Schlagwort: unterhaltung

  • Games: Lesbische Spiele bei Mass Effect

    Interessant. Wenn ein Spiel sich bisher auf die Fahne schrieb, für Erwachsene zu sein, so konnte man zu 100% davon ausgehen, dass damit Gewalt gemeint ist. Je erwachsener das Game, umso brutaler und indizierter musste es sein. Als wenn Erwachsene sich nur um Brutalität kümmern würden und Wii Tennis nur für Kinder sei. Dem ist natürlich eindeutig nicht so. Und die Spielehersteller scheinen das auch langsam zu begreifen. „Erwachsene Themen“ gibt es in vielen verschiedenen Richtungen. Dazu gehört vielleicht auch der Umgang mit Homosexualität.

    Dieser Umgang wurde Star Trek zum Beispiel immer vorgeworfen. Da gibt es eine Fernsehserie, die mit ihrer Toleranz angibt, da verlieben sich Menschen und Aliens, da hätte man die Freiheit gehabt, alles zu bringen. Doch Homosexualität wurde grundsätzlich immer ausgeklammert (obwohl ich mich zu erinnern glaube, dass es irgendwo mal einige Anspielungen gab).

    Als ich dann neulich ein Video des Rollenspielactionkrachers Mass Effect für die Xbox360 sah, in dem man einem leicht pornographischen Lapdance zuschauen konnte (schön in schwulstiges Licht getaucht) beeindruckte mich das nicht sonderlich.

    Nun scheint es aber so zu sein, dass Mass Effect doch etwas mehr in die Tiefe geht (haha). Auch die Romantik kommt nicht zu kurz, Liebe und Sex. Und wieso auch nicht zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern? Und wieso nicht auch zwischen gleichgeschlechtlichen, außerirdischen Partnern (wenn das irgendwie geht)?

    DAS sind für mich erwachsene Themen. Denn DAS ist es, was auch Bücher und Filme interessant macht. Was uns Menschen bewegt ist nicht nur Gewalt und Horror. Es ist auch Liebe, Partnersuche, Eifersucht, Drama, Verlust, Angst, Trauer etc. Mass Effect scheint endlich den ersten Schritt in ernsthafte Unterhaltung zu wagen. Wollen wir hoffen, dass die Entwickler nicht stolpern.

    Natürlich sollte man dabei nicht vergessen, dass die lesbischen Szenen, zu denen es kommen kann, nur dadurch entstehen, wenn man sich ganz zu Beginn des Spiels dafür entscheidet, einen weiblichen Charakter zu spielen. Was gleichzeitig bedeutet, dass es männliche homosexuelle Szenen nicht geben wird. Man könnte dem Spiel hier natürlich eine Einseitigkeit vorwerfen oder auch, dass man nur mit verführerischen Schauwerten Kunden locken will. Auch muss die Frage erlaubt sein, welche Spielart der Liebe, Sex mit Außerirdischen darstellt. Doch wie gesagt, es ist ein erster Schritt.

    Würde ich dieses Spiel auch einem Jugendlichen in die Hand geben (damit meine ich Jugendliche, die zwar noch nicht volljährig, aber zumindest dem Pikachu Alter entwachsen sind)? Wieso nicht? Wie könnte ein Jugendlicher spielender lernen Toleranz zu zeigen und auch Homosexualität als etwas ganz normales zu verstehen? Doch auch hier gilt wieder: man sollte keine Jugendlichen mit Spielen alleine lassen. Egal, worum es in dem Spiel geht.

  • Portal – The cake is a lie

    Können Spiele auch Kunst sein? Ja, manche schon. Wenn man sich im Netz und in entsprechenden Magazinen umschaut, dann gibt es ein nur Spiel, dass dieses Jahr nun wirklich alle begeistert hat. Und es ist kein Assassin’s Creed, kein Halo 3, kein Wasweißich. Es ist ein kleines, knackiges Knobelspiel, welches eigentlich nur als Bonus in einer orangen Box steckt und dem eigentlich darin verkauften Half Life 2 plus den zusätzlichen Episoden komplett den Rang abläuft. Und warum? Weil das Spiel Kunst ist. Die Rede ist von Portal.

    Meist sind es eh die einfachsten Ideen, die die Menschen lieben. Und auch die einfachsten Spielideen fesseln am meisten. Man denke nur an Tetris. Leicht zu verstehen, schwierig zu meistern. In eine ähnliche Kerbe schlägt Portal. Die Ausgangssituation ist einfach erklärt. Man erwacht als Spieler (bzw. Spielerin) in einem Testgelände, ausgestattet mit einer eigenartigen Waffe. Mit ihr kann man Portal in die Wände, Decken und Böden zaubern. Jeweils einen Ein- und einen Ausgang. Möchte ich also eine höher gelegene Plattform erreichen, schieße ich ein Portal auf meine Ebene und eines auf die obere, gehe hindurch und schwups bin ich angekommen. Das Prinzip wird hier sehr schön erklärt.

    Ziel des Spiels ist es vordergründig, die verschiedenen Level zu meistern, die verständlicherweise immer kniffliger werden. Doch es geht um mehr. Und nicht um Kuchen. Denn der ist eine glatte Lüge.

    Begleitet wird der Spieler von einer Computerstimme namens GlaDOS, die böser und gleichzeitig witziger kaum sein könnte. Das ist schwarzer Humor at its best. Ständig umgibt den Spieler das Gefühl, dass man raus muss, nur eine Ratte in einem Versuchskäfig ist. Man ist stets bestrebt, es diesem blöden Computer zu zeigen. Je weiter man vordringt, desto mehr Hinweise erhält man, wie man entkommen könnte. Desto mehr bemerkt man, dass man in eine Falle gelockt wird und am Ende der Tod wartet. Und kein Kuchen.

