Predator: Badlands ist ein großartiger Film von „10 Cloverflied Lane“ Regisseur Dan Trachtenberg. Phantastische, fantasievolle Settings, hervorragende Action, toller Schnitt, packende Musik und eine Story, die ausreichend ist, um die Beweggründe und Ziele der Protagonisten deutlich zu machen. Der Rest ist reiner Plot mit genau der richtigen Mischung an Bildern, Lautstärke und feinem Humor. Eigentlich die perfekte Unterhaltung. Und… endlich wieder ein Film, der auch nach Kino aussieht und nicht wie eine Netflix/Amazon/DisneyPlus Produktion. Nach „Prey“ tatsächlich der nächste richtige Kracher. Und ja, auch „Killer of Killers“ (die Animationsvariante) hatte seinen Reiz.
Allerdings: Nun hat man auch dem Predator nachdenkliche, fast menschliche, emotionale Züge verpasst und beleuchtet, was so ein Predator alles durchmacht. Zuvor war er einfach eine anonyme Tötungsmaschine, die nicht zu stoppen war und genau aus diesem Umstand Spannung erzeugte. Das ist nun vorbei. Predators haben Eltern und Geschwister und Verluste und Traumata und Regeln, an die sie sich halten müssen, ob es ihnen gefällt oder nicht. Seufz. Was kommt als nächstes? Wir sehen, dass die Aliens in ihrer Heimat eigentlich doch ganz soziale und liebende Wesen sind? Dass der Terminator eigentlich aus ganz verständlichen Beweggründen handelt?