Schlagwort: geschichten

  • Oh nudeliger Gott

    Die Kreationisten gehen um. In den USA versuchen sie weiterhin ihre Lehren in den Schulunterricht zu manövrieren. Auf das die ohnehin verunsicherten Kids lernen, dass die Welt eben nicht aus purem Zufall, einem großen Knall und einem Haufen Ursuppe und Millionen Jahre langer Evolution entstanden ist. Denn in Wirklichkeit hat sich nämlich alles haargenau so zugetragen wie es in der Bibel steht. Vom ersten bis zum sechsten Tag (und am siebten war Pause).

    Oder etwa nicht? Also wenn ich schon die Wahl hätte, dann würde ich wohl an das fliegende Spaghettimonster glauben. Denn das fliegende Spaghettimonster hat die Welt erschaffen und alle Anzeichen von Evolution absichtlich verstreut, um uns zu verwirren. Der Glauben an das fliegende Spaghettimonster hat einige interessante Aspekte: Wenn man in den Himmel kommt, wird man von einem Biervulkan und einer Stripper Fabrik erwartet. Alle Menschen stammen von Piraten ab (man hat nämlich festgestellt, dass die DNA von Piraten zu 99,9% mit der des Menschen übereinstimmt – mehr als Schimpansen-DNA). Die globale Erwärmung hängt übrigens direkt mit dem weltweiten Abnehmen der Anzahl von Piraten zusammen.

    Ich möchte also ab sofort ein Pastafari sein. Lasst uns Augenklappen und Haken anlegen und unserem nudeligen Gott huldigen. Und soll mal jemand beweisen, dass es das fliegende Spaghettimonster gar nicht gibt.

  • Haarig

    Friseurbesuche sind der pure Stress für mich. Bisher kam es erst zweimal vor, dass ich wirklich völlig zufrieden einen Salon verließ. Die anderen Male dachte ich beim Blick in den Spiegel stets: Oh Gott, hoffentlich kann ich das zu Hause retten. Wenn ich unter dieser Plastikplane sitze, die Finger in die Armlehne kralle und zu schwitzen beginne, bete ich leise vor mich hin, die Friseuse möge mich nicht allzu sehr entstellen. In jedem Friseurgeschäft, bei jeder Friseuse versuche ich aufs Neue zu erklären, wie ich die Frisur gern hätte. Erfolglos bisher. Jede schneidet einfach so wie sie es am besten kann. Kurz.

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  • Nochmals zum Thema Killerspiele

    Bayern will es offensichtlich wirklich wissen und brachte einen Gesetzesentwurf zum Verbot von Killerspielen ein. Was genau der Stoiber Eddi in seinem „Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung des Jugendschutzes“ vom Bundesratspräsidenten Ringstorff möchte, könnt ihr hier bei PC Games nachlesen. Und wenn ihr schon dabei seid, vielleicht sogar noch zu dieser Aktion klicken, die ebenfalls von PC Games ins Leben gerufen wurde (über den Sinn dieser Aktion möchte ich nicht urteilen, aber was in dem erläuternden Text dazu steht, ist einfach mal wieder zu herrlich).

    Wie man an der Anzahl der Kommentare zu diesem Artikel bei PC Games Online sehen kann, ist das Thema weiterhin kontrovers diskutiert. Seltsam eigentlich. Sollte man doch denken, dass bei Themen wie Verbot von Killerspielen, Klimaschutz, Kindermörder, McDonalds Ernährung und was es sonst noch Böses auf dieser Welt gibt alle einig sind und Diskussionen nutzlos sind.

    Egal. Mir fiel bei dem Thema nur eines ein. Und zwar das mulmige Gefühl, das ich hatte, als ich vor kurzem den Film „Blood Diamond“ im Kino sah. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben und zeigt blutige Bürgerkriegsszenen in Afrika, Kindersoldaten und erschossene Leichen gleich dutzendweise. Die Gewalt in diesem Streifen ist selbst für meine Begriffe hart an der Grenze und auch mir wurde mulmig mit anzusehen, wie Frauen und Kinder erschossen werden und ihr Blut über die Wände spritzt. (Ansonsten ist der Film aber gar nicht so schlecht)

    Ich weiß, dass auch dieses Argument müssig ist und im Grunde nicht diskutiert werden kann. Offenbar gibt es auch beim Thema Gewalt und Jugend nicht nur zweierlei Mass sondern gar vielerlei. Die Hexenjagd wird weitergehen, egal wieviel noch darüber geschrieben oder diskutiert wird.