    Das Spiel ist kurz. Aber intensiv. Selten zuvor habe ich so vergnügliche vier bis fünf Stunden verbracht. Wenn das Spiel vorbei ist, wünscht man sich, man hätte noch mehr Level durchhalten müssen. Noch mehr Geschwätz der Computerstimme gehört. Und dieser Wunsch wird verstärkt, wenn man dem Abschiedssong des Computers lauscht. Einfach herrlich (man beachte bitte nur mal den bittersüßenbösen Text des Songs). SPOILERWARNUNG. Bitte nur abspielen, wenn man niemals vor hat, das Spiel selbst zu spielen oder es bereits getan hat…

    Wie gesagt, in dem Spiel lauert mehr, als man im ersten Moment denkt. Es zieht einen hinein, es fordert einen heraus, es ist gruslig und witzig zugleich, es ist spannend und knifflig und gleichzeitig höchst befriedigend. Es ist ein kleines Stückchen Kunst.

    Es gibt bereits Bonuslevel, in denen man versuchen kann zu entkommen. Das tolle Gefühl wie beim Hauptspiel kommt dabei aber leider nicht auf. Dann ist es wirklich nur noch ein Knoblespiel, aber zumindest immer noch ein verdammt gutes.

    Ich bin mir sicher, dass es irgendwann eine Fortsetzung geben wird. Auch bin mir sicher, dass der Satz „The cake is a lie“ in die Annalen den Videospielgeschichte eingehen wird. Man wird ihn auf T-Shirts drucken und abwechselnd mit dem „Han Solo shot first“-Shirt tragen. Es wird Companion Cubes zum Selberbasteln geben oder als Plüschversion zum Aufhängen und/oder Kuscheln. Portal hat Spielegeschichte geschrieben. Und das ist noch immer eine Kunst. Darauf ein Stück Kuchen.

  • Jede Menge Spiele

    In den letzten Tagen wagte ich mich an einige neue und ältere Spiele. Manche davon habe ich mir gekauft, manche nur in der Videothek ausgeliehen und eines war nur eine Demo Version. Fangen wir damit am besten gleich mal an. Crysis (DVD-ROM) für den PC ist seit kurzem als Download verfügbar. Das Spiel ist unbestreitbar das neue State-of-the-Art was Graphik und Präsentation in Spielen angeht. Selbst auf meiner alten Maschine konnte ich manche Schieberegler der Einstellungen auf High setzen. Natürlich nur bei geringerer Auflösung und mit Einbußen beispielsweise bei den Schatten und selbstverständlich ohne DirectX 10 Unterstützung. Doch bereits so sieht der Shooter unverschämt gut aus. Man wähnt sich tatsächlich in einem Film. Die Story scheint ebenfalls spannend zu sein. Magische Momente gab es natürlich keine in der Demo. Man läuft von einem Checkpoint zum anderen und ballert die Feinde um. Diese agieren sehr clever, ducken sich, weichen aus und umzingeln den Helden. Es wird jedesmal ein Katz und Maus Spiel, denn die Vegetation ist so dicht, dass man die Gegner teilweise gar nicht sieht, sondern nur von irgendwo getroffen wird.

    Doch ehrlich gesagt konnte mich das Spiel nicht wirklich begeistern. Für mich persönlich stimmt die Atmosphäre einfach nicht, da habe ich bei Half Life 2 mehr Stimmung gehabt, mehr Grusel, mehr Anspannung. Und einige Details nerven mich einfach. Beispiel Munition: Getroffene Gegner lassen ihre Waffen liegen. Diese liegen dann irgendwo im hohen Gras und anders als bei anderen Shootern, wo man einfach drüber läuft und die Munition automatisch aufsammelt, muss man die Waffen hier per Tastendruck aufnehmen. Wenn man sie denn gefunden hat. So wird man von links und rechts beschossen, ist aber zwecks Munitionsmangel dazu verdammt den Boden nach einer Waffe abzusuchen. Das nervt. Wie gesagt, ein Urteil nur anhand einer Demo abzugeben ist vielleicht falsch. Kaufen werde ich mir das Spiel aber definitiv erst, wenn es mal günstig zu haben ist und mein Rechner eine Aufrüstung erfahren hat.

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  • Bye Bye PC Games

    In der Bestätigungsmail zur Kündigung meines "PC Games DVD ab 18" Abonnements bat mich der verlegende Computec Verlag darum, meine Gründe für die Kündigung anzugeben. Dies war ein leichtes.

    Zunächst einmal ist bei mir die Schmerzgrenze für ein monatlich erscheinendes Magazin bei 5,30 Euro um 30 Cent überschritten. Das mag im ersten Moment nicht viel Geld sein, aber irgendwo muss man ja Grenzen ziehen. Von mir aus hätte man auf die zumeist lächerlichen Vollversionen auf den DVDs verzichten können, um den Preis unter fünf Euro zu halten. Was auch immer. Jedenfalls halte ich alles über fünf Euro für zu teuer.

    Die DVD wurde für mich immer uninteresanter. Hatte die Redaktion sich früher richtig Mühe gegeben und eine echte Sendung mit Reportagen und profesionellen Sprechern geboten, so findet man jetzt nur noch einige InGame-Mitschnitte, unterlegt von unmotivierten Testerstimmen. Das macht keine Lust auf die Spiele und keinen Spaß beim Zuschauen.

