war toll. Hat richtig gut getan. Danach haben wir uns wieder vertragen." Also das klingt doch mal nach einer wirklich gesunden Beziehung, oder? Ich musste schmunzeln. 

    Ach übrigens. Wisst ihr schon, dass nun mittlerweile feststeht, wie die Welt eine bessere werden kann? Warum es soviel Böses und soviel Gewalt gibt? Warum unsere Jugendlichen immer mehr verrohen und brutaler werden? Die Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie (sagt das mal fünf mal schnell hintereinander) hat es heraus gefunden und wird nun endlich, passend zur Weihnachtszeit, den Frieden auf die Erde bringen. Denn es gibt ja nur einen Grund für all das Böse und wenn wir das verbieten, ist es einfach verschwunden. Wie geil, oder? Die Rettung der Welt kommt aus Deutschland.

  • Man hätte es ahnen können

    Ein Kollege: "Meine Freundin hat sich da auf so einer Seite angemeldet, wo man nach seinen Vorfahren suchen kann. Und jetzt kriegt sie natürlich prompt eine Rechnung und Mahnungen und Drohungen eines Inkaso-Büros…"
    Ich: "Herrje. Wie kann man nur? Wie heißt denn die Seite?"
    Kollege: "Die heißt, ähm, Ahnennamen oder irgendwas mit Namen und Ahnen oder so dot com."
    Ich: "Hmm, also da hätte man ja schon beim Namen ahnen können, dass da was faul ist."

  • Nein, keine GQ.

    Neulich, an einem neuen Kiosk. Ich gehe auf die Verkäuferin zu und sage: "Entschuldigen Sie, haben Sie die Gee?" Sie schaut verdutzt. "Dietschie?" fragt sie. "Oh Mann. Nein. Gee. Dschie. Dschie", knirsche ich etwas entnervt. Sie beginnt die Regale zu durchsuchen. Plötzlich ruft sie triumphierend: "Ah, da haben wir sie ja. Die GQ." Ich atme hörbar aus. "Nein. Ich suche die aktuelle Gee, nicht die GQ. Nur ein Dschie, kein Kiu." Wieder sieht mich die Verkäuferin fragend an. "Und was ist das für ein Heft?" möchte sie wissen. "Ein Videospiele-Magazin", antworte ich vorsichtig. Und tatsächlich, sie wendet sich den DVD-Magazinen zu. Ich entkomme, ohne dass sie es merkt. Vermutlich sucht sie heute noch.

  • Coulrophobie – Die Angst vor Clowns

    Coulrophobie – Die Angst vor Clowns

    Heute habe ich mich gefragt, ob es die Angst vor Clowns wirklich gibt. Hier und da hört man davon. In der Literatur, in Fernsehserien und in Spielfilmen wird gerne mit diesem Thema gespielt. Man denke nur an Pennywise, den teuflischen Clown aus Stephen Kings „Es“. Aber gibt es wirklich (erwachsene) Menschen, die Angst vor Clowns haben?

    Gibt man bei Google den Suchbegriff „Angst vor Clowns“ ein, so findet man als erstes Suchergebnis tatsächlich die Homepage des von mir sehr geschätzten Herrn Pastewka (na, das wird sich mit diesem Artikel ändern, hehe). Sucht man ein wenig weiter, zum Beispiel bei Wikipedia, findet man zwar keine Erklärung für diese Angst, die übrigens Coulrophobie heißt, dafür aber eine unglaublich lange Liste anderer Phobien, die Menschen haben können (und wohl auch haben).

    Coulrophobie wird in diesem Artikel über Clowns kurz angerissen. Weitere Erklärungen, wie beispielsweise Ursachen oder Therapien, finden sich nicht. Aber man entdeckt sehr schnell diverse Foren, in denen von dieser Angst berichtet wird, in denen Betroffene zu Wort kommen und erklären, warum sie Angst vor Clowns haben. Interessanterweise waren die Auslöser stets entweder traumatische Zirkusbesuche (grell geschminkte, viel zu laute Personen, die Schabernack treiben), Clownspuppen (das starre Grinsen) oder eben der TV-Film „Es“.

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  • Sind Heroes-Fans anwesend?

    Der Deef drüben bei der Gefühlskonserve stellte vor kurzem eine ähnliche Frage bezüglich der Serie Dr.House und wollte von seinen Lesern wissen, ob es sich denn lohne, weitere Folgen anzuschauen. Ähnliches interessiert mich bei Heroes. Was sagt ihr Fans darüber? Wird die Serie auch irgendwann noch spannend und interessant? In den ersten sieben Folgen, die ich bisher sehen konnte, ist nämlich noch nichts, wirklich GAR nichts passiert, was mich irgendwie dazu bringt, dabei zu bleiben. Und dabei stehe ich auf Superkräfte und auf Mysteriöses und auf Cheerleader.

    Okay, es geht mal wieder um den Weltuntergang. Und um irgendeinen Serienkiller. Und um eine Sonnenfinsternis, glaube ich. Und um einen Haufen Leute, die plötzlich feststellen, dass sie irgendeine Fähigkeit haben. Und um einen Hufen Nebenfiguren, die plötzlich auch alle Fähigkeiten haben. Und um einen Wissenschaftler, der vielleicht böse ist und um anderen Bösewichte und… ehrlich, das ist alles zu viel und führt in meinen Augen bisher zu nichts. Ich habe mir bislang nicht einen einzigen Namen der Protagonisten merken können, ganz einfach, weil sie mir alle am A.. vorbei gehen und ich nicht mit ihnen fiebern kann. Zu verworren, zu ziellos scheint mir die Serie zu sein.

    Wie man perfekte Spannung aufbaut und den Zuschauer neugierig von einer Folge zur nächsten treibt, hat ‚Lost‘ doch sehr gut vorgemacht. Wird ‚Hereos‘ das auch irgendwann gelingen? Letztens las ich von den Protesten der Fans, die sich über die zweite Staffel ärgerten und den Erfinder Tim Kring gar zu einer Stellungnahme zwangen. Keine sonderlich guten Zeichen. Was sagt ihr Fans dazu?

  • Nein, kein Geo.

    Neulich, wieder mal beim Kiosk meines Unvertrauens. Ich gehe zur Verkäuferin und sage: "Entschuldigung. Haben Sie die Gee?" Sie schaut verdutzt. "Dietschie?" fragt sie. "Nein, nicht Dietschie. Die Gee. Gee. Dschie. Geschrieben G, E, E." Die Verkäuferin fängt an, das Regal zu durchsuchen und murmelt dabei "Ditschi, Ditschi, Ditschi…" "Gee", verbessere ich, "G, E, E." Sie sucht weiter und ruft plötzlich triumphierend "Ah, da haben wir sie ja. Die Geo." Und zum Beweis buchstabiert sie mir den Titel: "G, E, O." Ich schlage innerlich die Hände über dem Kopf zusammen und sage: "Nein, nicht G, E, O, sondern G, E, E. Das ist ein Videospielemagazin." "Achso, Videos", stellt sie fest und beginnt die DVD-Hefte zu durchsuchen. Ich verabschiede mich schnellstens.