Schlagwort: unterhaltung

  • Serientäter

    Die liebe Lena schickte mir ein Stöckchen, das wohl nur für mich gemacht worden war.

     

    1.) Schaust du regelmäßig TV Serien?
    Das kommt darauf an. Es gibt Serin, die ich sehr gerne sehe, aber ich komme langsam davon weg, sie im Fernsehen zu gucken. Serien auf DVD zu schauen hat so was ganz anderes. Ohne Werbeunterbrechungen und der Möglichkeit, vielleicht noch eine Folge zu gucken und dann noch eine. Erst dann kann man eine Serie wirklich genießen.

    2.) Was macht für dich eine gute Fernsehserie aus?
    Alles, was auch ein gutes Buch oder ein guter Film haben muss. Mit dem Vorteil, dass in vielen Fällen die Personen besser beleuchtet werden können als in einem Film und man über die Jahre fast eine Beziehung zu ihnen aufbauen kann. Siehe "Six Feet Under".

    3.) Gibt es eine Serie, für die du alles stehen und liegen lässt?
    Was heißt "alles stehen und liegen lässt" ;-) Serien, bei denen ich nicht erwarten kann, die nächste Folge zu sehen: Lost, Dr.House, Emergency Room (DVD), Desperate Housewives, Nip/Tuck (DVD). Früher, als die Serien noch liefen, waren es auch Six Feet Under, Frasier, Ally McBeal (DVD) und Sex an the City (jaaa, auch Männer gucken so etwas – zumindest Männer, die Qualität, freche Geschichten und witzige Dialoge zu schätzen wissen). Was ich immer wieder gerne sehe, aber auch hin und wieder verpasse, sind Die Simpsons, King of Queens, CSI Las Vegas und Scrubs – was eigentlich unverzeihlich ist.

    4.) Und welche geht überhaupt nicht?
    Alle Serien, denen man die billige Machart sofort ansieht, die mit nur einer Kamera, Laiendarstellern und platten Geschichten daher kommen und nur als Hülle für Werbeunterbrechungen produziert worden sind ohne eine Ahnung davon zu haben, wie man die Zuschauer packt, neugierig macht und begeistert.

    5.) Kaufst du Serienstaffeln auf DVD oder Video?
    Auf DVD. Und ich hätte gerne noch viel mehr. Es gibt kaum was Schöneres, als einen ganzen langen Winterabend eine Folge nach der anderen zu schauen, ohne unterbrochen zu werden und sich den tollen Geschichten und den Charakteren hinzugeben.

     

    Und an wen werfe ich jetzt weiter? Eigentlich hat schon jeder, den ich bewerfen würde, das Stöckchen bekommen. Deshalb geht es erstmal an Pixeljunkie und Kellogs, nur damit dort mal wieder was steht. Weiterhin an D-Brain und Prospero.

  • Eurovision Song Contest 2007

    Aus Mangel an Alternativen tat ich mir gestern den Eurovision Song Contest 2007 im Ersten an. Ich dachte, es könnte vielleicht spaßig werden. Und nun ja, irgendwie war es das ja auch. Wenn man folgendes bedenkt: Der European Song Contest ist Trash in Reinkultur. Hier gewinnt nicht das Land mit dem besten Lied oder dem besten Sänger. Hier gewinnt das Land, das die meisten Freunde in Osteuropa hat und/oder den schrägsten, schrecklichsten Song und/oder den entsetzlichsten aller Sänger und/oder die ausgeflippteste Performance und/oder Outfit. Sich also über das schlechte Abschneiden des deutschen Roger Cicero aufzuregen ist daher unnötig. Er war sehr gut, ohne Frage. Aber er hat nicht verstanden, dass man mit einem guten Song und einer guten Stimme bei diesem Wettbewerb nichts gewinnt. Man darf all das einfach nicht zu ernst nehmen. Denn wer den Fehler macht und den europäischen Sänger-Wettstreit ernst nimmt, der glaubt vermutlich auch, dass der Gewinner von DSDS tatsächlich ein Superstar ist.

    Aber mal zwei Fragen: Zum wievielten Mal bekam die Türkei eigentlich zwölf Punkte von Deutschland? Und würde es Sinn machen, einen West-European und einen East-European Song Contest zu veranstalten?

  • Wetten, dass Freiburg ganz kurz eine Metropole sein kann?

