Autor: Roger Graf

  • Flickr und die Möglichkeiten

    Nun habe ich mir endlich einen Account bei Flickr.com geholt. Flickr ist ein kostenloser Online Service von Yahoo, den ich dazu nutzen kann, meine Fotos hoch zu laden, zu organisieren und zu veröffentlichen. Was mich dabei fasziniert, sind die vielfältigen Möglichkeiten, was man mit den Bildern alles machen kann. Das erste ist das wohl offensichtlichste: In der rechten Seitenleiste findet man ab jetzt ein Flickr Plugin, das immer zufällig drei Bilder aus meiner Sammlung präsentiert. Bei Klick auf eines dieser Bilder kommt man direkt zu Flickr, wo man sich alle Bilder anschauen kann, oder die meiner Kontakte.

    Im Moment sind noch nicht viele Bilder von mir online. Das liegt zum einen daran, daß man monatlich nur ein Upload Volumen von 20 MByte hat, andererseits aber auch daran, daß ich all meine Bilder nochmals überarbeiten möchte, bevor ich sie veröffentliche. Das dauert natürlich. Ich werde aber immer darauf hinweisen, wenn neue Bilder online sind.

    Habe ich eben noch von den vielfältigen Möglichkeiten gesprochen, so möchte ich hier auch welche präsentieren. Da wäre zum Beispiel Spell with Flickr. Hier kann man sich aus zufällig gesuchten Buchstaben aus dem flickr Fundus Wörter zusammen stellen lassen. Ein lustiges Gimmick.

    Interessant ist auch Flickr Montager, das aus hunderten von Bildern ein großes Mosaik herstellt, das man selbst wählen kann. Bekannt wurde das glaube ich hauptsächlich durch das „Truman Show“ Filmplakat. Es gibt auch Desktop Tools für so etwas.

    Sehr viel Spaß macht der Related Tag Browser. Es funktioniert ganz einfach: Man gibt einen Begriff ein (z.B. Weihnachten) und bekommt alle Bilder die bei Flickr mit diesem Tag (Beschreibung) zu finden sind. Dazu bringt der Tag Browser schön animiert auch noch aberdutzende Tags, die damit zusammen hängen. So kommt man schnell vom Weihnachtsmarkt zum Rockefeller Center in New York.

    Noch eine Flash Anwendung ist flickrGraph. Nach Eingabe eines Namens oder E-mail Adresse werden die Bilder und Tags des Besitzers angezeigt und dazu auch die Kontakte, die der Benutzer schon geknüpft hat. Und natürlich auch deren Kontakte. So entsteht schnell ein interessantes Netzwerk aus Fotografen und hübschen Bildern.

    Also faszinierende Aussichten. Ich halte euch auf dem Laufenden, was es Neues bei Flickr und mir gibt.

  • Zum Ausgehen zu alt

    Ähnliches hab ich früher schon gedacht. Und nun, da ich wohl oder übel langsam alt werde, stelle ich mir folgende Frage immer öfter: Warum geht man Samstags Abends erst nach 23 Uhr weg? Wer hat sich einfallen lassen, daß man vor Mitternacht in keinem Club auftauchen sollte? Wer kam auf die bescheuerte Idee, man solle erst mitten in der Nacht anfangen Spaß zu haben, nur um die Nacht zum Tag zu machen und dadurch den folgenden Tag dabei auch noch völlig zu verlieren?

    Wäre es nicht genau so schön und lustig, wenn man schon um 20 Uhr ausgehen könnte? Wenn man noch nicht müde ist? Wenn man weiß, die Nacht geht jetzt noch acht Stunden und nicht nur vier? Wenn man sich um sieben nicht schon überlegen müsste, wie man den Abend bis zum ausgehen füllen könnte (Und aus lauter Verzweiflung „Wetten dass“ guckt und dabei einschläft).

    Oder wenn man nicht verzweifelt auf der Suche nach einer Cocktailbar (zum Vorglühen) seinen Spaßlevel und die Lust sinken sieht? Es gäbe soviel gute Gründe, einen Samstag Abend etwas früher zu starten. Und ich möchte nun nicht hören, daß genau die von mir genannten Dinge eben zu einem gelungenen Samstagabend gehören, so wie ein Vorspiel. Denn oft genug hab ich erlebt, daß der Abend um 22 Uhr schon gelaufen war, noch bevor man einen Fuß vor die Tür gesetzt hatte.