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  • Außerirdische bei Maischberger

    Eben gesehen: Maischberger mit dem Thema "Ufos, Außerirdische und Engel". Zu Gast Walter von Lucadou, der sich am liebsten selbst reden hört, aber niemals auf den oder zum Punkt kommt. Eine Sabrina Fox, die sich beim Autofahren Tipps von Engeln geben lässt. Ein Johannes von Buttlar, der keine Ahnung hat, wie er sein Lebenswerk (Ufo-Forschung) vor diesen Knalltüten verteidigen soll. Ein Joachim Bublath, der irgendwann die Sendung verlässt und man es ihm nicht mal verübeln kann. Und eine Nina Hagen, die außerirdischste von allen, die Scheiße aussieht, Scheiße erzählt und beim geistigen Niveau einer Siebenjährigen stehen geblieben ist. Dazu eine Sandra Maischberger, die am Ende der Sendung verzweifelt ihr Gesicht in den Händen vergräbt. Das war peinlich. Höchstpeinlich.

    Und wenn ich euch nun erzähle, dass ich das Thema Außerirdische, Ufos, Parapsychologie, Mysterien und Verschwörungen in der Theorie äußerst interessant finde und nächtelang darüber diskutieren und mich austauschen könnte, dann ist das nun noch umso peinlicher.

    Update: Mittlerweile finden sich bei Youtube Videos zu diesem neuen "Fernseh-Eklat" (Eva Herrman lässt grüssen). Und beim erneuten Betrachten stelle ich abermals fest: Wie kann es sein, dass man einer Frau wie Nina Hagen noch immer die Möglichkeit gibt, vor Publikum aufzutreten. Dass man ihr für ihren Schwachsinn und ihr unmögliches Verhalten ein Podium gibt? Wer hat eigentlich diese Gästekonstellation bei Maischberger zusammen gestellt? Und überhaupt und letztendlich: so interessant ich dieses Thema auch finde, was hat das bei Maischberger zu suchen?

  • Blizzards Support Hotline: Abo einfrieren

    Heute rief ich bei Blizzards kostenloser Abo Support Hotline an. Denn seit ich in Duisburg lebe, kam ich nicht mehr dazu, mal wieder richtig World of Warcraft zu spielen. Und derzeit fehlt es mir auch irgendwie an Motivation. Allerdings weiterhin alle drei Monate knapp über 35 Euro dafür zu bezahlen, macht ja nicht all zuviel Sinn.

    Nett ist die weibliche, englisch-sprachige Stimme, die mich begrüßt. Auch nett ist die weibliche französische Stimme, die man danach hört. Fast zu nett klingt die weibliche deutsche Stimme, die sich dann zu Wort meldet. Etwas überambitioniert die Gute, finde ich. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wo sie dieses laszive Talent bereits unter Beweis stellen konnte. Ich wähle also die 1 für den Abo Support auf Deutsch. Die World of Warcraft Titelmelodie ertönt. Sehr laut, ich muss den Hörer vom Ohr nehmen. Währenddessen flötet die Stimme, dass gleich ein Mitarbeiter für mich da sein wird und das Gespräch zu Testzwecken aufgezeichnet werden kann.

    Als die Musik verstummt, habe ich leider einen Kerl am anderen Ende der Leitung. Ich will schon fragen, wem die laszive Frauenstimme gehört, erkläre ihm aber doch nur meine Situation. Er versteht sofort und sagt, dass ich bei den Account Einstellungen einfach auf "Abo beenden" klicken solle. Meine Daten würden gespeichert bleiben und ich könnte jederzeit mein Abo wieder reaktivieren. Was denn mit dieser 6 Monate Frist sei, frage ich ihn. Er antwortet, man gebe mir die Garantie, dass meine Daten mindestens 6 Monate gespeichert blieben. Allerdings sei es in den letzten zweieinhalb Jahren noch nie vorgekommen, dass man Accounts hätte löschen müssen und es gäbe auch bis dato keinen Anlass dazu. Von daher könnte ich unbesorgt auch länger pausieren.

    Na dann. Mein Abo ist eingefroren. Atius wird nun erst mal nicht mehr auf dem Malygos Server sein Unwesen treiben. Bis auf weiteres. Bis es mich wieder packt. Oder mich jemand überzeugt, dass es doch mal wieder Spaß machen würde.

  • Star Wars Filmchen

    Unmengen von kleinen Star Wars Filmchen schwirren durch das Netz. Die einen witzig, die anderen nicht ganz so. Aber allesamt ein Beweis dafür, wie sehr diese Filmreihe unsere Kultur geprägt hat und wie gerne das Thema Star Wars für so manchen Scherz benutzt wird. Hier zwei weitere Vertreter. Zunächst ein musikalischer Darth Vader an der Mundharmonika.

    Dann Star Wars mal op kölsch. Ich hab Tränen gelacht. „Und sons?“ „Et muss.“ ;-)

  • Bully und Lissi und der wilde Kaiser und dann?

    Ich war mal sehr großer Fan von Michael Bully Herbig. Damals zu seiner großen Bullyparaden-Zeit. Dann brachte er den Schuh des Manitu ins Kino, und ich schätze, ich bin wohl der einzige Mensch in Deutschland, der diesen Film nicht zum bepissen lustig fand. Er hat ein paar witzige Momente und ich habe mich hin und wieder amüsiert, aber ein Knaller war der Film für mich nicht. Und dieses ständige Verwursten bekannter Bullyparaden-Charaktere.

    Könnt ihr euch erinnern, wie Bully danach in seiner Sendung dazu aufrief, das Publikum entscheiden zu lassen, was er als nächstes drehen soll? Zur Auswahl standen damals: Teil 2 des Schuh des Manitu, Mein (T)raumschiff, Sissi oder ganz was anderes. Das Publikum entschied sich für das (T)raumschiff und bekam auch diesen. Und ehrlich, den fand ich noch schlechter als Bullys ersten Film. Technisch brillant, natürlich, Bully ist ein verdammt guter Regisseur. Aber die Story, der Humor, die Gags – herrje.

