DamalsTM, als ich noch jung war, erlaubte Twitter nur 140 Zeichen für einen Tweet. Weniger als eine handelsübliche SMS. 140 Zeichen reichten aus, um witzige, informative und kluge Tweets zu kreieren. Mehr noch, 140 Zeichen zwangen dazu, nicht nur witzig, informativ und klug zu sein, sondern vor allem kreativ. Wie schafft man es, mit so wenig Platz maximale Aussage zu tätigen? Wie bringt man Kommunikation auf den Punkt? Wie begeistert man mit einer derartigen Restriktion?
(mehr …)Schlagwort: software

Öffentlicher App Verkehr in Aachen
Der öffentliche Nahverkehr in Aachen gehört zu den grausamsten Erfahrungen in dieser schönen kleinen Stadt. Schon vor einiger Zeit betonte ich, Aachen fehle es an guten Verbindungen, einem stabilen Netz und vor allem an Straßenbahnen. Die Busse und die dazugehörigen Verbindungen sind unbequem, unzuverlässig und nicht auf die Bedürfnisse der Einwohner zugeschnitten. Ein kleines persönliches Beispiel: Um mit dem Bus von zuhause zu meiner aktuellen Arbeitsstätte zu kommen, benötige ich mit dem Bus über eine Stunde Fahrzeit. Für den Hinweg. Zurück nochmal das Gleiche. Inklusive 20-minütigem Aufenthalt am sogenannten Bushof, einem Brennpunkt aller sozialer und menschlicher Schichten und Buslinien. Mit dem Auto kostet mich die Fahrt keine zwanzig Minuten. Ich prangere das an, denn ich würde viel lieber mit dem öffentlichen Nahverkehr fahren. Gibt es denn keine vernünftige Lösung?
(mehr …)Liebe ist stärker als Hass
Ich liege entspannt auf dem Sofa und lausche einer Playlist eines bekannten Musik Streaming Anbieters. Und wundere mich, wie sehr die Playlist nicht zu meinem persönlichen Musik Geschmack passt. Jammernde Folk Songs wechseln sich mit Bossa Nova Stücken ab, deutscher Hip Hop wird nach einem Hard Techno Teil gespielt. Dann beginnt ein Titel von Mark Forster. Ich bin nicht mehr entspannt, springe spätestens jetzt auf und möchte dem Algorithmus hinter dieser Playlist meine Meinung sagen.
Bei diesem Anbieter leider nicht möglich. Es gibt genau zwei Listen, in denen ich vorgeschlagene Songs und Künstler auch bewusst ablehnen kann. In allen anderen habe ich nur die Chance, es über mich ergehen zu lassen oder den Song zu skippen. Gut, das ist schon mehr als ich beim Radio könnte. Dennoch frage ich mich, weshalb meine Möglichkeiten auch im Jahre 2020 noch so begrenzt sind und weshalb die dahinter stehenden Algorithmen meinen Musikgeschmack nicht besser ermitteln können.
(mehr …)Update Junkie
Never touch a running system. Eine sehr kluge Redewendung und Regel, die in allen möglichen Lebenslagen beherzigt werden sollte. Ganz egal, ob es um die Fußballmannschaft oder um die heimische Einrichtung der smarten Lampen und Lautsprecher geht. Wenn etwas funktioniert, lässt man besser die Finge davon und freut sich, dass es funktioniert.
Jeder, der in der IT arbeitet, hält sich natürlich daran. Jeder? Nein. Ein unbeugsamer Autor eines unbedeutenden Blogs lebt seit Jahren nach der Devise „Neues ist immer besser!“ Neues verspricht noch unbekannte oder schnellere Funktionen, schönere Oberflächen, tolleres Benutzererlebnis – hach, Neues ist immer so… neu. Und aufregend. Und ja, ich spreche von mir selbst.
Auch Jahre der Erfahrung konnten mich bis heute nicht von dem Drang abhalten, jegliches mögliche Update zu installieren. Neue Geräte anzuschaffen. Ja, sogar mit Warnung versehene Beta-Versionen zu ziehen, nur um den Kick des Neuen zu spüren. Ganz vorne dabei zu sein. Oder endlich Bugs entfernt zu wissen (die bislang vermutlich noch gar nie aufgefallen waren).
Jeden Morgen die gleiche Routine: Wecker ausschalten, Wetter checken, Nach Updates suchen. Für zwei Apps stehen Updates bereits. Performance- und Stabilitätsverbesserungen. Ja, gib es mir, schnell. Natürlich starte ich die aktualisierten Apps nicht. Wozu auch, sie sind neu und verbessert. Ich muss mich davon nicht überzeugen, ich weiß es. Neu ist immer besser. Außerdem interessieren mich diese Apps gar nicht. Hauptsache sie sind aktuell.
