Ein Kollege: "Meine Freundin hat sich da auf so einer Seite angemeldet, wo man nach seinen Vorfahren suchen kann. Und jetzt kriegt sie natürlich prompt eine Rechnung und Mahnungen und Drohungen eines Inkaso-Büros…"
Ich: "Herrje. Wie kann man nur? Wie heißt denn die Seite?"
Kollege: "Die heißt, ähm, Ahnennamen oder irgendwas mit Namen und Ahnen oder so dot com."
Ich: "Hmm, also da hätte man ja schon beim Namen ahnen können, dass da was faul ist."
Schlagwort: geschichten
Man hätte es ahnen können
Batterie leer? Werde Mitglied beim ADAC.
Da erzählt mir mein Arbeitskollege noch von seinem Erlebnis, wie er einen Termin in der Werkstatt absagen musste, weil er sein Auto gar nicht mehr starten konnte. Diagnose: Licht angelassen und Batterie leer. Schlimm. Und nur wenig später, zum Feierabend, sitze ich in der Tiefgarage in meinem Wagen und höre beim Drehen des Schlüssels nur noch ein "Klackklackklack." aus dem Motorraum. Diagnose: kein Licht angelassen, aber Batterie wohl dennoch leer.
Zwei weitere Arbeitskollegen halfen beim Anschieben (danke nochmal) und ich schaffte es zumindest bis nach Hause. Gleich am nächsten Tag vereinbarte ich in der nächstgelegenen Peugeot Werkstatt einen Termin. Den ich, wie könnte es auch anders sein , ähnlich wie mein Kollege nicht wahrnehmen konnte. Das Herumfahren hatte die Batterie nicht genug aufgeladen. Nun, da war guter Rat natürlich teuer. Ich als ausgewiesener Auto-Depp, ohne Ladekabel und ohne Freunde in der Nähe, die beim Überbrücken hätten helfen können. Was blieb mir also anderes übrig, als beim ADAC anzurufen? Die freundliche Dame am Telefon hörte sich mein Problem an, versprach, mir sofort jemanden zu schicken und wurde sogar noch freundlicher, als ich ihr sagen musste, dass ich noch gar kein Mitglied sei.
Nein, keine GQ.
Neulich, an einem neuen Kiosk. Ich gehe auf die Verkäuferin zu und sage: "Entschuldigen Sie, haben Sie die Gee?" Sie schaut verdutzt. "Dietschie?" fragt sie. "Oh Mann. Nein. Gee. Dschie. Dschie", knirsche ich etwas entnervt. Sie beginnt die Regale zu durchsuchen. Plötzlich ruft sie triumphierend: "Ah, da haben wir sie ja. Die GQ." Ich atme hörbar aus. "Nein. Ich suche die aktuelle Gee, nicht die GQ. Nur ein Dschie, kein Kiu." Wieder sieht mich die Verkäuferin fragend an. "Und was ist das für ein Heft?" möchte sie wissen. "Ein Videospiele-Magazin", antworte ich vorsichtig. Und tatsächlich, sie wendet sich den DVD-Magazinen zu. Ich entkomme, ohne dass sie es merkt. Vermutlich sucht sie heute noch.

Coulrophobie – Die Angst vor Clowns
Heute habe ich mich gefragt, ob es die Angst vor Clowns wirklich gibt. Hier und da hört man davon. In der Literatur, in Fernsehserien und in Spielfilmen wird gerne mit diesem Thema gespielt. Man denke nur an Pennywise, den teuflischen Clown aus Stephen Kings „Es“. Aber gibt es wirklich (erwachsene) Menschen, die Angst vor Clowns haben?
Gibt man bei Google den Suchbegriff „Angst vor Clowns“ ein, so findet man als erstes Suchergebnis tatsächlich die Homepage des von mir sehr geschätzten Herrn Pastewka (na, das wird sich mit diesem Artikel ändern, hehe). Sucht man ein wenig weiter, zum Beispiel bei Wikipedia, findet man zwar keine Erklärung für diese Angst, die übrigens Coulrophobie heißt, dafür aber eine unglaublich lange Liste anderer Phobien, die Menschen haben können (und wohl auch haben).