    Nun steht Bullys nächster Film in der Pipeline. Am 25.Oktober startet „Lissi und der wilde Kaiser“. Und ist es euch aufgefallen? Damit hat er die erfolgreichsten Gags seiner Bullyparade und fast alles, was seinerzeit zur Wahl stand, zu Filmen gemacht. Ganz gleich, ob „Lissi und der wilde Kaiser“ nun gut wird (der Trailer sieht zumindest mal witzig aus – aber das tun Trailer immer), spannend wird nach diesem Film sein, was Bully als nächstes macht. Kann er sich endlich von der Bullyparade lösen? Kommt er endlich mit etwas Neuem? Überrascht er uns, so wie er es damals in der Sendung doch hin und wieder schaffen konnte? Wird sein nächstes Projekt „Ganz was anderes“ oder doch nur ein zweiter Teil mit altbekannten Gags und Figuren, die man schon seit Ewigkeiten kennt? JETZT bin ich mal gespannt.

    Und wehe Bully, in dem Lissi Film taucht nur einmal eine Art Franz Beckenbauer, ein Grieche oder ein Yeti… oh Mann, der Yeti ist dabei…

  • Schaut nicht King of Queens

    Ich kann euch nur eines raten: Wenn ihr die Sitcom "King of Queens" liebt, dann schaut euch bloß nicht das Serienfinale am 15.Oktober auf Kabel1 an. Im Grunde hättet ihr die komplette letzte Staffel nicht schauen sollen. Und eigentlich sollte man von keiner Serie, die man liebt, die letzten Folgen anschauen. Ich habe es schon einmal gesagt und ich wiederhole mich gerne. Serien-Produzenten schaffen es regelmäßig, alles, was man über die Jahre lieb gewonnen hat, in nur wenigen Folgen zu zerstören. Am Ende einer jeden Serie ändert sich plötzlich alles. ALLES. Oftmals im Eiltempo, so als käme das Ende überraschend und müsste noch den letzten Dreh bekommen.

    Acht Jahre lang begleitet man als Zuschauer Doug und Carrie, lernt ihre Macken zu lieben, beobachtet sie, wie sie sich regelmäßig necken und streiten und doch immer wieder zusammen finden. Alles geht seinen gewohnten, geliebten Gang. Eine Konstante in einem sich ständig ändernden Leben. Warum also sollte ich mir antun, dass sich die beiden in der letzten Folge plötzlich trennen wollen? Das Haus verlassen? Und überhaupt? Was soll das? Selbst wenn es wieder zu einem Happy End kommt – einem finalen Happy End – so sind so radikale Veränderungen kurz vor Schluss für mich völlig unnötige Makel, die nur das allgemeine Interesse noch schnell anheben soll (um letzte Werbegelder heraus zu pressen). "Oh Leute, ihr müsst euch unbedingt die letzte Folge ansehen, denn alles wird anders, also verpasst es bloß nicht."

    Für mich muss es nicht anders werden. ALLES wird anders, da bin ich froh, wenn es Orte gibt, an denen etwas so bleibt, wie ich es mag. Für mich hört King of Queens am Ende der achten Staffel auf. Acht vergnügliche Jahre mit Doug, Carrie, Arthur und dem ganzen Ensemble. Die letzte Folge werde ich mir mit Sicherheit nicht an tun und wenn ihr die Serie mögt wie ich, dann rate ich euch, ebenfalls nicht einzuschalten.

  • 100 Amiga Spiele in 10 Minuten

    Ah, Nostalgie. 100 Amiga Spiele präsentiert in einem 10 Minuten langen Video. 97 der Spiele hatte ich selbst. Von etwa 90 kenne ich spontan den Namen. Vermutlich wäre es witzlos, dazu aufzurufen, alle Titel zu nennen. Vielleicht anders herum. Welche Spieleperlen fehlen?

    https://youtube.com/watch?v=hUoJBerFDsA%3Fcbrd%3D1%26ucbcb%3D1

    Ich fange einfach mal an: Silent Service, Blood Money, Giana Sisters, Wizball, Elite, Starglider 2, Their finest Hour, etc…

  • Der Mann der tausend Worte

    Eddie Murphy, Idol meiner Jugend und zuletzt nur noch in peinlichen Fortsetzungen und/oder Kinderfilmen zu sehen, die hauptsächlich aus Pipikaka-Humor bestehen, hat offenbar ein neues Filmprojekt. Nun, nichts weltbewegendes eigentlich. Die Story: Ein Mann stellt fest, dass er nur noch 1000 Worte sprechen kann, bevor er stirbt. So schräg die Idee, so sehr mag ich sie bereits jetzt. Natürlich kann der Film dennoch völlig in die Hose gehen und es erinnert stark an "Schräger als Fiktion", einer meiner absoluten Lieblingsfilme (Will Ferrel hört plötzlich die Stimme einer Erzählerin, die seine Taten wie in einem Buch schildert und den Satz fallen lässt, er würde bald sterben).

    Weshalb ich jetzt etwas über diesen Eddie Murphy Film schreibe? Weil mein erster Gedanke war: Ich weiß, welches die letzten Worte sein werden. Jede Wette, er sagt "I love you". (Und allein aus diesem Ende ließe sich die komplette Story interpolieren). Was denkt ihr? Was werden Murphys letzte Worte sein? "3, 2, 1."? "So ein Mist."? "to be continued."?