    Oder zumindest den Flair einer Metropole versprühen kann. Auch wenn plötzlich hunderte Klotüren durch die Innenstadt spazieren. Und das meine ich sogar wörtlich und nicht beleidigend. Fudder und die gute Caro waren natürlich dabei und berichteten. Ich selbst habe die Sendung leider verpasst, da ich im Kino war, aber ich stand danach ein bisschen vor dem Konzerthaus herum und fühlte mich schrecklich ausgeschlossen. Es kamen keine Stars von der After Show Party. Dafür aber ein junger Kerl, der vorschlug, sich hinein zu schleichen. Einer von dreien würde es immer schaffen. Nun, sooo Promigeil bin ich dann doch nicht und Sven und ich ließen die Party, die Audi A8 VIP Flotte vor der Tür und die mit Edding und Block bewaffneten Kiddies am Eingang hinter uns und tranken noch einen Cocktail. Übrigens, wieso war Caro nicht da drin, sondern stand mit einer Klotür auf dem Münsterplatz?

  • Das digitale Fernsehen

    Es scheint ja beschlossene Sache zu sein, dass die Bundesregierung 2010 das komplette analoge Fernsehnetz in Deutschland abschalten lassen will. Ob dies auch tatsächlich so kommt, wird man sehen. Denn die Grundversorgung muss weiterhin gegeben sein, selbst wenn bis dahin erst 50% der Bundesbürger einen Digital Receiver entweder zusätzlich gekauft oder bereits in ihrem TV-Gerät haben. Ich habe mich dazu entschlossen, jetzt schon auf den digitalen Zug aufzuspringen Dabei gucke ich kaum mehr Fernsehen.

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  • Die beschissenste Familie Deutschlands

    Eine deutsche TV-Produktionsfirma hat ein neues Konzept für eine Samstag Abendshow. Dieses Konzept wurde diversen großen Privatsendern wie RTL, der Pro7-Sat1 Gruppe und weiteren eventuell Interessierten vorgelegt. Die Sender zeigen sich begeistert und es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, wann die große Show „Die beschissenste Familie Deutschlands“ (Arbeitstitel) über den Äther geht. So dachte man…

    Da die TV-Sender mittlerweile alle erkannt haben, wie erfolgreich Bastel-, Renovierungs-, Verschönerungs-, Aufbau-, Lebenshilfe- und Therapie Sendungen sind, war es nur eine Frage der Zeit, bis ein solches Konzept entsteht. Ziel der „beschissensten Familie Deutschlands“ (Arbeitstitel) ist es, all die Ideen dieser Sendungen zu vereinen.

    Folgendes steht in etwa in dem vorgelegten Konzept:

    Man wird Familien casten, die im Grunde nicht im Fernsehen zu sehen sein
    würden (außer in Boulevard Magazinen). Gesucht wird in den unteren
    Schichten unserer Gesellschaft. Bevorzugt werden Familien ohne Arbeit.
    Je mehr Kinder in der viel zu kleinen Wohnung leben, um so besser. Je
    asozialer, umso geeigneter (Originalton der Produktionsfirma).

    Das Konzept sieht vor, jeglichen verfügbaren Berater zu dieser Familie zu
    schicken und alles mit der Kamera fest zu halten. So werden zuerst
    Spezialisten auftauchen, die die Wohnung entrümpeln (wenn die Familie
    latente Messies sind, wäre das äußerst passend). Die Familie wird ihren
    nicht mehr benötigten Hausrat entsorgen und Tipps für Ordnungshaltung
    bekommen.

    Danach werden sich die Renovierungsprofis daran machen, etwas Stil in die Wohnung zu bringen.
    Neue Farben, neue Möbel, neue Aufteilung etc. Dazu gesellen sich
    schließlich noch Life Coaches, die die Eltern in das harte Leben
    führen, ihnen bei der Jobsuche beistehen und ihnen erklären, wie man so
    manches Familien-internes und -externes in den Griff bekommen kann.

    Die Kinder werden professionell von diversen TV-Nannys betreut. Man wird
    sie in die Schule begleiten und ihnen beibringen, richtig zu lernen und
    vernünftig mit ihren Aggressionen umzugehen. Es werden auch
    Tierpsychologen eingeladen, die sich um den schwer gestörten Hund und
    den Goldfisch der Familie kümmern.

    Das Renovierungsteam wird alsbald dazu übergehen, Handwerker Profis zu
    rufen, da Teile der Wohnung dermaßen verkommen sind, dass kaum mehr
    Reparaturen möglich sind. Und so wird die Familie dabei beobachtet, wie
    sie sich am Rande der Stadt in einer ruhigen Dreißiger Zone ein eigenes
    Fertighaus baut. Und mithilfe des Teams einrichtet.

    Zu guter Letzt kommen noch die Design und Style Profis und werden die
    Familie neu einkleiden, frisieren, schminken und was so alles nötig ist.

