Schlagwort: technik

  • Pretty fly for a WIFI

    Wenn einst schneeweiße Geräte plötzlich gelb werden, kann das kein gutes Zeichen sein. Besonders nicht in sauberen Nichtraucherhaushalten und besonders nicht, wenn die gelbe Stelle nur in der Mitte der Vorderseite auftritt. Und gleichzeitig die Leistung des Geräts nachlässt. So in den letzten Woche mit unserem Speedport Router und dem lahmenden WLAN Signal geschehen.

    Mein technikaffines Herz zögert indes noch zu hüpfen. Eigentlich wäre jetzt die perfekte Gelegenheit aufzurüsten. Den letzten Schrei für die beste WLAN Performance zu organisieren. Und wie es der Zufall ist, ja auch noch Black Friday (oder Cyber Monday, oder jeder andere willkürliche Schnäppchen-Tag). Aber was ist denn der letzte Schrei?

    Mesh WLAN? Für eine Drei-Zimmer Mietwohnung? AC-Standard, obwohl Wifi 6 bereits um die Ecke ist und nur noch auf den großen Durchbruch wartet? Sind die vielgerühmten Fritz Boxen wirklich das Beste, was es derzeit auf dem Markt gibt?

    In aufgeregtem Wahn bestellte ich ein Eero Gerät, das mit viel Sex-Appeal (Apple-like), einfacher Einrichtung, toller Technik und günstigem Preis lockte. Ein wirklich tolles Gerät, das für 10 Minuten auf der Anrichte stand und dann wieder zurück geschickt werden musste, weil mir beim Gedanken, dass Amazon (die Eero aufgekauft haben und zur Nutzung des Geräts ein Konto voraussetzen) nun auch noch theoretisch die Möglichkeit hätte, wirklich jeden meiner Schritt im Netz zu verfolgen, schlecht wurde. Aber es ist so schick.

    Ein Netgear Orbi stand als nächstes auf der Liste. Ist das denn kompatibel mit Telekom Entertain? Was, wenn ich den alten Speedport so lange laufen lasse, bis er endgültig den Geist aufgibt und das schwächlende WLAN durch eben den genannten Orbi ersetze? Aber macht es Sinn, für schnelles WLAN gleich zwei Geräte zu betreiben?

    Also doch die Fritz Box, bei der mir selbst der Black Friday Preis noch Schweiß auf die Stirn treibt? Dabei ist es weniger der Betrag, der mich nervös macht, sondern die Angst, dass die Investition nicht das erhoffte Wow-Erlebnis bietet. Liege ich irgendwann im Bett und denke: „Nun ja, WLAN halt. Endlich auch im Schlafzimmer.“?

    Vielleicht schaue ich einfach mal, wie gelb der Speedport noch werden kann und halte mein Smartphone einfach etwas höher, um ein gutes Signal zu erwischen.

    Bis der technikaffine Mann, der ich nunmal bin, morgen etwas Neues bestellt

  • Dear Tim Cook

    Lieber Tim,

    Apple betont seit je her, dass Musik Teil seiner DNA sei. Und nicht erst mit dem iPod nano, sondern spätestens mit Einführung der Apple Watch, den Sport-Features auf der Watch und dem iPhone und den weiteren Gesundheitsprogrammen scheint das Thema Fitness und Gesundheit ein weiterer Eckpfeiler dieser DNA zu sein. Warum gab es bis heute keine Anstrengung, Musik und Sport besser zu vereinen?

    Ein Beispiel: iTunes kann seit Jahren die Beats per Minute von Songs anzeigen und sogar dynamische Wiedergabelisten auf Basis bestimmter bpm-Werte erstellen. Ein Tool zur Analyse der Musikbibliothek gab es aber nie. Drittanbieter lieferten teure und unzuverlässige Lösungen. Wäre es nicht toll, eine Running-Playlist auf Basis meines eigenen Tempos zu erstellen? Wieso kann iTunes nicht automatisch die ppm-werte meiner Songs ermitteln?

    Und warum nicht noch weiter gehen? Euer Mitbewerber Spotify bot lange ein wenig beachtetes, aber äußerst cooles Feature in seiner iPhone-App an: Die Geschwindigkeit und Schrittfrequenz wurde analysiert und eine Playlist in genau dem richtigen Tempo abgespielt. Das ganze funktionierte sogar dynamisch. Wurde der Läufer langsamer, wurde es auch die Musik. Der Beat passte jederzeit zu jedem Schritt. Ein unglaublich motivierendes Feature beim Laufen. Ein Feature, das ein Drittanbieter anbot (und aus unerfindlichen Gründen kürzlich abschaffte).

    Warum nicht Apple? Ihr habt die notwendigen Daten doch bereits auf dem Tisch, Apple Watch und/oder iPhone können Beats per minute und Schrittfrequenz genau ermitteln und dazu die passende Musik in der passenden Geschwindigkeit spielen. Und das nicht nur mit Apple Music, sondern auch mit der eigenen, lokalen Musikbibliothek (die viele über Jahrzehnte aufgebaut und gepflegt haben).

    Wenn Apple das Thema Gesundheit, Fitness und Sport noch stärker pushen möchte und dabei eine Schnittstelle zu Musik, die uns antreibt herstellen möchte, dann ist jetzt die Chance. Nutzt diese Lücke, bietet einen Service, der über Erfolgsringe und Statistiken hinaus geht. Motiviert nicht nur vor und nach dem Sport, sondern auch während des Sports mit der perfekten Musik. Mit perfekten Electro-Beats, treibendem Film-Score oder rockigen Riffs im Takt der Schritte.

    Ich würde sofort loslegen.

    Und warum nicht mal den großartigen Deepl-Übersetzer an dem Text probieren lassen?

    Dear Tim,

     

    Apple has always stressed that music is part of its DNA. And not just with iPod nano, but at the latest with the introduction of Apple Watch, the sports features on the Watch and iPhone and the other health programs, fitness and health seems to be another cornerstone of this DNA. Why has there been no effort to this day to combine music and sport better?

     

    For example, iTunes has been able to display the beats per minute of songs for years and even create dynamic playlists based on specific bpm values. However, there was never a tool for analyzing the music library. Third-party vendors provided expensive and unreliable solutions. Wouldn’t it be great to create a running playlist based on my own tempo? Why can’t iTunes automatically determine the bpm values of my songs?

     

    And why not go even further? Your competitor Spotify offered a little noticed but extremely cool feature in its iPhone app for a long time: The speed and step frequency were analyzed and a playlist was played at exactly the right tempo. The whole thing even worked dynamically. When the runner slowed down, so did the music. The beat was always right for every step. An incredibly motivating feature when running. A feature offered by a third party (and recently discontinued for some obscure reason).