    In diesem Zusammenhang finde ich diese Studie der freien Universität Berlin interessant. Hier ein kleiner Auszug, entnommen aus dem verlinkten Text:

    „Die Ergebnisse von Astrid Kristen und Caroline Oppl zeigen, dass nicht die Spiele die Kinder im Alter zwischen acht und 13 Jahren aggressiv machten. Vielmehr suchten sich die Schüler und Schülerinnen jene Spiele aus, die zu ihrer Persönlichkeitsstruktur passten. Jungen, die ohnehin ein aggressives Verhalten an den Tag legten, tendierten über die Zeit eher dazu, sich mit gewalthaltigen Computerspielen zu beschäftigen. Mädchen hingegen, die eher zum Lügen und Intrigieren neigten, also als relational aggressiv eingestuft wurden, wählten über die Zeit eher Rollenspiele als Lieblingsspiele aus. „Unsere Untersuchungen haben damit jene Theorien unterstützt, die von aktiver Mediennutzung ausgehen. Kinder suchen sich solche Spiele aus, die zu ihrem Entwicklungsstand und zu ihrer Persönlichkeit passen. Die Ergebnisse lassen sich damit in die internationale Forschung einordnen“, erklären die beiden Autorinnen. Die öffentliche Debatte über gewalthaltige Computerspiele wird dennoch weitergehen.“

  • In, auf, ab und zu

    Wieder einmal habe ich eine Frage, die mir keine Ruhe lässt und die ich nirgendwo eindeutig erklärt bekomme, weshalb ich sie jetzt einfach mal hier zur Diskussion stelle: Wie sollte ich meine Leser begrüßen? Heiße ich sie auf meinem Blog, in meinem Blog, zu meinem Blog oder bei meinem Blog Willkommen? Ich weiß, dass man bislang auf eine Homepage ging – gilt das für den/das Blog immer noch?

  • Kurios

    Judith schrieb in einem der letzten Blogeinträge: „Da Roger auch ein kurioser Typ ist, schmeiß ich ihm mal das Stöckchen rüber“. Und dann kam es an und ich wusste erstmal gar nicht, was ich damit anfangen soll. Okay, ich soll kurioses über mich und mein Umfeld beschreiben? Und auch noch sechs verschiedene Kuriositäten finden? Ohweh.

    Also zunächst mal finde ich es kurios, dass ich offenbar ein kurioser Typ bin. Bisher ging ich eigentlich immer davon aus, ich sei ganz normal und die Welt um mich herum wäre nur am durchdrehen und irgendwie eigenartig. Eigenartig.

    Kurios an mir ist vielleicht, dass ich einer der wenigen Menschen bin, die ihren Kindheitstraum haben wahr werden lassen. Ich wurde tatsächlich Lokführer. Wer kann das von sich behaupten?

    Weiterhin ist vielleicht kurios an mir, dass ich zwar regelmäßig die Geburtsdaten meiner Freunde vergesse, mich aber an komplette Songtexte erinnere. Und zwar an sehr sehr viele alte Songtexte. Es ist als hätte mein Hirn eine große 300 Gigabyte Songtexte-Partition und eine kleine 2 Kilobyte große Daten-Partition.

    Ebenfalls ist es kurios, dass ich so unzählig viele Details von Filmen kenne. Ich kann Nebendarsteller aufzählen, weiß, wer das Casting gemacht hat und ich höre sogar von Anfang an, wer den Score komponiert hat. Außerdem achte ich dermaßen akribisch auf Details, dass ich schon öfter Film- und Anschlussfehler oder ganz einfach technische Probleme erkannt habe. Das klingt jetzt etwas krank, ich weiß. Ich kann Filme allerdings auch genießen, ehrlich.

    Vielleicht ist es etwas kurios, dass ich schon seit vielen Jahren meinen dritten Roman im Kopf habe und bisher noch nicht dazu gekommen bin, ihn endlich nieder zu schreiben. Auch einige Kurzgeschichten schwirren noch herum.

    Vermutlich nicht ganz so kurios ist die Tatsache, dass ich teilweise eine Engelsgeduld habe wo andere ausflippen könnten und in anderen Fällen sofort genervt bin wo andere völlig ruhig bleiben (wer mich kennt weiß was ich meine).

    Und, hey, das waren ja schon sechs Punkte. In diesem Fall reiche ich das Stöckchen einmal weiter an einen Menschen, von dem ich ebenfalls einige kuriose Dinge erwarte: Garvin, bitte Stöckchen fangen.

  • Station Voice

    Eine Station Voice ist die markante Stimme, die einem TV- oder Radiosender Profil gibt, ihn wieder erkennbar macht und für alle möglichen Einsatzmöglichkeiten genutzt wird. So hört man sie in Trailern, bei Ankündigungen, in der Werbung, bei kleinen Einspielern. Die Station Voice ist meist exklusiv, einprägsam und gehört somit zur Corporate Identity des Senders. Im Radio ist sie natürlich etwas wichtiger als im Fernsehen, da es hier darauf ankommt, dem Hörer sehr schnell zu vermitteln, auf welchem Sender er sich gerade verbindet.

