Schlagwort: fotos

  • 40 Tage Dunkelheit und ein iPhone 11 Pro

    Im russischen Murmansk herrschen in Dezember und Januar jedes Jahres 40 Tage lang Dunkelheit, bedingt durch die Nähe zum Polarkreis. Der Fotograf Amos Chapple besuchte die Stadt erstmalig nur mit einem iPhone 11 Pro bewaffnet und ist beeindruckt von der Aufnahmequalität und des Night Modes. Großartige Fotos, die Lust auf das Gerät machen.

    The iPhone’s Night Mode is the witchiest camera technology I’ve ever used. I still don’t understand it. I was shooting three second exposures made handheld, yet I never saw any movement blur. All of the shots I made were tack sharp.

    Even more strange is that, whenever there was movement in the frame, like a person walking, or snow falling, the camera somehow froze, or only slightly blurred that movement, *while* it was soaking up light for a long exposure. 

    Interestingly, when the camera senses it’s on a tripod it behaves exactly like a normal camera — so during a long exposure people walking or snow falling just become faint blurs. I took a tripod with me but hardly ever used it after noticing this switch that the camera makes.

  • 500px oder: Warum zuviel Zucker ungesund ist.

    Foto-Comunitys und Galerien gibt es mittlerweile einige im Netz. 500px ist eine unter vielen. Und doch, sieht man sich einmal auf der Startseite um oder wählt die derzeit beliebtesten Fotos oder die Tipps der Redaktion, so bemerkt man schnell, dass hier eine andere Qualität geboten wird. 500px ist eine Community richtiger Fotografen. Hier wird zum allergrößten Teil Kunst präsentiert, keine Urlaubsschnappschüsse. Was zählt ist Qualität, nicht Quantität. Ein Umstand, der schon bei der Anmeldung, beziehungsweise beim ersten Upload der eigenen Fotos klar gestellt wird. 500px weist darauf hin, nur die allerbesten Fotos hoch zu laden. Die maximale Anzahl liegt bei zehn Fotos pro Woche. Also keine fünfzig Fotos aus dem schönen Venedig, sondern nur das eine besondere, mit dem perfekten Licht und der perfekten Stimmung.
    Golden Ladder by Roger Graf (allesroger)) on 500px.com
    Golden Ladder by Roger Graf

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  • iPhoto, die Datenbank und die Gesichtserkennung

    iPhoto ist langsam, träge, stellt Bilder oder Miniaturen nicht korrekt dar? Beim Sync mit anderen Geräten werden falsche Fotos übertragen oder die Ausrichtung vergessen? Nun, iPhoto ist eine Bilder-Datenbank und wie jede andere ihrer Art benötigt sie hin und wieder ein klein wenig Wartung. Am einfachsten lässt sich das auf folgende Weise bewerkstelligen: Beim Start von iPhoto hält man die Apfel- und Wahltaste gedrückt (Alt und CMD) und kurz darauf erscheint ein kleines Wartungsmenü. Hier können Zugriffsrechte repariert, Miniaturen neu berechnet oder fehlende Verknüpfungen aus einem Backup wieder eingespielt werden. Für den Normalgebrauch sollte das helfen. Stellt man aber immer noch fest, dass die Datenbank eigenartig reagiert, führt kaum etwas um einen kompletten Neuaufbau herum.

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  • Head in the Cloud

    Früher, da hatte man die Dinge, die man liebte, noch in der Hand, steckte sie in Kartons, Schubladen oder Schränke. Fotos, Schallplatten, Videokassetten, CDs. Dann kam der Siegeszug der Digitalisierung, unsere Medien waren plötzlich nicht mehr greifbar. Festplattenkapazitäten wurden größer, Backups wurden gemacht. Alles, was man besaß, lag auf irgendwelchen Speichermedien, die ebenfalls wieder verstaut werden konnten. Hatte man früher einen Schrank voller Filme, passte nun alles in eine Hand. Wer allerdings dachte, dass dies die Zukunft sei, irrt. Die Zukunft (zumindest die nächste) ist die Wolke. Daten gehen in die Cloud, irgendwohin, auf fremde Server in fremden Ländern, durch die Luft übertragen und nur auf diesem Weg wieder zurück zu holen. Die Haptik geht völlig verloren und Ikea fragt sich, weshalb keine Billy Regale mehr verkauft werden.

