Jahr: 2014

  • 80 Soldaten

    80 Soldaten

    Im Jahre 1866 machte sich die Armee Liechtensteins zu ihrem letzten Einsatz auf. 80 Soldaten marschierten gen italienischer Grenze, um diese zu bewachen und zu schützen. Der Einsatz war ein Erfolg, niemand wurde getötet. Tatsächlich kam die Truppe sogar 81 Mann stark zurück in die Heimat. Man hatte unterwegs einen neuen Freund dazu gewonnen. Einen Italiener. Oder einen Österreicher.

    Diese kleine Geschichte wärmte heute meine Seele und zauberte mir ein winziges Lächeln herbei. Die Fakten widersprechen sich zwar, je nachdem wo und wie lange man recherchiert, doch die Idee einer Armee, die unterwegs Freunde findet, ist einfach herrlich.

  • Die Ex

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    Dann kommt der Zeitpunkt, an dem du die neue gefunden hast und glücklich bist. Und dir gar nicht mehr vorstellen kannst, wie du es so lange mit der alten aushalten konntest. Natürlich erinnerst du dich an die zumeist schönen Zeiten, glanzvolle Erinnerungen voll leichter Wehmut. Doch du erinnerst dich auch an die schlechten Zeiten, in denen dir alles zu eng wurde und du ausbrechen wolltest. Und nun ist der Lack ab, das neue lockt, und alles was vergangen, scheint grau.

    Bis die Nachfolger auf den Plan treten. Das elende Pack, die Meute, die wie Geier nur darauf gewartet haben, dass du endlich verschwindest. Sie sind voll des Lobes, schwärmen, umgarnen und heben sie auf einen Sockel. Doch lass dich nicht täuschen. Natürlich hinterfragst du deren Euphorie, fragst dich, ob du einen Fehler gemacht hast. Fragst dich, was mit dir nicht stimmt, dass du dir einfach eine neue gesucht hast. Die alte zurück lässt. Hat sie denn wirklich den Lack ab oder liegt es an mir? Weshalb ist jeder begeistert außer mir?

    Verzweifle nicht. Du hast alles richtig gemacht. Diese Gefühle kommen immer, die Wehmut übernimmt gerne das Ruder. Bewahre dir das Gefühl in deinem Herzen. Lass sie los, in dem guten Wissen, dass sie lange genug perfekt zu dir gepasst hat und immer noch so großartig ist, wie damals, als du sie zum ersten Mal sahst. Doch ihr habt euch auseinander gelebt. Niemand kann etwas dafür. Lass sie gehen und anderen ihre Freude an ihr haben.

    Freu dich einfach auf deine neue Wohnung.

  • Weil ich ein Mann bin?

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    Warum muss das Essen immer etwas würziger sein, das Steak etwas blutiger, die Portionen etwas größer? Warum muss die Massage immer etwas härter sein, das Wasser etwas heißer, der Kaffee etwas kräftiger? Warum muss die Geschwindigkeit immer etwas höher sein, die Entfernung etwas weiter, das Gefühl etwas intensiver? Warum muss der Bass immer etwas stärker sein, die Lautstärke etwas höher, der Bildschirm etwas größer? Warum muss der Prozessor immer etwas schneller sein, das Gadget immer etwas dünner und immer etwas exklusiver? Warum muss die Küche immer etwas größer sein, der Equipment etwas professioneller, die Messer etwas schärfer? Warum muss der Kontostand immer etwas höher sein, das Ansehen etwas größer und der Urlaub etwas länger? Warum müssen Chips immer etwas knuspriger sein, die Action etwas krachender, die Gags zum totlachen?

    Warum muss es immer etwas mehr sein? Nur etwas…?