Coulrophobie wird in diesem Artikel über Clowns kurz angerissen. Weitere Erklärungen, wie beispielsweise Ursachen oder Therapien, finden sich nicht. Aber man entdeckt sehr schnell diverse Foren, in denen von dieser Angst berichtet wird, in denen Betroffene zu Wort kommen und erklären, warum sie Angst vor Clowns haben. Interessanterweise waren die Auslöser stets entweder traumatische Zirkusbesuche (grell geschminkte, viel zu laute Personen, die Schabernack treiben), Clownspuppen (das starre Grinsen) oder eben der TV-Film „Es“.
(mehr …)Sind Heroes-Fans anwesend?
Der Deef drüben bei der Gefühlskonserve stellte vor kurzem eine ähnliche Frage bezüglich der Serie Dr.House und wollte von seinen Lesern wissen, ob es sich denn lohne, weitere Folgen anzuschauen. Ähnliches interessiert mich bei Heroes. Was sagt ihr Fans darüber? Wird die Serie auch irgendwann noch spannend und interessant? In den ersten sieben Folgen, die ich bisher sehen konnte, ist nämlich noch nichts, wirklich GAR nichts passiert, was mich irgendwie dazu bringt, dabei zu bleiben. Und dabei stehe ich auf Superkräfte und auf Mysteriöses und auf Cheerleader.
Okay, es geht mal wieder um den Weltuntergang. Und um irgendeinen Serienkiller. Und um eine Sonnenfinsternis, glaube ich. Und um einen Haufen Leute, die plötzlich feststellen, dass sie irgendeine Fähigkeit haben. Und um einen Hufen Nebenfiguren, die plötzlich auch alle Fähigkeiten haben. Und um einen Wissenschaftler, der vielleicht böse ist und um anderen Bösewichte und… ehrlich, das ist alles zu viel und führt in meinen Augen bisher zu nichts. Ich habe mir bislang nicht einen einzigen Namen der Protagonisten merken können, ganz einfach, weil sie mir alle am A.. vorbei gehen und ich nicht mit ihnen fiebern kann. Zu verworren, zu ziellos scheint mir die Serie zu sein.
Wie man perfekte Spannung aufbaut und den Zuschauer neugierig von einer Folge zur nächsten treibt, hat ‚Lost‘ doch sehr gut vorgemacht. Wird ‚Hereos‘ das auch irgendwann gelingen? Letztens las ich von den Protesten der Fans, die sich über die zweite Staffel ärgerten und den Erfinder Tim Kring gar zu einer Stellungnahme zwangen. Keine sonderlich guten Zeichen. Was sagt ihr Fans dazu?
Und nochmal das Thema Bloggerbezahlung
(Hinweis – dies ist kein Technik Artikel, sondern beinhaltet nur wenige Web-Begriffe)
Derzeit habe ich bei Trigami doch tatsächlich zwei Angebote am Start, die mich nun wirklich interessieren würden. Den Dienst eines der der Angebote teste ich gerade mit großer Freude und würde wirklich gerne etwas darüber schreiben. Da steckt meiner Ansicht nach großes Potential darin. Allerdings gibt es auch so einiges, was man meiner Meinung nach verbessern könnte. Eigentlich stünde einem differenzierten, ehrlichen Artikel nichts im Weg. Wie ich immer wieder betont habe, würde sich am Ton und der Art, wie ich den Artikel schreibe, nichts ändern, bloß, weil ich dafür einen kleinen Obolus bekomme.
Nun lese ich drüben bei Robert, dass Google wohl in der Tat gegen Blogs vorgeht, die bezahlte Links (ergo auch bezahlte Postings) veröffentlichen. Robert nennt Trigami hier als Beispiel und erklärt auch, dass Trigami empfehle, für solche Artikel einfach ein ’nofollow‘ zu nutzen, um von Google nicht bestraft zu werden. Dies allerdings wird nun gar nicht gern gesehen. Schließlich entspricht ’nofollow‘ nicht gerade dem, was das Netz ausmacht – nämlich die nachvollziehbare Vernetzung.