    Man kann natürlich vortrefflich darüber streiten, ob diese Zukunft tatsächlich so wünschenswert ist. Ältere Generationen, zu denen auch ich mich zähle, schätzen es noch, ihre Wertsachen in Händen halten zu können. Eine Schallplatte auf zu legen, in einem echten Buch zu blättern, eine Kiste voll alter Fotografien zu durchstöbern vermitteln einem ein völlig anderes Gefühl als die Handhabung all der Medien mit entsprechenden digitalen Geräten. Dennoch hat auch das Speichern in der Wolke einige Vorteile. Man ist ab sofort nicht mehr ortsgebunden, denn die Wolke ist überall und damit auch alles, was in ihr steckt. Haben wir mehrere Geräte für unseren Medienkonsum, ist es nicht mehr notwendig Daten hin und her zu kopieren oder zu synchronisieren. Außerdem ist die Wolke ein perfektes Backup-System, gesichert vor Verlust, Diebstahl, Brand oder Dummheit.

    Makelfrei ist die Cloud dennoch nicht. Unsere Daten liegen nicht mehr in unserer Hand, sind nicht greifbar, sondern werden von Firmen bewacht und verwaltet. Was, wenn dort etwas schief geht, in den Serverfarmen? Was, wenn sich Verträge und Nutzungsbestimmungen plötzlich ändern? Was, wenn meine Daten nicht so gut geschützt sind wie erhofft und von jedem einsehbar sind? Was, wenn ich kein Gerät zur Hand habe, um auf die Cloud zuzugreifen? Einfach in den Keller gehen und eine alte Kiste mit den CDs holen ist dann nicht mehr. Die Wolke macht uns Nutzer abhängig von der Firma, die sie bereit stellt, von den Werkzeugen, um die Wolke an zu zapfen und von dem Gutwillen und der Verlässlichkeit des Anbieters.

    Kein Server, keine Firma, niemand auf dieser Welt kann hundertprozentige Sicherheit garantieren. Auch Apple nicht, wie ich trotz meiner Eigenschaft als Fanboy einräumen muss und Apple eigentlich nur stellvertretend für alle anderen Anbieter (Google, Microsoft, Telekom etc.) erwähne. Ein Restrisiko bleibt grundsätzlich immer. Vielleicht stelle aber auch nur ich mir die Frage, ob ich die Wolke wirklich will, weil ich zu einer Generation gehöre, die noch wie oben beschrieben aufwuchs. Für unsere Kinder wird das Leben mit der Wolke selbstverständlich sein.

    Die Wolke KANN unser mediales Leben vereinfachen, wenn die entsprechenden Vorraussetzungen gegeben sind. Dazu gehört beispielsweise ein flächendeckendes Angebot schneller und bezahlbarer Datentarife oder flächendeckendes W-LAN. Was ich an Speicherplatz in meinem Gerät einspare, kostet mich Transfervolumen, wenn ich mir die Daten aus der Cloud hole. Datenflatrates wie sie heute angeboten werden und beispielsweise bei 300MB Nutzung bereits die Geschwindigkeit drosseln, lassen keine vernünftige Nutzung zu. Auch die Geschwindigkeit ist ein schwieriger Faktor. Es bringt mir als Nutzer nichts, wenn ich meine Filme nicht mehr auf meinem Gerät abspeichern muss und quasi überall verfügbar sind, beim Wunsch einen Film zu sehen aber erst einen mehrstündigen Download in Kauf nehmen muss.