    Das Ende der der ersten Staffel wird die Präsentation „der glücklichsten
    Familie Deutschlands“ (Arbeitstitel) sein, die mit neuem Aussehen,
    neuen Jobs, neuen Umgangsformen, neuem Haus und neu gewonnenem
    Selbstbewußtsein wieder zu einem Teil unserer Gesellschaft geworden
    ist. Alles unter dem Slogan: „Manchmal braucht es nur einen kleinen
    Schubs“.

    Worüber sich die Produktionsfirma und die Sender allerdings noch streiten, ist die
    Wiedersehensfolge ein Jahr später. In dieser Sendung soll die Familie
    erneut besucht und interviewt werden, um den Zuschauern zu zeigen, wie
    sehr diese Verwandlungen ihr (der Familie) geholfen hat. Die TV-Sender
    sind allerdings davon überzeugt, dass eine beschissene Familie
    (Arbeitstitel) immer eine beschissene Familie (Arbeitstitel) bleiben
    wird und man dem Fernsehzuschauer lieber nicht die Illusion rauben
    möchte, dass solche TV-Hilfesendungen irgendetwas langfristiges
    bewirken können. Außerdem wären nicht gar so glückliche Familien
    ohnehin die besseren Fernsehzuschauer, da sie jeden Dreck im deutschen
    Fernsehen schlucken würden, ohne sich zu beschweren (aus gut
    unterrichteten Kreisen erhaltenes Zitat eines Programmchefs).

    Der Zynismus, der hier offen zur Schau gestellt wird, sollte
    schnellstmöglich in die Öffentlichkeit gelangen, um eine solche Sendung
    zu verhindern.

  • Ein Appell an die DVD Industrie

    Liebe Filmfirmen und DVD Hersteller. Ich weiß ja, dass ihr mich als Kunden nicht für voll nehmt und nur auf mein Geld aus seid. Ich weiß auch, dass es euch völlig egal ist, was ihr so auf den Markt werft und in welcher Qualität, solange der Käufer nur brav bezahlt. Am besten mehrmals hintereinander (Früher die VHS, nun die DVD, danach die Special Edition, dazu noch die GEZ Gebühren für die TV-Ausstrahlung und nicht zu vergessen die Pauschalabgabe für alle Geräte – außerdem freuen wir uns alle jetzt schon auf den Blu-Ray und das HDDVD Chaos). Offensichtlich lebt ihr in einer eigenen Welt, in der die Wünsche und Ansprüche des Kunden nicht zählen, solange er weiterhin brav sein Portemonnaie öffnet.

    Ich werde an anderer Stelle noch einmal auf all eure Verfehlungen
    zurück kommen. In diesem Beitrag möchte ich allerdings für die
    Veröffentlichung einiger fast vergessener Perlen plädieren. Nachdem ihr
    so viele B- und C-Filme auf den Markt geworfen habt, kann ich nicht
    verstehen, wieso zum Beispiel „Joe gegen den Vulkan“ bisher nicht auf
    DVD erschienen ist. Dies ist eine der besten Komödien mit dem noch
    jungen Tom Hanks und Meg Ryan. Ein wahres Märchen in schönen Bildern
    und feinem Humor. Auch „Forget Paris“ von und mit Billy Crystal fehlt
    mir noch in meiner Sammlung. Dieser Film wurde als inoffizielle
    Fortsetzung von Harry und Sally betrachtet (obwohl das nur am Thema und
    dem ähnlichen Humor festzumachen ist). Warum kann ich die Steve Martin
    Komödie „My blue Heaven“ noch nicht kaufen? Wieso darf ich nicht bei
    den „Indianern von Cleveland“ auf die Originaltonspur umschalten, um
    mich zu vergewissern, wie gut der Film ohne die deutsche
    Synchronisation ist. Weil es ihn nicht auf DVD gibt – richtig erraten.
    Wo bleibt der Teenie Klassiker „Can’t buy me love“? Und nicht zu
    vergessen der Weihnachtsklassiker schlechthin „Fröhliche Weihnachten“.
    Außerdem warte ich noch immer auf einen Release des „großen Rennens um
    die Welt“ und des „Hofnarren“.

    Wieso kann ich auch alle möglichen Schrott-Serien in schönen Boxen erstehen,
    während die wirklich großartigen Serien wie beispielsweise „Ed“ und
    „Frasier“ nur im Morgen- und Nachtprogramm der TV-Sender versteckt
    werden.