Mein Pagerank ist übrigens schon seit langem bei 3. Ich war bis vor einem halben Jahr auf 4, doch erst seit sich meine Leserzahlen verdoppelt und die damit verbundene Aufmerksamkeit für mein Blog mächtig gesteigert hat, rutschte ich einen Rang nach unten. Eigenartig das. Letztlich muss ich mich als B/C-Blogger ohnehin fragen, wie relevant der Google Pagerank für mich ist.
So stehe ich nun also erneut vor der Frage, ob ich denn gefahrlos einen Trigami Artikel schreiben kann, ohne alles, was ich mir bisher aufgebaut habe, zu verlieren.
Einen anderen Weg geht Raphael Nalezinski, der mich neulich direkt per Mail anschrieb und fragte, ob ich nicht einen kleinen wohlwollenden Artikel über seine Seite Vokabel-Poster.de schreiben könnte. Dort nämlich kann der geneigte Leser ein Poster bestellen, auf dem eine ganze Reihe Vokabeln und deren Übersetzung stehen. Geordnet nach Themenbereichen. Die Idee dahinter ist, dass man die Vokabeln dadurch mit der Zeit automatisch verinnerlicht, wenn man immer wieder an dem Poster vorbei läuft und einen Blick darauf wirft, oder beim Warten, bis der Tee fertig gezogen ist, etwas auf dem Poster liest.
Die Idee gefällt mir sogar, auch wenn ich zugeben muss, insbesondere beim englischen Poster nur einen Grundwortschatz behandelt zu sehen, den ich bereits kann. So wäre das französische Poster für mich beinahe interessanter. Und mehr gibt es leider noch nicht. Dabei würde ich doch so gerne spanisch lernen (Wink mit dem Zaunpfahl).
Nun habe ich zwar keinen speziellen Artikel darüber geschrieben, doch vielleicht, mein lieber Herr Nalezinski, sind Sie schon mit dieser Erwähnung hier zufrieden. Bleiben Sie am Ball, bringen Sie mehr Sprachen und vielleicht auch verschiedene Stufen, für Menschen, die etwas mehr als nur einen Grundwortschatz lernen wollen. (Haben Sie schon einmal daran gedacht, das Angebot auf Durschvorhänge auszuweiten?) Dann würde ich mir vielleicht so ein Poster tatsächlich kaufen. Oder mir von Ihnen schicken lassen.
Denn ein kostenloses Exemplar war das Angebot für einen Artikel und sofort stellt sich mir wieder die Frage, inwiefern eine derartige ‚Bezahlung‘ verwerflicher ist als schnödes Geld. Das Thema bleibt schwierig. Vielleicht werde ich demnächst doch einmal testweise für Trigami schreiben müssen um endlich Klarheit zu bekommen.
15+1 mal was nervt und 5 1/2 mal was nicht nervt
Nervt:
– wirklich dumme Kommentare. Egal wo.
– Blogs, die keinen Inhalt mehr haben, außer ständig neuen del.icio.us Links.
– der fehlende Durchblick auf dem Flachbild-Fernsehmarkt: zu viele Anbieter, zu viele Modelle, zu viele Preise, zu wenige eindeutige Meinungen und/oder Empfehlungen.
– die Feststellung, dass mein Versicherungsvertreter mich seinerzeit böse verarscht hat und ich seit mindestens sieben Jahren zuviel bezahle.
– die Parkplatzsituation in meiner Straße.
– der ständige Durchzug in meiner Wohnung.
– die Müdigkeit.
– die Unerreichbarkeit irgendeines Mitarbeiters bei dem blöden DVD Automaten, bei dem ich mich wieder abmelden möchte.
– die Frechheit von Media Markt, die Kunden nun nicht mehr nur im Geschäft und bei den Preisen für dumm zu verkaufen, sondern nun auch in den aktuellen Spots.