     

    Why not Apple? You already have the necessary data on your desk, Apple Watch and/or iPhone can determine beats per minute and step frequency exactly and play the appropriate music at the appropriate speed. And not only with Apple Music, but also with their own local music library (which many have built up and maintained over decades).

     

    If Apple wants to push the topic of health, fitness and sports even more and at the same time create an interface to music that drives us, then now is the chance. Utilizing this gap, offers a service that goes beyond success rings and statistics. Motivates not only before and after sports, but also during sports with perfect music. With perfect electro beats, driving film scores or rocking riffs to the beat of the steps.

     

    I’d get started right away.

    Und… gesendet.

  • DSGVO und das private WordPress Blog

    DSGVO und das private WordPress Blog

    Einstieg und Fazit

    Blogartikel mit abgedroschenen Floskeln zu beginnen ist mir eigentlich ein Graus. Doch Datenschutz geht uns wirklich alle an und ich kann seine heutige Bedeutung nicht deutlich genug betonen. Datenschutz bedeutet, dass ich mich und meine Daten vor fremdem Zugriff geschützt wissen möchte. Dabei ist es mir egal, ob der fremde Zugriff durch einen Konzern, einem Staat, einer Institution oder den Nachbarn erfolgt. Meine Daten gehören mir.

    Wenn die EU nun also beschließt, den Status Quo in Sachen Datenschutz zu verbessern, eine Datenschutzgrundverordnung beschließt, die ab dem 25.Mai 2018 gilt, sollten wir doch alle jubeln und uns freuen, dass wir und unsere Daten geschützt werden. Wie mittlerweile durch alle Medien bekannt, war das Gegenteil der Fall. Kritiker und Datenschützer schlagen Alarm, Experten decken die Schwachstellen der DSGVO auf und im freien Netzt macht sich eine große Unsicherheit breit.

    (mehr …)
  • Facebook ist kein freies Internet!

    Facebook ist kein freies Internet!

    Mein Fitness-Studio hat eine recht schicke Webseite. Sie ist modern gestaltet und nutzt all die aktuellen Technologien, die man heutzutage für einen professionellen Auftritt im Netz benötigt. Natürlich dient die Seite vornehmlich der Information, welche Kurse und Fitnessmöglichkeiten angeboten werden. Aber auch Kontaktformulare, regulären Öffnungszeiten, Zusatzinfos und eine Vorstellung der Mitarbeiter wird schnell gefunden. Außerdem ein Reiter namens „Aktuelles“. Dort, so vermutet man, sollten sich aktuelle Informationen finden lassen.

    In der Tat weist das Studio unter „Aktuelles“ auf geänderte Kurse oder neue Trainingsmethoden hin. Wenn ich aber beispielsweise wissen möchte, ob ich an Christi Himmelfahrt die Chance habe zu trainieren, so werde ich enttäuscht. Die Öffnungszeiten an Feiertagen sind nicht immer ganz nachvollziehbar. Karfreitag ist geschlossen, Karsamstag geöffnet, Ostersonntag geöffnet, Ostermontag wiederum geschlossen. Um sich also nicht unnötig auf den Weg zum Training zu machen, sollte man sich besser informieren. Allein, man findet auf der Webseite keine derartigen Informationen.

    Diese werden nur auf der Facebook-Seite des Fitnessstudios verteilt. Und das ist ein Problem. Nicht nur, wenn man sich wie ich schon vor langem von Facebook verabschiedet hat. Auch für das freie Netz ist das ein Problem, da Facebook derartige Inhalte gerne für sich behält und nicht für Suchmaschinen auffindbar macht. Was in Facebook veröffentlicht wird, bleibt bei Facebook. Wenn du nicht dazu gehörst (gehören willst), hast du Pech gehabt. Öffne ich die Facebook-Seite als nicht angemeldetes Facebook-Mitglied, wird die von mir gesuchte Information durch bildschirmgroße Pop-ups mit einem unübersehbaren „Registrieren“-Button verdeckt. Die Absicht ist klar. Du willst freie Informationen? Dann komm zu uns! Du willst dich nicht registrieren? Dein Pech!

    Diskutiere ich mit anderen über meine Abkehr von Facebook, höre ich als Antwort gerne die Schwarz-Weiß-Argumentation, ich müsste mich dann komplett vom Internet fern halten, da ja jeder an meine Daten möchte und ohnehin alle Böse sind. Doch das ist gar nicht der Punkt. Ich meldete mich von Facebook ab, weil mir das „Facebook-Erlebnis“ nie gefallen hat. Die Benutzerführung war mir immer ein Graus und zu undurchsichtig (Stichwort: Privatsphäreneinstellung).

    Ich meldete mich ab, weil Facebook mehr und mehr zum Treffpunkt der Trolle und Idioten wurde. Weil ich es leid war, nur Posts gegen Tierversuche, dumme Selfies, Fotos von Mittagessen, Hassparolen, und „Meine Meinung ist die einzig richtige“ zu lesen. Ja, das Netz ist voll von all dem. Aber wie ich mich in der freien Welt entscheiden kann, in einen schönen Park zu gehen, statt zu den betrunkenen Gestalten am Bushof, so möchte ich auch im Netz die Wahl haben, wo ich mich herum treibe. Und das freie Netz ist (noch) so viel mehr als Facebook. Stellt euch vor, ihr könnt nicht mehr in den Park, sondern alles ist nur noch Bushof.

    Ich bin nicht so naiv zu glauben, dass Google, Amazon und Co. nicht meine Daten wollen. Auch ich war und bin in Social-Media Kanälen unterwegs. Auch mir ist bewusst, wie viel ich im Netz von mir preisgebe. Auch ich bin notgedrungen wieder zu WhatsApp (das ebenfalls zu Facebook gehört), weil eben alle dort sind, mit denen man kommunizieren möchte. Auch ich bin bei Instagram (das EBENFALLS zu Facebook gehört), weil mir die Community und der Umgang dort gefällt.

    Ich bin ebenfalls Teil dieses Molochs „Netz“. Scheinheiligkeit? Mag sein. Ich möchte und muss ohne Schwarz-Weiß-Malerei eine Grenze ziehen. Und die Grenze ist, zu verlangen, dass frei zugängliche Informationen auch in einem freien Netz verfügbar gemacht werden müssen, nicht in einem abgetrennten Teil des Netzes.

    Es geht nicht darum, dass Inhalte monetisiert werden müssen. Mir ist bewusst, dass Verlage und Redaktionen ihre Mitarbeiter bezahlen und daher auf Werbung, Abomodelle oder Paywalls zurück greifen müssen. Aktuelle Informationen zu Öffnungszeiten können aber nicht dazu gehören. Das ist kein Content. Das ist Teil einer Dienstleistung, die nicht nur für eine ausgewählte (zugegeben 2 Milliarden große) Gruppe zugänglich sein darf. Facebook darf nicht alles gehören.