    Was die Wolke betrifft, bin ich noch sehr unentschlossen. Als Technik-Freak und Apple-Nerd probiere ich aber bereits alles aus, wie ich in meinem nächsten Artikel erzählen möchte. Was ist Eure Meinung zu Cloud-Diensten? Nutzt Ihr sie? Haltet Ihr sie für sinnvoll und/oder die Zukunft?

  • Picasa oder iPhoto?

    Seit ich auf den Mac umgestiegen bin, habe ich eigentlich nur eines vermisst: Picasa. Die kostenlose Fotoverwaltungssoftware von Google hatte mich während meiner PC-Zeit stets zeufriedenstellend begleitet und es gab für mich nie eine Alternative. Die Bedienung, das Design, der Aufbau, alles war genau so, wie ich es mir wünschte. Auch die Optionen zur Bildmanipulation/–verbesserung hielt ich für unschlagbar. Zumindest, wenn man etwas schnell machen wollte. (Ich weiß, dass ein Photoshop, Lightroom oder Apterure nur milde lächeln kann ob der Fähigkeiten eines Picasa) Dummerweise gab es Picasa für den Mac nicht. Und bis vor einem halben Jahr sah es auch nicht aus, als würde sich daran etwas ändern. Doch seit wenigen Wochen läuft Picasa nun auch auf meinem Macbook Pro. Damit fing das Dilemma erst an.

    Denn mittlerweile hatte ich mich notgedrungen mit iPhoto arrangiert. Oder arrangieren müssen. Lightroom und Aperture waren mir zu groß und schwer, boten zuviel für meine Bedürfnisse. Andere Alternativen sagten mir überhaupt nicht zu. Und selbst iPhoto nutze ich vermutlich nicht bis aufs letzte aus. So verwalte ich meine Fotos noch immer nur in den „Ereignissen“. Alben beispielsweise habe ich nie angelegt. Mir ist der Sinn dafür bislang nicht klar geworden.

    Nun ist also Picasa am Start und merke, dass ich mich entscheiden muss. Denn mit beiden Programmen zu arbeiten macht keinen Sinn. Entweder ordnet man mit dem einen oder dem anderen. Um mir bei der Entscheidung zu helfen, erstellte ich eine Pro und Contra-Liste. In der Hoffnung, dass ein klarer Sieger hervor gehen würde.Was er nicht tat.

    Hier also meine Gedanken:

    Picasa Pro:
    – Bildbearbeitung besser, intuitiver und schneller zu erreichen als bei iPhoto
    – Fotos behalten ihre Verzeichnisstruktur
    – Rote Augen entfernen funktioniert besser
    – Sehr schnell

    Picasa Contra:
    – keine nahtlose Integration in das System (Stichwort Workflow)
    – derzeit nur auf Englisch (verschmerzbar) und noch Beta (noch nicht ausgereift)
    – Ordnen nach Gesichtern nicht ausgereift

    iPhoto Pro:
    – nahtlose Integration in alle Mac-Apps (Mail, iPhone, Adressbuch etc…)
    – neues Gesichter- und Orte-Feature (macht großen Spaß)

    iPhoto Contra:
    – Erstellung einer Datenbank, dadurch irgendwann aufgebläht und langsam und die Gefahr, alles zu verlieren, wenn diese zerstört wird.
    – nicht ganz so intuitiv und dadurch starr. Weniger Optionen und Möglichkeiten.
    – Bildbearbeitung weit nicht so gut und umfangreich wie bei Picasa
    – Sekundenbruchteile zu sehende, hässliche Unschärfe bei den Thumbnails oder den zu bearbeitenden Fotos

    Ich brauche wie gesagt, keine aufgeblähte, professionelle Lösung, um Ordnung in meinen Fotos zu halten. Ich benötige auch keine professionellen Bildbearbeitungen (dafür gibt es dann wahrlich bessere Programme). Ich möchte nur so einfach und so leicht wie möglich Fotos einsortieren, verbessern und wieder finden.

    Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Wo seht ihr noch weitere Pro und Contras? Wofür habt ihr euch letztlich entschieden? Schreibt mir, weshalb ihr iPhoto oder Picasa nutzt und nichts anderes mehr braucht. Oder habt ihr Tipps, wie ich aus dem einen oder anderen anderen Programm noch mehr heraus holen kann?

  • Shake it like a Polaroid Picture

    Wer von euch vermisst in Zeiten von Megapixeln und digitalen Spiegelfreflexen die guten alten Polaroid Fotos mit ihrem eigenen Charme? Das Geräusch der Kamera, das endlose Warten und Schütteln um den Entwicklungsprozess zu beschleunigen und die Magie, wenn plötzlich das Motiv erschien.

    Wer diese Atmosphäre wieder aufleben lassen möchte, muss nun nicht mehr zu diversen Photoshop-Aktionen greifen, sondern kann sich kostenlos Poladroid herunter laden. Natürlich nur für den Mac. Die Bedienung könnte einfacher nicht sein. Man zieht ein Foto auf die Kamera, es knackt und knirscht und auf dem Desktop liegt nun ein Polaroid, das sich langsam entwickelt. Ungeduldige können es mit der Maus hin und her schütteln und das fertige Bild abspeichern.

    Viele schöne Beispiele für nostalgische Bilder mit Flair finden sich in der entsprechenden Flickr-Group. Gefunden bei surfgarden.

  • Der Fluch der kleinen Pixel und des inflationären Kommentierens

    Letztens wurde ich auf einen heise-Artikel mit dem Titel „Der Fluch der kleinen Pixel“ aufmerksam. Darin ging es um den Misstand, dass die Fotoindustrie der Meinung ist, dem Kunden immer mehr Megapixel in viel zu kleinen Kameras mit viel zu kleinem Sensor zu verkaufen und dabei die Bildqualität zu verschlechtern. Genau beschrieben wird das bei 6MPixel.org, der Seite von Image Engineering, einem offenbar unabhängigen Testlabor. Teilweise gehen die Erklärungen zu sehr ins Technische und sind für den knipsenden Laien zu starker Tobak. Der Tenor allerdings ist klar und sollte jedem einleuchten. Wenn ich immer mehr Details auf meinen Fotos haben möchte, für die Abbildung aber eine immer kleiner werdende Sensor benutze, ist logisch, dass etwas falsch läuft. Die Kamera kann gar nicht alle Details darstellen und muss fehlende Bildpunkte selbst berechnen, was sich dann in starkem Rauschen äußert. Deshalb seien 6 Megapixel mit entsprechend großem Sensor auch absolut ausreichend bei Kompaktkameras.

    Zwei Dinge finde ich hierbei interessant. Zum einen die Tatsache, dass der Kunde sich noch immer blenden lässt und wie annodunnemal bei der Gigahertz-Jagd der PCs (je mehr Gigahertz, desto besser) dem falschen Hasen hinterher läuft und damit eine Spirale in Gang hält. Jeder „weiß“ schließlich, dass mehr Pixel auch bessere Bilder bedeutet, deshalb werden nur Kameras mit noch mehr Pixeln verkauft und deshalb nur Kameras mit NOCH mehr Pixeln produziert. Mittlerweile haben die Kunden bei den PCs begriffen, dass Geschwindigkeit nicht nur von Gigahertz-Zahlen des Prozessors abhängen. Bleibt zu hoffen, dass 6MPixel.org dazu beitragen kann, diesen Lerneffekt auch bei den Kameras einzuläuten und die Industrie dazu zu bewegen, ihre Anstrengungen bei Kompaktkameras lieber auf bessere Objektive zu richten.