  • Möge die Ma… die Weihnacht mit mir sein

    Hatte ich vor kurzem noch erwähnt, einer meiner größten Wünsche sei der Kranwagen von Lego Technic? Dieses riesige, bewegliche, gelbe, absolut coole Teil? Nun, vergesst es. Alles Pipifax. Denn für den wahren Lego Bauer ebenso wie für den wahren Star Wars Fan gibt es nur ein Modell, das zu bauen gilt. Han Solos Millennium Falcon höchstselbst. Mit schlappen 5195 Teilen und einem Verkaufspreis von schlappen 550 Euro (ein halbes MacBook). Das Modell ist limitiert und seit wenigen Tagen erhältlich. Fast einen Meter lang ist das Teil – keine Ahnung, wohin ich es stellen würde, wenn ich es hätte. Aber dass ich es haben muss, steht außer Frage. Zum Glück bin ich 16+. Eigentlich bin ich sogar 2×16+. Bekomme ich dann zwei? Oder ein anderes cooles Star Wars Modell? Den At-At vielleicht? Oh, möge die Macht der Weihnacht mit mir sein.

  • Serientäter

    Die liebe Lena schickte mir ein Stöckchen, das wohl nur für mich gemacht worden war.

     

    1.) Schaust du regelmäßig TV Serien?
    Das kommt darauf an. Es gibt Serin, die ich sehr gerne sehe, aber ich komme langsam davon weg, sie im Fernsehen zu gucken. Serien auf DVD zu schauen hat so was ganz anderes. Ohne Werbeunterbrechungen und der Möglichkeit, vielleicht noch eine Folge zu gucken und dann noch eine. Erst dann kann man eine Serie wirklich genießen.

    2.) Was macht für dich eine gute Fernsehserie aus?
    Alles, was auch ein gutes Buch oder ein guter Film haben muss. Mit dem Vorteil, dass in vielen Fällen die Personen besser beleuchtet werden können als in einem Film und man über die Jahre fast eine Beziehung zu ihnen aufbauen kann. Siehe "Six Feet Under".

    3.) Gibt es eine Serie, für die du alles stehen und liegen lässt?
    Was heißt "alles stehen und liegen lässt" ;-) Serien, bei denen ich nicht erwarten kann, die nächste Folge zu sehen: Lost, Dr.House, Emergency Room (DVD), Desperate Housewives, Nip/Tuck (DVD). Früher, als die Serien noch liefen, waren es auch Six Feet Under, Frasier, Ally McBeal (DVD) und Sex an the City (jaaa, auch Männer gucken so etwas – zumindest Männer, die Qualität, freche Geschichten und witzige Dialoge zu schätzen wissen). Was ich immer wieder gerne sehe, aber auch hin und wieder verpasse, sind Die Simpsons, King of Queens, CSI Las Vegas und Scrubs – was eigentlich unverzeihlich ist.

    4.) Und welche geht überhaupt nicht?
    Alle Serien, denen man die billige Machart sofort ansieht, die mit nur einer Kamera, Laiendarstellern und platten Geschichten daher kommen und nur als Hülle für Werbeunterbrechungen produziert worden sind ohne eine Ahnung davon zu haben, wie man die Zuschauer packt, neugierig macht und begeistert.

    5.) Kaufst du Serienstaffeln auf DVD oder Video?
    Auf DVD. Und ich hätte gerne noch viel mehr. Es gibt kaum was Schöneres, als einen ganzen langen Winterabend eine Folge nach der anderen zu schauen, ohne unterbrochen zu werden und sich den tollen Geschichten und den Charakteren hinzugeben.

     

    Und an wen werfe ich jetzt weiter? Eigentlich hat schon jeder, den ich bewerfen würde, das Stöckchen bekommen. Deshalb geht es erstmal an Pixeljunkie und Kellogs, nur damit dort mal wieder was steht. Weiterhin an D-Brain und Prospero.

  • Der Fluch der kleinen Pixel und des inflationären Kommentierens

    Letztens wurde ich auf einen heise-Artikel mit dem Titel „Der Fluch der kleinen Pixel“ aufmerksam. Darin ging es um den Misstand, dass die Fotoindustrie der Meinung ist, dem Kunden immer mehr Megapixel in viel zu kleinen Kameras mit viel zu kleinem Sensor zu verkaufen und dabei die Bildqualität zu verschlechtern. Genau beschrieben wird das bei 6MPixel.org, der Seite von Image Engineering, einem offenbar unabhängigen Testlabor. Teilweise gehen die Erklärungen zu sehr ins Technische und sind für den knipsenden Laien zu starker Tobak. Der Tenor allerdings ist klar und sollte jedem einleuchten. Wenn ich immer mehr Details auf meinen Fotos haben möchte, für die Abbildung aber eine immer kleiner werdende Sensor benutze, ist logisch, dass etwas falsch läuft. Die Kamera kann gar nicht alle Details darstellen und muss fehlende Bildpunkte selbst berechnen, was sich dann in starkem Rauschen äußert. Deshalb seien 6 Megapixel mit entsprechend großem Sensor auch absolut ausreichend bei Kompaktkameras.

    Zwei Dinge finde ich hierbei interessant. Zum einen die Tatsache, dass der Kunde sich noch immer blenden lässt und wie annodunnemal bei der Gigahertz-Jagd der PCs (je mehr Gigahertz, desto besser) dem falschen Hasen hinterher läuft und damit eine Spirale in Gang hält. Jeder „weiß“ schließlich, dass mehr Pixel auch bessere Bilder bedeutet, deshalb werden nur Kameras mit noch mehr Pixeln verkauft und deshalb nur Kameras mit NOCH mehr Pixeln produziert. Mittlerweile haben die Kunden bei den PCs begriffen, dass Geschwindigkeit nicht nur von Gigahertz-Zahlen des Prozessors abhängen. Bleibt zu hoffen, dass 6MPixel.org dazu beitragen kann, diesen Lerneffekt auch bei den Kameras einzuläuten und die Industrie dazu zu bewegen, ihre Anstrengungen bei Kompaktkameras lieber auf bessere Objektive zu richten.