  • Wir und das Känguru

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    Das Känguru ist nicht unser Mitbewohner, sondern fand beim Kleinkünstler Marc-Uwe Kling Zuflucht. Dennoch lässt es uns nachts nicht schlafen. Vermutlich weil wir die Hörbücher mit den Abenteuern der beiden allabendlichen nach dem Zu Bett gehen hören. Ständige Schüttelattacken durch unbändiges Gelächter ist nicht förderlich für gesunden Schlaf. Dies nur als Warnung. Dennoch können wir die mittlerweile drei Hörbücher „Die Känguru-Chroniken“, „Das Känguru-Manifest“ und ganz neu „Die Känguru-Offenbarung“ uneingeschränkt jedem Tierfreund, Kommunisten, Schnapspralinen-Liebhaber, Pinguin-Hasser oder Boxer uneingeschränkt empfehlen.

    Vermutlich sind auch die Bücher toll. Die kongeniale Art, wie der Kleinkünstler seine Bücher vertont hat, ist aber mit Sicherheit unerreicht. Die sanfte, ruhige Stimme des Erzählers im Kontrast zum nölenden Tonus des Kängurus machen das Zuhören zu einem einzigen Vergnügen. Leider kann der ebenfalls von Herrn Kling gesprochene und kostenlose Podcast mit dem geballten Witz der Bücher nicht ganz mithalten.

    Gebt dem Känguru eine Chance. Aber besser nicht zum Einschlafen. Das sollte auf die Not-To-Do-Liste.

  • A Tribute to Breaking Bad

    Ein phantastischer Zusammenschnitt der besten TV-Show ever made. A Tribute to Breaking Bad von Alexandre Gasulla. Wird Zeit, sich die Serie noch einmal komplett von Anfang an reinzuziehen.

    via Nerdcore

  • Nächstes Kapitel

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    Hat eigentlich jemals ein Mensch in der Geschichte der DVD/BluRay das Kapitel-„Feature“ benutzt? Ein ganzes Billy-Regal voller gekaufter Filme zeugt von einem mir bislang völlig ungenutzten, weil nutzlosen Angebot – der Kapitelübersicht. Wann bitte hätte ich auf die Idee kommen sollen, diese aufzurufen? Um mir vor dem Filmgenuss einen Überblick über den Film zu verschaffen? Um heraus zu finden, an welchen Stellen irgendein Praktikant des Filmverleihs wahllos eine Kapitelsprungmarke gesetzt hat? Oder tatsächlich um am Ende direkt zu einem bestimmten Kapitel zu springen? Warum sollte ich das tun?

    Wie oft geht man ins Kino, bestellt eine Karte und sagt: „Können Sie bitte direkt zu Kapitel 4 vorspulen? Die Vorgeschichte interessiert mich nicht.“ Oder: „Muss ich denn den ganzen Film bezahlen, wenn ich nur den Endkampf sehen will? Bitte starten Sie Kapitel 19 und ich zahle dafür 1,50€.“

    Wie viele Romane werden mit einer Inhaltsangabe gedruckt, mit einer Übersicht aller enthaltenen Kapitel? Wie oft würde jemand gezielt zu einem bestimmten Kapitel springen und die vorherigen auslassen?

    Ach so, wenn man den Film bereits gesehen hat ist das etwas anderes? Dann gibt es keinen Grund mehr, ihn komplett anzusehen, sondern wählt nur noch die besten Kapitel aus dem Menü? „Ich fand den Film insgesamt toll. Aber ich muss ihn nicht noch einmal 2 Stunden anschauen. Die besten 10 Minuten genügen mir. Zum Glück habe ich ihn dafür gekauft.“ Aber klar.

    Wäre es nicht toll, wenn man auch in anderen Bereichen einfach bestimmte Kapitel auslassen könnte?