    Ok, wollen wir mal nicht darüber sprechen, wie viel dummes Geschwätz im deutschen Radio zu hören ist. Wollen wir auch nicht darüber sprechen, welch beknackte und leicht zu verwechselnde Slogans die Sender uns immer wieder um die Ohren hauen und  uns versprechen, nur SIE spielten die besten Hits und die tollsten Oldies ohne Pause. Lasst uns auch nicht wieder lamentieren, dass auf allen Sendern ständig die gleiche Musik in Rotation läuft. Ich möchte stattdessen einen kleinen Aufruf an Antenne Südbaden starten. Bitte sucht euch endlich eine neue Station Voice!

    Ich höre Antenne Südbaden (früher FR1) zugegebenermaßen nur selten. Meist dann, wenn in allen anderen Sendern nur Schrott kommt. Und jedesmal, wenn ich umschalte, höre ich diese Stimme. Diese gewollt tiefe, knurrige, machoeske Stimme, die mir sofort erzählt, dass die Musik vom höchsten Berg des Schwarzwalds kommt. Und dass es nur hier die längste Musikstrecke Südbadens gibt. Und das die Uhrzeit von irgendeinem Autohaus in Emmendingen präsentiert wurde (inklusiver aller Sonderangebote). Das schlimmste ist aber immer der Spruch: „Südbaden, Südbaden.“ Hallo? Hallo? Soll das ein Slogan sein? Soll uns das irgendwas sagen? Irgendwas sagen?

    Und warum wird diese Stimme immer so stümperhaft zusammen geschnitten? Soll das der Stil sein? Soll das Dynamik und Esprit vermitteln? Und bitte, warum überhaupt diese Stimme, dieses gekünstelte Timbre, dieses Brummeln? Denkt ihr, liebe Radiomacher, die weiblichen Zuhörer werden dabei rollig? Schafft endlich diese Station Voice ab und hört endlich auf, sie nach jedem zweiten Songs abzuspielen.

    Es gibt viele Menschen, die Freiburg als Provinz bezeichnen. Mir als Freiburg Fan tut das immer ein wenig weh, wenn ich auch zugeben muss, dass Freiburg natürlich ein großes Dorf ist und nicht mit Metropolen mithalten kann. Und es auch gar nicht will. Aber muss der Provinz Status dadurch unterstrichen werden, dass der Haussender kein vernünftiges Radio machen kann? (Ich spreche nicht von der Musikauswahl) Sich durch dämliche Slogans und Promotion Sprüche lächerlich macht? Und das alles mit einer Stimme, die Coolness vermitteln soll und nur beweist, wie schlecht es um die Radiokultur in Freiburg bestellt ist?

    In einer Metropole wie Berlin oder München fallen billige kleine Privatsender nicht so auf. Aber in Freiburg ist die Auswahl nicht besonders groß, da sollte der Sender, der Freiburg am meisten repräsentiert doch ein wenig mehr auf der Pfanne haben und etwas Professionalität ausstrahlen (wenn wir schon dabei sind: ersetzt endlich mal diesen unsäglichen Kino-Werbespot, der viel zu leise, viel zu scheußlich und viel zu lächerlich ist).

    Ich bin kein Profi und verstehe natürlich auch nichts vom Radiomachen (leider), aber ich bin ein besorgter Hörer, also die Zielgruppe. Und die Zielgruppe sagt euch: Wenn ihr schon gezwungen seid, immer wieder die gleiche Hit Rotation abzuspielen, so solltet ihr wenigstens an eurer Reputation und eurem Image etwas arbeiten. Vielleicht schalte ich dann auch etwas öfter und freiwillig wieder zu euch. Ich bin für besseres Radio in Südbaden, Südbaden.

  • Das Ende der Amiga Zeit

    Vor kurzem schrieb mich ein Unbekannter in ICQ an und fragte, ob ich Interesse an seinen Amigas mitsamt Zubehör (Hardware, Spiele, Joysticks, Mäuse, Speichererweiterungen, Festplatten etc.) hätte. Er surfte durchs Netz auf der Suche nach Nostalgikern und Fans der alten Rechner und fand dabei mein Blog, in dem ich hin und wieder über den Amiga schrieb. Er wollte mir alles überlassen, wenn ich es selbst in Darmstadt abholen würde. Also machten wir uns einen schönen Tag, holten die Kisten ab und besuchten Heidelberg, da es direkt auf dem Weg lag.

    Wieder zuhause, inspizierte ich den Inhalt der Kisten. Vorhanden war ein Amiga 2000 und ein 500er. Im Grunde interessierte mich an dem 2000er nur der Festplattencontroller, da ich auf die Festplatte meines 2000ers nicht mehr zugreifen konnte.Dort lagen alle meine Texte, alle Bilder und überhaupt alles, was ich in meinen Jugendjahren mit dem Rechner machte. Backups hatte ich natürlich keine. Leider, denn es stellte sich schnell heraus, dass meine Daten auf ewig verloren waren. Auch der ausgeschlachtete 2000er von Dirk war nicht mehr zu gebrauchen.

