Texte

  • Werde Superstar

    Du möchtest ein Star sein? Berühmt und in aller Munde? Du willst, dass jedermann in Deutschland über dich spricht? RTL und Co. Reportagen über dich drehen, die Bild Zeitung, Spiegel und Stern dein Gesicht auf das Cover bringen und einen großen Leitartikel verfassen? Nur zu, du kannst es schaffen. Und es ist nicht einmal so schwer. Das deutsche Fernsehen zeigt es in den letzten Wochen beinahe pausenlos, wie leicht es sein kann, ins Rampenlicht zu kommen. Du brauchst dafür kein Talent. Du musst nicht singen können. Oder tanzen. Du musst auch nicht gut aussehen. Oder gar gehen können. Es ist…

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  • Die Vergangenheit ändern

    Aus purer Langeweile machte ich mich daran, meine alten Blogeinträge durchzustöbern. Teilweise war ich amüsiert darüber, worüber ich schon philosophiert habe, manchmal erstaunt, was bereits angesprochen worden ist. Doch leider musste ich mich auch einige Male mit Schrecken abwenden, ob dem Quatsch, den ich hier mitunter von mir gegeben habe. Nicht nur inhaltlich, auch stilistisch. Hinzu kommen Artikel, die (jetzt) völlig uninteressante Themen abhandeln oder eine Einstellung widerspiegeln, mit der ich mich heute gar nicht mehr identifizieren kann. „Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann“ sagte Francis Picabia einst und ich denke mehr denn je über seine…

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  • Die Gee wird noch von Hand gemacht

    Ja, ich sage in der Tat die Gee. Weiblich. Vermutlich, weil es die Zeitschrift ist. Natürlich könnte es auch das Magazin (die Website spricht selbst von GeeMag) oder das Heft sein. Für mich aber ist die Gee weiblich. Warum? Weil sie wunderbar ist. Die unbestritten beste Spielezeitschrift auf dem deutschen Markt, mit den besten Artikeln, der besten Aufmachung, und überhaupt. Außerdem ist sie sehr schwer zu bekommen, was wiederum ein eindeutig weibliches Attribut ist. Ich habe bereits davon berichtet. Nämlich hier. Und hier. Ein ständiger Kampf. Selbstverständlich sollte man sich fragen, warum man es sich selbst so schwer macht. Und…

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  • Google möchte nicht, dass ich meinen Namen ändere

    Mittlerweile bin ich – Paranoiker bitte weghören – bei so gut wie allen Google-Diensten angemeldet. Ich besitze einen Googlemail-Account, mache Werbung mit Adsense, lasse meine Feeds per Feedburner verwalten, kontrolliere meine Website mit Google-Analytics, nenne einen bisher nicht genutzten Youtube-Account mein Eigen, bin Mitglied in den Google-Groups und habe letztlich auch noch ein Picasa-Webalbum. Google weiß also alles, was ich im Netz und privat so treibe. Aber darum soll es hier gar nicht gehen. Einmal mit seinem Account-Namen auf der Google-Hauptseite angemeldet, kann man auf all diese Dienste problemlos zugreifen. Allein, ich mag den Namen nicht mehr. Als ich mich zum ersten Mal…

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  • Promo-Trailer

    Halb dösend auf dem Sofa liegend und in die Glotze starrend, wünschte ich mir, die Fernsehsender würden endlich damit aufhören, ihre Promo-Trailer zu kommenden Serien und Filmen nicht so schneiden, als würden die Darsteller eine Art Dialog führen oder Kommentare zum Programm abgeben. Ich kann es nicht mehr sehen, wenn die CSI-Cops Sätze sagen wie „Das muss man gesehen haben“, woraufhin die Medium-Tante meint „Oh, großartig“, um von einer verzweifelten Hausfrau mit „Toll. Die sind wirklich die Besten“ bestätigt zu werden, was irgendeinen Bones-Kameraden zu der Aussage „Das sage ich auch immer“ nötigt. Die Beispiele sind mannigfaltig und der Sinn…

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  • Schere, Stein, Papier

    Wenn keine salomonische oder auf gesundem Menschenverstand basierende Lösung möglich ist, bedienen auch Erwachsene sich gerne eines kleinen Kinderspiels namens Schere, Stein, Papier. Vermutlich kennt dieses Spiel jeder und hat es auch schon mehrmals im Leben gebraucht, um beispielsweise dem Müll-runterbringen zu entgehen, oder dem Du-sagst-es-ihm oder dem Jemand-muss-das-wegmachen. Ich kenne das Spiel auch nur unter dem Namen Schere, Stein, Papier und weiß nicht, wie man es in anderen Ländern nennt. In den USA beispielsweise scheint die Reihenfolge im Titel anders zu sein, denn mir fiel schon des öfteren auf, dass in Filmen und TV-Serien Papier, Stein, Schere oder Stein,…

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  • Ich kann gar nicht soviel essen, wie ich kotzen möchte

    Dieser Artikel war bereits eine ganze Seite lang. Doch ich musste feststellen, wie mich mehr und mehr die Wut überkam. Weshalb ich ihn wieder radikal kürzte. Im Grunde möchte ich nur folgendes sagen: Ich kann gar nicht soviel essen, wie ich kotzen möchte. Kotzen über euch beknackte Amokläufer, über euch noch beknacktere Waffensammler, euch vollkommen schwachsinnige Schützenvereine, über euch debile Drecks-Journalisten, über euch pawlowsche, sabbernde, Müll veröffentlichende Medienhunde, über euch Möchtegern-Moralisten, euch gewissenlose Heuchler, euch inkompetente Politiker, über euch beschissene Besserwisser und Weltverbesserer. Über das ganze Gesocks, dass die Schnauze aufreißt und Speichel spuckt beim Schreien von Phrasen wie Killerspieleverbot, strengere Waffengesetze, Metalldetektoren,…

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