    • „Vorspiel? Langweilig. Ich springe direkt zu dem Kapitel, wo es zur Sache geht.“
    • „Aufwärmen? Das ist mir zu öde. Wo ist denn das Kapitel, in dem der Sport tatsächlich beginnt?“
    • „Pubertät? Ganz schreckliches Kapitel. Besser, ich überspringe das.“
    • „Ich kenne den Salat schon in- und auswendig. Lass uns direkt zum Hauptgang-Kapitel wechseln.“
    • „Das ist ja wohl ein selten dämlicher Blog-Artikel. Schnell zum nächsten…“
  • Forrest Gump by Wes Anderson

    Louis Paquet erstellte Opening Titles für den tollen Forrest Gump, wenn er vom tollen Wes Anderson verfilmt worden wäre. Toll.

    via kottke

  • Perfect World

    In einer perfekten Welt trägt man nur Stretch und Slipper. Und alles duftet nach Bacon.

  • Mac OS X Dock Icons with Style

    Mac OS X Dock Icons with Style

    Auf der Suche nach stylischen neuen Icons für mein OS X Dock entdeckte ich einen Eintrag im MacRumors Forum. Der im Moment 26 Seiten lange Thread beginnt mit der üblichen Suche und einigen Angeboten, bis ein gewisser Arn0 beginnt, Icons auf Anfrage zu erstellen. Anfangs noch in vollständig runden Versionen, später in unterschiedlichen Ausführungen und im iOS 7-Style.

    Der echte Name des Künstlers ist Arnaud Leroy und in diesem Dropbox-Ordner können alle bislang erstellten Icons herunter geladen werden.

    Auch wenn sich am „flachen“ iOS 7-Design die Geister scheiden, liebe ich den einfachen und klaren Stil. Für meinen Frühjahrsputz waren diese Icons genau das richtige.

  • Bei Technik-Fragen…

    Ich liebe es, wenn Technik funktioniert. Ich liebe es, wenn sich unterschiedliche Gadgets untereinander verstehen. Ich liebe es, wenn ich einen Beweis dafür bekomme, dass wir im 21. Jahrhundert leben und Produkte unterschiedlicher Konzerne einfach kommunizieren und funktionieren ohne dass ich auch nur einmal die „Hilfe“ des Internets heranziehen muss.

    Der Grund, weshalb ich irgendwann zu Apple Produkten wechselte war, dass alles einfach so funktionierte. Und genau so, wie ich es wollte benötigte. Gut, auch im Apple Universum klappt nicht immer alles reibungslos. Wie könnte es auch? Zudem muss man akzeptieren, dass eben nicht alle Produkte dieser Welt von Apple sind (und das ist auch gut so!).

    Weshalb aber dennoch jedes Unternehmen noch immer sein eigenes Süppchen kocht, ist ein fürchterliches Unding. Weltweite Standards? In welcher Welt denn? Wenigstens europäische Vereinbarungen? Weit gefehlt.

    Beim Kauf neuer technischer Produkte und Gadgets wird man mit Schlagwörtern bombardiert, die dem Käufer, also mir, suggerieren sollen, dass man mit genau diesem Gerät für alle Eventualitäten gewappnet ist. Diese kleine Maschine macht mir das Leben leichter, versteht sich mühelos mit jeder anderen anschließbaren Maschine und … funktioniert einfach. Und warum? Weil es das zertifizierte, abgenickte und standardisierte HDMI-USB-CEC-ARC-Nupsi bereits eingebaut hat. Toll.

    Jedoch, all das ist ein Trugschluss. Konzerne MÜSSEN ihr eigenes Süppchen kochen, müssen sich von der Konkurrenz absetzen und unterscheiden. Und das wichtigste: sie dürfen keine Technik ausliefern, die einfach so funktioniert. Weshalb sollte sich denn sonst jemand etwas neues kaufen?

    Und so kaufe ich in beständiger Regelmäßigkeit neue technische Produkte. Immer in der Hoffnung, endlich den Heilsbringer gefunden zu haben. Nur um am Ende (teilweise) wieder enttäuscht zu werden.