– nicht im Lotto gewonnen zu haben.
– dass Shooter auf der Xbox360 einfach keinen Spaß machen und ich also weiterhin einen PC brauchen werde, wenn ich sie spielen will.
– der Winter. Jetzt schon!
– diese Unübersichtlichkeit in meinen Firefox-Lesezeichen mit offensichtlicher Chancenlosigkeit, diese in den Griff zu bekommen. Und ja, ich habe del.icio.us, Wong, Blink und wie sie alle heißen getestet und ich möchte nicht immer eine Seitenleiste öffnen oder die komplette Webpage öffnen müssen für einen Link.
– mein Bauch (siehe ‚mein voller Kühlschrank‘ bei ’nervt nicht‘)
– Leute, die man nicht mehr erreicht. Vermutlich weil sie von mir gar nicht mehr erreicht werden wollen – was noch mehr nervt.
Nein, kein Geo.
Neulich, wieder mal beim Kiosk meines Unvertrauens. Ich gehe zur Verkäuferin und sage: "Entschuldigung. Haben Sie die Gee?" Sie schaut verdutzt. "Dietschie?" fragt sie. "Nein, nicht Dietschie. Die Gee. Gee. Dschie. Geschrieben G, E, E." Die Verkäuferin fängt an, das Regal zu durchsuchen und murmelt dabei "Ditschi, Ditschi, Ditschi…" "Gee", verbessere ich, "G, E, E." Sie sucht weiter und ruft plötzlich triumphierend "Ah, da haben wir sie ja. Die Geo." Und zum Beweis buchstabiert sie mir den Titel: "G, E, O." Ich schlage innerlich die Hände über dem Kopf zusammen und sage: "Nein, nicht G, E, O, sondern G, E, E. Das ist ein Videospielemagazin." "Achso, Videos", stellt sie fest und beginnt die DVD-Hefte zu durchsuchen. Ich verabschiede mich schnellstens.
Games: Lesbische Spiele bei Mass Effect
Interessant. Wenn ein Spiel sich bisher auf die Fahne schrieb, für Erwachsene zu sein, so konnte man zu 100% davon ausgehen, dass damit Gewalt gemeint ist. Je erwachsener das Game, umso brutaler und indizierter musste es sein. Als wenn Erwachsene sich nur um Brutalität kümmern würden und Wii Tennis nur für Kinder sei. Dem ist natürlich eindeutig nicht so. Und die Spielehersteller scheinen das auch langsam zu begreifen. „Erwachsene Themen“ gibt es in vielen verschiedenen Richtungen. Dazu gehört vielleicht auch der Umgang mit Homosexualität.
Dieser Umgang wurde Star Trek zum Beispiel immer vorgeworfen. Da gibt es eine Fernsehserie, die mit ihrer Toleranz angibt, da verlieben sich Menschen und Aliens, da hätte man die Freiheit gehabt, alles zu bringen. Doch Homosexualität wurde grundsätzlich immer ausgeklammert (obwohl ich mich zu erinnern glaube, dass es irgendwo mal einige Anspielungen gab).
Als ich dann neulich ein Video des Rollenspielactionkrachers Mass Effect für die Xbox360 sah, in dem man einem leicht pornographischen Lapdance zuschauen konnte (schön in schwulstiges Licht getaucht) beeindruckte mich das nicht sonderlich.
Nun scheint es aber so zu sein, dass Mass Effect doch etwas mehr in die Tiefe geht (haha). Auch die Romantik kommt nicht zu kurz, Liebe und Sex. Und wieso auch nicht zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern? Und wieso nicht auch zwischen gleichgeschlechtlichen, außerirdischen Partnern (wenn das irgendwie geht)?
DAS sind für mich erwachsene Themen. Denn DAS ist es, was auch Bücher und Filme interessant macht. Was uns Menschen bewegt ist nicht nur Gewalt und Horror. Es ist auch Liebe, Partnersuche, Eifersucht, Drama, Verlust, Angst, Trauer etc. Mass Effect scheint endlich den ersten Schritt in ernsthafte Unterhaltung zu wagen. Wollen wir hoffen, dass die Entwickler nicht stolpern.