    Was ich hierbei aber noch interessant fand, ist der sogenannte heise-Effekt. Denn kurz nach dem Veröffentlichen des heise-Artikels war 6MPixel.org einige Zeit nicht aufrufbar. Sie war geheised worden. Wenn heise einen Link setzt, werden die entsprechenden Seiten dermaßen mit Besuchern überhäuft und mit Anfragen bombardiert, dass viele Server einfach dicht machen (eine Schutzmaßnahme – die vielen plötzlichen Anfragen könnten ja auch von böser Einbruchssoftware stammen). Der Begriff geheised existiert mittlerweile auch bei Kommentaren in Blogs. Basic Thinking sinnierte kürzlich über die Frage, ob zuviele Kommentare überhaupt wünschenswert seien. Auf heise ziehen so manche Artikel Diskussionen in den Kommentaren nach sich, die sich in den vierstelligen Bereich begeben. Da ist es auch als Leser fast unmöglich, dem Thema noch zu folgen. Basic Thinking weist auf die Gretchen Frage hin, dass man als Blogger natürlich soviel Kommentare wie möglich möchte, andererseits aber auch irgendwann den Faden verliert und sich Diskussionen in den Kommentaren verselbständigen.

    Ich persönlich habe mit all dem eigentlich nichts zu schaffen. Mein Blog wird wohl in nächster Zukunft nicht bei heise erwähnt werden (was auch irgendwie schade ist). Meine Artikel haben bisher noch nie mehr als 20 Kommentare nach sich gezogen (ebenfalls irgendwie schade – das könnte ruhig noch etwas mehr werden). Und meine Nikon D50 hat genau 6 Megapixel, was für einen DIN A4 Ausdruck eines Fotos mehr als ausreichend ist (wobei natürlich bei Spiegelreflex etwas andere Regeln gelten und 6MPixel.org nur auf die Problematik bei Kompaktkameras hinweist).

    Manchmal hätte ich übrigens gerne wieder eine kleine Knipskamera, die man eben mal in der Brusttasche mitnehmen kann und die vielleicht doch etwas bessere Bilder als mein K800i schießt. Und was das Kommentieren angeht, wünsche ich mir, bei meinem neuen Design den Rekord zu brechen. Bald sollte es soweit sein.

  • Traumjob Radio

    Zwei Träume bestimmten mein Leben. Und tun es noch immer. Der erste Traum war es, Lokführer zu werden. Und ich wurde es. Sogar auf dem ICE. Der zweite Traum handelte davon, beim Radio zu arbeiten. Vorzugsweise natürlich bei SWR3, damals noch als SWF3 bekannt und auch heute noch mein Lieblingssender. Warum ich immer noch nicht beim Radio arbeite? Keine Ahnung, vielleicht ist ein Menschenleben zu kurz, um es mit zwei Träumen zu füllen? Vielleicht bin ich mittlerweile auch einfach zu alt und hätte mich früher um einen Einstieg bemühen müssen? Vielleicht ist es auch einfach nur Angst. Egal, das Medium Radio hat mich immer fasziniert. Sprechen, quatschen, Witze machen, erzählen und zwischendrin gute Musik spielen. Was könnte es schöneres geben? Was würde ich lieber Tag für Tag tun? (Klammern wir einfach mal aus, dass Radiomachen viel Arbeit hinter den Kulissen bedeutet, ständiges Kompromisse suchen, um den Chefs zu gefallen, ständiges herunterlesen immer gleicher Staumeldungen etc. und die Musik ebenfalls vorgeschrieben und nur selten wirklich gut ist. Dennoch…)

    Angefangen hat mein Traum schon in frühen Jahren, als ich noch vor meiner Stereoanlage saß, um bloß keine Elmi Show zu verpassen. Elmar Hörig war der Godfahther des Radios. Und ich erinnere mich, wie sehr ich meinen Englischlehrer auf dem Gymnasium verehrte, nur weil er gerne Anekdoten von seinem Kumpel Elmar zum Besten gab (beide Englisch- und Sportlehrer). Elmar Hörig war seinerzeit das Beste, was das Radio zu bieten hatte. SWF3 war das Beste, was das Radio zu bieten hatte. Und ich wollte dazu gehören.

    Leider sollte es nicht sein, selbst meine Podcast Träume (ihr erinnert euch vielleicht) sind aus Zeitmangel erstmal in den Hintergrund gerückt. Meinem SWR3 bin ich aber treu geblieben. Wenngleich ich zugeben muss, vermehrt auf SWR1 umgeschaltet zu haben. Da sind mir Pink Floyd oder Eric Clapton eben doch lieber als Xavier Naidoo oder 50 Cent. Außerdem verschwand Elmi irgendwann aus meiner Radiolandschaft. Weil seine Gags zusehends untragbarer wurden. Ich entdeckte ihn kurzzeitig wieder bei Sat.1, als er zusammen mit dem damaligen Sidekick Barbara Schöneberger eine Spielshow im Vormittagsprogramm moderierte. Peinlich war das.