    Dazu paßt auch die Frage, warum die Läden, die man dann besucht, grundsätzlich zuwenig Licht und zu laute Musik bieten. Von der schlechten Luft einmal abgesehen (die Kleidung läßt sich ja lüften). Aber wenn ich auf Partnersuche bin, bringt mir Dunkelheit und Stroboskop Licht gar nichts. Wenn ich eine Unterhaltung führen will, bringen mir 300 Dezibel auch nichts (außer einem Hörschaden). Okay, wenn ich auf der Tanzfläche hüpfen oder dumm allein herum stehen will, geht das alles schon in Ordnung. Aber nur um eines der beiden Dinge zu tun, geh ich doch nicht weg.

    Ja, es kann an meinem Alter liegen. Aber ich schätze immer mehr die gemütlichen Abende in einer lauschigen Bar, einem netten Cafe, in einem Biergarten oder in ein einem Restaurant. Ich möchte die Menschen sehen, mit denen ich mich unterhalten ohne schreien zu müssen.

    Da fällt mir gleich noch eine Frage ein: Was ist eigentlich aus diesen Radiosendungen geworden, die es noch vor einigen Jahren gab, wo man sich melden konnte, wenn man eine Party schmiß oder auf der Suche nach selbiger war. Machen die Leute heutzutage keine Partys mehr, auf denen sie wildfremde Krawallmacher, Spanner oder Dummschwätzer einladen wollen?

  • Vorsicht Kunde – mein Nokia Debakel

    Mit am liebsten lese ich in der c’t die Rubrik "Vorsicht Kunde". Zuerst amüsiere ich mich immer ein wenig über den Titel, der so klingt, als würde hier keine Warnung für Kunden stehen, sondern als würde vor den Kunden selbst gewarnt. Also in etwa der Satz, den sich gelangweilte, inkompetente Media Markt Mitarbeiter zuraunen, wenn man mit fragendem Gesicht auf sie zukommt.

    Letztendlich geht es in dieser Rubrik aber doch um die Abenteuer, die so mancher Kunde in unserer Service Wüste durchschreiten muß. Die Haare stehen einem desöfteren zu Berge wenn man liest, was sich so manche Firmen erdreisten und wie sie mit dem Satz "Der Kunde ist König" umgehen.

    Jetzt habe ich selbst so einen Fall erlebt. Wie ich es schon ein paar Mal hier in meinem Blog erwähnt hatte, geht es um den Ärger mit meinem Handy. Ich bekam im Juni ein Nokia 6230i von O2 (für 80 Euro) und hatte auch bis zum September Freude damit. Dann schaltete es einfach aus und wollte nicht mehr anspringen (sozusagen). Kein Problem, so dachte ich, ist ja noch ewig Garantie drauf. Ich schlenderte also zu einem O2 Shop, dessen (türkische) Mitarbeiter mir ebenfalls versicherten, dass es gar kein Problem sei. Man wolle das Gerät zur Reparatur schicken. Alles kostenlos.

    Wunderbar, dachte ich und freute mich auf die folgende Woche, in der ich das Gerät wieder hätte erhalten sollen. Natürlich erhielt ich es nicht. Ich stand ab da etwa jeden dritten Tag in der Filiale um nachzufragen, wann das Handy denn komme? Man zuckte mit den Schultern, rief irgendwo an und sagte, es müsste unterwegs sein. Die Telefonate wurden allesamt auf türkisch geführt und ich überlegte schon, ob man mein Handy vielleicht nach Ankara verschickt hatte und nun als Geisel hielt, weil Teile des deutschen Bundestages gegen den EU-Beitritt der Türkei waren.

    Ich bekam das Handy über drei Wochen nach dem Einsenden zurück. Und zwar immer noch defekt. Auf meine Frage, warum es so lange gedauert hatte, warum es immer noch nicht funktionierte und was denn überhaupt daran gemacht worden sei, wurde der freundliche O2 Mitarbeiter ungehalten und schnauzte mich an, er wisse das alles nicht und es würde auch nicht helfen, wenn ich ständig vorbei käme um Fragen zu stellen.

    Ich nahm das Gerät mit und rief bei dem Service Center (Degen heißen die) an, unterstellte Unfähigkeit und vereinbarte, das Handy erneut einzuschicken. Ganz nebenbei erzählte man mir, dass mein Handy beim ersten Versuch genau 4 Tage im Haus gewesen sei. Wo es die restlichen fast drei Wochen abgeblieben sei, könne man mir nicht sagen. Egal, ich wusste ja, dass es an einen Stuhl gefesselt in Ankara lag und man mir demnächst eine Taste davon zum Beweis geschickt hätte, mit einem Drohbrief, es zu zerstören, wenn die EU nicht bereitwilliger würde.

