Wer hat die Polarlichter letzte Nacht verpasst? *Zeigt mit zwei Daumen auf sich selbst*. Es reicht wohl nicht, täglich die Wettervorhersage zu checken, sondern auch die Polarlicht-Vorhersage.
Kategorie: Notizen
19. Januar 2026
Influencer sind ein komisches Volk. Alles bei Influencern muss etwas toller als üblich sein. Immer eine Spur drüber. Immer eine Spur daneben. Denn oft scheint es so, als seien Influencer nur deshalb anderer Meinung, um Reichweite zu erlangen. Fluorid ist tödlich, Hafer macht fett und krank, die Erde ist eine Scheibe, dieser ETF bringt dir 200% Rendite. Auffallen um jeden Preis, Hauptsache anders als die anderen. Und dann wird gefolgt und der gesunde Menschenverstand und Fakten ausgeblendet.
Zwei Gedanken dazu: 1) Vor einigen Wochen fiel ich selbst wieder darauf rein, als irgendeine Instagram-Influencerin vor Verzückung vom Stuhl rutschte und einen Baumarkt anpries, der eine derart großartige Weihnachtsabteilung haben solle, wie man es noch nie erlebt habe. Wir fuhren hin und fanden drei Regale mit billigstem Plastikmüll vor. Reingefallen. 2) Diese bescheuerte Behauptung im Netz, dass Fluorid in Zahnpasta per se gesundheitsschädlich und giftig sei, ist mittlerweile im Mainstream angekommen. Es gibt tatsächlich Zahnpastahersteller, die bewusst damit werben, kein Fluorid zu nutzen, weil… giftig und so. Dabei kommt es, wie so oft, auf die Menge an. Und ich möchte denjenigen mal sehen, der so viel Zahnpasta schluckt, dass er sich tatsächlich eine Vergiftung einfängt. Alles, was derzeit wirklich toxisch ist, ist Social Media.
17.January 2026
John Gruber in Daring Fireball:
It would make more sense if we found out that the team behind redesigning the UI for MacOS 26 Tahoe was hired by Meta a year ago and deliberately sabotaged their work to make the Mac look clownish and amateur.
Es gab mal eine Zeit, da war ich als Apple Fanboy verschrieen. Ob das stimmte oder nicht, wer weiß. Aber ja, die grundsätzlichen Design-Entscheidungen von Apple begeisterten und überzeugten mich. Heute sehe ich das differenzierter. Zum Einen, weil ich selbst seit fast einem Jahrzehnt als UX Designer arbeite, zum anderen weil ich mit sehr vielen Entscheidungen seitens Apple nicht einverstanden sein kann. Damit sind noch nicht mal deren politischen oder geschäftlichen Entscheidungen gemeint. Liquid Glass ist ein komplettes Desaster. Das muss noch einmal deutlich gesagt werden. Fast täglich lese ich von neuen Verfehlungen in aktuellen OS Versionen. Wie beispielsweise von den lächerlich übertriebenen Fensterrundungen in macOS, die eine normale Nutzung beim Vergrößern und Verkleinern völlig absurd machen. Oder den in diesem Zusammenhang aufgefallenen Darstellungs- und Bedienfehlern bei Scrollbalken. Die insgesamt dann noch schlimmer werden, wenn man genauer hinschaut. Es scheint nicht aufzuhören.
Das Schlimmste ist allerdings, dass wir nicht mit baldiger Verbesserung rechnen dürften. Denn was Apple so gut wie nie macht, ist, Fehler einzugestehen. Und bei einer derart massiven Designumstellung wie bei Liquid Glass käme das auch einem Gesichtsverlust gleich. Deshalb wird Apple auch keinen Schritt zurück machen. Sie werden hier und da kleine Anpassungen machen oder Probleme komplett ignorieren. Man denke nur daran, wie lange es dauerte, bis die unsäglichen Butterfly Tastaturen in den Macbooks verschwanden. Von den einst goldenen Zeiten, als Apple noch Design-Vorreiter und Speerspitze ware, sind wir leider weiter entfernt denn je.
16.Januar 2026
Auf der Suche nach einem Fußpedal für den Auszug unter der Spüle so bei mir selbst gedacht: Ich möchte das überall haben – einen Schalter, bei dem ich Dinge mit den Füßen treten kann, damit sie tun was ich möchte. Wie befriedigend muss das sein?