    Der 500er sprang gar nicht erst an. Was nicht defekt war, war schmutzig, alt und von Nikotin vergilbt und verklebt. Bald erkannte ich, dass die vermeintliche Goldgrube nicht so ergiebig war, wie erhofft. Faszinierend waren lediglich die drei Boxen mit Original-Software und Original-Anleitung. Ja, ich seufzte hin und wieder und schwelgte in Erinnerungen. Manche Disk schob ich ins Laufwerk und stellte dabei folgendes fest:

    • früher hatte man offenbar mehr Zeit und Geduld. Denn es dauerte eine Ewigkeit, bis die Programme und Spiele geladen waren.
    • die grafischen Qualitäten sehen in meiner Erinnerung einfach besser aus. Kennt ihr das, wenn ihr etwas Großartiges aus eurer Kindheit in Erinnerung habt und es nun im Erwachsenen-Alter wieder seht, dass ihr dann eher enttäuscht seid? Kennt ihr diese romantische Verklärung, die unsere Vergangenheit weitaus strahlender erscheinen lässt, als sie es vermutlich war?

    Da die meisten Sachen von Dirk nicht zu benutzen waren und ich auch die Hoffnung begraben musste, meine Festplatte wieder zum Laufen zu bringen, habe ich nun einen großen Stapel Schrott auf meinem Balkon stehen. Schrott, den es zu entsorgen gilt. 

    Ich möchte mich nicht beklagen, zumindest nicht über Dirks Geschenk. Was mich eher traurig macht, ist die Tatsache, dass ich meine alte Freundin wohl doch hinter mir gelassen habe. Keine Ahnung, warum ich dennoch so an ihr hänge. Ist es tatsächlich der Computer und seine wunderbare Technik? Oder ist es nur die schöne Erinnerung daran? Die Erinnerung an bessere Tage? Als „die Welt noch in Ordnung war“?

    Vielleicht gibt es auch in eurem Leben etwas, woran ihr euch gern zurück erinnert. Euer erstes Auto, mit dem ihr so viel erlebt habt? Eure damaligen Lieblings-Comics oder Lieblings-TV-Serien. Und vielleicht stellt ihr heute ebenfalls fest, dass sie euch nicht mehr so verzaubern können, wie sie es damals taten. Vielleicht versteht ihr, warum ich mich fühle, als würde ich den Amiga zu Grabe tragen.

    Es ist einfach nicht mehr meine Welt. Ich habe meinen eigenen Amiga 2000er ebenfalls zu dem Schrotthaufen gelegt. In meiner Kiste liegen jetzt noch ein Amiga 500, viele Disketten, ein Monitor und ein Joystick. Der alten Zeiten wegen. Der Karton wird wieder zugeklebt und im Keller verstaut. Vielleicht bekomme ich irgendwann erneut einen Flashback, denke daran, den Karton zu öffnen und einen Abend lang in Erinnerungen zu schwelgen.

    Aber wohl eher werde ich meinem Emulator bemühen, mir zu zeigen, wie wunderbar die Zeit damals mit meiner Freundin war. Und wie lange diese Zeit schon hinter mir liegt.

  • Ich stehe zum Sitzpinkeln

    Ich bin überzeugter Sitzpinkler. Und dazu stehe ich! (Haha, was für ein Wortspiel) Ich gebe nichts auf Aussagen, im Sitzen zu pinkeln sei unmännlich. Denn ich denke, dass jeder Mann, der irgendwann einmal seine Toilette selbst reinigen muss, automatisch zum Sitzpinkler wird. Was ist männlicher? Beim Pinkeln zu sitzen oder jeden zweiten Tag um die Schüssel zu kriechen, um all die (beim Stehen unvermeidlichen) Spritzer zu entfernen?

    Dennoch hat so ein Pissoir natürlich etwas sehr bequemes. Keine Frage. Deshalb beschloss ich jetzt, dass in meiner zukünftigen Villa, trotz der dann vorhandenen Putzfrau, in meinem Bad folgendes eingebaut wird: neben den Whirlpool, der Duschkabine, den zwei Waschbecken, dem Bidet und der Kloschüssel muss unbedingt auch ein Pissoir hin. Und zwar auf jeder Etage.

  • Donald duck dich

    Habt ihr eigentlich auch zu den Kindern gehört, die immer Donald Duck sagten? Mit langem o und kurzem u? Und sagtet ihr auch immer Goofy? Mit einem ganz langen o? Hattet ihr auch ständig Diskussionen mit so Klugscheißern wie mir, die, noch bevor sie auch nur ein Wort Englisch konnten, darauf bestanden, die Namen auch englisch auszusprechen? Schließlich war ja sonst alles Deutsch in den Comics, sie lebten in Entenhausen, gaben Taler aus und Donalds Neffen hießen Tick, Trick und Track.

    Nun, da ihr alle Englisch könnt, würdet ihr eure Kinder die Namen falsch aussprechen lassen? Oder würdet ihr ihnen gleich beibringen, wie es tatsächlich heißt? Auch auf die Gefahr hin, dass sie dann so Klugscheißer werden wie ich?