    Noch peinlicher fand ich aber, als er plötzlich bei Radio Regenbogen anfing und dort seine „Elmi Radioshow“ wie dereinst bei SWR3 moderierte. Gut, Radio Regenbogen war und ist für mich ein No-Go, aber wenn Elmi plötzlich wieder zu hören ist, was soll’s. Ich schaltete gerne ein, hörte die gleiche Stimme wie früher, die gleichen Jingles, die gleichen Gags, die gleichen platten Witze. Wie früher, nur mit schlechterer Musik. Und ich konnte mich nicht entscheiden, ob es nur an mir lag – aber dieses wohlige Gefühl wie damals kam nicht auf. Es war, wie gesagt, peinlich, diesem alten Mann, diesem Veteranen, dabei zu zuhören, wie er versuchte, den jungen Leuten zu zeigen, wie man Radio machen sollte. Kaum einer seiner Gags zündete, oftmals glitt er so dermaßen in tiefstes Niveau ab, dass einem Angst und Bange wurde. Ich ließ ihn kopfschüttelnd zurück und schaltete wieder auf SWR3 um.

    Leider ging es weiter bergab mit Elmi. Keine Ahnung, was er heute macht. Aber was man so über ihn liest, verheißt nichts gutes. So hat alles seine Zeit wie auch die Träume, die sich manchmal erfüllen und manchmal eben nicht.

  • Nein, keine Creme.

    Neulich beim Kiosk meines Unvertrauens. Ich gehe auf die Verkäuferin zu und sage: "Hallo, haben sie die neue Game Pro?"  Sie schaut verdutzt. "Die neue was?" "Die neu Game Pro. Die Zeitschrift Game Pro," wiederhole ich. "Die … wie heißt die?" "Game Pro." "Creme Po?" "Nein, das R ist im hinteren Wort. Game Pro." Die Verkäuferin fängt an, das Regal zu durchsuchen und murmelt "Creme… Creme…" "Game … Pro", verbessere ich. "Was ist denn das für eine Zeitschrift?" fragt sie. "Ein Videospielemagazin", antworte ich. "Videos", stellt sie fest und blättert die DVD-Hefte durch. "Nein, keine Videos. Videospiele", verbessere ich erneut. Nun ist sie völlig verwirrt, blickt auf die Reihe mit Spielemagazinen, sagt "Haben wir nicht" und verschwindet. Und tatsächlich. Sie haben weder Creme Po noch Game Pro.

  • Starlight Express

    "Züge waren sein Leben", wird man einmal über mich sagen. Aufgewachsen in einer Bahnsiedlung, eine Lehre bei der Bahn begonnen, begeistertet Lokführer geworden, irgendwann nach Duisburg gezogen, um auch dort wieder für ein Eisenbahnunternehmen zu arbeiten. Und nun geht der Kerl auch noch in ein Musical. Nahe liegend, dass es nur Starlight Express sein kann

    Meine erstes kulturelles Erlebnis im Pott und gleich so eine Schau. Zugegeben, ich bin nicht der größte Musical Fan und entsprechend zweifelnd mit Britta auf dem Weg nach Bochum gewesen. Doch die Aufführen war einfach klasse, die Stimmung der Hammer. Es hat wahnsinnigen Spaß gemacht und ich würde tatsächlich auch ein zweites Mal eine Aufführung besuchen. Nicht nur, weil ich die Idee für die Geschichte an sich schon toll fand (ein Kind spielt mit seiner Eisenbahn und veranstaltet ein Wettrennen, in dem Rusty, die alte Dampflok, versucht gegen Diesel- und Elektrolok zu gewinnen). Auch die Songs machten Spaß. Wobei – hier auch mein einziger Kritikpunkt: ich hätte das Ganze lieber im englischen Original gesehen. Denn nicht nur, dass es schwierig ist, die Texte sinngemäß zu übersetzen und sie dabei sprachlich auch noch so zu formen, dass sie zu Reim und Melodie passen, litt die Verständlichkeit auch an den Sängern selbst. Allesamt dem englischen und holländischen Raum entstammend, verstand ich zu oft kein einziges Wort und mehr als einmal waren die Texte einfach nur dümmlich und lächerlich. Was besonders gefühlvollen Songs einen Dämpfer verpasst.

    Nichtsdestotrotz amüsierte ich mich prächtig, so wie das restliche Publikum auch. Standing Ovations, jubelnde und pfeifende Massen am Ende der Show. Man kann sich kaum vorstellen, dass dies seit fast 20 Jahren beinahe jeden Abend so passiert. Ich war und bin begeistert und auch wenn ich Rusty den Sieg am Ende natürlich gönne, hätte ich persönlich auch den ICE gerne als Sieger gesehen. Aber nur aus persönlicher Verbundenheit. Züge sind halt immer noch mein Leben.

     

  • René Marik: Schneewante und Rapante

    Man muss wohl eine ganz besondere Art von Humor besitzen um folgendes lustig zu finden. Ich persönlich habe ihn, diesen Humor. Und Surfguard wohl auch, der durch eine Kurt Krömer DVD (ebenfalls geil der Typ) auf René Marik aufmerksam wurde. Und auf dessen Schneewante und Rapante.

    Diese beiden Stücke finde ich so urkomisch, dass ich euch auch noch Kalle aufm Eisberg zeigen muss. Nicht, dass es dann wieder hinterher heißt: „Wieso hast’n det nich gezeigt?“ Ja hättste hättste hättste hättste hättste. Ne ne, hätte hätte liecht im Bette. Den Schuh zieh ick mir nich an, Freunde. Da.

  • Sportfreunde Stiller: Alles Roger!

    Eigentlich bin ich ja nicht wirklich ein Fan der Band „Sportfreunde Stiller“. Zugegeben, letztes Jahr habe ich natürlich mit Begeisterung „54, 74, 90, 2000x“ mit gegrölt. Das restliche Werk der Band lief aber komplett an mir vorbei. Bis jetzt. Denn die Sportfreunde haben mir und meinem Blog einen Song gewidmet. Alles Roger. Und hey, sogar den Text finde ich einigermaßen klasse. Sprachverwirrungen, da steh ich doch drauf. Also liebe Sportfreunde, um die Frage im eurem Song zu beantworten: Wer ist Roger? Na, ich. Alles Roger?