    Dabei sind meine Ansprüche doch gar nicht so hoch. Ich möchte doch nur

    • eine Medienlandschaft, die eigenständig auf die richtigen (Audio- und Video-) Kanäle schaltet,  wenn ich Fernsehen, Spielen, Musik hören oder sonst etwas machen möchte
    • eine Fernbedienung, die alle Geräte reibungslos und zuverlässig steuert
    • ein Gerät, dass in der Lage ist, performant alle erdenklichen Video- und Audioformate abzuspielen und mir eventuell einen Katalog der Inhalte zu erstellen
    • ein System, dass alle Medien (Video, Audio und Fotos) unter einen Hut bringt und mir in jeder erdenklichen Lagen auf jedes erdenkliche Gerät wieder zur Verfügung stellt.

    Kann es denn wirklich so schwer sein? Oder muss es teuer sein? Zugegeben, früher, da versuchte ich mich immer an möglichst günstigen Lösungen. Meist mit entsprechendem Ende. Doch heute… bin ich kein bisschen schlauer und greife noch immer erst zu den zwar hochgelobten, aber vielleicht nicht vollends ausgereiften Produkten. Nur um dann frustriert noch mehr Geld auszugeben.

    Derzeit lassen mir folgende „Probleme“ keine Ruhe (und man ahnt es schon nach der obigen Aufzählung): Ich besitze einen LG LA6608 TV, einen Pioneer VSX 827 AV-Receiver, ein WD TV Live, eine PS3, eine Time-Capsule (mit angeschlossener LaCie-Festplatte mit Video-Dateien) und weitere Apple Gadgets wie Macbook Pro, iPad, iPhone mein eigen. Trotz monatelangem Studiums diverser Webseiten und Foren („Benutz doch die Suche“) bin ich noch immer hilflos.

    • das WD TV Live ist unfassbar träge, die Indexierung klappt nur nach mehrfachem Anstoßen und dann auch nicht wirklich zufriedenstellend, hochauflösende Videos ruckeln (mit der aktuellsten Firmware – daher wieder eine alte eingespielt). Außerdem ist es ein Ärgernis, dass sich das Gerät selbständig einschaltet, bloss weil ich ihm an der Steckerleiste Strom zuführe.
    • der Pioneer AV-Receiver versteht als Zentrale dieser Medienlandschaft nicht, wenn ich irgendwo einen Kanal wechsle, also zum Beispiel von TV auf Video umschalte. Deshalb sind für diesen Prozess immer mehrere Klicks am TV und am AV-Receiver nötig, vom WD TV ganz zu schweigen.
    • Der AV-Receiver schafft es nicht, die ausschließlich per HDMI übertragenen Videos auch mit synchronem Ton auszustatten. Oder der TV schafft es nicht, diese darzustellen.
    • Beim Versuch, Musik vom Macbook per Airplay an den AV-Receiver zu schicken (der damit ausgerüstet ist), klappt das.. nunja in 20 Prozent der Fälle. Warum, ist ein Rätsel. Hin und wieder klappt es aber per iPhone. Aber auch nicht immer.
    • der TV scheint mit all seinen Funktionen überladen zu sein. Das Menü ist ein Graus und unübersichtlich. Streaming beispielsweise per amazon Instant Video (ehemals Lovefilm) klappt nur mit ständigem Zwischenpuffern (per LAN-Kabel)
    • um alles zu steuern benutze ich drei Fernbedienungen. Eine Harmony-Fernbedienung ärgerte so lange mit der Aufforderung, die Hilfe-Taste zu drücken, weil etwas nicht funktionierte, bis sie „kaputt ging“. Ein danach erworbene Philips Universalfernbedienung kann noch weniger.

    Ja, alles nichts halbes und nichts ganzes. Und um zum Thema „dann geb ich einfach mehr Geld aus“ zu kommen, plane ich derzeit, eine Synology Diskstation zu erwerben. Und ich werde noch Monate auf Webseiten und Foren („Das wurde schon in mehrfachen Threads beantwortet“) versuchen herauszufinden, ob ich damit zumindest einige meiner Wünsche erfüllen kann.

    Schöne neue Technik-Welt. Ich glaube, mit meinem Videorekorder, der per Scart-Kabel an meinem Röhrenfernseher hing, hatte ich weniger Ärger.