    Ich wage gar nicht, mir auszumalen, wohin das führen kann und wird. Eigentlich frei zugängliche Informationen, die nur ausgewählten „Clubs“ zugänglich werden. Was, wenn ich beim Verkehrsverbund registriert sein muss, um Abfahrtzeiten erfahren zu können? Was, wenn ich bei jedem privaten Autobahnbetreiber angemeldet sein muss, um zu erfahren, wo gerade ein Stau ist? Oder was, wenn ALL diese Information nicht mehr im freien Netz, sondern nur noch im Facebook-Netz gefunden werden können? Ein Unternehmen, das die Hand auf allen Informationen hat. Alternativlos. Schöne neue Welt.

    Liebes Fitnessstudio, macht doch einen Anfang und veröffentlicht eure aktuellen Öffnungszeiten nicht nur bei Facebook, sondern auch auf Eurer schönen Webseite. Nutzt doch bitte auch andere Kanäle wie Twitter oder Google+ (haha). Lasst Eure Öffnungszeiten bitte von Google, Bing, DuckDuckGo und wie sie alle heißen finden. Helft, dass das Netz frei bleibt.

  • Wenn schwarze Wäsche stinkend aus der Waschmaschine kommt

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    Wir Hausfrauen müssen zusammen halten, sage ich immer. Und wir Waschweiber erst Recht. Sucht man im Netz nach Antworten zu genau dem einen quälenden Waschproblem, findet man mit Sicherheit tausend verschiedene Erklärungen, aber selten die wahre Lösung. So erging es mir beim Problem der schwarzen Wäsche, die immer müffelnd aus der Maschine kam.

    Egal, was ich versuchte, die Wäsche stank. Ich versuchte es mit Hygienespüler, mit höheren Temperaturen und verschiedenen Waschmitteln. Pulver und Tabs, Flüssig und Gel. Ich gab mehr oder weniger duftenden Weichspüler hinzu, spielte an den Schleuderzahlen, Programmen und Wasserbeigaben der Maschine herum. Ich gab mehr Waschmittel hinzu, verringerte die Menge der Wäsche. Irgendwann warf ich die am deutlichsten stinkenden Kleidungsstücke in den Müll, in der Annahme, sie seien Auslöser des Übels und verpesteten die anderen Teile.

    Allein, es half nichts. Manche Waschladungen wusch ich direkt ein zweites Mal, um dem Gestank Herr zu werden. Das Müffeln, so die Erklärung der vielen Ratgeber, stamme aus billigen, dunklen Farbstoffen und in der Tat schienen eher die billigen Teile den Geruch nicht loswerden zu wollen. Bunte und weiße Wäsche waren ebenfalls stets aprilfrisch. Guter Rat war irgendwann nicht mehr nur teuer, sondern unbezahlbar.

    Doch Rettung ist nah, denn hier nun die ultimativen Tipps, wie schwarze Wäsche duftend aus der Waschmaschine kommt:

    1. Der wichtigste Punkt ist tatsächlich die Menge des Waschmittels. Und dabei ist es völlig egal, ob ein Pulver oder ein Gel benutzt wird. Entscheidend ist, genau die Menge zu nehmen, die auf der Packung vorgeschlagen wird, in Abhängigkeit des Verschmutzungsgrads und der Wasserhärte. Der Gedanke, mehr Waschmittel müsste doch zu noch saubererer Wäsche führen, stimmt nicht. Denn was die dunkle Wäsche müffeln lässt, sind nicht ausgewaschene Seifenreste. Hinzu kommt der zweite Effekt bei zuviel Waschmittel: Die starke Schaumbildung. Zuviel Schaum bremst das „Schlagen“ der Wäsche aus, das durch die Drehung der Trommel und dem Herunterfallen der Wäsche simuliert wird.
    2. Was uns zum nächsten Punkt bringt. Nicht umsonst wurde Wäsche früher noch regelrecht geprügelt, um sauber zu werden. Damit die Wäsche auch in der teueren Maschine geschlagen wird, darf die Maschine nicht überladen werden. Eine Handbreit sollte noch Platz sein.
    3. Auf Weich- und Hygienespüler kann getrost verzichtet werden. Ebenso wie auf zusätzliche Wassermengen oder höhere Temperaturen, um Rückstände „auszukochen“ (Ausnahmen bestätigen gewiss die Regel). Ein gutes Vollwaschmittel genügt.

    Mit diesen einfachen Regeln gelang es mir endlich, all meine schwarze Wäsche – egal, ob fein, ob Sport, ob billiges T-Shirt oder hochwertiges Hemd – frisch, duftend und sauber zu bekommen. Und da wir Waschweiber zusammen halten, helfen diese Tipps euch hoffentlich auch.

  • GIF-Art

    Wunderschöne GIF-Animation von Cento Lodigiani, die er in seinem Tumblr präsentiert.

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  • Nächstes Kapitel

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    Hat eigentlich jemals ein Mensch in der Geschichte der DVD/BluRay das Kapitel-„Feature“ benutzt? Ein ganzes Billy-Regal voller gekaufter Filme zeugt von einem mir bislang völlig ungenutzten, weil nutzlosen Angebot – der Kapitelübersicht. Wann bitte hätte ich auf die Idee kommen sollen, diese aufzurufen? Um mir vor dem Filmgenuss einen Überblick über den Film zu verschaffen? Um heraus zu finden, an welchen Stellen irgendein Praktikant des Filmverleihs wahllos eine Kapitelsprungmarke gesetzt hat? Oder tatsächlich um am Ende direkt zu einem bestimmten Kapitel zu springen? Warum sollte ich das tun?

    Wie oft geht man ins Kino, bestellt eine Karte und sagt: „Können Sie bitte direkt zu Kapitel 4 vorspulen? Die Vorgeschichte interessiert mich nicht.“ Oder: „Muss ich denn den ganzen Film bezahlen, wenn ich nur den Endkampf sehen will? Bitte starten Sie Kapitel 19 und ich zahle dafür 1,50€.“

    Wie viele Romane werden mit einer Inhaltsangabe gedruckt, mit einer Übersicht aller enthaltenen Kapitel? Wie oft würde jemand gezielt zu einem bestimmten Kapitel springen und die vorherigen auslassen?

    Ach so, wenn man den Film bereits gesehen hat ist das etwas anderes? Dann gibt es keinen Grund mehr, ihn komplett anzusehen, sondern wählt nur noch die besten Kapitel aus dem Menü? „Ich fand den Film insgesamt toll. Aber ich muss ihn nicht noch einmal 2 Stunden anschauen. Die besten 10 Minuten genügen mir. Zum Glück habe ich ihn dafür gekauft.“ Aber klar.

    Wäre es nicht toll, wenn man auch in anderen Bereichen einfach bestimmte Kapitel auslassen könnte?

