Notizen

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  • Notiz 25

    In other news: Amazon kündigt an, insgesamt 16.000 Stellen abzubauen. Einen Tag nachdem bekannt wurde, dass Amazon für die Rechte an dem Dokumentarfilm „Melania“ über Melania Trump, mit Melania Trump insgesamt 40 Millionen Dollar bezahlt hat. Disney hatte wohl nur 12 Millionen geboten. Und das Marketing wird auf ca. 35 Millionen geschätzt. Kosten, die laut Experten niemals wieder reingeholt werden können. Warum hier so viel Geld geflossen ist, kann man sich ausmalen. 16.000 Zuschauer weniger hat der Film auf alle Fälle.

  • Notiz 24

    Und nur um es auch hier noch einmal festgehalten zu haben: Tim Cook besuchte eine exklusive VIP Filmpremiere über Melania Trump im weißen Haus nur Stunden nachdem in Minneapolis Alex Pretti von Trumps eigenen ICE Agenten öffentlich und unter Zeugen mit 10 Schüssen hingerichtet worden war. Und schwieg dazu bis heute, wo er ein „internes“ Memo veröffentlichte und sagte, es sei nun die Zeit für Deeskalation und er habe offen mit Trump gesprochen. Er meinte vermutlich ergebnisoffen. Mit keinem Wort wird dabei Alex Pretti oder die kurz zuvor ermordete Renee Good erwähnt oder eine klare Position bezogen oder eine Linie gezogen oder gar eine Brandmauer errichtet. Als 2020 George Floyd ermordet worden war, klang das alles noch ganz anders.

  • Notiz 23

    Ich bin so alt, dass ich mich noch daran erinnern kann, wie man für jede elementare Anwendung auf macOS, ähm OS X, bezahlen musste. Herrje, selbst jedes OS Major Update kostete Geld. Ich meine sogar einen dreistelligen Betrag. Auch die iWorks Suite mit den MS Office Konkurrenten Pages, Keynote und Numbers musste gekauft werden und man erstand sie auf einer CD in einer geilen Schachtel. Und irgendwann wurde alles kostenlos. Und dann kam Google und noch mehr geile Software wurde kostenlos. Dann passierte lange nichts und jetzt sind wir wieder an dem Punkt, an dem alles auf Anfang zurück gesetzt wird. Apple verlangt jetzt für iWorks ein Abo, wenn man alle Funktionen und Inhalte nutzen will. Oder man abonniert direkt das Creator Studio, wo noch Logic Pro, Final Cut und Pixelmator enthalten sind. Aber allen ist klar: Das ist nur die Spitze des Eisbergs. Apple, stets knapp bei Kasse, muss schauen wie sie Geld verdienen und sie haben erkannt, dass man Geld verdient, wenn man Software verkauft oder als Service anbietet. Demnächst: Kostenpflichtige Major OS Updates. Alles zurück auf Anfang.

  • Notiz 22

    Man gewöhnt sich ja an so einiges. Training und so. Auch mit dem Horror lernt man irgendwann umzugehen. Ob es Abstumpfen ist? Schwer zu sagen. Ich kann mir heute Grusel- und Horrorfilme ansehen, die ich vor Jahrzehnten nicht ertragen hätte. Aber auch jetzt bleibt immer noch eine natürliche Grenze, die nicht überschritten werden kann: Folter, unnötig explizite Darstellungen, Vergewaltigungen, die ganze abscheuliche Latte. So werde ich beispielsweise die komplette Saw Reihe auf ewig einfach nur abstoßend finden.