Natürlich sollte man dabei nicht vergessen, dass die lesbischen Szenen, zu denen es kommen kann, nur dadurch entstehen, wenn man sich ganz zu Beginn des Spiels dafür entscheidet, einen weiblichen Charakter zu spielen. Was gleichzeitig bedeutet, dass es männliche homosexuelle Szenen nicht geben wird. Man könnte dem Spiel hier natürlich eine Einseitigkeit vorwerfen oder auch, dass man nur mit verführerischen Schauwerten Kunden locken will. Auch muss die Frage erlaubt sein, welche Spielart der Liebe, Sex mit Außerirdischen darstellt. Doch wie gesagt, es ist ein erster Schritt.
Würde ich dieses Spiel auch einem Jugendlichen in die Hand geben (damit meine ich Jugendliche, die zwar noch nicht volljährig, aber zumindest dem Pikachu Alter entwachsen sind)? Wieso nicht? Wie könnte ein Jugendlicher spielender lernen Toleranz zu zeigen und auch Homosexualität als etwas ganz normales zu verstehen? Doch auch hier gilt wieder: man sollte keine Jugendlichen mit Spielen alleine lassen. Egal, worum es in dem Spiel geht.
4’33“
„Der Künstler und Blogger Roger Graf möchte mit diesem Artikel ein Zeichen setzen, zum nachdenken anregen und die Kunst des Bloggens selbst hinterfragen. Der Leser möge sich sein eigenes Bild machen, reflektieren, phantasieren und sich den Text in den Zeilen selbst denken. Denn die Frage, die sich stellt, ist noch immer: Was motiviert den Schreiber, was will der Leser? Dabei ist der Leser nichts als der Schreiber und der Schreiber auch nur ein Leser. Selten zuvor wurde die Essenz des Bloggens mit einer solchen Stärke und Deutlichkeit zum Ausdruck gebracht, wie hier. Frei nach John Cages Werk 4’33“, welches hier zur Erinnerung gespielt wird.“
Mein Auto – das unbekannte Wesen
Es gibt Dinge, über die man als Mann Bescheid wissen sollte. Wie man eine Bohrmaschine bedient. Wie man seine Haare so stylt, dass es zum eigenen Typ passt. Wie man im Baumarkt nicht übers Ohr gehauen wird. Wie man die günstigste Versicherung findet. Etc. pepe. Und, als Mann sollte man sich mit Autos auskennen. Das heißt, mehr als nur das Wissen, wie man die Rückbank umklappt oder Wischwasser nachfüllt.
Ich weiß nichts über mein Auto. Rein gar nichts. Selbst wenn ein Scheinwerfer ausfällt, muss ich zur Werkstatt fahren (und auch die hat arge Probleme, die Glühbirne zu wechseln – alles völlig verbaut da vorne in meinem Peugeot). Auch regelmäßige Kontrollen, TÜV und AU entfallen mir immer wieder. So tigerte ich letztens um mein Auto und bemerkte, dass eine der Plaketten angab, etwas sei im April 2007 abgelaufen. Erst der Blick ins Internet verriet mir, dass es sich um meine AU Plakette handelt. Da kann man mal wieder sehen. Wenn es um PCs oder das Internet geht, bin ich die erste Wahl für Antworten. Da macht mir kaum einer was vor. Bei Autos kann mich jeder übers Ohr hauen. Wenn ein Mechaniker zu mir sagt: "Ohje Herr Graf, das müssen wir austauschen, sonst explodiert ihnen in zwei Wochen der Motor", dann glaube ich das. Muss ich das glauben. Es ist schrecklich.