    • „Vorspiel? Langweilig. Ich springe direkt zu dem Kapitel, wo es zur Sache geht.“
    • „Aufwärmen? Das ist mir zu öde. Wo ist denn das Kapitel, in dem der Sport tatsächlich beginnt?“
    • „Pubertät? Ganz schreckliches Kapitel. Besser, ich überspringe das.“
    • „Ich kenne den Salat schon in- und auswendig. Lass uns direkt zum Hauptgang-Kapitel wechseln.“
    • „Das ist ja wohl ein selten dämlicher Blog-Artikel. Schnell zum nächsten…“
  • Mac OS X Dock Icons with Style

    Mac OS X Dock Icons with Style

    Auf der Suche nach stylischen neuen Icons für mein OS X Dock entdeckte ich einen Eintrag im MacRumors Forum. Der im Moment 26 Seiten lange Thread beginnt mit der üblichen Suche und einigen Angeboten, bis ein gewisser Arn0 beginnt, Icons auf Anfrage zu erstellen. Anfangs noch in vollständig runden Versionen, später in unterschiedlichen Ausführungen und im iOS 7-Style.

    Der echte Name des Künstlers ist Arnaud Leroy und in diesem Dropbox-Ordner können alle bislang erstellten Icons herunter geladen werden.

    Auch wenn sich am „flachen“ iOS 7-Design die Geister scheiden, liebe ich den einfachen und klaren Stil. Für meinen Frühjahrsputz waren diese Icons genau das richtige.

  • Bei Technik-Fragen…

    Ich liebe es, wenn Technik funktioniert. Ich liebe es, wenn sich unterschiedliche Gadgets untereinander verstehen. Ich liebe es, wenn ich einen Beweis dafür bekomme, dass wir im 21. Jahrhundert leben und Produkte unterschiedlicher Konzerne einfach kommunizieren und funktionieren ohne dass ich auch nur einmal die „Hilfe“ des Internets heranziehen muss.

    Der Grund, weshalb ich irgendwann zu Apple Produkten wechselte war, dass alles einfach so funktionierte. Und genau so, wie ich es wollte benötigte. Gut, auch im Apple Universum klappt nicht immer alles reibungslos. Wie könnte es auch? Zudem muss man akzeptieren, dass eben nicht alle Produkte dieser Welt von Apple sind (und das ist auch gut so!).

    Weshalb aber dennoch jedes Unternehmen noch immer sein eigenes Süppchen kocht, ist ein fürchterliches Unding. Weltweite Standards? In welcher Welt denn? Wenigstens europäische Vereinbarungen? Weit gefehlt.

    Beim Kauf neuer technischer Produkte und Gadgets wird man mit Schlagwörtern bombardiert, die dem Käufer, also mir, suggerieren sollen, dass man mit genau diesem Gerät für alle Eventualitäten gewappnet ist. Diese kleine Maschine macht mir das Leben leichter, versteht sich mühelos mit jeder anderen anschließbaren Maschine und … funktioniert einfach. Und warum? Weil es das zertifizierte, abgenickte und standardisierte HDMI-USB-CEC-ARC-Nupsi bereits eingebaut hat. Toll.

    Jedoch, all das ist ein Trugschluss. Konzerne MÜSSEN ihr eigenes Süppchen kochen, müssen sich von der Konkurrenz absetzen und unterscheiden. Und das wichtigste: sie dürfen keine Technik ausliefern, die einfach so funktioniert. Weshalb sollte sich denn sonst jemand etwas neues kaufen?

    Und so kaufe ich in beständiger Regelmäßigkeit neue technische Produkte. Immer in der Hoffnung, endlich den Heilsbringer gefunden zu haben. Nur um am Ende (teilweise) wieder enttäuscht zu werden.

    Dabei sind meine Ansprüche doch gar nicht so hoch. Ich möchte doch nur

    • eine Medienlandschaft, die eigenständig auf die richtigen (Audio- und Video-) Kanäle schaltet,  wenn ich Fernsehen, Spielen, Musik hören oder sonst etwas machen möchte
    • eine Fernbedienung, die alle Geräte reibungslos und zuverlässig steuert
    • ein Gerät, dass in der Lage ist, performant alle erdenklichen Video- und Audioformate abzuspielen und mir eventuell einen Katalog der Inhalte zu erstellen
    • ein System, dass alle Medien (Video, Audio und Fotos) unter einen Hut bringt und mir in jeder erdenklichen Lagen auf jedes erdenkliche Gerät wieder zur Verfügung stellt.

    Kann es denn wirklich so schwer sein? Oder muss es teuer sein? Zugegeben, früher, da versuchte ich mich immer an möglichst günstigen Lösungen. Meist mit entsprechendem Ende. Doch heute… bin ich kein bisschen schlauer und greife noch immer erst zu den zwar hochgelobten, aber vielleicht nicht vollends ausgereiften Produkten. Nur um dann frustriert noch mehr Geld auszugeben.

    Derzeit lassen mir folgende „Probleme“ keine Ruhe (und man ahnt es schon nach der obigen Aufzählung): Ich besitze einen LG LA6608 TV, einen Pioneer VSX 827 AV-Receiver, ein WD TV Live, eine PS3, eine Time-Capsule (mit angeschlossener LaCie-Festplatte mit Video-Dateien) und weitere Apple Gadgets wie Macbook Pro, iPad, iPhone mein eigen. Trotz monatelangem Studiums diverser Webseiten und Foren („Benutz doch die Suche“) bin ich noch immer hilflos.

    • das WD TV Live ist unfassbar träge, die Indexierung klappt nur nach mehrfachem Anstoßen und dann auch nicht wirklich zufriedenstellend, hochauflösende Videos ruckeln (mit der aktuellsten Firmware – daher wieder eine alte eingespielt). Außerdem ist es ein Ärgernis, dass sich das Gerät selbständig einschaltet, bloss weil ich ihm an der Steckerleiste Strom zuführe.
    • der Pioneer AV-Receiver versteht als Zentrale dieser Medienlandschaft nicht, wenn ich irgendwo einen Kanal wechsle, also zum Beispiel von TV auf Video umschalte. Deshalb sind für diesen Prozess immer mehrere Klicks am TV und am AV-Receiver nötig, vom WD TV ganz zu schweigen.
    • Der AV-Receiver schafft es nicht, die ausschließlich per HDMI übertragenen Videos auch mit synchronem Ton auszustatten. Oder der TV schafft es nicht, diese darzustellen.
    • Beim Versuch, Musik vom Macbook per Airplay an den AV-Receiver zu schicken (der damit ausgerüstet ist), klappt das.. nunja in 20 Prozent der Fälle. Warum, ist ein Rätsel. Hin und wieder klappt es aber per iPhone. Aber auch nicht immer.
    • der TV scheint mit all seinen Funktionen überladen zu sein. Das Menü ist ein Graus und unübersichtlich. Streaming beispielsweise per amazon Instant Video (ehemals Lovefilm) klappt nur mit ständigem Zwischenpuffern (per LAN-Kabel)
    • um alles zu steuern benutze ich drei Fernbedienungen. Eine Harmony-Fernbedienung ärgerte so lange mit der Aufforderung, die Hilfe-Taste zu drücken, weil etwas nicht funktionierte, bis sie „kaputt ging“. Ein danach erworbene Philips Universalfernbedienung kann noch weniger.