    Was ich hierbei aber noch interessant fand, ist der sogenannte heise-Effekt. Denn kurz nach dem Veröffentlichen des heise-Artikels war 6MPixel.org einige Zeit nicht aufrufbar. Sie war geheised worden. Wenn heise einen Link setzt, werden die entsprechenden Seiten dermaßen mit Besuchern überhäuft und mit Anfragen bombardiert, dass viele Server einfach dicht machen (eine Schutzmaßnahme – die vielen plötzlichen Anfragen könnten ja auch von böser Einbruchssoftware stammen). Der Begriff geheised existiert mittlerweile auch bei Kommentaren in Blogs. Basic Thinking sinnierte kürzlich über die Frage, ob zuviele Kommentare überhaupt wünschenswert seien. Auf heise ziehen so manche Artikel Diskussionen in den Kommentaren nach sich, die sich in den vierstelligen Bereich begeben. Da ist es auch als Leser fast unmöglich, dem Thema noch zu folgen. Basic Thinking weist auf die Gretchen Frage hin, dass man als Blogger natürlich soviel Kommentare wie möglich möchte, andererseits aber auch irgendwann den Faden verliert und sich Diskussionen in den Kommentaren verselbständigen.

    Ich persönlich habe mit all dem eigentlich nichts zu schaffen. Mein Blog wird wohl in nächster Zukunft nicht bei heise erwähnt werden (was auch irgendwie schade ist). Meine Artikel haben bisher noch nie mehr als 20 Kommentare nach sich gezogen (ebenfalls irgendwie schade – das könnte ruhig noch etwas mehr werden). Und meine Nikon D50 hat genau 6 Megapixel, was für einen DIN A4 Ausdruck eines Fotos mehr als ausreichend ist (wobei natürlich bei Spiegelreflex etwas andere Regeln gelten und 6MPixel.org nur auf die Problematik bei Kompaktkameras hinweist).

    Manchmal hätte ich übrigens gerne wieder eine kleine Knipskamera, die man eben mal in der Brusttasche mitnehmen kann und die vielleicht doch etwas bessere Bilder als mein K800i schießt. Und was das Kommentieren angeht, wünsche ich mir, bei meinem neuen Design den Rekord zu brechen. Bald sollte es soweit sein.

  • Alles auf Null

    Es liegt nicht daran, dass ich älter werde. Auch nicht daran, dass ich fauler werde oder unmotivierter. Ich schätze der Grund ist eher in der Tatsache zu suchen, dass sich in meinem Leben im Moment alles ändert, alles auf Reset gestellt wird. Alle Zähler auf Null. Alles Neu.

    Und im Zuge dieses allgemeinen Neubeginns fällt mir mehr und mehr auf, dass ich keine Lust mehr habe auf dieses Gefrickel, dieses Probieren, dieses Basteln, bis es endlich passt. Alles was ich will, ist etwas, das funktioniert. Und zwar sofort.

    Vielleicht ist es euch aufgefallen. Meine Fotogalerie ist verschwunden. Vor wenigen Wochen fing der Ärger an. Mein Webspacezurverfügungsteller Sven teilte mir mit, dass ich mein Kontingent überschritten habe. Nach kurzer Suche war klar: Gallery2 erzeugte dermaßen viele Daten mit all seinen Zwischengrößen, seinen Chaches und seinen Thumbnails, dass aus knapp 90 Megabyte Bilddaten über 400 Megabyte wurden. Der Versuch, Zwischengrößen zu entfernen, die Thumbnails neu generieren zu lassen, endete mit der kompletten Auflösung der Galerie. Nichts funktionierte mehr, die Bilder konnten nicht wieder neu eingestellt werden. Also alles auf Null und neu installiert. Nun funktionierte es zwar, aber mir wurde klar, dass ich wieder mindestens einen Tag lang nur mit konfigurieren, hochladen und anpassen verbringen würde, nur um in wenigen Wochen wieder die Meldung zu erhalten: Ihr Webspace wurde überschritten.

    Ich hatte keine Lust mehr. Ich will einfach meine Bilder zeigen. Ich will, dass das einfach funktioniert.