  • N-Damen

    Jens fragte mich, ob ich ein von ihm erstelltes Programm testen könnte, das sich mit dem N-Damen-Problem beschäftigt. Aber natürlich, antwortete ich, mit diesem Problem kenne ich mich sehr gut aus. Man muss n Damen kennen lernen, bis endlich die Richtige dabei ist. Die gesuchte Zahl n tendiert dabei gegen unendlich. Nun, ich lag etwas daneben. Das n-Damen-Problem wird hier sehr schön erklärt. Und danach kapierte ich auch Jens‘ Programm, das die Aufgabe perfekt löste.

  • Eklig

    Was ich übrigens wirklich so richtig hasse im Winter, ist der blöde Duschvorhang, der ständig kalt und feucht versucht, sich an mich zu schmiegen, während ich eigentlich nur das heiße Wasser genießen möchte. Das alles hat natürlich physikalische Gründe, da die Luft im Bad kühler ist, die heiße Luft in der Wanne nach oben steigt und die kalte von unten her nachgezogen wird und dabei den Duschvorhang aufbläht. Scheiß Physik. Ich will nicht ständig gegen dieses kalte, rote Flattermonster kämpfen, das mich pausenlos bedrängt. Ich beneide alle, die eine Duschkabine haben (zusätzlich zur Badewanne, die einfach sein muss).

  • Jenseits der Marmelade

    Versucht ihr eigentlich auch immer beim Berliner essen herauszufinden, auf welcher Seite die Marmelade in das Gebäck gespritzt wurde, um auf der anderen Seite hineinzubeißen und die süße Füllung dadurch für den Schluss aufzuheben? Und habt ihr immer Erfolg mit dieser Taktik?

  • Lego, Logo

    Eines der absolut coolsten Weihnachtsgeschenke, die ich dieses Jahr bekomme habe, ist eindeutig der Lego Truck. Wie? Lego? Das wird sich jetzt vielleicht manch einer fragen. Aber ich bin jetzt in dem Alter, wo ich mir so etwas (wieder) erlauben darf. (Wehe, es behauptet jemand etwas anderes) Und schließlich ist Lego nicht gleich Lego.

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    Bei diesem Truck handelt es sich um ein ausgefuchstes Modell aus der Lego Technic Reihe. Mit diesen Bausätzen habe ich früher schon gerne gebastelt und war immer fasziniert von der Funktionalität und dem Einfallsreichtum. Und was soll ich sagen… in den letzten zwanzig Jahren sind die Modelle noch besser, detaillierter, komplexer, komplizierter und teurer geworden.

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    Drei Tage saß ich mit Begeisterung an dem Modell und nun steht es da und schaut einfach gut aus. Spielen werde ich damit natürlich nicht. Ich bin doch kein Kind. :-) Aber das nächste Modell steht schon auf meiner Wunschliste.

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  • Matrix

    Krank geschrieben, trübes Wetter und an Bett und Couch gefesselt. Was liegt da näher, sich eine DVD nach der anderen aus dem vollen Regal zu ziehen und mal wieder all die Filme zu sehen, die man schon so lange nicht mehr gesehen hat. Erschreckend ist nur festzustellen, wie sehr sich mein Geschmack offensichtlich verändert hat. Acht Filme liegen hier bereits auf einem Extra Stapel, die alsbald ebay übergeben werden müssen. Weil sie mir einfach nicht mehr gefallen, weil ich sie damals mit anderen Augen sah und sie nur in meiner Erinnerung noch immer großartig sind. Aus heutiger Sicht erscheinen sie in einem anderen Licht. Dümmliche Storys, flache Gags, schlechte Schauspieler. Dazu muss ich erwähnen, dass ich tatsächlich mit sehr vielen unterirdischen Werken aufwuchs und auch so manch schrottigen B-Movie gesehen habe. Aber es ist schlimm,  wenn einem ehemals Großartiges heute nur noch Banal und Schlecht erscheint. Liegt das am Alter? Oder an einer Verwöhntheit? Erwarte ich vielleicht immer nur noch größere Knaller, bessere Effekte, noch bessere Geschichten? Und übersehe dabei, dass irgendwann einfach die Spitze erreicht ist? Zum Teil vielleicht. Aber es passt nicht zur Tatsache, dass es auch heute noch Blockbuster wie aber auch kleine Independent Filme gibt, die mich begeistern können. Nur die Filme in meiner Erinnerung scheinen aus heutiger Sicht nicht mehr so gut zu sein.

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  • Glaubenskriege

    Mit Fundamentalisten ist nicht gut Kirschen essen. Sie verstehen keinen Spaß. Man kann nicht mit ihnen diskutieren. Ganz egal ob sie religiös, politisch oder sonst irgendwie motiviert sind. Ebenfalls schlimm sind die Technik Fundamentalisten. Ich weiß das, denn ich war selbst mal einer. Heute gehe ich das alles etwas lockerer an, wobei ich aber gestehen muss, dass ich nur ungern etwas auf meinen iPod kommen lasse.