    Eine Woche später erhielt ich das (neue – es hatte eine andere Seriennummer) Handy zurück. Und diesmal ging es an. Fand aber kein Netz. Dann ging es wieder aus.

    Jetzt telefonierte ich mit diversen Hotlines. Zunächst Nokia, die mir erklärten, sie seien dafür nicht zuständig, sondern O2. Dann mit O2, die mir erklärten, sie seien dafür nicht zuständig, sondern Nokia. Dann wieder mit Nokia… und so weiter und so fort.

    Die Nokia Member Hotline wurde ganz schnell ungeduldig mit mir, während die O2 Hotline gar keine Zeit dazu hatte – denn die sind so teuer, dass ich mir gar keine großen Entschuldigungen anhören wollte.
    O2 erklärte sich dann endlich bereit, mir entgegen zu kommen (was hier mehr nach Kulanz riecht als nach geltendem Recht für Kunden) und mein Handy gegen ein sogenanntes Swap Handy auszutauschen. Das bedeutet, ich bekam ein ehemals defektes aber repariertes Handy für mein neues, nicht funktionierendes. Matt erklärte ich mich damit einverstanden.

    Was soll ich sagen? Das nächste Handy funktionierte wieder nicht. Erneute Anrufe bei allen möglichen Hotlines, einige Faxe, einen Brief und ein Besuch in einem Nokia Service Center. Dort wurde mir gesagt, dass der Akku absolut in Ordnung sei und man könne leider nichts für mich tun, weil das Handy ja schon einmal in Reparatur war und man nun 30 Tage warten müsste. Ich wiederhole: weil das Handy unrepariert aus der Reparatur kam und mittlerweile zweimal getauscht worden war, sollte ich jetzt einen Monat lang mit dem weiterhin defekten Gerät darauf warten, das man es reparieren dürfte.

    Interessanterweise stand in dem Service Center hinter mir ein Mann mit dem ich schnell ins Gespräch kam und der mir erzählte, dass er das Nokia 6230i schon dreimal gehabt hätte und alle seien defekt gewesen. Auch das seiner Frau und das seiner Mitarbeiter. Er hätte nun die Schnauze voll und würde auf Wandlung bestehen.

    Und das tat ich auch. Ich rief wutentbrannt bei O2 an, erklärte in drei Sätzen, dass ich kein viertes defektes Handy möchte und auf Wandlung bestünde (bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich etwa 30 Euro für Hotlines, Faxe und Pakete ausgegeben). Die Hotline Mitarbeiterin ließ meine schöne Wut einfach so verpuffen, indem sie mir sagte, dass das natürlich kein Problem und eine Selbstverständlichkeit sei. Warum nicht gleich so?

    Ich besitze nun ein Sony Ericsson K750i und bin begeistert. Nicht nur, weil das Handy schicker aussieht, eine durchdachtere Menüführung hat und mit mehr Extras daher kommt, sondern auch, weil ich das ganze dreißig Euro günstiger bekommen hatte als das alte Nokia und dazu noch ein Bluetooth Headset, ein Card Reader und eine größere Speicherkarte. Was will man mehr?

    Jetzt hoffe ich nur noch, dass dieses Handy nicht auch einfach so wieder kaputt geht.

  • Fröhliche Weihnachten (A Christmas Story) – Der Film

    Fröhliche Weihnachten (A Christmas Story) – Der Film

    Weihnachten steht unweigerlich vor der Tür. Es bringt jetzt nichts, darüber zu meckern, dass man schon seit drei Monaten Lebkuchen und Spekulatius angeboten bekommt. Denn jetzt geht es langsam in die heiße Phase. In Freiburg hat der Weihnachtsmarkt eröffnet und ich selbst habe schon die Weihnachtsbeleuchtung aufgehängt.

    Wenn es draußen dann so richtig knackig kalt ist, gibt es kaum etwas schöneres, als sich vor den Fernseher zu setzen und wieder einer der schönen Weihnachtsklassiker zu gucken. Da hat jeder andere Vorstellungen davon, was ein Klassiker ist. Ich finde, es kommt hierbei nicht mal auf die Qualität der Filme an. Es geht einfach nur um das Gefühl, das sie einem vermitteln.