Natürlich fiel ich schon mehrfach auf die Nase mit diesem Verhalten. Apps, die plötzlich nicht mehr funktionierten, liebgewonnene Funktionen über Bord geworfen hatten, nicht mehr mit bestimmten Geräten oder anderen Apps zusammen arbeiteten. Gadgets, die sich nicht mehr starten ließen. Rechner, die neu installiert werden mussten. Ich habe alles durchgemacht.
Nichts kurierte mich von der Sucht. Der App Store ist mittlerweile ganz hinten in einem Ordner versteckt, um mir den Weg dorthin zu erschweren, doch ich gehe ihn gern. Auf dem Macbook wartet allabendlich ein kleines Programm, das alle installierten Programme auf Aktualisierungen prüft, darauf, von mir gestartet zu werden. Ja, selbst dieser Artikel konnte erst begonnen werden, nachdem ein WordPress-Plugin aktualisiert wurde. Dieser kleine, rote Bubbel mit der weißen Eins, die eine verfügbare Aktualisierung signalisiert, war einfach zu verlockend und hätte mich nur abgelenkt.
Ich bin ein Update Junkie! Gibt es dafür eine Selbsthilfegruppe? Die AA? Die anonymen Aktualisierer? Oder vielleicht einen Ratgeber? Einen 12 Stufen-Plan zur Entwöhnung. Was? Davon gibt es eine neue, verbesserte Version mit nur 11 Schritten? Ich wusste es. Gekauft.
Ein Einblick in Apples Photo App
Apple stellt seit einiger Zeit ein PDF-Dokument unter dem Namen „Photos Tech-Brief“ bereit, das einen recht spannenden Einblick gibt, wie die Photos App im Hintergrund arbeitet. Wer sich für Machine Learning interessiert, dürfte hier ein paar interessante Informationen finden, die nicht zu sehr in die Tiefe gehen, aber verdeutlichen, wie viel künstliche Intelligenz am Werk ist.
So wird beispielsweise erklärt, wie die Photos App „Gerümpel“ erkennt und aus der normalen Ansicht ausblendet, indem z.B. Szenen, Kompositionen, Gesichter, Tiere und die Aufnahmequalität für eine Entscheidung geprüft werden. Damit werden schlechte Schnappschüsse oder Bildschirmfotos als nicht relevant erkannt. Zudem wird ein sogenannter „Knowledge Graph“ erstellt, um passende Rückblicke zu generieren:
Photos analysiert die Fotobibliothek eines Benutzers und verbindet und korreliert Daten von seinem Gerät, um personalisierte Funktionen in der gesamten App bereitzustellen. Diese Analyse liefert einen privaten, geräteeigenen „Knowledge Graph“, der interessante Muster im Leben eines Benutzers identifiziert, wie z.B. wichtige Personengruppen, häufige Orte, vergangene Reisen, Ereignisse, das letzte Mal, wenn ein Benutzer ein Foto von einer bestimmten Person gemacht hat, und vieles mehr.
Und in die Faszination der Technik mischt sich dann auch immer gerne ein wenig Grusel darüber, wie gut uns diese kleinen Maschinen auf unserem Schoß oder in unseren Händen bereits „kennen“ und Verbindungen herstellen können. Denkt das nächste Mal daran, wenn ihr eure Fotos durchstöbert.
Ordnung halten in iTunes

Vermutlich ist die Chance bei einer Musikbibliothek jenseits von 4000 Titeln groß, dass einige Songs einfach über den Rand rutschen, nie wieder gehört werden, in Vergessenheit geraten. Hinzu kommt, dass sich im Laufe der Zeit auch der persönliche Musikgeschmack ändern dürfte. Gedanken wie „DAS mochtest Du mal? Herrje.“ dürften aufkommen.
iTunes macht es einem einfach, solche Stücke zu finden. Mit einer intelligenten Wiedergabeliste und folgenden Einstellungen:
- Medienart ist Musik
- zuletzt gespielt nicht innerhalb der letzten 36 Monate
Schon listet iTunes alle Songs in der Bibliothek auf, die man in den letzten drei Jahren nicht einmal angehört hat. Und dabei kann man sich dann fragen, weshalb man sie nicht mehr hören wollte oder konnte. Schnell werden dabei die Songs gefunden, die man eigentlich gar nicht mehr hören möchte.
In meinem Fall musste ich – und jetzt wird es peinlich – doch so manchem Robbie Williams oder Kate Ryan Stück mit dem Löschbutton Auf Nimmerwiedersehen sagen. Ja, früher fand ich die Songs stark. Heute bin ich froh, wenn sie nicht doch plötzlich wieder auftauchen und mich zum überspringen zwingen.