  • Filmkritiken

    Kommen wir einmal zur – ich möchte sagen – Quintessenz des Bloggens. Zur Veröffentlichung des persönlichen Standpunktes. Der persönlichen Meinung. Die Frage lautet wie immer: weshalb blogge ich? Und ja, natürlich um meine Geschichten zu erzählen, meine Anekdoten, meine Abenteuer. Und auch um der Welt meine Sicht der Dinge zu präsentieren. In der Hoffnung, damit auf Gleichgesinnte zu treffen und Menschen anzusprechen oder um eine Diskussion mit Menschen anderer Meinung zu führen. Beides ist gleichermaßen reizvoll und beides erhoffe ich mir mit jedem Artikel.

    Nun bin ich ja passionierter Film-Fan und was läge näher als über genau dieses Thema zu referieren? Schließlich ist das Thema Film ein unerschöpfliches und volgestopft mit soviel persönlicher Meinung, dass man grundsätzlich immer auf Gleichgesinnte oder Abgeneigte trifft. Film und Kino wären doch perfekt geeignet für ein Blog. Dennoch mag ich einfach nicht mehr über Filme schreiben.

    Zum einen, weil der große Vorteil des Themas (jeder hat eine eigene, persönliche Meinung) auch der größte Schwachpunkt ist. Denn jeder hat eine eigene, persönliche Meinung. Und was bringt es der Welt, wenn ich ihr erzähle, dass ich Stirb langsam 4.0 extrem klasse fand, Shrek 3 dafür aber erschreckend fade. Manch einer mag mir zustimmen, viele andere eben nicht. So what?

    Erfahrungsgemäß ernte ich auf meine Filmkritiken keinerlei Reaktionen, weshalb es mir auch müssig erscheint, angestrengt einen Text aus den Fingern zu saugen, um meine Meinung zu begründen. Okay, eigentlich könnte man das über jedes Thema sagen, über das ich hier schreibe. Aber aufhören zu bloggen möchte ich deshalb nicht. Nur aufhören, lange Texte über Filme zu schreiben.

    Es ist ganz einfach: Mittlerweile lasse ich mich auch im privaten Umfeld auf keine Diskussionen mehr ein. Wozu auch? Hey, ich fand Armageddon spitzenklasse. Und ich kenne Leute, die mich dafür gerne steinigen würden. Gleichzeitig würde ich mir lieber einen Schraubendreher ins Auge stechen, als noch einmal Ice Age 2 anschauen zu müssen. Und auch mit dieser Meinung stehe ich weitestgehend alleine da.

    Wirklich jeder muss für sich selbst entscheiden, ob er einen Film mag. Da helfen keine Kritiken, keine Empfehlungen. Da kann ein Kritiker noch so eloquent sein und noch so lange Filmwissenschaften studiert haben. Da mag jemand noch soviel Hintergrundwissen besitzen und noch so leidenschaftlich bei der Sache sein. Es ändert nichts an der Tatsache, dass jeder für sich selbst entscheidet, ob ein Film gefällt oder nicht.

    Warum also sollte ich in langen Texten begründen, warum ich einen Film mag oder nicht? Weil das die Quintessenz des Bloggens ist, die eigene Meinung zu vertreten? Sicherlich. Vielleicht bin ich ja auch einfach zu sehr Filmfan. Denn am liebsten möchte ich hinausschreien: „Seht ihn euch selbst an! Und hört nicht darauf, was andere darüber sagen.“

    Gleichzeitig muss ich aber auch gestehen, dass ich liebend gerne Berichte und Kritiken zu Filmen lese (Anke Gröner, 5 Filmfreunde etc.). Das hat aber noch nie etwas an meiner Meinung zum Film geändert. Im Grunde hätte ich mir das Lesen auch sparen können. Aber ich kann nunmal nicht anders.

    Wie auch immer: lange Filmrezensionen wird es hier nicht mehr geben. Aber – um des leidenschaftlichen Bloggens Willen – und für die Leidenschaft zum Thema Film, werde ich dennoch nicht darauf verzichten, meine Meinung kundzutun. Viel zu lange habe ich das schon nicht mehr gemacht (denn ich sehe leider weitaus mehr DVDs als Kinofilme).

    Also: Stirb langsam 4.0 fand ich äußerst klasse. Die Action stimmt, die Sprüche sind knackig, die Story reicht für den Film, die Logik darf dabei gerne hinten an stehen und Bruce Willis hat’s einfach immer noch drauf. Ein Actionkracher, der (mir) Spaß macht. Punkt.

    Und Shrek 3 war schlechter als Teil 2, der schlechter als Teil 1 war. Die Story ist fade, die Gags nicht mehr so zündend, die Musikuntermalung teilweise unpassend, platt und auf CD-Verkauf getrimmt. Außerdem hatte ich sehr oft das Gefühl, als hätten die Macher keine Ideen mehr gehabt (Esel und Kater tauschen ihre Identitäten – was völlig unnötig reingepfuscht wurde). Deshalb: bitte keinen vierten Teil mehr (er befindet sich bereits in Produktion).

    Das soll als Filmkritik von mir genügen. Wer mit mir einer Meinung ist: herzlich Willkommen. Wer anderer Meinung ist: und Tschüß. Und wer die Filme noch nicht gesehen hat: vergesst, was ich hier geschrieben habe und seht sie euch selbst an.