    Ähnliches erlebe ich gerade an meinem Rechner. Früher war ich Mister Tool, probierte begeistert jede Art von Software aus und hatte im Grunde für jeden Anlass das richtige Programm zur Hand. Vorbei die Zeiten. Mittlerweile will ich nur noch Software, die funktioniert, die von Anfang an das tut, was ich will. Ohne langes Herumprobieren und Anpassen. Stichwort iTunes, Picasa und Google Earth. Auch Basteleien am Betriebssystem sind mir mehr und mehr zuwider. Ich habe schon nicht mal mehr Lust meinen Desktop zu verschönern. Funktionieren soll das Ganze und mich nicht immer wieder vor neue, völlig sinnlose Aufgaben stellen. (Vor kurzem funktionierte PeerGuardian nicht mehr. Keine Ahnung wieso, es stürzte einfach immer ab und auch mehrere Neu-Installationen brachten nichts. Zwei Stunden später klappte es endlich. Ebenfalls keine Ahnung wieso. Aber die zwei Stunden Lebenszeit waren zum Teufel)

    Mein Blog funktioniert. Weitestgehend. Es gibt immer noch Ecken und Kanten, die mir nicht so ganz passen und obgleich die Community rund um Serendipity sehr stark und hilfsbereit ist, mündet doch jeder Versuch etwas anzupassen, in langen Bastelstunden. Die ich einfach nicht mehr will. Ich möchte auch hier ein System, das mir die Arbeit abnimmt, mir sagt, was wo zu tun ist, um es genau so hinzubekommen. Ich möchte keine Forenbeiträge mehr schreiben mit Fragen wie "Wisst ihr, warum die Sidebar sich plötzlich so komisch verhält und weshalb dieses Plugin nicht funktioniert?"

    Nein, es liegt nicht daran, dass ich alt werde. Es liegt einfach daran, dass ich genug probiert habe und endlich alles einfach nur funktionieren soll. Schluss mit dem Basteln. Alles auf Null.

    Was also sind die Alternativen? Jegliches Gallery System verbannen und nun doch einen Flickr Account kaufen? (Ihr wisst ja, was ich davon halte) Ist Flickr tatsächlich der Heilbringer, wenn man nichts weiter will, als seine Fotos zu veröffentlichen?

    Doch endlich dem PC entsagen, alles verkaufen und ein MacBook holen?

    Serendipity in die Wüste schicken und endlich auf WordPress umsteigen?

    Auf jeden Fall würde dadurch so manches auf Null gestellt und neu begonnen. Aber ist es nicht so, dass man auch bei Flickr eben nicht so flexibel ist, wie ich es mir wünsche? Ist es nicht so, dass man auch auf dem Mac Software installieren und testen muss, bis man das richtige gefunden hat und auch hier immer wieder mal etwas kaputt gehen kann? (bitte nicht wieder eine Diskussion darüber) Ist es nicht so, dass auch WordPress erst einmal eingerichtet, konfiguriert und gepflegt sein will, von den abertausenden Plugins ganz zu schweigen?

    Alles auf Null. Es wird sich zeigen, wohin mich dieser Weg führt und ob jeder Neubeginn gleichzeitig auch eine Verbesserung und eine Vereinfachung bedeutet.

    Für eure Meinung und vielleicht auch Tipps wäre ich sehr dankbar.

  • Verdammt, bin ich schön

    Jeder versucht auf die eine oder andere Weise gut auszusehen. Die meisten versuchen sogar besser auszusehen. Da sind alle möglichen Hilfsmittel recht. Und während in der professionellen Fotografie mit Licht, Make-Up und Photoshop gearbeitet wird, versucht ein israelischer Forscher es auf eine elegantere Art, jeden Menschen attraktiver erscheinen zu lassen.