    Ja, alles nichts halbes und nichts ganzes. Und um zum Thema „dann geb ich einfach mehr Geld aus“ zu kommen, plane ich derzeit, eine Synology Diskstation zu erwerben. Und ich werde noch Monate auf Webseiten und Foren („Das wurde schon in mehrfachen Threads beantwortet“) versuchen herauszufinden, ob ich damit zumindest einige meiner Wünsche erfüllen kann.

    Schöne neue Technik-Welt. Ich glaube, mit meinem Videorekorder, der per Scart-Kabel an meinem Röhrenfernseher hing, hatte ich weniger Ärger.

  • Auch Apple-Jünger werden älter

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    Seit ich Apple-Fan bin, habe ich mir den zweifelhaften Ruf erarbeitet, missionarisch für Macbooks, iPhones, iPads und Co. zu kämpfen. Kaum eine Gelegenheit wurde ausgelassen, auf die Vorteile dieses Ökosystems hinzuweisen, bei Fragen und Hilfestellungen war man bei mir stets an der richtigen Adresse. Nicht zuletzt überzeugte ich Familie und Freunde davon, sich ebenfalls Apple-Produkte anzuschaffen. Der Eifer ging so weit, dass ich vehement argumentierte, wenn mir ein Gesprächspartner weiß machen wollte, meine geliebten Gadgets seien unpraktische, eingeschränkte Blender, Apple sei das Böse schlechthin und ich sei ein Fanatiker, der alles persönlich nähme.

    In wie weit das stimmte, vermag ich heute nicht zu beantworten. Fakt ist, dass ICH im Apple Ökosystem genau das fand, was ich gesucht hatte. Und ich betone das ICH hier absichtlich. Denn mittlerweile ist es mir vollkommen schnurz, was andere sagen und denken. Die Kritiker und Motzer kommen noch immer zu mir, klagen, beschweren sich und versuchen mich weiter von allen Nachteilen der Apple Produkte zu überzeugen. Und ich… gebe Ihnen Recht. Denn bloß weil ich glücklich damit bin, müssen es die anderen ja nicht auch sein. So mag doch bitte jeder sich sein Android Smartphone holen, sein WindowsPhone-Tablet oder seinen Windows 8-Rechner. Warum auch nicht? Das sind alles ausgereifte Systeme, die eine Menge Vorteile haben und mit Sicherheit wunderbar zu jedem anderen passen. Nur nicht zu mir.

    Über die Nachteile, die man sich mit Apple Produkten erkauft, sollte man sich von vornherein im Klaren sein. Ich kann mir keinen Smart kaufen und mich dann beschweren, dass der Kofferraum so klein ist. iOS und OSX sind zwei eigenständige Systeme, die zunächst mit anderen Systemen nichts zu tun haben. Wozu auch? Wieso sollte ich mich also beschweren, dass Windows Software nicht darauf läuft, oder die Geräte anders zu bedienen sind? Wer ein Windows-Gerät möchte, möge sich doch bitte eins holen. Wo ist das Problem? Das iPhone und iPad ist zu eingeschränkt, bietet zu wenige Möglichkeiten, mit Dateien tun, was man will und die Geräte lassen sich nicht aufrüsten? Nun, das ist hinlänglich bekannt. Warum also nicht sein Glück bei Android suchen? Oftmals stelle ich fest, wie enttäuscht Menschen reagieren, die sich von ihrem iPhone den Himmel auf Erden versprachen und feststellen mussten, dass es Makel und Fehler hat. Nun, da funktionierte offenbar das Marketing sehr gut bei einem Leichtgläubigen – kein System ist perfekt. Kein Apple Produkt ist ein Heilsbringer und macht alles automatisch und von alleine. Und Steve Jobs war kein Gott.

    Ich missioniere niemanden. Ich sage nur, dass ich im Zusammenspiel meines MacBooks, meines iPads, meines iPhones und meiner Time Capsule genau das fand, was ich in anderen Systemen vermisst hatte. Was andere als Unzulänglichkeiten oder Gängelung sehen, brauche ich höchstwahrscheinlich nicht oder ich fand dafür eine Lösung. Mir kam bislang bis auf eine Ausnahme noch kein Fall unter, der mich ein Windows-System hätte vermissen lassen. Und dieser eine Fall betraf eine Steuer-Software, die es mittlerweile auch für den Mac gibt. Natürlich ärgere auch ich mich hin und wieder leise über die umständliche Synchronisierung meines iPads oder darüber, wie eingeschränkt der Finder in OSX ist (übrigens beides Punkte, die mit den nächsten großen Updates behoben sein könnten). Aber zu Windows zurück? Niemals. Oder zu Linux? Been there, done that.

    Ich war vielleicht ein Jünger, jetzt bin ich älter. Jedem das System, das zu ihm passt. Und diese Freiheit möge man auch mir lassen. Auf Diskussionen lasse ich mich nicht mehr ein, ich bin glücklich mit der Technik. Hoffentlich werden es alle anderen auch mit ihrer Technik.

  • Ordnung halten in iTunes

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    Vermutlich ist die Chance bei einer Musikbibliothek jenseits von 4000 Titeln groß, dass einige Songs einfach über den Rand rutschen, nie wieder gehört werden, in Vergessenheit geraten. Hinzu kommt, dass sich im Laufe der Zeit auch der persönliche Musikgeschmack ändern dürfte. Gedanken wie „DAS mochtest Du mal? Herrje.“ dürften aufkommen.

    iTunes macht es einem einfach, solche Stücke zu finden. Mit einer intelligenten Wiedergabeliste und folgenden Einstellungen:

    • Medienart ist Musik
    • zuletzt gespielt nicht innerhalb der letzten 36 Monate

    Schon listet iTunes alle Songs in der Bibliothek auf, die man in den letzten drei Jahren nicht einmal angehört hat. Und dabei kann man sich dann fragen, weshalb man sie nicht mehr hören wollte oder konnte. Schnell werden dabei die Songs gefunden, die man eigentlich gar nicht mehr hören möchte.

    In meinem Fall musste ich – und jetzt wird es peinlich – doch so manchem Robbie Williams oder Kate Ryan Stück mit dem Löschbutton Auf Nimmerwiedersehen sagen. Ja, früher fand ich die Songs stark. Heute bin ich froh, wenn sie nicht doch plötzlich wieder auftauchen und mich zum überspringen zwingen.