Das Duisburger Bloggertreffen
Der Duisburger Blogger ist groß bis klein. Männlich bis weiblich. Dick bis dünn. Interessant bis langweilig. Nett bis abgeneigt. Jung bis alt. Und er raucht! Er tritt in einer großen Herde auf. Eine Herde, die größer als die im Süden ist und die sich auch schon lange kennt. Was es dem neuen Duisburger Blogger nicht leichter macht. So wurden die Sitzplätze nur wenig gemischt, die Gespräche mit dem Neuen ebbten ab und als er schließlich am äußersten Ende saß und die Hälfte der Herde geschlossen das Lokal verließ, beschloss auch er, dass der Abend nun vorbei sei.
Mag sein, dass es an der Location und den Sitzmöglichkeiten lag. Oder daran, dass sich alle bereits kannten. Oder vielleicht doch an mir. Sollte ich nochmal auf ein Duisburger Bloggertreffen gehen, hoffe ich, mich mehr unterhalten zu können. Genug nette Gesprächspartner wären definitiv vorhanden.
Ne neue Nummer
Es wird nun doch so langsam Zeit, mein Auto umzumelden. Auch wenn ich mich nicht wirklich von meinem Freiburger Kennzeichen trennen will. Jetzt überlege ich mir zweierlei dazu. Erstens: Wie läuft denn so eine Ummeldung überhaupt ab? Was bringe ich da für Scheine mit? Schraube ich die alten Nummernschilder ab und lasse mein Auto ohne Kennzeichen am Straßenrand stehen? Oder bekomme ich erst die neuen Schilder? Was mich zur zweiten Frage führt: Was für eine Nummer nehme ich mir denn? DU-CK ist zu doof. DU-MM ist noch dööfer. DU-FT ist nicht dufte. In die engere Wahl kommt bisher DU-IT (wegen des tollen Wortspiels) oder DU-FR (dann würde ich mein Freiburg doch irgendwie behalten) oder ganz einfach DU-RG (meine Initialen). Schwierig. Habt ihr noch andere Ideen? Oder Tipps, wie man so eine Ummeldung am stressfreiesten über die Bühne bekommt?
Bye Bye PC Games
In der Bestätigungsmail zur Kündigung meines "PC Games DVD ab 18" Abonnements bat mich der verlegende Computec Verlag darum, meine Gründe für die Kündigung anzugeben. Dies war ein leichtes.
Zunächst einmal ist bei mir die Schmerzgrenze für ein monatlich erscheinendes Magazin bei 5,30 Euro um 30 Cent überschritten. Das mag im ersten Moment nicht viel Geld sein, aber irgendwo muss man ja Grenzen ziehen. Von mir aus hätte man auf die zumeist lächerlichen Vollversionen auf den DVDs verzichten können, um den Preis unter fünf Euro zu halten. Was auch immer. Jedenfalls halte ich alles über fünf Euro für zu teuer.
Die DVD wurde für mich immer uninteresanter. Hatte die Redaktion sich früher richtig Mühe gegeben und eine echte Sendung mit Reportagen und profesionellen Sprechern geboten, so findet man jetzt nur noch einige InGame-Mitschnitte, unterlegt von unmotivierten Testerstimmen. Das macht keine Lust auf die Spiele und keinen Spaß beim Zuschauen.
Gestern war Heute noch Morgen
Gestern: Reformationsta… ähh, natürlich Halloween. Nur Halloween. Dieses gemütliche Gruselfest, das uns seit einigen Jahren so penetrant amerikanisch überrennt. Nichts gegen irische/nordamerikanische Traditionen, aber ich kann damit echt nichts anfangen. Und je älter ich werde, desto mehr nervt mich dieses "Süßes oder Saures", diese Kürbisfratzen, diese Horrorgestalten (Ha, wer jetzt denkt, ich spreche vom deutschen Bundestag, irrt), ja selbst den Film und all seine Nachfolger fand ich Scheiße.
Heute: Allerheiligen. Feiertag. Auch hier in Duisburg, was mich ehrlich gesagt, etwas überraschend erwischt hat. Denn ich muss arbeiten. Wie seinerzeit als Lokführer, wo Feiertage im Grunde auch nur normale Tage waren, die eine kleine Zulage einbrachten. Ein Schweizer Lokführer wünschte mir auch prompt einen schönen Feiertag, fragte dann, ob ich denn überhaupt in Deutschland sei und einen Feiertag hätte. Ehrlich, ich musste erstmal kurz überlegen – Universum, Erde, Europa, Deutschland, NRW, Duisburg: Feiertag. Ja. Zulagen!