    Es gibt aber noch eine andere Grenze und die existiert aus mir unerfindlichen Gründen im Mainstream, nicht im Horror-Genre. Das spielerische massenhafte Abknallen von Menschen. Keine Ahnung, wann das zum Spaß wurde. So gesehen die Tage in dem gar nicht so guten Streifen Kingsmen, in dem zu fröhlicher Musik und mit wilden Schnitten und toller Akrobatik Dutzende Menschen mit Kopfschüssen und anderen abscheulichen Mitteln erledigt wurden. Es sollte wie ein Tanz wirken, es ist aber ein Abschlachten. Und klar, bei John Wick oder Bullet Train kann man in ähnlichen Szenen immer sagen: Aber es sind doch die Bösen, die hier draufgehen. Aber ist das der Maßstab? Will ich, dass der Kopfschuss und das Ausschalten eines Menschen in Nahaufnahme und Zeitlupe normal für mich wird? Will ich so abstumpfen, dass mich das nicht mehr erschreckt?

    Wollen wir das als Gesellschaft? Schockt es uns noch genug, in den Fernsehnachrichten zu sehen, wie wehrlose und unschuldige Menschen durch ICE Beamte einfach so erschossen werden, so als wären wir in einem Film? Ich glaube, wir sitzen grade alle im falschen Film.

  • Notiz 21

    The bugs are real. The math is not. All estimates are made up. Your frustration, however, is valid.

    Bugs Apple Loves präsentiert eine wundervolle Liste von Fehlern in den Betriebssystemen und Programmen von Apple, die die Verantwortlichen schon seit viel zu langer Zeit nicht verbessern oder anerkennen. Vermutlich weil sie sie einfach lieben. Bugs Apple Love ist eine Satire-Seite und gibt offen zu, die (um ehrlich zu sein, viel zu ausführliche) Berechnung der verlorenen Lebenszeit durch die einzelnen Bugs frei erfunden zu haben. Die Bugs selbst existieren aber wirklich, teilweise schon seit Monaten und Jahren und sind ein deutliches Zeichen dafür, dass die Qualität, Sorgfalt und das Gespür für die Details bei Apple in den letzten Jahren stark nachgelassen hat. Shame! Shame! Shame!

  • Notiz 20

    Reminder an mich selbst: Sollte ich jemals wieder ein Produkt bestellen, dann halte ich den kompletten Vorgang des Auspackens fotografisch fest. Selbst wenn ich in diesem Moment noch der festen Überzeugung bin, das Produkt behalten zu wollen. Anhand dieser Fotostrecke sollte es mir dann hoffentlich möglich sein, das Produkt auch wieder so einpacken zu können, dass es wirklich in den Karton passt. Denn ganz offensichtlich gibt es jeweils immer nur genau eine (1) Variante, in welcher Reihenfolge und Position Einzelteile zurück in die Verpackung müssen. Dies wurde zuvor mathematisch berechnet und mit Robotern durchgeführt und als normaler Mensch hat man nicht die geringste Chance, die richtige Methode zum Verpacken herauszufinden.

  • Notiz 19

    Predator: Badlands ist ein großartiger Film von „10 Cloverflied Lane“ Regisseur Dan Trachtenberg. Phantastische, fantasievolle Settings, hervorragende Action, toller Schnitt, packende Musik und eine Story, die ausreichend ist, um die Beweggründe und Ziele der Protagonisten deutlich zu machen. Der Rest ist reiner Plot mit genau der richtigen Mischung an Bildern, Lautstärke und feinem Humor. Eigentlich die perfekte Unterhaltung. Und… endlich wieder ein Film, der auch nach Kino aussieht und nicht wie eine Netflix/Amazon/DisneyPlus Produktion. Nach „Prey“ tatsächlich der nächste richtige Kracher. Und ja, auch „Killer of Killers“ (die Animationsvariante) hatte seinen Reiz.

    Allerdings: Nun hat man auch dem Predator nachdenkliche, fast menschliche, emotionale Züge verpasst und beleuchtet, was so ein Predator alles durchmacht. Zuvor war er einfach eine anonyme Tötungsmaschine, die nicht zu stoppen war und genau aus diesem Umstand Spannung erzeugte. Das ist nun vorbei. Predators haben Eltern und Geschwister und Verluste und Traumata und Regeln, an die sie sich halten müssen, ob es ihnen gefällt oder nicht. Seufz. Was kommt als nächstes? Wir sehen, dass die Aliens in ihrer Heimat eigentlich doch ganz soziale und liebende Wesen sind? Dass der Terminator eigentlich aus ganz verständlichen Beweggründen handelt?