    Damals, als ich noch dazu gehörte, entbrannte ein Glaubenskrieg zwischen den Amiga Jüngern und den Atari ST-Anhängern. Zwei Homecomputersystem, die sich recht ähnlich waren, sich aber doch soweit voneinander unterschieden, das man sich für eine Seite entscheiden musste. Entweder aus Pragmatismus, aus Geldgründen, Überredung oder schlichter Überzeugung. Jeder Fundamentalist versucht die anderen zu überzeugen und ist selbst absolut überzeugt, dass alle anderen falsch liegen. Also alle, die sich für den falschen Homecomputer entschieden hatten. Den Atari ST. Ich meine, es war doch offensichtlich, dass der Amiga die eindeutig bessere Maschine ist.

    Interessanterweise entbrennen die meisten Glaubenskriege nur zwischen zwei Kontrahenten, selbst wenn es unzählige Alternativen gibt. Diese Kontrahenten kämpfen meisten auch direkt gegeneinander, während die Alternativanbieter einfach im Strom mit schwimmen und von den Resten leben (also von den Leuten die sich nicht entscheiden können, wollen, dürfen). Deshalb fängt ein Alternativnutzer auch keine Diskussion an. Er ist froh, überhaupt mitmachen zu dürfen. Das genügt ihm. Meist behauptet er sogar, absichtlich eine Alternative zu nutzen, um sich dem Stress mit den ewigen Diskussionen zu entziehen. Echte Fundamentalisten lächeln über derartige Aussagen. Echte Fundamentalisten wählen einen der Großen in ihrer Sparte und unterstützen und verteidigen diesen auch bis zum bitteren Ende (bis das Produkt langweilig, eingestellt, oder durch etwas besseres ersetzt wird. Geeks sind hiervon übrigens ausgenommen; die kaufen und nutzen einfach alles).

    Früher gab es zum Beispiel auch den schönen Streit zwischen Sega und Nintendo Fans. Heute laufen ähnliche Diskussionen zwischen X-Box und Playstation (vielleicht auch demnächst ein bisschen mit der Wii, aber das glaub ich nicht). Auch zwischen Nintendo DS und der PSP wird es wohl nie Einigkeit geben.

    Es ist noch gar nicht lange her, da stritt man darum, ob Nokia oder Siemens Handys besser seien. Mercedes und BMW ist auch ein Beispiel. Oder einfach nur Coca Cola gegen Pepsi. Die Liste ist lang, die Kriege stets sinnlos, aber leidenschaftlich.

    So lernte ich letztens einen Kerl kennen, dem ich mit den Worten vorgestellt wurde: „Er hat übrigens eine Nikon D50.“ Die prompte Antwort von ihm beim Händeschütteln lautete: „Ach eine Nikon. Ich habe eine Canon, denn ICH will richtige Fotos machen.“ Aha, dachte ich, ein humorloser Canon Fundamentalist. Und damit war das Gespräch für mich beendet (für ihn übrigens auch). Wie gerne hätte ich mich über Fotografieren unterhalten, gerne auch über unsere Kameras, Erfahrungen ausgetauscht. Doch wie gesagt, mit solchen Leute kann man einfach nicht reden. Schon gar nicht, wenn so ein Satz gleich zur Begrüßung fällt. Um es mal kurz klar zu stellen, ich habe überhaupt nichts gegen Canon Kameras. Mein Nikon war nur zur rechten Zeit, zum rechten Preis am rechten Ort. Ich zweifle nicht daran, mit einer Canon EOS ebenso glücklich geworden zu sein.

    Was mir ebenfalls langsam auf den Senkel geht, ist der ewige Streit, ob denn Apple Rechner oder Windows Rechner besser seien (wie damals bei Amiga und Atari. Und ja, ich weiß, euch Linux User gibt es auch noch und ihr kämpft hart um Anerkennung. Aber mal ehrlich, seid ihr nicht die Volvo Fahrer auf einer BMW-Mercedes Straße? Just kidding).

    Hätte ich das nötige Kleingeld, würde ich mir sofort ein MacBook kaufen. Keine Frage. Dennoch bin ich mit meiner Windowsmaschine höchst zufrieden. Alles läuft und funktioniert so, wie ich es will. Denn seien wir wieder mal ehrlich, Apple Rechner sind nicht sooo toll, wie sie von den Jüngern dargestellt werden (oder?). Ebenso sind Windows Rechner nicht sooo schlecht, wie sie von allen gemacht werden. Beide Systeme haben Ecken, Kanten, Unzulänglichkeiten, Probleme und sind weit von jeglichem Perfektionismus entfernt. Auf beiden System können böse Dinge geschehen, auf beiden Systemen kann man ganz schöne Scheiße anstellen. Denn letztlich kommt es doch ohnehin nur auf den User an der Tastatur an. Hat der keine Ahnung, was er eigentlich macht, hilft ihm das beste System nichts. (Oh, ich höre schon, wie das Bashing gleich wieder beginnt)

    Andererseits, wie erwähnt, lasse ich auf meinen iPod nichts kommen, obwohl es gewiss günstigere, besser ausgestattete, reichhaltigere Mp3-Player gibt (aber halt keine schickeren.)