Morgen: Bloggertreffen in Duisburg. Ich werde fast sicher dort sein. Und bin schon mächtig gespannt. Hoffentlich sind die genau so nett, wie die Freiburger Blogger, wo ich mich seinerzeit richtig wohl fühlte. Bestimmt. Böstümmt!!!11einself
Außerirdische bei Maischberger
Eben gesehen: Maischberger mit dem Thema "Ufos, Außerirdische und Engel". Zu Gast Walter von Lucadou, der sich am liebsten selbst reden hört, aber niemals auf den oder zum Punkt kommt. Eine Sabrina Fox, die sich beim Autofahren Tipps von Engeln geben lässt. Ein Johannes von Buttlar, der keine Ahnung hat, wie er sein Lebenswerk (Ufo-Forschung) vor diesen Knalltüten verteidigen soll. Ein Joachim Bublath, der irgendwann die Sendung verlässt und man es ihm nicht mal verübeln kann. Und eine Nina Hagen, die außerirdischste von allen, die Scheiße aussieht, Scheiße erzählt und beim geistigen Niveau einer Siebenjährigen stehen geblieben ist. Dazu eine Sandra Maischberger, die am Ende der Sendung verzweifelt ihr Gesicht in den Händen vergräbt. Das war peinlich. Höchstpeinlich.
Und wenn ich euch nun erzähle, dass ich das Thema Außerirdische, Ufos, Parapsychologie, Mysterien und Verschwörungen in der Theorie äußerst interessant finde und nächtelang darüber diskutieren und mich austauschen könnte, dann ist das nun noch umso peinlicher.
Update: Mittlerweile finden sich bei Youtube Videos zu diesem neuen "Fernseh-Eklat" (Eva Herrman lässt grüssen). Und beim erneuten Betrachten stelle ich abermals fest: Wie kann es sein, dass man einer Frau wie Nina Hagen noch immer die Möglichkeit gibt, vor Publikum aufzutreten. Dass man ihr für ihren Schwachsinn und ihr unmögliches Verhalten ein Podium gibt? Wer hat eigentlich diese Gästekonstellation bei Maischberger zusammen gestellt? Und überhaupt und letztendlich: so interessant ich dieses Thema auch finde, was hat das bei Maischberger zu suchen?
Bombenstimmung in Duisburg
Freunde, ehrlich, mit dieser Stadt stimmt doch irgendwas nicht. Al Kaida, Mafia, Kriminalpolizei und nun auch noch das. Ärgerte ich mich bisher lediglich darüber, dass ich wegen der gesperrten Straße am Innenhafen nicht mehr bequem zum Lidl gelange, so wird es nun noch schlimmer. Man hat dort, wo irgendwann einmal das Gebäude mit unseren neuen Büros stehen soll, eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Und diese wird am Freitag um 11 Uhr entschärft. Was bedeutet, dass alle Gebäude im Umkreis von 200 Metern geräumt werden müssen. Darunter auch unser derzeitiges Bürogebäude und im Grunde der komplette Innenhafen.
Für mich bedeutet dass, morgen früh um 4 Uhr aufstehen, um nach Köln zu fahren, weil unser Dispositionsbüro rund um die Uhr besetzt und mit Rechnern und Telefonen versorgt sein muss. Und das war in der Kürze der Zeit nur in Köln zu machen. Es wird morgen ein langer Tag werden. Wo doch eh schon das völlige Chaos herrscht.
Seit nicht mal ganz vier Monaten wohne ich hier und ihr konntet ja lesen, was ich seitdem alles erlebt habe. Ich bin jetzt schon gespannt, was noch so alles passiert. Die nächste Katastrophe? Sie wird in Duisburg stattfinden oder dort ihren Ursprung haben. Bestimmt.
Nicht erschrecken, hier spricht die Kriminalpolizei.