    Eine aufgeräumte Musikbibliothek beruhigt mich, ebenso wie aufgeräumte Ordner, Mail-Accounts und Bild-Datenbanken. iTunes macht es einem hier sehr leicht. Ich wünschte, eine solche intelligente Liste gäbe es auch für Apps.

  • Gesucht wird: der perfekte Media-Player

    Oder anders gesagt, die eierlegende Wollmilchsau. Das perfekte Gerät für das heimische Entertainment zu finden, gleicht einer Wissenschaft und benötigt sehr viel akribische Detektivarbeit und Auswertung. Doch selbst dann ist die Gefahr groß, keinen Erfolg zu haben.

    Meine Ausgangslage ist ein Apple Universum (Macbook Pro, Time Capsule, Airport Express, iPhone und iPad) und eine PS3 der ersten Generation. Gewünscht wird ein Gerät, das mir im besten Fall BluRays, DVDs und alle auf dem Markt befindlichen Videoformate abspielen kann (also auch MKV, mp4 und so weiter inklusive der Möglichkeit von Untertiteln .srt etc.)

    Die PS3 ist als Medienzentrale ein guter Einstieg, hat aber folgende Nachteile: „exotische“ Dateiformate werden nicht erkannt, Untertitel in Videos werden nicht angezeigt, doch am schlimmsten ist der horrende Stromverbrauch.

    Auf der Suche nach alternativen BluRay-Playern, die mit USB-Anschluß auch Formate von externer HD abspielen können, stolperte ich immer wieder über die gleichen Macken: irgendein Format wird nicht oder nur unzulänglich unterstützt, das Laufwerk ist zu laut oder der Preis einfach lächerlich.

    Und dabe sind meine Ansprüche nicht einmal exorbitant. Ich verlange keine Streamingfunktion in 7.1 DTS und 3D. Und doch scheint es keine Lösung zu geben.

    Anbieten würde sich natürlich ein AppleTV (und die PS3 weiterhin als BD/DVD-Player), doch für den vollen Umfang käme wohl nur ein (leider überteuertes) Apple TV mit entsprechendem Jailbreak in Frage. Andere Lösungen wie beispielsweise die XTreamer-Reihe zeigt sich wieder überfrachtet, zu teuer und die Bewertungen haben ein viel zu breites Spektrum von Lobgesang zu völligem Schrott.

    Was also tun? Welche Lösung habt ihr zuhause? Was könnt ihr mir empfehlen?

  • Das Blog, der Feed und Social-Müdia

    Ja, kaum zu glauben. Mein Blog lebt noch. Zumindest bin ich noch nicht wie manch andere dem „Blogs sind tot“-Wahn verfallen. Aber – meine Netzaktivitäten sind auf ein Minimum geschrumpft. Warum, werde ich vielleicht demnächst hier erzählen (und demnächst ist ein dehnbarer Begriff). Wichtig ist mir zunächst nur, dass es „hier“ noch gibt.

    Und damit ihr auch nicht verpasst, wenn ich wieder etwas wertvolles schreibe, möchte ich euch, meine treuen, aus glanzvollen Tagen übrig gebliebenen Leser bitten, euren RSS-Feed umzustellen. Denn Feedburner, der nie wirklich rund laufende Feed-Aggregator-Dienst von Google, wird demnächst seine APIs schließen (keine Sorge ihr Nicht-Nerds, das ist nichts schlimmes) und ich schätze auch bald danach komplett seine Pforten. Google ist ja recht rigoros wenn es darum geht, erfolglose Projekte zu streichen.

    Und da ich Herr meines Blogs und meiner Daten sein möchte, stelle ich den RSS-Feed nun wieder auf die alte Adresse um. Diese lautet:

    https://www.allesroger.net/feed

    Das war es auch schon. Über meine Meinung dazu, was derzeit im Web passiert und warum ich so „Social-Müdia“ geworden bin, werde ich vielleicht bald hier sinnieren. Wenn die Abende wieder lang und kalt sind und die Lust auf’s schreiben wieder ausbricht. Bis dahin…

  • Außergewöhnliche und wunderschöne Cases für das neue iPad

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    Meine Apple-Sammlung wurde pünktlich am 16.März, dem Erscheinungstag des neuen iPad (aka. iPad 3), um eben dieses erweitert. Nein, ich erzähle Euch jetzt nicht, dass ich Apple-Freak tatsächlich in der Schlange vor dem Store stand. Ich erzähle auch nichts über das unfassbar geniale, hochaufgelöste Display. Über den Spaß, den ich mit dem iPad habe. Über das Geld, das ich für viele neue Apps (die ich nun teilweise doppelt besitze) ausgegeben habe. Auch nichts über die beiden Schattenseiten des neuen iPads, nämlich das doch überraschend beträchtliche Gewicht und die unfassbar lange Ladezeit des Akkus (sieben bis acht Stunden bedingt durch die hohe Kapazität und das schwache Netzteil). Nein, in diesem Artikel möchte ich einige Cases vorstellen, die sich von der üblichen Masse abheben.

    Denn hat man das Kleinod erst einmal ausgepackt, in den Fingern gehabt und möchte es dann weg legen oder mit auf die Reise nehmen, merkt man schnell, wie wichtig entsprechender Schutz ist. Schließlich sollen ja nicht gleich zu Beginn unschöne Kratzer das iPad verschandeln. Problem dabei: das neue iPad ist etwas dicker geworden (Schuld daran ist das Retina-Display) und verfügbare Cases werden in den meisten Fällen nicht passen. Natürlich kann man auch einfach zu einem Cover greifen, wie beispielsweise die Original Smart Cover von Apple, die auch weiterhin auf das neue iPad passen. Die Rückseite des iPads bleibt aber ungeschützt. Lösung hier wäre ein Sleeve. Alle derzeit angebotenen Sleeves, egal ob aus Leder, Neopren, Filz oder sonstigem Material dürften passen. Außerdem sind sie meist kostengünstig.

    Will man den kompletten Schutz, kommt man um ein Case nicht herum. Will man ein etwas exklusiveres Modell, muss man – wenig überraschend – auch tief in die Tasche greifen. Aber was sind schon 100€ um ein 700€ Gerät zu schützen? Auch bei den exklusiven Cases hat man die Wahl zwischen besonderen Materialien und kann jenseits von Plastik auch wunderschöne Dinge aus Holz und Leder erstehen. Dem Einfallsreichtum, der Verarbeitung, dem Preis scheinen hier keine Grenzen gesetzt zu sein. Nehmen wir beispielsweise die Cover und Cases von Miniot. Außergewöhnliches Design, tolle Funktionalität. Hier scheint noch nicht alles für das neue iPad ausgestattet zu sein, aber es dürfte nicht mehr lange dauern. Grove seinerseits hat bereits sehr elegante Bambus Cases mit cleverem Cover im Programm. Zu den Klassikern dürften die Dodocases zählen, die das iPad sicher in Buchoptik schützen. Auch hier hat man die Wahl zwischen verschiedenen Materialien und Farben.