  • Notiz 18

    Wer hat die Polarlichter letzte Nacht verpasst? *Zeigt mit zwei Daumen auf sich selbst*. Es reicht wohl nicht, täglich die Wettervorhersage zu checken, sondern auch die Polarlicht-Vorhersage.

  • Notiz 17

    Influencer sind ein komisches Volk. Alles bei Influencern muss etwas toller als üblich sein. Immer eine Spur drüber. Immer eine Spur daneben. Denn oft scheint es so, als seien Influencer nur deshalb anderer Meinung, um Reichweite zu erlangen. Fluorid ist tödlich, Hafer macht fett und krank, die Erde ist eine Scheibe, dieser ETF bringt dir 200% Rendite. Auffallen um jeden Preis, Hauptsache anders als die anderen. Und dann wird gefolgt und der gesunde Menschenverstand und Fakten ausgeblendet.

    Zwei Gedanken dazu: 1) Vor einigen Wochen fiel ich selbst wieder darauf rein, als irgendeine Instagram-Influencerin vor Verzückung vom Stuhl rutschte und einen Baumarkt anpries, der eine derart großartige Weihnachtsabteilung haben solle, wie man es noch nie erlebt habe. Wir fuhren hin und fanden drei Regale mit billigstem Plastikmüll vor. Reingefallen. 2) Diese bescheuerte Behauptung im Netz, dass Fluorid in Zahnpasta per se gesundheitsschädlich und giftig sei, ist mittlerweile im Mainstream angekommen. Es gibt tatsächlich Zahnpastahersteller, die bewusst damit werben, kein Fluorid zu nutzen, weil… giftig und so. Dabei kommt es, wie so oft, auf die Menge an. Und ich möchte denjenigen mal sehen, der so viel Zahnpasta schluckt, dass er sich tatsächlich eine Vergiftung einfängt. Alles, was derzeit wirklich toxisch ist, ist Social Media.

  • Notiz 16

    John Gruber in Daring Fireball:

    Es gab mal eine Zeit, da war ich als Apple Fanboy verschrieen. Ob das stimmte oder nicht, wer weiß. Aber ja, die grundsätzlichen Design-Entscheidungen von Apple begeisterten und überzeugten mich. Heute sehe ich das differenzierter. Zum Einen, weil ich selbst seit fast einem Jahrzehnt als UX Designer arbeite, zum anderen weil ich mit sehr vielen Entscheidungen seitens Apple nicht einverstanden sein kann. Damit sind noch nicht mal deren politischen oder geschäftlichen Entscheidungen gemeint. Liquid Glass ist ein komplettes Desaster. Das muss noch einmal deutlich gesagt werden. Fast täglich lese ich von neuen Verfehlungen in aktuellen OS Versionen. Wie beispielsweise von den lächerlich übertriebenen Fensterrundungen in macOS, die eine normale Nutzung beim Vergrößern und Verkleinern völlig absurd machen. Oder den in diesem Zusammenhang aufgefallenen Darstellungs- und Bedienfehlern bei Scrollbalken. Die insgesamt dann noch schlimmer werden, wenn man genauer hinschaut. Es scheint nicht aufzuhören.

    Das Schlimmste ist allerdings, dass wir nicht mit baldiger Verbesserung rechnen dürften. Denn was Apple so gut wie nie macht, ist, Fehler einzugestehen. Und bei einer derart massiven Designumstellung wie bei Liquid Glass käme das auch einem Gesichtsverlust gleich. Deshalb wird Apple auch keinen Schritt zurück machen. Sie werden hier und da kleine Anpassungen machen oder Probleme komplett ignorieren. Man denke nur daran, wie lange es dauerte, bis die unsäglichen Butterfly Tastaturen in den Macbooks verschwanden. Von den einst goldenen Zeiten, als Apple noch Design-Vorreiter und Speerspitze ware, sind wir leider weiter entfernt denn je.