    Zu meiner wilden Zeit als Womanizer (haha) hatte ich eine kleine Liste von Glaubensfragen. Geschickt in ein Gespräch eingestreut, konnte ich so recht einfach heraus finden, wie die umworbene Frau in grundlegenden Fragen tickte. So erkannte man schnell ob es Übereinstimmungen (und eine gemeinsame Zukunft) gab. „Wenn du die Wahl hättest, wofür würdest du dich entscheiden? Pepsi oder Coke? BMW oder Mercedes? Siemens oder Nokia? SC Freiburg oder Bayern München? Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang? Berge oder Strand? Oben oder unten?“ Wusste eine Frau bei der letzten Frage nicht mal, wovon ich hier spreche, war die Sache klar. Mit solchen Frauen kann man nicht sprechen. Da bin ich echt ein Fundamentalist.

  • Kino: Casino Royale

    Mit etwas Verspätung (ich habe den Film in der Vorpemiere am Mittwoch schon sehen können) möchte ich meine Rezension nun auch hier präsentieren. Die leicht abgewandelte und wieder mit einem schlimmen Titel versehene Version gibt es wie immer auch bei fudder.

    Bond ist tot, es lebe Bond. Das 21. Kinoabenteuer des englischen Geheimagenten führt 007 endlich auch ins 21.Jahrhundert. Nie war Bond so verletzlich, nie so ambivalent, nie so hart und nie so gut. Mit „Casino Royale“ beginnt eine neue Bond-Ära, die beinahe mit allem aufräumt, was die bisherigen und besonders jüngsten Filme zu einer Parodie ihrer selbst verkommen ließ. Pierce Brosnan spielte Bond so snobistisch und überheblich, dass alles von ihm abprallte. Wie zum Beispiel die Glaubwürdigkeit. Die Gadgets, die er nutzte, wurden immer abgefahrener und dabei immer lächerlicher. Das Publikum wurde eher durch leichtes Schmunzeln als durch Spannung unterhalten.

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  • Alte Zeiten

    Kennt ihr das? Ihr trefft einen alten Freund wieder. Einen, den ihr schon sehr lange nicht mehr gesehen habt. Der euch aber vor langer Zeit sehr viel bedeutete. Mit dem ihr viele Abenteuer bestanden, alle möglichen Höhen und Tiefen gemeinsam durchgestanden habt. Von dem ihr dachtet, ihr würdet immer Freunde bleiben. Ihr seht euch, umarmt euch vielleicht und wechselt die üblichen Worte: Wie geht es dir gut und dir auch gut schön. Dann fangt ihr an, euch im Schnelldurchlauf zu erzählen, was bei euch seit dem letzten Treffen passiert ist. Nicht viel, wie ihr schnell feststellt. Dabei ist so unglaublich viel passiert. Aber ihr wollt das nicht alles im Schnelldurchlauf erzählen. Ihr denkt, wärst du dabei gewesen, müsste ich es nicht erzählen. Früher haben wir alles gemeinsam erlebt. Also begebt ihr euch auf die Reise in die Vergangenheit, denn früher war alles besser. Weißt du noch ja weißt du noch oh ja.

    Und dann stellt ihr fest, dass ihr mit dem besten Freund von damals nichts mehr gemeinsam habt ausser den schönen Erinnerungen. Ihr merkt, dass er mal ein guter Freund war. Und nun ein guter Bekannter. Und obwohl es weh tut, scheint ihr beide es nicht zu schaffen, die alte Zeit in die Gegenwart zu holen. Und somit schafft ihr auch keine Zukunft.

    Kennt ihr dieses beschissene Gefühl, wenn ihr euch dann nach kurzem Ausflug in die gemeinsame Vergangenheit verabschiedet, euch versprecht, sich öfter zu melden, bald wieder etwas zu unternehmen, die alten Zeiten aufleben zu lassen? Aber ihr wisst, dass es niemals passieren wird?

  • X-Men Schuhe

    Der Winter hat sicherlich einige Aspekte, die man mögen kann. Die meisten werden wohl allerdings von einer Mehrheit der Bevölkerung gehasst. Ich persönlich habe einen ganz eigenartigen Grund, weshalb ich den Winter nicht mag. Denn ich trage wieder meine Winterstiefel. Die Dinger sind so dick, mit so einer fetten Sohle, dass ich manchmal das Gefühl habe, gute alte Moonboots zu tragen (gibt es die eigentlich noch?). Beim Auto fahren habe ich fast kein Gefühl mehr in den Füßen und habe dadurch schon einmal den Wagen abgewürgt. Aber das schlimmste ist, sie laden mich elektrostatisch auf. Mittlerweile laufe ich in leichter Panik durch die kalte Welt und vermeide, so gut es geht, metallische Dinge zu berühren. Natürlich lässt es sich nicht immer vermeiden. Spätestens wenn ich den Haustürschlüssel ins Schloss stecke, entladen sich spektakuläre blaue Blitze aus meiner Hand, dass man meinen könnte, ich sei ein X-Men. Wäre ja ganz cool, wenn es nur nicht so weh täte und mich erschrecken würde.