    Allen Cases gleich ist die Aufgabe, die Funktionalität und Mobilität des iPads nicht einzuschränken. Alle Schalter und Stecker werden problemlos erreicht. So auch bei den Cases von Pad & Quill. Diese sind bereits für das neue iPad gemacht und ahmen ebenfalls die Haptik und Optik eines großen (Moleskin-) Notizbuches nach. Auch Fieldfolio geht mit seinen angebotenen Cases diesen Design-Weg. Die hohe Wertigkeit der bereits vorgestellten Produkte kommt hier allerdings nicht ganz so rüber, dafür scheint alles komplett aus recyceltem Material gefertigt zu sein. Vaja bietet sehr hochwertige Leder-Cases an, handgefertigt und extrem teuer. Dafür darf man sich aber vorab über das verwendete Leder informieren.

    new iPad

    Stabilität und Sicherheit sollte bei allen Angeboten gewährleistet sein. Ich sah Videos, wo Tester verschiedene Cases (natürlich mit iPad) fallen ließen, um den Schutz des Gadgets zu überprüfen. Ich würde es aber besser nicht selbst testen. Dafür möchte ich am Ende noch die Cases von Germanmade vorstellen. Handgefertigt und (im Vergleich zur vorgestellten Konkurrenz) in Deutschland fabriziert, nehmen auch diese Cases die Buch-Optik auf, bieten die Möglichkeit, das iPad zu Präsentationszwecken aufzustellen, haben wie auch die anderen die Smart-Cover-Funktionalität (das automatische Ein- und Ausschalten des iPads bei Öffnen und Schließen des Deckels) und eine weitere Besonderheit. Die g.2 Modelle bieten unter dem iPad Stauraum für Kabel , Stifte, iPhone, Ladegeräte, Microfasertuch (Pflicht) etc. Zwar wird das „Buch“ dadurch dicker, man hat aber auch immer alles dabei und mus die Kabel nicht irgendwo in einer Tasche suchen. Knackpunkt dürfte allerdings das dicke Netzteil des neuen iPads sein. Die Cases werden zwar bereits für das neue iPad angeboten, ob damit aber wirklich alles Zubehör verstaut werden kann, muss sich zeigen.

    Man sieht, es ist nicht schwer, auch für den Schutz des teuren iPads viel auszugeben. Geld, das allerdings gut angelegt ist. Nun muss jeder für sich entscheiden, wie viel er ausgeben möchte und welche Design-Linie bzw. welches Material er bevorzugt. Ich selbst bin mir auch noch nicht ganz schlüssig und werde mich weiter umsehen. Über Tipps und Anregungen in den Kommentaren freue ich mich sehr.

  • 500px oder: Warum zuviel Zucker ungesund ist.

    Foto-Comunitys und Galerien gibt es mittlerweile einige im Netz. 500px ist eine unter vielen. Und doch, sieht man sich einmal auf der Startseite um oder wählt die derzeit beliebtesten Fotos oder die Tipps der Redaktion, so bemerkt man schnell, dass hier eine andere Qualität geboten wird. 500px ist eine Community richtiger Fotografen. Hier wird zum allergrößten Teil Kunst präsentiert, keine Urlaubsschnappschüsse. Was zählt ist Qualität, nicht Quantität. Ein Umstand, der schon bei der Anmeldung, beziehungsweise beim ersten Upload der eigenen Fotos klar gestellt wird. 500px weist darauf hin, nur die allerbesten Fotos hoch zu laden. Die maximale Anzahl liegt bei zehn Fotos pro Woche. Also keine fünfzig Fotos aus dem schönen Venedig, sondern nur das eine besondere, mit dem perfekten Licht und der perfekten Stimmung.
    Golden Ladder by Roger Graf (allesroger)) on 500px.com
    Golden Ladder by Roger Graf

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  • iPhoto, die Datenbank und die Gesichtserkennung

    iPhoto ist langsam, träge, stellt Bilder oder Miniaturen nicht korrekt dar? Beim Sync mit anderen Geräten werden falsche Fotos übertragen oder die Ausrichtung vergessen? Nun, iPhoto ist eine Bilder-Datenbank und wie jede andere ihrer Art benötigt sie hin und wieder ein klein wenig Wartung. Am einfachsten lässt sich das auf folgende Weise bewerkstelligen: Beim Start von iPhoto hält man die Apfel- und Wahltaste gedrückt (Alt und CMD) und kurz darauf erscheint ein kleines Wartungsmenü. Hier können Zugriffsrechte repariert, Miniaturen neu berechnet oder fehlende Verknüpfungen aus einem Backup wieder eingespielt werden. Für den Normalgebrauch sollte das helfen. Stellt man aber immer noch fest, dass die Datenbank eigenartig reagiert, führt kaum etwas um einen kompletten Neuaufbau herum.

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  • Patente Patente

    Man stelle sich einmal vor, kurz nach der Erfindung des Automobils hätte jemand ein Patent für die Form des Lenkrades angemeldet. Wie würden wir unsere Fahrzeuge heute steuern? Hätten andere Hersteller das Design übernommen und Lizenzgebühren bezahlt, versucht, etwas Neues zu erfinden oder das übliche runde Lenkrad einfach abgekupfert und sich auf rechtliche Schritte eingestellt?

    Egal wie, Patente dienen einem Unternehmen ihre Erfindungen, ihre Interessen und damit auch ihren Profit zu schützen. Denn eines bleibt immer gleich: ein Unternehmen ist nicht die Wohlfahrt und denkt nur daran, Geld zu verdienen. Mit allen Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen. Deshalb wird patentiert, lizensiert und zur Not auch verklagt, was das Zeug hält.

    Als Apple Fan begibt man sich natürlich auf sehr dünnes Eis, wenn man dieses Thema anspricht. Früher noch Kult, polarisiert Apple mittlerweile sehr stark und die Patent-Querelen der letzten Monate warfen kein gutes Licht auf die Firma. Doch ist es Apples alleinige Schuld?

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  • Nie wieder ein Schnäppchen verpassen

    Früher, da ging man zum Elektrohändler oder Plattenladen um die Ecke und zahlte den Preis, der auf das Produkt geklebt war. Dann, in Zeiten von Media-Markt und Saturn, konnte man zwar vergleichen, stellte aber schnell fest, dass die Preise doch verdammt ähnlich waren. Schnäppchen gab es nur zum Sommer- oder Winterschlussverkauf. Heute darf sogar um den Preis gefeilscht werden, wirklich günstige Angebote bekommt man aber letztlich nur im Netz. Wirklich?