16.Januar 2026
Die überall herrschende Begeisterung für das Xbox/PS5 Game „Indiana Jones und der große Kreis“ kann ich leider nicht teilen. Trotz schöner Grafik und superben Sprechern finde ich es tödlich langweilig. Nach ca. 4 Stunden Spielzeit habe ich bereits vergessen, worum es eigentlich geht. Die große Geschichte wird auch kaum erzählt, man erhält nur Fragmente und sieht sich letztlich nur damit beschäftigt, Checkpoints zu erreichen und langweilige Aufgaben auszuführen. Hier und da ein überkomplexer Faustkampf und behäbige, schwerfällige Kletterpartien (ja, er ist ein Professor und kein Nathan Drake, ich weiß). Überhaupt: Diese Steuerung. Wie kann ein solches Spiel eine derart unnötig komplizierte Steuerung haben? Beispiel: Verschlossene Türen können nicht einfach mit einem passenden Schlüssel geöffnet werden. Nein, man muss den Schlüssel auswählen, ihn in Schloss stecken, mit dem linken Stick drehen und dann erst öffnet sich die Tür. Das mag zwar realistisch sein, ist aber auf keinen Fall spaßig. Dass das Spiel in der First-Person-Perspektive dargestellt wird, mag ja okay sein, oft verliert man aber dennoch den Überblick, Kletterpassagen werden ungenau und – das allerschlimmste – ich habe nie das Gefühl, wirklich durch Rom zu laufen, denn die Kamera schwebt einfach nur durch die Räume. Immersion kommt da nicht auf und was für einen reinrassigen Shooter absolut geeignet ist, scheint mir bei einem Abenteuer eher nicht so passend. Schade. Ich hatte mich so sehr auf ein neues Indy-Abenteuer gefreut.
By the way, liebe Spielehersteller: Müsst ihr jedesmal das Rad neu erfinden, wenn es um die Steuerung geht? Könnt ihr nicht mal erprobte Mechaniken aus anderen erfolgreichen Spielen einfach übernehmen? Muss ich denn für jedes Spiel immer wieder erst alles neu lernen? Und: Muss es denn immer so überkomplex sein? Ich möchte das Spiel genießen können und mir nicht auf die Schulter klopfen, dass ich nach 3 Wochen Training 300 Tastenkombinationen und Kombos im schlaf kann.
14. Januar 2026
Ach übrigens, wenn hier jetzt jeder Ansprüche an Grönland anmelden kann – also ich hätte Grönland auch gerne. Weiß zwar nicht wofür, aber bevor es Trump oder die Russen bekommen, werfe ich meinen Hut in den Ring. Was letzte Preis?
14. Januar 2026
Seit ich schon vor etwa 2 oder 3 Jahren damit begonnen habe, den Nachrichten- und Informationsfluss zu regulieren, Eilmeldungen und Mitteilungen massiv einzuschränken, geht es mir deutlich besser. Ich habe keine Nachrichten-Apps mehr auf meinem Phone und werde auch nicht mehr ständig mit jeder Hiobsbotschaft belästigt. Aber natürlich möchte ich weiter informiert sein und habe es mir daher zur Regel gemacht, bei Bedarf bei tagesschau.de reinzuschauen. Bewusst auf der Web-Version, nicht in der App. Und wie ich hier bei ifun.de lese, eine gute Entscheidung. Denn die Tagesschau scheint dort, offenbar durch Forderung der Printmedien, mehr zu einem TikTok-Klon geworden zu sein. Da spricht vielleicht wieder der alte Mann in mir, aber ich möchte nicht ständig kleine Videos schauen. Ich glaube auch, dass ich Schlagzeilen schneller erfasse, wenn ich sie lese (und dann bei Bedarf den Artikel aufrufe, um mehr zu erfahren). Baut die Tagesschau auch schon Emojis in die Videos und untertitelt das Ganze mit „Wait ‚till the end!“?
14. Januar 2026
Schlagzeile heute: Söder will weniger Bundesländer. Und ich glaube, die Bundesländer wollen weniger Söder. Würde allen gut tun.
13. Januar 2026
Weil wir neulich von Icons sprachen und wie inflationär, unnötig und falsch Apple derzeit mit Icons umgeht: Ich fand in meinem Archiv einen Artikel von 2023, wo ich über die Änderungen auf Apples Webseite schrieb und wie dort das Hauptmenü von Icons zu reiner Textdarstellung geändert worden war. Und ja, damals hinterfragte ich diesen Schritt. Heute begrüße ich ihn. Interessant, wie sich meine und Apples Meinung in den letzten 3 Jahren offenbar geändert hat. Es bleibt aber abzuwarten, ob sie auf ihrer Hauptseite je wieder zu Icons zurückkehren werden.
12. Januar 2026

Ein verspätetes Weihnachtsgeschenk von mir für mich. Ein Stück Kindheitserinnerung in tadellosem Zustand. Der originale Nintendo Gameboy Classic inklusive Tetris. Na, wer hat direkt die Titelmelodie des Games im Kopf?
11. Januar 2026
Diese Trumps, Putins, Orbans und all die anderen Kerle – sind die eigentlich jemals glücklich? Haben die auch mal einen guten Tag? Einfach mal mit leckerem Frühstück und einem entspannten Tag an einem See, ein Nickerchen und ein Bierchen mit Freunden. Ja, Geld und Macht, alles geil und so. Aber ständig nur wütend sein, paranoid und schlecht gelaunt? Das ganze Leben lang? Ist es das wert?
10. January 2026
When we talk about the growth of technology in the 21st century, which kind of growth do you think best describes it?
“Hey, {social media | AI} grew so big, we all sat together under its canopy and enjoyed the shade.”
Said no one.
More likely: “Hey, {social media | AI} grew so big, it metastasized beyond what society could bear and now look at the mess we’re in.”