    Vielleicht sollte ich auch diese Schuhe unter der Rubrik Fehlkauf einordnen.

  • Blöde Frage

    Heute Abend war ich mit Martin und seinen Freunden in der Sneak Preview im Freiburger Cinemaxx. Auch wenn ich weiß, dass das Thema langsam über strapaziert ist und ich selbst auch mittlerweile nicht mehr darüber reden will, möchte ich euch folgenden Dialog nicht vorenthalten, den ich mit dem Arsch führen musste, der zu meiner Linken saß. (kleine Info: ich habe bisher vielleicht fünf Sätze mit ihm gewechselt, weil er mir von Anfang an hochgradig unsympathisch war)

    „Was machst du eigentlich von Beruf?“ fragte er. „Versicherungsverkäufer? Ah nein, die müssen sich ja rasieren.“
    „Ich bin Lokführer.“
    „Lokführer. Ach was. Ist das nicht scheisse langweilig?“
    „Nein.“
    „Hast du schon mal einen erwischt?“
    „Wie? Einen erwischt?“
    „Na, haste schon mal einen Hops genommen? Einen überfahren?“
    „Nein.“
    „Was im Ernst? Dann ist das ja noch langweiliger. Oder?“
    Tja, Leute, sagt selbst. Was macht man mit so jemandem?

  • Fehlkauf

    Es ist ein im wahrsten Sinne des Wortes unbezahlbares Talent. Ich neige, gerade in letzter Zeit verstärkt dazu, mir zu viele Fehlkäufe zu leisten. Von der Brotbackmaschine bis zur Multifunktionsfernbedienung. Von der PSP bis zum achten Kissen. Von der unbequemen Toilettenbrille bis zum neuen Chefsessel, meiner neuesten Errungenschaft. Als ich ihn im Ikea ausprobiert hatte, fühlte er sich gut an, sah gut aus und kostete nicht allzu viel. Die fünf Minuten, die ich in ihm verbringen durfte, waren bequem und kuschelig und versprachen mir einen ganzen Tag unbeschwerter Arbeit am Schreibtisch (und das obwohl das Sitzmöbel nur als Halbtagstuhl deklariert war).

    Zuhause schließlich musste ich feststellen, dass mein Schreibtisch für diesen Stuhl zu hoch war und die Rückenlehne zu weit entfernt. Das bedeutet, um die Tastatur und die Maus bequem zu erreichen, musste ich ihn so hoch einstellen, dass meine Füße im Freien baumelten. Stellte ich ihn weiter runter, konnte ich mich nicht mehr anlehnen, womit ich im Grunde auch nur einen Hocker mit Kissen hätte kaufen können. Nach etwa dreißig Minuten tat mir der Rücken weh.

    Ikea ist im Allgemeinen recht kulant, doch ein Anruf bei der Hotline brachte mir nicht mehr als die übliche Aussage, dass jedes Produkt mit Rechnung und in Originalverpackung zurück gegeben werden kann. Diesen Stuhl wieder so auseinander zu bauen, dass man lügen könnte ihn jemals ausgepackt zu haben ist leider ein Ding der Unmöglichkeit. Womit ich wohl auf ihm sitzen bleiben werde (Haha).

    Die Angst vor weiteren Fehlkäufen treiben mich auch regelmäßig von einem Teufelskreis in den nächsten. Jeder weitere Einkauf wird noch genauer analysiert, durchdacht und durch gerechnet. Jedesmal lese ich noch mehr Testurteile, Meinungen und Beschreibungen durch, auf der Suche nach genau dem richtigen Produkt. Nur um am Ende doch wieder festzustellen, dass es das Falsche war, was mich beim nächsten Mal noch genauer recherchieren und überlegen lässt. Schrecklich.

    Spontankäufe gibt es fast keine mehr. Doch ich arbeite daran. Als ich mir den Nintendo DS holte, musste ich nur 15 Minuten überlegen, bis ich ihn endlich mitnahm. Und… naja, mehr Spontankäufe gab es bisher nicht, aber wie gesagt, ich arbeite ja auch noch daran.

    Auf meinen neuen Stuhl liegt nun ein (vor ewigen Zeiten fehlgekauftes) Keilkissen. So hebt sich wie in der Mathematik ein Negativ mit einem anderen Negativ auf. Jetzt geht es nämlich fast eine Stunde, bis ich Rückenschmerzen bekomme.