    Preissuchmaschinen machen es leicht, das im Moment günstigste Angebot zu finden. Wenn man ein konkretes Produkt sucht. Aber es gibt ja auch noch die Schnäppchenblogs. Hier wird im Minutentakt alles an Preissenkungen und Angeboten zusammen getragen und veröffentlicht. Hat man einige dieser Blogs abonniert, ist man nach wenigen Minuten darüber informiert, wo es Katzenfutter gerade im Sonderangebot gibt, wo Waschmaschinen und Glätteisen mit einem Coupon billiger abgegriffen werden können, welche DVDs von Amazon die nächsten fünf Minuten für zwei Euro weniger raus geschmissen werden, oder wo man einen Gutschein erhält, um ein dreiviertel Jahr später in Hamburg in einem Hotel für zwanzig Euro weniger ein Zimmer zu bekommen.

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  • iTunes Match – Fluch oder Segen

    Etwas überraschend startete vergangene Woche iTunes Match auch in Deutschland. Kaum jemand hatte mit einem so plötzlichen Start gerechnet, da bislang die GEMA hierzulande jegliche Streaming-Services unterband. Doch ganz still und heimlich scheint man sich geeinigt zu haben. iTunes Match wurde veröffentlicht und für 24,99€ pro Jahr hat man als iTunes-Kunde nun nicht nur seine ganze Musik in der Wolke, sondern kann diese auch noch mit dem iTunes Store abgleichen lassen.

    Wie man iTunes Match genau einrichtet und nutzt möchte ich hier nicht nochmals erklären. Das haben Richard Gutjahr und Appforthat schon besser gemacht und sollte für den Normal-Nutzer auch genügen. Dennoch bleiben auch mit diesen Anleitungen einige Fragen offen, beziehungsweise Aspekte, die Fragen aufwerfen. Wie zum Beispiel die Fragen, die auch aptgetupdateDE bereits stellten.

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  • Head in the Cloud

    Früher, da hatte man die Dinge, die man liebte, noch in der Hand, steckte sie in Kartons, Schubladen oder Schränke. Fotos, Schallplatten, Videokassetten, CDs. Dann kam der Siegeszug der Digitalisierung, unsere Medien waren plötzlich nicht mehr greifbar. Festplattenkapazitäten wurden größer, Backups wurden gemacht. Alles, was man besaß, lag auf irgendwelchen Speichermedien, die ebenfalls wieder verstaut werden konnten. Hatte man früher einen Schrank voller Filme, passte nun alles in eine Hand. Wer allerdings dachte, dass dies die Zukunft sei, irrt. Die Zukunft (zumindest die nächste) ist die Wolke. Daten gehen in die Cloud, irgendwohin, auf fremde Server in fremden Ländern, durch die Luft übertragen und nur auf diesem Weg wieder zurück zu holen. Die Haptik geht völlig verloren und Ikea fragt sich, weshalb keine Billy Regale mehr verkauft werden.

    Man kann natürlich vortrefflich darüber streiten, ob diese Zukunft tatsächlich so wünschenswert ist. Ältere Generationen, zu denen auch ich mich zähle, schätzen es noch, ihre Wertsachen in Händen halten zu können. Eine Schallplatte auf zu legen, in einem echten Buch zu blättern, eine Kiste voll alter Fotografien zu durchstöbern vermitteln einem ein völlig anderes Gefühl als die Handhabung all der Medien mit entsprechenden digitalen Geräten. Dennoch hat auch das Speichern in der Wolke einige Vorteile. Man ist ab sofort nicht mehr ortsgebunden, denn die Wolke ist überall und damit auch alles, was in ihr steckt. Haben wir mehrere Geräte für unseren Medienkonsum, ist es nicht mehr notwendig Daten hin und her zu kopieren oder zu synchronisieren. Außerdem ist die Wolke ein perfektes Backup-System, gesichert vor Verlust, Diebstahl, Brand oder Dummheit.

    Makelfrei ist die Cloud dennoch nicht. Unsere Daten liegen nicht mehr in unserer Hand, sind nicht greifbar, sondern werden von Firmen bewacht und verwaltet. Was, wenn dort etwas schief geht, in den Serverfarmen? Was, wenn sich Verträge und Nutzungsbestimmungen plötzlich ändern? Was, wenn meine Daten nicht so gut geschützt sind wie erhofft und von jedem einsehbar sind? Was, wenn ich kein Gerät zur Hand habe, um auf die Cloud zuzugreifen? Einfach in den Keller gehen und eine alte Kiste mit den CDs holen ist dann nicht mehr. Die Wolke macht uns Nutzer abhängig von der Firma, die sie bereit stellt, von den Werkzeugen, um die Wolke an zu zapfen und von dem Gutwillen und der Verlässlichkeit des Anbieters.

    Kein Server, keine Firma, niemand auf dieser Welt kann hundertprozentige Sicherheit garantieren. Auch Apple nicht, wie ich trotz meiner Eigenschaft als Fanboy einräumen muss und Apple eigentlich nur stellvertretend für alle anderen Anbieter (Google, Microsoft, Telekom etc.) erwähne. Ein Restrisiko bleibt grundsätzlich immer. Vielleicht stelle aber auch nur ich mir die Frage, ob ich die Wolke wirklich will, weil ich zu einer Generation gehöre, die noch wie oben beschrieben aufwuchs. Für unsere Kinder wird das Leben mit der Wolke selbstverständlich sein.

    Die Wolke KANN unser mediales Leben vereinfachen, wenn die entsprechenden Vorraussetzungen gegeben sind. Dazu gehört beispielsweise ein flächendeckendes Angebot schneller und bezahlbarer Datentarife oder flächendeckendes W-LAN. Was ich an Speicherplatz in meinem Gerät einspare, kostet mich Transfervolumen, wenn ich mir die Daten aus der Cloud hole. Datenflatrates wie sie heute angeboten werden und beispielsweise bei 300MB Nutzung bereits die Geschwindigkeit drosseln, lassen keine vernünftige Nutzung zu. Auch die Geschwindigkeit ist ein schwieriger Faktor. Es bringt mir als Nutzer nichts, wenn ich meine Filme nicht mehr auf meinem Gerät abspeichern muss und quasi überall verfügbar sind, beim Wunsch einen Film zu sehen aber erst einen mehrstündigen Download in Kauf nehmen muss.

    Was die Wolke betrifft, bin ich noch sehr unentschlossen. Als Technik-Freak und Apple-Nerd probiere ich aber bereits alles aus, wie ich in meinem nächsten Artikel erzählen möchte. Was ist Eure Meinung zu Cloud-Diensten? Nutzt Ihr sie? Haltet Ihr sie für sinnvoll und/oder die Zukunft?