    Ich kann ja nicht mal beleidigt sagen, dass ihr offensichtlich mein Geld nicht wollt. Denn
    das wollt ihr ja. Nur liefert ihr mir nicht die gewünschte Ware. Warum
    es immer noch DVDs gibt, die mich mit nervender Werbung, unkomfortabler
    Bedienung und unterirdischer Qualität ärgern, werde ich wie gesagt
    demnächst behandeln. Bis dahin möchte ich gerne oben genannte Filme so
    schnell wie möglich bei Amazon bestellen können. Und wehe ihr wagt es,
    alles nur lieblos auf die Scheibe zu pressen, nach dem Motto: „Die
    Leute werden es so oder so zahlen!“

  • Im Serienwahn

    Vermutlich führt doch kein Weg daran vorbei, sich einen Festplattenrekorder zu zulegen. Denn ich bin wieder im Serienwahn. Und gleichzeitig berufstätig, was es mir viel zu oft schwer macht, alles sehen zu können. Und jede Woche mit fünf Videokassetten herum zu jonglieren ist nicht die Erfüllung. Eine Erfüllung ist allerdings das derzeit gezeigte Serienprogramm.

    Da wäre zuallererst Emergency Room zu nennen, eine meiner absoluten Favourites. Ich kenne kaum eine Serie, die dramatischer und fesselnder ist. Auch wenn die Qualität ein ganz ganz wenig nachgelassen hat in den letzten paar Staffeln. Dazu kommt die langerwartete zweite Staffel von Nip/Tuck. Sensationell, überraschend und immer zwischen Komik und Dramatik wechselnd. Dabei hieß es nach Ende der ersten Staffel, es sei ungewiss, ob mehr gezeigt würde (Die ollen Quoten halt).

    Six Feet Under gibt sich ebenfalls wieder die Ehre mit der vierten Staffel. Auch hier hat die Spannung und Qualität leider etwas nachgelassen und ich hoffe gerade in dieser Staffel, dass es bald zu einer spannenden Geschichte kommt. CSI (und nur CSI) läuft auch endlich wieder. Man verzeihe mir bitte, dass ich mit all den Ablegern aus New York und Miami leider nichts anfangen kann.

    Nun habe ich auch noch Las Vegas entdeckt (nicht CSI) und bin von der ersten Folge sehr angetan gewesen. Mal sehen, wie es weitergeht. Die vierte Staffel von 24 wird wohl wieder spurlos an mir vorbei gehen, wie schon die dritte. Das liegt hauptsächlich daran, dass „RTL Scheiß“ die Serie verheizt und sie in Paketen zu drei Folgen sendet. Und das auch noch an zwei aufeinander folgenden Tagen. Tja, also da kann leider weder ich noch mein Rekorder mithalten. Jetzt hab ich nämlich die Folgen 4,5 und 6 verpasst und damit ist das Ding für mich gestorben. Pech.

    Mehr schade als Pech ist die Art, wie Sat.1 mit Ed umgeht. Kein Mensch kennt diese Serie, dabei ist sie die schönste, erfrischendste, witzigste und wohltuendste Fernsehunterhaltung seit Picket Fences und Ally McBeal. Wer die beiden letztgenannten mochte, würde Ed lieben. Sat.1 sieht das allerdings anders und versteckt Ed Samstags morgens um 5 Uhr. Oder so. Manchmal kommt es auch gar nicht. Oder hört einfach auf. Oder wird einfach verschoben. Mann hat es nicht leicht.

    Aber leicht hat es einen. Das wäre mir beinahe bei den Gilmore Girls so gegangen (darf man das als Mann zugeben). Ich konnte aber noch rechtzeitig den Absprung finden.

    Man sieht also, ich bin beschäftigt und hoch erfreut. Besonders Dienstags und Mittwochs. Und dabei hatte ich vor wenigen Wochen noch gedacht ich wäre Lost und Desperate. (Ha, Riesen-Wortwitz)

  • Unser aller Untergang

    Gestern Abend lief im ersten deutschen öffentlichen Fernsehen der zweite Teil des Spielfilms „Der Untergang“. Die letzten Tage von Adolf Hitler. Diesmal im verlängerten Director’s (Diktator’s) Cut. Meine Frage diesbezüglich: Wozu? Ich fand den Film in seiner ursprünglichen Länge schon mehr als quälend. Manch einer wird da vielleicht sagen, daß er das ja auch sein sollte, aber mir geht es dabei um etwas anderes.

    Ich frage mich nämlich, wann es Deutschland endlich schafft, von ihrem Führer los zu kommen. Wieviele Filme über die Nazi Zeit können wir noch ertragen? Wieviele Hitler Biographien im ZDF? Wie oft kommen noch neue Enthüllungen und Retrospektiven im Stil von „Hitlers Frauen“ , „Hitlers Hunde“, „Hitlers Badeschaum“? Wieviele Filme muß ich mir über die, selbstverständlich grausame, NS Zeit antun? Bis mein schlechtes Gewissen der Welt gegenüber so groß ist, daß ich mich nicht mehr aus dem Haus traue? (mehr …)