Eine aufgeräumte Musikbibliothek beruhigt mich, ebenso wie aufgeräumte Ordner, Mail-Accounts und Bild-Datenbanken. iTunes macht es einem hier sehr leicht. Ich wünschte, eine solche intelligente Liste gäbe es auch für Apps.
iPhoto, die Datenbank und die Gesichtserkennung
iPhoto ist langsam, träge, stellt Bilder oder Miniaturen nicht korrekt dar? Beim Sync mit anderen Geräten werden falsche Fotos übertragen oder die Ausrichtung vergessen? Nun, iPhoto ist eine Bilder-Datenbank und wie jede andere ihrer Art benötigt sie hin und wieder ein klein wenig Wartung. Am einfachsten lässt sich das auf folgende Weise bewerkstelligen: Beim Start von iPhoto hält man die Apfel- und Wahltaste gedrückt (Alt und CMD) und kurz darauf erscheint ein kleines Wartungsmenü. Hier können Zugriffsrechte repariert, Miniaturen neu berechnet oder fehlende Verknüpfungen aus einem Backup wieder eingespielt werden. Für den Normalgebrauch sollte das helfen. Stellt man aber immer noch fest, dass die Datenbank eigenartig reagiert, führt kaum etwas um einen kompletten Neuaufbau herum.
iTunes Match – Fluch oder Segen
Etwas überraschend startete vergangene Woche iTunes Match auch in Deutschland. Kaum jemand hatte mit einem so plötzlichen Start gerechnet, da bislang die GEMA hierzulande jegliche Streaming-Services unterband. Doch ganz still und heimlich scheint man sich geeinigt zu haben. iTunes Match wurde veröffentlicht und für 24,99€ pro Jahr hat man als iTunes-Kunde nun nicht nur seine ganze Musik in der Wolke, sondern kann diese auch noch mit dem iTunes Store abgleichen lassen.
Wie man iTunes Match genau einrichtet und nutzt möchte ich hier nicht nochmals erklären. Das haben Richard Gutjahr und Appforthat schon besser gemacht und sollte für den Normal-Nutzer auch genügen. Dennoch bleiben auch mit diesen Anleitungen einige Fragen offen, beziehungsweise Aspekte, die Fragen aufwerfen. Wie zum Beispiel die Fragen, die auch aptgetupdateDE bereits stellten.
(mehr …)Bye bye Firefox. Hello Safari
Vermutlich fingen wir alle mit dem Netscape Navigator oder dem Internet Explorer an, im Netz zu surfen. Welche Sensation, als damals mit Firefox eine großartige, schlanke, kostenlose, erweiterbare Alternative auf den Markt kam. Ich nutze den kleinen roten Bären (ein Firefox gehört nicht wie der Name vermuten lässt zur Familie der Füchse) schätzungsweise seit der Version 1.0 und war ihm immer treu. Dabei hat er mir schon mehr als einmal Ärger gemacht. Und nicht nur mir. Das Problem mit langsamen und ruckelnden Flash-Videos ist auch in Version 7 noch immer nicht behoben, wie mein damaliger Artikel beweist, der mit Abstand am häufigsten aufgerufene und kommentierte Artikel in diesem Blog.
Mozilla, der Hersteller des Firefox, hatte noch vor nicht allzu langer Zeit beschlossen, seinen Produktionszyklus zu beschleunigen und neue Major-Releases (also Hauptversionen, die normalerweise große Veränderungen mit sich bringen) ebenfalls schneller auf den Markt zu werfen. Man hielt sich dabei an Google und ihrem Chrome-Browser, der gefühlt jeden Monat ein Major-Release erhält und derzeit bei Version 14 angelangt ist. Da sieht ein Firefox 4.37 natürlich mickrig und rückständig aus. Deshalb bekommt Firefox nun mit jeder Änderung eine komplett neue Versionsnummer. Ich verabschiede mich heute von Version 7, Nummer 8 wird in wenigen Wochen erscheinen.
(mehr …)Shake it like a Polaroid Picture
Wer von euch vermisst in Zeiten von Megapixeln und digitalen Spiegelfreflexen die guten alten Polaroid Fotos mit ihrem eigenen Charme? Das Geräusch der Kamera, das endlose Warten und Schütteln um den Entwicklungsprozess zu beschleunigen und die Magie, wenn plötzlich das Motiv erschien.
Wer diese Atmosphäre wieder aufleben lassen möchte, muss nun nicht mehr zu diversen Photoshop-Aktionen greifen, sondern kann sich kostenlos Poladroid herunter laden. Natürlich nur für den Mac. Die Bedienung könnte einfacher nicht sein. Man zieht ein Foto auf die Kamera, es knackt und knirscht und auf dem Desktop liegt nun ein Polaroid, das sich langsam entwickelt. Ungeduldige können es mit der Maus hin und her schütteln und das fertige Bild abspeichern.