Zwölf Uhr Mittags. Ich erwache nach einer Woche Nachtschicht und quäle mich aus dem Bett. Die Kaffeemaschine habe ich noch nicht erreicht, da höre ich mein Handy klingeln. Es liegt im Wohnzimmer. Auf dem Display steht: „Anonymer Anrufer.“ Noch schlaftrunken drücke ich auf „Annehmen“ und krächze ein „Hallo?“. „Herr Graf?“ fragt mich eine männliche Stimme. „Öhm, ja?“ bestätige ich. „Guten Tag Herr Herr Graf“, spricht die Stimme weiter, „bitte erschrecken Sie nicht. Hier spricht die Kriminalpolizei.“
Ich soll nicht erschrecken. Ich erschrecke dennoch. Ihr kennt das aus entsprechenden Filmen. In dem Bruchteil einer Sekunde schießen mir per kleinen Einblendungen und entsprechendem Soundeffekt (Wrousch!!!) alle Vergehen durch den Kopf, die ich in den letzten zwei Jahrzehnten begangen haben könnte. Von „noch schnell bei hellrot über die Ampel“ bis hin zu „Milch direkt aus der Tüte getrunken“. Ich bin perplex. Und erschrocken.
„Kriminalpolizei?“ stammle ich. „Genau. Nagel ist mein Name. Wir überprüfen gerade alle Handys die sich in der Nacht des 16.August rund um den Tatort eingeloggt haben.“ Ich ahne natürlich, wovon er spricht. Dennoch frage ich vorsichtshalber nach, schließlich lebe ich in der Großstadt, da gibbet ja immer irgendwo nen Tatort (Schimanski macht aber nimmer, oder?). „Tatort?“ frage ich also. „Ja, sie wissen schon. Der Mord in der Mülheimer Straße. Das ist bei Ihnen gerade um die Ecke, wenn ich das richtig sehe. Ihr Handy hat sich um 1.15 genau in dieser Funkzelle eingeloggt. Nun möchte ich Sie fragen, wo sie zum Tatzeitpunkt waren und ob Sie mir Informationen zum Tathergang geben können. Haben Sie irgendwas gesehen?“
(mehr …)Keine Ahnung!!!111einself
Wer Fragen stellt, ist nur fünf Minuten dumm. Wer niemals fragt, bleibt sein Leben lang dumm. Deshalb stelle ich folgende Frage: Kann mir jemand erklären, was es mit diesem "111einself"- Quatsch auf sich hat, den man mittlerweile in fast jedem Blog oder Forum hinter zu vielen Ausrufezeichen lesen kann? Ist das ein Running Gag? Ein Insider Joke? Hab ich irgendwas verpasst? Bitte lasst mich nicht dumm sterben!!!!111einself
Update: Nach längerem googeln fand ich zumindest eine Erklärung, die meine Vermutung bestätigen würde: es ist mal wieder etwas, was die Nerds und Geeks von den restlichen Internet Nutzern abgrenzen soll. Womit ich mich allein durch die Frage schon mal als kaum nerdig und wenig geekig geoutet habe. Die Einsen entstehen natürlich, wenn man die Shift-Taste beim !!!!!-Tippen zu früh los läßt. Als zusätzlichen Spaß schreibt man nun die ganzen Einsen aus und macht vielleicht sogar noch ’ne Elf daraus.
Gibt es mittlerweile eine Einseinself-Subkultur, von der ich noch nichts weiß?
Star Wars Filmchen
Unmengen von kleinen Star Wars Filmchen schwirren durch das Netz. Die einen witzig, die anderen nicht ganz so. Aber allesamt ein Beweis dafür, wie sehr diese Filmreihe unsere Kultur geprägt hat und wie gerne das Thema Star Wars für so manchen Scherz benutzt wird. Hier zwei weitere Vertreter. Zunächst ein musikalischer Darth Vader an der Mundharmonika.
Dann Star Wars mal op kölsch. Ich hab Tränen gelacht. „Und sons?“ „Et muss.“ ;-)