    Bei mir sind es im Grunde nur drei Filme, die mir dieses besondere Gefühl geben. Das wäre „Scrooged“, „Schöne Bescherung“ und „Fröhliche Weihnachten“. „Fröhliche Weihnachten?“ werden sich manche nun fragen, „von dem hab ich ja noch nie gehört.“ Tja, das liegt daran, dass es diesen Film weder auf DVD noch auf VHS gibt und er alljährlich irgendwo in den Dritten im Nachmittagsprogramm verkloppt wird. Eine Schande. Denn jeder, der ihn je gesehen, liebt ihn auch.

    In den USA gibt es „A Christmas Story“ sogar als Special Edition und hat anscheinend hat er dort im Fernsehen etwa den Stellenwert, den bei uns „Dinner for One“ an Silvester hat – es geht halt nicht ohne.

    Leider fehlt er mir auch in meiner Sammlung, seit vor ein paar Jahren mein altes VHS Band endgültig den Geist aufgab (solche Bänder sind nun mal nicht jahrzehntelang strapazierfähig). Auf meiner Suche im Netz fand ich zumindest eine schöne kleine Beschreibung bei MDB und außerdem einen Trailer.

    Ansonsten bleibt mir nichts anderes übrig als das konzentrierte Studieren des Programmhefts, um ja nicht zu verpassen, wenn BR3 oder so den Film an einem Donnerstag Nachmittag oder so um 13:40 oder so zeigt. Bis dahin brauche ich noch unbedingt einen DVD Recorder.

    Welche Filme seht ihr denn gerne zu Weihnachten? Schreibt mir das mal…

    Update

    Im Winter 2022 erschien dieFortsetzung unter dem Titel „A Christmas Story Christmas“ beziehungsweise in Deutschland als „Leise rieselt der Streß“. Ob es diesen Film gebraucht hätte, müssen andere entscheiden. Ob er zu einem solchen Klassiker wie das Original werden wird, wage ich allerdings zu bezweifeln.

  • Die Tauben vor dem Migros

    Die größte und erfolgreichste Lebensmittelkette der Schweiz hat seit einigen Jahren auch Filialen in Deutschland. In Freiburg und in Lörrach steht jeweils ein Migros Supermarkt. Letzten Samstag stand ich vor der Lörracher Filiale und genehmigte mir eine heiße Wurst von dem davor befindlichen Stand. Dabei hatte ich ein ständiges, sehr hohes, beinahe schmerzhaftes Pfeifen im Ohr.

    Schon in Panik, dass der Tinitus in meinem hohen Alter so langsam Überhand nimmt, schaute ich mich nach anderen Ursachen um. Und tatsächlich, Migros hatte vor einiger Zeit Lautsprecher in ihrem Eingangsbereich installiert, die diese hohen Frequenzen von sich gaben.

    Auf Anfrage erfuhr ich dabei, dass sich die Mitarbeiter und Anwohner schon darüber beschwert hätten. Allerdings sei alles von Stadt, Land und Flu… äh Ordnungsamt überprüft und für unbedenklich befunden worden. Man müsste also mit dieser Körperverletzung leben.

    Der Grund für alles ist leicht erklärt. Durch die hohen Töne sollen Tauben von dem Vorplatz vertrieben werden. Offensichtlich klappt das aber gar nicht, denn zwischen meinen Füßen rannten genug Vögel herum, um all meine Brotkrummen aufzusammeln. Alles, was hier vertrieben wird, ist Kundschaft.

    Und mal ehrlich, Migros, das hätte euch doch auch klar sein müssen, dass ihr mit hohen Tönen keine Tauben verscheuchen könnt. Denn wie allgemein bekannt ist, hören die Tauben doch eh nichts.

    Ok, ok, der war schlecht. Es ist ein eiskalter November Montag. Man möge mir verzeihen.

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  • Handymania

    Zur Zeit habe ich ja mächtig Ärger mit meinem Handy. Die ganzen Hintergründe zu diesem Skandal werde ich demnächst hier veröffentlichen. Sobald ich die Geschichte hinter mir und nach drei Monaten endlich ein neues Handy bekommen habe. Das dann bitte auch funktioniert.

    Seitdem laufe ich jetzt mit meinem uralten Nokia Knochen herum, ein mintgrün-weißes 3410 mit Monochrom Display und…. sonst nichts. Alles, was man mit diesem Handy machen kann, ist telefonieren, simsen (oder heißt es smsen) und nunja, vielleicht noch Snake spielen. (mehr …)