Viele schöne Beispiele für nostalgische Bilder mit Flair finden sich in der entsprechenden Flickr-Group. Gefunden bei surfgarden.
Warum ruckeln Videos in Firefox? Hier die Antwort!
Update vom 31.05.2018
Der folgende Artikel ist nunmehr fast zehn Jahre alt. Flash und Shockwave sind mittlerweile ausgestorben. HTML5 hat glücklicherweise die Vorherrschaft übernommen. Und ob die hier beschriebenen Tipps in Zeiten einer aktuellen Version 60 des Firefox noch hilfreich sind, wage ich an dieser Stelle zu bezweifeln. Der grundsätzlich Rat bleibt daher: verabschiedet euch von Flash, nutzt nicht zu viele unnötige Plugins, haltet euer System auf einem aktuellen Stand, starten zwischendurch mal neu und wenn nichts mehr hilft: eine saubere Neu-Installation.
Ursprünglicher Artikel:
Wenn man ein Problem hat, macht man sich auf die Suche. Im Internet natürlich in Suchmaschinen. Man tippt das Problem ein, versucht verschiedene Varianten aus und liest sich durch Blogs, Foren und Ratgeber-Seiten. Mit etwas Glück findet man auch Antworten. In vielen Fällen allerdings nicht. Da entdeckt man Seiten von vor drei Jahren, die eine Lösung vorschlagen, die heute gar nicht mehr geht. Oder man entdeckt Antworten die folgendermaßen aussehen: „Ja, das Problem habe ich auch. Hat denn noch keiner eine Antwort dazu?“ Wenig hilfreich das Ganze. Man denkt, die Suchbegriffe müssen falsch sein, wagt es sogar, die Frage grammatikalisch richtig einzutippen oder die Antwort schon vorweg zu nehmen: „Videos ruckeln in Firefox weil“. Wenn nichts mehr geht, probiert man sogar andere Suchmaschinen aus. Spätestens dann gibt man auf.
Ich suche noch immer nach der Antwort, weshalb Videos in Firefox ruckeln. Alle, Flash- und Quicktime-Videos haben in regelmäßigen Abständen einen winzigen Hänger. Und ja, ich habe genug Speicher, meine CPU ist nicht beansprucht und das Video ist bereits voll geladen. Und nein, in anderen Browsern tritt dieses Ruckeln nicht auf. Da ich über den oben beschriebenen Weg keine Antworten finden konnte, stelle ich die Frage nun einfach mal hier in meinem Blog. Warum ruckeln Videos in Firefox? Und bitte, schreibt mir nicht als Antwort, dass es bei euch genauso ist. Ich weiß, dass es bei euch genauso ist. Und wenn nicht, dann schreibt mir, weshalb nicht. Ehrlich, viele Suchende werden es euch danken.
(mehr …)Ich hasse den Internet Explorer
Und er hasst mich. Ich habe es schonmal erwähnt, dass ich ihn hasse, oder? Ich hoffe es. Denn ich tu es. Ich hasse ihn. Derzeit, so musste ich heute feststellen, lässt sich mein Blog mit der Version 6 des IE nicht mehr betrachten. Fehlermeldung unbekannter Ursache. Die eingebundenen Songza Songs waren wohl nicht Schuld, denn die sind gelöscht. Auch die Youtube Videos scheinen unwahrscheinlich… Hat irgendjemand einen Tipp für mich? Oder surft ihr alle schon mit hochwertigen IE-Alternativen?
Update: Okay, es sollte wieder laufen. Der Fehler lag wohl an einem falschen HTML-Tag am Ende eines Artikels. Was mich wieder zur Erkenntnis bringt, dass ich den IE hasse, weil nur der bei so etwas sofort komplett abbricht. Ätzend ist das.
Update 2: Mit großartiger Hilfe (mal wieder) des Serendipity Forums und besonders von Chefentwickler Garvin konnte ich zumindet mal all die Fehler beseitigen, die mein Blog so mit sich führte. Von insgesamt 127 XHTM-Fehlern runter auf 0. Ich bin sowas von valide. Einstellungen wurden behoben, Plugins neu eingerichtet, Template Dateien erneuert. Das Ergebnis ist ernüchternd. Offenbar liegt es tatsächlich nur an eingebetteten Flash-Anwendungen, die in meinem Blog nicht im IE angezeigt werden wollen. Und auch hier nur bei manchen. Also ein Fehler von IE oder Flash. Es bleibt mysteriös. Und ich möchte daher nochmals dazu aufrufen:
Bitte steigt um auf alternative Browser. Die Vorteile überwiegen. Es gibt keinerlei Gründe, es nicht zu tun.