    Die Idee dahinter ist recht simpel, seit man Schönheit mathematisch berechnen kann. Schönheit liegt nämlich nicht immer im Auge des Betrachters sondern ist eine Frage der Symmetrie. (Oder dem Fehlen von Symmetrie, was wiederum auf manch andere anziehend wirken kann.) Die Software von Tommer Leyvand rechnet ein Bild, ein Gesicht so um, dass nur feine Nuancen geändert werden. Die Nase etwas kleiner, die Stirn nicht gar so hoch, die Augen etwas näher am beliebten Kindchenschema. Das Ergebnis verblüfft wirklich. Die Gesichter sehen nicht künstlich verfremdet oder bearbeitet aus. Der ursprüngliche Mensch ist noch gut zu erkenne, nur eben ein wenig, naja attraktiver (ich möchte teilweise nicht wissen, wie unsere strahlenden Stars und Models ohne Make-Up und perfektem Licht aussehen)

    Faszinierend, was man damit alles machen könnte. Ich stelle mir vor, wie diese Software in Digitalkameras arbeiten könnte. Zusammen mit einer Gesichtserkennung würde man bei jedem Schnappschuss attraktiv aussehen. Das macht Sinn, denn wir Menschen neigen ohnehin dazu, Erinnerungen zu verklären und uns vergangenes weitaus schöner vorzustellen, als es tatsächlich war. Bis man dann die Fotos sieht und denkt: „Oh Gott, sah ich scheisse aus damals.“ Das wäre vorbei. Die Fotos würden unserer Erinnerung gerecht werden.

    Was wäre, wenn diese Software gar den ganzen Körper berechnen könnte? Mama im Badeanzug auf Malle plötzlich mit knackiger Figur? Papa beim Grillen im Garten ohne dicken Bauch und hohe Stirn? Vielleicht sogar die Pickel der Tochter einfach weg gerechnet?

    Wie sehr würden Realität und Schönheitswahn sich vermischen? Wann würden die ersten Gegner aufschreien mit ihrem von Gott gegebenem Recht auf Hässlichkeit? Wie würden sich Sicherheitsgesetze verändern, wenn der Zollbeamte und Gesichtserkennungssoftware am Flughafen die kontrollierten Menschen nicht mehr den hübschen Leuten auf den Passfotos zuordnen könnten?

    Wie auch immer, ich finde die Idee faszinierend und habe mir über diverse Quellen sogleich eine frühe Version der Software besorgt um es mit einem meiner Fotos zu versuchen. Und siehe da, nur eine klitzekleine Bewegung am Schieberegler genügte, um mich attraktiver aussehen zu lassen. Das Ergebnis seht ihr hier. Verblüffend, oder?

    tomandme

  • Flickr und die Möglichkeiten

    Nun habe ich mir endlich einen Account bei Flickr.com geholt. Flickr ist ein kostenloser Online Service von Yahoo, den ich dazu nutzen kann, meine Fotos hoch zu laden, zu organisieren und zu veröffentlichen. Was mich dabei fasziniert, sind die vielfältigen Möglichkeiten, was man mit den Bildern alles machen kann. Das erste ist das wohl offensichtlichste: In der rechten Seitenleiste findet man ab jetzt ein Flickr Plugin, das immer zufällig drei Bilder aus meiner Sammlung präsentiert. Bei Klick auf eines dieser Bilder kommt man direkt zu Flickr, wo man sich alle Bilder anschauen kann, oder die meiner Kontakte.

    Im Moment sind noch nicht viele Bilder von mir online. Das liegt zum einen daran, daß man monatlich nur ein Upload Volumen von 20 MByte hat, andererseits aber auch daran, daß ich all meine Bilder nochmals überarbeiten möchte, bevor ich sie veröffentliche. Das dauert natürlich. Ich werde aber immer darauf hinweisen, wenn neue Bilder online sind.

    Habe ich eben noch von den vielfältigen Möglichkeiten gesprochen, so möchte ich hier auch welche präsentieren. Da wäre zum Beispiel Spell with Flickr. Hier kann man sich aus zufällig gesuchten Buchstaben aus dem flickr Fundus Wörter zusammen stellen lassen. Ein lustiges Gimmick.

    Interessant ist auch Flickr Montager, das aus hunderten von Bildern ein großes Mosaik herstellt, das man selbst wählen kann. Bekannt wurde das glaube ich hauptsächlich durch das „Truman Show“ Filmplakat. Es gibt auch Desktop Tools für so etwas.