Schöner Gedanke, dass Wachstum wie ein Baum sein sollte und nicht wie Krebs. Lesenswert.
9. Januar 2026
Wer Wordle mag, aber der Meinung ist, dass es zu viele Buchstaben und zu wenig Pferde bietet, findet jetzt vielleicht mit Enclose.horse eine gute Alternative. Das Puzzlespiel bietet täglich eine neue Karte und verlangt vom Spieler, ein Pferd auf einer Wiese einzusperren, ihm aber möglichst viel Freiraum zu bieten. Hat bei mir neben Wordle (und dieser recht guten, deutschsprachigen Alternative) seinen Platz als morgendlicher Rätselspaß gewonnen.
8.Januar 2026
Müde vom stundenlangen Doom-Scrolling? Erschöpft von toxischen Social Media Diskussionen? Nachrichten Portale gaben dir den Rest, während du schon am Boden liegst? Und die KI lügt und halluziniert wieder vor sich hin? Dann nutze das für dich. Sag deinem KI-Bot, er soll dir sagen, dass alles wieder gut wird. Trump, Ukraine-Krieg, Nazis in Deutschland, Klimawandel, was auch immer dich gerade fertig macht. Sag ihm, er soll die Aussage, das alles wieder gut wird nur mit Fakten belegen und hierzu auch die Quellen nennen. Und dann hülle dich ein in eine wohlig warme Zukunftsvision, die sich so real anhört, dass sie fast wahr sein könnte. Das Leben ist schön.
7. Januar 2026
Mein Verhältnis zu Icons ist zwiespältig. Sie sind sinnvoll und nützlich, können aber bei falscher Anwendung mehr Schaden anrichten, als manch einer denkt. Zu viele Icons, Icons mit unklarer Bedeutung oder falscher Metapher verschlechtern die kognitive Last von Nutzern, die Scanbarkeit von Oberflächen und somit auch die Usability. Nun wird Apple ja gerne als der Gold-Standard in Sachen Design angesehen, besonders bei Nicht-Designern. Umso bemerkenswerter die Vielzahl an Verfehlungen, die Apple seit den 26er Updates eingeführt hat. Liquid Glass kann nur als üblen Fehltritt bezeichnet werden, der hoffentlich in den kommenden Jahren angepasst wird. Ähnlich schlimm sind allerdings auch die Änderungen in den Human Interface Guidelines von Apple und dem dort beschriebenen Umgang mit Icons. Denn ein Jahrzehnte altes Paradigma wurde über Bord geworfen und die massenhafte Nutzung von Icons wird nicht nur erlaubt, sondern empfohlen und durchgeführt. Mit entsprechend schlechten Ergebnissen. Icons sind überall – doppelt und dreifach, inkonsistent oder komplett falsch. Neben den oben genannten Verschlechterungen markiert Apple damit allerdings einen Präzedenzfall, der leider viele Nachahmer finden wird. Weil: Gold-Standard. Howard Oakly fasst den Zustand hier sehr gut zusammen. Noch besser und genauer auf das Icon-Thema eingegangen wird hier bei Jim Nielsen und vor allem bei Niki Tonsky, der eine sehr ausführliche Zusammenfassung, Gegenüberstellung und Analyse anbietet.
7. Januar 2026
Und dann stellst du mit einem Mal fest, dass dein persönliches Blog 21 Jahre alt ist. Und du das Jubiläum zum 20sten einfach verpasst hast…
6. Januar 2026
Die Kinder in der Nachbarschaft wollen mich hereinlegen. Erneut streifen sie durch die Straßen, klingeln an Haustüren und verlangen Gaben. Gut, diesmal keine Süßigkeiten, sondern Geld. Dafür schreien sie auch nicht „Süßes oder Saures“ sondern singen Lieder. Andere Kostüme tragen sie auch. Aber einen Sticker kleben sie dennoch an die Tür oder malen mit Kreide ihre Tags als Graffiti, selbst wenn man bezahlt hat. Höchst eigenartig. Ich bin mir sicher, dass Halloween nur einmal im Jahr ist.
5. Januar 2026
Es ist wichtig, das neue Jahr möglichst ohne Altlasten zu beginnen. Und eine Altlast von mir, war die immer wieder kehrende Frage, ob im Intro des Songs „Eye of the tiger“ ein Riff tatsächlich zu spät einsetzt oder ob ich mir das jahrelang nur eingebildet habe. Ich bin wohl weit davon entfernt, ein perfektes Gehört zu haben, aber diese eine Stelle in dem Song störte mich schon immer. Spätestens aber, als ich damals mit der Playstation 3, dem Spiel Rockband und meiner Gitarre hier regelmäßig einen Punkt verspielte, weil ich im Takt war und der Songs eben nicht. Nun, ein bisschen Recherche und es ist tatsächlich so. Das Timing stimmt nicht, ist aber eine bewusste Entscheidung der Band Surivor. Der minimale Wechsel sollte noch besser das Timing von Boxschlägen abbilden. Puh. Wieder was gelernt. Wikipedia.