    Sehr viel Spaß macht der Related Tag Browser. Es funktioniert ganz einfach: Man gibt einen Begriff ein (z.B. Weihnachten) und bekommt alle Bilder die bei Flickr mit diesem Tag (Beschreibung) zu finden sind. Dazu bringt der Tag Browser schön animiert auch noch aberdutzende Tags, die damit zusammen hängen. So kommt man schnell vom Weihnachtsmarkt zum Rockefeller Center in New York.

    Noch eine Flash Anwendung ist flickrGraph. Nach Eingabe eines Namens oder E-mail Adresse werden die Bilder und Tags des Besitzers angezeigt und dazu auch die Kontakte, die der Benutzer schon geknüpft hat. Und natürlich auch deren Kontakte. So entsteht schnell ein interessantes Netzwerk aus Fotografen und hübschen Bildern.

    Also faszinierende Aussichten. Ich halte euch auf dem Laufenden, was es Neues bei Flickr und mir gibt.

  • Bei mir biste scheen

    Nicht wenige Männer und Frauen auf dieser Erde hadern mit ihrem Aussehen. Vermutlich ist es bei Frauen noch schlimmer als bei uns eitlen Hähnen. Verstärkt wird dies natürlich (und da wird mir niemand widersprechen, da es schon seit Jahrzehnten bekannt ist) durch das Bild, das uns die Medien vermitteln. Da sehen die Models stets wie aus dem Ei gepellt und makellos aus. Auch die Hollywood Schönen haben stets perfekte Körper, perfekte Haare, perfekte Zähne.

    Was allerdings immer wieder gern vergessen wird, ist die Tatsache, dass es einige Stunden dauert, einen Star oder ein Model so aufzubrezeln. Gut, da muss natürlich Mutter Natur schon vorher ein glückliches Händchen gehabt haben, denn alles kann Make-up und Chirurgie dann doch nicht (prominentes Gegenbeispiel: Kate Moos – da hilft einfach gar nichts mehr). Dass Mutter Natur aber auch manchmal etwas verschlafen ist und mit strähnigen Haaren und Ringen unter den Augen unterwegs ist, beweisen die vielen schönen Paparazzi Fotos in den einschlägigen Magazinen.

    Anders sieht es bei professionellen Fotografien aus. Ich picke da einfach mal die Playboy Bunnys heraus. Solche Bilder sind ein Zusammenspiel von perfektem Make-up, perfekten Lichtverhältnissen, perfektem Fotomaterial und am Ende natürlich die Fotoretusche am Computer.

    Es ist teilweise sehr überraschend wie solche Fotos zustande kommen, mit welchen Tricks da gearbeitet wird (Öl auf dem Körper um Schatten weicher zu machen, Luft anhalten während des Fotografierens etc.) Das interessanteste für mich ist allerdings die Retusche. Hier werden die letzten Pickelchen, Fältchen, Unebenheit, die nun mal JEDER Mensch hat ausgebügelt. Selbst Knochen, die unvorteilhaft heraus stehen, oder Haarsträhnen, die nicht ganz so glänzend über den Schultern hängen, werden hier bearbeitet, Augen aufgehellt, Zähne gebleicht und gerade gerückt… die Liste ließe sich endlos fortsetzen.

    Ein sehr gutes Beispiel was alles mit Photoshop und Co. Möglich ist, zeigt KayDesign. Der Macher ist selbst Profi Fotograf und zeigt hier eindrucksvoll, wie Fotos nach der Bearbeitung gleich noch mal so schön aussehen. Es gibt auch einige Beispiele für Männer (ich mach mir jetzt auch überall solche Muskeln hin und den Bauch weg) und einige wirkliche verblüffende Effekte. Also hinsurfen, angucken und dann weiter Lebkuchen essen. Bei den Weihnachtsfotos wird einfach alles retuschiert.